Fördertechnik Hebezeuge und Materialfluss – Übergabestellen konstruktiv beurteilen
Fördertechnik Hebezeuge und Materialfluss – Übergabestellen konstruktiv beurteilen
Zielgruppe: Ausbildung Kurzfokus: Höhen, Spalte und Staugefahr an Übergabestellen beurteilen.
Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden in diesem Kurs zuerst beobachtet, modelliert und simuliert. Es erfolgt keine automatische Live-Ansteuerung. Schutzeinrichtungen werden niemals umgangen. Reale Mess-, Prüf- oder Instandhaltungsarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Freigabe, nach dem vorgesehenen Freischalt- und Sicherungsverfahren sowie unter geeigneter Fachaufsicht durchgeführt werden.

Einleitung
Eine Übergabestelle verbindet zwei Abschnitte des Materialflusses. Dort muss ein Fördergut seine Abstützung wechseln. Schon ein kleiner Höhenversatz, ein ungünstiger Spalt, eine scharfe Kante oder eine belegte Folgezone kann den Bewegungsablauf verändern.
Du beurteilst deshalb nicht nur die Geometrie. Du verknüpfst Fördergut, Konstruktion, Bewegungsablauf, Sensorik, Stauverhalten und Arbeitssicherheit.
Merksatz: Eine Übergabe ist erst dann überzeugend beurteilt, wenn der Materialfluss funktioniert und zugleich keine neue Gefährdung entsteht.
Ausbildungsfall: Übergabe U3
Du arbeitest zunächst an einem reinen Simulationsfall.
| Merkmal | Simulationswert |
|---|---|
| Fördergut | Prüfkarton 160 × 120 × 100 mm, 1,5 kg |
| Zuführung | angetriebene Rollenbahn A |
| Folgeförderer | Gurtförderer B |
| horizontaler Übergabespalt s | 55 mm |
| Höhenversatz Δh | +6 mm, Förderer B liegt höher |
| Beobachtung | Einige Kartons berühren die Vorderkante von B, drehen leicht ein und können stehen bleiben |
| Folge | Nachfolgende Kartons laufen auf; ein Stau entsteht |
Wichtig: Die Zahlen sind Ausbildungswerte und keine allgemein gültigen Grenzwerte. Die technische Bewertung muss immer zum Fördergut, zur Anlage, zu Herstellerangaben und zur Gefährdungsbeurteilung passen.
Dein Auftrag: Finde eine plausible Ursache-Wirkungs-Kette und entwickle eine konstruktive Verbesserung, ohne an einer laufenden Anlage einzugreifen.
Lerneinheit 1: Materialfluss und Übergabe

| Begriff | Kurz erklärt |
|---|---|
| Fördertechnik | Bewegen, Heben, Senken, Speichern und Verteilen von Gütern |
| Stetigförderer | Fördert Güter auf einem vorgegebenen Weg kontinuierlich oder taktweise |
| Hebezeug | Hebt oder senkt Lasten; Übergaben können an Aufnahme- oder Absetzpunkten entstehen |
| Übergabestelle | Bereich, in dem das Fördergut seine tragende oder führende Einrichtung wechselt |
| Stauzone | Bereich, in dem Güter kontrolliert gepuffert werden können |
Mini-Auftrag: Markiere in Gedanken bei jedem Fördergut zuerst den letzten sicheren Auflagepunkt auf A und den ersten sicheren Auflagepunkt auf B.
Lerneinheit 2: Höhe konstruktiv lesen

Für zwei aufeinanderfolgende Förderer kann der Höhenversatz vereinfacht als Δh = hB − hA beschrieben werden.
| Zustand | Typische Wirkung, die geprüft werden muss |
|---|---|
| Δh > 0 | Das Fördergut trifft auf eine höher liegende Kante; Anstoßen, Abbremsen oder Verkanten ist möglich |
| Δh < 0 | Das Fördergut fällt auf ein niedrigeres Niveau; Stoß, Kippen oder Rutschen ist möglich |
| Δh ≈ 0 | Die Höhe passt näherungsweise, aber Spalt, Abstützung, Geschwindigkeit und Fördergut bleiben entscheidend |
Diagnosefrage: Wo berührt die vordere Unterkante des Förderguts zuerst den Folgeförderer?
