Zum Inhalt springen

Geschichte der europäischen Einigung - Gemeinschaftskunde

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Geschichte der europäischen Einigung - Gemeinschaftskunde



Einleitung

Die Europäische Einigung ist der politische Prozess, durch den europäische Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg immer enger zusammenarbeiteten. Aus einzelnen Gemeinschaften entstand schrittweise die heutige Europäische Union mit 27 Mitgliedstaaten. Die Einigung sollte vor allem Frieden sichern, wirtschaftliche Verflechtung fördern und gemeinsame politische Regeln ermöglichen.

Für das Fach Gemeinschaftskunde ist wichtig: Die EU ist weder ein einzelner Staat noch nur ein lockeres Bündnis. In manchen Bereichen entscheiden die Mitgliedstaaten gemeinsam und übertragen Befugnisse auf europäische Organe. In anderen Bereichen behalten die nationalen Regierungen eine besonders starke Rolle.

Die zwölf Sterne stehen für Einheit und Zusammenhalt. Ihre Zahl entspricht nicht der Zahl der Mitgliedstaaten.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du wichtige Stationen der europäischen Einigung zeitlich einordnen, politische Motive erklären und die Begriffe Vertiefung und Erweiterung unterscheiden. Du kannst außerdem beurteilen, warum europäische Zusammenarbeit zugleich Chancen, Konflikte und demokratische Fragen mit sich bringt.


Warum begann die europäische Einigung?

Europa war 1945 von Krieg, Zerstörung, Verfolgung und Vertreibung geprägt. Viele Politikerinnen und Politiker wollten einen neuen Krieg zwischen europäischen Staaten verhindern. Besonders die Aussöhnung zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland galt als Schlüssel.

Ein zweites Motiv war der Wiederaufbau. Gemeinsame Märkte sollten Handel erleichtern und Wohlstand fördern. Hinzu kam der Kalte Krieg: Westeuropäische Staaten wollten politisch und wirtschaftlich enger zusammenstehen.

Die Grundidee lautete: Wer wichtige Rohstoffe, Märkte und Regeln gemeinsam verwaltet, wird voneinander abhängig. Konflikte sollen dann nicht mit Gewalt, sondern durch Verhandlungen und gemeinsames Recht gelöst werden.


Europa ist nicht gleich EU

Der Europarat wurde 1949 gegründet und setzt sich besonders für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Er gehört nicht zur EU. Auch die Europäische Menschenrechtskonvention und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sind Einrichtungen des Europarats. Diese Unterscheidung verhindert häufige Verwechslungen.


Die ersten Schritte: Schuman-Plan und EGKS

Am 9. Mai 1950 stellte der französische Außenminister Robert Schuman einen Plan vor, der wesentlich von Jean Monnet vorbereitet worden war. Die Produktion von Kohle und Stahl sollte einer gemeinsamen Behörde unterstellt werden. Beide Rohstoffe waren für Industrie und Rüstung zentral.

Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande gründeten daraufhin die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, kurz EGKS. Der Vertrag von Paris wurde 1951 unterzeichnet und trat 1952 in Kraft. Die EGKS war ein früher Schritt zu einer überstaatlichen, also supranationalen, Zusammenarbeit.

Der Europatag am 9. Mai erinnert an die Schuman-Erklärung.

Die sechs Gründungsstaaten der EGKS.


Supranational und zwischenstaatlich

Supranational bedeutet: Staaten übertragen bestimmte Entscheidungsrechte auf gemeinsame europäische Organe. Beschlüsse können dann für alle beteiligten Staaten verbindlich sein.

Zwischenstaatlich oder intergouvernemental bedeutet: Die Regierungen handeln miteinander und behalten die Kontrolle. Die Geschichte der EU ist von einem dauernden Spannungsverhältnis zwischen diesen beiden Formen geprägt.


Die Römischen Verträge und die EWG

Am 25. März 1957 unterzeichneten die sechs EGKS-Staaten die Römischen Verträge. Sie gründeten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG, und die Europäische Atomgemeinschaft, kurz Euratom. Die Verträge traten 1958 in Kraft.

Die EWG sollte einen gemeinsamen Markt schaffen. Zölle zwischen den Mitgliedstaaten wurden schrittweise abgebaut. 1968 war die Zollunion weitgehend verwirklicht. Die Zusammenarbeit betraf nun nicht mehr nur Kohle und Stahl, sondern immer größere Teile der Wirtschaft.

