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IM6 - Medien für einen aiMOOC auswählen

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IM6 - Medien für einen aiMOOC auswählen




IM6 - Medien für einen aiMOOC auswählen


Einleitung

Ein guter aiMOOC besteht nicht einfach aus möglichst vielen Medien. Entscheidend ist, ob ein Medium beim Lernen eine klare Funktion erfüllt. Du wählst deshalb nicht zuerst ein cooles Bild, ein Video oder eine Animation aus. Du fragst zuerst: Was soll ich nachher besser verstehen, erkennen, hören, erklären oder überprüfen können?

In diesem aiMOOC lernst Du, Medien passend zum Lernziel auszuwählen. Die wichtigste Regel lautet:

Lernziel zuerst – Medium danach.

Ein Medium ist dann sinnvoll, wenn es etwas leistet, was mit einer anderen Darstellung schwerer, langsamer oder ungenauer zu lernen wäre. Ein Bild kann etwas sichtbar machen. Ein Audio kann zeigen, wie etwas klingt. Eine Animation kann eine Veränderung oder einen Ablauf zeigen. Ein Diagramm kann Beziehungen ordnen. Ein Video kann Bild, Bewegung, Sprache und Handlung verbinden. Ein Quiz kann Dir direkt zeigen, ob Du etwas verstanden hast.

Für Klasse 6 bedeutet das besonders: Medien sollen verständlich, übersichtlich, steuerbar und nicht überladen sein. Sie sollen Dich beim Denken unterstützen – nicht nur die Seite bunter machen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Lernziele für einen aiMOOC formulieren und daraus eine passende Medienform ableiten.
  2. Bilder, Audios, Animationen, Videos, Diagramme und interaktive Aufgaben nach ihrer Lernfunktion unterscheiden.
  3. begründen, warum eine Animation für einen Prozess, ein Audio für Aussprache, ein Bild für Anschauung und ein Quiz für Selbstkontrolle sinnvoll sein kann.
  4. Medien auf Verständlichkeit, Altersangemessenheit, Zugänglichkeit und Nutzungsrechte prüfen.
  5. unnötige oder rein dekorative Medien erkennen und weglassen.


Medien nach Lernfunktion auswählen

Du kannst Dir die Medienwahl wie eine Kette vorstellen:

Lernziel → Lernhandlung → Medienfunktion → Medium → Selbstkontrolle

Beispiel: Das Lernziel lautet nicht „Ich schaue eine Animation“. Besser ist: „Ich kann die Schritte des Wasserkreislaufs in der richtigen Reihenfolge erklären.“ Daraus folgt eine Lernhandlung: beobachten, stoppen, Schritte benennen und anschließend selbst ordnen. Erst dann entscheidest Du Dich für eine Animation und eine passende Selbstkontrolle.


Das Medienwahl-Diagramm

Frage zum Lernen Passendes Medium Lernfunktion Prüffrage
Muss etwas genau gesehen oder erkannt werden? Bild oder beschriftete Grafik Anschauung und Orientierung Kann ich wichtige Merkmale zeigen?
Muss etwas gehört oder nachgesprochen werden? Audio Klang, Aussprache, Rhythmus Ist Hören für das Lernziel notwendig?
Muss eine Veränderung oder Reihenfolge sichtbar werden? Animation Prozess und zeitlicher Ablauf Versteht man den Ablauf besser in Bewegung?
Müssen Beziehungen und Zusammenhänge geordnet werden? Diagramm oder Schaubild Struktur und Überblick Helfen Pfeile, Kästen oder Achsen?
Müssen Handlung, Bild und Erklärung zusammen erlebt werden? Video Kontext, Demonstration und Erklärung Braucht es wirklich bewegte Bilder und Ton?
Sollst Du prüfen, ob Du etwas verstanden hast? Quiz oder interaktive Aufgabe Selbstkontrolle und Rückmeldung Erhalte ich eine überprüfbare Antwort?


