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Fachsprache und Kommunikation – Konflikte im Team bearbeiten

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Fachsprache und Kommunikation – Konflikte im Team bearbeiten

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Fachsprache und Kommunikation – Konflikte im Team bearbeiten

Zielgruppe: Ausbildung / Berufsschule

Kurzbeschreibung: In kurzen Lerneinheiten übst Du, einen Konflikt im Team zuerst als überprüfbaren Sachverhalt zu beschreiben, anschließend die Perspektive der Beteiligten zu wechseln und zum Schluss verbindliche Absprachen zu treffen. Du arbeitest mit Fachsprache, Bildern, Videos, Zuordnungen, Entscheidungssituationen und einem durchgehenden Ausbildungsfall.

Datenschutz-Hinweis: Alle Personen, Betriebe, Aufträge und Kennungen im Fallbeispiel sind fiktiv. Für Aufgaben brauchst Du keine echten personenbezogenen Daten und keinen Upload.

Teamkommunikation findet gleichzeitig auf Sach-, Beziehungs- und Organisationsebene statt. Bild: woodleywonderworks, CC BY 2.0.


Einleitung

Konflikte gehören zur Zusammenarbeit. Entscheidend ist, ob ein Team Vermutungen und Vorwürfe verstärkt oder den Konflikt sachlich bearbeitet.

Für die Ausbildung ist besonders wichtig:

  1. Sachverhalt: Was ist tatsächlich beobachtbar und überprüfbar?
  2. Perspektivwechsel: Wie sehen die Beteiligten dieselbe Situation?
  3. Vereinbarung: Wer macht was bis wann und wie wird die Umsetzung geprüft?

Der Kurs verbindet Kommunikation, Aktives Zuhören, Ich-Botschaft, Feedback, Konfliktmanagement und einfache Elemente der Gewaltfreien Kommunikation.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du

  1. Beobachtung und Bewertung sprachlich trennen,
  2. Fachsprache statt pauschaler Vorwürfe verwenden,
  3. offene Fragen stellen und Gehörtes paraphrasieren,
  4. unterschiedliche Perspektiven nachvollziehen,
  5. konkrete und überprüfbare Absprachen formulieren,
  6. erkennen, wann Unterstützung durch Ausbildende, Führungskräfte oder Mediation sinnvoll ist.


Ausbildungsfall: Auftrag A-204

Konflikte werden schnell persönlich. Für die Bearbeitung hilft es, zunächst auf beobachtbare Vorgänge zurückzugehen. Bild: Jaroslav A. Polák, CC0 1.0.

Fiktiver Ausbildungsbetrieb: Nordstern Werkservice GmbH

Beteiligte: Alex, Auszubildender im zweiten Ausbildungsjahr; Sam, Teammitglied; Frau Kern, Ausbilderin.

Situation: Im gemeinsamen Aufgabenboard steht: „Auftrag A-204 bis 12:00 versandfertig“. Alex bereitet die Unterlagen vor. Sam übernimmt parallel einen dringenden Kundenauftrag und ändert seine Priorität, ohne die Änderung im Aufgabenboard einzutragen. Um 12:20 ist A-204 noch nicht versandfertig.

Im Teamchat schreibt Alex: „Du lässt mich schon wieder hängen.“

Sam antwortet: „Wenn Du alles besser weißt, mach es doch selbst.“

Frau Kern bemerkt die Verzögerung und bittet beide zu einem kurzen Klärungsgespräch.


Drei Prüfsteine für den Fall

Prüfstein Leitfrage Fachsprachlicher Fokus
Sachverhalt Was ist beobachtbar? Zeitpunkt, Handlung, Ergebnis, Dokumentation
Perspektivwechsel Was wusste und brauchte jede Person? Sichtweise, Interesse, Belastung, Informationsstand
Verbindliche Absprache Was gilt ab jetzt konkret? Zuständigkeit, Termin, Kommunikationsweg, Kontrollpunkt


Lerneinheit 1 – Sachverhalt statt Vorwurf

Ein Sachverhalt beschreibt möglichst konkret, was passiert ist. Eine Bewertung deutet oder beurteilt das Verhalten.

Aussage Einordnung
„Um 12:20 war Auftrag A-204 noch nicht versandfertig.“ Beobachtbarer Sachverhalt
„Sam ist unzuverlässig.“ Bewertung
„Im Aufgabenboard war keine Prioritätsänderung eingetragen.“ Beobachtbarer Sachverhalt
„Alex übertreibt immer.“ Pauschale Bewertung

Fachsprache hilft: Nutze konkrete Verben wie dokumentieren, priorisieren, rückmelden, abstimmen, prüfen, freigeben oder vereinbaren. Vermeide pauschale Wörter wie immer, nie, typisch oder unfähig, wenn sie nicht sachlich belegt sind.


