IM6 - Von 3D zum 3D-Druck

IM6 - Von 3D zum 3D-Druck
IM6 - Von 3D zum 3D-Druck
Einleitung
Wie wird aus einer Idee auf dem Bildschirm ein echter Gegenstand? Beim 3D-Druck beginnt alles mit einem digitalen 3D-Modell. Dieses Modell wird anschließend exportiert, von einem Slicer in viele dünne Schichten zerlegt und schließlich von einem 3D-Drucker Schicht für Schicht aufgebaut. Du lernst in diesem aiMOOC die grundlegende Prozesskette kennen, ohne selbst gefährliche Gerätearbeiten auszuführen.
Sicherheitsrahmen: In diesem Kurs arbeitest Du mit Ideen, Skizzen, 3D-Modellen, Dateien, Slicer-Vorschauen, Bildern und Animationen. Ein echter 3D-Drucker hat heiße und bewegliche Teile. Deshalb wird er im Unterricht nur von dafür verantwortlichen Erwachsenen bedient. Du fasst während eines Druckvorgangs keine Gerätebauteile an und führst keine Wartungs- oder Reparaturarbeiten durch.
Das Video der Sendung mit der Maus zeigt anschaulich, dass ein 3D-Drucker einen Gegenstand nicht auf einmal entstehen lässt. Stattdessen wächst das Objekt aus vielen dünnen Lagen. Genau dieses Schichtprinzip ist die zentrale Idee der additiven Fertigung.

Bei einem verbreiteten Filament-Verfahren, der FFF, oft auch als FDM bezeichnet, wird Material in dünnen Spuren abgelegt. Für Dich ist dabei vor allem wichtig: Aus vielen zweidimensionalen Schichten entsteht ein dreidimensionales Objekt.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du den Weg von einer digitalen Idee zu einem 3D-gedruckten Objekt erklären. Du kannst die Begriffe 3D-Modell, Export, STL, Slicer, Druckschicht und Additive Fertigung sinnvoll verwenden. Außerdem kannst Du typische Anwendungen unterscheiden: Prototyp, Ersatzteilmodell, Lernobjekt und Namensschild.
Die Prozesskette auf einen Blick
Idee → 3D-Modell → Exportdatei → Slicing → Schichtvorschau → schichtweiser Druck → fertiges Objekt
| Schritt | Was geschieht? | Leitfrage |
|---|---|---|
| Idee | Du überlegst, welches Problem ein Gegenstand lösen oder welche Information er zeigen soll. | Was soll das Objekt können oder darstellen? |
| 3D-Modell | Eine räumliche Form wird am Computer erstellt, betrachtet und verändert. | Welche Form, Größe und Details braucht das Modell? |
| Export | Das Modell wird in ein Format übertragen, das andere Programme lesen können, zum Beispiel STL. | Welche Datei wird an den nächsten Arbeitsschritt weitergegeben? |
| Slicing | Ein Slicer zerlegt das Modell rechnerisch in viele dünne horizontale Schichten. | Wie sieht jede einzelne Schicht aus? |
| Schichtvorschau | Die berechneten Schichten werden kontrolliert, bevor etwas hergestellt wird. | Sind Form, Größe und Schichtaufbau plausibel? |
| Schichtweiser Druck | Das reale Objekt entsteht Lage für Lage. | Wie wird aus vielen Lagen ein räumlicher Körper? |

Diese Zeitrafferanimation zeigt gut, wie ein Objekt allmählich wächst. Achte nicht auf die Bedienung der Maschine, sondern beobachte nur das Prinzip: Unten beginnt der Körper, darüber kommen nacheinander weitere Schichten hinzu.
Datei:3D Print Timelapse BambuLab P1S.webm
Auch in diesem Zeitraffer erkennst Du: Der Gegenstand wird nicht aus einem Block herausgeschnitten. Er wird additiv, also durch das Hinzufügen von Material, aufgebaut.
Was ist ein 3D-Modell?
Ein 3D-Modell ist eine digitale Beschreibung eines räumlichen Gegenstands. Anders als eine Zeichnung auf Papier besitzt es gedanklich drei Richtungen: Länge, Breite und Höhe. Du kannst ein Modell am Bildschirm drehen, vergrößern und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Ein Modell kann aus einfachen Grundformen entstehen. Ein Würfel kann zum Beispiel ein Gehäuse darstellen, ein Zylinder kann ein Loch oder eine Säule bilden, und Schrift kann auf einer flachen Platte zu einem Namensschild werden. Programme zur digitalen Konstruktion werden häufig als CAD-Programme bezeichnet. CAD steht für computerunterstütztes Konstruieren.
