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Fördertechnik Hebezeuge und Materialfluss – Wartungsstellen an Förderanlagen planen

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Fördertechnik Hebezeuge und Materialfluss – Wartungsstellen an Förderanlagen planen

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Fördertechnik Hebezeuge und Materialfluss – Wartungsstellen an Förderanlagen planen


Einleitung

In diesem aiMOOC planst Du Wartungsstellen an Förderanlagen für eine sichere und gut zugängliche Instandhaltung. Im Mittelpunkt stehen Fördertechnik, Materialfluss, Stetigförderer, Hebezeuge, sichere Zugänge und eine wirksame Stillsetzung vor Wartungs- oder Störungsarbeiten.

Zielgruppe: Ausbildung in technischen, mechatronischen, logistischen und metalltechnischen Berufen.

Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Es gibt keine automatische Live-Ansteuerung, keine Anleitung zum Überbrücken von Schutzeinrichtungen und keine Fehlersuche durch Hineingreifen in laufende Anlagen. Reale Arbeiten erfolgen nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und Hersteller-/Betriebsanweisung.

Leitfrage: Wie muss eine Wartungsstelle gestaltet sein, damit Du Bauteile sicher erreichen, die Anlage wirksam stillsetzen, Restenergien beherrschen und Wartungsarbeiten ohne improvisierte Zugänge durchführen kannst?


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du eine Wartungsstelle anhand von Zugänglichkeit, Gefahrenbereich, Energiequellen, Stillsetzung, Arbeitsraum, Materialfluss und möglichem Hebezeugeinsatz beurteilen. Du kannst außerdem erklären, warum Not-Halt nicht mit sicherer Energietrennung gleichzusetzen ist und warum eine Fehlerdiagnose zunächst in einer Simulation oder an einem freigegebenen Trainingssystem erfolgen soll.


Ausbildungsfall: Rollenförderer in der Verpackung

Eine Verpackungslinie transportiert Kartons über einen angetriebenen Rollenförderer. An einer Übergabestelle treten wiederholt Störungen auf. Dort befinden sich ein elektrischer Antrieb, ein Sensor und ein pneumatisch betätigter Stopper. Für einen Motortausch kann ein Hebezeug erforderlich sein. Der bisherige Zugang ist ungünstig: Wartungspersonal müsste sich nah an bewegte Teile begeben und Bauteile über den Förderer hinweg erreichen.

Dein Auftrag: Plane eine Wartungsstelle, die Diagnose, Inspektion und Bauteiltausch vorbereitet, ohne Schutzmaßnahmen zu umgehen. Die Lösung muss einen sicheren Zugang, eine sichere Arbeitsposition, klar erkennbare Trennstellen, Platz für Werkzeug und Bauteile sowie einen sicheren Weg zum Ein- und Ausbau schwerer Komponenten berücksichtigen.


Lerneinheit 1: Materialfluss und Gefahrenbereich erkennen

Bevor Du eine Wartungsstelle planst, verfolgst Du den Materialfluss: Wo kommt das Fördergut her, wo wird es übergeben und wo können Staus entstehen? An Übergaben, Umlenkungen, Rollen, Ketten, Riemen und Antrieben können Einzugs-, Quetsch- oder Scherstellen entstehen.

Die Animation zeigt anschaulich den Kontaktbereich zwischen Riemen und Scheibe. Genau solche Bewegungszonen dürfen bei Wartung und Störungsbeseitigung nicht durch improvisiertes Hineingreifen „beherrscht“ werden.

Merksatz: Plane den Wartungszugriff möglichst so, dass regelmäßige Tätigkeiten außerhalb des Gefahrenbereichs stattfinden können.


Lerneinheit 2: Zugänglichkeit planen

Eine gute Wartungsstelle reduziert Improvisation. Prüfe besonders: sicherer Zugang, standsichere Arbeitsposition, ausreichender Bewegungsraum, Beleuchtung, Sicht auf Kennzeichnungen, freie Flucht- und Verkehrswege sowie einen Ausbauweg für Komponenten.

