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Gründung der Bundesrepublik - Deutschland

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Gründung der Bundesrepublik - Deutschland



Gründung der Bundesrepublik - Deutschland


Einleitung

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 war kein einzelner Moment, sondern das Ergebnis eines mehrjährigen politischen Neubeginns nach Zweitem Weltkrieg und Nationalsozialismus. Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 lag die oberste Regierungsgewalt bei den vier Siegermächten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich. Deutschland wurde in Besatzungszonen aufgeteilt, Berlin ebenfalls in vier Sektoren. Gleichzeitig standen Millionen Menschen vor den Folgen von Krieg, Verfolgung, Zerstörung, Flucht und Vertreibung.

Der demokratische Neubeginn bedeutete deshalb mehr als die Gründung eines neuen Staates. Parteien, Länder, Verwaltungen, freie Medien und gewählte Parlamente mussten unter den Bedingungen der Besatzung neu aufgebaut werden. Zugleich sollte eine politische Ordnung entstehen, die aus dem Scheitern der Weimarer Republik und aus den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur lernte. Das wichtigste Ergebnis dieser Entwicklung war das Grundgesetz, das am 23. Mai 1949 verkündet wurde und mit Ablauf dieses Tages in Kraft trat.

Die Karte zeigt die alliierten Besatzungszonen kurz vor der Gründung der Bundesrepublik. Die politische Trennung zwischen den westlichen Zonen und der sowjetischen Besatzungszone wurde im beginnenden Kalten Krieg immer deutlicher.


Demokratischer Neubeginn nach 1945

Nach 1945 sollte Deutschland politisch neu geordnet werden. Die Alliierten verfolgten dabei unter anderem Ziele wie Entnazifizierung, Demokratisierung, Dezentralisierung und die Kontrolle ehemaliger nationalsozialistischer Machtstrukturen. In den westlichen Besatzungszonen wurden politische Parteien wieder zugelassen, Länder neu gebildet oder wiederhergestellt und schrittweise Kommunal- und Landtagswahlen durchgeführt. Dadurch entstand erneut eine demokratische politische Öffentlichkeit.

Von einer vollkommenen „Stunde Null“ kann trotzdem nicht gesprochen werden. Viele gesellschaftliche Strukturen, Einstellungen und persönliche Biografien wirkten nach 1945 weiter. Auch die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen verlief nicht überall gleich konsequent. Der demokratische Neubeginn war daher ein Prozess mit deutlichen Brüchen, aber auch mit Kontinuitäten.

Gleichzeitig verschärften sich die Gegensätze zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion. Die westlichen Besatzungszonen arbeiteten wirtschaftlich und politisch enger zusammen. Die Währungsreform von 1948 und die Berlin-Blockade machten sichtbar, wie stark sich Ost und West bereits voneinander entfernten. Damit wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass zunächst nur in den westlichen Zonen ein neuer deutscher Staat entstehen würde.


Vom Auftrag zum Grundgesetz

Am 1. Juli 1948 übergaben die Militärgouverneure der USA, Großbritanniens und Frankreichs den Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder die sogenannten Frankfurter Dokumente. Darin wurde unter anderem die Bildung eines föderalen und demokratischen westdeutschen Staates vorbereitet. Die Ministerpräsidenten befürchteten jedoch, eine endgültige westdeutsche Verfassung könne die Teilung Deutschlands festschreiben.

Deshalb entschieden sie sich für eine bewusst vorläufig gedachte Lösung: Statt einer „Verfassung“ sollte ein „Grundgesetz“ entstehen, und statt einer verfassunggebenden Nationalversammlung sollte ein Parlamentarischer Rat den Text ausarbeiten. Auf der Rittersturz-Konferenz bei Koblenz wurden diese Vorstellungen im Juli 1948 beraten. Ein wichtiger fachlicher Vorentwurf entstand anschließend im August 1948 beim Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee.

Der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee war eine vorbereitende Expertenrunde. Seine Vorschläge bildeten eine wichtige Arbeitsgrundlage für den späteren Parlamentarischen Rat.


