Feinbleche mit Hand- und Hebelscheren schneiden - Schmied


Feinbleche mit Hand- und Hebelscheren schneiden - Schmied
Feinbleche mit Hand- und Hebelscheren schneiden - Schmied
Einleitung
Das Schneiden von Feinblech gehört zu den grundlegenden Fertigkeiten in der Metalltechnik. Im Schmiedehandwerk und im heutigen Ausbildungsberuf Metallbauer/in der Fachrichtung Metallgestaltung werden aus Blechen zum Beispiel Blätter, Rosetten, Beschläge, Abdeckungen, Zierbänder oder Schablonen hergestellt. Vor dem Schmieden, Biegen, Treiben, Nieten, Löten oder Schweißen muss der Zuschnitt maßhaltig, sicher und möglichst verformungsarm erfolgen.
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende. Du lernst, Handblechscheren und stationäre Handhebelscheren fachgerecht auszuwählen, den Schnitt vorzubereiten, das Blech sicher zu führen, Schnittfehler zu beurteilen und die Kanten nachzuarbeiten. Praktische Übungen dürfen nur nach Unterweisung, entsprechend der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und unter Aufsicht einer fachkundigen Person durchgeführt werden.

Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses Kurses kannst Du:
- Scherschneiden als Trennverfahren erklären und typische Schnittflächenmerkmale benennen.
- Handblechscheren nach Werkstoff, Blechdicke, Schnittform und Herstellerangabe auswählen.
- Linksschneidende, rechtsschneidende und geradschneidende Scheren fachlich unterscheiden.
- Eine Handhebelschere kontrollieren, vorbereiten und unter Beachtung von Niederhalter und Hebelsicherung bedienen.
- Einen Zuschnitt nach Anriss ausführen, entgraten und anhand festgelegter Qualitätsmerkmale prüfen.
- Gefährdungen durch scharfe Blechkanten, Quetschstellen, Scherstellen und unkontrollierte Werkstückbewegungen beurteilen.
Fachliche Grundlagen
Feinblech im Schmiede- und Metallgestaltungsbetrieb
Feinbleche sind dünne, flächige Halbzeuge. In der Metallgestaltung werden häufig unlegierte Stähle, nichtrostende Stähle, Aluminium, Kupfer, Messing oder Zink verarbeitet. Werkstoff, Festigkeit, Blechdicke, Oberflächenzustand und gewünschte Kontur bestimmen, welches Trennwerkzeug geeignet ist. Die zulässige Schneidleistung einer Schere darf niemals nur geschätzt werden: Verbindlich sind Typenschild, Betriebsanleitung und betriebliche Vorgaben.
Ein sauber zugeschnittenes Blech erleichtert die nachfolgenden Arbeitsgänge. Ein zu großer Grat kann Verletzungen verursachen, das genaue Anlegen an Vorrichtungen stören und beim Biegen oder Schmieden Ausgangspunkt für Risse sein. Bei Sichtflächen sind außerdem Kratzer, Druckstellen und unnötige Verformungen zu vermeiden.

Das Trennverfahren Scherschneiden
Beim Scherschneiden bewegen sich zwei Schneiden aneinander vorbei. Zunächst wird das Blech elastisch und plastisch verformt. Danach dringen die Schneiden ein, bis der verbleibende Querschnitt bricht. An einer typischen Schnittkante können Kanteneinzug, Glattschnittzone, Bruchzone und Schnittgrat erkannt werden.
Die Schnittqualität hängt insbesondere von folgenden Größen ab:
- Schneidspalt: Ein ungeeigneter Schneidspalt erhöht Gratbildung, Verformung oder Schneidkraft.
- Werkstoff und Blechdicke: Höhere Festigkeit oder größere Dicke erfordern mehr Kraft und ein dafür zugelassenes Werkzeug.
- Zustand der Schneiden: Stumpfe, beschädigte oder falsch eingestellte Schneiden verschlechtern die Schnittfläche.
- Werkstückführung: Verkanten, Schwingen oder fehlende Auflage führen zu Maß- und Formfehlern.
- Schnittverlauf: Gerade Schnitte, enge Radien und Innenausschnitte verlangen unterschiedliche Scherenformen.