Wichtig: Ein 3D-Modell ist zunächst nur Information. Es ist noch kein Gegenstand und noch keine Druckanweisung.
Modelle zum Erkunden
Die folgenden freien 3D-Dateien zeigen, wie unterschiedlich digitale Modelle aussehen können.
Modellbeispiel: kleines Testboot
An einem komplexen Testmodell lassen sich Bögen, Wände, Öffnungen und kleine Details erkennen. Solche Modelle helfen dabei, Formen genau zu untersuchen.
Modellbeispiel: Zahnrad
Datei:Zahnrad 20230523 001.stl
Ein Zahnrad zeigt besonders gut, dass ein technisches Modell genaue Maße und regelmäßig wiederkehrende Formen enthalten kann.
Modellbeispiel: menschlicher Schädel
Datei:3D-Schädel eines Menschen.stl
Ein anatomisches Modell kann als Lernobjekt dienen, weil sich räumliche Strukturen aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen lassen.
Modellbeispiel: Gelände
Ein Geländemodell macht Höhenunterschiede räumlich sichtbar. Das verbindet 3D-Modellierung mit Geographie und Topografie.
Modellbeispiel: Schlüsselanhänger mit Logo
Datei:Wiki Advocates PH 3D logo keychain.stl
Ein flaches Grundteil mit erhabenen Formen ist mit einem Namensschild verwandt. Es zeigt, wie Schrift, Zeichen oder Symbole mit einer Grundplatte kombiniert werden können.
Modellbeispiel: Tiermodell
Datei:0 A.D. deer mesh smooth.stl
Bei organischen Formen besteht die Oberfläche oft aus sehr vielen kleinen Flächen. Dadurch können Rundungen digital angenähert werden.
Export: Das Modell weitergeben
Wenn Du an einem 3D-Modell arbeitest, speichert das Konstruktionsprogramm meist eine Projektdatei. Darin können Bearbeitungsschritte oder besondere Informationen erhalten bleiben. Für den nächsten Programmschritt wird das Modell häufig exportiert.
Exportieren bedeutet: Eine Datei wird in ein Austauschformat übertragen, damit ein anderes Programm die Form lesen kann. Ein bekanntes Beispiel ist STL. Vereinfacht gesagt beschreibt eine STL-Datei die Oberfläche eines Körpers durch viele kleine Dreiecke.
Du kannst Dir den Unterschied so merken: Speichern hält Deine bearbeitbare Arbeitsdatei fest. Exportieren erzeugt eine Datei für die Weitergabe an einen anderen Arbeitsschritt.

Ein gerendertes Bild kann das Modell zeigen, aber ein Bild allein enthält nicht automatisch die räumliche Geometrie, die ein Slicer benötigt. Deshalb muss zwischen Bilddatei und 3D-Modelldatei unterschieden werden.
Slicing: Aus einem Modell werden Schichten
Das englische Wort slice bedeutet Scheibe oder Schicht. Ein Slicer ist ein Programm, das ein digitales 3D-Modell rechnerisch in viele dünne Ebenen zerlegt. Stell Dir einen räumlichen Körper wie einen Stapel sehr dünner Papierscheiben vor. Jede Scheibe zeigt einen Querschnitt des Körpers an einer bestimmten Höhe.
Der Slicer plant aus diesen Schichten die Wege, auf denen das Material später abgelegt werden soll. Häufig erzeugt er daraus Maschinenanweisungen, die zum Beispiel als G-Code gespeichert werden können. Für diesen aiMOOC musst Du keinen G-Code schreiben und keinen Drucker einrichten. Entscheidend ist das Verständnis der Informationskette.
Merksatz: Das 3D-Modell beschreibt die Form. Der Slicer übersetzt die Form in einen Schichtplan.
Papiermodell für das Schichtprinzip
Du kannst das Slicing ohne Maschine nachstellen. Zeichne auf mehrere kleine Papierblätter nacheinander Querschnitte einer einfachen Form, zum Beispiel erst einen kleinen Kreis, dann größere Kreise und danach wieder kleinere Kreise. Lege die Blätter übereinander. So wird sichtbar, dass viele flache Ebenen gemeinsam eine räumliche Form beschreiben können.
