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Elektropneumatik und Elektrohydraulik – Proportionalventile im Überblick einordnen

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Elektropneumatik und Elektrohydraulik – Proportionalventile im Überblick einordnen

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Elektropneumatik und Elektrohydraulik – Proportionalventile im Überblick einordnen


Einleitung

Kurzbeschreibung: Stetige Ansteuerung und Bewegungsregelung mit Proportionalventilen. Du ordnest Proportionalventile zwischen Schaltventil und hochdynamischer Regel-/Servotechnik ein, vergleichst Elektropneumatik und Elektrohydraulik und übst Diagnose ausschließlich in Simulationen oder am drucklosen Ausbildungsmodell.

Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Industriemechanik, Elektronik für Automatisierungstechnik und verwandten Metall-/Elektroberufen.

Lernformat: kurze Lerneinheiten, Funktionsanimationen, Schaltbilder, ein konkreter Ausbildungsfall, gestufte Hilfen sowie Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit begründetem Feedback.

Nach dem Kurs kannst Du …
Proportionalventile nach Aufgabe und Signalwirkung einordnen.
erklären, wie Stellsignal, Magnetkraft, Ventilöffnung, Druck bzw. Volumenstrom und Bewegung zusammenhängen.
typische Unterschiede zwischen Elektropneumatik und Elektrohydraulik auf eine Anwendung beziehen.
gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie als Gefahr erkennen und eine sichere Diagnose im Simulator planen.
aus simulierten Messwerten eine begründete Fehlerhypothese ableiten.


Sicherheitsrahmen: Erst Energie beherrschen, dann diagnostizieren

Wichtig: „Aus“ bedeutet bei Fluidtechnik nicht automatisch „energiefrei“. Druck kann in Leitungen, Zylinderräumen und Druckspeichern verbleiben; angehobene oder gespannte Maschinenteile können Bewegungsenergie bzw. potenzielle Energie freisetzen.

Energieform Typische Quelle Sichere Lernumgebung
Gespeicherte Druckenergie Druckluftvolumen, abgesperrte Hydraulikräume, Hydrospeicher Simulation oder nach betrieblicher Freigabe vollständig druckloser Ausbildungsaufbau
Gespeicherte Bewegungsenergie angehobene Last, vorgespannte Feder, bewegter Zylinder virtuelle Achse oder mechanisch gesicherter, druckloser Aufbau
Elektrische Energie Netzteil, Ventilelektronik, Kondensatoren Kleinspannungs-Simulator bzw. freigegebener Schulungsaufbau nach Unterweisung

Praxisregel: Reale Druckarbeiten, Druckprüfungen oder Messungen an druckbeaufschlagten Anlagen sind in diesem Kurs keine Selbstlernaufgabe. Sie dürfen nur nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, fachlicher Freigabe und unter geeigneter Aufsicht durch qualifizierte Personen stattfinden. Für Lernaufgaben gilt: Simulation oder druckloses Modell.


Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Vom Schaltventil zum Stetigventil – 6 Minuten

Ein Schaltventil kennt diskrete Zustände, zum Beispiel auf oder zu. Ein Stetigventil kann eine Ausgangsgröße innerhalb eines Bereichs verändern. Das Proportionalventil gehört zu den Stetigventilen: Ein elektrisches Stellsignal beeinflusst kontinuierlich die Ventilstellung bzw. eine geregelte Größe wie Druck oder Durchfluss.

Merksatz: Proportional bedeutet stetig beeinflussbar, nicht automatisch perfekt linear.

Vergleichsfrage: Das Bild zeigt ein elektromagnetisch betätigtes 5/2-Wegeventil als Schaltventil. Was müsste sich ändern, damit statt zweier Schaltzustände Zwischenstellungen gezielt nutzbar werden?