Der Parlamentarische Rat

Am 1. September 1948 wurde der Parlamentarische Rat in Bonn feierlich eröffnet. Die Eröffnungsfeier fand im Museum Koenig statt; die eigentlichen Beratungen wurden vor allem in der Pädagogischen Akademie geführt. Dem Rat gehörten 65 stimmberechtigte Mitglieder aus den westdeutschen Ländern an. Hinzu kamen fünf nicht stimmberechtigte Vertreter aus West-Berlin. Präsident des Parlamentarischen Rates war Konrad Adenauer, der später der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik wurde.

Im Parlamentarischen Rat waren CDU und SPD mit jeweils 27 Sitzen die größten Gruppen. Da keine Partei allein bestimmen konnte, mussten zentrale Entscheidungen als politische Kompromisse ausgehandelt werden. Umstritten waren zum Beispiel das Verhältnis von Bund und Ländern, Finanzfragen, das Schulwesen sowie die Ausgestaltung einzelner Grundrechte.

Unter den 65 stimmberechtigten Mitgliedern waren 61 Männer und vier Frauen: Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Besonders bekannt wurde der Einsatz Elisabeth Selberts für die klare Formulierung „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in Artikel 3 Absatz 2. Die rechtliche Gleichstellung war damit verfassungsrechtlich festgeschrieben, auch wenn die tatsächliche gesellschaftliche Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht war.


Lehren aus Weimar und der NS-Diktatur

Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates wollten eine Demokratie schaffen, die Freiheit schützt und zugleich gegen ihre eigene Abschaffung abgesichert ist. Dabei spielten die Erfahrungen mit dem Scheitern der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur eine zentrale Rolle.

Das Grundgesetz stellte deshalb die Grundrechte an den Anfang. Artikel 1 erklärt die Menschenwürde für unantastbar und verpflichtet alle staatliche Gewalt, sie zu achten und zu schützen. Die Grundrechte sind nicht bloß politische Versprechen, sondern binden Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung unmittelbar.

Zugleich wurde die Macht im Staat bewusst verteilt. Deutschland wurde als demokratischer und sozialer Rechtsstaat mit föderalem Aufbau gestaltet. Die Länder wirken über den Bundesrat an der Gesetzgebung mit. Der Bundestag wird vom Volk gewählt. Der Bundeskanzler besitzt eine stärkere Stellung als die Regierungen in der späten Weimarer Republik, während das Amt des Bundespräsidenten im Vergleich zum Reichspräsidenten deutlich begrenzt wurde. Ein Kanzler kann außerdem nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgelöst werden, also dann, wenn gleichzeitig eine neue Regierungschefin oder ein neuer Regierungschef gewählt wird.

Ein weiterer Schutzmechanismus ist die sogenannte Ewigkeitsklausel in Artikel 79 Absatz 3. Bestimmte Grundentscheidungen des Grundgesetzes, insbesondere die in Artikel 1 und Artikel 20 niedergelegten Prinzipien, dürfen auch durch eine verfassungsändernde Mehrheit nicht abgeschafft werden. Damit soll verhindert werden, dass Demokratie und Menschenwürde mit legalen Mitteln beseitigt werden.

Datei:Die Entstehung des Grundgesetzes.webm


23. Mai 1949: Gründung der Bundesrepublik

Am 8. Mai 1949 nahm der Parlamentarische Rat den Entwurf des Grundgesetzes mit 53 Ja-Stimmen gegen 12 Nein-Stimmen an. Danach stimmten die westlichen Militärgouverneure zu. Auch die Landtage mussten das Grundgesetz annehmen. Bayern lehnte es zwar ab, erkannte aber seine Geltung an, wenn die erforderliche Mehrheit der Länder zustande käme.

Am 23. Mai 1949 stellte der Parlamentarische Rat fest, dass die notwendige Zustimmung erreicht war. Das Grundgesetz wurde ausgefertigt und verkündet. Mit Ablauf dieses Tages trat es in Kraft. Damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet.

Die staatlichen Organe entstanden anschließend Schritt für Schritt. Am 14. August 1949 fand die erste Bundestagswahl statt. Im September konstituierten sich Bundestag und Bundesrat. Theodor Heuss wurde erster Bundespräsident, Konrad Adenauer erster Bundeskanzler.