Interaktive Zuordnung: Beobachtung oder Deutung?

Ordne die richtige Kategorie zu. Aussage
Sachverhalt Auftrag A-204 war um 12:20 noch offen.
Bewertung Sam nimmt Teamarbeit nicht ernst.
Perspektive Alex braucht eine Rückmeldung über geänderte Prioritäten.
Offene Frage Was hat Deine Priorität verändert?
Vereinbarung Prioritätsänderungen werden künftig sofort im Aufgabenboard dokumentiert.




Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Formuliere „Du kümmerst Dich nie rechtzeitig“ als überprüfbare Aussage zum Fall A-204 um.

Hilfe 1: Nenne nur Zeitpunkt, Vorgang und sichtbares Ergebnis.

Hilfe 2: Beginne mit „Um … war …“.

Mögliche Lösung: „Um 12:20 war Auftrag A-204 noch nicht versandfertig.“

Begründetes Feedback: Die Formulierung ist besser, weil sie keine Eigenschaft der Person bewertet. Ein konkreter Zeitpunkt und ein konkreter Vorgang können gemeinsam geprüft werden.


Lerneinheit 2 – Perspektiven wechseln

Ein Perspektivwechsel bedeutet nicht, einer Person automatisch recht zu geben. Du versuchst zuerst zu verstehen, welche Informationen, Ziele oder Belastungen ihre Sicht geprägt haben.

Person Mögliche Perspektive im Fall Klärungsfrage
Alex Erwartet, dass der vereinbarte Auftrag bis 12:00 fertig wird. „Welche Information hätte Dir gefehlt?“
Sam Reagiert auf einen dringenden Kundenauftrag und setzt eine neue Priorität. „Wie hast Du entschieden, was zuerst erledigt wird?“
Frau Kern Muss Termin, Zusammenarbeit und Lernprozess im Blick behalten. „Welche Regel verhindert denselben Konflikt beim nächsten Auftrag?“

Das Vier-Seiten-Modell kann helfen, Missverständnisse zu analysieren: Eine Nachricht kann als Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell verstanden werden.

Videoauftrag: Achte darauf, wie dieselbe Aussage auf verschiedenen Ebenen verstanden werden kann. Übertrage das anschließend auf „Du lässt mich schon wieder hängen.“


Perspektivwechsel in drei Fragen

  1. Was weiß die andere Person?
  2. Was ist ihr in der Situation wichtig?
  3. Welche Information fehlt zwischen den Beteiligten?

Merksatz: Perspektivwechsel ersetzt keine Fakten. Er ergänzt sie.


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Formuliere zwei offene Fragen, mit denen Alex Sams Sicht klären kann.

Hilfe 1: Beginne mit Was, Wie oder Welche.

Hilfe 2: Frage nach Entscheidung und Informationsstand, nicht nach Schuld.

Mögliche Lösung: „Was hat dazu geführt, dass Du den Kundenauftrag vorgezogen hast?“ und „Welche Information hätte ich gebraucht, damit ich die Änderung nachvollziehen kann?“

Begründetes Feedback: Offene Fragen fördern Erklärung statt Rechtfertigung. Die Fragen zielen auf Ablauf und Informationsstand und nicht auf eine persönliche Abwertung.


Lerneinheit 3 – Deeskalierend sprechen und aktiv zuhören

Eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene Wahrnehmung und Wirkung, statt dem Gegenüber pauschal Eigenschaften zuzuschreiben.

Videoauftrag: Notiere beim Ansehen ein Beispiel für eine Ich-Botschaft und ein Beispiel für eine Du-Botschaft.

Für Konfliktgespräche eignet sich als einfache Struktur:

Schritt Beispiel aus A-204
Beobachtung „Um 12:20 war der Auftrag noch offen.“
Wirkung „Dadurch konnte ich den Versand nicht abschließen.“
Bedürfnis / Interesse „Ich brauche Klarheit über Prioritätsänderungen.“
Bitte „Trägst Du Änderungen künftig direkt im Aufgabenboard ein?“
Vier häufig verwendete Schritte der Gewaltfreien Kommunikation: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Bild: Andreas Bohnenstengel, CC BY-SA 3.0 DE.
Schema zur Gewaltfreien Kommunikation. Die Darstellung ist gemeinfrei; die Begriffe können mit Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte verglichen werden.

