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Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied

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Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied




Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied


Einleitung

In einem Metallbaubetrieb und besonders in einer Schmiede treffen hohe Temperaturen, schwere Werkstücke, scharfkantige Bauteile, bewegte Maschinen und elektrische Betriebsmittel aufeinander. Beim Arbeiten an Esse, Amboss, Schmiedehammer, Schleifmaschine, Trennschleifer, Schweißgerät oder Presse können unter anderem Schnittverletzungen, Quetschungen, Verbrennungen, Augenverletzungen, Stromunfälle und schwere Blutungen entstehen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallbau, im Schmiedehandwerk und in verwandten Berufen. Du lernst, eine Unfallstelle fachgerecht einzuschätzen, die Rettungskette einzuleiten und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes geeignete Maßnahmen durchzuführen. Dabei gilt immer: Eigenschutz geht vor Fremdschutz. Eine verletzte Person darf nur gerettet werden, wenn Du Dich dabei nicht selbst in Gefahr bringst.

Die Inhalte ergänzen die betriebliche Unterweisung und einen anerkannten Erste-Hilfe-Kurs. Sie ersetzen weder praktische Übungen unter fachkundiger Anleitung noch eine medizinische Behandlung.


Lernziele

Nach der Bearbeitung des Lernkurses kannst Du typische Unfallgefahren im Metallbaubetrieb benennen, eine Maschine im Notfall sicher stillsetzen, Bewusstsein und Atmung kontrollieren, einen Notruf absetzen und wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen erklären. Außerdem kannst Du die Versorgung von Blutungen, Verbrennungen, Augenverletzungen, Amputationsverletzungen, Quetschungen und Stromunfällen unterscheiden.


Typische Gefährdungen im Schmiede- und Metallbaubetrieb

Gefährdung Fachbegriff oder Unfallmechanismus Mögliche Folgen
Heiße Werkstücke, Flammen und Funken Thermische Einwirkung Verbrennung, Brandverletzung oder Hitzeschädigung
Scharfe Bleche, Werkzeuge und Grate Schnitt- oder Stichmechanismus Wunde, starke Blutung oder Teilamputation
Schmiedehammer, Presse und schwere Werkstücke Quetsch- oder Einklemmmechanismus Quetschung, Fraktur, innere Verletzung oder Amputation
Schleifkörper, Zunder und Metallspäne Fremdkörpereinwirkung Oberflächliche oder penetrierende Augenverletzung
Schweißlicht Ultraviolette Strahlung Photokeratitis, auch Schweißverblitzung genannt
Elektrische Maschinen und Leitungen Körperdurchströmung oder Lichtbogen Verbrennung, Herzrhythmusstörung oder Kreislaufstillstand
Rauch, Gase, Dämpfe und Gefahrstoffe Inhalative oder chemische Einwirkung Atemwegsreizung, Vergiftung oder Verätzung


Gefahrenbereich sichern

Bevor Du Erste Hilfe leistest, musst Du den Gefahrenbereich überblicken. Achte auf laufende Maschinen, nachlaufende Werkzeuge, schwebende Lasten, glühendes Material, offene Flammen, elektrische Spannung, austretende Gase und rutschige Flächen.

  1. Not-Halt: Setze die Maschine über den vorgesehenen Not-Halt oder Hauptschalter still, sofern dies gefahrlos möglich ist.
  2. Wiedereinschalten verhindern: Sichere die Anlage nach der betrieblichen Regelung gegen unbeabsichtigtes Anlaufen.
  3. Gefahrenstelle absperren: Halte unbeteiligte Personen fern und lasse Rettungswege frei.
  4. Persönliche Schutzausrüstung: Nutze mindestens Einmalhandschuhe; weitere Schutzausrüstung richtet sich nach der Gefährdung.
  5. Rettung aus dem Gefahrenbereich: Bewege eine verletzte Person nur, wenn weiterhin eine akute Gefahr besteht und die Rettung ohne erhebliche Eigengefährdung möglich ist.

Bei einer komplexen Einklemmung unter einem Schmiedehammer oder einer Presse darf die Befreiung nicht unkoordiniert erfolgen. Maschine und gespeicherte Energien müssen sicher beherrscht werden. Rufe den Rettungsdienst und gegebenenfalls die Feuerwehr.


Rettungskette und Notruf

Eine wirksame Rettungskette beginnt unmittelbar nach dem Unfall. Die Reihenfolge muss der konkreten Gefahr angepasst werden:

  1. Eigenschutz und Unfallstelle sichern
  2. Betroffene Person aus akuter Gefahr retten
  3. Bewusstsein und Atmung prüfen
  4. Betriebliche Ersthelfende hinzuziehen und Notruf 112 veranlassen
  5. Lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen
  6. Rettungsdienst am Werkstor oder Hallenzugang einweisen
  7. Übergabe mit Unfallhergang, Gefährdungen und Maßnahmen
  8. Unfall intern melden und Erste-Hilfe-Leistung dokumentieren


Der Notruf 112

Nenne zuerst den genauen Einsatzort. In großen Betrieben reichen Firmenname und Straße oft nicht aus. Ergänze Halle, Tor, Gebäude, Ebene, Maschine oder Arbeitsbereich. Beschreibe danach, was passiert ist, wie viele Menschen betroffen sind, welche Verletzungen erkennbar sind und welche besonderen Gefahren bestehen. Beende das Gespräch erst, wenn die Leitstelle keine weiteren Fragen hat.

Bei einem Stromunfall an einer Hochspannungsanlage muss das Stichwort Hochspannungsunfall genannt werden. Bei Rauch, Gasen oder Gefahrstoffen sind Stoffname, Kennzeichnung und Angaben aus der Betriebsanweisung wichtig, sofern diese ohne Eigengefährdung verfügbar sind.


Bewusstsein, Atmung und Wiederbelebung


Bewusstlose Person mit normaler Atmung

Sprich die Person laut an und rüttle vorsichtig an den Schultern. Reagiert sie nicht, öffne die Atemwege und prüfe die Atmung. Ist eine normale Atmung vorhanden, bringe die Person in die stabile Seitenlage, rufe 112 und kontrolliere die Atmung fortlaufend. Schütze die Person vor Auskühlung und lasse sie nicht allein.


Keine normale Atmung

Fehlt eine normale Atmung oder bestehen nur einzelne schnappende Atemzüge, beginne sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Drücke in der Mitte des Brustkorbs 30-mal mit einer Frequenz von 100 bis 120 Kompressionen pro Minute und einer Tiefe von etwa 5 bis 6 Zentimetern. Entlaste den Brustkorb nach jeder Kompression vollständig.

Wenn Du ausgebildet und dazu in der Lage bist, folgen zwei Beatmungen. Setze das Verhältnis 30 zu 2 fort. Ist eine Beatmung nicht möglich, führe ohne Unterbrechung Brustkorbkompressionen durch. Ein vorhandener AED wird eingeschaltet und nach seinen Sprach- oder Bildanweisungen verwendet.


Typische Verletzungen und Maßnahmen


Schnittverletzungen und starke Blutungen

Ziehe Einmalhandschuhe an und übe mit einer sterilen Wundauflage direkten Druck auf die Wunde aus. Bei einer starken Blutung an einer geeigneten Körperstelle wird ein Druckverband angelegt. Kann kein Druckverband angebracht werden, hältst Du den manuellen Druck bis zur Übergabe an den Rettungsdienst aufrecht. Rufe bei einer bedrohlichen Blutung sofort 112 und achte fortlaufend auf Bewusstsein und Atmung.

Tief eingedrungene Fremdkörper werden nicht herausgezogen. Sie können eine Blutung teilweise verschließen und beim Entfernen zusätzliche Gewebeschäden verursachen.