Merksatz: Nicht „Was sieht cool aus?“, sondern „Was hilft beim Lernen?“

Ein dekoratives Medium kann nett aussehen, aber es kann auch ablenken. Wenn ein blinkendes GIF nichts erklärt, braucht der aiMOOC es nicht. Wenn Hintergrundmusik keine Aufgabe erfüllt, kann sie beim Lesen stören. Wenn ein zehnminütiges Video nur einen einzigen Begriff erklärt, ist ein kurzer Text oder ein Bild oft geeigneter.

Ein Lernmedium sollte mindestens eine dieser Aufgaben erfüllen:

  1. Veranschaulichen: Etwas wird sichtbar oder leichter vorstellbar.
  2. Erklären: Ein Zusammenhang wird schrittweise verständlich.
  3. Demonstrieren: Eine Handlung oder ein Ablauf wird gezeigt.
  4. Üben: Du wendest Wissen aktiv an.
  5. Kontrollieren: Du prüfst Deinen Lernstand.
  6. Motivieren: Das Medium eröffnet eine sinnvolle Lernfrage und führt in die Aufgabe hinein.


Use-Case 1: Animation für einen Prozess

Eine Animation ist besonders sinnvoll, wenn sich etwas verändert, bewegt oder in einer bestimmten Reihenfolge abläuft. Prozesse sind zum Beispiel der Wasserkreislauf, die Bewegung eines Gelenks, die Entstehung eines Schattens oder die Schritte eines technischen Ablaufs.

Das Diagramm zeigt Dir den Wasserkreislauf als Übersicht. Du kannst lange darauf schauen und einzelne Pfeile vergleichen. Für die Frage „Welche Teile gehören zusammen?“ ist eine statische Darstellung sehr praktisch.

Datei:Der natürliche Wasserkreislauf.webm

Die bewegte Darstellung hat eine andere Lernfunktion: Du kannst verfolgen, was nacheinander geschieht. Genau darin liegt der Mehrwert der Animation.

Ein guter Arbeitsauftrag zur Animation wäre: „Stoppe nach jedem wichtigen Schritt. Notiere, wo sich das Wasser befindet und was mit ihm passiert.“ So wird aus Anschauen aktives Lernen.

Auch ein altersgerechtes Erklärvideo kann einen Prozess unterstützen:

Medienentscheidung: Wenn nur die Teile des Kreislaufs benannt werden sollen, kann ein Diagramm reichen. Wenn die zeitliche Abfolge verstanden werden soll, ist eine Animation oder ein Video oft geeigneter.


Animation oder doch Diagramm?

Ein Diagramm ist stark, wenn Du Beziehungen in Deinem eigenen Tempo untersuchen möchtest. Eine Animation ist stark, wenn Bewegung oder Veränderung selbst zum Lerngegenstand gehört. Deshalb ist „Animation ist moderner“ kein gutes Auswahlkriterium. Die richtige Frage lautet: Muss ich die Veränderung sehen, um das Lernziel zu erreichen?


Use-Case 2: Audio für Aussprache

Wenn Du lernen sollst, wie ein Wort klingt, reicht ein geschriebenes Wort nicht. Dann ist Audio das passende Medium. In einem Englisch-aiMOOC könnte zum Beispiel die Aussprache des Wortes „school“ geübt werden:

Höre das Wort mehrmals. Sprich es anschließend selbst. Achte darauf, dass Du nicht nur die Buchstaben siehst, sondern den Klang nachahmst.

Ein zweites Beispiel zeigt das englische Wort „media“:

Medienentscheidung: Audio ist sinnvoll, wenn Klang, Aussprache, Betonung, Geräusche oder Musik selbst Lerngegenstand sind. Für eine reine Definition ist Audio dagegen oft nicht nötig.

Ein guter Arbeitsauftrag lautet: „Höre – sprich nach – nimm Dich selbst auf – vergleiche.“ Dadurch wird das Audio zu einem Werkzeug für aktives Lernen.


