Zum Inhalt springen

IM5 - Meine Lernwelt auf MOOCwiki.org

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel

IM5 - Meine Lernwelt auf MOOCwiki.org




IM5 - Meine Lernwelt auf MOOCwiki.org


Einleitung

Willkommen in Deiner persönlichen Lernwelt! In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du auf MOOCwiki Deinen eigenen Lernweg finden, planen und verändern kannst. Das Besondere daran: Lernen ist nicht nur das Bearbeiten von Aufgaben. Du kannst herausfinden, was Dich interessiert, was Du bereits gut kannst, wo Du noch wachsen möchtest und wie verschiedene Schulfächer miteinander verbunden sind.

Beim selbstgesteuerten Lernen übernimmst Du Schritt für Schritt mehr Verantwortung für Deinen Lernprozess. Du setzt Dir ein Ziel, wählst geeignete Wege und Materialien aus, überprüfst Deinen Fortschritt und denkst anschließend darüber nach, was gut funktioniert hat. Dabei bist Du nicht allein: Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler, Bücher, Videos, Aufgaben, Experimente und digitale Lernangebote können Dich unterstützen.

Wichtig: Selbstgesteuertes Lernen bedeutet nicht, dass Du immer alles allein entscheiden oder ohne Hilfe arbeiten musst. Besonders in Klasse 5 ist es sinnvoll, neue Lernstrategien gemeinsam mit einer Lehrkraft einzuüben. Du kannst mit kleinen Entscheidungen beginnen und Deinen Handlungsspielraum nach und nach erweitern.

Das Video zeigt ein Beispiel aus der Schulpraxis, in dem Lernende mit Logbüchern und Kompetenzrastern ihren Lernprozess planen und reflektieren. Beobachte beim Ansehen: Welche Entscheidungen treffen die Lernenden selbst? Wo erhalten sie Unterstützung?


Deine vier Missionen

In diesem aiMOOC arbeitest Du an vier konkreten Missionen:

  1. Persönliche Stärken erkennen: Du sammelst Hinweise darauf, was Dir bereits gut gelingt und woran Du weiterarbeiten möchtest.
  2. Ein neues Interessengebiet entdecken: Du startest von einer Frage, die Dich neugierig macht, und folgst ihren Verbindungen.
  3. Zwischen Schulfächern wechseln: Du erkennst, dass ein Thema oft gleichzeitig zu mehreren Fächern gehört.
  4. Einen individuellen Lernweg planen: Du setzt ein Ziel, planst Lernschritte und prüfst Deinen Fortschritt.


Dein Lernkompass

Ein Kompass zeigt nicht, wie schnell Du gehen musst. Er hilft Dir, die Richtung zu finden. Genauso funktioniert Dein Lernkompass.

Frage des Lernkompasses Was Du dabei herausfindest
Wo stehe ich? Was kann ich schon und was weiß ich bereits?
Wo will ich hin? Welches Lernziel möchte ich erreichen?
Welchen Weg wähle ich? Welche Aufgabe, Strategie oder welches Medium hilft mir?
Wie merke ich meinen Fortschritt? Woran kann ich erkennen, dass ich besser geworden bin?
Was mache ich als Nächstes? Bleibe ich am Thema, wechsle ich den Weg oder suche ich Hilfe?


Lernen selbst steuern

Beim selbstgesteuerten und selbstregulierten Lernen spielen mehrere Schritte zusammen. Besonders wichtig sind Ziele setzen, planen, handeln, den eigenen Fortschritt beobachten und reflektieren. Diese Schritte müssen nicht immer streng nacheinander ablaufen. Manchmal merkst Du während einer Aufgabe, dass Dein Plan geändert werden muss.


Der Lernkreislauf

START ZIEL PLAN LERNEN PRÜFEN REFLEKTIEREN
Was weiß ich? Was will ich können? Was brauche ich? Ich arbeite. Wie weit bin ich? Was ändere ich?

Merksatz: Ein guter Lernweg ist kein starrer Stundenplan. Er darf sich verändern, wenn Du etwas Neues entdeckst.

