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IM5 - KI-Bilder kritisch prüfen

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IM5 - KI-Bilder kritisch prüfen



IM5 - KI-Bilder kritisch prüfen


Einleitung

Ein Bild wirkt oft wie ein Beweis: „Ich sehe es doch!“ Doch Bilder können täuschen, ohne dass man sofort einen sichtbaren Fehler entdeckt. Ein Foto kann echt sein und trotzdem mit einer falschen Bildunterschrift verbreitet werden. Ein KI-Bild kann täuschend echt aussehen. Und ein ungewöhnliches echtes Foto kann fälschlich für ein KI-Bild gehalten werden.

In diesem aiMOOC für die Klasse 5 lernst Du deshalb nicht nur, nach seltsamen Händen, Schatten oder Schriftzeichen zu suchen. Du trainierst einen stärkeren Bildcheck mit drei Fragen: Quelle – Kontext – Plausibilität. Diese drei Fragen helfen Dir bei Bildern für ein Referat, in Nachrichten, in einem Social-Media-Post und in einem MOOCwiki-Kurs.

Wichtig: Ein sichtbarer Bildfehler ist nur ein Hinweis. Er ist kein sicherer Beweis für KI. Umgekehrt ist ein Bild ohne sichtbare Fehler nicht automatisch echt.

Ein echtes Foto eines Polarfuchses. Auf der Dateiseite von Wikimedia Commons stehen unter anderem Aufnahmeort, Datum, Urheber und Lizenz. Solche Angaben sind wichtige Spuren, aber auch sie müssen zum behaupteten Kontext passen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Bilder vorsichtiger beurteilen und Deine Entscheidung begründen.

  1. Quelle prüfen: Du fragst, wer ein Bild veröffentlicht hat, woher es ursprünglich stammt und ob die Herkunft nachvollziehbar ist.
  2. Kontext prüfen: Du untersuchst, wann, wo und zu welchem Zweck ein Bild entstanden oder veröffentlicht worden sein soll.
  3. Plausibilität prüfen: Du vergleichst Bild, Bildunterschrift und bekannte Tatsachen und suchst bei Bedarf nach weiteren Belegen.
  4. Bilder vergleichen: Du kennst die Idee einer Rückwärtssuche und suchst nach älteren oder anderen Fundstellen eines Bildes.
  5. Nutzung klären: Du prüfst bei einem Bild für Referat oder MOOCwiki die Dateiseite, Urheberschaft und Lizenz.
  6. KI transparent nutzen: Du kannst erklären, wann ein KI-Bild als gekennzeichnete Illustration sinnvoll sein kann und wann es als angeblicher Beleg irreführend wäre.


Was ist ein KI-Bild?

Ein KI-Bild ist ein Bild, das ganz oder teilweise mit einem System der Künstlichen Intelligenz erzeugt oder verändert wurde. Solche Systeme können aus einer Texteingabe, einem sogenannten Prompt, neue Bilder berechnen. Andere Systeme verändern vorhandene Bilder.

Nicht jedes KI-Bild ist eine Täuschung. Ein fantasievolles Bild für eine Geschichte kann bewusst künstlich erzeugt und klar gekennzeichnet sein. Problematisch wird es, wenn ein erzeugtes oder verändertes Bild als Beleg für ein echtes Ereignis ausgegeben wird.

Ein Deepfake ist ein besonderer Fall künstlich erzeugter oder manipulierter Medien, bei dem etwas real erscheinen soll, obwohl die dargestellte Situation so nicht stattgefunden hat. Nicht jedes KI-Bild ist deshalb automatisch ein Deepfake.

Dieses KI-Bild wurde mit DALL·E 2 zu einem dokumentierten Prompt über Teddybären bei Unterwasser-KI-Forschung erzeugt. Der Inhalt ist offensichtlich fantasievoll. Die wichtige Frage lautet hier nicht „Ist das Foto echt?“, sondern „Wird klar gesagt, dass es eine Illustration ist?“


Drei Bildarten unterscheiden

Für den Bildcheck hilft eine einfache Unterscheidung:

  1. Dokumentarisches Foto: Eine Kamera hat eine reale Szene aufgenommen. Trotzdem können Ausschnitt, Bearbeitung oder Bildunterschrift irreführen.
  2. Bearbeitetes Bild: Ein echtes Ausgangsbild wurde verändert, zum Beispiel zugeschnitten, montiert oder retuschiert.
  3. Generiertes Bild: Wesentliche Bildinhalte wurden durch ein KI-System neu erzeugt.

