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Hydraulik und hydraulische Antriebe – Hydrauliksysteme im Aufbau erklären

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Hydraulik und hydraulische Antriebe – Hydrauliksysteme im Aufbau erklären

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Hydraulik und hydraulische Antriebe – Hydrauliksysteme im Aufbau erklären


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Instandhaltung.

Kursidee: Du lernst ein Hydrauliksystem als Energiekette kennen: Tank → Pumpe → Ventile → Leitungen → Verbraucher → Tank. Kurze Lerneinheiten, Schaltbilder, Funktionsanimationen und eine sichere Fehlersimulation stehen im Mittelpunkt.

Merksatz: Die Pumpe fördert in erster Linie einen Volumenstrom. Der Druck entsteht im System, wenn der Volumenstrom auf einen Widerstand bzw. eine Last trifft.

Bauteil Kernaufgabe
Tank Hydraulikflüssigkeit bevorraten und Rücklauf aufnehmen
Pumpe Volumenstrom erzeugen
Ventile Richtung, Druck oder Volumenstrom beeinflussen
Leitungen Hydraulikflüssigkeit zwischen Bauteilen führen
Verbraucher Hydraulische Energie in mechanische Bewegung umwandeln


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du einen einfachen Hydraulikkreis aufbauen und erklären, zentrale Schaltzeichen zuordnen, den Energie- und Volumenstrom verfolgen, gespeicherte Energie erkennen und eine Störung ausschließlich in einer Simulation oder an einem drucklosen Modell systematisch eingrenzen.


Sicherheitsrahmen: Simulation statt Druckarbeit

Für diesen Lernkurs gilt: Diagnoseübungen werden nur in einer Simulation, auf Papier, am Magnetboard oder an einem nachweislich drucklosen Modell durchgeführt.

Reale Druckarbeiten, Messungen an druckbeaufschlagten Leitungen und Druckprüfungen sind keine Lernhandlung dieses Kurses. Sie dürfen nur nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung durch dafür qualifizierte bzw. beauftragte Personen und unter fachlicher Aufsicht erfolgen.

Vor Instandhaltungsarbeiten an einer realen Anlage müssen unter anderem gefährliche Bewegungen verhindert, angehobene Lasten abgesenkt oder sicher abgestützt, Energiezufuhren getrennt und gegen Wiedereinschalten gesichert sowie hydraulische Anlagenteile drucklos gemacht und der drucklose Zustand überprüft werden. Gespeicherte Energie muss ausdrücklich berücksichtigt werden.

Wichtig: Eine ausgeschaltete Pumpe bedeutet nicht automatisch, dass eine Anlage drucklos oder bewegungslos ist.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Das Hydrauliksystem als Energiekette

Dauer: etwa 5–8 Minuten

Ein Hydrauliksystem überträgt Energie mithilfe einer Flüssigkeit. Die Pumpe setzt mechanische Antriebsenergie in hydraulische Energie um. Ventile steuern den Weg und die Bedingungen des Fluidstroms. Ein Verbraucher wandelt die hydraulische Energie wieder in mechanische Bewegung um.

Lesestrategie für Schaltbilder: Starte am Tank, folge der Saugleitung zur Pumpe, dann der Druckleitung zum Ventil und weiter zum Verbraucher. Verfolge anschließend den Rücklauf zum Tank.

Mini-Aufgabe: Zeige im Bild mit dem Finger nacheinander auf Tank, Pumpe, Ventil, Leitung und Verbraucher. Sprich dabei jeweils nur die Funktion aus.


Lerneinheit 2: Tank und Pumpe

Dauer: etwa 6 Minuten

Der Tank bevorratet Hydraulikflüssigkeit und nimmt den Rücklauf auf. Je nach Auslegung unterstützt er außerdem Wärmeabgabe, Entgasung und das Absetzen von Verunreinigungen.

Die Pumpe saugt Fluid an und fördert es in das System. Bei einer Verdrängerpumpe entsteht ein Volumenstrom. Erst die Last bzw. der Strömungswiderstand führt zum entsprechenden Systemdruck.