Use-Case 3: Bild für Anschauung

Ein Bild eignet sich besonders, wenn Du Form, Aufbau, Lage, Farbe, Unterschiede oder sichtbare Merkmale untersuchen sollst. Ein Bild kann eine lange Beschreibung ersetzen, wenn das Aussehen selbst wichtig ist.

Bei einem Schema des Auges kannst Du Strukturen direkt erkennen und miteinander vergleichen. Ein Arbeitsauftrag könnte lauten: „Zeige auf Linse, Iris und Netzhaut und beschreibe ihre Lage zueinander.“ Ein solcher Auftrag nutzt das Bild als Lernwerkzeug.

Zwei Bilder zum gleichen Thema können sogar unterschiedliche Lernfunktionen haben: Eine stark beschriftete Grafik hilft beim Benennen, eine vereinfachte Grafik kann besser für eine Zuordnungsaufgabe geeignet sein.

Medienentscheidung: Nutze ein Bild, wenn das Sehen selbst zum Verstehen beiträgt. Nutze kein Bild nur deshalb, weil eine Seite sonst leer wirkt.


Use-Case 4: Video für Handlung, Kontext und Erklärung

Ein Video verbindet bewegte Bilder mit Sprache, Geräuschen, Text und häufig einer Handlung. Das ist nützlich, wenn mehrere dieser Ebenen wirklich gebraucht werden. Videos sollten für Klasse 6 möglichst klar gegliedert sein. Ein Arbeitsauftrag vor dem Start hilft Dir, gezielt zu schauen.

Dieses Video erklärt kindgerecht, wie das Internet funktioniert:

Ein möglicher Sehauftrag lautet: „Notiere drei Begriffe, die erklären, wie Daten von einem Gerät zum anderen gelangen.“

Ein zweites Beispiel zeigt, wie ein Video zur Medienkompetenz genutzt werden kann. Hier geht es um Fake News:

Ein sinnvoller Auftrag lautet: „Notiere zwei Merkmale, mit denen Du eine fragwürdige Nachricht prüfen kannst.“

Medienentscheidung: Ein Video ist dann passend, wenn Bild, Bewegung und Erklärung gemeinsam einen Lernvorteil bringen. Für einzelne Fakten oder Begriffe sind Text, Bild oder Diagramm oft schneller und übersichtlicher.


Use-Case 5: Diagramm für Zusammenhänge

Ein Diagramm oder Schaubild ordnet Informationen. Es ist besonders nützlich, wenn Beziehungen, Mengen, Wege, Reihenfolgen oder Kategorien verstanden werden sollen.

Bei einem solchen Ablaufdiagramm zeigen Pfeile, dass ein Prozess nicht immer nach einem Durchlauf beendet ist. Für Klasse 6 kannst Du daraus eine einfache Idee ableiten: Planen → Erstellen → Prüfen → Verbessern → erneut prüfen. Auch die Erstellung eines aiMOOCs kann so Schritt für Schritt verbessert werden.


Ein einfaches Entscheidungsdiagramm für Deinen aiMOOC

Startfrage Wenn ja Wenn nein
Muss man etwas sehen? Bild, Diagramm, Animation oder Video prüfen Text oder Audio kann reichen
Muss man Bewegung verstehen? Animation oder Video bevorzugen Statisches Bild oder Diagramm prüfen
Muss man Klang hören? Audio oder Video mit Ton wählen Ton weglassen
Muss man selbst etwas tun? Quiz, Drag-and-Drop, Lückentext oder offene Aufgabe ergänzen Prüfen, ob reines Lesen wirklich genügt


Use-Case 6: Quiz für Selbstkontrolle

Ein Quiz ist kein Schmuckelement. Es hat die Lernfunktion Selbstkontrolle. Du kannst damit direkt überprüfen, ob Du die wichtigsten Ideen verstanden hast. Gute Quizfragen fragen nicht nur einzelne Wörter ab. Sie prüfen auch, welches Medium zu welchem Lernziel passt.