Ein Bild kann auch Mischformen enthalten. Deshalb solltest Du nicht vorschnell nur zwei Schubladen verwenden: „echt“ oder „fake“.


Der QKP-Bildcheck: Quelle – Kontext – Plausibilität

Merke Dir QKP. Wenn ein Bild wichtig für Deine Aussage ist, arbeitest Du diese drei Schritte ab.


Q wie Quelle

Die Quelle beantwortet die Frage: Woher kommt das Bild?

Prüfe möglichst die ursprüngliche Fundstelle statt nur einen Screenshot oder einen weitergeleiteten Post. Achte auf Name der Seite, Autorin oder Autor, Veröffentlichungsdatum und eine nachvollziehbare Dateibeschreibung. Bei Wikimedia Commons findest Du solche Angaben auf der Dateiseite.

Fragen für Deinen Quellencheck:

  1. Wer hat das Bild veröffentlicht oder erstellt?
  2. Gibt es eine ursprüngliche Dateiseite oder nur viele Kopien?
  3. Ist die Seite für das Thema geeignet und nachvollziehbar?
  4. Werden Urheber, Datum, Entstehungsart oder Lizenz genannt?

Achtung: Viele Likes, ein bekannt klingender Nutzername oder ein Wasserzeichen beweisen nicht, dass ein Bild echt ist.


K wie Kontext

Der Kontext beantwortet: Was soll das Bild zeigen – und passt die Geschichte dazu?

Ein echtes Foto kann in einem falschen Zusammenhang verbreitet werden. Ein altes Sturmfoto kann zum Beispiel mit der Behauptung „Das ist heute in unserer Stadt passiert“ gepostet werden. Das Bild selbst wäre echt, die Aussage dazu aber falsch.

Prüfe:

  1. Wann soll das Bild entstanden sein?
  2. Wo soll es entstanden sein?
  3. Was ist vor und nach dem gezeigten Moment passiert?
  4. Passt die Bildunterschrift zur ursprünglichen Beschreibung?
  5. Findest Du dieselbe Aufnahme schon in älteren Veröffentlichungen?


P wie Plausibilität

Plausibilität bedeutet: Passt die Behauptung zu dem, was sonst bekannt ist? Könnte es so gewesen sein?

Plausibilität ist kein Beweis. Sie hilft Dir aber zu entscheiden, ob Du weiter recherchieren musst. Wenn ein Post behauptet, mitten in Deiner Stadt sei heute ein großer See pink geworden, solltest Du nach lokalen Nachrichten, Ort, Datum und weiteren unabhängigen Bildern suchen.

Dieses Foto von Lake Hillier in Australien ist ein gutes Gegenbeispiel für die Regel „Sieht seltsam aus, also KI“. Ungewöhnliche Farben können real sein. Erst Quelle und Kontext helfen bei der Einordnung.


Warum sichtbare Fehler allein nicht reichen

Frühe KI-Bilder fielen manchmal durch zusätzliche Finger, unlesbare Schrift, seltsame Zähne oder widersprüchliche Schatten auf. Solche Dinge können weiterhin Warnzeichen sein. Aber die Technik verbessert sich, und echte Fotos können durch Bewegung, Weitwinkel, Spiegelungen, Kompression oder Bearbeitung ebenfalls merkwürdig aussehen.

Deshalb gilt:

  1. Ein sichtbarer Fehler kann ein Hinweis sein.
  2. Ein perfektes Aussehen ist kein Echtheitsbeweis.
  3. Ein KI-Detektor liefert höchstens einen weiteren Hinweis, aber keinen unfehlbaren Wahrheitsstempel.
  4. Die stärkere Prüfung verbindet Quelle, Kontext und Plausibilität.

Das Video von DW Deutsch zeigt Erkennungsansätze für KI-Bilder. Nutze sichtbare Hinweise als Startpunkt und gehe danach mit QKP weiter.