Diese Analogie ist nicht identisch mit echtem 3D-Druck, aber sie macht das Grundprinzip verständlich: Viele passende Querschnitte bilden zusammen einen Körper.
Schichtweiser Druck
Beim schichtweisen 3D-Druck wird die vom Slicer berechnete Form Lage für Lage aufgebaut. Zuerst entsteht die unterste Schicht, darauf folgt die nächste, dann die nächste. Je nach Verfahren werden unterschiedliche Materialien und technische Methoden eingesetzt. In diesem aiMOOC betrachten wir nur das allgemeine Prinzip.

Die erste Lage ist bei einem schichtweisen Verfahren die Grundlage für weitere Lagen. Das Foto zeigt eine frühe Phase eines Druckvorgangs.
In kurzen Druckaufnahmen oder Zeitraffern kann man erkennen, dass die sichtbare Höhe des Objekts mit der Zahl der bereits erzeugten Schichten zunimmt.
Beobachtungsauftrag: Schaue eine Animation zweimal an. Beim ersten Mal beschreibst Du nur, was sich sichtbar verändert. Beim zweiten Mal erklärst Du mit den Begriffen Schicht, Höhe und 3D-Modell, warum das Objekt wächst.
Vier konkrete Use-Cases
3D-Modelle können sehr unterschiedliche Zwecke erfüllen. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Form, sondern auch die Frage: Wofür soll das Modell dienen?
| Use-Case | Grundidee | Beispiel für Klasse 6 | Wichtige Denkfrage |
|---|---|---|---|
| Prototyp | Ein früher Entwurf macht eine Idee räumlich überprüfbar, bevor eine endgültige Lösung entsteht. | Modell eines Stiftehalters, einer Spielfigur oder eines Gehäuses. | Welche Form oder Größe müsste nach einem Test verändert werden? |
| Ersatzteilmodell | Ein fehlendes oder beschädigtes, einfaches Teil wird zunächst digital nachgebildet. | Modell eines Knopfs, Abstandhalters oder einer einfachen Abdeckung. | Welche Maße müssen stimmen, damit das Teil passt? |
| Lernobjekt | Ein räumliches Modell macht Strukturen anschaulich. | Schädel, Geländeform, geometrischer Körper oder Modell einer historischen Form. | Was lässt sich am räumlichen Modell besser erkennen als auf einem flachen Bild? |
| Namensschild | Eine Grundplatte wird mit Schrift oder Symbolen personalisiert. | Schild für Tisch, Materialbox oder Ausstellung. | Wie bleiben Schrift und Form auch aus etwas Entfernung gut lesbar? |
Use-Case: Prototyp
Ein Prototyp ist eine frühe Version einer Idee. Er hilft dabei, Fragen zu stellen: Ist die Form verständlich? Ist etwas zu groß oder zu klein? Fehlt ein Bereich? Ein Prototyp muss noch nicht perfekt sein. Sein Wert liegt darin, dass Du aus ihm lernst und den Entwurf verbessern kannst.
Beim 3D-Druck beginnt diese Prüfung schon digital. Du kannst das 3D-Modell drehen, Maße vergleichen und in der Slicer-Vorschau untersuchen. So wird der Prozess zu einer Schleife: entwerfen → prüfen → verbessern.
Use-Case: Ersatzteilmodell
Ein Ersatzteilmodell ist die digitale Beschreibung eines Teils, das zu einem vorhandenen Gegenstand passen soll. Dafür sind Maße und Anschlüsse besonders wichtig. Bei einem einfachen Lernbeispiel kann ein Zahnrad zeigen, dass Durchmesser, Dicke, Lochgröße und Zahnform zusammenpassen müssen.
Sicherheitsregel: Im Unterricht geht es nur um einfache, ungefährliche Demonstrationsmodelle. Sicherheitskritische, stark belastete, elektrische, medizinische oder hitzebelastete Teile sind keine geeigneten Schülerprojekte, weil ein passend aussehendes Teil nicht automatisch sicher oder belastbar ist.
Use-Case: Lernobjekt
Ein Lernobjekt hilft beim Verstehen. Ein Schädelmodell kann räumliche Formen zeigen, ein Geländemodell kann Höhenunterschiede sichtbar machen und ein geometrischer Körper kann Ecken, Kanten und Flächen anschaulich verbinden.
Besonders spannend ist der Vergleich: Welche Informationen erkennst Du am 3D-Modell, die auf einem Foto schwerer zu sehen sind? Damit wird der 3D-Druck mit Fächern wie Biologie, Geographie, Mathematik und Geschichte verknüpft.