Die junge Bundesrepublik war jedoch noch nicht vollständig souverän. Die westlichen Alliierten behielten durch das Besatzungsstatut wichtige Vorbehaltsrechte. Erst in den folgenden Jahren wurden diese Beschränkungen schrittweise abgebaut. Die Bundesrepublik war also demokratisch gegründet, blieb aber zunächst in die besondere Nachkriegsordnung der Besatzungsmächte eingebunden.


Provisorium, Teilung und Wiedervereinigung

Das Grundgesetz war 1949 bewusst als vorläufige Ordnung gedacht. Viele Beteiligte wollten vermeiden, dass ein westdeutscher Staat den Anspruch auf eine spätere deutsche Einheit aufgab. Schon wenige Monate nach der Gründung der Bundesrepublik entstand am 7. Oktober 1949 in der sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik.

Damit existierten zwei deutsche Staaten mit sehr unterschiedlichen politischen Systemen. Die Bundesrepublik entwickelte sich zu einer parlamentarischen Demokratie, während in der DDR unter Führung der SED eine sozialistische Diktatur entstand. 1990 wurde die deutsche Einheit schließlich durch den Beitritt der neu gebildeten ostdeutschen Länder zum Geltungsbereich des Grundgesetzes vollzogen. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt das Grundgesetz für ganz Deutschland.


Bedeutung des Grundgesetzes heute

Das Grundgesetz verbindet die Erfahrungen deutscher Geschichte mit einem dauerhaften Auftrag: staatliche Macht muss begrenzt, kontrolliert und an Recht und Menschenwürde gebunden sein. Demokratie bedeutet deshalb nicht nur, dass Mehrheiten entscheiden. Minderheitenrechte, Gewaltenteilung, unabhängige Gerichte, freie Wahlen und unveräußerliche Grundrechte gehören ebenfalls dazu.

Für das historische Lernen ist wichtig, den demokratischen Neubeginn von 1945 bis 1949 nicht als automatische Erfolgsgeschichte zu betrachten. Demokratie entstand unter schwierigen Bedingungen, wurde von den Alliierten ermöglicht und kontrolliert, aber zugleich von deutschen Politikerinnen und Politikern, Verwaltungen, Parteien und Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet. Das Grundgesetz war das zentrale Ergebnis dieses Prozesses.

Merksatz: Die Bundesrepublik entstand 1949 als demokratischer, föderaler und sozialer Rechtsstaat. Das Grundgesetz zog Lehren aus Diktatur und Demokratiezerstörung, stellte die Menschenwürde an die Spitze und begrenzte staatliche Macht durch Grundrechte, Gewaltenteilung und föderale Strukturen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wann wurde das Grundgesetz verkündet? (23. Mai 1949) (!8. Mai 1945) (!1. September 1948) (!7. Oktober 1949)




Warum wurde 1948 bewusst der Begriff Grundgesetz verwendet? (Die staatliche Ordnung sollte zunächst vorläufig bleiben) (!Das Wort Verfassung war von den Alliierten verboten) (!Deutschland hatte bereits eine neue Verfassung) (!Nur die Länder durften Verfassungen besitzen)




Welches Gremium arbeitete das Grundgesetz aus? (Der Parlamentarische Rat) (!Der Reichstag) (!Der Alliierte Kontrollrat) (!Der erste Bundestag)




Wer war Präsident des Parlamentarischen Rates? (Konrad Adenauer) (!Theodor Heuss) (!Carlo Schmid) (!Ludwig Erhard)




Wie viele stimmberechtigte Mitglieder hatte der Parlamentarische Rat? (65) (!49) (!70) (!100)




Welche Aussage wurde in Artikel 3 Absatz 2 verankert? (Männer und Frauen sind gleichberechtigt) (!Alle Parteien müssen gleich groß sein) (!Bund und Länder besitzen dieselben Aufgaben) (!Wahlen finden alle zwei Jahre statt)




Was schützt Artikel 1 des Grundgesetzes besonders? (Die Würde des Menschen) (!Die Macht der Bundesregierung) (!Die Grenzen der Besatzungszonen) (!Die Stellung der Parteien)




