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Gewerkeübergreifende Gebäudeplanung und BIM – Übergaben mit gemeinsamen Prüfpunkten planen

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Gewerkeübergreifende Gebäudeplanung und BIM – Übergaben mit gemeinsamen Prüfpunkten planen

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Einleitung

Gewerkeübergreifende Gebäudeplanung und BIM – Übergaben mit gemeinsamen Prüfpunkten planen

Zielgruppe: Ausbildung in Anlagenmechanik SHK, Elektrotechnik, Technischer Systemplanung und Bautechnik.

Lernzeit: Sechs kurze Lerneinheiten von jeweils etwa 5 bis 10 Minuten, anschließend Praxisaufgaben.

Lernziel: Du kannst Schnittstellen zwischen Gewerken erkennen, Verantwortlichkeiten vereinbaren und BIM-Modellübergaben anhand gemeinsamer Prüfpunkte vorbereiten.

Grundidee: Ein Gebäudemodell allein löst keine Schnittstellenprobleme. Entscheidend sind abgestimmte Informationen, eindeutige Zuständigkeiten und nachweisbare Prüfungen.

Datenschutz: Alle Projektdaten sind erfunden. Die Aufgaben funktionieren ohne persönliche Daten, Datei-Uploads, Registrierung oder externe KI-Systeme. Externe Videos und Lernangebote sind freiwillige Ergänzungen.

Bildauftrag: Finde im Gebäudemodell Bauteile, Räume und mögliche Leitungsführungen.

Video: buildingSMART Deutschland – Grundlagen zu IFC.


Ausbildungsfall: Lehrwerkstatt Nord

Du arbeitest in einem fiktiven Planungsteam. Ein zweigeschossiges Ausbildungsgebäude soll eine Lüftungsanlage, eine Wärmepumpe, elektrische Versorgung und Trinkwasserinstallationen erhalten.

Alle Zahlen und Projektkennzeichen sind ausschließlich Übungsdaten.

Projektangabe Fiktiver Wert
Gebäude Lehrwerkstatt Nord
Raum L-101
Lüftungsanlage RLT-01
Geplante Zuluftmenge 1.200 m³/h
Erforderlicher Wartungsfreiraum 0,80 m laut fiktiver Projektvorgabe
Im Modell verfügbar 0,45 m
Ventilatorleistung 0,50 kW
Jährliche Betriebszeit 2.000 h
Fachmodelle AR-03, RLT-02, ELT-02, SAN-01

Dein Auftrag: Plane eine koordinierte Übergabe, bei der ein Planungsproblem erst dann als erledigt gilt, wenn Änderung, fachliche Prüfung und Ergebnis dokumentiert sind.


Lerneinheit 1: BIM und Fachmodelle verstehen

Dauer: 6 Minuten

BIM verbindet geometrische Gebäudedaten mit Bauteilinformationen.

Jedes Gewerk bearbeitet seinen fachlichen Anteil. Für die Koordination werden die Fachmodelle gemeinsam betrachtet.

Drei wichtige Standards:

  1. IFC: Offener Standard für den Austausch strukturierter Bauwerksmodelle.
  2. BCF: Kommunikation und Nachverfolgung modellbezogener Probleme.
  3. IDS: Maschinenlesbare Prüfung vereinbarter Modellinformationen.

Wichtig: IDS prüft beispielsweise Eigenschaften und Klassifikationen. Geometrische Kollisionen erfordern andere Prüfverfahren.

Mini-Aufgabe: Erkläre, warum eine sichtbare Leitung im 3D-Modell noch kein Beweis für eine vollständig geplante Anlage ist.

Rückmeldung: Richtig ist, dass beispielsweise Anschlussdaten, Verantwortlichkeiten, Montagebedingungen und Wartungszugänge zusätzlich geprüft werden müssen.


Lerneinheit 2: Anlagenschemata lesen

Dauer: 8 Minuten

Ein Anlagenschema beschreibt die Funktion. Ein Gebäudemodell zeigt zusätzlich die räumliche Anordnung.


Lüftungsanlage

Vereinfachtes Übungsschema:

RLT-01 – Prinzipschema
Außenluft → Filter → Ventilator → Zuluftkanal → Unterrichtsraum

Die genaue Anordnung der Komponenten hängt von der jeweiligen Anlage ab.

Prüffrage: Ist vor dem Filter ausreichend Platz für Inspektion und Wartung vorhanden?


Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe transportiert Wärme von einer niedrigeren auf eine höhere Temperatur. Dafür benötigt sie Antriebsenergie.

Schnittstellen: Heizungsplanung, Elektroversorgung, Aufstellfläche, Regelung und Wartung müssen zusammenpassen.


Trinkwasserinstallation

Die schematische Darstellung zeigt beispielhafte Wasserleitungen, nicht die konkrete Lehrwerkstatt.

Prüffrage: Sind Rohrführung, Nutzung, Zugänglichkeit und ein hygienisch geeigneter Betrieb gemeinsam berücksichtigt?

Für Trinkwasserinstallationen ist unter anderem VDI 6023 relevant. Für raumlufttechnische Anlagen ist unter anderem VDI 6022 relevant.


Lerneinheit 3: Schnittstellen und Verantwortung

Dauer: 7 Minuten

Eine Schnittstelle entsteht, wenn die Arbeit eines Gewerks Auswirkungen auf ein anderes Gewerk hat.

Rolle Aufgabe im Ausbildungsfall
Bauherrschaft Informationsanforderungen festlegen
Architektur Raumgeometrie und Öffnungen planen
Lüftungsplanung RLT-Gerät, Luftkanäle und Luftmengen planen
Elektroplanung Kabeltrassen und elektrische Versorgung planen
Sanitärplanung Trinkwasserleitungen und Anlagenanschlüsse planen
BIM-Koordination Fachmodelle zusammenführen und Konflikte nachverfolgen
Betrieb Wartbarkeit und benötigte Betriebsinformationen benennen
Projektleitung Vereinbarte Freigabeentscheidungen organisieren

Regel: Für jedes Problem wird eine federführend zuständige Rolle festgelegt. Weitere betroffene Gewerke wirken mit.

Die BIM-Koordination ersetzt dabei nicht die fachliche Verantwortung der Planenden.

Merksatz: Wer liefert? Wer prüft? Wer entscheidet? Was ist der Nachweis?


Lerneinheit 4: Gemeinsame Prüfpunkte

Dauer: 8 Minuten

Vor einer Übergabe prüft das Team dieselben vereinbarten Kriterien.

Prüfpunkt Frage Nachweis
P1 – Modellstand Sind Version und Fachmodelle eindeutig? Modellliste
P2 – Geometrie Sind Kollisionen und Wartungsräume geprüft? Kollisionsbericht
P3 – Daten Sind die vereinbarten Eigenschaften vorhanden? Datenprüfbericht
P4 – Funktion Sind Luftmenge, Energie und Hygiene fachlich berücksichtigt? Berechnungen und Prüfplan
P5 – Übergabe Sind offene Punkte geklärt und Entscheidungen dokumentiert? Freigabeprotokoll

Die Informationsanforderungen werden im Projekt insbesondere durch AIA festgelegt. Der BAP beschreibt die vereinbarte Zusammenarbeit.

Bildauftrag: Identifiziere die markierte Kollision. Überlege, welche Gewerke eine Lösung abstimmen müssen.

Bildauftrag: Erkläre, warum nach einer Modelländerung erneut geprüft werden muss.

Video: Das BIM Collaboration Format – modellbezogene Kommunikation.


Lerneinheit 5: Drei interaktive Praxisfälle

Dauer: etwa 15 Minuten

Bearbeite jeden Fall zunächst selbst. Verwende bei Bedarf die gestuften Hilfen. Prüfe anschließend Deine Entscheidungen im Quiz.


Fall A: Diagnose einer Kollision

Situation: Die Elektrotrasse ELT-02 überschneidet sich im Koordinationsmodell mit dem Zuluftkanal RLT-02.

Aufgabe: Wer muss sich abstimmen und wann darf das Problem geschlossen werden?

Hilfe 1: Suche die beiden betroffenen Gewerke.

Hilfe 2: Trenne die Erfassung des Problems von der fachlichen Lösungsentscheidung.

Hilfe 3: Lüftungs- und Elektroplanung vereinbaren eine umsetzbare Änderung. Die BIM-Koordination dokumentiert und überprüft den neuen Modellstand.

Begründetes Feedback: Ein verschobenes Bauteil allein genügt nicht. Auch Montierbarkeit, andere Leitungsführungen und die erneute Kollisionsprüfung sind erforderlich.


Fall B: Hygiene und Wartungszugang

Situation: Vor dem Filter der RLT-01 sind nur 0,45 m frei. Für diesen Übungsfall sind projektspezifisch 0,80 m Wartungsfreiraum vereinbart.

Aufgabe: Entscheide, ob die Planung freigegeben werden kann.

Hilfe 1: Vergleiche verfügbaren und geforderten Platz.

Hilfe 2: Berechne die Differenz und frage nach dem nötigen Wartungsvorgang.

Hilfe 3: Es fehlen 0,35 m. Prüfe gemeinsam mit den betroffenen Gewerken eine veränderte Anordnung.

Begründetes Feedback: Keine Freigabe bei unerfüllter Projektanforderung. Die 0,80 m sind ein fiktives Fallkriterium und keine allgemeingültige Normvorgabe. Die realen Herstelleranforderungen und einschlägigen Regeln müssen im tatsächlichen Projekt geprüft werden.

Vertiefungsvideo: Hygieneinspektion an RLT-Anlagen nach VDI 6022.


Fall C: Energie und Diagnose

Situation: Für einen Ventilator stehen zwei fiktive Alternativen zur Diskussion.

Kennwert Variante A Variante B
Elektrische Leistung 0,50 kW 0,40 kW
Betriebszeit 2.000 h/Jahr 2.000 h/Jahr
Erforderliche Luftmenge 1.200 m³/h 1.200 m³/h

Aufgabe: Berechne den jährlichen elektrischen Energiebedarf beider Varianten und die mögliche Einsparung.

Hilfe 1: Energie = elektrische Leistung × Betriebszeit.

Hilfe 2: Multipliziere jeweils die kW mit den Betriebsstunden.

Hilfe 3: A benötigt 1.000 kWh/Jahr, B benötigt 800 kWh/Jahr.

Begründetes Feedback: Rechnerisch spart Variante B 200 kWh/Jahr beziehungsweise 20 % der hier betrachteten Ventilatorenergie. Sie ist nur dann eine geeignete Alternative, wenn die erforderliche Luftmenge und weitere technische Anforderungen nachweislich erfüllt werden. Aus der Leistung allein folgt keine funktionale Eignung.

Diagnosezusatz: Bei einer späteren Übungsmessung werden nur 950 m³/h erreicht. Entwickle einen Prüfplan statt ohne Nachweis eine einzelne Fehlerursache zu behaupten.


Lerneinheit 6: Die Übergabe dokumentieren

Dauer: 7 Minuten

Eine nachvollziehbare Übergabe enthält Modellstand, Prüfpunkt, Ergebnis, verantwortliche Person beziehungsweise Rolle, offenen Handlungsbedarf und Entscheidung.

Vorgang Zuständigkeit Prüfergebnis Status
K-01 Kanal gegen Elektrotrasse Lüftungs- und Elektroplanung Änderung noch nicht nachgeprüft Offen
H-01 Filterzugang Lüftungsplanung 0,35 m fehlen Offen
E-01 Ventilatorvergleich Lüftungsplanung Einsparpotenzial berechnet, Funktion noch nachzuweisen In Prüfung

Arbeitsfolge: Problem erfassen → zuständige Rolle bestimmen → Lösung abstimmen → Fachmodell ändern → erneut prüfen → Ergebnis freigeben.

BCF kann zur Kommunikation und Nachverfolgung der Vorgänge verwendet werden. Es ersetzt nicht die vollständige Modelllieferung oder fachliche Nachweise.

Freie Darstellung einer BCF-Dateistruktur ansehen

Vertiefung: buildingSMART – Open-BIM-Workflow.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür wird IFC hauptsächlich verwendet? (Zum offenen Austausch strukturierter Bauwerksmodelle) (!Zur elektrischen Leistungsregelung) (!Zur Reinigung von Lüftungsanlagen) (!Zur Abrechnung von Arbeitsstunden)




Was beschreibt der BIM-Abwicklungsplan? (Die vereinbarte Organisation der BIM-Zusammenarbeit) (!Den Strompreis eines Gebäudes) (!Die Reinigungsmittel für Luftkanäle) (!Die persönlichen Urlaubszeiten)




Welches Format unterstützt die Nachverfolgung modellbezogener Probleme? (BCF) (!JPEG) (!MP3) (!CSV als verpflichtendes BIM-Problemformat)




Was muss nach dem Verschieben einer kollidierenden Elektrotrasse geschehen? (Die geänderte Planung wird fachlich und geometrisch erneut geprüft) (!Das Problem wird automatisch ohne Prüfung geschlossen) (!Das Lüftungsmodell wird dauerhaft ignoriert) (!Alle anderen Fachmodelle werden gelöscht)




Wie groß ist die fehlende Wartungsfläche im Übungsfall als Tiefenmaß? (0,35 Meter) (!0,15 Meter) (!0,45 Meter) (!1,25 Meter)




Welche Aussage zu IDS ist richtig? (IDS unterstützt die Prüfung vereinbarter IFC-Informationseigenschaften) (!IDS ersetzt jede geometrische Kollisionsprüfung) (!IDS misst automatisch die tatsächliche Luftmenge) (!IDS ersetzt die handwerkliche Inbetriebnahme)




Wie hoch ist der jährliche Energiebedarf bei 0,50 kW und 2000 Betriebsstunden? (1000 Kilowattstunden) (!100 Kilowattstunden) (!250 Kilowattstunden) (!5000 Kilowattstunden)




Wann darf der Kollisionsvorgang fachlich abgeschlossen werden? (Nach dokumentierter und erfolgreich überprüfter Lösung) (!Sobald jemand eine E-Mail schreibt) (!Sobald das Gebäudemodell farbig dargestellt wird) (!Sobald die erste Kollision entdeckt wird)




Warum wird der Betreiber frühzeitig beteiligt? (Weil Wartbarkeit und Betriebsinformationen bereits in der Planung relevant sind) (!Weil der Betreiber automatisch jede Fachplanung ersetzt) (!Weil Wartungsräume erst nach dem Bau festgelegt werden) (!Weil dadurch alle Fachprüfungen entfallen)




Was ist bei einer gemessenen Luftmenge unter dem Sollwert sinnvoll? (Systematisch mögliche Ursachen prüfen und die Ergebnisse dokumentieren) (!Den Messwert ohne Prüfung verändern) (!Die Elektroplanung grundsätzlich verantwortlich machen) (!Die Anlage allein wegen des vorhandenen BIM-Modells freigeben)





Begründetes Quiz-Feedback

  1. IFC: Richtig, weil damit Bauwerksdaten softwareübergreifend strukturiert ausgetauscht werden können.
  2. BAP: Richtig, weil Abläufe, Rollen und Informationsübergaben vereinbart werden müssen.
  3. BCF: Richtig, weil Probleme mit Modellbezug und Bearbeitungsstatus kommuniziert werden.
  4. Nachprüfung: Richtig, weil eine Korrektur neue Konflikte verursachen kann.
  5. Wartungsraum: Richtig, denn 0,80 m minus 0,45 m ergeben 0,35 m.
  6. IDS: Richtig, weil die standardisierte Prüfung von Informationsanforderungen nicht sämtliche Fach- und Geometrieprüfungen ersetzt.
  7. Energie: Richtig, denn 0,50 kW multipliziert mit 2.000 h ergeben 1.000 kWh.
  8. Abschluss: Richtig, weil eine nachvollziehbare Lösung einen überprüften Nachweis benötigt.
  9. Betreiber: Richtig, weil spätere Nutzung und Wartung die Planung beeinflussen.
  10. Diagnose: Richtig, weil ein abweichender Messwert mehrere mögliche Ursachen haben kann.


Memory

AIA Informationsbedarf der Bauherrschaft
BAP Vereinbarter BIM-Arbeitsablauf
IFC Offener Bauwerksdatenaustausch
BCF Modellbezogene Problemkommunikation
IDS Maschinenlesbare Informationsanforderung
RLT Raumlufttechnische Anlage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe im Projekt
Architektur Raumaufteilung und Bauwerksöffnungen
Elektroplanung Kabeltrassen und Stromversorgung
Lüftungsplanung Luftkanäle und Luftvolumenströme
BIM-Koordination Zusammenführen der Fachmodelle
Betrieb Anforderungen an Wartung und Nutzung
Projektleitung Organisation vereinbarter Freigaben




Feedback: Die fachlich zuständige Rolle bleibt für ihren Planungsanteil verantwortlich. Gemeinsame Prüfung bedeutet nicht, dass alle Beteiligten dieselbe Aufgabe übernehmen.