Die Animation zeigt einen Weg durch ein Labyrinth. Sie ist eine gute Metapher für Lernen: Ein Ziel kann feststehen, aber der Weg dorthin muss erst gefunden werden. Sackgassen sind beim Lernen keine Niederlagen. Sie liefern Informationen darüber, welcher Weg nicht funktioniert und was Du verändern kannst.


Lernstrategien: Dein Werkzeugkasten

Eine Lernstrategie ist eine Vorgehensweise, die Dir beim Lernen hilft. Unterschiedliche Aufgaben brauchen unterschiedliche Strategien.

  1. Wiederholen: Du übst wichtige Inhalte erneut, damit Du sie sicherer abrufen kannst.
  2. Verknüpfen: Du verbindest Neues mit Deinem Vorwissen, suchst Beispiele oder erklärst etwas mit eigenen Worten.
  3. Strukturieren: Du ordnest Informationen, schreibst eine Zusammenfassung oder gestaltest eine Mindmap.
  4. Zusammenarbeiten: Du erklärst etwas einem anderen Kind, stellst Fragen oder vergleichst Lösungswege.
  5. Zeit einteilen: Du planst überschaubare Lernphasen und Pausen.
  6. Über das eigene Lernen nachdenken: Du prüfst, welche Strategie Dir bei welcher Aufgabe geholfen hat.

Eine Mindmap ist besonders hilfreich, wenn viele Begriffe miteinander zusammenhängen. Sie zeigt nicht nur einzelne Informationen, sondern auch Beziehungen.


Meine Lernlandkarte

Eine Lernlandkarte zeigt Dir mögliche Themen, Wege und Verbindungen. Sie ist keine Reihenfolge, die alle gleich bearbeiten müssen. Du kannst an verschiedenen Stellen starten.

MEINE LERNWELT
Deutsch Mathematik ICH Naturwissenschaften
Fremdsprachen Kunst Interessen Musik
Gesellschaftslehre Medienbildung Lernstrategie Sport

So liest Du die Karte: Die Pfeile bedeuten: Zwischen diesen Bereichen können Verbindungen entstehen. Eine Frage über Tiere kann zum Beispiel zu Biologie, Mathematik, Deutsch, Kunst und Medienbildung führen.

Ein Netzwerk besteht aus Punkten und Verbindungen. In Deiner Lernwelt sind die Punkte Themen oder Fähigkeiten. Die Linien zeigen, wie sie miteinander verbunden sind.


Fächer als Türen, nicht als Mauern

Die folgenden Icons stehen für unterschiedliche Zugänge zu einem Thema:

Deutsch und Sprachen Mathematik Naturwissenschaften Kunst Musik Sport
lesen, schreiben, sprechen rechnen, messen, Muster erkennen beobachten, untersuchen, erklären gestalten, darstellen, wahrnehmen hören, rhythmisch arbeiten, gestalten bewegen, trainieren, koordinieren


Beispiel: Ein Thema wandert durch die Fächer

Nimm das Thema Wasser.

  1. Naturwissenschaften: Warum verdunstet Wasser?
  2. Mathematik: Wie viel Wasser passt in unterschiedliche Gefäße?
  3. Deutsch: Wie schreibe ich eine genaue Versuchsbeschreibung?
  4. Geographie: Woher kommt unser Trinkwasser?
  5. Kunst: Wie kann ich Spiegelungen oder Wellen darstellen?
  6. Medienbildung: Welche Internetquelle erklärt den Wasserkreislauf verständlich und zuverlässig?

Du siehst: Ein Thema kann ein Knotenpunkt in Deiner Lernwelt sein.


Kompetenznetz: Was kann ich beim Lernen entwickeln?

Eine Kompetenz zeigt sich darin, dass Du Wissen und Fähigkeiten in einer Aufgabe anwenden kannst. Ein Kompetenznetz hilft Dir, nicht nur auf Schulnoten zu schauen, sondern auf konkrete Handlungen.