Beispiel: Wenn das Lernziel lautet „Du kannst die Aussprache eines englischen Wortes nachsprechen“, wäre ein reines Bild als Hauptmedium unpassend. Audio wäre geeigneter. Wenn Du das verstanden hast, kannst Du auch neue Medienentscheidungen begründen.

Die große Selbstkontrolle findest Du weiter unten im Abschnitt „Quiz: Teste Dein Wissen“.


Qualität prüfen: Die Medienampel

Bereich Grün – passt gut Gelb – prüfen Rot – besser ändern
Lernfunktion Das Medium hilft direkt beim Lernziel. Der Nutzen ist nur teilweise klar. Das Medium ist reine Dekoration.
Verständlichkeit Sprache und Darstellung passen zu Klasse 6. Einzelne Teile sind zu schwierig. Viele Fachbegriffe bleiben ungeklärt.
Länge Das Medium ist so kurz wie nötig. Einige Teile sind überflüssig. Das Medium ist deutlich zu lang.
Steuerung Du kannst stoppen, wiederholen oder genauer ansehen. Die Steuerung ist eingeschränkt. Wichtige Inhalte laufen zu schnell vorbei.
Zugänglichkeit Text, Bild und Ton sind gut wahrnehmbar; wichtige Infos gibt es nicht nur über Farbe. Einzelne Lernende könnten Schwierigkeiten haben. Wesentliche Informationen sind nur auf einem schwer zugänglichen Kanal vorhanden.
Rechte Quelle und Lizenz sind geklärt. Angaben sind unvollständig. Herkunft oder Nutzungsrecht ist unklar.


Medien für Klasse 6 gestalten

Für die sechste Klasse hilft eine klare und reduzierte Gestaltung. „Mehr Medien“ bedeutet nicht automatisch „besser lernen“. Eine gute Lernseite führt Schritt für Schritt.

  1. Kurze Abschnitte: Teile lange Erklärungen in kleine Lerneinheiten.
  2. Wichtige Hinweise: Hebe entscheidende Begriffe und Pfeile hervor, statt alles gleichzeitig zu betonen.
  3. Wenig Ablenkung: Verzichte auf Animationen, Geräusche oder Bilder ohne Lernfunktion.
  4. Steuerbar bleiben: Lernende sollen Audio und Video stoppen und wiederholen können.
  5. Zugänglichkeit: Ergänze Untertitel, Beschreibungen oder Transkripte, wenn sie für das Verständnis nötig sind.
  6. Aktiv werden: Verbinde Medien mit Beobachtungsaufträgen, Sortieraufgaben, eigenen Produktionen oder Selbsttests.


Vorher-Nachher-Beispiel

Ungünstig: „Ich habe ein lustiges GIF gefunden. Jetzt brauche ich noch irgendeine Aufgabe dazu.“

Besser: „Mein Lernziel lautet: Ich kann die Stationen eines Kreislaufs in der richtigen Reihenfolge erklären. Dafür brauche ich eine Animation mit Stopp-Auftrag. Danach ordne ich die Schritte selbst.“

Der Unterschied ist wichtig: Im guten Beispiel bestimmt das Lernziel die Medienwahl.


Medien sicher und fair verwenden

Bei einem aiMOOC musst Du auch prüfen, ob Du ein Medium verwenden darfst. Freie Medien aus Wikimedia Commons sind besonders praktisch, weil auf der jeweiligen Dateiseite die Lizenz angegeben wird. Trotzdem musst Du die Lizenzbedingungen beachten. Bei externen Videos prüfst Du zusätzlich Anbieter, Inhalt, Altersangemessenheit und Verfügbarkeit.

Achte bei der Auswahl auf:

  1. Quelle: Wer hat das Medium erstellt?
  2. Lizenz: Darfst Du es einbinden, verändern oder weitergeben?
  3. Urheberrecht: Eine Quellenangabe allein ersetzt nicht automatisch eine Nutzungserlaubnis.
  4. Datenschutz: Externe Plattformen können Daten verarbeiten.
  5. Altersangemessenheit: Inhalt und Sprache müssen zur Lerngruppe passen.