Planungsfrage Gute Lösungsidee
Wie gelangt die Fachkraft zur Wartungsstelle? Vorgesehener Zugang statt Klettern über Fördertechnik
Wo steht die Fachkraft? Standsichere Arbeitsfläche außerhalb gefährlicher Bewegungen
Wie wird das Bauteil ausgebaut? Freier Ausbauweg mit Platz für Werkzeug und Bauteil
Muss eine schwere Einheit bewegt werden? Geprüftes Hebezeug und geeigneter Anschlag- oder Aufnahmepunkt einplanen
Sind Trennstellen erkennbar? Eindeutig gekennzeichnet und ohne Betreten einer Gefahrenzone erreichbar
Was passiert bei Störung oder Rettung? Zugang, Kommunikation und Rückzugsweg bleiben frei

Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt bei Instandhaltungsarbeiten unter anderem sichere Zugänge, abgesicherte Arbeitsbereiche und Maßnahmen gegen gefährliche Energien.


Lerneinheit 3: Sicher stillsetzen statt nur stoppen

Ein normaler Stopp oder ein Not-Halt beendet eine Bewegung, ist aber nicht automatisch eine sichere Trennung von allen Energiequellen. Für Wartungsarbeiten musst Du die im Betrieb festgelegte Sicherungsprozedur beachten.

Typische gefährliche Energien sind elektrische Energie, pneumatischer oder hydraulischer Druck, Schwerkraft, gespeicherte Federenergie sowie mechanische Spannung. Auch nach dem Abschalten kann Restenergie vorhanden sein.

Sicherheitslogik für die Planung: Arbeitsauftrag klären → Energiequellen identifizieren → nach betrieblichem Verfahren trennen → gegen Wiedereinschalten sichern → gespeicherte Energie sicher abbauen oder gegen Wirkung sichern → sicheren Zustand nach dem vorgesehenen Verfahren bestätigen → Arbeit freigeben.

Wichtig: Das konkrete Trennen, Prüfen und Freigeben darf nur durch dafür qualifizierte und beauftragte Personen nach dem betrieblichen Verfahren erfolgen. Bei elektrischen Arbeiten gelten zusätzlich die einschlägigen elektrotechnischen Regeln und Zuständigkeiten.


Lerneinheit 4: Schaltbilder sicher nutzen

Schaltbilder helfen, Komponenten, Signalwege und Abhängigkeiten zu verstehen. Sie ersetzen aber weder eine Gefährdungsbeurteilung noch den Nachweis einer sicheren Stillsetzung.

Lies im Ausbildungsfall zunächst nur: Wo liegt der Antrieb? Welche Sensoren melden Zustände? Welche Schutzeinrichtungen wirken auf die Steuerung? Welche Energiequellen bleiben trotz eines Stopps noch vorhanden?

Grenze des Kurses: Aus dem gezeigten Relaisdiagramm wird keine reale Sicherheitsschaltung aufgebaut. Für echte Anlagen gelten Herstellerunterlagen, Schaltpläne der konkreten Maschine, Sicherheitskonzept, Prüfungen und betriebliche Freigaben.


Lerneinheit 5: Hebezeuge an Wartungsstellen mitdenken

Wenn Motor, Getriebe oder Rollenmodul für Handhabung und Ergonomie zu schwer oder ungünstig liegt, kann ein Hebezeug Teil des Wartungskonzepts sein.

Plane dafür einen geeigneten Lastweg, ausreichend Arbeitsraum und nur dafür vorgesehene, tragfähige Aufnahmepunkte. Tragfähigkeit, Prüfstatus und Eignung des Hebezeugs müssen vor realer Nutzung geklärt sein. Unter schwebenden Lasten darf sich niemand aufhalten.


Lerneinheit 6: Sichere Fehlerdiagnose simulieren

Simulation: Der Rollenförderer steht mit einer Störmeldung. Ein Karton blockiert die Übergabe. Die Anzeige meldet den Sensor am pneumatischen Stopper als mögliche Ursache.