Lerneinheit 3: Spalt und Abstützung

Ein kleiner Produktabstand ist nicht automatisch eine sichere Konstruktion. Entscheidend ist, ob das Fördergut beim Wechsel von A nach B ausreichend abgestützt und geführt bleibt.
Prüfe besonders Bodenlänge in Förderrichtung, Schwerpunktlage, Steifigkeit des Bodens, Kantenform, Rollenabstand, Reibung und Geschwindigkeit.
Wichtige Unterscheidung: Die in der DGUV Information 208-060 genannten maximal 5 mm beziehen sich auf bestimmte Füllstücke an Einzugsstellen. Dieser Wert ist kein universeller Grenzwert für einen Produkt-Übergabespalt.
Lerneinheit 4: Staugefahr verstehen

Ein Stau kann konstruktiv oder steuerungstechnisch entstehen. Typische Auslöser sind eine belegte Folgezone, ein verkantetes Fördergut, eine unpassende Übergabegeometrie oder ein fehlerhaft ausgewertetes Anwesenheitssignal.
Bei einer kontrollierten Stauförderung werden Güter gezielt in Zonen gepuffert. Unkontrolliertes Auflaufen kann dagegen zusätzliche Kräfte, Quetschstellen oder Beschädigungen erzeugen.
Sicherheitsregel: Ein Stau wird in diesem Kurs nur anhand von Simulation, Video, Zustandsanzeige oder freigegebenen Diagnosedaten untersucht. Niemand greift in eine laufende Förderstrecke.
Lerneinheit 5: Hebezeuge und vertikale Übergaben


Bei einer Übergabe mit Hebezeug, Hubstation oder Vertikalförderer kommen zur horizontalen Ausrichtung zusätzliche Risiken hinzu: angehobene Lasten, gespeicherte Energie, Höhenposition, unbeabsichtigte Bewegung und möglicher Lastabsturz.
Für eine konstruktive Beurteilung reicht deshalb die Aussage „Die Rollen stehen auf gleicher Höhe“ nicht. Die sichere Positionierung, Tragfähigkeit, Lastsicherung, Verriegelung und der Schutz des Gefahrenbereichs müssen getrennt betrachtet werden.
Praxisgrenze: Keine Person hält sich unter einer schwebenden Last auf. Reale Prüfungen erfolgen ausschließlich nach den betrieblichen Vorgaben und unter geeigneter Fachaufsicht.
Lerneinheit 6: Funktionsschaltbild lesen

Das folgende Schaltbild ist ein didaktisches Funktionsmodell. Es enthält keine reale SPS-Adresse und keine Anweisung zur Live-Ansteuerung.
| Kürzel | Bedeutung im Modell |
|---|---|
| B1 | Fördergut vor Übergabe erkannt |
| B2 | Übergabebereich belegt |
| B3 | Folgezone frei |
| M1 | simulierte Bewegung Förderer A |
| M2 | simulierte Bewegung Förderer B |
| S0 | simulierte Sicherheitsfreigabe vorhanden |
| S0 | B1 | B2 | B3 | Simulierte Reaktion |
|---|---|---|---|---|
| frei | belegt | frei | frei | Übergabe darf im Modell ablaufen |
| frei | belegt | belegt | beliebig | Zuführung bleibt im Modell stehen |
| frei | belegt | frei | nicht frei | Zuführung bleibt im Modell stehen |
| nicht frei | beliebig | beliebig | beliebig | keine Bewegungsfreigabe |
Schaltbild lesen: Erst Sicherheitszustand, dann Belegung, dann Materialfluss.