Use-Case: Namensschild
Ein Namensschild ist ein gutes Einstiegsbeispiel, weil es aus wenigen Elementen bestehen kann: einer Grundplatte, gut lesbarer Schrift und eventuell einem einfachen Symbol. Die eigentliche Lernaufgabe ist nicht das Bedienen eines Druckers, sondern das Gestalten eines funktionalen 3D-Modells.
Für einen guten Entwurf kannst Du überlegen, ob die Buchstaben erhaben oder vertieft dargestellt werden, ob die Grundplatte eine passende Form hat und ob der Name gut lesbar bleibt. Anschließend kann das Modell exportiert und in einer Slicer-Vorschau untersucht werden.
Vom Modell zur Bedeutung: Was ändert sich in jedem Schritt?
| Stufe | Welche Information liegt vor? | Was ist noch nicht vorhanden? |
|---|---|---|
| Skizze | Idee, Formvorstellung, Maße als Notizen | kein vollständiges räumliches Computermodell |
| 3D-Modell | digitale räumliche Geometrie | noch keine berechneten Druckschichten |
| Exportdatei | übertragbare Geometrie, zum Beispiel STL | noch kein Schichtplan |
| Slicer-Ergebnis | Schichten und geplante Bahnen | noch kein physischer Gegenstand |
| Gedrucktes Objekt | reale Form aus aufgebauten Schichten | digitale Bearbeitbarkeit nur, wenn die ursprünglichen Dateien erhalten bleiben |
Diese Tabelle zeigt eine wichtige Idee der Informatik: Daten werden in mehreren Schritten umgewandelt. Jeder Schritt hat einen anderen Zweck.
Große und kleine Anwendungen
3D-Druck kann für kleine Modelle, Lernobjekte und Prototypen eingesetzt werden, aber auch in viel größeren Maßstäben vorkommen. Das folgende Video zeigt ein Bauprojekt und macht deutlich, dass das Schichtprinzip nicht auf kleine Tischgeräte beschränkt ist.
Transferfrage: Was bleibt bei einem kleinen Namensschild und bei einem großen gedruckten Bauteil gleich? Die Größe und das Material können sich ändern, aber die Grundidee des schichtweisen Aufbaus bleibt erkennbar.
Typische Denkfehler
| Denkfehler | Bessere Erklärung |
|---|---|
| Das 3D-Modell ist schon die Druckdatei. | Das Modell beschreibt die Form. Erst Slicing erzeugt einen Schichtplan für die Herstellung. |
| Exportieren und Speichern sind dasselbe. | Speichern hält meist die Arbeitsdatei fest; Exportieren erzeugt eine Datei für einen anderen Arbeitsschritt. |
| Der Drucker baut das Objekt auf einmal. | Das Objekt entsteht schrittweise aus vielen Lagen. |
| Wenn ein Ersatzteil passt, ist es automatisch sicher. | Passform ist nur ein Kriterium. Belastbarkeit, Material und Einsatzbereich müssen ebenfalls geeignet sein. |
| Ein Foto und ein 3D-Modell enthalten dieselben Informationen. | Ein Foto zeigt eine Ansicht. Ein 3D-Modell beschreibt eine räumliche Geometrie, die gedreht und weiterverarbeitet werden kann. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein 3D-Modell? (Eine digitale Beschreibung eines räumlichen Gegenstands) (!Ein gedrucktes Arbeitsblatt) (!Eine zufällige Bilddatei) (!Eine fertige Druckerschicht)
Was bedeutet Exportieren im 3D-Druck-Workflow? (Ein Modell in eine Datei für den nächsten Programmschritt übertragen) (!Einen Drucker einschalten) (!Eine Papierzeichnung fotografieren) (!Ein fertiges Objekt bemalen)
Welche Aufgabe hat ein Slicer? (Ein 3D-Modell rechnerisch in Schichten und Bahnen zu übersetzen) (!Ein Namensschild automatisch zu erfinden) (!Ein Foto in Farbe auszudrucken) (!Ein Modell mit der Hand auszuschneiden)
Was entsteht beim schichtweisen 3D-Druck nacheinander? (Dünne Lagen eines räumlichen Objekts) (!Nur eine einzige flache Seite) (!Mehrere Papierausdrucke) (!Nur die Außenfarbe eines Modells)
Welcher Use-Case beschreibt eine frühe Version einer Idee zum Prüfen und Verbessern? (Prototyp) (!Namensschild) (!Passwort) (!Bildschirmfoto)