Entscheidung A: Du setzt die Meldung mehrfach zurück und startest den Förderer immer wieder.
Feedback: Nicht geeignet. Wiederholtes Starten kann Personen gefährden und die Ursache verschleiern. Zuerst muss geklärt werden, ob der Gefahrenbereich sicher ist und welches Verfahren für Störungsbeseitigung vorgesehen ist.
Entscheidung B: Du überbrückst die Schutztür, damit Du den Sensor bei laufendem Förderer beobachten kannst.
Feedback: Unzulässig. Schutzeinrichtungen werden nicht umgangen. Dieser Kurs enthält ausdrücklich keine Anleitung zum Überbrücken von Sicherheitseinrichtungen.
Entscheidung C: Du stoppst die Diagnose an der realen Anlage, nutzt zunächst die Simulation und planst anschließend die freigegebene, sichere Prüfmethode.
Feedback: Richtig. Die Diagnose wird zuerst ohne Gefährdung simuliert. Reale Prüfungen erfolgen nur mit dem dafür vorgesehenen Betriebsverfahren, geeigneter Fachaufsicht und Freigabe.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Blick auf den Ort: Markiere alle Stellen, an denen sich eine Person beim Wartungszugriff nahe bewegter Teile, Quetschstellen oder Verkehrswege befinden würde.

Hilfe 2 – Blick auf die Energie: Zeichne für elektrischen Antrieb, Pneumatik und mögliche gespeicherte mechanische Energie jeweils eine eigene Energiequelle ein.

Hilfe 3 – Blick auf die Wartungsplanung: Ergänze im Plan einen sicheren Zugang, die Arbeitsposition, Trennstellen, Kennzeichnung, Ausbauweg und gegebenenfalls einen Hebezeugpunkt.

Hilfe 4 – Qualitätscheck: Frage bei jedem Planungsschritt: Muss für diese Tätigkeit eine Schutzeinrichtung umgangen werden? Wenn ja, ist die Planung zu überarbeiten.


Basisaufgaben mit begründetem Feedback

  1. Basisaufgabe A: Nenne drei Gefährdungsarten an der Übergabestelle des Ausbildungsfalls.
    Feedback
    Eine starke Antwort nennt zum Beispiel Quetsch- oder Einzugsstellen, elektrische Energie und gespeicherten pneumatischen Druck. Die Begründung ist wichtig, weil unterschiedliche Energiearten unterschiedliche Sicherungsmaßnahmen erfordern.
  2. Basisaufgabe B: Erkläre den Unterschied zwischen Stopp, Not-Halt und sicherer Trennung.
    Feedback
    Stopp beendet den normalen Ablauf, Not-Halt dient der schnellen Gefahrenminderung, sichere Trennung verhindert den gefährlichen Energieeintrag während der Arbeit. Deshalb ersetzt ein Not-Halt nicht automatisch die Wartungssicherung.


Anwendungsaufgaben mit begründetem Feedback

  1. Anwendungsaufgabe A: Skizziere eine neue Wartungsposition für den Sensor und begründe ihren Standort.
    Feedback
    Gut ist eine Position, die ohne Übersteigen des Förderers erreichbar ist, ausreichenden Arbeitsraum bietet und Diagnose oder Tausch im sicheren Zustand ermöglicht. Die Begründung muss zeigen, wie der Zugang Gefährdungen reduziert.
  2. Anwendungsaufgabe B: Plane den Ausbauweg für einen schweren Antrieb.
    Feedback
    Ein schlüssiger Plan berücksichtigt freien Lastweg, geeigneten Hebezeugpunkt, abgesicherten Arbeitsbereich und eine Ablageposition. Nicht ausreichend ist die Aussage „mit Kettenzug herausheben“, wenn Tragfähigkeit, Anschlagpunkt und Arbeitsraum ungeklärt bleiben.


Transferaufgaben mit begründetem Feedback

  1. Transferaufgabe A: Übertrage die Planungsprinzipien auf einen vertikalen Förderer.
    Feedback
    Zusätzlich zu den bisherigen Punkten treten insbesondere Schwerkraft, mögliche Absturzgefährdungen und die sichere Beherrschung angehobener Teile stärker in den Vordergrund.
  2. Transferaufgabe B: Übertrage das Konzept auf eine automatisierte Anlage mit mehreren verketteten Förderern.
    Feedback
    Die Lösung muss die Grenzen der Anlage, gegenseitige Abhängigkeiten und mehrere Energie- oder Startquellen berücksichtigen. Eine lokale Abschaltung ist nur dann ausreichend, wenn das betriebliche Sicherheitskonzept die gesamte relevante Gefährdung beherrscht.