Handblechscheren
Aufbau und Funktion
Eine Handblechschere besteht im Wesentlichen aus Griffen, Gelenk beziehungsweise Gewerbe, Schenkeln und Schneiden. Bei einer übersetzten Blechschere vergrößert ein zusätzliches Gelenksystem die Handkraft. Distanzhalter oder geeignete Griffformen mindern die Gefahr, die Finger zwischen den Handgriffen zu quetschen.
Vor jedem Einsatz prüfst Du:
- Sind Schneiden, Gelenk, Griffe, Verriegelung und Rückholfeder unbeschädigt?
- Ist die Schere für Werkstoff, Blechdicke und Schnittform zugelassen?
- Bewegen sich die Schneiden gleichmäßig, ohne übermäßiges Spiel oder Klemmen?
- Sind die Griffe trocken, sauber und frei von Öl?
- Kann das Werkstück sicher aufgelegt, gehalten und geführt werden?
Scherentypen richtig auswählen
| Scherentyp | Typischer Einsatz | Fachlicher Hinweis |
|---|---|---|
| Geradschneidende Schere | Kurze gerade Schnitte und weite Bögen | Für enge Radien meist ungeeignet |
| Durchlaufschere | Längere gerade Schnitte | Bauform führt die Blechhälften möglichst günstig an den Griffen vorbei |
| Linksschneidende Schere | Gerade Schnitte und enge Linkskurven | Bezeichnung beschreibt die bevorzugte Schnittrichtung, nicht die Hand der Bedienperson |
| Rechtsschneidende Schere | Gerade Schnitte und enge Rechtskurven | Werkzeugkennzeichnung des Herstellers beachten |
| Figuren- oder Lochschere | Kleine Radien, Konturen und Ausschnitte | Für Innenausschnitte ist eine geeignete Startöffnung erforderlich |
| Übersetzte Schere | Wiederholte Schnitte in zulässigem Feinblech | Gelenkübersetzung reduziert die erforderliche Handkraft |
Die oft verwendeten Grifffarben sind nicht bei allen Herstellern einheitlich. Verlasse Dich deshalb nicht allein auf Rot, Grün oder Gelb, sondern prüfe Symbol, Beschriftung und Schneidengeometrie.


Arbeitsablauf mit der Handblechschere
- Arbeitsauftrag klären: Zeichnung, Maße, Toleranzen, Werkstoff, Blechdicke, Stückzahl und Sichtseite bestimmen.
- Anreißen: Kontur mit geeignetem Mess- und Anreißmittel übertragen. Empfindliche Sichtflächen bei Bedarf mit Schablone oder ablösbarem Markiermittel kennzeichnen.
- Werkzeug auswählen: Schnittform, Werkstoff und zulässige Blechdicke mit der Scherenkennzeichnung abgleichen.
- Werkstück vorbereiten: Blech sicher auflegen, lange Tafeln unterstützen und den Abfallstreifen so planen, dass er kontrolliert ablaufen kann.
- Anschnitt setzen: Schneiden genau an der vorgesehenen Trennlinie ansetzen und das Fertigmaß beachten.
- Schnitt führen: Schere ruhig und möglichst rechtwinklig zur Blechfläche halten. Das Werkstück kontrolliert drehen, statt das Handgelenk zu verdrehen.
- Bei längeren Schnitten die Schneiden nicht jedes Mal vollständig bis zur Spitze schließen. So werden Kerben, Risse und ein unruhiger Schnitt vermieden.
- Kräfte beurteilen: Reicht die normale Handkraft nicht aus, Arbeit stoppen. Mögliche Ursachen sind falsches Werkzeug, zu dickes oder zu festes Material sowie stumpfe Schneiden.
- Nacharbeiten: Schnittkante entgraten und gegebenenfalls vorsichtig richten, ohne die Sichtfläche zu beschädigen.
- Prüfen: Maß, Winkel, Kontur, Ebenheit, Gratfreiheit und Oberflächenzustand kontrollieren.
Ein Rohr als Griffverlängerung, das Einspannen einer Handblechschere zur Kraftsteigerung oder Schläge auf die Griffe sind unzulässig. Dadurch können Werkzeugbruch, unkontrollierte Bewegungen und schwere Verletzungen entstehen.