Datei:Schema single-stage double-sided proportional-valve.svg

Kurzcheck: Bei einem proportionalen Wegeventil wird der Ventilkolben nicht nur „links/rechts“ geschaltet. Sein Weg bestimmt den freigegebenen Querschnitt und damit den möglichen Volumenstrom.


Lerneinheit 2: Signalkette verstehen – 7 Minuten

Stufe Bedeutung
Stellsignal Sollvorgabe, z. B. analoger Spannungs-/Stromwert oder digital übermittelte Sollgröße
Ventilelektronik bereitet das Signal auf und erzeugt den Magnetstrom
Proportionalmagnet erzeugt eine vom Ansteuersignal abhängige Kraft
Ventilkolben verändert den Öffnungsquerschnitt
Fluidgröße Druck oder Volumenstrom verändert sich
Aktor Kraft, Geschwindigkeit oder Position ändern sich
Datei:Schema single-stage proportional-valve.svg

Beim gezeigten Ventil liefert ein Wegaufnehmer am Kolben eine Rückmeldung. Damit kann die Ventilelektronik die Kolbenposition genauer nachführen. Das verbessert die Reproduzierbarkeit, ersetzt aber nicht automatisch einen äußeren Bewegungsregelkreis.

Beobachtungsauftrag zum Video: Achte auf die Kette Stellsignal → Ventilöffnung → Volumenstrom → Zylindergeschwindigkeit. Notiere eine Stelle, an der eine reale Anlage vom idealisierten Verlauf abweichen könnte.


Lerneinheit 3: Elektropneumatik – Druck und Durchfluss gezielt verändern – 7 Minuten

In der Pneumatik ist Luft kompressibel. Deshalb speichern Leitungen und Zylinderräume Druckenergie, und Bewegungen reagieren stärker auf Last, Luftvolumen und Drosselung als bei einer ideal starren Flüssigkeitssäule.

Typische Proportionalaufgaben: ein Druck-Proportionalventil verändert den Ausgangsdruck; ein Durchfluss-Proportionalventil verändert den Volumenstrom. Damit lassen sich zum Beispiel Spannkraft, Blasluft oder Geschwindigkeit beeinflussen.

Datei:Tarea 2.gif

Animationsvergleich: Die Animation zeigt eine elektropneumatische Schaltfunktion. Übertrage das Prinzip gedanklich auf ein Proportionalventil: Statt nur „ein/aus“ wird die wirksame Öffnung zwischen den Endlagen gezielt verändert.

Mini-Transfer: Eine pneumatische Spannvorrichtung soll empfindliche und robuste Werkstücke mit unterschiedlicher Kraft halten. Welche Größe ist dafür naheliegend proportional zu verändern? Begründe mit dem Zusammenhang zwischen Druck und Zylinderkraft.


Lerneinheit 4: Elektrohydraulik – Volumenstrom bestimmt Bewegung – 7 Minuten

In der Hydraulik wird eine Flüssigkeit als Energieträger genutzt. Hydraulische Antriebe eignen sich besonders für hohe Kräfte. Bei einem Zylinder gilt näherungsweise: Mehr Volumenstrom an einer Kammer bedeutet bei gleicher wirksamer Fläche eine höhere Kolbengeschwindigkeit.

Orientierung: Für einen idealisierten Zylinder gilt näherungsweise v = Q / A. Die tatsächlich erreichbare Bewegung hängt zusätzlich von Last, Druckdifferenz, Ventilkennlinie, Leckage und Systemdynamik ab.

Das Schaltbild zeigt eine hydraulische Richtungssteuerung mit Zylinder. Ein Proportional-Wegeventil ergänzt die Richtungswahl um einen stetig veränderbaren Öffnungsquerschnitt.

Beobachtungsauftrag zum Video: Suche die drei Ebenen Elektrik – Ventil – Hydraulik. Welche Messgröße würdest Du im Simulator zuerst vergleichen, wenn die Achse trotz verändertem Sollwert nicht schneller wird?