Amputationsverletzungen

Stille zuerst die Blutung der verletzten Person. Das abgetrennte Körperteil, das Amputat, wird nicht gereinigt und nicht direkt auf Eis gelegt. Wickle es trocken und steril ein, verschließe es in einem ersten Kunststoffbeutel und lege diesen in einen zweiten Beutel mit Wasser und Eis. Das Amputat darf weder mit Wasser noch mit Eis direkt in Kontakt kommen. Übergib es gemeinsam mit der verletzten Person an den Rettungsdienst.


Verbrennungen und heiße Metallteile

Beende die Wärmeeinwirkung und entferne lose heiße Gegenstände oder Schmuck nur dann, wenn dies ohne zusätzliche Verletzung möglich ist. Festgebrannte Kleidung oder anhaftende Materialien werden nicht abgerissen.

Kleine, örtlich begrenzte Verbrennungen können möglichst früh mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser gekühlt werden. Vermeide bei großflächigen Verbrennungen eine Auskühlung des gesamten Körpers. Decke die Wunde anschließend locker, trocken und steril ab. Verwende kein Eis, keine Salben, kein Öl, kein Mehl und keine Hausmittel.

Bei großflächigen oder tiefen Verbrennungen sowie Verletzungen an Gesicht, Atemwegen, Händen, Gelenken oder Genitalbereich ist der Notruf erforderlich. Achte nach einem Brand zusätzlich auf mögliche Rauchgasinhalation.


Augenverletzungen durch Späne, Zunder und Chemikalien

Reiben verschlimmert viele Augenverletzungen. Eingedrungene oder festsitzende Metallteile dürfen nicht entfernt werden. Stelle das Auge ruhig, betreue die Person und veranlasse eine augenärztliche Versorgung. Bei schweren Verletzungen oder Sehstörungen ist 112 zu wählen.

Bei einer chemischen Verätzung muss sofort ausgiebig gespült werden. Führe das Wasser vom inneren Augenwinkel nach außen, damit das unverletzte Auge nicht verunreinigt wird. Augenduschen müssen frei zugänglich und eindeutig gekennzeichnet sein.

Nach ungeschützter Einwirkung intensiver UV-Strahlung beim Schweißen können Schmerzen, Tränenfluss, Lichtscheu und ein Fremdkörpergefühl zeitverzögert auftreten. Diese Photokeratitis erfordert eine fachärztliche Abklärung.


Quetschungen, Einklemmungen und Knochenbrüche

Bewege eine verletzte Extremität so wenig wie möglich. Richte Fehlstellungen nicht ein und ziehe eine eingeklemmte Person nicht unkontrolliert aus einer Maschine. Decke offene Wunden steril ab, polstere die betroffene Körperregion in der vorgefundenen Lage und überwache Bewusstsein und Atmung. Bei starker Gewalteinwirkung können trotz kleiner äußerer Wunden schwere innere Verletzungen bestehen.


Stromunfall

Berühre eine Person erst, wenn der Stromfluss sicher unterbrochen ist. Im Niederspannungsbereich bis 1.000 Volt kann dies je nach Situation durch Ziehen des Steckers, Ausschalten oder Betätigen der Sicherung erfolgen. Bei Hochspannung über 1.000 Volt hältst Du großen Abstand, veranlasst den Notruf und wartest auf Fachpersonal. Die Rettung aus einer Hochspannungsanlage ist Aufgabe entsprechend qualifizierter Kräfte.

Nach Unterbrechung der Spannung prüfst Du Bewusstsein und Atmung und beginnst bei Bedarf mit der Wiederbelebung. Nach jedem Stromunfall ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich, auch wenn zunächst keine Beschwerden erkennbar sind. Bei Bewusstlosigkeit, Schmerzen, Verbrennungen, Herzbeschwerden oder einem Hochspannungsunfall wird sofort der Rettungsdienst gerufen.