MEIN KOMPETENZNETZ
Fragen stellen Informationen finden Quellen prüfen
Ideen erklären LERNEN STEUERN Probleme lösen
Zusammenarbeiten Ergebnisse gestalten Fortschritt reflektieren

Wichtig für Deine Selbsteinschätzung: Stärken sind keine festen Etiketten. Du kannst heute in einer Fähigkeit noch unsicher sein und sie durch Übung, Hilfe und passende Strategien weiterentwickeln.


Mission 1: Persönliche Stärken erkennen

Stärken erkennst Du am besten an konkreten Situationen. Frage nicht nur: „Bin ich gut in Mathe?“ Frage genauer: „Kann ich Rechenwege erklären? Erkenne ich Muster? Bleibe ich bei einer kniffligen Aufgabe dran?“


Der Stärken-Detektiv

Beobachte Dich eine Woche lang. Sammle kleine Beweise:

Ich habe beobachtet … Das könnte auf eine Stärke hinweisen … Mein nächster Lernschritt …
Ich konnte einem Kind eine Aufgabe erklären. verständlich erklären eine Erklärung mit Beispiel und Bild ausprobieren
Ich habe mehrere Lösungswege gefunden. flexibel denken einen Weg vergleichen und begründen
Ich habe lange an einer schwierigen Aufgabe gearbeitet. Ausdauer Pausen sinnvoll einplanen
Ich habe eine gute Frage gestellt. Neugier und genaues Beobachten die Frage weiter untersuchen
Ich habe eine Gruppe organisiert. planen und zusammenarbeiten Aufgaben fair verteilen


Drei Quellen für eine faire Einschätzung

  1. Selbsteinschätzung: Was fällt Dir leicht und was kostet Dich noch viel Kraft?
  2. Feedback: Was beobachten Lehrkräfte, Mitschülerinnen, Mitschüler oder Deine Familie?
  3. Lernprodukt: Was zeigt ein Text, Modell, Bild, Versuch, Rechenweg oder Vortrag tatsächlich?

Ein einzelner Fehler sagt wenig über Deine Fähigkeiten aus. Achte auf mehrere Beobachtungen über eine längere Zeit.

Das englischsprachige Video von Khan Academy behandelt die Idee eines Growth Mindset. Für Deinen Lernweg ist besonders die Frage wichtig: Wie kann aus „Das kann ich noch nicht“ ein konkreter nächster Lernschritt werden?


Mission 2: Ein neues Interessengebiet entdecken

Interessen beginnen oft mit einer Frage. Vielleicht siehst Du etwas, hörst einen Begriff oder bemerkst ein Problem und möchtest mehr wissen.


Der Neugier-Start

Wähle einen Satzanfang und vervollständige ihn:

  1. Ich frage mich, warum …: Suche nach einer Ursache.
  2. Ich möchte wissen, was der Unterschied zwischen … ist: Stelle zwei Dinge gegenüber.
  3. Ich habe noch nie verstanden, wie … funktioniert: Suche nach einer Erklärung.
  4. Ich würde gern selbst … bauen, zeichnen, programmieren oder testen: Plane ein Produkt oder Experiment.


Vom Funken zum Forschungsweg

Beispiel: „Wie finden Zugvögel ihren Weg?“

Schritt Mögliche Entscheidung
Frage schärfen Möchte ich Orientierung, Flugrouten oder einzelne Vogelarten untersuchen?
Vorwissen sammeln Was weiß ich bereits über Jahreszeiten und Himmelsrichtungen?
Fächer verbinden Biologie, Geographie, Physik, Mathematik und Deutsch können helfen.
Medium wählen Sachtext, Karte, Video, Diagramm oder Beobachtung?
Produkt wählen Lernplakat, Erklärvideo, Modell, Karte oder Vortrag?
Rückblick Welche neue Frage ist entstanden?


Mission 3: Zwischen Schulfächern wechseln

Ein Fachwechsel ist dann sinnvoll, wenn eine andere Sichtweise Dir hilft, Deine Frage besser zu verstehen.