Kreuzworträtsel

Modell Wie heißt die digitale Darstellung eines Bauwerks mit verknüpften Informationen?
Gewerk Wie nennt man einen fachlich abgegrenzten Bereich der Bauausführung?
Filter Welches Bauteil einer Lüftungsanlage hält Partikel aus der Luft zurück?
Schnittstelle Wie heißt ein Bereich wechselseitiger Abhängigkeiten zwischen Gewerken?
Koordination Wie heißt die Abstimmung verschiedener Fachplanungen?
Protokoll Welches Dokument hält Prüfergebnisse und Entscheidungen fest?





LearningApps

Dies ist eine thematische Suche, keine Behauptung über eine bereits vorhandene Einzelübung. Die Nutzung ist freiwillig.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die digitale Methode der vernetzten Gebäudeplanung heißt

.
Das offene Austauschformat für strukturierte Bauwerksmodelle heißt

.
Für die modellbezogene Kommunikation von Problemen eignet sich

.
Maschinenlesbare Informationsanforderungen können mit

definiert werden.
Der vereinbarte Ablauf der BIM-Zusammenarbeit wird im

beschrieben.
Die Informationsanforderungen der Bauherrschaft stehen in den

.
Eine raumlufttechnische Anlage wird mit

abgekürzt.
Für die Reinigung und Wartung eines Filters ist ausreichende

wichtig.
Die elektrische Energie berechnet sich aus Leistung und

.
Eine abgeschlossene Übergabe benötigt ein nachvollziehbares

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben mit dem fiktiven Ausbildungsfall. Die Rückmeldungen nennen jeweils das wichtigste Qualitätsmerkmal.


Leicht

Niveau: Basis

  1. Gebäudemodell: Zeichne ein einfaches Gebäude mit Lüftungskanal und Elektrotrasse. Feedback: Beide Anlagen müssen räumlich unterscheidbar sein, damit Schnittstellen sichtbar werden.
  2. Anlagenschema: Zeichne den Luftweg von der Außenluft zum Unterrichtsraum. Feedback: Ein plausibler Funktionsweg erleichtert die spätere Prüfung.
  3. Gewerke: Erstelle vier Rollenkarten für Architektur, Lüftung, Elektro und BIM-Koordination. Feedback: Unterscheide Planungsverantwortung und Koordinationsaufgabe.
  4. Prüfprotokoll: Formuliere drei konkrete Prüffragen für eine Modellübergabe. Feedback: Fragen müssen durch eindeutige Nachweise beantwortbar sein.


Standard

Niveau: Anwendung

  1. Kollisionsprüfung: Entwirf ein BCF-ähnliches Problemblatt für die Kollision von Lüftungskanal und Elektrotrasse. Feedback: Modellstand, Problemort, Verantwortlichkeit und Status dürfen nicht fehlen.
  2. Raumlufttechnik: Entwickle eine Änderung für den unzureichenden Filterzugang. Feedback: Vergleiche die neue Planung mit der projektspezifischen Wartungsanforderung.
  3. Energieeffizienz: Berechne den Energiebedarf beider Ventilatorvarianten und erstelle ein Vergleichsdiagramm. Feedback: Rechenweg und Prüfung gleicher Funktionsanforderungen gehören zusammen.
  4. Gebäudeautomation: Entwerfe eine Schnittstellentabelle zwischen Lüftung, Elektro und Regelung. Feedback: Jede erforderliche Information benötigt einen Lieferanten und einen Prüfer.


Schwer

Niveau: Transfer

  1. BIM-Abwicklungsplan: Entwickle einen Übergabeplan mit Prüfpunkten und Entscheidungsrollen für die Lehrwerkstatt. Feedback: Ein brauchbarer Plan verhindert ungeklärte Verantwortlichkeiten.
  2. Fehlerdiagnose: Plane die Untersuchung der zu geringen Luftmenge von 950 m³/h. Feedback: Mehrere fachlich mögliche Ursachen müssen durch geeignete Messungen unterschieden werden.
  3. Trinkwasserhygiene: Untersuche einen fiktiven, selten genutzten Wasseranschluss und entwickle einen fachlich zu prüfenden Planungsverbesserungsvorschlag. Feedback: Hygiene, Nutzung und verantwortlicher Betrieb müssen gemeinsam betrachtet werden.
  4. Integrale Planung: Gestalte ein kurzes Video, Rollenspiel oder Storyboard über eine strittige Modellfreigabe. Feedback: Die Entscheidung muss technisch begründet, rollenbezogen und dokumentiert sein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben schriftlich oder in einer Gruppenbesprechung.

