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Grundlagen des Drehens im Metallbau - Schmied

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Grundlagen des Drehens im Metallbau - Schmied




Grundlagen des Drehens im Metallbau - Schmied


Einleitung

Das Drehen ist ein spanendes Fertigungsverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide. In der üblichen Drehmaschine führt das Werkstück die rotierende Schnittbewegung aus, während sich das fest eingespannte Drehwerkzeug in Vorschubrichtung bewegt. Dadurch entstehen vor allem rotationssymmetrische Formen wie Bolzen, Zapfen, Buchsen, Wellen, Ringe, Kegel und Gewinde.[1]

Für die Ausbildung im Metallbau und im Arbeitsfeld Schmiedetechnik ist Drehen besonders dann wichtig, wenn geschmiedete oder zugeschnittene Rohteile maßgenau nachbearbeitet werden. Ein geschmiedeter Zapfen kann beispielsweise auf Passmaß gebracht, ein Dorn sauber abgesetzt oder eine Buchse für ein Torband gefertigt werden. Schmieden formt den Werkstoff meist unter Druck und häufig bei hoher Temperatur; Drehen trägt dagegen gezielt Material als Span ab. Beide Verfahren ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.

Dieser Lernkurs vermittelt die Grundlagen für das Arbeiten an einer konventionellen Drehmaschine. Er ersetzt keine betriebliche Unterweisung. Du darfst eine Drehmaschine nur nach Einweisung, entsprechend der Betriebsanweisung und unter Beachtung der Gefährdungsbeurteilung benutzen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du das Wirkprinzip des Drehens erklären, wichtige Baugruppen einer konventionellen Drehmaschine benennen, grundlegende Drehverfahren unterscheiden und einfache Fertigungsabläufe planen. Du kannst außerdem Schnittgeschwindigkeit, Drehzahl, Vorschub und Schnitttiefe fachgerecht einordnen, Messmittel auswählen, typische Bearbeitungsfehler beurteilen und zentrale Sicherheitsregeln begründen.


Bedeutung des Drehens für Schmied und Metallbau

In einer Schmiede- oder Metallbauwerkstatt entstehen häufig Bauteile, die sowohl frei oder im Gesenk umgeformt als auch spanend bearbeitet werden. Typische Beispiele sind Lagerbolzen, Achsen, Nietenwerkzeuge, Dorne, Rollen, Distanzbuchsen, Zierbeschläge mit gedrehten Absätzen oder Reparaturteile für Vorrichtungen. Ein Schmiederohling wird dabei mit einem Bearbeitungsaufmaß hergestellt. Dieses Aufmaß ermöglicht es, Zunder, Unebenheiten und Maßabweichungen später durch Drehen zu entfernen.

Eine sinnvolle Verfahrenskombination beginnt bereits bei der Arbeitsplanung: Form, Werkstoff, notwendige Festigkeit, Bearbeitungszugaben, Spannmöglichkeiten und geforderte Oberflächen müssen zusammenpassen. Zu wenig Aufmaß kann dazu führen, dass Fehlerstellen nicht vollständig entfernt werden. Zu viel Aufmaß verlängert die Bearbeitungszeit und erhöht Material- sowie Werkzeugverbrauch.


Abgrenzung zum Drechseln

Beim metallischen Drehen wird das Werkzeug in der Regel fest im Werkzeughalter gespannt und durch den Support geführt. Beim Drechseln von Holz werden Handwerkzeuge häufig auf einer Auflage geführt. Die Begriffe dürfen daher im fachlichen Zusammenhang nicht verwechselt werden.


Wirkprinzip und Bewegungen

Beim Drehen wirken mehrere Bewegungen zusammen. Die Schnittbewegung entsteht durch die Drehung des Werkstücks. Die Vorschubbewegung führt das Werkzeug kontinuierlich entlang oder quer zur Werkstückachse. Die Zustellbewegung bestimmt, wie tief die Schneide in den Werkstoff eindringt.