Lerneinheit 7: Sichere Fehlerdiagnose-Simulation
| Simulation | Beobachtung | Plausible Diagnose | Sichere nächste Aktion |
|---|---|---|---|
| A | B1 belegt, B2 frei, B3 frei; Karton stoppt immer an derselben Kante | Geometrie oder Abstützung prüfen | Video und Maßmodell auswerten; Änderung erst offline simulieren |
| B | B1 belegt, B2 belegt, Folgezone nicht frei | Materialfluss ist blockiert oder Pufferzone belegt | Freigabelogik im Modell prüfen; keine manuelle Störungsbeseitigung an laufender Anlage |
| C | Sensorsignal wechselt, obwohl das Fördergut im Simulationsbild stillsteht | Sensorlage, Signalaufbereitung oder Modellannahme prüfen | Diagnoseprotokoll vergleichen und Fehler im Simulationsmodell eingrenzen |
Sichere Diagnosefolge: Beobachten → Sollzustand bestimmen → Signale vergleichen → Ursache eingrenzen → Änderung simulieren → Ergebnis dokumentieren → erst danach gegebenenfalls reale Prüfung mit Freigabe und Fachaufsicht.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
| Hilfe | Impuls |
|---|---|
| Stufe 1 | Zeichne s und Δh ein. Wo verliert der Karton seine bisherige Abstützung? |
| Stufe 2 | Δh ist positiv. Prüfe, ob die Vorderkante des Kartons die höher liegende Förderkante berühren kann. |
| Stufe 3 | Formuliere die Kette: Geometrie → Kontakt → Geschwindigkeitsänderung oder Drehung → Stillstand → Auflaufen nachfolgender Güter. |
Lösungsidee: Eine gute Änderung reduziert den problematischen Höhen- oder Spaltübergang und erhält gleichzeitig die notwendige sichere Trennung von bewegten Teilen. Welche konkrete Konstruktion geeignet ist, muss anhand des realen Förderguts, der Herstellerunterlagen und der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
Aufgaben mit begründetem Feedback
Basisaufgaben
- Höhe lesen: Förderer B liegt oberhalb von A. Benenne das Vorzeichen von Δh und eine mögliche Folge. Feedback: Δh ist positiv. Eine höher liegende Eintrittskante kann die Vorderseite des Förderguts abbremsen oder zum Verkanten beitragen; die Aussage ist deshalb konstruktiv begründet und nicht nur rechnerisch.
- Spalt lesen: Erkläre, warum ein einzelner Millimeterwert für s noch keine vollständige Bewertung liefert. Feedback: Richtig ist eine Begründung über Fördergutlänge, Bodensteifigkeit, Abstützung, Rollenabstand, Geschwindigkeit und Schwerpunkt. Der Spalt wirkt immer zusammen mit diesen Größen.
Anwendungsaufgaben
- Fall U3: Ordne die Beobachtungen „Kontakt an der Vorderkante“, „leichte Drehung“ und „nachfolgendes Auflaufen“ zu einer Ursache-Wirkungs-Kette. Feedback: Eine schlüssige Kette beginnt bei der Übergabegeometrie, führt über Kontakt und Bewegungsänderung zum Stillstand und erst danach zum Stau. So wird Primärursache von Folgeerscheinung getrennt.
- Diagnoseplan: Lege eine Reihenfolge für die Prüfung von Video, Geometriemodell, Sensorsignalen und realer Anlage fest. Feedback: Zuerst werden ungefährliche Informationsquellen und Simulationen genutzt. Die reale Anlage kommt nur nach Freigabe und unter Fachaufsicht hinzu. Das reduziert unnötige Exposition gegenüber Gefährdungen.
Transferaufgaben
- Hebezeug-Übergabe: Übertrage dein Beurteilungsraster auf eine Last, die mit einem Hebezeug auf eine Rollenbahn abgesetzt wird. Feedback: Zusätzlich zu s und Δh müssen Lastsicherung, Tragfähigkeit, Pendeln, Positioniergenauigkeit, gespeicherte Energie und der abgesperrte Gefahrenbereich berücksichtigt werden.
- Neues Fördergut: Ein weicher Beutel ersetzt den starren Karton. Begründe, welche Kriterien wichtiger werden. Feedback: Formänderung, Durchhang, Reibung und mögliche Einzugsstellen gewinnen an Bedeutung. Eine zuvor geeignete Übergabe kann für ein anderes Fördergut ungeeignet sein.
