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Gebäudeautomation und Energiemanagement – Datenpunkte für Gebäudeautomation definieren

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Gebäudeautomation und Energiemanagement – Datenpunkte für Gebäudeautomation definieren

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Gebäudeautomation und Energiemanagement – Datenpunkte für Gebäudeautomation definieren


Einleitung

Zielgruppe: Berufliche Ausbildung in Elektrotechnik, Gebäudeautomation und Versorgungstechnik.

Lernzeit: Fünf kurze Lerneinheiten, insgesamt etwa 45–60 Minuten zuzüglich Projektaufgaben.

Dein Ziel: Du kannst Datenpunkte eindeutig benennen und ihre Einheit, Richtung und Aktualität festlegen. Du erkennst, ob Messwerte für Entscheidungen zum Energieverbrauch, zur Raumluftqualität oder zur Störungsdiagnose geeignet sind.

Smart-Building-Komponenten: Welche Geräte liefern Daten und welche führen Befehle aus?

Merksatz: Ein Messwert ist erst dann sinnvoll nutzbar, wenn klar ist, was gemessen wird, woher die Information kommt, in welcher Einheit sie vorliegt und wie aktuell und zuverlässig sie ist.

Sicherer Lernraum: Alle Anlagenkennungen, Werte, Zeitstempel und Betriebsfälle dieses Kurses sind fiktiv. Arbeite ausschließlich offline oder in ausdrücklich autorisierten, isolierten Schulungsumgebungen. Keine Zugriffe auf fremde Netze, Produktivanlagen oder Kundensysteme; keine echten Zugangsdaten, Kundendaten oder ungefragten Datenübertragungen. Steuerbefehle werden ausschließlich simuliert.


Lerneinheit 1: Gebäude und Anlage verstehen

Dauer: 8 Minuten


Vom Gebäude zum Datenpunkt

Beispiel eines HLK-Anlagenschemas. Suche die Luftwege und die Stellen, an denen Sensoren sinnvoll sind.

Eine Gebäudeautomation verbindet Sensoren, Aktoren, Regelungstechnik und eine Management- oder Bedieneinrichtung.

Ein Datenpunkt beschreibt eine Information oder Stellgröße in diesem System, beispielsweise die Temperatur der Zuluft, die Betriebsrückmeldung eines Ventilators oder einen Energiezählerstand.


Ausbildungsfall: Die Werkstatt B01

Du unterstützt die Planung einer fiktiven Lüftungsanlage RLT01.

Gebäudebereich Ausstattung Datenbedarf
B01, Erdgeschoss, Werkstatt W1 Zuluft und Abluft Temperatur, Luftvolumenstrom, CO₂, Belegung
B01, Technikraum T1 RLT01 mit Filter und Ventilator Druckdifferenz, Befehl, Betriebsrückmeldung
B01, Technikraum T1 Energiezähler Leistung und Energieverbrauch
B01, Management Virtuelle Anzeige Zeitstempel, Datenqualität, Diagnose

Vereinfachtes Anlagenschema:

Außenluft → Filter → Ventilator → Zuluft → Werkstatt W1
Temperatursensor Differenzdrucksensor Betriebsrückmeldung Volumenstromsensor CO₂-Sensor

Das Schema ist ein didaktisch vereinfachtes Modell und kein vollständiger Ausführungsplan.

Reales Lüftungsgerät: Ordne Filter, Ventilator und Heiz- beziehungsweise Kühlregister zu.

Video: Aufbau und Funktionsweise eines Lüftungsgeräts (englisch)

Mini-Auftrag: Markiere im Schema einen Sensor, einen Aktor und die Strecke, auf der Luft in die Werkstatt gelangt.

Feedback: Ein Sensor liefert eine Rückmeldung über einen Zustand. Ein Aktor verändert diesen Zustand. Diese Unterscheidung ist Voraussetzung für die richtige Datenpunktrichtung.


Lerneinheit 2: Datenpunkte definieren

Dauer: 10 Minuten


Ein Datenpunkt braucht einen Steckbrief

Beispiel eines Regelkreises: Messeingang, Verarbeitung und Stellbefehl bilden unterschiedliche Informationsrichtungen.