Die 5-Schritte-Regel für Deine Medienwahl

  1. Lernziel formulieren: Was soll am Ende gekonnt werden?
  2. Lernhandlung bestimmen: Soll etwas gesehen, gehört, geordnet, erklärt, ausprobiert oder überprüft werden?
  3. Medium auswählen: Wähle Bild, Audio, Animation, Diagramm, Video oder Interaktion passend zur Lernhandlung.
  4. Medienqualität prüfen: Ist das Medium klar, kurz, korrekt, zugänglich und rechtlich nutzbar?
  5. Lernerfolg prüfen: Ergänze eine Aufgabe, in der Du zeigen kannst, ob das Lernziel erreicht wurde.


Mini-Werkstatt: Ein aiMOOC-Baustein entsteht

Nehmen wir das Lernziel: „Du kannst erklären, wie Wasser in einem Kreislauf zirkuliert.“

  1. Zuerst eignet sich ein Bild oder Diagramm für den Überblick.
  2. Danach kann eine Animation zeigen, wie die Stationen aufeinander folgen.
  3. Ein kurzer Arbeitsauftrag sorgt dafür, dass Du gezielt beobachtest.
  4. Ein Quiz oder Drag-and-Drop prüft, ob Du die Reihenfolge verstanden hast.
  5. Ein eigenes Schaubild als offene Aufgabe zeigt, ob Du den Zusammenhang selbst darstellen kannst.

So ergänzen sich Medien. Sie werden nicht gesammelt, sondern wie Werkzeuge ausgewählt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Medium passt am besten, wenn Du die Aussprache des englischen Wortes „school“ lernen sollst? (Audio) (!Bild) (!Diagramm) (!Dekorative Animation)




Warum ist eine Animation besonders geeignet, um einen Prozess zu zeigen? (Sie kann Veränderungen und zeitliche Abläufe sichtbar machen) (!Sie ist immer bunter als ein Bild) (!Sie ersetzt jede Erklärung) (!Sie braucht keine Lernaufgabe)




Welches Medium eignet sich besonders für die genaue Anschauung eines sichtbaren Aufbaus? (Bild) (!Audio) (!Hintergrundmusik) (!Reiner Selbsttest)




Welche Lernfunktion hat ein Quiz hauptsächlich? (Selbstkontrolle) (!Dekoration) (!Aussprache) (!Klanggestaltung)




Welche Reihenfolge ist bei der Medienwahl sinnvoll? (Lernziel festlegen und danach das Medium auswählen) (!Medium auswählen und danach irgendein Lernziel suchen) (!Zuerst möglichst viele Videos sammeln) (!Zuerst nur auf das Design achten)




Wann ist ein Diagramm besonders hilfreich? (Wenn Beziehungen und Zusammenhänge übersichtlich dargestellt werden sollen) (!Wenn nur die Aussprache eines Wortes gelernt werden soll) (!Wenn ausschließlich ein Geräusch erkannt werden soll) (!Wenn die Seite nur dekoriert werden soll)




Welche Aussage beschreibt ein lernwirksames Medium am besten? (Es erfüllt eine erkennbare Funktion für das Lernziel) (!Es bewegt sich möglichst stark) (!Es ist möglichst lang) (!Es wird unabhängig vom Inhalt ausgewählt)




Was solltest Du vor dem Einbinden eines freien Bildes prüfen? (Quelle und Lizenz) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Lieblingsfarbe) (!Nur die Zahl der Aufrufe)




Was macht einen guten Arbeitsauftrag zu einem Video aus? (Er lenkt die Aufmerksamkeit auf wichtige Lerninhalte) (!Er fordert nur passives Anschauen) (!Er hat mit dem Lernziel nichts zu tun) (!Er verlangt möglichst viele Nebendetails)