Lerneinheit 5: Kennlinie, Totzone, Hysterese und Regelkreis – 8 Minuten

Datei:Schema single-stage proportional-valve zero.svg

Ein reales Proportionalventil kann eine Totzone durch Überdeckung, eine Hysterese zwischen Hin- und Rückweg sowie eine begrenzte Dynamik zeigen. Deshalb darfst Du aus „50 % Stellsignal“ nicht automatisch „50 % Geschwindigkeit“ ableiten.

Begriff Woran Du ihn erkennst
Totzone kleine Signaländerung, zunächst kaum Reaktion
Hysterese gleicher Sollwert, aber unterschiedlicher Istwert je nach Anfahrrichtung
Rückführung Sensor meldet eine Istgröße zurück
Regelkreis Regler vergleicht Soll- und Istwert und korrigiert die Stellgröße

Einordnung: Ein Proportionalventil kann in einer offenen Steuerung oder in einem geschlossenen Regelkreis eingesetzt werden. Für genaue Bewegungsregelung werden zusätzlich geeignete Sensoren, Regler und eine passende Ventildynamik benötigt.


Lerneinheit 6: Gespeicherte Energie und sichere Fehlerdiagnose – 8 Minuten

Gefahrbild: Pumpenmotor aus oder Druckluftzufuhr geschlossen heißt nicht automatisch null Druck. Ein Hydrospeicher, eingeschlossene Druckluft oder eine angehobene Last kann weiterhin Energie abgeben.

Simulierter Befund Sichere Diagnoseidee
Sollwert ändert sich, Magnetstrom bleibt null elektrische Signalkette im Simulator prüfen
Magnetstrom ändert sich, Kolbenrückmeldung bleibt stehen Ventilelektronik bzw. Kolbenbewegung im Simulationsmodell untersuchen
Kolbenrückmeldung folgt, Zylinder bleibt langsam simulierten Volumenstrom, Druckdifferenz, Last und Drosselstellen vergleichen
Nach „Aus“ liegt im Modell weiterhin Druck an Restenergie als Ursache behandeln; keine Bauteile öffnen, sondern sicheren Entlastungszustand simulieren

Sicherheitslogik für reale Anlagen: Energiequellen trennen und gegen Wiederanlauf sichern, gespeicherte Energie beherrschen bzw. gefahrlos abbauen, Lasten gegen Bewegung sichern und Energiefreiheit nach betrieblichem Verfahren prüfen. Das konkrete Vorgehen richtet sich nach Betriebsanleitung, Gefährdungsbeurteilung und Freigabe.


Ausbildungsfall: Montagevorrichtung „sanft spannen, kontrolliert fügen“


Situation

In einer Ausbildungszelle wird ein Werkstück pneumatisch gespannt. Danach fährt eine hydraulische Fügeachse an das Werkstück. Bisher arbeiten beide Funktionen mit einfachen Schaltventilen. Empfindliche Werkstücke werden manchmal zu stark gespannt, und die hydraulische Achse fährt vor dem Kontakt zu abrupt.

Die Aufgabe lautet: Proportionaltechnik so einordnen, dass Spannkraft und Anfahrgeschwindigkeit gezielt veränderbar werden. Die Diagnose erfolgt ausschließlich in einer Simulation oder an einem freigegebenen drucklosen Modell.


Basisaufgabe

Ordne zu: Für die pneumatische Spannkraft eignet sich ein Proportional-Druckventil; für die hydraulische Anfahrgeschwindigkeit ist ein Proportional-Wege- oder Durchflussventil naheliegend.

Begründetes Feedback: Die Spannkraft hängt wesentlich vom Druck an der wirksamen Zylinderfläche ab. Die hydraulische Geschwindigkeit hängt wesentlich vom zu- bzw. abfließenden Volumenstrom ab. Deshalb passen Druckregelung und Volumenstrombeeinflussung zu unterschiedlichen Teilaufgaben.