Unterschriften unter dem Vertrag zur Gründung der EWG.


Erweiterung und Vertiefung

Die europäische Einigung entwickelte sich in zwei Richtungen:

Erweiterung bedeutet, dass neue Staaten beitreten. Vertiefung bedeutet, dass die Mitgliedstaaten in zusätzlichen Politikfeldern enger zusammenarbeiten oder ihre gemeinsamen Institutionen stärken.

Die Animation zeigt die Erweiterungen von den sechs Gründungsstaaten bis zur EU mit 28 Mitgliedern vor dem Brexit.


Wichtige Erweiterungsrunden

Jahr Neue Mitglieder Politische Bedeutung
1973 Dänemark, Irland und Vereinigtes Königreich Erste Erweiterung
1981 Griechenland Einbindung einer jungen Demokratie
1986 Portugal und Spanien Stärkung der Demokratien Südeuropas
1995 Österreich, Finnland und Schweden Erweiterung nach dem Ende des Kalten Krieges
2004 Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern Große Osterweiterung und Überwindung der früheren Teilung Europas
2007 Bulgarien und Rumänien Fortsetzung der Osterweiterung
2013 Kroatien Bisher jüngster Beitritt

Bei der Erweiterung 2004 traten zehn Staaten bei.


Bedingungen für einen Beitritt

Ein europäischer Staat kann nicht allein durch einen politischen Wunsch Mitglied werden. Er muss unter anderem Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Minderheitenschutz und eine funktionsfähige Marktwirtschaft sichern. Außerdem muss er das gemeinsame EU-Recht übernehmen können. Diese Anforderungen werden häufig als Kopenhagener Kriterien bezeichnet.


Demokratisierung und Binnenmarkt

1979 wurde das Europäische Parlament erstmals direkt von den Bürgerinnen und Bürgern der Mitgliedstaaten gewählt. Damit erhielt die europäische Ebene eine stärkere demokratische Legitimation.

Die Einheitliche Europäische Akte trat 1987 in Kraft und bereitete den europäischen Binnenmarkt vor. Seit 1993 gelten als Leitidee vier Grundfreiheiten: der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital.

Das 1985 vereinbarte Schengener Abkommen erleichterte später Reisen ohne regelmäßige Personenkontrollen an vielen Binnengrenzen. Der Schengen-Raum ist jedoch nicht mit der EU identisch: Nicht alle EU-Staaten gehören ihm in gleicher Weise an, und auch einige Nicht-EU-Staaten sind beteiligt.


1989 bis 1993: Vom geteilten Europa zur Europäischen Union

Der Fall der Berliner Mauer 1989 und das Ende des Kalten Krieges veränderten Europa. Durch die deutsche Einheit 1990 wurde das Gebiet der früheren DDR Teil der Europäischen Gemeinschaften. Zugleich öffnete sich die Perspektive für spätere Beitritte mittel- und osteuropäischer Staaten.

Am 7. Februar 1992 wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. Er trat am 1. November 1993 in Kraft und begründete die Europäische Union. Der Vertrag erweiterte die Zusammenarbeit, führte die Unionsbürgerschaft ein und stellte die Weichen für die Wirtschafts- und Währungsunion.

In diesem Gebäude in Maastricht wurde der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet.


Die Unionsbürgerschaft

Die Unionsbürgerschaft ergänzt die nationale Staatsangehörigkeit. Sie gibt EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern zusätzliche Rechte, zum Beispiel Freizügigkeit, kommunales Wahlrecht und Europawahlrecht am Wohnort innerhalb der EU sowie das Recht, Petitionen an das Europäische Parlament zu richten.


Euro, Verfassungsdebatte und Vertrag von Lissabon

1999 wurde der Euro als Buchgeld eingeführt. 2002 kamen Euro-Banknoten und Euro-Münzen in zunächst zwölf Staaten in Umlauf. Nicht alle EU-Staaten verwenden den Euro. Die gemeinsame Währung vertiefte die wirtschaftliche Integration, machte aber auch deutlich, dass gemeinsame Geldpolitik und nationale Wirtschafts- und Haushaltspolitik eng zusammenhängen.

Euro-Bargeld wurde 2002 eingeführt.