Welche Kombination passt zu einer sinnvollen Medienfolge beim Thema Wasserkreislauf? (Diagramm für Überblick, Animation für Ablauf, Quiz für Selbstkontrolle) (!Audio für Farbe, Bild für Aussprache, Musik für Kontrolle) (!Dekoration für Ablauf, Werbung für Überblick, Musik für Prüfung) (!Nur ein langes Video ohne Aufgabe)





Memory

Animation Prozess und zeitliche Veränderung
Audio Aussprache und Klang
Bild Anschauung sichtbarer Merkmale
Diagramm Beziehungen und Überblick
Video Handlung mit Bild und Ton
Quiz Selbstkontrolle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Lernfunktion
Animation Prozess sichtbar machen
Audio Aussprache hörbar machen
Bild Merkmale anschaulich zeigen
Diagramm Zusammenhänge ordnen
Quiz Verständnis selbst prüfen





Kreuzworträtsel

Animation Welches Medium zeigt Bewegungen und zeitliche Abläufe?
Aussprache Was kann mit einem Audio besonders gut geübt werden?
Anschauung Welche Lernfunktion erfüllt ein Bild, wenn es sichtbare Merkmale zeigt?
Lernziel Was sollte vor der Auswahl eines Mediums feststehen?
Diagramm Welches Medium ordnet Beziehungen mit Pfeilen, Achsen oder Kästen?
Lizenz Was musst Du neben der Quelle vor der Nutzung eines fremden Mediums prüfen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Medienwahl steht zuerst das

. Wenn ein zeitlicher Ablauf sichtbar werden soll, eignet sich oft eine

. Für das Üben von Aussprache ist

besonders geeignet. Wenn sichtbare Merkmale untersucht werden sollen, hilft ein

. Beziehungen und Zusammenhänge lassen sich oft in einem

übersichtlich ordnen. Ein Video ist sinnvoll, wenn bewegte Bilder und

gemeinsam zum Verstehen beitragen. Ein Quiz unterstützt die

. Medien ohne erkennbare Lernfunktion können vom Inhalt

. Vor der Nutzung fremder Medien müssen Quelle und

geprüft werden. Für Klasse 6 sollten Medien klar, steuerbar und

sein.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medien-Safari: Suche in einem vorhandenen Lernangebot vier Medien und notiere jeweils ihre Lernfunktion: Anschauung, Aussprache, Prozess, Überblick oder Selbstkontrolle.
  2. Medien-Tausch: Wähle einen kurzen Lerntext aus und überlege, welcher Teil sinnvoll durch ein Bild ersetzt oder ergänzt werden könnte. Begründe Deine Entscheidung.
  3. Audio-Aufgabe: Wähle fünf englische Wörter aus Deinem aktuellen Unterricht. Markiere, bei welchen Wörtern ein Aussprache-Audio besonders hilfreich wäre.
  4. Medienampel: Bewerte drei Medien aus diesem aiMOOC mit Grün, Gelb oder Rot und begründe Deine Bewertung mit der Lernfunktion.


Standard

  1. Storyboard: Plane eine sechs Bilder lange Animation zu einem einfachen Prozess, zum Beispiel Wasserkreislauf, Pflanzenwachstum oder Mülltrennung. Schreibe zu jedem Bild, was gelernt werden soll.
  2. Bild oder Video: Nimm ein Thema aus Biologie, Geografie oder Geschichte und entscheide, ob ein Bild, Diagramm, eine Animation oder ein Video am besten passt. Begründe Deine Wahl in mindestens fünf Sätzen.
  3. Aussprachetraining: Erstelle für zehn englische Wörter eine kleine Lernstation aus Wortliste, Audioidee, Nachsprechphase und Selbstkontrolle.
  4. Quizwerkstatt: Entwirf fünf eigene Multiple-Choice-Fragen zu einem Schulfach. Jede Frage soll überprüfen, ob ein Lernziel erreicht wurde, und nicht nur eine Nebensache abfragen.