Fachgröße Formelzeichen und Einheit Bedeutung
Schnittgeschwindigkeit vc in m/min Umfangsgeschwindigkeit des Werkstücks an der Schneide
Drehzahl n in 1/min Umdrehungen der Hauptspindel pro Minute
Vorschub f in mm/U Weg des Werkzeuges je Werkstückumdrehung
Vorschubgeschwindigkeit vf in mm/min Weg des Werkzeuges je Minute
Schnitttiefe ap in mm Radiale Eingriffstiefe der Schneide

Für eine gegebene Schnittgeschwindigkeit und einen Werkstückdurchmesser lässt sich die theoretische Drehzahl berechnen:

n = 1000 · vc / (π · d)

Dabei wird d in Millimeter und vc in Meter pro Minute eingesetzt. Bei d = 40 mm und vc = 25 m/min ergibt sich ungefähr n = 199 1/min. An einer Stufendrehmaschine wird eine verfügbare, passende Drehzahl gewählt. Verbindlich sind die Angaben aus Tabellenbuch, Werkzeugdaten, Maschinenunterlagen und betrieblicher Arbeitsanweisung.

Die Vorschubgeschwindigkeit ergibt sich aus:

vf = n · f

Beim Außendrehen verringert eine radiale Schnitttiefe von ap = 1 mm den Durchmesser theoretisch um 2 mm. Dieser Zusammenhang ist bei der Zustellung und beim Prüfen des Fertigmaßes besonders wichtig.


Aufbau der konventionellen Drehmaschine

Eine konventionelle Leit- und Zugspindeldrehmaschine besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Baugruppen.

Baugruppe Aufgabe
Maschinenbett Trägt die Hauptbaugruppen und führt Support sowie Reitstock präzise.
Spindelstock Enthält Hauptspindel, Lagerung und häufig das Drehzahlgetriebe.
Spannfutter Nimmt das Werkstück auf und überträgt das Drehmoment.
Support Bewegt das Werkzeug längs und quer zur Drehachse.
Oberschlitten Ermöglicht kurze, schräg eingestellte Vorschubbewegungen, etwa beim Kegeldrehen.
Werkzeughalter Klemmt den Drehmeißel oder Werkzeughalter sicher und lagegerecht.
Reitstock Stützt lange Werkstücke ab oder nimmt Bohr-, Senk- und Reibwerkzeuge auf.
Leit- und Zugspindel Übertragen Vorschubbewegungen; die Leitspindel dient insbesondere dem Gewindedrehen.
Schutzeinrichtungen Verringern Gefährdungen durch rotierende Teile, Späne und Kühlschmierstoff.


Spannmittel

Das Dreibackenfutter spannt runde oder regelmäßige mehrkantige Werkstücke selbstzentrierend. Das Vierbackenfutter besitzt einzeln verstellbare Backen und eignet sich unter anderem für unsymmetrische Werkstücke oder genaues Ausrichten. Spannzangen ermöglichen bei passenden Durchmessern eine präzise und werkstückschonende Spannung. Lange, schlanke Werkstücke können zwischen Spitzen bearbeitet oder mit dem Reitstock abgestützt werden.

Die Spannstelle muss sauber und frei von Spänen sein. Das Werkstück wird möglichst kurz und mit ausreichender Spannlänge eingespannt. Vor dem Einschalten werden Spannfutterschlüssel und Einstellwerkzeuge entfernt. Danach prüfst Du bei stillstehender Maschine durch vorsichtiges Drehen von Hand, ob Werkstück, Spannmittel, Werkzeug und Schutzeinrichtungen genügend Freigang haben.


Drehwerkzeuge und Schneidstoffe

Ein Drehwerkzeug besteht typischerweise aus Halter und Schneide. In Ausbildungswerkstätten werden Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl, hartmetallbestückte Werkzeuge oder Werkzeughalter mit Wendeschneidplatten verwendet. Die Auswahl hängt unter anderem von Werkstoff, Maschine, Bearbeitungsart, Schnittwerten und geforderter Oberfläche ab.