Der Fächer-Wechseltest

Stelle Dir beim Lernen diese Fragen:

  1. Brauche ich eine andere Perspektive?: Vielleicht hilft eine Zeichnung statt nur Text.
  2. Gibt es etwas zu messen, zählen oder vergleichen?: Dann kann Mathematik helfen.
  3. Muss ich etwas genau erklären oder beschreiben?: Dann nutzt Du sprachliche Kompetenzen.
  4. Kann ich etwas beobachten oder testen?: Dann arbeitest Du naturwissenschaftlich.
  5. Kann ich eine Idee sichtbar oder hörbar machen?: Dann helfen Kunst oder Musik.
  6. Kann ich etwas durch Bewegung erfahren?: Dann kann Sport oder praktisches Handeln ein Zugang sein.


Beispiel-Lernnetz: Fahrrad

Fach Frage zum Thema Fahrrad
Physik Warum bleibt ein fahrendes Fahrrad leichter im Gleichgewicht?
Mathematik Wie kann ich Geschwindigkeit aus Strecke und Zeit bestimmen?
Technik Wie übertragen Kette und Zahnräder die Bewegung?
Deutsch Wie schreibe ich eine verständliche Reparaturanleitung?
Geographie Welche Wege in meiner Umgebung eignen sich als sichere Route?
Kunst Wie gestalte ich ein gut erkennbares Fahrrad-Piktogramm?


Mission 4: Einen individuellen Lernweg planen

Ein Lernweg verbindet Startpunkt, Ziel, Lernschritte, Hilfen und Reflexion.


Mein Lernweg in sechs Feldern

Feld Deine Frage Beispiel
1. Start Was kann ich schon? Ich kann Brüche erkennen, aber noch nicht sicher vergleichen.
2. Ziel Was möchte ich am Ende können? Ich kann zwei einfache Brüche begründet vergleichen.
3. Weg Welche Schritte helfen mir? Bilder nutzen, Beispiele rechnen, Erklärung lesen, üben.
4. Hilfe Wen oder was kann ich fragen? Lernpartner, Lehrkraft, Erklärtext, Video.
5. Beweis Woran erkenne ich mein Können? Ich löse drei neue Aufgaben und erkläre meinen Weg.
6. Rückblick Was hat funktioniert? Bilder waren hilfreich; bei Aufgaben ohne Bild brauche ich noch Übung.


Animation: Lernen heißt Wege ausprobieren

Sieh die Animation ein zweites Mal an. Übertrage sie auf Deinen Lernweg: Wo liegt Dein Start? Was wäre Dein Ziel? Was könnte eine Sackgasse sein? Welche Hilfe könnte wie ein Hinweis auf der Karte wirken?


Interaktive Lernpfade

Wähle den Pfad, der zu Deiner aktuellen Situation passt. Du musst nicht bei Pfad A beginnen.

Pfad A Pfad B Pfad C Pfad D
Stärken entdecken Interesse finden Fach wechseln Lernweg planen


Lernpfad A: Ich kenne meine Stärken noch nicht

START → Beobachten → Beweise sammeln → Feedback holen → nächste Fähigkeit wählen

  1. Selbstbeobachtung: Wähle eine Aufgabe, an der Du mindestens 15 Minuten arbeitest.
  2. Lernprodukt: Hebe ein Ergebnis auf, das zeigt, was Du getan hast.
  3. Feedback: Bitte eine Person um eine konkrete Beobachtung statt nur um „gut“ oder „schlecht“.
  4. Reflexion: Formuliere „Das gelingt mir schon …“ und „Als Nächstes übe ich …“.


Lernpfad B: Ich suche ein neues Thema

START → Neugierfrage → drei mögliche Richtungen → eine auswählen → Mini-Projekt

  1. Neugier: Notiere drei Dinge, über die Du in letzter Zeit nachgedacht hast.
  2. Fragen: Mache aus jedem Ding eine Warum-, Wie- oder Was-wäre-wenn-Frage.
  3. Auswahl: Entscheide nach Interesse, erreichbarer Schwierigkeit und vorhandener Zeit.
  4. Mini-Projekt: Erstelle in einer Lernphase ein kleines Ergebnis, zum Beispiel eine Skizze, ein Erklärbild oder fünf Erkenntnisse.