Was ist bei einem einfachen Ersatzteilmodell besonders wichtig? (Passende Maße und Form) (!Eine möglichst lange Dateibezeichnung) (!Viele verschiedene Schriftarten) (!Eine bunte Bildschirmhintergrundfarbe)
Warum kann ein Schädelmodell ein Lernobjekt sein? (Weil räumliche Strukturen aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht werden können) (!Weil es jede Schulaufgabe automatisch löst) (!Weil es keine Maße besitzt) (!Weil es nur als Foto betrachtet werden kann)
Welche Aussage passt zu einem Namensschild als 3D-Modell? (Eine Grundplatte kann mit gut lesbarer Schrift kombiniert werden) (!Es braucht grundsätzlich keine Form) (!Es kann nur aus einem Foto bestehen) (!Es darf keine Buchstaben enthalten)
Was beschreibt STL in diesem Kurs am besten? (Ein mögliches Austauschformat für die Geometrie eines 3D-Modells) (!Ein Material für Schulhefte) (!Eine Art von Videodatei) (!Eine Methode zum Zeichnen mit Bleistift)
Welche Reihenfolge beschreibt den Grundablauf richtig? (3D-Modell dann Export dann Slicing dann schichtweiser Druck) (!Slicing dann Idee dann Foto dann Export) (!Druck dann Modell dann Slicing dann Skizze) (!Namensschild dann Video dann Export dann Papier)
Memory
| 3D-Modell | digitale räumliche Form |
| Export | Weitergabe in einem geeigneten Dateiformat |
| STL | Austauschformat für Modellgeometrie |
| Slicer | Zerlegung eines Modells in Schichten |
| Druckschicht | dünne Lage des entstehenden Objekts |
| Prototyp | frühe Version zum Prüfen einer Idee |
| Ersatzteilmodell | digitale Form eines benötigten einfachen Bauteils |
| Lernobjekt | räumliches Modell zum Verstehen |
| Namensschild | personalisierte Grundplatte mit Schrift |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Modellieren | Eine räumliche Form digital erstellen |
| Exportieren | Eine Modelldatei für den nächsten Programmschritt bereitstellen |
| Slicing | Das Modell rechnerisch in dünne Schichten zerlegen |
| Vorschau | Den geplanten Schichtaufbau vor der Herstellung kontrollieren |
| Schichtweiser Druck | Das reale Objekt Lage für Lage aufbauen |
Kreuzworträtsel
| Modell | Wie heißt die digitale räumliche Beschreibung eines Gegenstands? |
| Export | Wie heißt die Weitergabe eines Modells in ein geeignetes Dateiformat? |
| Slicer | Wie heißt das Programm, das ein 3D-Modell in Schichten zerlegt? |
| Schicht | Wie heißt eine einzelne dünne Lage des späteren Objekts? |
| Prototyp | Wie heißt eine frühe Version einer Idee zum Prüfen und Verbessern? |
| Namensschild | Wie heißt ein personalisiertes Schild mit Schrift? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prozesskarten: Gestalte sieben Karten mit den Begriffen Idee, 3D-Modell, Export, Slicing, Vorschau, schichtweiser Druck und fertiges Objekt. Ordne sie und erkläre jede Karte mit einem Satz.
- Namensschild-Skizze: Zeichne drei unterschiedliche Entwürfe für ein Namensschild. Markiere Grundplatte, Schrift und ein mögliches Symbol.
- Schichtenbild: Zeichne eine einfache Kugel oder Pyramide als Folge von mindestens sechs Querschnitten und erkläre, warum die Querschnitte zusammen eine 3D-Form darstellen.
- Modellvergleich: Wähle zwei Modelle aus der Galerie des aiMOOCs und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Form, Oberfläche und möglichem Zweck.
Standard
- Prototyp planen: Entwirf digital oder auf Papier einen einfachen Stiftehalter. Beschreibe zwei Stellen, die Du nach einem ersten Test möglicherweise verändern würdest.
- Ersatzteilmodell analysieren: Wähle einen ungefährlichen Alltagsgegenstand mit einem einfachen Knopf, Deckel oder Abstandhalter. Notiere, welche Maße ein digitales Ersatzteilmodell benötigen würde, ohne ein echtes Gerät zu zerlegen oder zu bedienen.