Die oben verwendete betriebliche Struktur mit Wirkung ist eine praxisnahe Anpassung. Das klassische Modell der Gewaltfreien Kommunikation arbeitet mit Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte.


Aktives Zuhören

Beim aktiven Zuhören versuchst Du zunächst zu verstehen. Hilfreich sind kurze Rückmeldungen, Nachfragen und Paraphrasen.

Beispiel:

Alex: „Ich brauche eine Rückmeldung, wenn sich die Priorität ändert.“

Sam: „Du möchtest also, dass eine Änderung sofort im Board sichtbar wird, damit Du weiterplanen kannst?“

Die zweite Aussage ist eine Paraphrase: Sam prüft, ob er Alex richtig verstanden hat.


Entscheidungssituation: Welche Reaktion hilft?

Passende Reaktion Gesprächssituation
Nachfragen „Was hat sich an Deiner Priorität verändert?“
Paraphrasieren „Du meinst, dass der Kundenauftrag für Dich in diesem Moment dringender war.“
Ich-Botschaft „Ich war unsicher, weil die Änderung nicht im Board stand.“
Bitte „Bitte dokumentiere die Änderung künftig sofort.“
Pause und Unterstützung Die Gesprächspartner werden beleidigend und hören einander nicht mehr zu.




Lerneinheit 4 – Verbindliche Absprachen treffen

Eine gute Konfliktklärung endet nicht bei „Wir geben uns mehr Mühe“. Eine Vereinbarung muss so konkret sein, dass später erkennbar ist, ob sie umgesetzt wurde.

Prüfe fünf Punkte:

  1. Wer ist zuständig?
  2. Was wird getan?
  3. Bis wann?
  4. Wo wird die Änderung dokumentiert?
  5. Wann wird kurz geprüft, ob die Regel funktioniert?
Grundlagen für strukturierte Mitarbeitergespräche. Bild: Paul Kral, CC BY-SA 3.0 oder GFDL.

Unklare Absprache: „Wir kommunizieren künftig besser.“

Verbindliche Absprache: „Wenn sich die Priorität eines gemeinsamen Auftrags ändert, trägt die Person die Änderung sofort im Aufgabenboard ein und informiert das betroffene Teammitglied im Teamchat. Frau Kern prüft die Regel nach einer Woche im Teamgespräch.“


Transferaufgabe mit Feedback

Neue Situation: In der Werkstatt werden zwei Maschinen für denselben Termin benötigt. Zwei Auszubildende gehen jeweils davon aus, dass ihre Aufgabe Vorrang hat. Die Reservierung ist nicht dokumentiert.

Aufgabe: Formuliere eine Vereinbarung, die den nächsten Konflikt verhindert.

Hilfe 1: Kläre Zuständigkeit, Dokumentationsort und Zeitpunkt.

Hilfe 2: Nutze die Form: „Wenn …, dann …, bis …, dokumentiert in …, geprüft durch …“.

Mögliche Lösung: „Maschinenreservierungen werden vor Arbeitsbeginn im digitalen Belegungsplan eingetragen. Bei Überschneidungen klären die Beteiligten die Priorität vor Beginn mit der zuständigen Fachkraft. Die Regel wird nach zwei Wochen ausgewertet.“

Begründetes Feedback: Die Lösung ist überprüfbar, weil sie Handlung, Zeitpunkt, Dokumentationsweg und Klärungsstelle festlegt. Dadurch sinkt das Risiko, dass beide Seiten nur von unterschiedlichen Annahmen ausgehen.


Lerneinheit 5 – Grenzen der direkten Konfliktklärung

Nicht jeder Konflikt sollte allein zwischen zwei Teammitgliedern gelöst werden.

Unterstützung ist besonders wichtig, wenn es zu Drohungen, Gewalt, Diskriminierung, wiederholter Herabwürdigung, starker Eskalation oder einem deutlichen Machtungleichgewicht kommt. Dann gelten betriebliche Melde- und Unterstützungswege. Je nach Betrieb können Ausbildende, Führungskräfte, Personalstellen, Interessenvertretungen, Vertrauenspersonen oder professionelle Beratungsstellen einbezogen werden.

Mediation ist ein strukturiertes Vermittlungsverfahren. Sie kann bei festgefahrenen Konflikten helfen, ist aber nicht für jede Situation geeignet.