Wichtige Werkzeugarten sind Längsdrehmeißel, Plandrehmeißel, Stech- und Abstechwerkzeuge, Innendrehwerkzeuge sowie Gewindedrehwerkzeuge. Die Schneide wird auf Spitzenhöhe eingestellt. Liegt sie deutlich zu hoch oder zu niedrig, verändern sich die wirksamen Schneidenwinkel; beim Plandrehen kann außerdem ein störender Restzapfen entstehen. Der Werkzeugüberstand soll so kurz wie möglich sein, damit Schwingungen und Durchbiegung gering bleiben.


Schruppen und Schlichten

Beim Schruppen wird in möglichst wirtschaftlichen Schnitten viel Material abgetragen. Dabei sind Schnitttiefe und Vorschub meist größer, solange Maschine, Spannung, Werkzeug und Werkstück dies zulassen. Beim Schlichten wird das Fertigmaß mit kleinerem Spanungsquerschnitt und auf die Oberflächenanforderung abgestimmten Schnittwerten hergestellt. Vor dem Schlichten bleibt ein gleichmäßiges Schlichtaufmaß stehen.


Grundlegende Drehverfahren

Verfahren Werkzeugbewegung Typisches Ergebnis
Längsdrehen Parallel zur Drehachse Zylindrische Außen- oder Innenfläche
Plandrehen Quer zur Drehachse Ebene Stirnfläche
Einstechen Radial in das Werkstück Nut oder Freistich
Abstechen Radial bis zur Werkstückmitte Abtrennen eines Werkstückabschnitts
Kegeldrehen Schräg zur Drehachse Kegelige Fläche
Gewindedrehen Gekoppelter Vorschub zur Werkstückdrehung Außen- oder Innengewinde
Bohren auf der Drehmaschine Axial mit Werkzeug im Reitstock Zentrierung oder Bohrung

Beim Längsdrehen wird der Durchmesser bearbeitet. Beim Plandrehen entsteht eine ebene Stirnfläche, die häufig als Bezug für weitere Maße dient. Das Einstechen erzeugt Nuten; beim Abstechen wird das Werkstück vollständig getrennt. Innendrehen setzt eine vorgebohrte oder anderweitig hergestellte Öffnung voraus. Gewinde- und Kegeldrehen verlangen zusätzliche Kenntnisse und besonders sorgfältige Maschineneinstellung.


Bohren und Zentrieren

Beim Bohren auf der Drehmaschine steht das Bohrwerkzeug in der Reitstockpinole, während das Werkstück rotiert. Für das genaue Anbohren wird häufig ein Zentrierbohrer verwendet. Bohrfutter, Kegelaufnahme und Werkzeug müssen sauber sowie sicher eingesetzt sein. Die Reitstockpinole wird nur so weit ausgefahren, wie es für den Arbeitsgang nötig ist.


Sicheres Arbeiten

An der Drehmaschine bestehen insbesondere Einzugs-, Quetsch-, Schnitt-, Stoß- und Augenverletzungsgefahren. Rotierende Werkstücke und Spannmittel dürfen niemals unterschätzt werden. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall weist unter anderem darauf hin, dass Späne bei ausgeschalteter Maschine mit Handfeger und geeignetem Spänehaken entfernt werden sollen.[2]

Vor dem Start Während der Bearbeitung Nach dem Bearbeiten
Betriebsanweisung beachten, Maschine prüfen, Werkstück und Werkzeug sicher spannen, Futterschlüssel entfernen, Schutzeinrichtungen schließen. Abstand zu rotierenden Teilen halten, nicht über das Futter greifen, Späne nicht berühren, Maschine aufmerksam beobachten. Maschine vollständig stillsetzen, messen und reinigen, Späne mit Hilfsmitteln entfernen, Arbeitsplatz geordnet hinterlassen.