Merkmal Beispiel für einen fiktiven Datenpunkt
Eindeutiger Name B01.RLT01.T_ZU_IST
Beschreibung Gemessene Zulufttemperatur
Anlagenteil Lüftungsanlage RLT01
Datenart Numerischer Messwert
Einheit °C
Richtung Eingang zur Automationsstation
Quelle Zulufttemperatursensor
Aktualität Höchstalter 2 Minuten
Zeitstempel Zeitpunkt der Messung
Qualität Gültig oder Fehlerstatus
Funktion Überwachen und Regeln
Berechtigung Überwachung, kein Bedienbefehl

Zusätzlich können Wertebereich, Skalierung, Signalart, Kommunikationszuordnung, Abtastrate, Aufzeichnung, Alarmgrenzen und Verantwortlichkeiten nötig sein.

Die Kennung ist ein Beispiel für ein projektspezifisches Benennungsschema, keine vorgeschriebene Schreibweise einer Norm.


Einheit: Was bedeutet der Zahlenwert?

Messgröße Einheit Beispiel
Temperatur °C 19,5 °C
Druck Pa 310 Pa
Volumenstrom m³/h 1200 m³/h
CO₂-Anteil ppm 1280 ppm
Elektrische Leistung kW 3,2 kW
Elektrische Energie kWh 8 kWh
Ventilstellung % 60 %
Betriebszustand Wahrheitswert Ein oder Aus

Achtung: kW ist Leistung zu einem Zeitpunkt. kWh beschreibt Energie über einen Zeitraum. Diese Größen dürfen nicht verwechselt werden.


Richtung: Eingang oder Ausgang?

Die Richtung wird hier konsequent aus Sicht der Automationsstation definiert.

Richtung Bedeutung Beispiel
Eingang Information gelangt zur Automationsstation Temperaturmessung
Ausgang Befehl verlässt die Automationsstation Ventilator einschalten
Interne Variable Software verarbeitet oder speichert einen Wert Temperatursollwert

Wichtig: Ein Einschaltbefehl ist kein Nachweis, dass der Ventilator tatsächlich läuft. Dafür ist eine getrennte Betriebsrückmeldung notwendig.

Video: Diagramme in der Gebäudeautomation, Jörn Loviscach


Lerneinheit 3: Aktualität und Datenqualität

Dauer: 8 Minuten


Wann ist ein Messwert noch brauchbar?

Ein angezeigter Wert kann plausibel aussehen und trotzdem veraltet sein.

Aktualitätsprüfung:

Alter = aktuelle Auswertezeit − Messzeitpunkt

Beispiel:

Angabe Wert
Auswertezeit 09:00 Uhr
Letzte Messung 08:41 Uhr
Alter 19 Minuten
Zulässiges Höchstalter im Übungsprojekt 5 Minuten
Ergebnis Veraltet

Die fünf Minuten sind eine fiktive Projektvorgabe und keine allgemeine Normgrenze.

Prüfe immer:

  1. Einheit: Passt die Einheit zur physikalischen Größe?
  2. Datenrichtung: Woher kommt die Information und wohin wirkt sie?
  3. Zeitstempel: Wann entstand der Messwert tatsächlich?
  4. Datenqualität: Gibt es Fehler, Kommunikationsausfälle oder ungültige Werte?
  5. Plausibilitätsprüfung: Passt die Messung zum übrigen Anlagenzustand?

Ein neuer Anzeigezeitpunkt bedeutet nicht automatisch, dass der Sensor einen neuen Messwert geliefert hat.

Beispiel eines CO₂-Sensormoduls. Die Zuverlässigkeit einer Lüftungsentscheidung hängt auch von der Datenqualität ab.

CO₂ kann als Indikator der Lüftungssituation dienen. Eine ältere CO₂-Messung darf jedoch nicht ungeprüft als aktuelle Raumluftqualität interpretiert werden. CO₂ allein ist außerdem kein vollständiger Hygienenachweis.


Datenübertragung mit BACnet

BACnet ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll für die Gebäudeautomation, unter anderem gemäß EN ISO 16484-5.

BACnet beschreibt Objekte und Eigenschaften, beispielsweise einen aktuellen Wert, technische Einheiten und Zustandsinformationen.

Wichtig: Ein Messzeitstempel und die geforderte Aktualitätsüberwachung müssen für die konkrete Datenquelle und Systemarchitektur festgelegt werden. Nicht jedes BACnet-Objekt liefert automatisch einen Messzeitstempel.