- Lernobjekt entwickeln: Plane ein 3D-Lernobjekt für Biologie, Geographie oder Mathematik. Erkläre, welche räumliche Information dadurch besser verständlich wird.
- Slicer-Vorschau erklären: Arbeite mit bereitgestellten Screenshots oder einer Lehrkraft-Demonstration einer Slicer-Vorschau. Beschreibe, woran Du einzelne Schichten und Bahnen erkennst.
Schwer
- Verbesserungsschleife: Entwickle für einen Prototyp drei Versionen auf Papier oder im CAD-Programm. Begründe bei jeder Version, welche Verbesserung Du vorgenommen hast.
- Use-Cases bewerten: Vergleiche Prototyp, Ersatzteilmodell, Lernobjekt und Namensschild nach Nutzen, Genauigkeitsbedarf und möglicher Fehlerwirkung. Stelle Deine Ergebnisse in einer Tabelle dar.
- Schichtanimation: Erstelle mit Papier, Knete oder digitalen Folien eine kurze Stop-Motion-Animation, in der ein Objekt Schicht für Schicht wächst. Beschrifte mindestens vier Phasen fachlich korrekt.
- Mini-Ausstellung: Plane eine Ausstellung mit vier Stationen zu Modell, Export, Slicing und Schichtdruck. An jeder Station soll ein Modell, Bild oder selbst erstelltes Schaubild sowie eine Transferfrage stehen.


Lernkontrolle
- Fehler im Workflow: Eine Gruppe behauptet, nach dem Export könne sofort jedes beliebige Bild gedruckt werden. Erkläre, welcher Schritt in dieser Aussage fehlt und warum er nötig ist.
- Prototyp entscheiden: Eine Klasse plant einen neuen Halter für Stifte. Begründe, warum ein Prototyp sinnvoll sein kann, bevor eine endgültige Version hergestellt wird.
- Ersatzteil beurteilen: Ein digitales Ersatzteil sieht genauso aus wie das Original, passt aber nicht. Nenne mindestens drei mögliche Ursachen auf der Ebene von Form, Maßen oder Dateiverarbeitung.
- Lernobjekt vergleichen: Vergleiche ein flaches Foto eines Geländes mit einem räumlichen Geländemodell. Erkläre, welche Informationen jeweils leichter oder schwerer erkennbar sind.
- Schichtprinzip übertragen: Erkläre das Schichtprinzip an einem selbst gewählten Alltagsvergleich und beschreibe zugleich, an welcher Stelle der Vergleich nicht vollständig zum 3D-Druck passt.
- Sicherheitsentscheidung: Begründe, warum das Analysieren von Modellen, Exportdateien und Slicer-Vorschauen für Klasse 6 geeignet ist, während Wartung und Reparatur eines 3D-Druckers Erwachsenen vorbehalten bleiben.
Lernnachweis
Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern den gesamten Informationsweg erklären und auf neue Beispiele übertragen kannst.
- Du erklärst die Reihenfolge von 3D-Modell, Export, Slicing und schichtweisem Druck fachlich richtig.
- Du unterscheidest eine bearbeitbare Modellidee, eine Exportdatei und einen vom Slicer berechneten Schichtplan.
- Du erklärst mit eigenen Worten, warum viele zweidimensionale Schichten gemeinsam einen dreidimensionalen Körper ergeben können.
- Du ordnest Beispiele sinnvoll den Use-Cases Prototyp, Ersatzteilmodell, Lernobjekt und Namensschild zu.
- Du begründest, warum bei Ersatzteilmodellen genaue Maße wichtig sind und warum ein passend aussehendes Teil nicht automatisch sicher ist.
- Du kannst an einer Slicer-Vorschau oder einer bereitgestellten Grafik einzelne Schichten erkennen und beschreiben.
- Du präsentierst eine eigene Skizze, ein digitales Modell oder ein Schichtenmodell und erklärst Deine Gestaltungsentscheidungen.
- Du hältst den Sicherheitsrahmen ein und beschränkst Dich auf digitale Modellierung, Analyse und ungefährliche Lernmaterialien.
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Verknüpfte Lernbereiche
Der Weg vom 3D-Modell zum 3D-Druck verbindet Technik, Informatik, Mathematik, Geometrie, Design, Medienbildung und je nach Lernobjekt auch Biologie oder Geographie. Zentral ist die Idee, dass digitale Daten schrittweise umgewandelt werden: von der Formbeschreibung über eine Austauschdatei bis zu berechneten Schichten.
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