Rauch, Gase und Gefahrstoffe

Betritt keinen Bereich mit unbekannter Atmosphäre ohne geeigneten Atemschutz. Ein Filtergerät oder eine einfache Staubmaske schützt nicht zuverlässig vor Sauerstoffmangel oder allen Gasen. Stoppe den Prozess und lüfte nur, wenn dies gefahrlos und betrieblich vorgesehen ist. Bringe eine betroffene Person nur ohne Eigengefährdung an die frische Luft, rufe 112 und halte Betriebsanweisung oder Sicherheitsdatenblatt für den Rettungsdienst bereit.


Betriebliche Erste-Hilfe-Organisation

Auszubildende müssen wissen, wo sich Verbandkasten, Augendusche, Notdusche, AED, Notrufeinrichtung, Not-Halt, Hauptschalter und Sammelstelle befinden. Die Namen der betrieblichen Ersthelfenden, der Meldeweg und die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge müssen bekannt und aktuell ausgeschildert sein.

Erste-Hilfe-Material muss vollständig, zugänglich und gegen schädigende Einflüsse geschützt sein. Verbrauchtes oder abgelaufenes Material wird ersetzt. Rettungswege, Augenduschen und Notduschen dürfen nicht verstellt werden.

Die betriebliche Unterweisung muss das Verhalten bei Unfällen einschließen und regelmäßig, mindestens jährlich, wiederholt werden. Jede Erste-Hilfe-Leistung ist zu dokumentieren. Die Aufzeichnungen werden mindestens fünf Jahre aufbewahrt und gegen den Zugriff Unbefugter geschützt.


Fachliche Grundlagen

  1. DGUV Information 204-007: Handbuch zur Ersten Hilfe
  2. DGUV Information 209-076: Hufbeschlag
  3. DGUV: Dokumentation von Erste-Hilfe-Leistungen
  4. DRK: Erste-Hilfe-Maßnahmen
  5. Deutscher Rat für Wiederbelebung: Leitlinien 2025


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was hat bei jeder Hilfeleistung im Metallbaubetrieb Vorrang? (Eigenschutz und Sicherung der Unfallstelle) (!Sofortiges Aufrichten der verletzten Person) (!Fortsetzen der Maschine bis zum Arbeitsende) (!Entfernen sämtlicher Werkzeuge aus der Halle)




Was tust Du bei einer bewusstlosen Person ohne normale Atmung? (Sofort Wiederbelebung beginnen und 112 veranlassen) (!Die Person allein lassen und Werkzeug holen) (!Nur die Beine hochlagern) (!Etwas zu trinken geben)




Welche Frequenz gilt für Brustkorbkompressionen bei Erwachsenen? (100 bis 120 Kompressionen pro Minute) (!20 bis 30 Kompressionen pro Minute) (!40 bis 50 Kompressionen pro Minute) (!160 bis 180 Kompressionen pro Minute)




Wann wird die stabile Seitenlage angewendet? (Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung) (!Bei einer ansprechbaren Person mit kleiner Schnittwunde) (!Bei fehlender normaler Atmung) (!Bei jedem Stromunfall vor dem Abschalten)




Welche Maßnahme ist bei einer starken äußeren Blutung besonders wichtig? (Direkter Druck auf die Wunde und gegebenenfalls Druckverband) (!Auswaschen der Wunde mit Maschinenöl) (!Entfernen eines tief eingedrungenen Fremdkörpers) (!Kräftiges Massieren der Wunde)




Wie gehst Du mit einem festsitzenden Metallspan im Auge um? (Nicht entfernen und fachärztliche Hilfe veranlassen) (!Mit einer Zange herausziehen) (!Das Auge kräftig reiben) (!Mit Druckluft ausblasen)




Wie wird ein Amputat für den Transport vorbereitet? (Trocken steril einwickeln und indirekt kühlen) (!Direkt in Eiswasser legen) (!Mit Desinfektionsmittel auswaschen) (!Ohne Verpackung auf die Wunde legen)




Was muss vor der Berührung einer Person nach einem Stromunfall geschehen? (Der Stromfluss muss sicher unterbrochen sein) (!Die Person muss aufgerichtet werden) (!Die Maschine muss weiterlaufen) (!Die verletzte Person muss Wasser trinken)




Wie lange müssen betriebliche Aufzeichnungen über Erste-Hilfe-Leistungen mindestens aufbewahrt werden? (Fünf Jahre) (!Eine Woche) (!Einen Monat) (!Sechs Monate)




Welche Angabe ist beim Notruf in einem großen Betrieb besonders wichtig? (Genauer Ort mit Halle Tor oder Maschine) (!Name des Herstellers aller Werkzeuge) (!Preis des beschädigten Werkstücks) (!Geplantes Ende der Arbeitsschicht)





Memory

Eigenschutz Gefahrenbereich sichern
Not-Halt Maschine stillsetzen
Druckverband Starke Blutung
Augendusche Chemische Augenverätzung
Amputatbeutel Abgetrenntes Körperteil
Defibrillator Elektrischer Impuls nach Geräteanweisung
Meldeblock Unfalldokumentation
Rettungskette Geordneter Ablauf der Hilfe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Unfallsituation
Spülen von innen nach außen Chemischer Stoff im Auge
Stabile Seitenlage Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung
Brustkorbkompression Keine normale Atmung
Spannungsfreiheit herstellen Elektrischer Unfall
Trocken steril abdecken Thermische Verbrennung






Kreuzworträtsel

Eigenschutz Was steht vor jeder Rettungsmaßnahme an erster Stelle?
Notruf Wie heißt die Alarmierung der Leitstelle?
Druckverband Welcher Verband dient zur Blutstillung?
Augendusche Welche Einrichtung wird bei chemischer Augenverunreinigung verwendet?
Reanimation Wie heißt die Wiederbelebung fachsprachlich?
Meldeblock Womit kann eine Erste-Hilfe-Leistung dokumentiert werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Vor jeder Hilfeleistung steht der

. Eine laufende Maschine wird über den vorgesehenen

stillgesetzt. Die europaweit einheitliche Notrufnummer lautet

. Eine bewusstlose Person mit

Atmung wird in die stabile Seitenlage gebracht. Die Position heißt fachsprachlich

. Bei fehlender normaler Atmung wird der Brustkorb mit einer Frequenz von

Kompressionen pro Minute gedrückt. Ein vorhandener

wird nach seinen Geräteanweisungen verwendet. Eine starke Blutung kann durch einen

kontrolliert werden. Ein festsitzender Fremdkörper im

darf nicht herausgezogen werden. Kleine örtlich begrenzte Verbrennungen werden mit kühlem und

Wasser gekühlt. Ein abgetrenntes Körperteil wird als

bezeichnet. Die Dokumentation einer Erste-Hilfe-Leistung wird mindestens

aufbewahrt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefahrenkarte Schmiede: Zeichne den Grundriss einer Schmiedewerkstatt und markiere fünf mögliche Unfallstellen sowie sichere Flucht- und Rettungswege.
  2. Notrufkarte Metallbau: Formuliere eine Notrufkarte mit Platzhaltern für Firmenadresse, Halle, Tor, Maschine und einweisende Person.
  3. Erste-Hilfe-Rallye: Suche unter Aufsicht Verbandkasten, Augendusche, Notdusche, AED, Hauptschalter und Sammelstelle im Ausbildungsbetrieb.
  4. Fachbegriffe Erste Hilfe: Erstelle ein bebildertes Glossar mit mindestens zehn Fachbegriffen aus diesem Lernkurs.