Kurven, Ausschnitte und Abfallseite
Bei Kurvenschnitten muss die richtige Schere den Abfall so wegführen, dass die Schnittlinie sichtbar und das Fertigteil möglichst wenig verformt bleibt. Für einen Linksbogen verwendest Du in der Regel eine linksschneidende, für einen Rechtsbogen eine rechtsschneidende Schere. Bei engen Innenkonturen wird eine ausreichend große Startöffnung hergestellt; Bohrungsdurchmesser und Vorgehen richten sich nach Zeichnung, Werkzeug und betrieblicher Arbeitsanweisung.
Plane vor dem Schnitt, welche Seite Fertigteil und welche Seite Abfall ist. Schneide so, dass der Anriss am Fertigteil kontrollierbar bleibt. Kleine Korrekturschnitte erzeugen häufig schmale, scharfkantige Streifen. Diese dürfen nicht mit bloßen Händen abgerissen oder weggewischt werden.
Handhebelscheren
Aufbau und Einsatzbereich
Die stationäre Handhebelschere besitzt üblicherweise ein festes Untermesser, ein bewegliches Obermesser, einen langen Handhebel, einen stabilen Maschinenkörper und je nach Bauart einen Niederhalter. Die Hebelübersetzung verringert die notwendige Bedienkraft. Eine selbsttätig wirkende Hochhaltevorrichtung beziehungsweise Hebelsicherung muss verhindern, dass der Hebel unbeabsichtigt herabfällt.
Handhebelscheren eignen sich besonders für wiederkehrende gerade Zuschnitte, kurze Abschnitte und – nur bei entsprechender Bauart – auch für bestimmte Profile. In diesem Lernkurs steht der Feinblechzuschnitt im Mittelpunkt. Die maximale Blechdicke ist werkstoffabhängig und wird ausschließlich nach Herstellerangabe beurteilt.


Sicherer Arbeitsablauf an der Handhebelschere
- Aufstellort und Befestigung kontrollieren: Die Schere muss standsicher und fest mit einer geeigneten Unterlage verbunden sein.
- Funktionsprüfung durchführen: Messer, Hebel, Lagerung, Anschläge, Niederhalter und selbsttätige Hochhaltevorrichtung prüfen.
- Werkstoffdaten abgleichen: Nur zugelassene Werkstoffe, Härten, Querschnitte und Maximalmaße schneiden.
- Arbeitsbereich freihalten: Es arbeitet nur eine Person an der Schere. Andere Personen halten Abstand zum Scher- und Schwenkbereich.
- Blech auflegen und ausrichten: Werkstück am Anschlag oder Anriss positionieren und lange Bleche gegen Kippen unterstützen.
- Niederhalter verwenden: Das Werkstück wird gegen Hochkanten und Verschieben gesichert.
- Hände aus dem Gefahrenbereich halten: Niemals unter Niederhalter, Messer oder zwischen bewegte Bauteile greifen.
- Hebel kontrolliert bewegen: Mit gleichmäßiger Kraft schneiden, nicht reißen, springen oder mit einer Verlängerung arbeiten.
- Schnittteil und Abfall sicher ablegen: Scharfkantige Teile nicht fallen lassen und nicht in Verkehrswegen lagern.
- Nach Arbeitsende den Hebel in vorgesehener Ruhestellung hochstellen und gegen unbeabsichtigtes Herabfallen sichern. Störungen melden und die Schere bei Defekten kennzeichnen.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die größten Gefährdungen sind Schnittverletzungen an Blechkanten und Grat, Quetschungen zwischen Griffen oder am Niederhalter, Verletzungen im Scherbereich, unkontrolliert kippende Tafeln sowie herumliegende scharfkantige Abfälle.
- Trage eng anliegende Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und die nach Gefährdungsbeurteilung festgelegte Schutzbrille.
- Verwende geeignete Schutzhandschuhe gegen Schnittverletzungen beim Handhaben von Blechen und Abfällen. Beachte die betriebliche Festlegung für den konkreten Arbeitsgang.
- Lege Uhren, Ringe und lose Schmuckstücke ab.
- Trage große Bleche mit geeigneter Unterstützung und achte auf Personen im Schwenkbereich.
- Greife niemals prüfend mit dem Finger über eine frisch geschnittene Kante.
- Entferne schmale Schnittstreifen mit geeignetem Hilfsmittel und entsorge sie in einem vorgesehenen Behälter.
- Verwende keine beschädigten, stumpfen oder eigenmächtig veränderten Scheren.
