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Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Schaltplan und Leiterplattenlayout verbinden

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Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Schaltplan und Leiterplattenlayout verbinden

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Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Schaltplan und Leiterplattenlayout verbinden


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung in der Elektronikfertigung, insbesondere Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme.

Lernziel: Du verbindest Schaltpläne mit Leiterplattenlayouts, ordnest Netze, Bauteile, Anschlüsse und Pads zu und erkennst typische Entwurfsfehler.

Lernpfad: Sechs kurze Lerneinheiten von jeweils etwa 5–10 Minuten, ein durchgehender Ausbildungsfall und digitale Übungsaufgaben.

Arbeitsmittel: Stromlaufbilder, Leiterplattenansichten, Signaldiagramme, KiCad und eine virtuelle Schaltungssimulation.

Sicherheit: Alle praktischen Lernhandlungen erfolgen digital. Alternativ dürfen ausschließlich geeignete, berührungssichere und von der verantwortlichen Lehrkraft bereitgestellte Schulungsmodelle im dafür vorgesehenen Rahmen verwendet werden. Reale Elektroarbeiten und elektrische Prüfungen bleiben entsprechend qualifizierten und beauftragten Personen vorbehalten. Kleinspannung allein ist kein ausreichender Sicherheitsnachweis.

Wichtig: Quiz- und Simulationsergebnisse erteilen niemals eine Arbeits-, Prüf- oder Betriebsfreigabe.


Ausbildungsfall: Eine LED-Prüfkarte

Auftrag: Eine kleine elektronische Baugruppe soll eine rote LED einschalten, solange ein Taster gedrückt wird. Du vergleichst Schaltplan, Netzverbindungen und Platinenlayout, ohne eine reale Schaltung unter Spannung zu setzen.

Vergleichsabbildung: Taster, Widerstand und LED in einem Stromlaufbild. Die abgebildete Batterieschaltung ist nicht identisch mit der nachfolgenden 5-V-Prüfkarte.

Dieselbe Vergleichsschaltung als Steckbrettdarstellung. Untersuche nur die Darstellung; sie ist keine Aufforderung zum realen Nachbau.


Bauteile der virtuellen Prüfkarte

Kennung Bauteil Funktion
J1 Zweipoliger Anschluss Virtuelle Versorgung: Pin 1 = +5 V, Pin 2 = GND
S1 Schließender Taster mit zwei Kontaktanschlüssen Schließt den Strompfad beim Drücken
R1 Widerstand 330 Ω Begrenzt den LED-Strom
D1 Rote LED Leuchtet bei Stromfluss in Durchlassrichtung

Vereinfachte Verbindungsfolge:

J1.1 (+5 V) ── S1 ── R1 (330 Ω) ── D1 (A → K) ── J1.2 (GND)

Die Darstellung zeigt die Verbindungsfolge und ersetzt kein vollständiges normgerechtes Stromlaufbild.

Modellannahme: Bei einer angenommenen LED-Durchlassspannung von 2 V beträgt der Strom im geschlossenen Stromkreis ungefähr (5 V − 2 V) / 330 Ω = 9,1 mA. Die tatsächliche Simulation kann wegen des verwendeten LED-Modells abweichen.


Lerneinheit 1: Den Schaltplan verstehen

Merke: Ein Schaltplan zeigt elektrische Funktionen und Verbindungen, nicht die räumliche Anordnung auf der Leiterplatte.

Schaltplaneditor KiCad: Beispielansicht aus dem Jahr 2015; aktuelle Programmoberflächen können abweichen.

Drei Leseregeln:

  1. Schaltzeichen: Jedes Symbol steht für eine Funktion oder ein Bauteil.
  2. Anschluss: Pins sind die elektrischen Anschlusspunkte eines Symbols.
  3. Netz: Verbundene Pins gehören elektrisch zu einem gemeinsamen Netz.

Mini-Auftrag: Suche in der Modellschaltung J1, S1, R1 und D1. Erkläre, weshalb D1 nur bei geschlossenem Taster leuchten soll.

DigiKey: KiCad 9.0 – Schematic Layout. Das Video zeigt einen anderen Ausbildungsfall, erklärt aber die benötigte Arbeitsweise.


Lerneinheit 2: Netze, Pins und Anschlüsse zuordnen

Merke: Ein Netz beschreibt eine elektrische Zusammengehörigkeit. Eine Leiterbahn realisiert diese Verbindung später auf der Platine.

Netz Verbundene Anschlüsse Bedeutung
+5V J1.1 und S1.1 Virtuelle Versorgung
SW S1.2 und R1.1 Geschalteter Anschluss
LED_A R1.2 und D1.A Anodenanschluss
GND D1.K und J1.2 Rückleiter

Anode und Kathode einer typischen LED. Die konkrete Anschlusszuordnung ist immer mit dem zugehörigen Datenblatt abzugleichen.

Prüffrage: Kannst Du jeden Eintrag der Netztabelle sowohl einem Schaltplansymbol als auch einem späteren Pad zuordnen?

Achtung: Sich kreuzende Linien bilden nicht automatisch eine elektrische Verbindung. Entscheidend sind die tatsächlichen Verbindungspunkte und Netzzuordnungen.

DigiKey: KiCad 9.0 – Finishing the Schematic. Schwerpunkte: Netzbezeichnungen, Stromversorgungsanschlüsse und ERC.


Lerneinheit 3: Vom Symbol zum Footprint

Merke: Das Schaltplansymbol beschreibt die elektrische Funktion. Der Footprint definiert die für das Bauteil benötigten Kontaktflächen und seine Platzierung im Layout.

Footprint-Editor: Kontaktflächen und Bauteilgeometrie.

Schaltplan Leiterplattenlayout
Bauteilsymbol Footprint
Symbolpin Zugeordnetes Pad
Elektrisches Netz Netzzugehörige Kupferverbindung
Referenz R1 Platziertes Widerstandsbauteil R1

Mini-Auftrag: Prüfe gedanklich, ob D1.A zum Anodenpad und D1.K zum Kathodenpad gehört.

Fehlerbeispiel: Ein Footprint mit falscher Padnummerierung kann trotz optisch plausibler Leiterbahnen eine falsche elektrische Zuordnung verursachen.

DigiKey: KiCad 9.0 – Assigning & Creating Custom Footprints. Achte besonders auf die Zuordnung von Symbolpins, Padnummern und Datenblatt.


Lerneinheit 4: Netze ins Leiterplattenlayout übertragen

Arbeitsfolge in KiCad:

  1. Schaltplan fertigstellen und elektrische Regeln prüfen.
  2. Footprints passend zu den Bauteilen zuweisen.
  3. Mit „Leiterplatte aus Schaltplan aktualisieren“ die Daten übertragen.
  4. Bauteile anordnen und zusammengehörige Pads durch Leiterbahnen verbinden.
  5. Layoutregeln prüfen und erkannte Probleme beheben.

Beispiel eines mehrlagigen Leiterplattenlayouts, nicht die konkrete LED-Prüfkarte.

Netzbeispiel: Die Leiterbahn des Netzes LED_A muss das richtige Pad von R1 mit dem Anodenpad von D1 verbinden.

Merke: Moderne KiCad-Versionen übertragen die Schaltplandaten direkt in den PCB-Editor. Der frühere Umweg über eine separat exportierte Netzliste ist normalerweise nicht erforderlich.

DigiKey: KiCad 9.0 – Laying Out Your First PCB. Bauteilplatzierung, Netze, Leiterbahnen und DRC.


Lerneinheit 5: Schaltung und Signale sicher simulieren

Simulation statt realer Spannung: Mit CircuitJS von Falstad kannst Du eine elektrische Schaltung virtuell aufbauen und ihr Verhalten beobachten.

Simulationsauftrag:

  1. Erstelle eine virtuelle Gleichspannungsquelle mit 5 V.
  2. Ergänze einen Schließer, einen Widerstand mit 330 Ω und eine LED in Reihe.
  3. Betätige den virtuellen Schalter und beobachte den LED-Strom.
  4. Vergleiche die Ergebnisse mit dem erwarteten Verhalten.

Erwartetes Signalverhalten:

Zeitpunkt Zustand von S1 LED Modellstrom
A Offen Aus 0 mA
B Geschlossen An Ungefähr 9 mA
C Offen Aus 0 mA
D Geschlossen An Ungefähr 9 mA

Prinzipbild eines rechteckförmigen Signalverlaufs. Beim realen Taster entstehen keine zwingend periodischen Signale; die Abbildung erklärt lediglich den Wechsel der Zustände.

Interpretation: Ein geschlossener Taster ermöglicht Stromfluss durch R1 und D1. Ein offener Taster unterbricht den Strompfad.

Experiment: Ändere R1 in der Simulation von 330 Ω auf 1 kΩ. Bei unveränderten Modellannahmen sinkt der Strom von ungefähr 9 mA auf ungefähr 3 mA.

Wichtige Grenze: Die Simulation zeigt ein Modell, nicht alle Eigenschaften eines tatsächlichen Bauteils. Es wird keine Sicherheits- oder Betriebsfreigabe daraus abgeleitet.


Lerneinheit 6: Die Baugruppe systematisch prüfen

Digitale 3D-Ansicht zur visuellen Kontrolle der Bestückungsanordnung.

Beispiel einer realen Leiterplatte zur Bildanalyse – keine zur Prüfung bereitgestellte oder freigegebene Baugruppe.

Unterscheide drei Prüfarten:

Prüfung Aufgabe Grenze
ERC Findet bestimmte elektrische Regelverletzungen im Schaltplan Beweist nicht die elektrische Funktion
DRC Findet bestimmte Layoutfehler und Verletzungen definierter Designregeln Erkennt nicht jeden Fertigungs- oder Bestückungsfehler
Simulation Untersucht das modellierte Schaltungsverhalten Ersetzt weder reale Prüfungen noch Sicherheitsbewertungen

Digitale Fehleranalyse:

Befund Mögliche Ursache Sinnvolle digitale Kontrolle
LED bleibt virtuell aus Taster offen oder LED falsch gepolt Schalterzustand und Diodenrichtung prüfen
Verbindung im Layout fehlt Netz nicht vollständig geroutet DRC und Netzmarkierung prüfen
Anschluss zeigt auf falsches Pad Footprint- oder Pinzuordnung fehlerhaft Symbol, Footprint und Datenblatt vergleichen
Simulation funktioniert, Layout ist fehlerhaft Die simulierte Schaltung entspricht nicht dem Layout Beide Datenstände und Netzzuordnungen abgleichen

Merksatz: Ein fehlerfreier ERC, ein fehlerfreier DRC und eine plausible Simulation sind wertvolle Entwurfsnachweise. Sie ersetzen keine durch qualifizierte und beauftragte Personen durchzuführende Baugruppenprüfung.


Gestufte Hilfen

Nutze zunächst Hilfe 1. Lies die nächste Stufe nur, wenn Du nicht weiterkommst.

Stufe Hilfe
Hilfe 1 – Orientieren Suche zunächst die Bauteilkennungen und verfolge die Verbindung vom Versorgungsanschluss bis GND.
Hilfe 2 – Zuordnen Vergleiche jede Verbindung mit der Netztabelle. Achte auf Pin- und Padnummern sowie auf die LED-Polarität.
Hilfe 3 – Kontrollieren Für die virtuelle Prüfkarte lautet die Reihenfolge J1.1 → S1 → R1 → D1.A → D1.K → J1.2. Bei geschlossenem Taster beträgt der Modellstrom ungefähr 9 mA.

Feedbackregel: Eine richtige Zuordnung ist nur dann überzeugend, wenn Du sie mit Netzname, Anschluss und Funktion begründest. Ein optisch schönes Layout reicht nicht aus.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt ein elektronischer Schaltplan hauptsächlich? (Die elektrische Funktion und Verschaltung) (!Die genaue Gehäuseform jedes Bauteils) (!Die Farbe der Leiterplatte) (!Die Verpackung der Baugruppe)




Was ist ein Netz im elektronischen Schaltplan? (Eine Gruppe elektrisch verbundener Anschlüsse) (!Eine Liste von Herstellern) (!Eine bestimmte Leiterplattenfarbe) (!Eine mechanische Befestigung)




Was beschreibt ein Footprint? (Die Anordnung von Kontaktflächen und Bauteilgeometrie) (!Den zeitlichen Signalverlauf) (!Die Ausbildung der Prüfer) (!Den Stromverbrauch eines Computers)




Welche Aufgabe übernimmt R1 in der LED-Prüfkarte? (Er begrenzt den LED-Strom) (!Er speichert Programmcode) (!Er verändert die Netzbezeichnung) (!Er ersetzt den Taster)




Mit welchem Netz ist die Kathode von D1 verbunden? (GND) (!SW) (!LED_A) (!Plusversorgung)




Welcher Anschluss von J1 trägt im Ausbildungsfall die positive Versorgung? (Pin 1) (!Pin 2) (!Das Anodenpad von D1) (!Der Ausgang von R1)




Wie werden Schaltplandaten in modernen KiCad-Versionen bevorzugt ins Layout übertragen? (Mit Leiterplatte aus Schaltplan aktualisieren) (!Mit einer Bildschirmsperre) (!Mit einer Textverarbeitung) (!Mit einem Videoplayer)




Was untersucht der ERC? (Bestimmte elektrische Regelverletzungen im Schaltplan) (!Die mechanische Festigkeit der Lötstellen) (!Die Temperatur aller realen Bauteile) (!Die Qualifikation einer Elektrofachkraft)




Was untersucht der DRC? (Die Einhaltung festgelegter Leiterplatten-Designregeln) (!Die persönliche Eignung für Elektroarbeiten) (!Die Helligkeit einer montierten LED) (!Die tatsächliche Lebensdauer aller Bauteile)




Welche Bedeutung hat ein fehlerfreies Quizresultat? (Es zeigt Lernfortschritt ohne praktische Freigabewirkung) (!Es erlaubt eigenständige Arbeiten an Elektroanlagen) (!Es ersetzt die fachliche Prüfung einer Baugruppe) (!Es bestätigt die Sicherheit jedes Leiterplattenentwurfs)





Memory

Verbinde die Begriffe mit den passenden Bedeutungen.

Schaltplansymbol Grafische Darstellung einer elektrischen Bauteilfunktion
Netz Elektrisch zusammengehörige Anschlüsse
Footprint Kontaktflächenmuster eines Bauteils
Pad Einzelne elektrische Kontaktfläche
Leiterbahn Kupferverbindung auf einer Platine
ERC Elektrische Regelprüfung des Schaltplans
DRC Designregelprüfung des Layouts
Anode Positiver Anschluss einer LED in Durchlassrichtung





Drag and Drop

Ordne jedem Begriff seine passende Beschreibung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schaltplan Elektrische Funktionsdarstellung
Leiterplattenlayout Räumliche Anordnung der Kupferverbindungen
Steckverbinder Schnittstelle zu äußeren Leitungen
Kathode Negativer LED-Anschluss in Durchlassrichtung
Simulation Virtuelle Funktionsuntersuchung
Stückliste Verzeichnis der vorgesehenen Bauteile





Kreuzworträtsel

Schaltplan Wie heißt die abstrahierte grafische Darstellung einer elektrischen Schaltung?
Footprint Wie heißt das Kontaktflächenmuster eines Bauteils im Layout?
Anode Wie heißt der positive Anschluss einer LED in Durchlassrichtung?
Kathode Wie heißt der andere Anschluss der LED?
Leiterbahn Wie heißt die Kupferverbindung zwischen Pads?
Taster Welches Bauteil schließt im Ausbildungsfall beim Drücken den Strompfad?





LearningApps

Die Suche führt zu extern bereitgestellten Lernanwendungen. Prüfe deren fachliche Eignung vor dem Einsatz.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die abstrakte Darstellung einer elektrischen Schaltung heißt

.
Eine Gruppe elektrisch miteinander verbundener Anschlüsse heißt

.
Das Kontaktflächenmuster eines Bauteils auf der Leiterplatte heißt

.
Eine einzelne elektrische Kontaktfläche heißt

.
Eine elektrische Kupferverbindung im Layout heißt

.
Der Versorgungsanschluss der virtuellen Prüfkarte heißt

.
Der Schließkontakt trägt die Kennung

.
Der Vorwiderstand trägt die Kennung

.
Die Leuchtdiode trägt die Kennung

.
Der positive Anschluss einer LED in Durchlassrichtung heißt

.
Das Rückleiternetz trägt die Bezeichnung

.
Die elektrische Regelprüfung des Schaltplans heißt

.
Die Designregelprüfung des Layouts heißt

.
Die virtuelle Untersuchung einer Schaltung nennt man

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben ausschließlich in Zeichnungen, Dokumenten, CAD-Programmen oder Simulationen. Die Rückmeldungen nennen jeweils das fachliche Erfolgskriterium und seine Begründung.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Bauteilkarte: Zeichne die vier Symbole J1, S1, R1 und D1 in ein digitales Lernblatt und beschrifte ihre Funktion. Feedback: Erfolgreich ist die Aufgabe, wenn Symbol und Funktion übereinstimmen, weil die Kennung allein keine elektrische Funktion erklärt.
  2. Netzfarben: Markiere +5V, SW, LED_A und GND in vier unterschiedlichen Farben. Feedback: Korrekt ist die Zuordnung, wenn alle jeweils verbundenen Anschlüsse dieselbe Farbe haben, weil ein Netz durch elektrische Verbindung definiert wird.
  3. LED-Polarität: Kennzeichne Anode und Kathode in der Modellzeichnung. Feedback: D1.A muss zu R1 und D1.K zu GND zeigen, weil die LED im Modell in Durchlassrichtung betrieben werden soll.
  4. Tasterzustände: Zeichne eine kleine Tabelle mit offenem und geschlossenem Taster sowie LED aus und an. Feedback: Zwei eindeutig zugeordnete Zustände sind richtig, weil der Schließer den Strompfad steuert.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. CAD-Zuordnung: Erstelle ein rein digitales KiCad-Projekt mit J1, S1, R1 und D1 und weise geeignete Footprints zu. Feedback: Vergleiche Symbolpin und Padnummer mit dem Datenblatt, weil gleiche Bauteilnamen keine korrekte Kontaktzuordnung garantieren.
  2. Netzprüfung: Zeichne einen digitalen Layoutentwurf für die vier Modellnetze und beschrifte die Pads. Feedback: Alle Netzverbindungen müssen nachvollziehbar sein, weil geometrische Nähe keine elektrische Verbindung erzeugt.
  3. Widerstandsvergleich: Vergleiche virtuell R1 = 330 Ω und R1 = 1 kΩ. Dokumentiere die beiden Stromwerte. Feedback: Ein geringerer Strom bei größerem Widerstand ist plausibel, weil bei unveränderter Versorgung und ähnlicher LED-Durchlassspannung der Widerstand den Strom begrenzt.
  4. Fehlerprotokoll: Beschreibe einen offenen Leiterbahnanschluss und einen falschen LED-Footprint als digitale Fehlerfälle. Feedback: Unterscheide Verbindungsfehler von Anschlusszuordnungen, weil unterschiedliche Ursachen verschiedene Prüfwege benötigen.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Zwei Layoutvarianten: Entwickle zwei digitale Layouts mit denselben Netzen und vergleiche deren Übersichtlichkeit und Prüfbarkeit. Feedback: Begründe die bessere Variante mit konkreten Zuordnungen und Regeln, weil elektrisches Gleichverhalten nicht automatisch dieselbe Fertigungsqualität bedeutet.
  2. Fehlerbaum: Erstelle einen Fehlerbaum für „LED bleibt aus“ mit mindestens vier möglichen Ursachen. Feedback: Trenne Modellfehler, Netzfehler, Polaritätsfehler und denkbare Bestückungsfehler, weil nicht jede Ursache durch dieselbe Prüfung erkennbar ist.
  3. Prüfdokumentation: Entwirf eine Prüfvorlage für eine hypothetische Baugruppe mit Sollnetz, Istbefund, Abweichung, Prüfmethode und Verantwortlichkeit. Feedback: Eine nachvollziehbare Dokumentation nennt Prüfgrenzen und Zuständigkeiten, weil ein Befund ohne Methode und Kontext keine belastbare Freigabegrundlage darstellt.
  4. Digitaler Ausbildungsfilm: Produziere einen kurzen Screencast, der die Verbindung von Schaltplan, Footprint, Leiterbahn und Simulation erklärt. Feedback: Der Film ist überzeugend, wenn die Anschlusszuordnungen korrekt und die Grenzen digitaler Prüfungen ausdrücklich benannt sind, weil eine funktionierende Animation keine reale Sicherheit belegt.




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Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Aufgaben mit kurzen Begründungen. Reines Auswendiglernen genügt nicht.

  1. Verbindungsanalyse: Ein Layout verbindet R1.2 versehentlich mit D1.K statt mit D1.A. Erkläre, weshalb die Netz- und Padzuordnung kontrolliert werden muss und welche Auswirkungen der Fehler haben kann.
  2. Modellvergleich: Die Simulation zeigt ein erwartetes LED-Verhalten, während im Layout eine Leiterbahn fehlt. Begründe, warum beide Ergebnisse gleichzeitig auftreten können.
  3. Prüfstrategie: Ein Schaltplan besteht den ERC. Begründe mit einem selbst gewählten Gegenbeispiel, weshalb das nicht beweist, dass die Baugruppe funktioniert.
  4. Fehlerklassifikation: Vergleiche eine Verletzung des Leiterbahnabstands mit einer verpolt bestückten LED. Entscheide, welche Prüfungen jeweils Hinweise liefern können und wo ihre Grenzen liegen.
  5. Änderungsmanagement: Nach dem Layoutentwurf wird J1 im Schaltplan geändert. Beschreibe, welche digitalen Unterlagen und Prüfungen anschließend erneut abzugleichen sind.
  6. Sicherheitsentscheidung: Eine Person hat alle Quizfragen richtig beantwortet und möchte die Baugruppe eigenständig real in Betrieb nehmen. Erläutere, weshalb das unzulässig sein kann und welche Zuständigkeiten vor einer realen Tätigkeit zu klären sind.

Bewertungskriterien: Fachlich korrekte Pin-Netz-Zuordnung, begründete Fehlerhypothesen, geeignete digitale Prüfstrategien, Dokumentation von Unsicherheiten und klare Beachtung der Sicherheitsgrenzen.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis dokumentierst Du:

  1. Einen beschrifteten Schaltplan für die virtuelle LED-Prüfkarte.
  2. Eine vollständige Tabelle der vier Netze mit den zugehörigen Anschlüssen.
  3. Eine nachvollziehbare Zuordnung von Symbolen zu Footprints und Pads.
  4. Einen digitalen Layoutentwurf mit korrekten Netzbezeichnungen.
  5. Ein Signaldiagramm und ein dokumentiertes Ergebnis der virtuellen Schaltungssimulation.
  6. Eine Fehleranalyse mit begründeten Korrekturvorschlägen.
  7. Eine Reflexion darüber, was ERC, DRC und Simulation nachweisen können und was nicht.

Nachweisbewertung: Die Lehrkraft kann die Unterlagen als Lernleistung beurteilen. Daraus entsteht keine Berechtigung zur eigenständigen Durchführung realer Elektroarbeiten, elektrischer Prüfungen oder zur Freigabe einer Baugruppe.




OERs zum Thema

Wikipedia: Schaltplan

Wikipedia: Leiterplatte

Vertiefende Fachquellen:

  1. KiCad 9.0 – Erste Schritte: Schaltplan, Footprints, Schaltplanübertragung, ERC und DRC.
  2. KiCad – PCB-Editor: Netze, Leiterbahnen und Designregelprüfung.
  3. Falstad CircuitJS: Interaktive virtuelle Schaltungssimulation.
  4. DGUV Information 203-002 – Elektrofachkräfte: Anforderungen an fachliche Qualifikation.


Medienquellen und Nutzungsrechte

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Square wave.svg Omegatron – CC BY-SA 3.0
KiCad 3DViewer.png Marcos Chaparro – CC BY-SA 4.0
Siemens RC 826 – Printed circuit board Raimond Spekking – CC BY-SA 4.0

Videos: DigiKey, „KiCad 9.0 – Getting Started“, Teile 2, 4, 5 und 6. Die YouTube-Links wurden als veröffentlichte Videos identifiziert. Eine YouTube-Einbettung bedeutet keine automatische OER-Lizenz; die Videos werden lediglich über den Videodienst eingebunden und nicht als eigene freie Medien weiterverbreitet.

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Quellenstand: 8. Oktober 2026.



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