Besonders wichtig: Trage eng anliegende Arbeitskleidung und binde lange Haare sicher zurück. Lege Schmuck, Uhren und Ringe ab. An rotierenden Maschinen werden keine Handschuhe getragen, weil sie erfasst und eingezogen werden können. Erforderliche Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und weitere persönliche Schutzausrüstung richten sich nach Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung. Messen, Nachspannen, Reinigen und Störungen beseitigen erfolgen nur bei stillstehender Maschine. Das Werkstück darf nicht mit der Hand abgebremst werden. Schleif- oder Polierarbeiten von Hand am rotierenden Werkstück sind ohne dafür vorgesehenes, freigegebenes Verfahren unzulässig.


Kühlschmierstoffe und Späne

Kühlschmierstoffe können kühlen, schmieren und Späne aus dem Wirkbereich transportieren. Sie müssen entsprechend der betrieblichen Vorgaben verwendet, gepflegt und entsorgt werden. Hautkontakt wird möglichst vermieden; Hautschutz- und Hygieneplan sind einzuhalten. Lange, scharfkantige Späne werden nie mit bloßen Händen entfernt. Druckluft ist zum Reinigen von Kleidung und zum unkontrollierten Wegblasen von Spänen ungeeignet.


Arbeitsablauf für ein einfaches Drehteil

Ein einfacher Ausbildungsauftrag kann beispielsweise ein zylindrischer Bolzen mit Bund und Fase sein.

  1. Technische Zeichnung lesen: Prüfe Maße, Toleranzen, Oberflächenangaben, Werkstoff und notwendige Bezugskanten.
  2. Arbeitsplanung: Lege Rohmaß, Bearbeitungszugabe, Spannfolge, Werkzeuge, Messmittel und Schnittwerte fest.
  3. Maschine vorbereiten: Kontrolliere Zustand, Schutzeinrichtungen, Schmierung und Sauberkeit nach betrieblicher Vorgabe.
  4. Werkstück spannen: Wähle ein geeignetes Spannmittel und halte den Überstand möglichst kurz.
  5. Werkzeug einrichten: Spanne das passende Werkzeug kurz und stelle die Schneide auf Spitzenhöhe.
  6. Probelauf durchführen: Prüfe Freigang und Rundlauf aus sicherer Position bei geeigneter niedriger Drehzahl.
  7. Stirnfläche planen: Erzeuge eine saubere Bezugsfläche.
  8. Schruppen: Trage Material bis zum vorgesehenen Schlichtaufmaß ab.
  9. Schlichten und Fasen: Stelle Fertigmaß und Kantenform her.
  10. Prüfen und dokumentieren: Miss bei stillstehender Maschine und halte das Ergebnis fest.
  11. Arbeitsplatz reinigen: Entferne Späne mit Hilfsmitteln und entsorge sie sortengerecht.


Messen und Prüfen

Für grobe Außen-, Innen- und Tiefenmaße eignet sich ein Messschieber. Engere Maßtoleranzen werden häufig mit einer Bügelmessschraube geprüft. Vor dem Messen müssen Messflächen und Werkstück sauber sein. Das Werkstück steht still; bei empfindlichen Maßen wird außerdem der Temperatureinfluss beachtet.

Eine Messung ist nur dann brauchbar, wenn das richtige Messmittel gewählt, korrekt angesetzt und ohne Verkanten abgelesen wird. Wiederholungsmessungen an mehreren Stellen helfen, Kegeligkeit, Ovalität oder lokale Maßabweichungen zu erkennen.