Beurteilungsraster für die Praxis
| Prüffeld | Leitfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Fördergut | Welche Abmessungen, Masse, Bodenform und Schwerpunktlage sind relevant? | dokumentieren |
| Höhe | Wie groß und in welche Richtung wirkt Δh? | messen oder modellieren |
| Spalt | Bleibt das Fördergut ausreichend abgestützt? | begründen |
| Kante | Entsteht ein Stoß, Hängenbleiben oder Einziehen? | beobachten und simulieren |
| Materialfluss | Kann die Folgezone Güter übernehmen oder kontrolliert puffern? | Zustände prüfen |
| Sensorik | Stimmen erwartete und beobachtete Zustände überein? | Signalfolge vergleichen |
| Sicherheit | Bleiben Schutzeinrichtungen wirksam und Gefahrenbereiche unzugänglich? | zwingend prüfen |
| Freigabe | Ist eine reale Prüfung betrieblich freigegeben und fachlich beaufsichtigt? | vor realer Arbeit klären |
Ampellogik für die Ausbildung: Grün = schlüssig nachgewiesen. Gelb = Daten fehlen, weiter simulieren oder dokumentieren. Rot = Stör-, Kontakt- oder Gefährdungslage; keine Freigabe.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Quellenstand: 07.10.2026.
- DGUV Information 208-060 – Stetigförderer für Stückgut: Schutzmaßnahmen, Übergänge, Einzugsstellen, Betrieb und Instandhaltung.
- Betriebssicherheitsverordnung: Gefährdungsbeurteilung, sichere Verwendung, Schutzmaßnahmen und Instandhaltung.
- BetrSichV Anhang 1: zusätzliche Anforderungen unter anderem beim Heben von Lasten.
- DGUV Regel 109-017: sicheres Betreiben von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb.
- DGUV Fachbereich – Publikationen Stetigförderer: Verweis unter anderem auf DGUV Information 208-060 und DIN EN 619.
| Medium | Einsatz im Kurs | Rechte laut Commons-Dateiseite |
|---|---|---|
| Roller conveyor for totes and cartons.jpg | Rollenförderer | CC BY-SA 3.0 |
| Accumulation Roller Conveyor for Cartons Totes.jpg | Stauförderung | CC BY 3.0 |
| Entrada centro distribución frio transportador rodillos para palets.jpg | Palettenförderung | CC BY-SA 3.0 |
| Transfert caisses edpi 2006.svg | Übergabe-Schaltbild | gemeinfrei |
| Convoyeur à bande transporteuse.png | Gurtförderer | CC BY-SA 3.0 |
| Conveyer (general) (ISO 10628-2).svg | Fördersymbol | gemeinfrei |
| CopyMapFactory.webm | freie Funktionsanimation eines Förderbands | CC0 1.0 |
| Overhead crane.jpg | Hebezeug | CC BY-SA 2.5 |
| 1968 Hoehenfoerderer.jpg | Höhenförderung | CC BY-SA 3.0 |
YouTube-Medien: Die eingebetteten Videos stammen von Dorner Conveyors beziehungsweise Interroll. Sie werden über die YouTube-Einbettung gestreamt; die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Sie werden nicht als frei lizenzierte OER-Dateien ausgegeben oder erneut hochgeladen. Einbettbarkeit und Verfügbarkeit können sich ändern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist bei einem wiederkehrenden Stau an einer Übergabestelle der geeignete erste Schritt im Kurs? (Ablauf aus sicherer Position beobachten und zunächst simuliert analysieren) (!In die laufende Förderstrecke greifen) (!Schutzeinrichtung überbrücken und erneut starten) (!Ohne Diagnose die Geschwindigkeit erhöhen)
Was bedeutet ein positiver Höhenversatz Δh im verwendeten Modell? (Der Folgeförderer liegt höher als der Zuführförderer) (!Der Folgeförderer liegt tiefer als der Zuführförderer) (!Beide Förderer haben sicher dieselbe Höhe) (!Der Übergabespalt ist automatisch null)
Warum ist der Übergabespalt für den Materialfluss wichtig? (Er beeinflusst die Abstützung und damit Kipp- oder Staugefahr) (!Er bestimmt allein die elektrische Leistung des Motors) (!Er ersetzt die Gefährdungsbeurteilung) (!Er ist für kurze Fördergüter grundsätzlich bedeutungslos)