Lernpfad C: Ich hänge in einem Fach fest

START → Schwierigkeit benennen → Perspektive wechseln → Hilfe testen → erneut prüfen

  1. Fehleranalyse: Benenne genau, wo Du festhängst.
  2. Darstellungswechsel: Wechsle von Text zu Bild, von Bild zu Handlung oder von Beispiel zu Regel.
  3. Fächerverbindung: Überlege, ob Mathematik, Sprache, Kunst, Naturwissenschaft oder Bewegung einen neuen Zugang bietet.
  4. Erfolgskontrolle: Löse danach eine neue Aufgabe ohne die alte Lösung abzuschreiben.


Lernpfad D: Ich will meinen eigenen Plan bauen

START → Ziel → Etappen → Zeit → Beweis → Rückblick

  1. Lernziel: Formuliere ein Ziel, das Du am Ende zeigen kannst.
  2. Etappe: Teile das Ziel in zwei bis vier überschaubare Schritte.
  3. Zeitmanagement: Plane Arbeitsphasen und Pausen.
  4. Lernnachweis: Entscheide vorher, woran Du Deinen Fortschritt erkennen willst.


MOOCwiki.org als Lernraum

Auf MOOCwiki können Themen miteinander verlinkt werden. Ein Link kann Dich zu einem neuen Begriff, einem anderen Fach oder einer vertiefenden Aufgabe führen. Dadurch entsteht keine einfache Liste, sondern ein Lernnetz.

MOOCwiki arbeitet mit dem Gedanken der offenen Bildungsressourcen. Solche Lernmaterialien können – abhängig von ihrer Lizenz – genutzt, weitergegeben und teilweise verändert werden. Prüfe bei Bildern, Texten und anderen Medien immer die jeweilige Lizenz und Quellenangabe.


So navigierst Du sinnvoll

  1. Ziel zuerst: Öffne nicht wahllos viele Seiten. Entscheide, wonach Du gerade suchst.
  2. Links bewusst wählen: Öffne einen neuen Begriff, wenn er Deine Frage weiterbringt.
  3. Informationen prüfen: Eine gefundene Seite ist nicht automatisch richtig oder passend.
  4. Spuren hinterlassen: Notiere wichtige Erkenntnisse und offene Fragen.
  5. Zurückblicken: Prüfe nach einer Lernphase, ob Du Deinem Ziel näher gekommen bist.


Lernen durch Üben und Rückmeldung

Üben ist besonders wirksam, wenn Du nicht einfach nur möglichst oft dasselbe tust, sondern auf die Qualität Deiner Ausführung achtest, Fehler erkennst und Dein Vorgehen anpasst.

Das TED-Ed-Video ist englischsprachig. Achte beim Ansehen besonders auf die Frage: Was unterscheidet gezieltes Üben von bloßer Wiederholung?


Dein persönliches Lernlogbuch

Ein Lernlogbuch kann auf Papier oder digital geführt werden. Schon wenige kurze Einträge reichen.

Datum Mein Ziel Mein Lernschritt Das hat funktioniert Das ändere ich

Am Ende einer Woche kannst Du Deine Einträge vergleichen. So erkennst Du Muster: Wann kannst Du Dich gut konzentrieren? Welche Aufgaben motivieren Dich? Wann hilft Zusammenarbeit? Welche Strategie brauchst Du noch öfter?


Mini-Werkzeuge für Klasse 5


Die Zwei-Minuten-Startregel

Wenn Dir der Anfang schwerfällt, nimm Dir nur den ersten kleinen Schritt vor: Überschrift lesen, Material bereitlegen, erste Frage markieren oder ein Beispiel lösen. Danach entscheidest Du neu.