Typische Fehler und ihre Ursachen

Fehlerbild Mögliche Ursache Fachgerechte Reaktion
Maß zu klein Zu große Zustellung oder zu spätes Messen Arbeitsfolge verbessern und Schlichtaufmaß sicher einplanen
Kegelige Zylinderfläche Werkstückdurchbiegung, fehlerhafte Ausrichtung oder ungeeignete Spannung Spannung, Abstützung und Maschineneinstellung prüfen
Rattermarken Zu großer Überstand, geringe Steifigkeit oder unpassende Schnittwerte System versteifen und Schnittwerte fachgerecht anpassen
Raue Oberfläche Verschlissene Schneide, ungeeigneter Vorschub oder Aufbauschneide Schneide, Werkstoffzuordnung und Schnittwerte kontrollieren
Gratbildung Ungeeignete Schneidengeometrie oder fehlende Kantenbearbeitung Werkzeugzustand prüfen und Kanten fachgerecht entgraten
Schlechter Rundlauf Verschmutzte Spannflächen, ungeeignetes Spannmittel oder Rohteilfehler Reinigen, neu ausrichten und Spannkonzept überprüfen


Drehen eines Schmiedeteils

Bei einem geschmiedeten Rohteil ist die Bezugskante häufig weniger eindeutig als bei gezogenem Rundmaterial. Vor dem Spannen werden Form, Zunder, Grat, Schmiedefehler und Bearbeitungszugabe beurteilt. Unregelmäßige Werkstücke können beim Anlaufen Unwucht erzeugen. Deshalb sind Spannkonzept, niedrige Anfangsdrehzahl, ausreichender Freigang und die Freigabe durch eine fachkundige Person besonders wichtig.

Ein typisches Beispiel ist ein geschmiedeter Dorn mit anschließend gedrehtem Führungszapfen. Der geschmiedete Schaft liefert die zähe, belastbare Grundform; der gedrehte Zapfen sorgt für Maßhaltigkeit und eine definierte Oberfläche. Die Übergänge müssen so gestaltet sein, dass keine unnötigen Kerben entstehen. Technische Zeichnung, Werkstoffzustand und spätere Belastung bestimmen, welche Flächen geschmiedet und welche gedreht werden.


Konventionelles und CNC-Drehen

Die Grundlagen von Schnittbewegung, Vorschub, Werkzeuggeometrie, Spannung und Arbeitssicherheit gelten sowohl an konventionellen als auch an CNC-Drehmaschinen. Bei CNC-Maschinen werden Achsbewegungen, Drehzahlen, Werkzeugwechsel und Bearbeitungsfolgen programmiert. Die geschlossene Arbeitsraumverkleidung erhöht den Schutz, ersetzt aber weder sichere Programme noch korrekte Einrichtung.

Für die Ausbildung ist das konventionelle Drehen besonders wertvoll, weil Du Bewegungen, Schnittkräfte und Maßänderungen unmittelbar nachvollziehen kannst. CNC-Technik erweitert dieses Verständnis um Koordinatensysteme, Werkzeugkorrekturen, Programmierung und automatisierte Abläufe.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Bewegung erzeugt beim üblichen Drehen die Schnittbewegung? (Die Rotation des Werkstücks) (!Die Drehung des Reitstocks) (!Das Öffnen des Spannfutters) (!Die Bewegung des Messschiebers)




In welcher Einheit wird der Vorschub beim Drehen häufig angegeben? (Millimeter je Umdrehung) (!Meter je Quadratsekunde) (!Newton je Millimeter) (!Grad je Minute)




Welche Baugruppe führt das Werkzeug längs und quer? (Der Support) (!Der Spindelstock) (!Das Spannfutter) (!Die Schutzhaube)




Welches Verfahren erzeugt eine ebene Stirnfläche? (Plandrehen) (!Längsdrehen) (!Rändeln) (!Richten)




Was muss vor dem Einschalten aus dem Spannfutter entfernt werden? (Der Futterschlüssel) (!Die Spannbacken) (!Das Werkstück) (!Der Spindelstock)




Warum werden an rotierenden Maschinen keine Handschuhe getragen? (Sie können erfasst und eingezogen werden) (!Sie verändern die Werkstoffhärte) (!Sie erhöhen die Drehzahl) (!Sie verkleinern den Werkstückdurchmesser)