- Messerwechsel, Nachschliff und Einstellungen am Schneidspalt dürfen nur durch dafür qualifizierte Personen erfolgen.
Qualität prüfen und Fehler vermeiden
Prüfmerkmale
Nach dem Schneiden bewertest Du nicht nur das Maß. Für ein schmiedegerechtes Bauteil sind mehrere Merkmale wichtig:
- Maßhaltigkeit und Einhaltung der Toleranz
- Geradheit beziehungsweise Konturtreue
- Rechtwinkligkeit bei rechteckigen Zuschnitten
- Geringe Verformung und ausreichende Ebenheit
- Gratfreiheit und verletzungssichere Kanten
- Unbeschädigte Sichtfläche
- Eignung für den Folgeprozess wie Biegen, Treiben, Schmieden, Nieten oder Schweißen
Zum Prüfen eignen sich je nach Aufgabe Stahlmaßstab, Messschieber, Anschlagwinkel, Schablone, Richtplatte und Sichtprüfung. Die Auswahl richtet sich nach Zeichnung und geforderter Genauigkeit.
Typische Fehlerbilder
| Fehlerbild | Wahrscheinliche Ursache | Fachgerechte Reaktion |
|---|---|---|
| Starker Grat | Stumpfe Schneiden, ungeeigneter Schneidspalt oder falsches Werkzeug | Arbeit stoppen, Werkzeug prüfen lassen, Kante fachgerecht entgraten |
| Risse oder Kerben im Schnitt | Scherenspitzen vollständig geschlossen oder Schnitt zu stark erzwungen | Mit überlappenden Teilschnitten arbeiten und Werkzeugauswahl prüfen |
| Blech stark aufgebogen | Falsche Schere, ungünstige Abfallführung oder fehlende Werkstückunterstützung | Schnittrichtung und Scherentyp anpassen, Blech besser führen |
| Maß unterschritten | Auf der falschen Seite des Anrisses geschnitten oder Schnittbreite nicht berücksichtigt | Fertigteil- und Abfallseite vor dem Schnitt kennzeichnen |
| Schnitt läuft vom Anriss weg | Verkanten, schlechte Sicht, falscher Radius oder ungeeignete Schere | Neu ansetzen, Werkstück kontrolliert drehen, passenden Scherentyp verwenden |
| Sehr hoher Kraftbedarf | Material zu dick oder zu fest, Schere stumpf oder Gelenk beschädigt | Sofort stoppen; niemals Hebel oder Griffe verlängern |
Anwendung im Schmiedehandwerk
Beim Schmieden und in der Metallgestaltung entstehen viele Werkstücke aus einer Kombination von Blech, Flachstahl, Rundstahl und Profilen. Ein Blechzuschnitt kann Ausgangsform für ein getriebenes Blatt, eine Rosette, eine Laternenabdeckung oder einen Zierbeschlag sein. Die Schnittkontur beeinflusst das spätere Umformen: Kerben und starke Grate begünstigen Risse, während ein sauberer, entgrateter Zuschnitt ein gleichmäßigeres Biegen, Treiben oder Warmformen ermöglicht.
Ein geeigneter betrieblicher Übungsauftrag ist ein stilisiertes Blatt aus Feinblech. Zuerst wird eine Schablone entwickelt, danach die Kontur angerissen, mit der passenden Handblechschere ausgeschnitten, entgratet und geprüft. Erst anschließend folgen Sicken, Treiben, Biegen oder eine kontrollierte Warmumformung. So wird deutlich, dass der Zuschnitt Teil einer vollständigen Fertigungskette ist.

Fachliche Quellen und Vertiefung
- BGHM: Arbeiten mit Handhebelscheren
- DGUV Information 209-019: Blechbearbeitung
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin
- Wikipedia: Blechschere
- Wikimedia Commons: Snips
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Trennverfahren wird beim Schneiden von Blech mit zwei aneinander vorbeigleitenden Schneiden eingesetzt? (Scherschneiden) (!Spanen) (!Brennschneiden) (!Strangpressen)
Welche Angaben sind für die Auswahl einer Blechschere besonders wichtig? (Werkstoff Blechdicke und Schnittform) (!Nur die Farbe der Griffe) (!Nur die Länge des Werkstücks) (!Nur die Körpergröße der Bedienperson)
Wofür ist eine linksschneidende Handblechschere vorgesehen? (Für Linkskurven und entsprechende Schnittverläufe) (!Ausschließlich für linkshändige Personen) (!Nur zum Schneiden von Kunststoff) (!Nur zum Entgraten)
Wie werden längere Schnitte mit der Handblechschere günstig ausgeführt? (Mit überlappenden Teilschnitten ohne vollständiges Schließen bis zur Spitze) (!Mit Schlägen auf die Scherengriffe) (!Mit einem Rohr als Griffverlängerung) (!Durch Abreißen des Reststreifens)
Welche Aufgabe hat der Niederhalter an der Handhebelschere? (Er sichert das Werkstück gegen Hochkanten und Verschieben) (!Er schärft während des Schnitts das Obermesser) (!Er misst automatisch die Blechdicke) (!Er ersetzt die Schutzbrille)
Was ist bei zu hohem Kraftbedarf zu tun? (Arbeit stoppen und Werkzeug sowie Werkstoff prüfen) (!Den Hebel mit einem Rohr verlängern) (!Zu zweit am Hebel ziehen) (!Mit einem Hammer nachhelfen)
Welches Merkmal kann an einer geschnittenen Blechkante besonders verletzungsgefährlich sein? (Der Schnittgrat) (!Die Anrissfarbe) (!Die Werkstücknummer) (!Die Maßlinie)
Wer soll eine Handhebelschere während eines Schnitts bedienen? (Eine unterwiesene Person allein) (!Zwei Personen gleichzeitig am Hebel) (!Eine Person am Hebel und eine im Scherbereich) (!Beliebig viele Personen ohne Abstimmung)
Was gehört zur Qualitätskontrolle eines Blechzuschnitts? (Maß Kontur Grat und Oberflächenzustand prüfen) (!Nur das Gewicht schätzen) (!Nur die Farbe vergleichen) (!Nur den Abfallstreifen messen)
Warum ist ein sauber entgrateter Zuschnitt für Schmiedearbeiten wichtig? (Er vermindert Verletzungsgefahr und ungünstige Kerbwirkung) (!Er macht jede weitere Prüfung überflüssig) (!Er erhöht automatisch die Blechdicke) (!Er ersetzt das Anreißen)
Memory
| Handblechschere | Handgeführtes Werkzeug zum Scherschneiden |
| Durchlaufschere | Werkzeug für längere gerade Schnitte |
| Linksschneidend | Geeignet für enge Linkskurven |
| Rechtsschneidend | Geeignet für enge Rechtskurven |
| Niederhalter | Sicherung gegen Hochkanten des Werkstücks |
| Hebelsicherung | Schutz gegen unbeabsichtigtes Herabfallen |
| Schnittgrat | Scharfkantiger Bereich an der Trennkante |
| Entgraten | Entfernen scharfer Kanten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Durchlaufschere | Längerer Geradschnitt |
| Linksschneidende Schere | Enge Linkskurve |
| Rechtsschneidende Schere | Enge Rechtskurve |
| Handhebelschere | Wiederholter gerader Zuschnitt |
| Niederhalter | Werkstück gegen Hochkanten sichern |
| Entgrater | Scharfe Schnittkante nachbearbeiten |
| Anschlagwinkel | Rechtwinkligkeit kontrollieren |
Kreuzworträtsel
| Scherschneiden | Wie heißt das Trennen mit aneinander vorbeigleitenden Schneiden? |
| Niederhalter | Welches Bauteil sichert das Blech gegen Hochkanten? |
| Schnittgrat | Wie heißt der scharfkantige Bereich an der Trennkante? |
| Hebelsicherung | Welche Einrichtung verhindert das unbeabsichtigte Herabfallen des Hebels? |
| Anriss | Wie heißt die auf das Werkstück übertragene Schnittlinie? |
| Entgraten | Wie heißt das Entfernen scharfer Kanten nach dem Schnitt? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugsteckbrief: Fotografiere oder zeichne eine Handblechschere aus Deiner Ausbildungswerkstatt und beschrifte Griffe, Gelenk, Schneiden, Verriegelung und gegebenenfalls Übersetzung.
- Sicherheitsplakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln für das sichere Handhaben scharfkantiger Bleche.
- Schnittflächenanalyse: Untersuche unter Aufsicht eine vorbereitete Blechkante und kennzeichne Kanteneinzug, Glattschnittzone, Bruchzone und Grat.
- Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Videos aus und notiere drei fachlich richtige Handlungen sowie eine Stelle, die im Betrieb zusätzlich erklärt werden sollte.
Standard
- Werkzeugauswahl: Ordne für fünf vorgegebene Schnittkonturen geeignete Handblechscheren zu und begründe jede Entscheidung mit Schnittrichtung, Radius und Blechdicke.
- Schneidprobe: Fertige unter Aufsicht drei gerade Probestreifen an, dokumentiere Abweichungen und leite eine Verbesserung Deiner Werkstückführung ab.
- Prüfprotokoll: Entwickle ein Formular für Maßhaltigkeit, Rechtwinkligkeit, Grat, Ebenheit und Oberflächenzustand.
- Fehlerdiagnose: Erhalte mehrere fehlerhafte Musterstücke und bestimme zu jedem Fehlerbild eine wahrscheinliche Ursache sowie eine sichere Abstellmaßnahme.
Schwer
- Schmiedeblatt: Plane und fertige unter Aufsicht einen Blechrohling für ein stilisiertes Schmiedeblatt einschließlich Schablone, Anriss, Zuschnitt, Entgraten und Qualitätsprüfung.
- Verfahrensvergleich: Vergleiche Handblechschere und Handhebelschere für eine Kleinserie. Bewerte Rüstaufwand, Schnittform, Kraftbedarf, Qualität und Arbeitssicherheit.
- Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft zur Auswahl, Wartung und Prüfung von Blechscheren. Stelle die Aussagen den Herstellerangaben und der betrieblichen Unterweisung gegenüber.
- Lehrvideo: Produziere in der Ausbildungswerkstatt ein kurzes Lehrvideo zum sicheren Zuschnitt. Zeige nur freigegebene Arbeitsschritte und lasse das Sicherheitskonzept vor der Aufnahme prüfen.


Lernkontrolle
- Fertigungsplanung: Für eine Zierrosette aus Stahlblech sind gerade Außenkanten, enge Bögen und ein Innenausschnitt vorgesehen. Entwickle eine sinnvolle Werkzeug- und Arbeitsfolge und begründe jeden Wechsel.
- Fehleranalyse: Ein Schnitt zeigt starken Grat, das Blech ist aufgebogen und die Bedienkraft war ungewöhnlich hoch. Erkläre mehrere mögliche Ursachen und formuliere eine sichere Prüfstrategie.
- Arbeitsschutzfall: Eine zweite Person möchte eine große Blechtafel festhalten, während die erste den Hebel betätigt. Bewerte die Situation und entwickle eine sichere Alternative.
- Qualitätsentscheidung: Zwei Zuschnitte liegen innerhalb des Maßes. Einer besitzt jedoch eine Kerbe am Rand. Entscheide, welcher Zuschnitt für nachfolgendes Biegen geeignet ist, und begründe Deine Entscheidung.
- Werkstoffwechsel: Ein Arbeitsauftrag wechselt von weichem Stahlblech zu nichtrostendem Stahl gleicher Dicke. Erkläre, warum die bisherige Werkzeugfreigabe nicht ungeprüft übernommen werden darf.
- Serienfertigung: Vergleiche die Eignung von Handblechschere und Handhebelschere für zwanzig rechteckige Zuschnitte. Beziehe Ergonomie, Wiederholgenauigkeit, Rüstaufwand und Gefährdungen ein.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- Ein fachlich begründeter Werkzeugauswahlplan
- Eine dokumentierte Sicherheitsunterweisung oder Sicherheitsanalyse
- Ein selbst gefertigter und entgrateter Blechzuschnitt
- Ein Prüfprotokoll mit Sollmaß, Istmaß, Toleranz und Qualitätsbewertung
- Die Erklärung von Scherschneiden, Schnittflächenmerkmalen und Gratbildung
- Die sichere Bedienfolge einer Handhebelschere einschließlich Niederhalter und Hebelsicherung
- Eine Fehleranalyse mit Ursache, Auswirkung und geeigneter Abstellmaßnahme
- Eine Reflexion über die Bedeutung des Zuschnitts für nachfolgende Schmiede- und Metallgestaltungsarbeiten
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