  1. Schnittstellenmanagement: Erkläre an der Kollision zwischen Elektrotrasse und Lüftungskanal, weshalb eine rein geometrische Änderung noch keine gesicherte Problemlösung ist.
  2. Hygiene: Beurteile, welche Folgen eine schlecht zugängliche RLT-Anlage für Wartung, Betrieb und die planerische Übergabe haben kann.
  3. Energiebilanz: Entscheide begründet, unter welchen Voraussetzungen die rechnerisch sparsamere Ventilatorvariante gewählt werden darf.
  4. Informationsmanagement: Entwickle einen Freigabeprozess, in dem ein fehlerhafter oder unvollständiger Fachmodellstand nicht versehentlich als freigegeben gilt.
  5. Fehlerdiagnose: Entwirf eine Prüfreihenfolge für eine zu geringe Luftmenge und begründe, welche Gewerke Du wann hinzuziehst.
  6. Qualitätssicherung: Vergleiche die Folgen einer Übergabe mit und ohne dokumentierte Prüfpunkte für die spätere Gebäudenutzung.

Bewertungsmaßstab: Eine gute Lösung benennt Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, prüfbare Nachweise, zuständige Rollen, Risiken und eine begründete Entscheidung.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kleine, vollständige Übergabemappe. Eine lokale Papier- oder Dateifassung genügt.

  1. Anlagenschema: Luftweg und wesentliche Anschlüsse richtig dargestellt.
  2. Schnittstellenmatrix: Beteiligte Gewerke und Verantwortlichkeiten eindeutig festgelegt.
  3. Kollisionsvorgang: Problem, Modellbezug, Änderung und Nachprüfung dokumentiert.
  4. Hygienenachweis: Fehlender Wartungsraum erkannt und Lösung fachlich begründet.
  5. Energienachweis: 1.000 kWh und 800 kWh richtig berechnet, Einsparung von 200 kWh erklärt.
  6. Freigabeprotokoll: Modellversionen, Prüfstatus, offene Punkte und Entscheidung nachvollziehbar.
  7. Reflexion: Erkläre, warum BIM fachliche Prüfungen nicht ersetzt.

Bestanden: Wenn Deine Unterlagen technisch plausibel sind, alle kritischen Schnittstellen einen zuständigen Bearbeiter haben und keine offene, wesentliche Abweichung unbemerkt freigegeben wird.


OERs zum Thema

Wikipedia: BIM Collaboration Format


Geprüfte Fachquellen

Die folgenden öffentlich zugänglichen Quellen erläutern die genannten Standards und Richtlinien. Vollständige Normtexte können kostenpflichtig sein.

  1. BIM Deutschland: Auftraggeber-Informationsanforderungen
  2. BIM Deutschland: BIM-Abwicklungsplan
  3. buildingSMART International: IFC
  4. buildingSMART International: BCF
  5. buildingSMART International: IDS
  6. ISO 19650-4: Informationsaustausch und Qualitätssicherung
  7. DIN EN ISO 7817-1:2024-11: Informationsbedarfstiefe
  8. VDI 6022: Hygiene in RLT-Anlagen
  9. VDI 6023 Blatt 1: Trinkwasserhygiene

Normenhinweis: Die DIN EN ISO 7817-1:2024-11 hat die frühere DIN EN 17412-1:2021-06 ersetzt. Der Kurs verwendet keine frei erfundenen Normmaße oder Grenzwerte.


Medienrechte und Nachnutzung

Die eingebundenen Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungsseiten und Lizenzangaben ausgewählt.

Medium Urheber Lizenz
FreeCAD BIM Maxwxyz CC BY 4.0
Architekturmodell Archdraw CC BY-SA 4.0
BIM-Viewer Drashevski CC BY 4.0
Kollisionsprüfung BenjaminDavies88 CC BY-SA 4.0
Modellvergleich BenjaminDavies88 CC BY-SA 4.0
Lüftungsschema P199 Gemeinfrei
Lüftungsgerät NanoCOOL project CC BY 3.0
Wärmepumpenschema Ilmari Karonen Gemeinfrei
Rohrleitungsschema U.S. Navy Gemeinfrei
BCF-Dateistruktur Ahaffter CC BY-SA 4.0

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Quellenstand: Oktober 2026.


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