Video: Einführung in BACnet und seine Objekte (englisch)


Lerneinheit 4: Die Datenpunktliste der Werkstatt

Dauer: 10 Minuten


Fiktive Messdaten um 09:00 Uhr

Datenpunkt Wert Richtung Messzeit / Höchstalter
B01.RLT01.T_ZU_IST 19,5 °C Eingang 08:59:50 / 2 min
B01.RLT01.Q_ZU_IST 1200 m³/h Eingang 08:59:20 / 2 min
B01.RLT01.CO2_R_IST 1280 ppm Eingang 08:41:00 / 5 min
B01.RLT01.DP_FILTER 310 Pa Eingang 08:59:00 / 5 min
B01.RLT01.FAN_CMD Ein Ausgang 08:59:55 / 2 min
B01.RLT01.FAN_RUN Ein Eingang 08:59:53 / 2 min
B01.RLT01.BELEGT Nein Eingang 08:59:59 / 5 min
B01.RLT01.P_EL_IST 3,2 kW Eingang 08:59:50 / 2 min
B01.RLT01.E_EL_KUM 10 248 kWh Eingang 09:00:00 / 15 min

Übungsvereinbarungen: Das CO₂-Messsystem darf höchstens fünf Minuten alte Werte liefern. Für die Filterdruckdifferenz ist im fiktiven Wartungsplan ein Hinweiswert von 250 Pa hinterlegt. Dieser Wert ist kein allgemein geltender Grenzwert.

Für den kumulativen Energiezähler gilt zusätzlich:

07:00 Uhr: 10 240 kWh

09:00 Uhr: 10 248 kWh

Elektrischer Energiezähler: Unterscheide Zählerstand in kWh und momentane Leistung in kW.


Energie berechnen

Energieverbrauch = Endzählerstand − Anfangszählerstand

10 248 kWh − 10 240 kWh = 8 kWh

Mittlere Leistung = Energieverbrauch / Zeit

8 kWh / 2 h = 4 kW

Die momentane Leistung von 3,2 kW um 09:00 Uhr kann von der mittleren Leistung von 4 kW abweichen, weil sich die Leistungsaufnahme im Zeitraum verändert haben kann.


Lerneinheit 5: Drei Diagnosefälle mit Feedback

Dauer: 12 Minuten


Basisfall: Einheit und Richtung

Auftrag: Bestimme für T_ZU_IST und FAN_CMD jeweils die Einheit beziehungsweise den Datentyp und die Richtung.

Gestufte Hilfen:

<details> <summary>Hilfe 1 – Orientierung</summary> Überlege, ob die Automationsstation eine Information empfängt oder einen Befehl sendet. </details>

<details> <summary>Hilfe 2 – Eingrenzung</summary> Der Temperaturfühler misst. FAN_CMD gibt dem Ventilator einen Startbefehl. </details>

<details> <summary>Hilfe 3 – Musterlösung und Feedback</summary> T_ZU_IST: °C, Eingang. FAN_CMD: Ein/Aus, Ausgang. Die Unterscheidung ist notwendig, weil ein Messwert gelesen, ein Stellbefehl dagegen im freigegebenen Anwendungsfall ausgegeben wird. </details>


Anwendungsfall: Hygiene und Aktualität

Auftrag: Der CO₂-Wert beträgt 1280 ppm. Soll die Lüftung allein aufgrund dieses Werts automatisch erhöht werden?

Gestufte Hilfen:

<details> <summary>Hilfe 1 – Orientierung</summary> Vergleiche den Zeitstempel mit der Auswertezeit. </details>

<details> <summary>Hilfe 2 – Berechnung</summary> 09:00 minus 08:41 ergibt 19 Minuten. Zugelassen sind im Übungsprojekt höchstens fünf Minuten. </details>

<details> <summary>Hilfe 3 – Begründetes Feedback</summary> Nein, nicht allein aufgrund dieses Werts. Der Messwert ist veraltet. Zunächst müssen Datenquelle, Kommunikation und Sensorzustand geprüft werden. Erst eine ausreichend aktuelle, zuverlässige Messung kann mit weiteren Informationen für eine Lüftungsentscheidung verwendet werden. </details>


Transferfall: Energie und Filterdiagnose

Auftrag: Der Ventilator läuft bei gemeldeter Nichtbelegung, und die Filterdruckdifferenz beträgt 310 Pa. Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