Beobachtungsauftrag zur Animation: Achte darauf, wo Flüssigkeit eingeschlossen, außen um die Zahnräder transportiert und auf der Druckseite wieder verdrängt wird.

Merksatz: Pumpe = Volumenstrom. Last/Widerstand = Druck.


Lerneinheit 3: Ventile steuern den Fluidstrom

Dauer: etwa 8 Minuten

Hydraulikventile übernehmen unterschiedliche Aufgaben:

Ventilart Leitfrage
Wegeventil Wohin soll das Fluid strömen?
Druckventil Wie hoch darf bzw. soll der Druck sein?
Stromventil Wie groß soll der Volumenstrom sein?

Ein Wegeventil kann zum Beispiel die Anschlüsse eines doppeltwirkenden Zylinders vertauschen. Dadurch fährt der Zylinder aus oder ein.

Achtung: Ein Druckbegrenzungsventil begrenzt den Druck im vorgesehenen Betriebsfall. Es ersetzt keine sichere Freischaltung, Druckentlastung oder Prüfung auf Druckfreiheit.

Bosch Rexroth Academy: kostenfreie Hydraulik-Poster und Animationspakete

Auf der Herstellerseite werden unter anderem 62 Animationen zu den Grundlagen der Hydraulik sowie eine Animation zur Steuerung mit einem Wegeventil angeboten. Sie eignen sich als ergänzendes Anschauungsmaterial in der Ausbildung.


Lerneinheit 4: Leitungen und Verbraucher

Dauer: etwa 6 Minuten

Rohrleitungen, Schlauchleitungen und integrierte Kanäle führen die Hydraulikflüssigkeit. Sie verbinden die Funktionselemente des Systems.

Ein Hydraulikzylinder wandelt hydraulische Energie in eine lineare Bewegung um. Ein Hydraulikmotor erzeugt dagegen eine Drehbewegung.

Für den Zylinder gilt vereinfacht:

Kraft = Druck × wirksame Kolbenfläche

Damit wird klar: Gleicher Druck kann bei größerer wirksamer Fläche eine größere Kraft erzeugen.

Beobachtungsauftrag: Vergleiche die Kolbenflächen und die zurückgelegten Wege. Die Animation zeigt anschaulich die hydraulische Kraftübertragung.


Lerneinheit 5: Gespeicherte Druck-, Bewegungs- und Lageenergie

Dauer: etwa 10 Minuten

Bei der sicheren Arbeit an Hydraulik ist nicht nur die laufende Pumpe wichtig. Energie kann nach dem Abschalten noch vorhanden sein.

Energieform Typisches Beispiel Warum relevant?
Gespeicherte Druckenergie Hydrospeicher, eingeschlossene druckbeaufschlagte Fluidräume, elastisch beanspruchte Leitungen oder Bauteile Fluid kann sich nach dem Abschalten noch bewegen oder Kräfte erzeugen
Bewegungsenergie Nachlaufende Motoren, rotierende Massen, bewegte Schlitten oder Zylinderlasten Eine Bewegung kann noch weiterlaufen
Lageenergie Angehobener Hubtisch oder hochgehaltene Last Die Last kann sich beim Druckverlust absenken

Ein hydropneumatischer Hydraulikspeicher speichert Druckenergie, indem ein Gaspolster komprimiert wird. Sinkt der Hydraulikdruck, kann das Gas wieder expandieren und Fluid in den Kreislauf drücken.

Sicherheitsfolgerung: Pumpe AUS ist nur ein Schritt. Vor realer Instandhaltung müssen alle relevanten Energieformen nach dem freigegebenen Verfahren beherrscht, isoliert oder sicher abgebaut werden.


Lerneinheit 6: Schaltbild lesen statt Teile raten

Dauer: etwa 8 Minuten

Arbeite bei der Fehlersuche nicht nach dem Prinzip „Teil austauschen und hoffen“. Nutze eine feste Reihenfolge:

  1. Soll-Funktion klären: Welche Bewegung soll stattfinden?
  2. Energie- und Fluidweg verfolgen: Tank → Pumpe → Ventil → Verbraucher → Tank.
  3. Soll- und Ist-Zustand vergleichen: Welche Ventilstellung und welcher Fluidweg werden erwartet?
  4. Störung in der Simulation eingrenzen: Erst Hypothese bilden, dann gezielt simuliert prüfen.
  5. Sicherheitsgrenze einhalten: Keine reale Druckarbeit aus dieser Lernaufgabe ableiten.