Vertiefungsauftrag: Achte darauf, welche Anzeichen auf eine zunehmende Eskalation hinweisen und wann ein Konflikt nicht mehr nur mit einem kurzen Zweiergespräch bearbeitet werden sollte.


Gestufte Hilfen

Hilfestufe Wenn Du festhängst Beispiel
Hilfe 1 – Fragen Nutze W-Fragen. Was ist passiert? Wer wusste was? Was fehlt?
Hilfe 2 – Satzstarter Nutze Fachsprache. „Ich habe beobachtet …“, „Welche Information …?“, „Wir vereinbaren …“
Hilfe 3 – Gesprächsgerüst Nutze die Reihenfolge. Sachverhalt → Perspektive → Bedarf → Lösung → Vereinbarung

Tipp: Beginne immer mit der niedrigsten Hilfestufe und nutze die nächste nur, wenn Du sie brauchst.


Kompetenztraining: Basis – Anwendung – Transfer


Basis

Aufgabe: Ordne im Fall A-204 fünf Aussagen den Kategorien Sachverhalt, Bewertung, Perspektive, Frage oder Vereinbarung zu.

Begründetes Feedback: Richtig ist eine Zuordnung dann, wenn ein Sachverhalt überprüfbar, eine Bewertung deutend, eine Perspektive personenbezogen, eine Frage offen und eine Vereinbarung handlungsbezogen formuliert ist.


Anwendung

Aufgabe: Schreibe den Chat „Du lässt mich schon wieder hängen.“ / „Dann mach es doch selbst.“ in zwei deeskalierende Aussagen um.

Mögliche Lösung: „Um 12:20 war A-204 noch offen. Ich brauche bei geänderten Prioritäten eine kurze Rückmeldung.“ – „Ich habe den Kundenauftrag vorgezogen. Ich hätte die Änderung im Board eintragen sollen.“

Begründetes Feedback: Die Aussagen trennen Vorgang und Person. Beide Seiten übernehmen Verantwortung für Information und Wirkung.


Transfer

Aufgabe: Übertrage die Methode auf einen Konflikt aus einem anderen Ausbildungsbereich, zum Beispiel Dienstplan, Material, Übergabe, Qualitätsprüfung oder digitale Kommunikation.

Begründetes Feedback: Transfer ist gelungen, wenn Du nicht nur dieselben Wörter wiederholst, sondern die drei Prüfsteine auf einen neuen beruflichen Ablauf anwendest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zuerst zu einer sachlichen Konfliktklärung? (Einen überprüfbaren Sachverhalt beschreiben) (!Die Schuldfrage endgültig entscheiden) (!Die andere Person bewerten) (!Den Konflikt im Teamchat veröffentlichen)




Welche Aussage ist eine Beobachtung? (Der Auftrag war um 12:20 noch nicht abgeschlossen) (!Sam ist grundsätzlich unzuverlässig) (!Alex reagiert immer übertrieben) (!Das Team arbeitet schlecht)




Was bedeutet Perspektivwechsel? (Die Sichtweise einer anderen Person nachvollziehen) (!Der anderen Person immer recht geben) (!Die eigene Sicht vollständig aufgeben) (!Den Konflikt ignorieren)




Welche Frage ist offen formuliert? (Was hat Deine Priorität verändert?) (!Hast Du den Auftrag absichtlich liegen lassen?) (!Bist Du immer so unzuverlässig?) (!War das wieder Deine Schuld?)




Was ist eine Paraphrase? (Gehörtes in eigenen Worten wiedergeben) (!Eine Person unterbrechen) (!Eine Aufgabe delegieren) (!Eine Bewertung verschärfen)




Welche Formulierung ist eine Ich-Botschaft? (Ich war unsicher, weil die Änderung nicht im Board stand) (!Du denkst nur an Dich) (!Du machst ständig alles falsch) (!Du bist das Problem im Team)




Was macht eine Absprache verbindlich? (Klare Zuständigkeit und überprüfbarer Termin) (!Eine möglichst allgemeine Formulierung) (!Ein mündliches Versprechen ohne Inhalt) (!Eine Bewertung der beteiligten Personen)




Welche Formulierung ist am ehesten deeskalierend? (Wie können wir die Prioritätsänderung künftig sichtbar machen?) (!Warum machst Du immer alles kompliziert?) (!Das ist doch typisch für Dich) (!Mit Dir kann man nicht arbeiten)




Wann sollte zusätzliche Unterstützung einbezogen werden? (Bei starker Eskalation oder Drohungen) (!Bei jeder kleinen Meinungsverschiedenheit sofort) (!Nur wenn niemand mehr miteinander spricht) (!Grundsätzlich nie)




Was ist das Ziel einer guten Konfliktvereinbarung? (Ein konkretes zukünftiges Vorgehen festlegen) (!Vergangene Fehler möglichst oft wiederholen) (!Eine Person zum Verlierer erklären) (!Den Konflikt nur sprachlich beenden)





Memory

Sachverhalt überprüfbare Beobachtung
Perspektivwechsel Sichtweise des Gegenübers nachvollziehen
Ich-Botschaft eigene Wahrnehmung und Wirkung benennen
Paraphrase Gehörtes in eigenen Worten spiegeln
Offene Frage lädt zu einer ausführlichen Antwort ein
Vereinbarung Zuständigkeit und Termin festhalten
Mediation strukturierte Vermittlung bei Konflikten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beobachtung überprüfbarer Vorgang
Bewertung persönliche Deutung
Paraphrase Wiedergabe in eigenen Worten
Offene Frage Einladung zur Erklärung
Vereinbarung konkrete gemeinsame Festlegung





Kreuzworträtsel

Beobachtung Wie heißt eine möglichst wertfreie Beschreibung eines wahrnehmbaren Vorgangs?
Perspektive Welcher Begriff bezeichnet die Sichtweise einer beteiligten Person?
Paraphrase Wie heißt das Wiedergeben des Gehörten in eigenen Worten?
Vereinbarung Wie heißt eine gemeinsam festgelegte konkrete Regel?
Mediation Wie heißt ein strukturiertes Vermittlungsverfahren bei Konflikten?
Feedback Wie heißt eine Rückmeldung zu Verhalten oder Leistung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Konfliktgespräch beginnt mit einem möglichst überprüfbaren

. Eine persönliche Deutung wird als

bezeichnet. Beim

versuchst Du, die Sicht einer anderen Person nachzuvollziehen. Eine Frage mit Was oder Wie ist meist eine

Frage. Beim aktiven Zuhören kann eine

zeigen, ob Du das Gegenüber richtig verstanden hast. Eine

beschreibt die eigene Wahrnehmung oder Wirkung, ohne die andere Person pauschal abzuwerten. Eine klare Bitte beschreibt eine gewünschte

. Eine verbindliche Absprache enthält eine eindeutige

. Zusätzlich sollte ein überprüfbarer

vereinbart werden. Bei stark eskalierten Konflikten kann professionelle

notwendig sein.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sachverhalt-Karte: Erstelle fünf Karten mit typischen Aussagen aus der Ausbildung und trenne Beobachtung von Bewertung.
  2. Chat umformulieren: Schreibe drei vorwurfsvolle Teamchat-Sätze in sachliche Ich-Botschaften um.
  3. Absprachen-Check: Prüfe fünf fiktive Vereinbarungen darauf, ob Zuständigkeit, Handlung und Termin eindeutig sind.
  4. Bildanalyse: Wähle eines der Kursbilder und beschreibe nur beobachtbare Merkmale, ohne Gefühle oder Absichten zu unterstellen.


Standard

  1. Rollenspiel Konfliktgespräch: Spielt den Fall A-204 zu dritt als Alex, Sam und Frau Kern. Beobachtet Sachverhalt, Perspektivwechsel und Vereinbarung.
  2. Audiofall lokal aufnehmen: Nehmt zu zweit einen einminütigen fiktiven Konfliktdialog auf und erstellt danach eine deeskalierende zweite Version. Kein Upload ist erforderlich.
  3. Interview Ausbildung: Befrage mit Zustimmung eine Ausbilderin oder einen Ausbilder, welche Gesprächsregeln bei Teamkonflikten im Betrieb gelten. Nutze keine vertraulichen Falldaten.
  4. Beobachtungsbogen: Entwickle einen kurzen Bogen mit Kriterien für offene Fragen, Paraphrasen, Ich-Botschaften und verbindliche Absprachen.