Was bedeutet Föderalismus in der Bundesrepublik? (Staatliche Aufgaben sind zwischen Bund und Ländern verteilt) (!Alle Entscheidungen werden nur in Bonn getroffen) (!Die Länder haben keine eigenen Parlamente) (!Der Bundespräsident bestimmt die Landesregierungen)




Was ist ein Ziel des konstruktiven Misstrauensvotums? (Eine Regierung soll nur durch die Wahl einer neuen Regierung abgelöst werden) (!Der Bundespräsident soll jederzeit den Kanzler absetzen können) (!Der Bundesrat soll den Bundestag ersetzen können) (!Eine Regierung soll ohne Parlamentsmehrheit dauerhaft regieren können)




Welche Aussage zur Gründung der Bundesrepublik ist richtig? (Die Bundesrepublik war zunächst noch durch alliierte Vorbehaltsrechte eingeschränkt) (!Die Bundesrepublik war 1949 sofort vollständig souverän) (!Die DDR entstand vor der Bundesrepublik) (!Das Grundgesetz galt 1949 sofort in allen vier Besatzungszonen)





Memory

Frankfurter Dokumente Auftrag der Westalliierten
Herrenchiemsee Vorentwurf zum Grundgesetz
Parlamentarischer Rat Ausarbeitung der neuen Ordnung
Elisabeth Selbert Gleichberechtigung von Frauen und Männern
Menschenwürde Kern von Artikel eins
Föderalismus Machtteilung zwischen Bund und Ländern
Bonn Ort der Verfassungsberatungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Demokratisierung Aufbau demokratischer Institutionen und politischer Beteiligung
Parlamentarischer Rat Gremium zur Ausarbeitung des Grundgesetzes
Grundrechte Schutzbereiche des Einzelnen gegenüber staatlicher Macht
Bundesrat Vertretung der Länder auf Bundesebene
Ewigkeitsklausel Schutz zentraler Verfassungsprinzipien vor Abschaffung






Kreuzworträtsel

Menschenwürde Welcher zentrale Wert steht am Anfang des Grundgesetzes?
Föderalismus Wie heißt das Prinzip der Machtverteilung zwischen Bund und Ländern?
Selbert Welche Mitverfasserin setzte sich besonders für die Gleichberechtigung ein?
Adenauer Wer war Präsident des Parlamentarischen Rates?
Grundgesetz Wie heißt die 1949 verkündete Verfassungsordnung der Bundesrepublik?
Bundesrat Welches Verfassungsorgan vertritt die Länder auf Bundesebene?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland in vier

aufgeteilt.
Die westlichen Militärgouverneure übergaben 1948 die

an die Ministerpräsidenten.
Ein vorbereitender Verfassungskonvent tagte auf

.
Das Grundgesetz wurde vom

ausgearbeitet.
Präsident dieses Gremiums war

.
Artikel 1 stellt die

in den Mittelpunkt.
Artikel 3 Absatz 2 verankerte die rechtliche

von Frauen und Männern.
Die Beteiligung der Länder am Bundesstaat zeigt sich besonders im

.
Das Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949 in

verkündet.
Die Bundesrepublik war 1949 wegen alliierter Vorbehaltsrechte noch nicht vollständig

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste erstellen: Gestalte eine Zeitleiste mit mindestens acht Stationen vom Kriegsende bis zur Bildung der ersten Bundesorgane und erkläre jede Station in einem Satz.
  2. Grundrecht im Alltag: Wähle ein Grundrecht und entwickle ein kurzes Alltagsbeispiel, in dem dieses Recht geschützt oder verletzt werden könnte.
  3. Porträtkarte: Erstelle eine Porträtkarte zu einer Person des Parlamentarischen Rates mit Foto, Kurzbiografie und einem Beitrag zur Verfassungsarbeit.
  4. Kartenanalyse: Untersuche eine Karte der Besatzungszonen und beschreibe, welche politischen Probleme sich daraus für eine gesamtdeutsche Staatsgründung ergaben.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche die Ziele der westlichen Alliierten mit den Vorbehalten der westdeutschen Ministerpräsidenten und formuliere zwei Gemeinsamkeiten sowie zwei Spannungen.
  2. Gleichberechtigung: Erstelle ein kurzes Erklärvideo dazu, warum Artikel 3 Absatz 2 im Jahr 1949 ein wichtiger Schritt war und warum rechtliche Gleichheit nicht automatisch tatsächliche Gleichheit bedeutete.
  3. Weimar und Bonn: Vergleiche Reichspräsident und Bundespräsident sowie das Misstrauensvotum in Weimar mit dem konstruktiven Misstrauensvotum des Grundgesetzes.
  4. Demokratischer Neubeginn vor Ort: Recherchiere in einem lokalen Archiv, einer Stadtchronik oder einer seriösen Onlinequelle, wie sich Parteien, Presse oder Wahlen in Deiner Region nach 1945 neu entwickelten.