Ausbildungsfall: Hubtisch M-17

Ein Hubtisch wird in einer reinen Fehlersimulation betrachtet. Das simulierte System enthält Tank, Zahnradpumpe, Druckbegrenzungsventil, 4/3-Wegeventil, Leitungen und doppeltwirkenden Zylinder.

Fehlerbild: Der virtuelle Pumpenantrieb läuft. Der Zylinder fährt trotz Befehl „Heben“ nicht aus.

Simulationsanzeige Beobachtung
Pumpenvolumenstrom vorhanden
Befehl „Heben“ aktiv
Ventilschieber bleibt in Mittelstellung
Rücklauf zum Tank starker virtueller Durchfluss
Zylinderbewegung keine

Auftrag: Grenzen die Störung ein, ohne eine reale Anlage zu öffnen, zu lösen, zu messen oder unter Druck zu prüfen.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Orientierung: Wo müsste der Volumenstrom im Soll-Zustand hinfließen, damit die Arbeitsseite des Zylinders beaufschlagt wird?

Hilfe 2 – Vergleich: Der Steuerbefehl ist aktiv, aber der simulierte Ventilschieber bleibt in Mittelstellung. Vergleiche Steuersignal und tatsächliche Ventilstellung.

Hilfe 3 – Lösungshinweis: Der Pumpenvolumenstrom ist vorhanden und fließt in der Simulation zum Tank zurück. Die Störung liegt deshalb im Bereich der Ventilansteuerung bzw. des nicht umschaltenden Wegeventils, nicht beim fehlenden Pumpenvolumenstrom.

Begründetes Feedback: Die Diagnose folgt dem beobachteten Energie- und Fluidweg. Weil die Simulation einen Pumpenvolumenstrom zeigt, aber keine Umschaltung des Ventils, erreicht der Volumenstrom den Verbraucher nicht auf dem vorgesehenen Weg. Ein vorschneller Pumpentausch wäre daher nicht durch die Daten begründet.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback
Basis Ordne Tank, Pumpe, Wegeventil, Leitung und Zylinder im Schaltbild zu und nenne jeweils eine Funktion. Richtig ist Deine Zuordnung, wenn die Bauteile zusammen einen nachvollziehbaren Fluidweg vom Tank über die Pumpe und Steuerung zum Verbraucher und zurück bilden.
Anwendung Nutze die fünf Simulationsanzeigen des Hubtischs und bestimme den wahrscheinlichsten Fehlerbereich. Der Fehlerbereich liegt am nicht umschaltenden Wegeventil bzw. seiner Ansteuerung. Der Pumpenvolumenstrom ist simuliert vorhanden; er wird jedoch nicht zum Zylinder geleitet.
Transfer Ergänze gedanklich einen Hydrospeicher und eine angehobene Last. Welche zusätzlichen Gefährdungen bleiben nach „Pumpe AUS“ bestehen? Es bleiben gespeicherte Druckenergie im Speicher sowie Lageenergie der angehobenen Last. Je nach Bewegung können zusätzlich bewegte Massen Bewegungsenergie besitzen. Eine reale Anlage wäre erst nach dem freigegebenen Sicherungs-, Entlastungs- und Prüfverfahren für Arbeiten zugänglich.


Sichere Diagnose-Simulation: Drei Störbilder

Störbild A: Pumpe fördert simuliert, Ventil schaltet nicht, Zylinder steht. → Hypothese: Ventil/Ansteuerung prüfen.

Störbild B: Pumpenvolumenstrom ist in der Simulation null. → Hypothese: Antrieb, Pumpenfunktion oder Ansaugpfad im Simulationsmodell untersuchen.