Gestufte Hilfen:

<details> <summary>Hilfe 1 – Orientierung</summary> Unterscheide möglichen Energieverlust, Wartungshinweis und tatsächliche Störung. </details>

<details> <summary>Hilfe 2 – Prüffragen</summary> Gibt es eine geplante Vorlüftung? Wie entwickelt sich der Druck bei vergleichbarem Luftvolumenstrom? Sind Befehl und Rückmeldung konsistent? </details>

<details> <summary>Hilfe 3 – Begründetes Feedback</summary> Die Nichtbelegung zusammen mit laufendem Ventilator begründet eine Prüfung von Zeitprogramm, Vorlüftung und Betriebsanforderungen. Die Druckdifferenz überschreitet den fiktiven Hinweiswert und erfordert eine Prüfung von Trend, Luftvolumenstrom, Messung und Filterzustand. Ein einzelner Wert beweist weder Energieverschwendung noch einen defekten Filter. Keine Eingriffe in reale Anlagen. </details>


Zweites Anlagenschema: Übertrage Dein Wissen

Dieses vereinfachte HLK-Schema zeigt einen anderen Anlagentyp. Vergleiche die Informationswege, nicht die konkrete Gerätetechnik.

Transferfrage: Welche Angaben eines Datenpunkt-Steckbriefs bleiben gleich wichtig, wenn statt eines Ventilators eine Heizkreispumpe betrachtet wird?

Feedback: Eindeutige Kennung, Bedeutung, Einheit, Richtung, Datenquelle, Qualität und Aktualität bleiben entscheidend. Die konkreten Messgrößen und technischen Anforderungen können sich ändern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Einheit passt zur Zulufttemperatur? (Grad Celsius) (!Kilowattstunde) (!Pascal) (!Kubikmeter pro Stunde)




Was beschreibt ein Datenpunkt? (Eine eindeutig zugeordnete Information oder Stellgröße) (!Immer nur einen elektrischen Ausgang) (!Ausschließlich einen Netzwerkteilnehmer) (!Nur den Namen eines Gebäudes)




Was ist aus Sicht der Automationsstation ein Sensormesswert? (Eingang) (!Ausgang) (!Stellbefehl) (!Schreibfreigabe)




Welche Richtung hat der Ventilatorstartbefehl? (Ausgang) (!Eingang) (!Sensorwert) (!Messrückmeldung)




Welche Einheit beschreibt elektrische Energie? (Kilowattstunde) (!Kilowatt) (!Pascal) (!Grad Celsius)




Was ist bei einem veralteten CO2-Messwert zuerst wichtig? (Aktualität und Datenquelle prüfen) (!Sofort dauerhaft auf Volllast schalten) (!Die Messzeit ignorieren) (!Den Wert als sicher aktuell einstufen)




Welche Information bestätigt den tatsächlichen Ventilatorbetrieb? (Betriebsrückmeldung) (!Einschaltbefehl allein) (!Name des Datenpunkts) (!Temperatursollwert)




Welche elektrische Energie ergibt sich aus 10240 und 10248 Kilowattstunden? (8 Kilowattstunden) (!4 Kilowattstunden) (!16 Kilowattstunden) (!2 Kilowattstunden)




Was bedeutet ein Wertalter über dem festgelegten Höchstalter? (Der Messwert ist für den vorgesehenen Zweck veraltet) (!Der Sensor ist nachweislich zerstört) (!Die Einheit muss falsch sein) (!Der Ventilator ist automatisch ausgeschaltet)




Wie gehst Du mit einer erhöhten Filterdruckdifferenz um? (Messung und Betriebsbedingungen prüfen) (!Sofort ungeprüft den Filter ersetzen) (!Den Hinweis grundsätzlich ignorieren) (!Den Sensor ohne Prüfung deaktivieren)





Memory

Grad Celsius Zulufttemperatur
Kilowatt Momentane elektrische Leistung
Kilowattstunde Verbrauchte elektrische Energie
Pascal Filterdruckdifferenz
ppm CO2-Anteil der Raumluft
Eingang Information zur Automationsstation
Ausgang Befehl von der Automationsstation
Zeitstempel Zeitpunkt der Messung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion oder Bedeutung
Temperaturfühler Eingangssignal
Ventilatorstartbefehl Ausgangssignal
Energiezähler Verbrauchserfassung
Zeitstempel Aktualitätsprüfung
Filterdrucksensor Diagnosemessung
Betriebsrückmeldung Zustandsbestätigung
Datenpunktkennung Eindeutige Zuordnung