Schwer

  1. Grundgesetz oder Verfassung: Beurteile die Entscheidung von 1948, bewusst nur ein „Grundgesetz“ zu schaffen. Berücksichtige dabei die deutsche Teilung und die Interessen der Alliierten.
  2. Demokratie schützen: Entwickle ein Schaubild, das zeigt, wie Grundrechte, Gewaltenteilung, Föderalismus, Verfassungsgericht und Ewigkeitsklausel gemeinsam Demokratie sichern.
  3. Gründung unter Besatzung: Diskutiere die These „Die Bundesrepublik war 1949 zugleich selbstbestimmt und fremdbestimmt“. Begründe beide Seiten mit historischen Argumenten.
  4. Vom Provisorium zur gesamtdeutschen Verfassung: Erkläre in einem Podcast oder Essay, warum 1990 das Grundgesetz beibehalten wurde und welche historische Bedeutung diese Entscheidung hatte.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang erklären: Erkläre, warum der demokratische Neubeginn nach 1945 nicht einfach als vollständiger Neuanfang bezeichnet werden kann. Beziehe politische Veränderungen und gesellschaftliche Kontinuitäten ein.
  2. Lehren aus der Geschichte: Zeige an mindestens drei Bestimmungen des Grundgesetzes, welche Erfahrungen mit Weimarer Republik und NS-Diktatur darin verarbeitet wurden.
  3. Machtbegrenzung untersuchen: Beurteile, ob Föderalismus eher die Handlungsfähigkeit des Staates erschwert oder die Demokratie schützt. Nutze historische und heutige Argumente.
  4. Verfassungsnorm und Wirklichkeit: Erkläre am Beispiel von Artikel 3 Absatz 2, warum eine rechtliche Regelung gesellschaftliche Wirklichkeit verändern kann, aber nicht automatisch verändert.
  5. Souveränität bewerten: Prüfe die Aussage, die Bundesrepublik sei am 23. Mai 1949 bereits ein vollständig unabhängiger Staat gewesen.
  6. Folgen abschätzen: Erkläre, wie die Entscheidung für einen westdeutschen Staat 1949 sowohl demokratische Stabilität fördern als auch die deutsche Teilung vertiefen konnte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Daten auswendig kennst, sondern historische Zusammenhänge erklären und bewerten kannst.

  1. Du kannst die wichtigsten Stationen von 1945 bis 1949 zeitlich und sachlich einordnen.
  2. Du kannst erklären, warum der demokratische Neubeginn unter alliierter Besatzung stattfand.
  3. Du kannst Auftrag, Zusammensetzung und Bedeutung des Parlamentarischen Rates beschreiben.
  4. Du kannst zentrale Prinzipien des Grundgesetzes wie Menschenwürde, Grundrechte, Demokratie, Rechtsstaat und Föderalismus erläutern.
  5. Du kannst zeigen, welche Lehren aus Weimarer Republik und NS-Diktatur in die neue Verfassungsordnung einflossen.
  6. Du kannst die Rolle der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und besonders die Auseinandersetzung um die Gleichberechtigung einordnen.
  7. Du kannst erklären, warum das Grundgesetz zunächst als Provisorium gedacht war.
  8. Du kannst die eingeschränkte Souveränität der frühen Bundesrepublik und den Zusammenhang mit der deutschen Teilung beurteilen.




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