Störbild C: Nach virtuellem Abschalten zeigt ein Speicher noch Druckenergie. → Hypothese: Anlage ist energetisch nicht freigeschaltet; im Training wird nur das virtuelle Entlastungsverfahren durchlaufen.

Stop-Regel: Sobald eine Aufgabe reale Druckmessung, Lösen einer Verschraubung, Lecksuche mit der Hand, Druckprüfung oder Eingriff an einer druckbeaufschlagten Anlage verlangen würde, endet die Lernsimulation. Das weitere Vorgehen gehört ausschließlich in einen fachlich freigegebenen und beaufsichtigten betrieblichen Prozess.


Medien


Ausbildungskontext im Video

Einordnung: Das Video stammt vom offiziellen Kanal Bosch Rexroth US und zeigt ein Trainingszentrum für Industriehydraulik. Es dient hier als Einblick in eine professionelle Ausbildungsumgebung, nicht als Arbeitsfreigabe für reale Druckarbeiten.


Medienrechte und Nutzung

Medium Lernzweck Rechte laut geprüfter Quellseite
Hydraulic circuit directional control.svg Schaltbild und Wegeventil Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; zusätzlich GFDL-Historie
Gear pump animation.gif Funktionsanimation Zahnradpumpe Wikimedia Commons, CC0 1.0 laut Dateiseite
Hydraulic Cylinder.svg Zylinder und Energieübertragung Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Hidraulic press anim 1.gif Animierte Kraftübertragung Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 und GFDL
Hydraulic accumulator.svg Aufbau eines Blasenspeichers Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Hydraulic accumulator (symbol).svg Schaltzeichen Speicher Wikimedia Commons, Public Domain laut Dateiseite
Hydraulic circuits.png Offener und geschlossener Hydraulikkreis Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 und GFDL
Bosch Rexroth Academy Media Poster und Funktionsanimationen Herstellerseite bezeichnet Poster und Animationspakete als kostenfrei herunterladbar und zur Integration in Lernumgebungen vorgesehen
Bosch Rexroth US – Industrial Hydraulics Training Center Ausbildungskontext YouTube-Einbettung; keine Neulizenzierung als OER. Rechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.

Hinweis zu YouTube: Eingebettete Videos können vom Rechteinhaber geändert, gesperrt oder für Einbettung deaktiviert werden. Deshalb wird hier nur der geprüfte Original-Link eingebettet; das Video selbst wird nicht kopiert oder neu lizenziert.


Fachliche Quellen

  1. DGUV Information 209-070 „Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung“: Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und sichere Instandhaltung hydraulischer Ausrüstungen.
  2. DGUV Regel 113-020 „Hydraulik-Schlauchleitungen und Hydraulik-Flüssigkeiten – Regeln für den sicheren Einsatz“: sicherer Einsatz von Schlauchleitungen und Hydraulikflüssigkeiten.
  3. DGUV FBHM-046 „Hydrospeicher – Inverkehrbringen, einbauen und verwenden“: Aufbau, gespeicherte Druckenergie und Anforderungen an Hydrospeicher.
  4. DGUV/IFA „Sicherer Umgang mit hydraulischen Anlagen“: Gefährdungen durch gefährliche Bewegungen, Restenergie, Druckverlust und Schlauchleitungen.
  5. Bosch Rexroth Academy Media: geprüfte Herstellerquelle für Hydraulik-Poster und Funktionsanimationen.
  6. Hydraulik, Hydraulikpumpe, Hydraulikzylinder und Hydraulikspeicher: ergänzende enzyklopädische Grundlagen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was erzeugt eine Hydraulikpumpe in erster Linie? (Einen Volumenstrom) (!Einen festen Systemdruck) (!Eine elektrische Spannung) (!Eine mechanische Verriegelung)




Wodurch entsteht im Hydrauliksystem typischerweise Druck? (Durch Widerstand oder Last gegen den Volumenstrom) (!Allein durch den Tank) (!Allein durch die Rücklaufleitung) (!Durch die Farbe der Hydraulikflüssigkeit)




Welche Hauptaufgabe hat der Tank? (Hydraulikflüssigkeit bevorraten) (!Den Zylinder mechanisch verriegeln) (!Elektrische Energie speichern) (!Den Ventilschieber antreiben)