Werkzeuge für Deinen Bildcheck


Rückwärtssuche

Bei einer Bilder-Rückwärtssuche suchst Du nicht nur mit Wörtern, sondern mit dem Bild selbst. So kannst Du ältere Fundstellen, ähnliche Bilder oder andere Bildunterschriften finden. Das kann zeigen, dass ein angeblich aktuelles Bild schon Jahre vorher online war.

Eine Rückwärtssuche beantwortet aber nicht automatisch, was wahr ist. Du musst die gefundenen Seiten wieder mit QKP prüfen.


Vergleich mit unabhängigen Quellen

Wenn ein Bild ein wichtiges Ereignis belegen soll, suche zusätzlich mit passenden Stichwörtern nach seriösen Berichten. Besonders stark ist eine Bestätigung, wenn mehrere voneinander unabhängige Quellen dasselbe Ereignis mit passenden Angaben zu Ort und Zeit dokumentieren.

Merke: Zehn Accounts, die denselben Post kopieren, sind nicht zehn unabhängige Quellen.


Metadaten und Dateiseiten

Digitale Bilder können Metadaten enthalten, etwa Kameramodell, Aufnahmezeit oder Bearbeitungsinformationen. Solche Angaben können hilfreich sein. Sie können aber fehlen, beim Hochladen entfernt werden, falsch eingestellt sein oder verändert werden. Behandle Metadaten daher als Spur und nicht als alleinigen Beweis.

Bei Wikimedia Commons ist die Dateiseite besonders wichtig. Dort findest Du häufig Beschreibung, Quelle, Urheber, Datum, Lizenz und manchmal technische Metadaten.


KI-Kennzeichnung und Entstehungsangaben

Bei KI-Bildern sind Angaben zur Entstehung besonders hilfreich: Welches System wurde verwendet? Wer gab den Prompt ein? Ist der Prompt dokumentiert? Wurde ein echtes Foto als Ausgangsmaterial verwendet?

Wikimedia Commons empfiehlt für KI-generierte Medien eine klare Dokumentation, damit die Herkunft nachvollziehbarer bleibt.

Auch bei Erkennungstipps gilt: Kein einzelnes Merkmal ersetzt die Prüfung von Herkunft und Zusammenhang.


Bildlabor 1: Zwei Katzen, zwei Entstehungswege

Schau zuerst nur auf die Bilder. Versuche nicht, allein anhand des Aussehens ein endgültiges Urteil zu fällen.

Bild A

Bild B


Auflösung zum Katzenvergleich

Bild A ist laut Wikimedia-Commons-Dateiseite eine Fotografie von BrithnyBiong vom 13. April 2026 und steht dort unter CC BY 4.0. Bild B wird auf seiner Dateiseite als KI-generiertes Bild beschrieben; als Erzeugung wird DALL-E 3 über Microsoft Copilot genannt, außerdem ist der Prompt dokumentiert.

Die wichtigste Lernidee ist nicht, welches Fell „echter“ aussieht. Die stärkere Begründung kommt aus der Quelle: Die Dateiseiten dokumentieren unterschiedliche Entstehungswege.

Noch ein Beispiel: Diese Katze wurde laut Commons-Dateiseite mit StyleGAN2 erzeugt. Ein realistisches Aussehen allein sagt also nicht, ob eine Kamera beteiligt war.


Bildlabor 2: Mailand – Foto oder erzeugte Stadtansicht?

Bild C

Bild D


Auflösung zum Mailandvergleich

Bild C ist laut Dateiseite ein 2013 aufgenommenes Foto von Mailand. Bild D ist laut Dateiseite eine mit DALL-E 2 erzeugte „Fake photo of Milan“ aus dem Jahr 2023.

Stell Dir vor, Bild D würde in einem Social-Media-Post mit der Überschrift „So sieht Mailand heute aus“ erscheinen. Selbst wenn das Bild plausibel wirkt, müsstest Du Quelle und Kontext prüfen. Für eine Nachricht über ein konkretes Ereignis wäre ein gekennzeichnetes KI-Bild keine dokumentarische Aufnahme dieses Ereignisses.


Bildlabor 3: Fantasie ist nicht automatisch Täuschung

Dieses KI-generierte Bild eines Fuchs-Ritters ist offensichtlich fantasievoll. Als gekennzeichnete Illustration kann so ein Bild einen kreativen Zweck erfüllen. Irreführend würde es erst, wenn jemand behauptete, es dokumentiere ein reales Tier oder historisches Ereignis.

Das zeigt einen wichtigen Unterschied: KI-Erzeugung und Täuschungsabsicht sind nicht dasselbe. Entscheidend ist, wie ein Bild gekennzeichnet und in welchem Zusammenhang es verwendet wird.


Vier konkrete Use-Cases


Bild für ein Referat

Du hältst ein Referat über Polarfüchse und möchtest ein Bild verwenden.

Gute Vorgehensweise:

  1. Suche möglichst eine nachvollziehbare Quelle, zum Beispiel Wikimedia Commons oder eine seriöse Fachseite.
  2. Öffne die Dateiseite und prüfe Beschreibung, Urheber, Datum und Lizenz.
  3. Verwende das Bild nur für das, was es tatsächlich zeigt. Ein Foto eines Polarfuchses beweist nicht automatisch jede Aussage über Lebensraum, Nahrung oder Verhalten.
  4. Belege Sachinformationen zusätzlich mit geeigneten Textquellen.
  5. Notiere den Bildnachweis so, wie es die Lizenz verlangt.

Prüffrage: Ein schönes Bild ohne erkennbare Herkunft ist für ein Referat meist schlechter geeignet als ein gut dokumentiertes Bild mit klarer Quelle.


Bild in einer Nachricht

Eine Nachricht behauptet: „Heute wurde in Stadt X ein ungewöhnliches Ereignis fotografiert.“

Hier ist der Kontext besonders wichtig. Frage:

  1. Stammt das Bild wirklich aus Stadt X?
  2. Ist das Aufnahmedatum passend?
  3. Gibt es eine ursprüngliche Veröffentlichung?
  4. Berichten unabhängige seriöse Medien über dasselbe Ereignis?
  5. Taucht das Bild in einer Rückwärtssuche schon früher oder an einem anderen Ort auf?

Ein echtes Foto mit falschem Ort oder falschem Datum kann eine falsche Nachricht stützen. Deshalb reicht die Frage „Ist dieses Bild KI?“ nicht aus.


Bild in einem Social-Media-Post

Social Media belohnt oft schnelle Reaktionen. Genau deshalb lohnt sich vor dem Teilen eine kurze Prüfpause.

Nutze die Regel Stoppen – Prüfen – Vergleichen – Erst dann teilen:

  1. Stoppen: Teile ein überraschendes Bild nicht sofort weiter.
  2. Prüfen: Suche nach Quelle, Konto, Datum und ursprünglicher Bildbeschreibung.
  3. Vergleichen: Suche nach unabhängigen Berichten oder älteren Fundstellen.
  4. Entscheiden: Wenn Du es nicht klären kannst, formuliere die Unsicherheit oder teile es nicht.

Eine hohe Zahl an Likes, Shares oder Kommentaren sagt etwas über Reichweite aus, nicht über Wahrheit.


Bild für einen MOOCwiki-Kurs

Für einen MOOCwiki-Kurs brauchst Du nicht nur ein inhaltlich passendes, sondern auch ein rechtlich geeignetes und gut dokumentiertes Bild.

Bei Wikimedia Commons solltest Du die konkrete Dateiseite prüfen. Dort steht, welche Lizenz für die Datei gilt und welche Bedingungen bei einer Weiterverwendung zu beachten sind. Bei KI-generierten Dateien ist zusätzlich wichtig, dass die Entstehungsart transparent beschrieben ist.

Für einen guten Lernkurs:

  1. Wähle ein Bild mit erkennbarem Lernzweck.
  2. Prüfe Quelle, Urheberangaben und Lizenz auf der Dateiseite.
  3. Kennzeichne KI-Bilder als KI-generiert, wenn das für das Verständnis wichtig ist.
  4. Verwende kein KI-Bild als angeblichen Beweis für ein reales Ereignis.
  5. Erkläre bei Prüfaufgaben, welche Informationen die Lernenden zur Entscheidung heranziehen sollen.


Die QKP-Karte für Deinen Hefter

Prüfschritt Frage Gute Spur Warnsignal
Quelle Woher kommt das Bild ursprünglich? Dateiseite, Urheber, nachvollziehbare Herkunft Nur Screenshot, keine Herkunft, nur Kopien
Kontext Wann, wo und wozu wurde es veröffentlicht? Datum, Ort, ursprüngliche Beschreibung, ältere Fundstelle Neue Behauptung zu altem Bild
Plausibilität Passt die Behauptung zu weiteren Informationen? Mehrere unabhängige passende Quellen Sensationelle Behauptung ohne Bestätigung
Nutzung Darf und sollte ich das Bild so verwenden? Klare Lizenz und passende Kennzeichnung Unklare Rechte oder irreführender Einsatz


Typische Denkfehler

  1. „Sieht echt aus“: Auch KI-Bilder können realistisch aussehen.
  2. „Die Hand ist komisch, also KI“: Ein sichtbarer Fehler ist nur ein Hinweis.
  3. „Viele teilen es, also stimmt es“: Reichweite ist kein Wahrheitsbeweis.
  4. „Es steht ein Logo drauf, also ist die Quelle sicher“: Logos und Wasserzeichen können kopiert werden.
  5. „Die Metadaten sagen es, also ist alles geklärt“: Metadaten können fehlen oder verändert sein.
  6. „Der Detektor sagt 92 Prozent, also ist es bewiesen“: Ein Detektor ist nur ein zusätzliches Werkzeug.
  7. „Wenn das Foto echt ist, stimmt auch die Bildunterschrift“: Ein echtes Foto kann in falschem Kontext verwendet werden.


Quellen und Vertiefung

  1. klicksafe: Desinformation, Deepfakes und Fake News – Hinweise zu Quelle, Aktualität, Faktencheck und Bildprüfung.
  2. klicksafe und ZDF logo!: Quiz zu Deepfakes – für Jugendliche der Klassen 5 bis 7.
  3. Wikimedia Commons: KI-generierte Medien – Hinweise zu Beschreibung, Namensnennung und Umgang mit KI-Medien.
  4. Wikimedia Commons: Weiterverwendung – Hinweise zu Dateiseiten und Lizenzbedingungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was solltest Du zuerst prüfen, wenn ein Bild eine wichtige Behauptung belegen soll? (Die Quelle und Herkunft des Bildes) (!Ob das Bild besonders schön aussieht) (!Wie viele Likes das Bild hat) (!Ob Deine Freunde das Bild schon geteilt haben)




Ein echtes Foto wird mit einem falschen Ort und einem falschen Datum gepostet. Was ist daran problematisch? (Der Kontext ist irreführend) (!Das Foto wird dadurch automatisch zu einem KI-Bild) (!Ein echtes Foto kann nie irreführen) (!Nur die Bildauflösung ist dann falsch)




Wozu kann eine Bilder-Rückwärtssuche besonders nützlich sein? (Um ältere oder andere Fundstellen eines Bildes zu finden) (!Um jedes KI-Bild sicher zu löschen) (!Um automatisch die richtige Lizenz zu erfinden) (!Um die Zahl der Likes zu erhöhen)




Warum sind seltsame Finger oder Schatten kein sicherer KI-Beweis? (Auch echte Bilder können ungewöhnlich wirken und KI-Bilder können fehlerfrei aussehen) (!Weil Hände auf Fotos immer falsch aussehen) (!Weil Schatten keine Informationen enthalten) (!Weil KI niemals Bilder von Händen erzeugt)




Welches Bild ist für ein Referat besonders gut geeignet? (Ein Bild mit nachvollziehbarer Quelle und passender Lizenz) (!Ein Bild ohne Herkunft mit sehr vielen Likes) (!Ein Screenshot aus einem unbekannten Chat) (!Ein Bild mit möglichst dramatischer Überschrift)




Was stärkt die Prüfung eines angeblichen Nachrichtenbildes? (Unabhängige seriöse Quellen bestätigen Ort und Ereignis) (!Mehrere Accounts kopieren denselben Post) (!Die Bildunterschrift ist in Großbuchstaben geschrieben) (!Das Bild wurde sehr oft kommentiert)




Was ist bei einem überraschenden Social-Media-Bild eine gute Reaktion? (Nicht sofort teilen und zuerst Quelle Kontext und weitere Belege prüfen) (!Sofort weiterleiten bevor der Post verschwindet) (!Nur auf die Zahl der Follower achten) (!Die Bildunterschrift ohne Prüfung übernehmen)




Wo findest Du bei einer Wikimedia-Commons-Datei wichtige Angaben zur Weiterverwendung? (Auf der Dateiseite mit Beschreibung Urheber und Lizenz) (!Nur in den Kommentaren unter einem Social-Media-Post) (!Im Dateinamen allein) (!In der Zahl der Bildaufrufe)




Wann kann ein KI-Bild in einem Lernkurs sinnvoll sein? (Wenn es passend eingesetzt und als künstlich erzeugte Illustration transparent gemacht wird) (!Wenn es als Beweis für jedes reale Ereignis ausgegeben wird) (!Wenn seine Herkunft absichtlich verborgen wird) (!Wenn die Bildunterschrift eine erfundene Nachricht behauptet)




Ein KI-Detektor meldet eine hohe Wahrscheinlichkeit für KI. Wie gehst Du damit um? (Du nutzt das Ergebnis als Hinweis und prüfst zusätzlich Quelle Kontext und Plausibilität) (!Du behandelst das Ergebnis immer als endgültigen Beweis) (!Du ignorierst jede andere Information) (!Du teilst das Bild sofort als Fälschung)





Memory

Quelle ursprüngliche Herkunft eines Bildes
Kontext Zusammenhang aus Ort Zeit und Aussage
Plausibilität Prüfung ob eine Behauptung zu weiteren Informationen passt
Rückwärtssuche Suche nach älteren oder ähnlichen Fundstellen
Metadaten technische Zusatzinformationen einer Datei
Lizenz Regeln für die erlaubte Weiterverwendung
KI-Kennzeichnung Hinweis auf künstliche Erzeugung oder Bearbeitung
Gegencheck Vergleich mit einer unabhängigen Quelle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Referatsbild Quelle und Lizenz prüfen
Nachrichtenbild Ort Zeit und unabhängige Bestätigung prüfen
Social-Media-Post Vor dem Teilen Herkunft und Kontext prüfen
MOOCwiki-Bild Dateiseite und Nutzungsbedingungen prüfen
Ungewöhnliches Echtfoto Nicht nur wegen seines Aussehens als KI einstufen
KI-Detektor Als Hinweis und nicht als endgültigen Beweis verwenden






Kreuzworträtsel

Quelle Woher stammt ein Bild ursprünglich?
Kontext Wie heißt der Zusammenhang aus Ort Zeit und Bildaussage?
Plausibilitaet Wie heißt die Prüfung ob eine Behauptung zu anderen Informationen passt?
Metadaten Wie heißen technische Zusatzinformationen einer Bilddatei?
Lizenz Was legt Bedingungen für die Weiterverwendung eines Bildes fest?
Rueckwaertssuche Wie heißt eine Suche die mit einem Bild nach früheren Fundstellen sucht?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim QKP-Bildcheck steht das Q für

. Der zweite Schritt untersucht den

eines Bildes. Beim dritten Schritt fragst Du nach der

einer Behauptung. Eine

kann ältere Fundstellen desselben Bildes zeigen. Technische Zusatzinformationen einer Datei heißen

. Für die Weiterverwendung eines Commons-Bildes prüfst Du seine

. Viele Likes sind kein Beweis für die

einer Bildaussage. Ein echtes Foto kann durch eine falsche Bildunterschrift in einen falschen

geraten. Das Ergebnis eines KI-Detektors ist nur ein

. Vor dem Teilen eines ungeprüften Posts solltest Du zuerst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. QKP-Merkkarte: Gestalte eine handliche Karte mit den drei Fragen Quelle, Kontext und Plausibilität und ergänze zu jeder Frage ein eigenes Beispiel.
  2. Bildquelle: Suche ein unproblematisches Bild auf Wikimedia Commons und notiere Dateiname, Urheber, Datum, Beschreibung und Lizenz.
  3. Bildunterschrift: Erfinde zu einem harmlosen echten Foto zwei Bildunterschriften: eine passende und eine deutlich falsche. Erkläre, warum das Bild allein die falsche Behauptung nicht verhindert.
  4. KI-Kennzeichnung: Entwirf ein gut sichtbares Schild für Lernmaterialien, das klar macht: „KI-generierte Illustration – kein dokumentarisches Foto“.


Standard

  1. Katzenvergleich: Vergleiche die beiden Katzenbilder aus dem Bildlabor. Begründe Deine Einordnung nur mit Informationen der Dateiseiten und nicht mit Vermutungen über Fell, Augen oder Pfoten.
  2. Rückwärtssuche: Führe mit einer Lehrkraft eine Bilder-Rückwärtssuche zu einem frei nutzbaren Bild durch und dokumentiere, welche älteren oder anderen Fundstellen Du findest.
  3. Nachrichtencheck: Erfinde eine harmlose Beispielmeldung mit Bild und baue absichtlich einen falschen Kontext ein. Tausche sie mit einer Partnergruppe und lasst die andere Gruppe den Fehler mit QKP finden.
  4. Social-Media-Checkliste: Gestalte ein Mini-Plakat „Erst prüfen, dann teilen“ mit vier Schritten für einen Klassenchat oder eine Lernplattform.


Schwer

  1. Quellenvergleich: Nimm ein ungewöhnliches echtes Commons-Foto und ein realistisch wirkendes KI-Bild. Entwickle eine Beweisführung, die nur Quelle, Kontext und dokumentierte Entstehung nutzt.
  2. Referatsprüfung: Prüfe drei mögliche Bilder für dasselbe Referat und entscheide begründet, welches am besten geeignet ist. Berücksichtige Informationswert, Quelle, Lizenz und mögliche Missverständnisse.
  3. MOOCwiki-Bildredaktion: Stelle für eine Beispiel-Lerneinheit drei Commons-Bilder zusammen. Formuliere zu jedem Bild einen korrekten Bildkontext und erkläre, warum die Lizenz zur geplanten Nutzung passt.
  4. Detektor-Kritik: Vergleiche die Aussage eines KI-Detektors mit den Informationen einer bekannten Commons-Dateiseite. Erkläre, warum ein automatisches Ergebnis eine Quellenprüfung nicht ersetzt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: falscher Kontext: Ein altes echtes Foto wird heute mit einer neuen dramatischen Überschrift geteilt. Entwickle einen Prüfplan mit mindestens drei Schritten und begründe die Reihenfolge.
  2. Transfer: Referat oder Nachricht: Erkläre, warum dasselbe KI-Bild als gekennzeichnete Illustration in einem Referat geeignet, als angebliches Nachrichtenfoto aber ungeeignet sein kann.
  3. Transfer: widersprüchliche Spuren: Die Dateiseite nennt einen Fotografen, aber ein Social-Media-Post behauptet, das Bild sei heute mit KI erstellt worden. Beschreibe, welche weiteren Informationen Du suchen würdest, bevor Du urteilst.
  4. Transfer: ungewöhnlich aber echt: Ein Bild sieht sehr ungewöhnlich aus. Erkläre, wie Du verhindern kannst, ein echtes Foto vorschnell als KI-Bild abzulehnen.
  5. Transfer: viele Kopien: Zehn Accounts posten dasselbe Bild. Erkläre, warum das noch keine zehn unabhängigen Bestätigungen sind und wie Du nach einer ursprünglichen Quelle suchst.
  6. Transfer: MOOCwiki: Du findest ein passendes Commons-Bild, aber verstehst die Lizenz nicht. Begründe, warum Du es nicht einfach kopieren solltest, und beschreibe einen sicheren nächsten Schritt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern eine Bildprüfung nachvollziehbar durchführen kannst.

  1. Du wendest den QKP-Bildcheck mit Quelle, Kontext und Plausibilität auf ein neues Beispiel an.
  2. Du unterscheidest zwischen sichtbarem Warnzeichen und belastbarerem Herkunftsnachweis.
  3. Du erklärst, warum auch ein echtes Foto durch falschen Kontext irreführen kann.
  4. Du nutzt eine Dateiseite oder andere Quellenangaben, um Herkunft, Urheber und Nutzung zu prüfen.
  5. Du kannst eine Rückwärtssuche oder einen Quellenvergleich sinnvoll in einen Prüfplan einbauen.
  6. Du begründest, wann ein KI-Bild als gekennzeichnete Illustration vertretbar ist und wann es als angeblicher Beleg täuschen würde.
  7. Du passt Deine Prüfung an Referat, Nachricht, Social-Media-Post oder MOOCwiki-Kurs an.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zu Deepfake bietet weiterführende Informationen zu künstlich erzeugten oder manipulierten Medien.



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