Welches Messmittel eignet sich für engere Außendurchmessertoleranzen? (Die Bügelmessschraube) (!Der Körner) (!Der Spänehaken) (!Der Schraubenschlüssel)




Was kennzeichnet das Schruppen? (Es wird wirtschaftlich viel Material abgetragen) (!Es dient nur dem Reinigen der Maschine) (!Es ersetzt das Einspannen) (!Es erfolgt ohne Werkzeugkontakt)




Welche Aussage zur Schnitttiefe beim Außendrehen ist richtig? (Ein Millimeter radial verringert den Durchmesser um zwei Millimeter) (!Ein Millimeter radial vergrößert den Durchmesser um zwei Millimeter) (!Ein Millimeter radial ändert den Durchmesser nicht) (!Ein Millimeter radial halbiert die Drehzahl)




Wann dürfen Späne mit Handfeger und Spänehaken entfernt werden? (Bei ausgeschalteter und stillstehender Maschine) (!Während das Werkstück mit hoher Drehzahl läuft) (!Während das Werkzeug im Eingriff steht) (!Beim Abbremsen des Futters mit der Hand)





Memory

Schnittbewegung Rotation des Werkstücks
Vorschub Weg je Umdrehung
Plandrehen Ebene Stirnfläche
Längsdrehen Zylindrische Fläche
Reitstock Abstützen langer Werkstücke
Bügelmessschraube Präzises Außenmaß
Spänehaken Sicheres Entfernen scharfkantiger Späne





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Werkstück rotiert Schnittbewegung
Werkzeug bewegt sich längs Längsdrehen
Werkzeug bewegt sich quer Plandrehen
Große Spanabnahme Schruppen
Fertigmaß und Oberfläche Schlichten






Kreuzworträtsel

Support Welche Baugruppe bewegt das Werkzeug längs und quer?
Reitstock Welche Baugruppe stützt lange Werkstücke ab?
Vorschub Wie heißt der Werkzeugweg je Umdrehung?
Plandrehen Welches Verfahren erzeugt eine ebene Stirnfläche?
Spannfutter Worin wird ein kurzes Rundwerkstück häufig gespannt?
Spänehaken Welches Hilfsmittel entfernt scharfkantige Späne?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Drehen ist ein

Fertigungsverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide. Beim üblichen Drehen führt das

die rotierende Schnittbewegung aus. Der Werkzeugweg je Werkstückumdrehung heißt

. Beim Längsdrehen bewegt sich das Werkzeug

zur Drehachse. Eine ebene Stirnfläche entsteht durch

. Die radiale Eingriffstiefe der Schneide wird als

bezeichnet. Vor dem Einschalten muss der

entfernt werden. Zum genauen Prüfen enger Außendurchmesser wird häufig eine

verwendet. Scharfkantige Späne werden bei stillstehender Maschine mit einem

entfernt. An rotierenden Maschinen dürfen wegen der Einzugsgefahr keine

getragen werden. Beim Schruppen wird viel Material abgetragen, während das

dem Fertigmaß und der geforderten Oberfläche dient. Ein geschmiedetes Rohteil benötigt für die spanende Nachbearbeitung ein ausreichendes

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bauteile erkennen: Suche in der Werkstatt vier Bauteile, die gedrehte Flächen besitzen, fotografiere sie nach Erlaubnis und markiere die rotationssymmetrischen Bereiche.
  2. Maschinenaufbau: Erstelle eine beschriftete Skizze einer konventionellen Drehmaschine mit mindestens acht Baugruppen.
  3. Sicherheitsplakat: Gestalte ein Plakat mit sechs begründeten Regeln für das sichere Arbeiten an der Drehmaschine.
  4. Fachbegriffe erklären: Nimm eine zweiminütige Audioerklärung zu Schnittbewegung, Vorschub und Zustellung auf.


Standard

  1. Arbeitsplan Bolzen: Entwickle für einen einfachen Bolzen eine Arbeitsfolge mit Rohmaß, Spannfolge, Werkzeugen, Messmitteln und Prüfschritten.
  2. Drehzahl berechnen: Berechne für drei vorgegebene Durchmesser die theoretische Drehzahl und vergleiche sie mit den verfügbaren Maschinenstufen.
  3. Fehleranalyse: Untersuche Musterteile mit Rattermarken, Grat oder Kegeligkeit und ordne jedem Fehler mindestens zwei mögliche Ursachen zu.
  4. Schmieden und Drehen: Entwirf ein Bauteil, das zuerst geschmiedet und anschließend an mindestens zwei Flächen gedreht wird, und begründe die Verfahrensfolge.


Schwer

  1. Fertigungsversuch dokumentieren: Plane und dokumentiere unter fachlicher Aufsicht die Herstellung eines einfachen Drehteils einschließlich Soll-Ist-Vergleich.
  2. Spannkonzept: Vergleiche Dreibackenfutter, Vierbackenfutter, Spannzange und Spitzenarbeit für vier unterschiedliche Werkstückformen.
  3. Qualität verbessern: Entwickle für eine raue Oberfläche einen systematischen Prüfplan, der Werkzeug, Spannung, Schnittwerte, Werkstoff und Kühlschmierung berücksichtigt.
  4. Lernvideo produzieren: Erstelle in einer Gruppe ein kurzes Ausbildungsvideo, das einen sicheren Einrichtvorgang zeigt, ohne eine laufende Maschine aus gefährlicher Nähe zu filmen.




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Lernkontrolle

  1. Verfahrenswahl: Begründe an einem geschmiedeten Torband, welche Flächen geschmiedet, gebohrt, gedreht oder geschliffen werden sollten.
  2. Sicherheitsanalyse: Analysiere eine beschriebene Situation mit lockerem Ärmel, eingesetztem Futterschlüssel und Spänen im Arbeitsraum. Leite eine sichere Handlungsfolge ab.
  3. Parameterwirkung: Erkläre, wie sich eine Änderung von Drehzahl, Vorschub und Schnitttiefe auf Spanbildung, Oberfläche, Werkzeugbelastung und Bearbeitungszeit auswirken kann.
  4. Maßstrategie: Entwickle eine Messstrategie für einen Bolzen mit engem Außendurchmesser und begründe Messmittel, Messstellen und Messzeitpunkte.
  5. Fehlerdiagnose: Ein Werkstück wird zum freien Ende hin dünner und zeigt Rattermarken. Formuliere mögliche Ursachen und eine sinnvolle Reihenfolge der Prüfmaßnahmen.
  6. Transferaufgabe Schmiedeteil: Plane die Nachbearbeitung eines unregelmäßigen Schmiederohlings und berücksichtige Aufmaß, Bezug, Unwucht, Spannung, Werkzeugwahl und Arbeitssicherheit.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du das Wirkprinzip des Drehens fachsprachlich erklären, Baugruppen und Werkzeuge sicher zuordnen, einfache Arbeitsabläufe planen und technische Zeichnungen auswerten kannst. Wichtig sind außerdem nachvollziehbare Berechnungen von Drehzahlen, die begründete Auswahl von Schnittwerten und Messmitteln, eine vollständige Sicherheitsbetrachtung sowie die Fähigkeit, typische Fehlerbilder zu beurteilen. Ein praktischer Lernnachweis darf nur unter fachlicher Aufsicht stattfinden und sollte Arbeitsplanung, sicheres Einrichten, kontrollierte Bearbeitung, Maßprüfung, Dokumentation und ordnungsgemäße Reinigung umfassen.




Quellen und Sicherheitshinweise

Die fachlichen Grundlagen orientieren sich an der Einteilung des Drehens als spanendes Fertigungsverfahren sowie an den Arbeitsschutzinformationen der Berufsgenossenschaft. Für die praktische Arbeit gelten immer die aktuelle Betriebsanweisung, die Gefährdungsbeurteilung, die Maschinenunterlagen und die Anweisungen der ausbildenden Fachkraft.


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