2004 unterzeichneten die Mitgliedstaaten einen Vertrag über eine Verfassung für Europa. Er trat nicht in Kraft, nachdem Referenden in Frankreich und den Niederlanden 2005 scheiterten. Viele Reformelemente wurden später in den Vertrag von Lissabon übernommen. Dieser wurde 2007 unterzeichnet und trat 2009 in Kraft. Er stärkte unter anderem das Europäische Parlament und ordnete die Zuständigkeiten und Entscheidungsverfahren neu.


Die EU als politisches System

Die EU besitzt mehrere Organe mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Europäische Kommission schlägt in vielen Bereichen neue Rechtsakte vor und überwacht die Anwendung des EU-Rechts. Im Rat der Europäischen Union entscheiden die Fachministerinnen und Fachminister der Mitgliedstaaten. Das direkt gewählte Europäische Parlament beschließt in vielen Politikfeldern gemeinsam mit dem Rat Gesetze und Haushalt.

Der Europäische Rat aus Staats- und Regierungschefs gibt die großen politischen Leitlinien vor. Der Gerichtshof der Europäischen Union achtet auf die einheitliche Auslegung des EU-Rechts.

Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg.


Warum ist die EU kein Bundesstaat?

Die Mitgliedstaaten bleiben souveräne Staaten. Sie besitzen eigene Verfassungen, Parlamente und Regierungen. Die EU darf nur in Bereichen handeln, für die ihr die Verträge Zuständigkeiten übertragen. Gleichzeitig erzeugt EU-Recht verbindliche Regeln, die tiefer reichen als bei vielen klassischen internationalen Organisationen. Deshalb wird die EU oft als politisches System eigener Art beschrieben.


Krisen, Konflikte und Austritt

Europäische Einigung verlief nie geradlinig. Immer wieder gab es Streit über nationale Souveränität, Haushaltsregeln, soziale Unterschiede, Migration, Rechtsstaatlichkeit, Außenpolitik und die Frage, wie demokratisch europäische Entscheidungen sind.

2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis. Gewürdigt wurde ihr Beitrag zu Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa. Gleichzeitig zeigten Finanz- und Staatsschuldenkrise, Fluchtbewegungen, Pandemie und internationale Konflikte, dass gemeinsame Entscheidungen oft schwierig sind.

2016 stimmte eine Mehrheit der Abstimmenden im Vereinigten Königreich für den Austritt. Am 31. Januar 2020 verließ das Land die EU. Der Brexit zeigt, dass Integration umkehrbar ist und Zustimmung immer wieder politisch gewonnen werden muss.

Das Europäische Parlament berät 2020 über das Austrittsabkommen.


Bilanz: Was bedeutet europäische Einigung?

Die Geschichte der europäischen Einigung ist eine Geschichte schrittweiser Zusammenarbeit. Aus der gemeinsamen Kontrolle von Kohle und Stahl entstand ein politischer und wirtschaftlicher Verbund mit gemeinsamen Organen, gemeinsamem Recht, einem Binnenmarkt und in vielen Staaten einer gemeinsamen Währung.

Die Einigung hat frühere Gegner dauerhaft in Institutionen und Regeln eingebunden. Sie löst jedoch nicht alle Konflikte. Gemeinschaftskundlich entscheidend ist deshalb die Frage, wie Frieden, Handlungsfähigkeit, nationale Selbstbestimmung, soziale Gerechtigkeit und demokratische Beteiligung miteinander verbunden werden können.


Zeitleiste der wichtigsten Stationen

Jahr Station Bedeutung
1950 Schuman-Erklärung Vorschlag zur gemeinsamen Kontrolle von Kohle und Stahl
1951 bis 1952 Vertrag von Paris und Beginn der EGKS Erste supranationale Gemeinschaft der sechs Staaten
1957 bis 1958 Römische Verträge und Beginn der EWG Ziel eines gemeinsamen Marktes
1979 Erste Direktwahl des Europäischen Parlaments Mehr demokratische Beteiligung
1987 Einheitliche Europäische Akte tritt in Kraft Weg zum Binnenmarkt
1993 Vertrag von Maastricht tritt in Kraft Entstehung der Europäischen Union
1999 bis 2002 Einführung des Euro Gemeinsame Währung in einem Teil der EU
2004 Große Osterweiterung Zehn Staaten treten bei
2009 Vertrag von Lissabon tritt in Kraft Reform der Institutionen und Verfahren
2013 Beitritt Kroatiens EU wächst auf 28 Mitglieder
2020 Austritt des Vereinigten Königreichs EU umfasst wieder 27 Mitgliedstaaten