Kreuzworträtsel

Sensor Welches Gerät erfasst eine physikalische Messgröße?
Aktor Welches Gerät setzt einen Stellbefehl physikalisch um?
Einheit Welche Angabe macht eine Messgröße quantitativ verständlich?
Zeitstempel Welche Angabe bezeichnet den Zeitpunkt einer Messung?
Regelung Wie heißt die fortlaufende Anpassung aufgrund einer Soll-Ist-Abweichung?
Datenpunkt Wie heißt eine eindeutig beschriebene Information der Gebäudeautomation?





LearningApps

Suche passende weitere Übungen zur Gebäudeautomation. Verwende dort ausschließlich Übungsdaten.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gemessene Zulufttemperatur ist aus Sicht der Automationsstation ein

.
Die Temperatur wird häufig in Grad

angegeben.
Die elektrische Leistung wird in

gemessen.
Die elektrische Energie wird in

bilanziert.
Eine Druckdifferenz kann in

angegeben werden.
Der Zeitpunkt einer Messung wird durch den

beschrieben.
Ein zu alter Wert wird als

gekennzeichnet.
Ein Stellbefehl an den Ventilator ist ein

.
Der tatsächliche Betrieb wird durch eine

bestätigt.
Ein erhöhter Filterdruck kann Anlass für eine

sein.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben in einer lokalen Simulation, auf Papier oder mit vollständig fiktiven Daten. Begründe Deine Ergebnisse.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Anlagenschema: Zeichne den Luftweg der Werkstatt W1 und markiere drei mögliche Messstellen.
  2. Datenpunkt: Erstelle Steckbriefe für Zulufttemperatur und Ventilatorstartbefehl.
  3. Physikalische Einheit: Gestalte vier Lernkarten zu °C, Pa, kW und kWh mit jeweils einem Beispiel.
  4. Sensor: Erstelle eine kurze Skizze oder Audioerklärung zum Unterschied zwischen Sensor und Aktor.

Feedbackmaßstab: Gute Lösungen verbinden jede Information mit einer konkreten Funktion. Einheiten ohne Messgröße oder Richtungen ohne festgelegte Perspektive sind unvollständig.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Datenpunktliste: Ergänze die Tabelle der RLT01 um Datenart, Messquelle und Qualitätskennzeichen.
  2. Zeitstempel: Berechne das Alter von vier simulierten Messwerten und kennzeichne veraltete Daten.
  3. Energiemanagement: Stelle die zwei Zählerstände grafisch dar und berechne Verbrauch und mittlere Leistung.
  4. Visualisierung: Entwerfe auf Papier oder lokal ein Ampelbild für Datenqualität, ohne reale Anlagen anzubinden.

Feedbackmaßstab: Berechnungen müssen Einheit und Zeitraum enthalten. Eine farbige Anzeige ist nur dann fachlich aussagekräftig, wenn ihre Entscheidungskriterien eindeutig festgelegt sind.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Gebäudemodell: Entwickle für einen fiktiven Schulungsraum eine eigene Liste von mindestens acht Datenpunkten samt Einheiten, Richtungen und Höchstalter.
  2. Fehlerdiagnose: Entwirf einen simulierten Fall mit einem veralteten Sensor, einem erhöhten Messwert und einer widersprüchlichen Betriebsrückmeldung.
  3. Raumlufttechnik: Vergleiche zwei fiktive Lüftungsstrategien bezüglich Energiebedarf, Datenqualität und Raumluftanforderungen.
  4. Projektarbeit: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, Poster oder eine Präsentation zur sicheren Datenpunktprüfung und lasse Deine Planung von einer anderen Lerngruppe begutachten.