Wofür gilt die in der DGUV Information 208-060 genannte Größe von maximal 5 mm in dem hier behandelten Zusammenhang? (Für bestimmte Füllstücke an Einzugsstellen) (!Als universeller Produktspalt zwischen allen Förderern) (!Als maximale Höhe jedes Hebezeugs) (!Als Mindestabstand jedes Sensors)
Welche Beobachtung spricht direkt für eine blockierte oder belegte Folgezone? (Die Übergabe ist belegt und die Folgezone meldet nicht frei) (!Alle Zonen sind frei und kein Fördergut ist vorhanden) (!Nur die Gehäusefarbe des Sensors ändert sich) (!Der Förderer steht planmäßig außer Betrieb)
Welche Diagnosemethode ist im Lernkurs bevorzugt? (Signalfolge, Video und Geometriemodell sicher vergleichen) (!Störung durch Handkontakt bei laufender Anlage ertasten) (!Sicherheitskreis kurz überbrücken) (!Unbekannte Parameter direkt an der Produktionsanlage ändern)
Warum ist die Schwerpunktlage des Förderguts relevant? (Sie beeinflusst Kippstabilität und Verhalten beim Verlust der Abstützung) (!Sie bestimmt die Farbe der Förderrollen) (!Sie macht eine Höhenmessung überflüssig) (!Sie verhindert jeden Stau automatisch)
Wie sind Schutzeinrichtungen während Diagnose und Prüfung zu behandeln? (Sie bleiben wirksam und werden nicht umgangen) (!Sie werden für schnellere Fehlersuche deaktiviert) (!Sie werden nur bei kleinen Fördergütern entfernt) (!Sie werden durch eine mündliche Warnung ersetzt)
Wann dürfen reale Arbeiten an der Anlage erfolgen? (Nur mit geeigneter Fachaufsicht, betrieblicher Freigabe und vorgesehenem Sicherungsverfahren) (!Sobald die Simulation ein Ergebnis liefert) (!Wenn die lernende Person allein zustimmt) (!Immer während laufender Produktion)
Was kennzeichnet eine gute konstruktive Beurteilung der Übergabestelle? (Geometrie, Fördergut, Materialfluss und Sicherheit werden gemeinsam betrachtet) (!Nur die Motorleistung wird verglichen) (!Nur der Spalt wird gemessen) (!Nur die Taktzeit wird maximiert)
Memory
| Höhenversatz | Differenz der Förderhöhen |
| Übergabespalt | Abstand zwischen Förderabschnitten |
| Stauzone | kontrollierter Pufferbereich |
| Schwerpunkt | Einflussgröße der Kippstabilität |
| Sicherheitsfreigabe | Voraussetzung im Funktionsmodell |
| Übergabestelle | Wechsel der tragenden Fördereinrichtung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| positiver Höhenversatz | Fördergut trifft auf höher liegende Folgekante |
| negativer Höhenversatz | Fördergut wechselt auf niedrigeres Förderniveau |
| unzureichende Abstützung | Fördergut kann im Übergang kippen oder hängen bleiben |
| Stauzustand | nachfolgende Güter laufen auf |
| fehlende Sicherheitsfreigabe | im Funktionsmodell erfolgt keine Bewegungsfreigabe |
Kreuzworträtsel
| Höhenversatz | Wie heißt die Differenz zwischen zwei Förderhöhen? |
| Übergabe | Wie heißt der Wechsel eines Förderguts von einem Förderabschnitt zum nächsten? |
| Schwerpunkt | Welche Lage beeinflusst besonders die Kippstabilität eines Förderguts? |
| Rollenbahn | Welcher Förderer trägt Stückgut auf vielen drehbaren Rollen? |
| Stauzone | Wie heißt ein Bereich zum kontrollierten Puffern von Fördergütern? |
| Freigabe | Welcher betriebliche Status muss vor einer vorgesehenen realen Prüfung vorliegen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Übergabestelle skizzieren: Zeichne zwei Förderer und kennzeichne s, Δh, Förderrichtung sowie die beiden Auflagepunkte eines Förderguts.
- Medienanalyse Fördertechnik: Wähle ein Kursbild und markiere drei Stellen, an denen Materialfluss oder Abstützung beurteilt werden können.
- Ursache und Folge: Erstelle drei kurze Ursache-Wirkungs-Paare zu Anstoßen, Kippen und Stau.
- Sicherheitsregel erklären: Erkläre in eigenen Worten, warum eine Simulation vor einer realen Störungsprüfung sinnvoll ist.