Die Hilfe-Leiter

Nutze Hilfen in einer sinnvollen Reihenfolge:

  1. Aufgabe noch einmal genau lesen: Markiere wichtige Wörter.
  2. Eigenes Wissen aktivieren: Was weißt Du schon?
  3. Beispiel ansehen: Passt es zu Deiner Aufgabe?
  4. Eine andere Person fragen: Bitte um einen Hinweis statt sofort um die komplette Lösung.
  5. Lehrkraft fragen: Beschreibe genau, was Du schon versucht hast.


Der Stopp-Check

Halte nach einer Lernphase kurz an und beantworte drei Fragen:

  1. Was kann ich jetzt besser als vorher?
  2. Was hat mir dabei geholfen?
  3. Was ist mein nächster kleiner Schritt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zu einem selbstgesteuerten Lernprozess? (Ein Ziel setzen und den eigenen Fortschritt prüfen) (!Nur Aufgaben bearbeiten, die besonders leicht sind!) (!Ohne Hilfe alles allein lösen!) (!Möglichst viele Seiten gleichzeitig öffnen!)




Was zeigt eine Lernlandkarte besonders gut? (Verbindungen zwischen Themen und Lernwegen) (!Nur die Reihenfolge der Schulstunden!) (!Nur die Noten eines Kindes!) (!Nur die Namen der Lehrkräfte!)




Was ist ein sinnvolles Lernziel? (Eine Fähigkeit beschreiben, die Du am Ende zeigen kannst) (!Möglichst lange am Schreibtisch sitzen!) (!Alle Aufgaben ohne Pause erledigen!) (!Jeden Fehler vermeiden!)




Was bedeutet Reflexion beim Lernen? (Über den eigenen Lernweg und seine Wirkung nachdenken) (!Eine Aufgabe möglichst schnell abschreiben!) (!Nur die richtige Lösung auswendig lernen!) (!Alle Hilfen grundsätzlich ablehnen!)




Woran kannst Du eine persönliche Stärke am besten erkennen? (An mehreren konkreten Beobachtungen und Lernprodukten) (!An einem einzigen Fehler!) (!Nur an der Lieblingsfarbe!) (!Nur daran, welches Fach zuerst im Stundenplan steht!)




Warum kann ein Wechsel zwischen Schulfächern hilfreich sein? (Ein Thema kann aus mehreren Perspektiven untersucht werden) (!Damit ein Lernziel nicht mehr gebraucht wird!) (!Damit alle Aufgaben gleich aussehen!) (!Damit man nie etwas erklären muss!)




Was ist eine Organisationsstrategie beim Lernen? (Informationen ordnen und zum Beispiel eine Mindmap erstellen) (!Jede Aufgabe ohne Plan beginnen!) (!Nur besonders schwere Wörter sammeln!) (!Alle Informationen ungeprüft übernehmen!)




Was solltest Du tun, wenn Dein Lernweg nicht funktioniert? (Deinen Plan prüfen und einen anderen Weg oder eine Hilfe testen) (!Das Lernziel sofort für immer aufgeben!) (!Denselben Fehler absichtlich wiederholen!) (!Alle Rückmeldungen ignorieren!)




Wie kann ein neues Interessengebiet beginnen? (Mit einer eigenen Frage, die Dich neugierig macht) (!Nur mit einer Klassenarbeit!) (!Nur mit einem fertigen Lösungsblatt!) (!Nur mit einem vorgeschriebenen Fachwechsel!)




Was gehört zu einem guten Lernnachweis? (Ein Ergebnis, an dem Dein Können erkennbar wird) (!Nur die Anzahl geöffneter Internetseiten!) (!Nur die Länge der Lernzeit!) (!Nur die Menge benutzter Stifte!)