Schwer

  1. Medienvergleich: Erkläre denselben Lerninhalt einmal mit Text plus Bild und einmal mit Text plus Animation. Lass drei Mitschülerinnen oder Mitschüler beide Varianten testen und sammle begründetes Feedback.
  2. Barrierearme Medien: Überarbeite einen selbst gewählten aiMOOC-Baustein so, dass wichtige Informationen nicht nur über Farbe, Ton oder Bewegung vermittelt werden. Dokumentiere Deine Änderungen.
  3. OER-Recherche: Suche auf Wikimedia Commons drei Medien zu einem Unterrichtsthema. Prüfe Dateiseite, Urheberangabe und Lizenz und erstelle eine begründete Auswahl für Klasse 6.
  4. Eigener Mini-aiMOOC: Erstelle zu einem selbst gewählten Thema einen Mini-aiMOOC mit mindestens einem Bild, einem Audio oder Video, einer Prozessdarstellung und einer interaktiven Selbstkontrolle. Begründe bei jedem Medium schriftlich seine Lernfunktion.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Medienentscheidung begründen: Du sollst erklären, wie ein Vulkan ausbricht. Entscheide zwischen Foto, Audio, Animation, Diagramm und Quiz als erstem Hauptmedium. Begründe Deine Wahl mit dem Lernziel und nenne ein zweites Medium für die Selbstkontrolle.
  2. Unpassendes Medium erkennen: Ein aiMOOC zur englischen Aussprache enthält nur Fotos und Text. Erkläre, welches Problem dabei entsteht und wie Du den Baustein verbessern würdest.
  3. Überladung reduzieren: Eine Lernseite enthält gleichzeitig Hintergrundmusik, blinkende GIFs, drei Videos, ein großes Foto und einen langen Text. Entwickle eine begründete Reihenfolge, in der Du Medien streichst oder gezielt einsetzt.
  4. Diagramm oder Animation: Vergleiche beide Medienformen am Beispiel Wasserkreislauf. Erkläre, für welche Lernfrage das Diagramm und für welche die Animation geeigneter ist.
  5. Transfer auf ein neues Thema: Wähle ein Thema aus Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen oder Gesellschaftslehre. Formuliere ein Lernziel und plane eine Medienkombination aus höchstens drei Medien.
  6. Qualitätsprüfung: Entwickle fünf Prüffragen, mit denen eine Klasse entscheiden kann, ob ein YouTube-Video in einen aiMOOC gehört. Berücksichtige Lernfunktion, Verständlichkeit, Länge, Quelle und Altersangemessenheit.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Mediennamen aufzählen kannst. Du sollst zeigen, dass Du begründet auswählst und Medien zielgerichtet kombinierst.

  1. Du formulierst ein klares Lernziel.
  2. Du leitest daraus eine passende Lernhandlung ab.
  3. Du wählst mindestens drei unterschiedliche Medienformen passend zu ihren Funktionen aus.
  4. Du begründest jede Medienwahl in eigenen Worten.
  5. Du zeigst mindestens ein Beispiel für „Animation für Prozess“, „Audio für Aussprache“, „Bild für Anschauung“ und „Quiz für Selbstkontrolle“.
  6. Du prüfst Quelle, Lizenz, Verständlichkeit, Altersangemessenheit und Zugänglichkeit.
  7. Du gestaltest eine Selbstkontrolle, die zum Lernziel passt.
  8. Du erklärst mindestens eine Medienform, die Du bewusst nicht gewählt hast, und begründest warum.




OERs zum Thema


Weitere freie und kindgerechte Medienbeispiele

Wikimedia Commons eignet sich besonders gut für die Suche nach frei lizenzierten Bildern, Diagrammen, Animationen und Audiodateien. Prüfe bei jeder Datei die konkrete Lizenz auf der Dateiseite.

Die eingebetteten YouTube-Beispiele in diesem aiMOOC stammen von ZDFtivi und SRF Kids. Sie zeigen, dass Videos dann besonders sinnvoll sind, wenn sie einen Prozess, einen Zusammenhang oder eine Medienfrage verständlich und altersnah erklären. Entscheidend bleibt immer die Lernfunktion.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte