IM5 - Hardware und Software

IM5 - Hardware und Software
Einleitung
IM5 - Hardware und Software führt Dich in die Grundidee eines Computersystems ein. Du lernst nicht nur Begriffe auswendig, sondern untersuchst, wie Geräte und Programme zusammenarbeiten. Das Thema ist für die Klasse 5 aufbereitet und orientiert sich an Situationen, die im Schulalltag wirklich vorkommen.

Ein Computer funktioniert nur, wenn mehrere Ebenen zusammenspielen. Hardware sind die anfassbaren Teile eines Systems. Software umfasst Programme und die zugehörigen Daten, die bestimmen, was mit der Hardware geschehen soll. Ein Betriebssystem verwaltet wichtige Hardware-Ressourcen und stellt Funktionen bereit, die Anwendungen nutzen können. Eine Anwendung ist ein Programm für eine konkrete Aufgabe, zum Beispiel Schreiben, Bildbearbeitung, Präsentieren oder Videoschnitt.
Die wichtigste Grundidee lautet:
In diesem aiMOOC löst Du vier typische Technik-Missionen: Du wählst für eine Präsentation ein passendes Gerät aus, suchst systematisch nach der Ursache eines Mikrofonproblems, überträgst Dateien von einem Tablet auf einen Computer und entscheidest, welche Anwendung Du für Text, Bild oder Video brauchst.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du Hardware und Software funktional unterscheiden, die Aufgabe eines Betriebssystems erklären, Anwendungen nach ihrem Zweck auswählen und einfache technische Probleme schrittweise untersuchen. Besonders wichtig ist dabei, dass Du nicht nur fragst „Was ist das?“, sondern auch „Welche Aufgabe erfüllt es im ganzen System?“.
Hardware: Alles, was als Gerät oder Bauteil vorhanden ist
Hardware bezeichnet die physischen, also anfassbaren Bestandteile eines Computersystems. Dazu gehören nicht nur die Teile im Gehäuse, sondern auch angeschlossene Geräte wie Bildschirm, Tastatur, Maus, Mikrofon, Kamera, Drucker oder Projektor.

Das Bild zeigt einen PC wie in einer Explosionszeichnung. Du erkennst daran, dass ein „Computer“ eigentlich aus vielen verschiedenen Bauteilen besteht. Einige nehmen Daten auf, andere verarbeiten sie, wieder andere speichern oder geben sie aus.
Das EVA-S-Prinzip: Eingeben, Verarbeiten, Ausgeben, Speichern
Für die Klasse 5 ist das EVA-S-Prinzip ein nützliches Denkmodell. Es ordnet Hardware danach, welche Aufgabe sie im Datenweg übernimmt.
| Funktion | Typische Hardware | Beispiel aus dem Schulalltag |
|---|---|---|
| Eingabe | Tastatur, Maus, Touchscreen, Mikrofon, Kamera | Du sprichst einen Satz in ein Mikrofon. |
| Verarbeitung | Prozessor und Arbeitsspeicher | Der Computer verarbeitet die aufgenommenen Audiodaten. |
| Ausgabe | Bildschirm, Lautsprecher, Projektor | Deine Präsentation erscheint groß an der Wand. |
| Speicherung | SSD, Speicherkarte, USB-Speicher | Eine Datei bleibt erhalten, auch wenn das Programm geschlossen wird. |

Ein Bauteil kann je nach Gerät sehr klein oder fest eingebaut sein. Bei einem Tablet befinden sich Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher, Lautsprecher, Kamera und Touchscreen in einem gemeinsamen Gehäuse.

Blick in einen Computer

Im Inneren eines Desktop-PCs findest Du unter anderem eine Hauptplatine, auf der wichtige Komponenten miteinander verbunden sind. Der Prozessor verarbeitet Befehle. Der Arbeitsspeicher hält Daten bereit, die gerade gebraucht werden. Ein dauerhaftes Speichermedium bewahrt Dateien auch nach dem Ausschalten.

Interaktive Zerlegung 1: Was steckt im PC?
| Bauteil | Funktion – erst überlegen, dann ausklappen |
|---|---|
| Prozessor | Führt Maschinenbefehle aus und verarbeitet Daten. |
| Arbeitsspeicher | Hält Daten und Programmteile bereit, die gerade benötigt werden. |
| SSD oder Festplatte | Speichert Programme und Dateien dauerhaft. |
| Mainboard | Verbindet viele Bauteile und stellt elektrische sowie logische Verbindungen bereit. |
| Netzteil | Versorgt die Komponenten eines Desktop-PCs mit elektrischer Energie. |
| Grafikausgabe | Liefert Bildinformationen an einen Bildschirm oder Projektor. |
Mini-Auftrag: Decke die rechte Spalte zunächst gedanklich ab. Erkläre zu jedem Bauteil in eigenen Worten, was ohne dieses Bauteil schwieriger oder unmöglich wäre.
Software: Programme, die Hardware nutzbar machen
Software ist nicht das Gehäuse, der Bildschirm oder das Kabel. Software besteht aus Programmen und zugehörigen Daten. Sie legt fest, welche Befehle ein Computer ausführen soll. Die Hardware setzt diese Befehle technisch um.
Ein anschauliches Beispiel: Ein Mikrofon als Hardware kann Schall aufnehmen. Erst Software sorgt dafür, dass das Signal aufgezeichnet, gespeichert, abgespielt oder in einer Videokonferenz verwendet wird.

Auch eine Animation ist ein Ergebnis von Software: Ein Programm berechnet oder zeigt die einzelnen Bilder, während die Hardware die Rechenarbeit übernimmt und der Bildschirm die Bilder ausgibt.
Hardware und Software brauchen einander
| Situation | Hardware | Software | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Text schreiben | Tastatur, Prozessor, Bildschirm, Speicher | Betriebssystem und Textverarbeitung | Ein Dokument entsteht. |
| Foto bearbeiten | Bildschirm, Maus oder Touchscreen, Prozessor, Speicher | Betriebssystem und Bildbearbeitung | Das Bild wird verändert und gespeichert. |
| Video schneiden | Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher, Bildschirm, Lautsprecher | Betriebssystem und Videoschnittprogramm | Clips und Ton werden zu einem Film kombiniert. |
| Sprache aufnehmen | Mikrofon, Speicher, Lautsprecher | Betriebssystem und Aufnahme-Anwendung | Eine Audiodatei entsteht. |
Merke: Die Aussage „Hardware kann man anfassen, Software nicht“ ist für den Einstieg hilfreich. Noch wichtiger ist aber die Funktion: Hardware führt reale elektrische und mechanische Vorgänge aus; Software gibt vor, welche Verarbeitung stattfinden soll.
Das Betriebssystem: Die Vermittlungsschicht
Ein Betriebssystem ist grundlegende Systemsoftware. Es verwaltet wichtige Ressourcen des Computers und stellt Anwendungen Funktionen zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise die Verwaltung von Dateien und Speicher, der Zugriff auf angeschlossene Geräte und die Organisation laufender Programme.

Auf dem Bild siehst Du eine grafische Arbeitsoberfläche. Menüs, Fenster, Symbole und Systemeinstellungen helfen Dir, mit dem Computer zu arbeiten. Die sichtbare Oberfläche ist aber nur ein Teil dessen, was ein Betriebssystem tut.
Betriebssystem auf Tablet und Computer
Auch Tablets besitzen ein Betriebssystem. Es verwaltet beispielsweise den Touchscreen, den Speicher, Kameras, Lautsprecher, Netzwerkverbindungen und Berechtigungen für Apps.

Ein wichtiger Gedanke lautet:
Wenn eine Anwendung ein Mikrofon verwenden möchte, bittet sie das Betriebssystem um Zugriff. Das Betriebssystem verwaltet das Gerät und kann zusätzlich prüfen, ob die Anwendung die nötige Berechtigung besitzt. Genau deshalb kann ein Mikrofonproblem sowohl an der Hardware als auch an Einstellungen des Betriebssystems oder der Anwendung liegen.
Das Vier-Ebenen-Modell für die Fehlersuche
| Ebene | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Hardware | Ist das Gerät vorhanden, verbunden und eingeschaltet? | Mikrofon eingesteckt, Kabel intakt, Stummschalter aus. |
| Betriebssystem | Erkennt und erlaubt das System das Gerät? | Richtiges Eingabegerät gewählt, Mikrofonzugriff erlaubt. |
| Anwendung | Nutzt das Programm das richtige Gerät? | In der Videokonferenz ist das gewünschte Mikrofon ausgewählt. |
| Datei oder Inhalt | Ist das richtige Format oder die richtige Datei gewählt? | Ein Video lässt sich mit einer passenden Anwendung öffnen. |
Dieses Modell hilft Dir, nicht wahllos Einstellungen zu verändern. Du gehst Schicht für Schicht vor und prüfst nach jedem Schritt, ob sich etwas verändert hat.
Anwendungen: Software für konkrete Aufgaben
Eine Anwendung oder ein Anwendungsprogramm hilft Dir bei einer bestimmten Aufgabe. Eine Textverarbeitung ist für längere Texte gedacht, eine Bildbearbeitung verändert Bilder, ein Videoschnittprogramm ordnet und bearbeitet Video- und Tonspuren. Viele Dateiformate können von mehreren Anwendungen geöffnet werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Dateiendung, sondern auch, was Du mit der Datei tun möchtest.
Text bearbeiten

Eine Textverarbeitung eignet sich für Berichte, Geschichten, Arbeitsblätter oder Briefe. Typische Funktionen sind Schreiben, Löschen, Formatieren, Überschriften gestalten, Bilder einfügen und Dokumente speichern.
Use-Case: Du sollst einen zweiseitigen Bericht für die Schule verfassen. Dafür ist eine Textverarbeitung passender als eine Bildbearbeitung oder ein Videoschnittprogramm.
Bilder bearbeiten

Eine Bildbearbeitung eignet sich für Fotos und Grafiken. Du kannst beispielsweise einen Ausschnitt wählen, Helligkeit verändern, Bereiche retuschieren, Text in ein Bild setzen oder Ebenen kombinieren.
Use-Case: Du sollst ein Foto für ein Plakat zuschneiden und beschriften. Dafür brauchst Du eine Bildbearbeitung.
Videos bearbeiten

Ein Videoschnittprogramm ordnet Videoclips auf einer Zeitleiste, kann Teile kürzen, Tonspuren bearbeiten, Titel einblenden und am Ende ein neues Video ausgeben.
Use-Case: Du hast drei kurze Clips für ein Referat aufgenommen und möchtest daraus einen Film mit Titel und Ton erstellen. Dafür brauchst Du ein Videoschnittprogramm.
Welche Anwendung passt zu welcher Datei?
| Aufgabe | Typische Dateiformate | Passende Anwendungskategorie | Freies Beispiel |
|---|---|---|---|
| Text schreiben und gestalten | ODT, DOCX, TXT | Textverarbeitung oder Texteditor | LibreOffice Writer |
| Foto ansehen oder bearbeiten | JPG, PNG | Bildbetrachter oder Bildbearbeitung | GIMP |
| Video abspielen | MP4, WEBM | Mediaplayer | VLC |
| Video schneiden | Video- und Audiodateien | Videoschnitt | Kdenlive |
| Präsentationsfolien erstellen | ODP, PPTX | Präsentationsanwendung | LibreOffice Impress |
Wichtig: Eine Dateiendung ist ein Hinweis auf das Format, aber nicht automatisch auf genau ein einziges Programm. Ein JPG-Bild kann von vielen verschiedenen Anwendungen geöffnet werden.
Use-Case 1: Das richtige Gerät für eine Präsentation auswählen
Du möchtest eine Präsentation im Klassenraum zeigen. Die richtige Wahl hängt nicht vom teuersten Gerät ab, sondern von der Aufgabe. Überlege: Musst Du viel tippen? Musst Du das Gerät transportieren? Welche Anschlüsse sind am Projektor vorhanden? Hast Du die Präsentation lokal gespeichert oder in einer schulisch erlaubten Cloud?
Ein Projektor ist ein Ausgabegerät. Er erzeugt nicht selbst Deine Präsentation, sondern benötigt ein Bildsignal von einem Computer, Tablet oder einem anderen passenden Quellgerät.
Entscheidungshilfe für die Präsentation
| Situation | Geeignete Wahl | Warum? | Vorher prüfen |
|---|---|---|---|
| Du musst Folien noch stark bearbeiten. | Laptop oder Desktop-PC | Tastatur, Maus und Dateiverwaltung sind für längere Bearbeitung meist praktisch. | Präsentationssoftware, Datei, Bildausgang. |
| Du willst fertige Folien mobil zeigen. | Laptop oder geeignetes Tablet | Beide können mobil sein; ein Tablet ist leicht, ein Laptop bietet oft mehr Anschlüsse. | Unterstützt das Gerät die gewünschte Bildausgabe? |
| Der Klassenraum hat einen fest installierten PC. | Schul-PC mit Projektor | Keine zusätzliche Transporttechnik nötig. | Liegt die Datei in einem erreichbaren Ordner oder auf einem erlaubten Datenträger? |
| Du brauchst Ton aus einem Video. | Quellgerät plus passende Audioausgabe | Bild und Ton müssen beide am Ziel ankommen. | Ist der richtige Audioausgang gewählt und die Lautstärke aktiviert? |
HDMI und andere Bildverbindungen
HDMI kann digitale Bild- und Tonsignale übertragen. Ein Laptop mit passendem HDMI-Ausgang lässt sich häufig direkt mit einem Projektor verbinden. Manche Geräte benötigen einen Adapter.
Ein USB-C-Anschluss kann je nach Gerät und Kabel unterschiedliche Funktionen unterstützen. Nicht jeder USB-C-Anschluss und nicht jedes USB-C-Kabel überträgt automatisch ein Bildsignal. Deshalb musst Du vor einer Präsentation prüfen, ob Videoausgabe tatsächlich unterstützt wird.
Praxisregel: Teste Deine Präsentation vor dem Unterricht einmal vollständig: Datei öffnen, Präsentationsmodus starten, Bild am Projektor prüfen, Ton testen und einen Plan B bereithalten.
Use-Case 2: Das Mikrofon funktioniert nicht
Ein Mikrofon ist ein Eingabegerät. Es wandelt Schall in ein elektrisches beziehungsweise digitales Signal um, das ein Computer weiterverarbeiten kann.
Wenn in einer Videokonferenz niemand Deine Stimme hört, kann die Ursache an mehreren Stellen liegen. Deshalb arbeitest Du systematisch.
Diagnoseweg für Mikrofonprobleme
| Prüfschritt | Was Du kontrollierst | Was Du daraus lernst |
|---|---|---|
| Hardware prüfen | Stecker sitzt, Gerät ist eingeschaltet, Stummschalter ist aus, Kabel wirkt unbeschädigt. | Du schließt einfache physische Ursachen aus. |
| Betriebssystem prüfen | Wird das Mikrofon als Eingabegerät angezeigt? Ist es ausgewählt? Ist der Mikrofonzugriff erlaubt? | Du prüfst, ob das System das Gerät erkennt und freigibt. |
| Anwendung prüfen | Ist in der Anwendung das richtige Mikrofon gewählt? Ist dort eine Stummschaltung aktiv? | Du prüfst die Einstellungen des konkreten Programms. |
| Testaufnahme machen | Nimm wenige Sekunden Ton in einer anderen geeigneten Anwendung auf. | Funktioniert die Testaufnahme, liegt die Ursache eher in der ursprünglichen Anwendung. |
| Vergleichstest | Wenn möglich, anderes Mikrofon oder anderen Anschluss testen. | So kannst Du Hardwarefehler und Einstellungsfehler besser voneinander unterscheiden. |
Fehlersuche wie ein Profi: Ändere möglichst immer nur eine Sache und teste danach erneut. Sonst weißt Du am Ende nicht, welche Änderung geholfen hat.
Use-Case 3: Dateien vom Tablet auf einen Computer übertragen
Eine Datei besteht aus Daten, die in einem Dateisystem gespeichert werden. Beim Übertragen soll eine Kopie der Datei von einem Gerät auf ein anderes gelangen.
Ein möglicher Weg ist eine USB-Verbindung. Wichtig ist: Ein Kabel, das mechanisch passt, muss nicht automatisch Daten übertragen können. Manche Kabel sind nur zum Laden gedacht.
Übertragung mit einem Datenkabel
Bei einem Android-Tablet läuft eine typische Dateiübertragung so ab: Tablet entsperren, mit einem datenfähigen USB-Kabel verbinden, auf dem Tablet bei Bedarf Dateiübertragung auswählen, am Computer den Dateimanager öffnen, den Tablet-Speicher auswählen und die gewünschte Datei in einen Zielordner kopieren. Die Bezeichnungen können je nach Gerät und Betriebssystem unterschiedlich sein.
Ein Dateimanager zeigt Ordner und Dateien. Er hilft Dir beim Kopieren, Verschieben, Umbenennen und Sortieren.
Andere Übertragungswege
Dateien können auch über einen schulisch erlaubten Cloud-Speicher, eine Freigabe im lokalen Netzwerk, einen USB-Speicher oder andere vom Gerät unterstützte Verfahren übertragen werden. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von den vorhandenen Geräten, den Schulregeln, der Dateigröße und dem Datenschutz ab.
Datenschutzregel: Lade persönliche oder schulische Dateien nicht einfach in irgendeinen Onlinedienst. Nutze nur Dienste und Konten, die für Deine Schule oder Deinen Lernauftrag erlaubt sind.
Interaktive Zerlegung 2: Was passiert beim Kopieren?
| Teil des Vorgangs | Aufgabe |
|---|---|
| Quelldatei | Enthält die Daten, die übertragen werden sollen. |
| Speicher des Tablets | Bewahrt die Quelldatei auf. |
| Datenverbindung | Transportiert Daten zwischen den Geräten. |
| Betriebssystem | Erkennt das angeschlossene Gerät und organisiert den Zugriff. |
| Dateimanager | Zeigt Dir Quelle und Ziel und führt den Kopierbefehl aus. |
| Zielordner | Enthält nach erfolgreichem Kopieren eine weitere Version der Datei. |
Denkfrage: Welche Ebene würdest Du zuerst prüfen, wenn das Tablet nur geladen wird, aber im Dateimanager nicht erscheint?
Use-Case 4: Text, Bild oder Video – welche Anwendung brauche ich?
Statt Programmnamen auswendig zu lernen, fragst Du zuerst nach dem Ziel.
| Du willst ... | Dann brauchst Du vor allem ... | Typische Funktionen |
|---|---|---|
| einen Bericht schreiben | eine Textverarbeitung | Schreiben, Formatieren, Absätze, Überschriften, Speichern |
| ein Foto zuschneiden | eine Bildbearbeitung | Zuschneiden, Helligkeit, Farben, Ebenen, Beschriftung |
| einen Film aus Clips bauen | einen Videoschnitt | Schneiden, Reihenfolge, Ton, Titel, Export |
| eine Datei nur ansehen | einen passenden Betrachter oder Mediaplayer | Öffnen und Anzeigen beziehungsweise Abspielen |
| Dateien sortieren | einen Dateimanager | Ordner öffnen, kopieren, verschieben, umbenennen |
Entscheidungsregel: Überlege zuerst, welche Tätigkeit Du ausführen willst. Wähle danach die Anwendungskategorie. Erst dann entscheidest Du Dich für ein konkretes Programm.
Die große Systemkarte
Die vier Use-Cases lassen sich in einer gemeinsamen Systemkarte zusammenführen.
| Problem oder Aufgabe | Hardware-Ebene | Betriebssystem-Ebene | Anwendungs-Ebene | Datei- oder Daten-Ebene |
|---|---|---|---|---|
| Präsentation zeigen | Laptop, Tablet, Projektor, Kabel | Bild- und Tonausgabe verwalten | Präsentationsprogramm | Präsentationsdatei |
| Mikrofon reparieren | Mikrofon, Stecker, Kabel | Gerät erkennen, Berechtigung und Eingang verwalten | Aufnahme- oder Konferenzanwendung | Audiodaten |
| Datei übertragen | Tablet, Computer, Datenkabel oder Netzwerk | Geräte- und Dateizugriff verwalten | Dateimanager | Quelldatei und Zielkopie |
| Text, Bild oder Video bearbeiten | Eingabegeräte, Prozessor, Speicher, Bildschirm | Anwendung starten und Ressourcen bereitstellen | Text-, Bild- oder Videoanwendung | Dokument, Bild oder Video |
Schlüsselidee: Viele Computerprobleme lassen sich lösen, wenn Du herausfindest, auf welcher Ebene das Problem entsteht.
Medienlabor
Im Medienlabor untersuchst Du die Unterschiede nicht nur sprachlich, sondern visuell.
Beobachtungsauftrag: Benenne auf dem Bild mindestens vier Hardwareteile. Überlege dann, welche Software auf dem Bildschirm laufen könnte. An der Hardware allein kannst Du die genaue Anwendung meist nicht sicher erkennen.
Vergleichsauftrag: Die abgebildeten Gegenstände sind Speichermedien beziehungsweise Speichergeräte. Die darauf gespeicherten Dateien sind Daten und keine anfassbaren Gegenstände. Erkläre den Unterschied zwischen dem Speichergerät und seinem Inhalt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Sache ist Hardware? (Mikrofon) (!Textverarbeitung) (!Betriebssystem) (!Videoschnittprogramm)
Was beschreibt Software am besten? (Programme und zugehörige Daten) (!Nur Geräte mit Kabel) (!Nur Bildschirme und Tastaturen) (!Nur das Gehäuse eines Computers)
Welche Aufgabe hat ein Betriebssystem? (Es verwaltet wichtige Ressourcen und stellt Anwendungen Funktionen bereit) (!Es ist immer ein externes Speichergerät) (!Es ersetzt jeden Prozessor) (!Es ist nur für Präsentationsfolien zuständig)
Welche Anwendung ist für einen längeren Schulbericht am passendsten? (Textverarbeitung) (!Videoschnitt) (!Bildbearbeitung) (!Mediaplayer)
Was solltest Du vor einer Präsentation mit Projektor besonders prüfen? (Ob Gerät und Projektor eine passende Bildverbindung unterstützen) (!Ob die Tastatur besonders laut klickt) (!Ob das Gehäuse dieselbe Farbe wie der Projektor hat) (!Ob die Datei auf dem Desktop ganz links liegt)
Was prüfst Du bei einem Mikrofonproblem sinnvollerweise zuerst? (Verbindung und Stummschaltung) (!Die Schriftart der Präsentation) (!Den Namen des Zielordners) (!Die Helligkeit des Projektors)
Die Hardware des Mikrofons scheint in Ordnung zu sein. Was ist ein sinnvoller nächster Schritt? (Eingabegerät und Mikrofonberechtigung im Betriebssystem prüfen) (!Das Videoformat der Präsentation ändern) (!Eine Bilddatei umbenennen) (!Den Bildschirmhintergrund wechseln)
Was braucht ein Tablet für eine Dateiübertragung per USB zum Computer? (Eine Datenverbindung und einen passenden Übertragungsmodus) (!Nur einen Projektor) (!Nur eine Bildbearbeitung) (!Nur einen Lautsprecher)
Welche Anwendungskategorie passt zum Zuschneiden eines Fotos? (Bildbearbeitung) (!Textverarbeitung) (!Betriebssysteminstallation) (!Dateikomprimierung)
Welche Anwendungskategorie passt zum Zusammensetzen mehrerer Videoclips? (Videoschnitt) (!Textverarbeitung) (!Dateimanager) (!Taschenrechner)
Memory
| Hardware | anfassbare Bestandteile eines Computersystems |
| Betriebssystem | verwaltet Ressourcen und vermittelt zwischen Anwendungen und Geräten |
| Textverarbeitung | erstellt und gestaltet längere Texte |
| Bildbearbeitung | verändert Fotos und Grafiken |
| Videoschnitt | ordnet und bearbeitet Video- und Tonmaterial |
| Mikrofon | nimmt Schall als Eingabe auf |
| Projektor | gibt Bilder großflächig aus |
| Dateimanager | zeigt und organisiert Ordner und Dateien |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe |
|---|---|
| Mikrofon | Schall eingeben |
| Projektor | Bild ausgeben |
| Betriebssystem | Geräte und Programme verwalten |
| Textverarbeitung | Bericht schreiben |
| Bildbearbeitung | Foto zuschneiden |
| Videoschnitt | Film aus Clips erstellen |
| Dateimanager | Dateien kopieren und sortieren |
Kreuzworträtsel
| Hardware | Wie heißt der anfassbare Teil eines Computersystems? |
| Software | Wie heißt der Sammelbegriff für Programme und zugehörige Daten? |
| Mikrofon | Welches Eingabegerät nimmt Schall auf? |
| Projektor | Welches Gerät gibt ein Bild groß an einer Wand oder Leinwand aus? |
| Dateimanager | Wie heißt eine Anwendung zum Organisieren von Ordnern und Dateien? |
| Betriebssystem | Welche Systemsoftware verwaltet wichtige Ressourcen eines Computers? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hardware-Safari: Fotografiere oder zeichne fünf Hardwareteile aus Deinem Schulalltag. Schreibe zu jedem Teil eine kurze Funktionsbeschreibung.
- App-Detektiv: Suche auf einem Schulgerät je eine Anwendung für Text, Bild und Video. Notiere nicht nur den Namen, sondern auch die wichtigste Aufgabe der Anwendung.
- Präsentations-Check: Entwirf eine Checkkarte mit fünf Punkten, die Du vor einer Präsentation mit Projektor kontrollierst.
- Mikrofon-Pfad: Zeichne den Weg vom gesprochenen Wort über Mikrofon, Betriebssystem und Anwendung bis zur Aufnahme.
Standard
- Gerätevergleich: Vergleiche Tablet, Laptop und Desktop-PC für eine Präsentation. Begründe für drei verschiedene Situationen, welches Gerät Du wählen würdest.
- Fehlersuche-Comic: Gestalte einen Comic, in dem eine Figur ein Mikrofonproblem mit dem Vier-Ebenen-Modell löst.
- Dateiübertragung-Storyboard: Erstelle sechs Bilder oder Karten, die eine sichere Dateiübertragung vom Tablet zum Computer erklären.
- Anwendungs-Plakat: Gestalte ein Plakat zu Textverarbeitung, Bildbearbeitung und Videoschnitt. Nutze eigene Beispiele für passende Aufgaben.
Schwer
- Technik-Interview: Interviewe eine Lehrkraft, eine schulische IT-Betreuung oder eine medienkundige Person darüber, welche Fehler bei Präsentationen häufig auftreten und wie sie gelöst werden.
- Systemdiagnose: Entwickle drei erfundene Fehlerfälle, bei denen die Ursache jeweils auf einer anderen Ebene liegt. Lass Mitschülerinnen und Mitschüler die Ursache diagnostizieren.
- Übertragungswege vergleichen: Vergleiche Datenkabel, schulisch erlaubten Cloud-Speicher und lokalen Netzwerktransfer nach Geschwindigkeit, Bedienung, Datenschutz und benötigter Hardware.
- Erklärvideo: Produziere ein kurzes Lernvideo mit dem Titel „Hardware, Betriebssystem und Anwendung arbeiten zusammen“. Zeige darin mindestens einen echten Use-Case.


Lernkontrolle
- Präsentationsentscheidung: Deine Klasse hat einen Projektor mit HDMI, ein Tablet ohne bestätigte Bildausgabe und einen Laptop mit HDMI. Entscheide, welches Gerät Du für eine wichtige Präsentation nutzt, und begründe Deine Wahl mit mindestens drei Kriterien.
- Mikrofon-Diagnose: Das Mikrofon wird vom Betriebssystem erkannt, aber in einer Videokonferenz ist nichts zu hören. Beschreibe, welche Ebene Du als Nächstes untersuchst und welche zwei Tests Du dort durchführst.
- Transferproblem: Ein Tablet lädt am Computer, erscheint aber nicht im Dateimanager. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge von mindestens vier Prüfschritten und erkläre jeweils, welche Ursache Du damit testest.
- Anwendungswahl: Du erhältst eine JPG-Datei, eine ODT-Datei und drei MP4-Clips. Ordne jeder Aufgabe eine passende Anwendungskategorie zu und erkläre, warum ein einziges Programm nicht für alle Bearbeitungsziele ideal ist.
- Systemkette erklären: Erkläre am Beispiel einer Sprachaufnahme, wie Hardware, Betriebssystem, Anwendung und Datei zusammenwirken. Beschreibe zusätzlich, an welcher Stelle ein Fehler auftreten könnte.
- Plan B für Technik: Entwickle für eine Schulpräsentation einen Plan B, falls der Projektor kein Bild zeigt. Dein Plan soll ohne zufälliges Ausprobieren auskommen und nach dem Vier-Ebenen-Modell aufgebaut sein.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu IM5 - Hardware und Software ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und anwenden kannst.
- Du kannst Hardware und Software anhand ihrer Funktion unterscheiden.
- Du kannst Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe und Speicherung an konkreten Geräten erklären.
- Du kannst die Rolle eines Betriebssystems zwischen Anwendungen und Hardware beschreiben.
- Du kannst für Text, Bild, Video und Dateiverwaltung eine passende Anwendungskategorie auswählen.
- Du kannst für eine Präsentation ein geeignetes Gerät und eine passende Bildverbindung begründet auswählen.
- Du kannst ein Mikrofonproblem systematisch auf Hardware-, Betriebssystem- und Anwendungsebene untersuchen.
- Du kannst eine Dateiübertragung vom Tablet zum Computer erklären und typische Fehlerquellen erkennen.
- Du kannst einen technischen Lösungsweg dokumentieren und begründen, statt nur zufällig Einstellungen zu verändern.
OERs zum Thema
Wikipedia: Hardware
Wikipedia: Software
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