Standard

  1. Fallkarte Schnittverletzung: Entwickle ein realistisches Fallbeispiel zu einer starken Blutung und beschreibe die korrekte Reihenfolge der Maßnahmen.
  2. Übung Druckverband: Übe unter Anleitung einer qualifizierten Lehrkraft das Anlegen eines Druckverbandes mit Übungsmaterial.
  3. Interview Ersthelfende: Befrage eine betriebliche Ersthelferin oder einen betrieblichen Ersthelfer zu Alarmierung, Material und Dokumentation.
  4. Plakat Augenverletzung: Gestalte ein Werkstattplakat zu Metallspänen, Schweißverblitzung und chemischer Augenverätzung.


Schwer

  1. Notfallübung Schmiedehammer: Plane eine sichere Übung zu einer angenommenen Einklemmung am Schmiedehammer mit Rollen, Alarmweg und Beobachtungskriterien.
  2. Gefährdungsbeurteilung Erste Hilfe: Untersuche einen Arbeitsbereich und leite aus den Gefährdungen notwendige Erste-Hilfe-Einrichtungen ab.
  3. Erklärvideo Rettungskette: Produziere ein kurzes Lehrvideo zur Rettungskette im Metallbaubetrieb, ohne reale Gefahrensituationen nachzustellen.
  4. Unfallanalyse Metallbau: Analysiere einen anonymisierten Arbeitsunfall mit der Methode Ereignis, Ursache, Sofortmaßnahme, Prävention und Lerntransfer.




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Lernkontrolle

  1. Szenario Trennschleifer: Ein Metallspan trifft trotz Schutzbrille das Auge. Begründe, welche Maßnahmen geeignet sind und welche typischen Fehlhandlungen zusätzlichen Schaden verursachen.
  2. Szenario Schmiedehammer: Eine Hand ist zwischen Werkstück und Gesenk eingeklemmt. Entwickle eine sichere Handlungsfolge vom Stillsetzen der Anlage bis zur Übergabe an den Rettungsdienst.
  3. Szenario Stromunfall: Vergleiche das Vorgehen bei einem Unfall an einem handgeführten Elektrowerkzeug mit dem Vorgehen an einer Hochspannungsanlage.
  4. Szenario Verbrennung: Entscheide bei drei unterschiedlich großen Verbrennungen, wann lokale Kühlung sinnvoll ist und wann der Schutz vor Auskühlung überwiegt.
  5. Szenario Mehrpersonenunfall: Nach dem Umstürzen eines schweren Werkstücks sind zwei Personen verletzt. Lege Aufgaben für Helfende fest und begründe die Reihenfolge.
  6. Betrieblicher Verbesserungsplan: Prüfe einen fiktiven Metallbaubetrieb auf Alarmierung, Erste-Hilfe-Material, Kennzeichnung, Zugänglichkeit und Dokumentation und formuliere Verbesserungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Kompetenzen wichtig:

  1. Du erkennst typische Gefahren an Schmiede-, Schleif-, Schweiß- und Umformarbeitsplätzen.
  2. Du stellst Eigenschutz, Maschinenstillstand und Sicherung des Gefahrenbereichs nachvollziehbar dar.
  3. Du setzt einen vollständigen betrieblichen Notruf mit präziser Ortsangabe ab.
  4. Du demonstrierst an einer Übungspuppe die Kontrolle von Bewusstsein und Atmung sowie die Wiederbelebung.
  5. Du erklärst die Unterschiede zwischen Druckverband, stabiler Seitenlage und steriler Wundabdeckung.
  6. Du entwickelst fachgerechte Maßnahmen für Augen-, Verbrennungs-, Amputations-, Quetsch- und Stromunfälle.
  7. Du kennst Meldeweg, Datenschutz und Aufbewahrungsdauer der betrieblichen Erste-Hilfe-Dokumentation.
  8. Du reflektierst Grenzen der Laienhilfe und veranlasst rechtzeitig professionelle Unterstützung.




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