Anwendungsaufgabe

Im Simulator steigt der Sollwert der hydraulischen Achse von 30 % auf 60 %. Der Magnetstrom steigt ebenfalls, die Ventilkolben-Rückmeldung bewegt sich, aber die Zylindergeschwindigkeit ändert sich kaum. Formuliere zwei plausible Ursachen, die Du anhand simulierter Messkurven prüfen würdest.

Begründetes Feedback: Gute Hypothesen beziehen die Fluidseite ein, zum Beispiel begrenzter Volumenstrom, hohe Last, ungünstige Druckdifferenz, Drosselstelle oder Sättigung. Eine rein elektrische Ursache ist weniger wahrscheinlich, weil Sollwert, Magnetstrom und Kolbenrückmeldung bereits reagieren.


Transferaufgabe

Die pneumatische Spannkraft schwankt trotz konstantem Sollwert. Entwickle eine Regelidee mit Drucksensor und beschreibe in Worten, wie Sollwert, Istwert, Regler und Proportionalventil zusammenarbeiten.

Begründetes Feedback: Ein überzeugender Transfer zeigt den geschlossenen Kreis: Drucksollwert vorgeben, Druck messen, Abweichung bilden, Ventil nachstellen und den neuen Druck erneut messen. Zusätzlich solltest Du Last- und Systemgrenzen benennen.


Gestufte Hilfen

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Frage zuerst: Welche physikalische Größe soll verändert werden – Druck, Volumenstrom, Richtung oder Position?
Hilfe 2 Verfolge dann die Kette vom elektrischen Sollwert über Magnet und Ventilöffnung bis zur Fluidgröße.
Hilfe 3 Trenne Diagnoseebenen: Signal vorhanden? Ventil reagiert? Fluidgröße reagiert? Aktor reagiert?
Hilfe 4 Bei jeder realen Anlage zuerst Restenergie und mögliche unkontrollierte Bewegung bewerten; Lernmessungen bleiben in Simulation oder drucklosem Modell.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet ein Proportionalventil grundlegend von einem einfachen Schaltventil? (Es erlaubt gezielt Zwischenwerte der Ventilwirkung) (!Es arbeitet immer ohne Elektronik) (!Es kennt nur vollständig offen und vollständig geschlossen) (!Es darf nur in der Pneumatik eingesetzt werden)




Welche Größe beeinflusst bei einem idealisierten Hydraulikzylinder die Geschwindigkeit besonders direkt? (Der Volumenstrom) (!Die Kabelfarbe) (!Die Gehäusetemperatur allein) (!Die Anzahl der Befestigungsschrauben)




Welche Größe ist für die pneumatische Spannkraft besonders wichtig? (Der Zylinderdruck) (!Die Netzfrequenz allein) (!Die Farbe des Schlauchs) (!Die Länge des Typenschilds)




Was bedeutet eine Totzone bei einem Proportionalventil? (Kleine Signaländerungen bewirken zunächst kaum Ausgangsänderung) (!Das Ventil liefert immer den maximalen Volumenstrom) (!Das Ventil schaltet automatisch auf Handbetrieb) (!Der Sensor misst ausschließlich Temperatur)




Was beschreibt Hysterese? (Der gleiche Sollwert kann je nach Bewegungsrichtung zu leicht unterschiedlichen Istwerten führen) (!Jeder Sollwert erzeugt unabhängig von der Vorgeschichte exakt denselben Istwert) (!Das Ventil ist vollständig drucklos) (!Die Leitung ist elektrisch unterbrochen)




Welche Aussage zu einem geschlossenen Regelkreis ist richtig? (Ein Istwert wird zurückgeführt und mit dem Sollwert verglichen) (!Ein Regelkreis benötigt grundsätzlich keinen Sensor) (!Ein Regelkreis kann nur mit Schaltventilen arbeiten) (!Ein Regelkreis verhindert jede Störung vollständig)