Standard
- Storyboard Übergabe: Gestalte sechs Bilder einer Funktionsanimation vom Anfahren eines Kartons bis zur erfolgreichen Übergabe beziehungsweise zum simulierten Stau.
- Diagnoseprotokoll: Erstelle für Fall U3 ein Protokoll mit Beobachtung, Sollzustand, Istzustand, Hypothese, Simulation und Ergebnis.
- Messplan Fördertechnik: Plane, welche geometrischen Größen an einer vollständig gesicherten und freigegebenen Anlage unter Fachaufsicht gemessen würden; führe ohne Freigabe keine reale Messung durch.
- Interview Fachkraft Fördertechnik: Befrage eine geeignete Fachkraft zu typischen Übergabeproblemen und zu den betrieblichen Freigaberegeln. Dokumentiere keine vertraulichen Anlagendaten.
Schwer
- Digitales Übergabemodell: Baue ein digitales oder physisches ungefährliches Modell mit veränderbarem s und Δh und dokumentiere, wann das Modellgut stabil übergeben wird.
- Konstruktionsvergleich: Vergleiche drei konstruktive Übergabeideen anhand von Abstützung, Staugefahr, Wartbarkeit und Sicherheit.
- Transfer Hebezeug: Entwickle ein Beurteilungsraster für das Absetzen einer Last mit einem Hebezeug auf eine Förderstrecke und trenne Materialflusskriterien von Sicherheitskriterien.
- Fehlerdiagnose Simulation: Entwickle drei sichere Fehlerszenarien mit Sensorzuständen und begründe für jedes Szenario, welche Information als Nächstes geprüft wird, ohne eine Live-Anlage anzusteuern.


Lernkontrolle
- Ursache-Wirkungs-Analyse Übergabe: Ein Fördergut stoppt nur bei hoher Geschwindigkeit an einer ansonsten geometrisch unauffälligen Übergabe. Entwickle mindestens zwei technische Erklärungen und beschreibe, wie Du sie zuerst simuliert unterscheiden würdest.
- Konstruktionsentscheidung begründen: Entscheide zwischen einer Änderung von Höhe, Spaltführung oder Fördergeschwindigkeit für einen beschriebenen Störfall. Begründe, welche Daten Dir für eine belastbare Entscheidung noch fehlen.
- Fördergutwechsel bewerten: Eine Anlage soll statt formstabiler Kisten flexible Beutel transportieren. Leite ab, welche bisherigen Annahmen zur Übergabe neu geprüft werden müssen.
- Stau und Sicherheit verknüpfen: Erkläre, wie aus einem zunächst reinen Materialflussproblem eine Gefährdung entstehen kann und welche konstruktiven beziehungsweise organisatorischen Ebenen dies verhindern sollen.
- Hebezeug auf Förderstrecke übertragen: Übertrage die Kriterien des Falls U3 auf das Absetzen einer Last aus einem Hebezeug. Begründe, welche zusätzlichen Gefahren nicht durch eine gute Übergabegeometrie gelöst werden.
- Diagnoseweg verteidigen: Vergleiche „direkter Eingriff an der Anlage“ mit „Beobachtung, Signalvergleich, Simulation, Freigabe“. Begründe fachlich, warum der zweite Weg für die Ausbildung geeignet ist.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:
- Geometrische Beurteilung: s und Δh korrekt darstellen und ihre Wirkung auf ein konkretes Fördergut begründen.
- Materialflussanalyse: Primärursache, Stillstand und Folgestau nachvollziehbar voneinander trennen.
- Sicherheitsorientierte Diagnose: eine Diagnosefolge entwickeln, die mit Beobachtung und Simulation beginnt und keine Schutzeinrichtung umgeht.
- Konstruktive Verbesserung: mindestens eine Änderung vorschlagen und mit Abstützung, Bewegung und Sicherheit begründen.
- Transfer Hebezeuge: zusätzliche Risiken beim Heben, Senken und Absetzen von Lasten berücksichtigen.
- Dokumentation: Annahmen, Simulationswerte, offene Punkte und erforderliche Freigaben klar kennzeichnen.
- Reflexion: erklären, welche Erkenntnisse nur für den Modellfall gelten und welche Kriterien auf andere Übergabestellen übertragbar sind.
OERs zum Thema
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