Welche Hauptaufgabe hat ein Wegeventil? (Den Strömungsweg des Fluids schalten) (!Den Tankinhalt messen) (!Die Kolbenfläche vergrößern) (!Den Elektromotor kühlen)




Welche Bewegung erzeugt ein Hydraulikzylinder typischerweise? (Eine lineare Bewegung) (!Eine optische Bewegung) (!Eine elektrische Schwingung) (!Eine magnetische Speicherung)




Was kann ein Hydrospeicher nach dem Abschalten der Pumpe noch enthalten? (Gespeicherte Druckenergie) (!Nur elektrische Spannung) (!Nur Wärme ohne mechanische Wirkung) (!Keine nutzbare Energie)




Wie wird die Fehlerdiagnose in diesem Kurs sicher durchgeführt? (In Simulation oder an einem drucklosen Modell) (!Durch Lösen einer Leitung unter Druck) (!Durch Lecksuche mit der Hand) (!Durch eigenständige Druckprüfung)




Welche Energie besitzt eine angehobene Last? (Lageenergie) (!Nur elektrische Energie) (!Nur chemische Energie) (!Keine gespeicherte Energie)




Welche Energie kann eine nachlaufende rotierende Masse besitzen? (Bewegungsenergie) (!Nur Druckenergie) (!Nur Lichtenergie) (!Keine Energie)




Wann dürfen reale Druckarbeiten und Druckprüfungen durchgeführt werden? (Nur fachlich freigegeben und beaufsichtigt) (!Immer nach dem Ausschalten der Pumpe) (!Sobald ein Azubi das Schaltbild kennt) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung)





Memory

Tank Hydraulikflüssigkeit bevorraten
Pumpe Volumenstrom erzeugen
Wegeventil Strömungsweg schalten
Druckbegrenzungsventil Systemdruck begrenzen
Zylinder Linearbewegung erzeugen
Hydrospeicher Druckenergie speichern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tank Hydraulikflüssigkeit bevorraten
Pumpe Volumenstrom fördern
Wegeventil Strömungsweg schalten
Leitung Fluid zwischen Bauteilen führen
Zylinder Linearbewegung erzeugen






Kreuzworträtsel

Hydraulik Wie heißt die Technik der Leistungsübertragung durch Flüssigkeiten?
Pumpe Welches Bauteil erzeugt im Kreislauf den Volumenstrom?
Zylinder Welcher Verbraucher erzeugt typischerweise eine lineare Bewegung?
Ventil Welches Bauteil steuert oder begrenzt den Fluidstrom?
Speicher Welches Bauteil kann hydraulische Druckenergie bevorraten?
Leitung Welches Bauteil verbindet hydraulische Komponenten und führt das Fluid?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Pumpe erzeugt in erster Linie einen

.
Druck entsteht, wenn der Volumenstrom auf einen

trifft.
Der

bevorratet die Hydraulikflüssigkeit.
Ein Wegeventil bestimmt den

des Fluids.
Ein Hydraulikzylinder erzeugt typischerweise eine

.
Ein Hydrospeicher kann nach dem Abschalten noch

enthalten.
Bewegte oder rotierende Massen besitzen

.
Eine angehobene Last besitzt

.
Für die Fehlerdiagnose im Kurs wird eine

verwendet.
Reale Druckprüfungen erfolgen nur fachlich freigegeben und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Komponentenkette: Zeichne fünf Kästen für Tank, Pumpe, Ventil, Leitung und Verbraucher und verbinde sie mit Pfeilen zum Fluidweg.
  2. Symbolkarte: Erstelle eine Lernkarte mit drei Schaltzeichen aus den geprüften Commons-Medien und notiere jeweils die Funktion.
  3. Energiepfeile: Markiere auf einem Ausdruck des Schaltbilds, wo mechanische, hydraulische und wieder mechanische Energie vorkommt.
  4. Stop-Karte: Gestalte eine Warnkarte mit den drei Begriffen Druckenergie, Bewegungsenergie und Lageenergie sowie je einem Beispiel.