Was ist bei ausgeschalteter Hydraulikpumpe möglich? (Im System kann weiterhin gespeicherte Druckenergie vorhanden sein) (!Alle Drücke sind zwangsläufig sofort null) (!Ein Druckspeicher ist automatisch immer leer) (!Angehobene Lasten können sich grundsätzlich nicht mehr bewegen)




Wie soll die Fehlerdiagnose in diesem Lernkurs praktisch durchgeführt werden? (In Simulation oder am freigegebenen drucklosen Modell) (!Durch Öffnen einer beliebigen druckbeaufschlagten Leitung) (!Durch eigenständige Druckprüfung ohne Aufsicht) (!Durch Überbrücken von Schutzeinrichtungen)




Welche Diagnoseebene folgt sinnvoll auf ein korrekt vorhandenes elektrisches Stellsignal? (Prüfen ob die Ventilwirkung im Simulator dem Signal folgt) (!Sofort eine Hydraulikleitung lösen) (!Den Druckspeicher ohne Freigabe zerlegen) (!Alle Sensorwerte ignorieren)




Welche Aussage ordnet Proportionalventile fachlich richtig ein? (Sie gehören zu den Stetigventilen) (!Sie sind ausschließlich mechanische Rückschlagventile) (!Sie sind immer identisch mit Servoventilen) (!Sie können keine Fluidgröße beeinflussen)





Memory

Proportionalmagnet stetig beeinflussbare Magnetkraft
Volumenstrom wesentliche Einflussgröße der Zylindergeschwindigkeit
Drucksensor liefert einen Druck-Istwert
Totzone Bereich mit geringer oder fehlender Reaktion
Hysterese Richtungsabhängigkeit zwischen Eingangs- und Ausgangsgröße
Hydrospeicher mögliche gespeicherte Druckenergie
Regelkreis Rückführung einer Istgröße
Simulation sichere Lernumgebung für Fehlersuche





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Stellsignal Sollvorgabe
Magnetstrom elektrische Ventilansteuerung
Ventilöffnung veränderbarer Strömungsquerschnitt
Volumenstrom Einfluss auf Bewegungsgeschwindigkeit
Istwert rückgemeldete Messgröße
Regler Soll-Ist-Vergleich und Korrektur






Kreuzworträtsel

Proportionalmagnet Welches Bauteil setzt ein elektrisches Ansteuersignal in eine veränderliche Magnetkraft um?
Volumenstrom Welche Fluidgröße beeinflusst bei einem Zylinder besonders die Geschwindigkeit?
Hysterese Wie heißt die Richtungsabhängigkeit zwischen Ein- und Ausgangsgröße?
Druckspeicher Welches Bauteil kann auch nach dem Abschalten noch hydraulische Energie speichern?
Pneumatik Wie heißt die Fluidtechnik mit Druckluft?
Simulation In welcher sicheren Lernumgebung soll die Fehlerdiagnose bevorzugt stattfinden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Proportionalventil gehört zu den

.
Ein elektrisches Stellsignal beeinflusst über Magnet und Ventilkolben den

.
Bei einem Hydraulikzylinder beeinflusst der Volumenstrom besonders die

.
Bei einer pneumatischen Spannvorrichtung bestimmt der Druck wesentlich die

.
Ein Sensor liefert im Regelkreis den

.
Eine Totzone bedeutet, dass kleine Signaländerungen zunächst kaum

erzeugen.
Auch nach dem Abschalten kann in einem Druckspeicher noch

vorhanden sein.
Die praktische Fehlersuche dieses Kurses erfolgt in der

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ventilsymbole erkennen: Markiere in einem bereitgestellten Schaltbild elektrische, pneumatische bzw. hydraulische und mechanische Funktionsteile.
  2. Signalkette skizzieren: Zeichne die Kette Sollwert → Elektronik → Magnet → Ventilöffnung → Fluidgröße → Aktor als eigenes Bild.
  3. Medienanalyse Proportionalventil: Stoppe eine Funktionsanimation an drei Stellen und beschreibe jeweils, was sich an Ventilöffnung und Strömung ändert.
  4. Energiegefahren finden: Erstelle für eine virtuelle Anlage eine Gefahrenkarte mit mindestens drei Orten, an denen Druck- oder Bewegungsenergie gespeichert sein kann.


Standard

  1. Kennlinie untersuchen: Werte eine simulierte Sollwert-Istwert-Kennlinie aus und kennzeichne Totzone, annähernd proportionalen Bereich und Sättigung.
  2. Pneumatik oder Hydraulik: Entscheide für drei Ausbildungsfälle, ob ein pneumatisches oder hydraulisches Proportionalkonzept besser passt, und begründe mit Kraft, Dynamik und Energieform.
  3. Fehlerdiagnose im Simulator: Bearbeite eine vorgegebene Störung, trenne elektrische, Ventil- und Fluidseite und dokumentiere Deinen Diagnoseweg.
  4. Spannkraft regeln: Entwirf einen einfachen Blockplan für die pneumatische Druckregelung der Montagevorrichtung mit Sollwert, Sensor, Regler und Proportionalventil.


Schwer

  1. Hydraulische Bewegungsregelung: Entwirf in einer Simulation eine zweistufige Fahrstrategie mit schneller Annäherung und langsamer Kontaktfahrt und begründe die Sollwertverläufe.
  2. Fehlerbaum Proportionalachse: Entwickle einen Fehlerbaum für „Sollwert ändert sich, Bewegung bleibt gleich“ und ordne jedem Ast eine sichere Simulationsprüfung zu.
  3. Restenergie-Konzept: Erstelle für den Ausbildungsfall ein Freigabekonzept, das Druckspeicher, eingeschlossene Volumina, angehobene Lasten und Wiederanlauf berücksichtigt, ohne reale Druckarbeiten durchzuführen.
  4. Transferprojekt Lernvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Animation, die Schaltventil, Proportionalventil und Regelkreis vergleicht und mindestens einen Sicherheitshinweis zur gespeicherten Energie enthält.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Auswahl begründen: Eine Anlage soll eine empfindliche Spannkraft und gleichzeitig eine schnelle Zuführbewegung liefern. Entwickle eine kombinierte Ventilstrategie und begründe, welche Größe Du jeweils proportional veränderst.
  2. Messkurven interpretieren: Du erhältst simulierte Kurven für Sollwert, Magnetstrom, Kolbenweg, Druck und Geschwindigkeit. Leite daraus die wahrscheinlichste Fehlerstelle ab und begründe, welche Alternativen Du ausschließt.
  3. Sicherheitsentscheidung: Eine Achse steht, aber ein Manometer im Modell zeigt Restdruck und eine Last ist angehoben. Beschreibe, warum die Diagnose noch nicht an der realen Anlage beginnen darf und welche Freigabebedingungen erfüllt sein müssen.
  4. Regelung übertragen: Übertrage das Prinzip einer pneumatischen Druckregelung auf eine hydraulische Positionsregelung. Benenne, welche Größen gleich bleiben und welche sich ändern.
  5. Systemgrenzen bewerten: Erkläre, warum ein proportionaler Sollwert nicht zwangsläufig eine proportional gleiche Zylindergeschwindigkeit erzeugt. Beziehe mindestens drei reale Einflussgrößen ein.
  6. Medienkritik: Vergleiche eine vereinfachte Ventilanimation mit einem technischen Schaltbild. Benenne zwei didaktische Vorteile und zwei Grenzen der Animation für die Fehlersuche.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können:

  1. Einordnung: Schaltventil, Stetigventil, Proportionalventil sowie Regel-/Servotechnik fachlich unterscheiden.
  2. Wirkungskette: Vom elektrischen Sollwert bis zu Druck, Volumenstrom, Kraft und Bewegung nachvollziehbar argumentieren.
  3. Systemvergleich: Elektropneumatik und Elektrohydraulik anhand von Kompressibilität, Kraftniveau, Dynamik und typischen Proportionalaufgaben vergleichen.
  4. Regelung: Sollwert, Istwert, Sensor, Regler und Stellglied in einem einfachen Regelkreis zuordnen.
  5. Diagnose: Simulierte Messwerte strukturiert auswerten und Fehlerhypothesen begründen.
  6. Sicherheit: gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie erkennen und erklären, warum reale Druckarbeiten nur fachlich freigegeben und beaufsichtigt erfolgen dürfen.




OERs zum Thema


Fachliche Quellen

  1. ISO 4413:2010 – Hydraulic fluid power – General rules and safety requirements for systems and their components: Sicherheitsrahmen für hydraulische Systeme.
  2. ISO 4414:2010 – Pneumatic fluid power – General rules and safety requirements for systems and their components: Sicherheitsrahmen für pneumatische Systeme.
  3. BGHM – Hydraulikinstandhaltung: Gefährdungen durch gespeicherte Energien, Druckflüssigkeit und unbeabsichtigte Bewegungen.
  4. DGUV/IFA – Sicherer Umgang mit hydraulischen Anlagen: Energiequellen trennen, drucklosen Zustand herstellen und gespeicherte Energien berücksichtigen.
  5. DGUV Information 209-070 – Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung: Anforderungen an Arbeiten an Druckspeichern und sichere Instandhaltung.
  6. Festo – Proportional flow control valve VEMD: Beispiel eines pneumatischen Proportional-Durchflussventils.
  7. Festo – Proportional pressure control valve VPPM: Beispiel eines pneumatischen Proportional-Druckregelventils.
  8. Parker – Proportional Directional Control Valve: Beispiel für ein hydraulisches Proportional-Wegeventil.
  9. Wikipedia – Proportionalventil und Wikipedia – Stetigventil: Begriffsorientierung und Einordnung.

Quellenstand: 6. Oktober 2026. Normtexte werden hier nicht vervielfältigt; verlinkt sind öffentlich zugängliche Beschreibungen bzw. Hersteller- und Arbeitsschutzinformationen.


Medien und Rechte

Die eingebundenen Commons-Medien wurden anhand ihrer Dateiseiten auf freie Nutzung geprüft:

  1. Schema single-stage proportional-valve.svg – Sunspeanzler – CC BY-SA 3.0.
  2. Schema single-stage proportional-valve zero.svg – Sunspeanzler – CC BY-SA 3.0.
  3. Schema single-stage double-sided proportional-valve.svg – Sunspeanzler – unter anderem CC BY-SA 4.0.
  4. 5 2 solenoid valve example.svg – Qscgy256 – CC BY-SA 4.0.
  5. Tarea 2.gif – Jaqueco – CC BY-SA 4.0.
  6. Hydraulic circuit schematic directional control.png – Duk/MatthiasDD – freie Lizenzangaben auf der Commons-Dateiseite, darunter CC BY-SA 3.0/GFDL.

Die YouTube-Videos werden ausschließlich über den YouTube-Player eingebettet, nicht kopiert oder neu hochgeladen. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Einbettung macht das Video nicht automatisch zu OER. Verwendet werden:

  1. „How to Control Exact Speed: Proportional Directional Valve – Animation“ von Camilo Rueda.
  2. „Proportional Directional Valves: Fun With Electro-Hydraulics“ von LunchBox Sessions.
  3. „Festo VPPM Proportionalventil“ von Nölle + Nordhorn GmbH – DEXIS.
  4. YouTube-Hilfe zur Einbettung von Videos.

Mediencheck: Stand 6. Oktober 2026. Bei geänderter Lizenz oder nicht mehr erlaubter Einbettung ist das betroffene Medium zu ersetzen oder zu entfernen.


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