Planungscheck für Wartungsstellen

Prüffeld Leitfrage
Zugang Kann die Wartungsstelle ohne Klettern über Fördertechnik erreicht werden?
Arbeitsraum Gibt es eine sichere, standsichere Arbeitsposition?
Energien Sind alle relevanten Energiequellen bekannt und beherrschbar?
Sicherung Kann Wiedereinschalten nach dem betrieblichen Verfahren verhindert werden?
Restenergie Können gespeicherte Energien sicher abgebaut oder gegen Wirkung gesichert werden?
Diagnose Kann zuerst simuliert oder außerhalb der Gefahrenzone geprüft werden?
Ausbau Ist der Bauteil- und Werkzeugweg frei?
Hebezeug Sind Aufnahmepunkt, Lastweg und geprüftes Hebezeug vorgesehen?
Schutz Bleiben Schutzeinrichtungen wirksam und werden nicht umgangen?
Freigabe Sind Zuständigkeit, Kommunikation und Arbeitsfreigabe festgelegt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Planungsziel einer Wartungsstelle? (Sicherer Zugang und sichere Durchführung der Instandhaltung) (!Möglichst kurzer Weg zum laufenden Fördergut) (!Möglichst wenige Kennzeichnungen) (!Möglichst verdeckte Trennstellen)




Was ist bei einer Blockade an einem Förderer zuerst zu beachten? (Das vorgesehene sichere Verfahren zur Störungsbeseitigung) (!Das schnelle Hineingreifen zwischen die Rollen) (!Das Überbrücken der Schutztür) (!Das wiederholte Starten ohne Ursachenprüfung)




Welche Aussage zum Not-Halt ist richtig? (Not-Halt ersetzt nicht automatisch die sichere Energietrennung) (!Not-Halt trennt immer jede Energiequelle) (!Not-Halt macht jede Wartungsfreigabe überflüssig) (!Not-Halt erlaubt das Entfernen von Schutzeinrichtungen im Betrieb)




Was gehört zur guten Zugänglichkeit einer Wartungsstelle? (Eine standsichere Arbeitsposition mit freiem Zugang) (!Ein Zugang über das laufende Förderband) (!Ein improvisierter Aufstieg auf Maschinenrahmen) (!Ein Zugang durch eine verriegelte Schutzeinrichtung bei laufender Maschine)




Was kann nach dem Abschalten weiterhin gefährlich sein? (Gespeicherte Restenergie) (!Die Farbe des Schaltschrankes) (!Die Auftragsnummer) (!Die Verpackungsgröße)




Wie soll die Fehlerdiagnose in diesem Kurs beginnen? (Mit einer Simulation oder einem sicheren Trainingsszenario) (!Mit automatischer Live-Ansteuerung) (!Mit überbrückter Schutzeinrichtung) (!Mit wiederholtem Starten der realen Anlage)




Wie ist mit Schutzeinrichtungen bei der Diagnose umzugehen? (Sie dürfen nicht einfach umgangen oder unwirksam gemacht werden) (!Sie sollen für bessere Sicht dauerhaft entfernt werden) (!Sie dürfen von Auszubildenden selbst überbrückt werden) (!Sie sind nur im Normalbetrieb wichtig)




Was ist bei einem Hebezeug für den Motorausbau wichtig? (Eignung Tragfähigkeit Prüfstatus und sicherer Lastweg) (!Nur die Länge der Kette) (!Nur die Farbe des Hakens) (!Nur die Geschwindigkeit des Förderers)




Warum werden Energiequellen vor Wartungsarbeiten identifiziert? (Damit alle gefährlichen Energieeinträge beherrscht werden können) (!Damit die Anlage schneller wieder startet) (!Damit Schutzgitter eingespart werden) (!Damit weniger Dokumentation nötig ist)




Wann darf eine reale Wartungsarbeit im Ausbildungsfall beginnen? (Nach geeigneter Fachaufsicht betrieblicher Freigabe und Sicherung) (!Sobald die Störmeldung verschwindet) (!Sobald der Not-Halt gedrückt ist) (!Sobald ein Auszubildender die Ursache vermutet)