Memory

Lernziel Wohin ich will
Lernstrategie Wie ich lerne
Lernpause Kraft sammeln
Reflexion Über Lernen nachdenken
Interesse Was mich neugierig macht
Vorwissen Was ich schon weiß
Lernweg Reihenfolge meiner Schritte
Feedback Rückmeldung zur Verbesserung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Lernprozess
Planen Lernschritte und Hilfen auswählen
Beobachten Den eigenen Fortschritt wahrnehmen
Verknüpfen Neues mit vorhandenem Wissen verbinden
Reflektieren Über den Lernweg nachdenken
Erklären Wissen mit eigenen Worten verständlich machen
Überarbeiten Ein Ergebnis mit Rückmeldung verbessern






Kreuzworträtsel

Kompass Welches Bild hilft als Symbol dabei, die Richtung eines Lernwegs zu finden?
Interesse Welcher Begriff beschreibt, dass Dich ein Thema besonders neugierig macht?
Reflexion Wie heißt das Nachdenken über den eigenen Lernprozess?
Strategie Wie heißt eine geplante Vorgehensweise beim Lernen?
Neugier Was kann der Ausgangspunkt für ein neues Interessengebiet sein?
Feedback Wie nennt man eine Rückmeldung, die beim Verbessern hilft?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim selbstgesteuerten Lernen setzt Du Dir ein

. Eine passende Vorgehensweise nennt man

. Wenn Du prüfst, was Du schon weißt, aktivierst Du Dein

. Eine Lernlandkarte macht Verbindungen zwischen verschiedenen

sichtbar. Beim Wechsel zwischen Schulfächern veränderst Du Deine

. Eine Rückmeldung, die Dir beim Verbessern hilft, heißt

. Wenn Du über Deinen eigenen Lernprozess nachdenkst, betreibst Du

. Ein Lernweg darf verändert werden, wenn ein Schritt nicht

. Ein gutes Lernprodukt kann als

dienen. Am Ende planst Du Deinen nächsten kleinen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stärken-Sammlung: Notiere drei Situationen aus der letzten Woche, in denen Dir etwas gut gelungen ist. Schreibe jeweils dazu, woran Du das erkannt hast.
  2. Neugierfragen: Formuliere fünf Fragen zu Dingen, die Dich im Alltag interessieren. Markiere die Frage, die Du zuerst untersuchen möchtest.
  3. Fächerbrücke: Wähle ein Thema aus Deinem Unterricht und finde dazu Verbindungen zu mindestens drei anderen Schulfächern.
  4. Lernkompass: Gestalte auf Papier Deinen eigenen Lernkompass mit den Feldern Start, Ziel, Weg, Prüfung und nächster Schritt.


Standard

  1. Lernlandkarte gestalten: Erstelle eine Lernlandkarte zu einem Thema Deiner Wahl und verbinde mindestens acht Begriffe sinnvoll miteinander.
  2. Kompetenz-Portfolio: Sammle drei Lernprodukte und beschreibe, welche Kompetenzen sie zeigen und was Du daran noch verbessern möchtest.
  3. Interessen-Mini-Projekt: Arbeite 45 bis 90 Minuten an einer selbst gewählten Neugierfrage und stelle Deine wichtigsten Erkenntnisse in einem Poster, Audio oder kurzen Video dar.
  4. Strategie-Vergleich: Löse zwei ähnliche Aufgaben mit unterschiedlichen Lernstrategien und vergleiche anschließend, welche Methode Dir wann besser geholfen hat.