Feedbackmaßstab: Eine gute Transferlösung nennt Annahmen, prüft Datenqualität vor Folgerungen und begründet Zielkonflikte zwischen Energieeffizienz, Luftqualität und Betriebssicherheit. Eingriffe in reale Anlagen gehören nicht dazu.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Datenqualität: Zwei Anzeigen zeigen dieselbe Temperatur, aber unterschiedliche Messzeitpunkte. Entscheide begründet, welche Anzeige für eine aktuelle Regelentscheidung geeignet ist.
  2. Energieeffizienz: Ein Lüftungsgerät läuft außerhalb der Nutzungszeit. Erkläre, welche weiteren Daten Du benötigst, bevor Du von Energieverschwendung sprichst.
  3. Raumluftqualität: Ein CO₂-Wert ist erhöht, aber veraltet. Entwickle eine sichere Reihenfolge zur Prüfung des Falls.
  4. Fehlerdiagnose: Befehl und Betriebsrückmeldung widersprechen sich. Entwickle mehrere mögliche Ursachen und eine Vorgehensweise zur Eingrenzung in einer Simulation.
  5. Messkonzept: Übertrage das Schema der RLT01 auf eine Heizkreispumpe und begründe, welche Datenpunkte unverzichtbar sind.
  6. Datenpunktliste: Entdecke Fehler in einer fiktiven Liste, in der Leistung als kWh, Energie als kW und ein Sensor als Ausgang bezeichnet wird. Beschreibe die Auswirkungen.
  7. Anlagenbetrieb: Priorisiere drei konkurrierende Diagnosemeldungen anhand von Datenqualität, Anlagenfunktion und möglichen Folgen. Begründe Deine Entscheidung.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine Dokumentation für eine vollständig fiktive Anlage.

Sie enthält:

  1. Anlagenschema: Eindeutige Darstellung der wichtigsten Komponenten und Informationswege.
  2. Datenpunktliste: Mindestens acht Datenpunkte mit Kennung, Beschreibung, Quelle, Einheit, Datenart und Richtung.
  3. Aktualitätskonzept: Messzeitstempel, Aktualisierungsregeln, zulässiges Höchstalter und Behandlung veralteter Werte.
  4. Energieauswertung: Korrekte Berechnung eines Verbrauchs aus zwei Zählerständen und zugehöriger Zeitspanne.
  5. Diagnose: Begründete Auswertung eines Energie-, Hygiene- oder Anlagenstörungsfalls.
  6. Reflexion: Erläuterung möglicher Datenfehler, fachlicher Unsicherheiten und sicherer Prüfgrenzen.

Bewertung: Fachliche Richtigkeit, eindeutige Dokumentation, korrekte Einheiten, nachvollziehbare Schlussfolgerungen und verantwortungsvoller Umgang mit Systemen und Daten.

Eine tatsächliche Verbindung mit einem Gebäudeautomationsnetz ist für den Lernnachweis weder notwendig noch vorgesehen.




OERs zum Thema


Wikipedia


Fachlich geprüfte Ausgangsquellen

  1. VDI 3814 Blatt 4.1: Kennzeichnung, Adressierung und Listen in der Gebäudeautomation, Ausgabe 2019.
  2. ASHRAE – BACnet: Objektorientierte Datenkommunikation für Gebäudeautomationssysteme.
  3. DIN EN ISO 52120-1:2025-02: Beitrag von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement zur Energieeffizienz.
  4. Umweltbundesamt: CO₂ als Indikator für die Lüftungssituation.
  5. VDI 6022: Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte.

Quellenhinweis: Normen sind teilweise urheberrechtlich geschützt und nicht frei als Volltext verfügbar. Die Lernbeispiele sind eigenständige didaktische Vereinfachungen, keine reproduzierten Normtexte.


Bildnachweise und Medienrechte

Die genannten Dateien wurden auf ihren Wikimedia-Commons-Beschreibungsseiten mit den dort ausgewiesenen Lizenzen geprüft. Sie werden unverändert eingebunden.

  1. Smart Building Komponenten.svg – SiSchweizer, als Autor „canva“ angegeben, CC BY-SA 4.0.
  2. MIT HVAC-System – MIT OpenCourseWare, CC BY-SA 4.0.
  3. Air handling unit.JPG – P199, Public Domain.
  4. Blockschaltbild Heizungsregelung – SchmiAlf, CC BY 4.0.
  5. Carbon Dioxide Sensor SCD4x – Sensirion AG, CC BY-SA 4.0.
  6. Elektrischer Energiezähler – Asurnipal, CC BY-SA 4.0.
  7. HVAC system diagram – sammsheatingandair, CC BY-SA 2.0.

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