Schwer

  1. Konfliktleitfaden: Entwirf für einen fiktiven Ausbildungsbetrieb einen einseitigen Ablauf vom ersten Sachverhalt bis zur Eskalationshilfe.
  2. Transfer digitale Kommunikation: Entwickle Regeln für Prioritätsänderungen in Teamchat und Aufgabenboard und begründe, wie sie Missverständnisse reduzieren.
  3. Mediationsplanung: Entscheide für drei fiktive Konflikte, ob ein direktes Gespräch, Moderation oder Mediation angemessen wäre, und begründe jede Entscheidung.
  4. Mini-Training: Plane eine zehnminütige Lerneinheit für andere Auszubildende mit Bildimpuls, Kurzfall, Entscheidungssituation und Abschlussvereinbarung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Analysiere einen neuen fiktiven Teamkonflikt und trenne Sachverhalt, Bewertung, Interessen und offene Fragen. Begründe Deine Trennung.
  2. Sprachvergleich: Vergleiche zwei Formulierungen zum gleichen Problem und erkläre, welche eher deeskaliert und warum.
  3. Perspektivwechsel: Formuliere denselben Konflikt aus zwei Rollen und zeige, welche Informationen jeweils fehlen.
  4. Entscheidung über Unterstützung: Beurteile, ob ein direktes Gespräch ausreicht oder zusätzliche Unterstützung nötig ist. Begründe mit Merkmalen der Situation.
  5. Vereinbarung verbessern: Überarbeite „Wir kommunizieren besser“ zu einer überprüfbaren Abmachung mit Zuständigkeit, Termin und Kommunikationsweg.
  6. Transfer in den Ausbildungsberuf: Übertrage die drei Prüfsteine auf einen typischen Ablauf Deines Ausbildungsberufs und erläutere, welche Fachbegriffe dort wichtig sind.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du beschreibst einen Konflikt zunächst mit überprüfbaren Beobachtungen.
  2. Du trennst Beobachtung, Bewertung und Vermutung.
  3. Du verwendest passende Fachbegriffe aus Deinem Ausbildungsbereich.
  4. Du stellst offene Fragen und paraphrasierst mindestens einmal.
  5. Du formulierst eine Ich-Botschaft oder eine vergleichbar deeskalierende Aussage.
  6. Du stellst mindestens zwei Perspektiven nachvollziehbar dar.
  7. Du entwickelst eine konkrete Vereinbarung mit Zuständigkeit und Termin.
  8. Du begründest, wann Unterstützung durch Ausbildende, Führungskraft oder Mediation sinnvoll wäre.
  9. Du reflektierst, welche Formulierung im Gespräch Wirkung gezeigt hat und was Du verbessern würdest.




OERs zum Thema



Quellen, Faktencheck und Medienrechte

Fachliche Quellen – geprüft am 4. Oktober 2026:

  1. Bundesinstitut für Berufsbildung: Didaktik und Methodik in der Ausbildung – Feedbackgespräche, konkrete Beobachtungen, wertschätzender Austausch, Reflexion.
  2. Bundesinstitut für Berufsbildung: Sprachliche Hürden in der Ausbildung – sprachliche Missverständnisse und verständliche Kommunikation im Ausbildungsalltag.
  3. DGUV Arbeit & Gesundheit: Konflikte im Team lösen – offene Fragen, respektvolle Gesprächsführung, gemeinsame Lösungen und schriftliche Festhaltung.
  4. DGUV top eins: Mediation am Arbeitsplatz – strukturierter Ablauf und Grenzen von Mediation.
  5. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Soziale Beziehungen – Konflikte, soziale Unterstützung und Arbeitsgestaltung.
  6. BGHW: Konflikte im Team – Konfliktanalyse, Sichtweisen, klare Vereinbarungen und Dokumentation.
  7. Wikipedia: Vier-Seiten-Modell – Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell.
  8. Wikipedia: Gewaltfreie Kommunikation – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte.
  9. Wikipedia: Konfliktmanagement – Einordnung von Konfliktbearbeitung in Organisationen.

Verwendete Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Team Meeting.jpg – Urheber: woodleywonderworks; Lizenz: CC BY 2.0.
  2. Conflict (29387725596).jpg – Urheber: Jaroslav A. Polák; Lizenz: CC0 1.0.
  3. Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg 04.jpg – Urheber: Andreas Bohnenstengel; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE.
  4. Communication NonViolente.png – Urheber: Circular; Public Domain.
  5. Mitarbeitergespräche.png – Urheber: Paul Kral; Lizenzwahl laut Commons: CC BY-SA 3.0 oder GFDL.

YouTube-Medien:

  1. Das Vier Ohren Modell | Schulz von Thun – Kanal: Erzieherwissen.
  2. ICH-Botschaften & DU-Botschaften – Kanal: Erzieherwissen.
  3. Aktives Zuhören – Grundlagen der Kommunikation – Kanal: KaCiti17.
  4. Teamkonflikte lösen – Kanal: Villa»Move.

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