Schwer

  1. Individueller Lernpfad: Plane für ein selbst gewähltes Lernziel einen Weg über mehrere Tage mit Etappen, Hilfen, Lernprodukten und Reflexionspunkten.
  2. Fächerübergreifendes Projekt: Entwickle zu einem Thema ein Projekt, in dem mindestens vier Schulfächer wirklich gebraucht werden. Begründe jede Verbindung.
  3. Interview zum Lernen: Interviewe zwei Personen zu ihren Lernstrategien. Vergleiche die Antworten und leite drei Ideen für Deinen eigenen Lernweg ab.
  4. MOOCwiki-Lernroute: Recherchiere ein Thema über mehrere miteinander verknüpfte Seiten. Dokumentiere Deinen Weg als Netz und begründe, warum Du welche Abzweigung gewählt hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Lernweg analysieren: Ein Kind übt jeden Tag dieselbe Aufgabe, macht aber immer denselben Fehler. Erkläre, wie es seinen Lernprozess verändern könnte, und begründe Deine Vorschläge.
  2. Stärken fair einschätzen: Zwei Kinder schreiben in einer Klassenarbeit dieselbe Note. Zeige anhand von Beispielen, warum sie trotzdem unterschiedliche Stärken und nächste Lernziele haben können.
  3. Fächer verbinden: Entwickle für das Thema „Stadtpark“ eine Lernfrage, bei der Wissen oder Methoden aus mindestens drei Schulfächern gebraucht werden. Erkläre die Verbindung.
  4. Interesse in ein Projekt verwandeln: Aus der Frage „Warum leuchten Sterne?“ soll ein kleines Lernprojekt entstehen. Plane Ziel, zwei Lernschritte, eine geeignete Hilfe und einen Lernnachweis.
  5. Strategie auswählen: Du musst einen schwierigen Sachtext verstehen. Begründe, welche Kombination aus Vorwissen, Markieren, Zusammenfassen, Mindmap, Fragen und Austausch Du einsetzen würdest.
  6. Plan anpassen: Ein Lernplan funktioniert zeitlich nicht wie gedacht. Beschreibe, welche Informationen Du zuerst prüfen solltest und wie Du den Plan verändern könntest.
  7. Transfer auf MOOCwiki: Erkläre, wie interne Links beim selbstgesteuerten Lernen helfen können und welches Risiko entsteht, wenn Du ohne Ziel immer weiterklickst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern Deinen eigenen Lernprozess sichtbar machst. Ein guter Lernnachweis kann folgende Bestandteile enthalten:

  1. Persönliches Lernziel: Du formulierst ein überprüfbares Ziel.
  2. Lernlandkarte: Du stellst Verbindungen zwischen Themen oder Fächern dar.
  3. Kompetenznachweis: Du belegst mindestens zwei Fähigkeiten mit konkreten Lernprodukten.
  4. Lernstrategie: Du erklärst, welche Strategie Du bewusst eingesetzt hast und warum.
  5. Individueller Lernweg: Du dokumentierst Startpunkt, Etappen, Hilfen und Veränderungen.
  6. Reflexion: Du beschreibst, was funktioniert hat, was nicht funktioniert hat und was Du beim nächsten Mal anders machen würdest.
  7. Transfer: Du zeigst an einem neuen Beispiel, wie Du zwischen Fächern oder Themen wechseln kannst.




OERs zum Thema



Weitere offene Lernzugänge

  1. Selbstreguliertes Lernen: Vertiefe, wie Planen, Überwachen und Bewerten beim Lernen zusammenwirken.
  2. Lernstrategie: Entdecke unterschiedliche Wege zum Verstehen, Strukturieren, Üben und Erinnern.
  3. Mindmap: Nutze eine visuelle Methode, um Begriffe und Beziehungen darzustellen.
  4. Open Educational Resources: Lerne, wie offene Bildungsmaterialien genutzt und weiterentwickelt werden können.


Verknüpfte Lernbereiche


Kurz zusammengefasst

Deine Lernwelt ist ein Netz aus Wissen, Fähigkeiten, Interessen, Menschen und Medien. Du kannst Deinen Lernweg zunehmend selbst mitgestalten, wenn Du Deinen Startpunkt kennst, ein Ziel setzt, passende Strategien auswählst, Deinen Fortschritt beobachtest und über Deine Erfahrungen nachdenkst. Themen müssen dabei nicht in einem einzelnen Schulfach bleiben. Gerade die Verbindungen zwischen Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschaft, Kunst, Musik, Sport und Medienbildung können neue Fragen und eigene Projekte entstehen lassen.

Dein nächster Schritt: Wähle jetzt eine kleine Sache, die Du in den nächsten 20 Minuten lernen möchtest. Formuliere ein Ziel, entscheide Dich für einen Weg und prüfe anschließend, was sich verändert hat.


aiMOOC-Projekte