Quellen und Vertiefung

  1. Europäische Union: Geschichte und Pioniere der EU
  2. Rat der Europäischen Union: Geschichtlicher Abriss
  3. EU-Lernecke: Zeitstrahl
  4. Geschichte der Europäischen Union
  5. Erweiterung der Europäischen Union


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Hauptziel prägte den Beginn der europäischen Einigung nach 1945? (Einen neuen Krieg zwischen europäischen Staaten verhindern) (!Ein europäisches Kolonialreich errichten) (!Alle Nationalstaaten sofort abschaffen) (!Eine gemeinsame Weltsprache einführen)




Was schlug die Schuman-Erklärung von 1950 vor? (Kohle und Stahl gemeinsam verwalten) (!Eine gemeinsame Armee sofort gründen) (!Alle europäischen Grenzen schließen) (!Den Euro als Bargeld einführen)




Welche Staatengruppe bildete die sechs Gründungsmitglieder der EGKS? (Belgien Bundesrepublik Deutschland Frankreich Italien Luxemburg Niederlande) (!Dänemark Irland Norwegen Schweden Spanien Portugal) (!Frankreich Polen Rumänien Griechenland Österreich Finnland) (!Bundesrepublik Deutschland Vereinigtes Königreich Schweiz Spanien Türkei Italien)




Was wurde durch die Römischen Verträge gegründet? (EWG und Euratom) (!NATO und Europarat) (!Europäische Union und Schengen-Raum) (!Europäische Zentralbank und Vereinte Nationen)




Was geschah 1979 auf europäischer Ebene erstmals? (Das Europäische Parlament wurde direkt gewählt) (!Der Euro kam als Bargeld in Umlauf) (!Das Vereinigte Königreich trat aus) (!Die Römischen Verträge wurden unterzeichnet)




Welcher Vertrag begründete die Europäische Union? (Vertrag von Maastricht) (!Vertrag von Versailles) (!Vertrag von Paris 1951) (!Schengener Abkommen)




Welche vier Freiheiten gehören zum Binnenmarkt? (Waren Personen Dienstleistungen und Kapital) (!Steuern Schulen Armeen und Parteien) (!Sprache Religion Medien und Kultur) (!Landwirtschaft Polizei Justiz und Verteidigung)




Was kennzeichnet die Erweiterung von 2004? (Zehn Staaten traten der EU bei) (!Die EU führte erstmals Direktwahlen durch) (!Der Euro wurde abgeschafft) (!Die EGKS wurde gegründet)




Welche Wirkung hatte der Vertrag von Lissabon? (Er reformierte Institutionen und Entscheidungsverfahren) (!Er gründete die EGKS) (!Er beendete den Binnenmarkt) (!Er führte Grenzkontrollen in allen Mitgliedstaaten ein)




Was bedeutet Brexit? (Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU) (!Beitritt Kroatiens zur EU) (!Einführung des Euro in Großbritannien) (!Gründung des Europarats)





Memory

Schuman-Erklärung 9. Mai 1950
EGKS Kohle und Stahl gemeinsam verwalten
Römische Verträge EWG und Euratom
Maastricht Gründung der Europäischen Union
Binnenmarkt Vier Grundfreiheiten
Osterweiterung Beitritt von zehn Staaten 2004
Brexit Austritt des Vereinigten Königreichs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schuman-Erklärung Beginn konkreter supranationaler Zusammenarbeit
Römische Verträge Gründung von EWG und Euratom
Einheitliche Europäische Akte Vorbereitung des Binnenmarkts
Vertrag von Maastricht Gründung der Europäischen Union
Vertrag von Lissabon Reform der europäischen Institutionen




...


Kreuzworträtsel

Schuman Welcher französische Außenminister stellte 1950 den Einigungsplan vor?
Maastricht In welcher Stadt wurde 1992 der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet?
Binnenmarkt Wie heißt der Raum mit freiem Verkehr von Waren Personen Dienstleistungen und Kapital?
Erweiterung Wie heißt die Aufnahme neuer Mitgliedstaaten?
Parlament Welches EU-Organ wird von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt?
Brexit Wie wird der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU genannt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Nach 1945 sollte europäische Zusammenarbeit vor allem den

sichern. Die Schuman-Erklärung schlug eine gemeinsame Kontrolle von

vor. Die EGKS wurde von

Staaten gegründet. Die Römischen Verträge schufen unter anderem die

. Seit 1979 wird das Europäische

direkt gewählt. Der freie Verkehr von Waren Personen Dienstleistungen und Kapital kennzeichnet den