Memory

Wartungsstelle Geplanter Zugriffspunkt
Wartungssicherung Verhindertes Wiedereinschalten
Not-Halt Schnelle Gefahrenminderung
Restenergie Gespeicherte gefährliche Energie
Freigabe Formale Arbeitserlaubnis
Hebezeug Gerät zum Heben oder Senken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Stillsetzen Kontrolliert in einen gestoppten Zustand bringen
Trennen Energiezufuhr nach vorgesehenem Verfahren unterbrechen
Sichern Unbeabsichtigtes Wiedereinschalten verhindern
Restenergie Gespeicherte Energie abbauen oder gegen Wirkung sichern
Prüfen Sicheren Zustand nach dem festgelegten Verfahren bestätigen
Freigeben Arbeit nach Klärung der Schutzmaßnahmen zulassen




...


Kreuzworträtsel

Wartungsstelle Wie heißt der geplante Ort für Inspektions- oder Instandhaltungszugriffe?
Zugänglichkeit Welcher Planungsaspekt beschreibt das sichere Erreichen eines Arbeitsortes?
Restenergie Wie heißt noch gespeicherte Energie nach dem Abschalten?
Gefahrenbereich Wie heißt der Bereich, in dem Personen durch Maschinenbewegungen gefährdet werden können?
Freigabe Wie heißt die betriebliche Erlaubnis vor bestimmten Arbeiten?
Stillsetzung Wie heißt das kontrollierte Beenden des Maschinenbetriebs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine geplante

soll Instandhaltung sicher und gut zugänglich machen.
Vor der Planung ist eine

für die vorgesehene Tätigkeit wichtig.
Nach dem Abschalten können weiterhin

vorhanden sein.
Ein

ersetzt nicht automatisch die sichere Trennung aller Energiequellen.
Eine Wartungssicherung soll unbeabsichtigtes

verhindern.
Reale Arbeiten in der Ausbildung erfolgen nur unter geeigneter

.
Die Fehlerdiagnose beginnt in diesem Kurs mit einer

.
Vor der realen Arbeit ist die betriebliche

zu beachten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefahrenstelle: Markiere auf einer Skizze eines Rollenförderers fünf mögliche Gefahren- oder Wartungspunkte und begründe Deine Auswahl.
  2. Wartungsstelle: Zeichne für den Ausbildungsfall eine sichere Arbeitsposition neben dem Förderer.
  3. Energiequelle: Erstelle Karten für elektrische, pneumatische, mechanische und durch Schwerkraft wirkende Energie.
  4. Not-Halt: Gestalte ein Mini-Poster mit dem Satz „Not-Halt ist nicht gleich Energietrennung“ und erkläre ihn in drei kurzen Aussagen.


Standard

  1. Materialfluss: Zeichne den Materialfluss des Ausbildungsfalls und kennzeichne Übergabe, Staupunkt, Sensor und Antrieb.
  2. Instandhaltung: Entwickle einen Wartungsstellen-Check für Zugang, Arbeitsraum, Stillsetzung, Restenergie und Freigabe.
  3. Hebezeug: Plane den sicheren Ausbauweg eines Motors mit einem geeigneten Hebezeug, ohne eine konkrete reale Last zu bewegen.
  4. Fehlerdiagnose: Produziere ein kurzes Storyboard für eine sichere Diagnosesimulation mit mindestens einer bewusst falschen und einer sicheren Entscheidung.


Schwer

  1. Gefährdungsbeurteilung: Vergleiche zwei mögliche Wartungspositionen und entscheide begründet, welche das geringere Risiko erzeugt.
  2. Förderanlage: Übertrage Deinen Plan auf eine verkettete Anlage mit mehreren Förderabschnitten und beschreibe die zusätzlichen Schnittstellenrisiken.
  3. Arbeitsfreigabe: Entwickle ein Rollenmodell für Bedienung, Instandhaltung und aufsichtführende Person und simuliere die Freigabekommunikation.
  4. Konstruktionsänderung: Entwirf eine Verbesserung, durch die eine häufige Wartung von außerhalb des Gefahrenbereichs möglich wird, und begründe die Wirkung auf Sicherheit und Materialfluss.




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Lernkontrolle

  1. Planungsentscheidung: Zwei Wartungsplätze sind möglich. Einer liegt näher am Sensor, erfordert aber das Übersteigen eines Förderrahmens. Der andere liegt weiter entfernt und bietet einen festen Zugang. Entscheide Dich und begründe die Entscheidung anhand mehrerer Schutzkriterien.
  2. Energiekette: Erkläre, warum bei einer Anlage mit Elektromotor und pneumatischem Stopper das Abschalten des Motors allein keine vollständige Wartungssicherung darstellt.
  3. Störungsbeseitigung: Entwickle für einen Förderstau eine sichere Entscheidungsfolge vom Auftreten der Störung bis zur Freigabe der Anlage, ohne eine Schutzeinrichtung zu umgehen.
  4. Hebeplanung: Ein Antrieb soll ausgetauscht werden. Beschreibe, welche Planungsinformationen Du über Bauteil, Lastweg, Hebezeug, Arbeitsraum und Zuständigkeit benötigst, bevor real gearbeitet wird.
  5. Diagnosestrategie: Begründe, welche Informationen sich gefahrlos in einer Simulation prüfen lassen und welche Prüfungen erst an einer real freigegebenen Anlage durch Fachpersonal erfolgen dürfen.
  6. Transfer: Übertrage die Prinzipien der Wartungsstellenplanung auf einen vertikalen Förderer und erkläre, welche zusätzlichen Gefährdungen durch Höhe und Schwerkraft entstehen können.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. einen Materialfluss und die zugehörigen Wartungspunkte systematisch analysieren kannst,
  2. sichere und ergonomisch sinnvolle Zugänge begründet planst,
  3. Not-Halt, Stillsetzen und sichere Energietrennung fachlich unterscheidest,
  4. mehrere Energiearten einschließlich Restenergien erkennst,
  5. ein Hebezeug nur als Teil eines geplanten und freigegebenen Arbeitsablaufs berücksichtigst,
  6. Fehlerdiagnosen zuerst als sichere Simulation strukturierst,
  7. Schutzeinrichtungen nicht umgehst und die Grenzen Deiner eigenen Qualifikation benennst,
  8. eine Wartungsstelle mit Gefährdungsbeurteilung, Zuständigkeit und betrieblicher Freigabe verknüpfst.




Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachliche Grundlage:

  1. Betriebssicherheitsverordnung – besonders §§ 3, 6, 8, 9 und 10 zu Gefährdungsbeurteilung, Energien, Zugängen und Instandhaltung.
  2. DGUV Information 208-060 „Stetigförderer für Stückgut“ – Wartungsbereiche, Zugänge, Schutzmaßnahmen, Start/Stopp und Not-Halt.
  3. DGUV Information 209-015 „Instandhaltung an Maschinen und Anlagen“ – Planung, Durchführung, Restenergien, Freigabe und sichere Zugänge.
  4. FBHM-127 „Sichere Störungsbeseitigung an Maschinen und Anlagen“ – sichere Vorbereitung und Durchführung der Störungsbeseitigung.
  5. Verordnung EU 2023/1230 über Maschinen – Anforderungen an Zugang zu Instandhaltungspunkten und Trennung von Energiequellen; nach Artikel 54 gilt die Verordnung überwiegend ab 14. Januar 2027.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

Datei Rechtehinweis
Belt Conveyor.jpg CC BY-SA 4.0
Roller conveyor for totes and cartons.jpg CC BY-SA 3.0 / GFDL
Power transmission belt.gif Public Domain, Werk des U.S. Department of Labor
Emergency stop button.jpg CC BY-SA 3.0 und weitere freie Lizenzen / GFDL
OSP Emergency stop.svg CC0
Lockout-tagout hasp.svg CC BY-SA 3.0 / GFDL / LGPL
RelaisdiagrammBeispiel.svg CC BY-SA 3.0
Chain hoist.svg CC BY-SA 3.0 / GFDL
Hoisting.gif CC BY-SA 4.0

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Didaktischer Sicherheitshinweis: Die Medien erklären Prinzipien. Sie sind kein Ersatz für die Betriebsanleitung, die konkrete Gefährdungsbeurteilung, die Qualifikation des Personals oder die betriebliche Arbeitsfreigabe.




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