Standard

  1. Simulationsschaltung: Baue in einer geeigneten Lernsoftware einen einfachen Kreis aus Tank, Pumpe, Wegeventil und Zylinder auf. Arbeite ausschließlich virtuell.
  2. Fehlerprotokoll: Dokumentiere beim Hubtisch M-17 Beobachtung, Hypothese, simulierten Prüfschritt und begründete Diagnose in vier Spalten.
  3. Verbrauchervergleich: Vergleiche Zylinder und Hydraulikmotor hinsichtlich Eingangsenergie, Ausgangsbewegung und typischer Anwendung.
  4. Fachinterview: Befrage eine qualifizierte Fachkraft im Ausbildungsbetrieb dazu, welche Freigaben vor Arbeiten an hydraulischen Anlagen erforderlich sind. Führe dabei keine reale Druckprüfung durch.


Schwer

  1. Diagnosebaum: Entwickle einen Entscheidungsbaum für drei simulierte Fehlerbilder. Jeder Zweig muss mit einer Beobachtung statt mit einem Teiletausch beginnen.
  2. Speicher-Transfer: Ergänze den Hubtisch gedanklich um einen Hydrospeicher und beschreibe, wie sich die Sicherheitsbetrachtung nach dem Abschalten verändert.
  3. Erklärvideo: Produziere ein 90-sekündiges Erklärvideo zur Energiekette eines Hydrauliksystems. Nutze nur eigene oder passend lizenzierte Medien und nenne Urheber und Lizenz.
  4. Drucklose Lernstation: Entwirf eine Lernstation mit Magnetkarten, Papierleitungen oder einem anderen drucklosen Modell. Andere Lernende sollen damit den Fluidweg und eine simulierte Störung erklären können.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Pumpe AUS reicht nicht: Begründe anhand eines Hydrospeichers und einer angehobenen Last, warum das Abschalten des Pumpenantriebs noch keinen sicheren Zustand garantiert.
  2. Soll-Ist-Vergleich: In einer Simulation ist Pumpenvolumenstrom vorhanden, der Ventilschieber bleibt aber trotz Steuersignal in Mittelstellung. Leite eine begründete Fehlerhypothese ab und erkläre, welche Alternative dadurch unwahrscheinlicher wird.
  3. Ventilwirkung: Erkläre, wie derselbe Zylinder durch unterschiedliche Wegeventilstellungen ausfahren, einfahren oder stehen bleiben kann.
  4. Energiekette: Übertrage das Prinzip Tank–Pumpe–Ventil–Verbraucher auf eine hydraulische Hebeeinrichtung und kennzeichne die Energieumwandlungen.
  5. Sichere Instandhaltung: Entwirf für einen rein fiktiven Fall eine Reihenfolge von Sicherheitszielen vor Instandhaltung. Berücksichtige Druckenergie, Bewegungsenergie und Lageenergie und erkläre, warum die betriebliche Freigabe unverzichtbar bleibt.
  6. Diagnosegrenze: Formuliere ein Beispiel dafür, wann eine Lernsimulation beendet werden muss, weil der nächste Schritt eine reale Druckarbeit wäre. Begründe die Grenze.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. den Aufbau eines einfachen Hydrauliksystems mit Tank, Pumpe, Ventilen, Leitungen und Verbraucher erklären kannst,
  2. den Fluid- und Energiefluss in einem einfachen Schaltbild nachvollziehen kannst,
  3. zwischen Volumenstrom und Druck unterscheiden kannst,
  4. die Grundfunktion eines Wegeventils und eines Hydraulikzylinders erklären kannst,
  5. gespeicherte Druckenergie, Bewegungsenergie und Lageenergie als Gefährdungen nach dem Abschalten erkennst,
  6. eine Störung in einer Simulation anhand von Beobachtungen systematisch eingrenzen kannst,
  7. die Grenze zwischen Lernsimulation und realer, fachlich freigegebener Druckarbeit sicher benennen kannst,
  8. bei verwendeten Medien Quelle und Lizenz nachvollziehbar angeben kannst.




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