. Der Vertrag von

begründete die Europäische Union. Im Jahr 2002 kam der

als Bargeld in Umlauf. Bei der großen

traten 2004 zehn Staaten bei. Der Austritt des Vereinigten Königreichs wird

genannt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste zur europäischen Einigung: Gestalte eine Zeitleiste mit acht Schlüsselereignissen und je einem erklärenden Satz.
  2. EU-Symbole: Untersuche Flagge, Europatag und Europahymne und erkläre ihre Bedeutung in einem Plakat.
  3. Gründungsstaaten der EGKS: Markiere die sechs Staaten auf einer Europakarte und ergänze ihre Hauptstädte.
  4. Begriffe der Integration: Erstelle Begriffskarten zu EGKS, EWG, EU, Erweiterung, Vertiefung und Supranationalität.


Standard

  1. Schuman-Erklärung als Quelle: Untersuche einen Auszug nach Urheber, Anlass, Ziel und politischer Aussage.
  2. Erweiterung der Europäischen Union: Vergleiche die Erweiterungen von 1973 und 2004 hinsichtlich Ausgangslage und Bedeutung.
  3. EU im Alltag: Dokumentiere in Fotos oder kurzen Texten fünf Beispiele dafür, wo Dir europäische Regeln oder Möglichkeiten begegnen.
  4. Interview zur europäischen Einigung: Befrage eine ältere Person dazu, wie sie Grenzkontrollen, Euro-Einführung oder Osterweiterung erlebt hat, und ordne die Aussagen historisch ein.


Schwer

  1. Vertiefung oder Erweiterung: Entwickle eine begründete Position dazu, welchem Ziel die EU künftig Vorrang geben sollte.
  2. Demokratiedebatte in der EU: Analysiere, wie Parlament, Rat und Kommission an einem EU-Gesetz beteiligt sind, und bewerte die demokratische Legitimation.
  3. Krisen als Integrationsmotor: Prüfe an zwei Beispielen, ob Krisen eher zu mehr Zusammenarbeit oder zu neuen Konflikten führen.
  4. Zukunftswerkstatt Europa: Entwirf in einer Gruppe drei Szenarien für die EU im Jahr 2040 und präsentiere Chancen, Risiken und notwendige Entscheidungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursachen und Folgen: Erkläre, wie die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit der Gründung der EGKS zusammenhängen.
  2. Institutionelle Entwicklung: Zeige an zwei Verträgen, wie sich die europäische Zusammenarbeit von Wirtschaftspolitik zu einem breiteren politischen System entwickelte.
  3. Erweiterung und Vertiefung: Vergleiche beide Prozesse und begründe, warum sie miteinander in Konflikt geraten können.
  4. Demokratische Legitimation: Beurteile, ob die Direktwahl des Europäischen Parlaments ausreicht, um EU-Entscheidungen demokratisch zu legitimieren.
  5. Binnenmarkt und Souveränität: Analysiere ein Beispiel, bei dem gemeinsame Regeln Vorteile bringen, aber nationale Handlungsspielräume begrenzen.
  6. Brexit als Fallstudie: Erkläre, welche politischen Fragen der Brexit über Zugehörigkeit, Nutzen und Selbstbestimmung aufwirft.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du nicht nur Jahreszahlen nennen, sondern Entwicklungen erklären und politische Zusammenhänge beurteilen können.

  1. Du ordnest zentrale Stationen von der Schuman-Erklärung bis zum Brexit zeitlich ein.
  2. Du erklärst die Motive Frieden, Wiederaufbau, wirtschaftliche Verflechtung und politische Handlungsfähigkeit.
  3. Du unterscheidest EGKS, EWG, Europäische Gemeinschaften und Europäische Union.
  4. Du erklärst Erweiterung, Vertiefung, Supranationalität und zwischenstaatliche Zusammenarbeit.
  5. Du beschreibst die Rollen von Europäischem Parlament, Kommission, Rat der EU und Europäischem Rat.
  6. Du bewertest Chancen und Konflikte europäischer Integration mit nachvollziehbaren Argumenten.
  7. Du nutzt Quellen, Karten oder Statistiken sachgerecht und kennzeichnest unterschiedliche Perspektiven.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen