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Elektromobilität - Baden-Württemberg

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Elektromobilität - Baden-Württemberg



Elektromobilität - Baden-Württemberg


Einleitung

Elektromobilität verbindet Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Energietechnik, Informatik und Nachhaltigkeit. Besonders in Baden-Württemberg ist das Thema wichtig: Im Land treffen eine große Automobil- und Zulieferindustrie, Hochschulen und Forschungszentren sowie ein schnell wachsendes Netz an Ladepunkten aufeinander. Für Dich bedeutet das: An einem Elektrofahrzeug kannst Du lernen, wie elektrische Energie gespeichert, geregelt, in Bewegung umgesetzt und wieder zurückgewonnen wird.

Ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) fährt ausschließlich mit elektrischer Energie aus einer Traktionsbatterie. Im Unterschied dazu besitzt ein Plug-in-Hybrid zusätzlich einen Verbrennungsmotor. Im Mittelpunkt dieses aiMOOCs stehen BEV, ihre Batterien, die Fahrzeuge selbst und die Ladeinfrastruktur.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du den Energiefluss eines Elektrofahrzeugs erklären, wichtige Bauteile eines Hochvoltsystems unterscheiden, Ladeleistung und Energiemenge auseinanderhalten, einfache Ladezeitberechnungen durchführen und technische Chancen sowie Grenzen der Elektromobilität beurteilen. Außerdem kannst Du Beispiele aus Baden-Württemberg einordnen und erklären, warum Batterieentwicklung, Fahrzeugbau, Stromnetz und Ladeinfrastruktur zusammen gedacht werden müssen.


Baden-Württemberg als Elektromobilitätsstandort

Baden-Württemberg ist ein bedeutender Standort der Automobilindustrie. Unternehmen, Zulieferer, Entwicklungsdienstleister, Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten an elektrischen Antrieben, Leistungselektronik, Software, Batterien und Produktionsverfahren. In Ulm befindet sich mit dem ZSW ein wichtiges Batterieforschungszentrum. In Karlsruhe und Ulm wird unter anderem an zukünftigen Speichersystemen geforscht; in Stuttgart-Unter­türkheim wurde ein Kompetenzzentrum für Batteriezelltechnologie aufgebaut.[1][2]

Die Transformation betrifft nicht nur Pkw. Elektrische Busse, Lieferfahrzeuge und Lastwagen benötigen andere Batteriegrößen, Ladeleistungen und Einsatzkonzepte. Für Ausbildung und Beruf werden deshalb Kenntnisse in Mechatronik, Elektronik, Hochvolttechnik, Softwaretechnik, Diagnose, Produktion und Netzintegration wichtiger.


Aktueller Stand im Land

Die folgenden Zahlen zeigen den Stand der Entwicklung und sind bewusst mit einem Datum versehen, weil sich der Markt schnell verändert.[3]

Kennzahl Baden-Württemberg Datenstand
Batterieelektrische Pkw im Bestand 342.065 Fahrzeuge, 4,9 Prozent des Pkw-Bestands 1. April 2026
Öffentlich zugängliche Ladepunkte 34.412, davon 6.053 Schnellladepunkte 1. April 2026
BEV-Neuzulassungen 44.970 Fahrzeuge, 27,6 Prozent der Pkw-Neuzulassungen Januar bis Mai 2026

Mit 303 öffentlich zugänglichen Ladepunkten je 100.000 Einwohner hatte Baden-Württemberg zu diesem Datenstand die höchste Ladepunktdichte unter den deutschen Flächenländern. Gleichzeitig war der Anteil der Schnellladepunkte geringer als im Bundesdurchschnitt. Das zeigt: Nicht nur die Anzahl, sondern auch die Leistung und die räumliche Verteilung der Ladepunkte sind entscheidend.[4]


Technik des Elektrofahrzeugs


Vom Akku zum Rad

Der Energiefluss eines typischen BEV lässt sich vereinfacht so beschreiben: Die Traktionsbatterie liefert Gleichstrom. Ein Wechselrichter der Leistungselektronik erzeugt daraus den für den Motor benötigten mehrphasigen Strom. Der Elektromotor wandelt elektrische Energie in mechanische Drehbewegung um. Über ein meist einfach aufgebautes Getriebe gelangt das Drehmoment an die Räder.

Beim Bremsen kann der Motor seine Rolle wechseln: Er arbeitet dann als Generator. Ein Teil der Bewegungsenergie wird wieder in elektrische Energie umgewandelt und in der Batterie gespeichert. Dieser Vorgang heißt Rekuperation. Er kann den Energieverbrauch reduzieren, ersetzt aber nicht jede mechanische Bremsung.


Wichtige Baugruppen

Baugruppe Aufgabe
Traktionsbatterie Speichert elektrische Energie als Gleichstrom
Batteriemanagementsystem Überwacht Zellspannungen, Temperaturen, Ladezustand und Sicherheitsgrenzen
Wechselrichter Steuert den Energiefluss zwischen Batterie und Elektromotor
Elektromotor Wandelt elektrische Energie in mechanische Energie und beim Rekuperieren umgekehrt
On-Board-Lader Wandelt beim AC-Laden Netzwechselstrom in Gleichstrom für die Batterie um
Thermomanagement Hält Batterie, Leistungselektronik und Antrieb in geeigneten Temperaturbereichen


Hochvoltsicherheit

Traktionssysteme arbeiten mit Spannungen, die lebensgefährlich sein können. Orangefarbene Leitungen kennzeichnen in Fahrzeugen häufig Hochvoltverbindungen. Arbeiten an geöffneten Hochvoltsystemen gehören deshalb ausschließlich in die Hände entsprechend qualifizierter Fachkräfte. Für Schule und Ausbildung gilt: Keine Versuche an realen Hochvoltbatterien oder geöffneten HV-Komponenten ohne dafür vorgesehenen sicheren Ausbildungsaufbau und fachkundige Aufsicht.


Batterietechnik


Zelle, Modul und Pack

Eine Traktionsbatterie besteht nicht aus „einer großen Batterie“, sondern aus vielen elektrochemischen Zellen. Mehrere Zellen werden zu Modulen oder direkt zu größeren Einheiten verschaltet; zusammen mit Gehäuse, Kühlung, Sensorik, Schützen und Batteriemanagement entsteht das Batteriepack.

Wichtige Größen sind die Kapazität in Kilowattstunden, die mögliche Lade- und Entladeleistung in Kilowatt, der State of Charge (SoC) als aktueller Ladezustand und der State of Health (SoH) als Maß für den Alterungszustand. Hohe oder sehr niedrige Ladezustände, hohe Temperaturen und häufige starke Belastungen können die Alterung beeinflussen. Das Batteriemanagementsystem überwacht deshalb Betriebsgrenzen und gleicht Unterschiede zwischen Zellen aus.


Wie eine Lithium-Ionen-Zelle arbeitet

Beim Laden und Entladen bewegen sich Lithium-Ionen zwischen den Elektroden durch den Elektrolyten; Elektronen fließen über den äußeren Stromkreis. Die genaue Zellchemie bestimmt Eigenschaften wie Energiedichte, Leistungsfähigkeit, Kosten, Temperaturverhalten und Lebensdauer.

Bei heutigen Elektrofahrzeugen sind unter anderem NMC-Chemien und LFP-Chemien verbreitet. NMC-Zellen ermöglichen häufig eine hohe Energiedichte. LFP-Zellen kommen ohne Nickel und Kobalt in der Kathode aus und gelten häufig als zyklenfest und thermisch robust, besitzen aber meist eine geringere Energiedichte. Forschung in Baden-Württemberg untersucht zusätzlich neue Materialien und Zellkonzepte, darunter Festkörper- und Post-Lithium-Systeme.[5]


Temperatur und Schnellladen

Eine Batterie kann nicht bei jedem Ladezustand und jeder Temperatur dieselbe Leistung aufnehmen. Deshalb ist die in Werbung oder Datenblättern genannte maximale Ladeleistung nicht identisch mit der durchschnittlichen Leistung über einen gesamten Ladevorgang. Bei hohem Ladezustand reduziert das Fahrzeug die Ladeleistung häufig, um Zellen zu schützen. Auch ein kalter Akku kann langsamer laden. Viele Fahrzeuge temperieren die Batterie deshalb vor einem Schnellladestopp vor.


Kreislauf und Recycling

Batterien benötigen Rohstoffe und Energie in der Herstellung. Deshalb ist ihre Lebensdauer wichtig. Nach dem Einsatz im Fahrzeug kann ein Batteriepacksystem je nach Zustand geprüft, repariert, in Teilen weiterverwendet oder recycelt werden. Beim Recycling werden Gehäuse und Komponenten zerlegt und wertvolle Materialien durch mechanische, pyro- oder hydrometallurgische Verfahren zurückgewonnen. Forschung und Industrie versuchen, Kreisläufe zu schließen und den Bedarf an Primärrohstoffen zu verringern.


Fahrzeuge und Einsatzprofile


Pkw, Bus, Transporter und Lkw

Ein kleiner Stadt-Pkw, ein Linienbus und ein schwerer Fernverkehrs-Lkw stellen sehr unterschiedliche Anforderungen. Für einen Pkw sind Reichweite, Preis, Ladezeit und Platzbedarf wichtig. Ein Linienbus fährt planbare Strecken und kann beispielsweise im Depot oder an Endhaltestellen laden. Lieferfahrzeuge können nachts am Betriebshof laden. Schwere Lkw benötigen große Energiemengen und hohe Ladeleistungen; deshalb wird eigene Lkw-Ladeinfrastruktur aufgebaut.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg meldete 2026 unter anderem den Aufbau eines regionalen Lkw-Ladenetzes und eine Ausschreibung für mindestens 80 neue Lkw-Ladepunkte an 21 Standorten. Solche Projekte zeigen, dass die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen nicht nur neue Fahrzeuge, sondern auch leistungsfähige Netzanschlüsse, Flächen und Ladeplanung erfordert.[6]


Wirkungsgrad und Rekuperation

Elektromotoren können einen hohen Wirkungsgrad erreichen und liefern bereits bei niedriger Drehzahl hohes Drehmoment. Im Stadtverkehr ist die Rekuperation besonders nützlich, weil häufig beschleunigt und gebremst wird. Auf Autobahnen dominieren dagegen Luft- und Rollwiderstand; hohe Geschwindigkeit erhöht den Energiebedarf deutlich.


Ladeinfrastruktur


AC- und DC-Laden

Beim AC-Laden kommt Wechselstrom aus dem Netz. Der On-Board-Lader des Fahrzeugs wandelt ihn in Gleichstrom für die Batterie um. In Europa ist dafür bei Pkw der Typ-2-Stecker verbreitet. Beim DC-Schnellladen findet die Umwandlung weitgehend in der Ladesäule statt; der Gleichstrom wird kontrolliert direkt in das Hochvoltsystem des Fahrzeugs eingespeist. Für viele europäische Pkw ist CCS Combo 2 der verbreitete Schnellladestandard.


kW und kWh nicht verwechseln

Kilowatt (kW) beschreibt Leistung: Wie schnell Energie übertragen wird. Kilowattstunde (kWh) beschreibt eine Energiemenge. Eine einfache Näherung lautet:

t ≈ benötigte Energie / durchschnittliche Ladeleistung

Beispiel: Eine 60-kWh-Batterie soll von 20 auf 80 Prozent geladen werden. Dafür werden idealisiert 36 kWh benötigt. Bei durchschnittlich 90 kW wären das 0,4 Stunden oder 24 Minuten. In der Praxis kommen Ladeverluste, Temperatur, Batteriezustand und die Ladeleistungskurve hinzu.


Laden in Baden-Württemberg

Öffentliche Ladepunkte stehen zum Beispiel an Straßen, Parkhäusern, Einkaufszentren und Autobahnen. Dazu kommen private Wallboxen und Ladepunkte auf Betriebshöfen. Das Land unterstützt verschiedene Programme zum Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die Bundesnetzagentur führt ein Register öffentlich zugänglicher Ladepunkte.[7]


Stromnetz und intelligentes Laden

Wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig mit hoher Leistung laden, kann das lokale Verteilnetz stark belastet werden. Eine Lösung ist Lastmanagement: Ladeleistungen werden zeitlich koordiniert und an Netzkapazität, Fahrzeugbedarf oder Stromerzeugung angepasst. Für neue private steuerbare Ladeeinrichtungen mit mehr als 4,2 kW gelten in Deutschland seit 2024 Regeln zur netzorientierten Steuerung. Netzbetreiber dürfen den Bezug bei einer konkreten lokalen Überlastungsgefahr zeitweise reduzieren; im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte.[8]

Für die Zukunft ist zusätzlich bidirektionales Laden interessant: Geeignete Fahrzeuge könnten Energie nicht nur aufnehmen, sondern unter passenden technischen und rechtlichen Bedingungen auch wieder an ein Gebäude oder das Netz abgeben. Dafür müssen Fahrzeug, Ladegerät, Kommunikation, Messung und Abrechnung zusammenpassen.


Umwelt, Ressourcen und Systemblick

Ein Elektroauto hat am Auspuff keine direkten Abgase, verursacht aber weiterhin Umweltwirkungen durch Fahrzeug- und Batterieproduktion, Stromerzeugung, Reifenabrieb, Straßenraum und Rohstoffgewinnung. Eine faire Bewertung betrachtet deshalb den gesamten Lebenszyklus. Dabei spielen Batteriegröße, Fahrzeuggewicht, Strommix, Fahrleistung und Lebensdauer eine große Rolle.

Elektromobilität löst außerdem nicht jedes Verkehrsproblem. Stau, Flächenbedarf oder lange Wege verschwinden nicht allein durch einen anderen Antrieb. Für nachhaltige Mobilität werden Elektrofahrzeuge deshalb mit ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, Carsharing, effizienter Logistik und erneuerbaren Energien zusammengedacht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Einheit beschreibt die gespeicherte Energiemenge einer Traktionsbatterie? (kWh) (!kW) (!A) (!V)




Welche Baugruppe wandelt beim Fahren Gleichstrom aus der Batterie für den Elektromotor um? (Wechselrichter) (!Katalysator) (!Tankgeber) (!Auspuff)




Was bedeutet Rekuperation? (Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Verzögern) (!Vollständige Entladung der Batterie) (!Erwärmung des Innenraums) (!Mechanisches Nachladen an der Achse)




Welche Aussage zum DC-Schnellladen ist richtig? (Die Ladesäule liefert Gleichstrom kontrolliert an das Hochvoltsystem) (!Der On-Board-Lader muss die gesamte Ladeleistung als Wechselstrom umwandeln) (!DC-Laden funktioniert nur mit Haushaltssteckdosen) (!Beim DC-Laden wird kein Batteriemanagement benötigt)




Welche Aufgabe hat ein Batteriemanagementsystem? (Es überwacht unter anderem Zellspannungen und Temperaturen) (!Es ersetzt das mechanische Fahrwerk) (!Es erzeugt Kraftstoff) (!Es steuert ausschließlich die Scheinwerfer)




Wofür steht SoC bei einer Fahrzeugbatterie? (Für den aktuellen Ladezustand) (!Für die maximale Motordrehzahl) (!Für den Reifendruck) (!Für die Anzahl der Ladepunkte)




Welche Steckverbindung ist in Europa für viele Pkw beim DC-Schnellladen verbreitet? (CCS Combo 2) (!VGA) (!RJ45) (!Schuko ohne Ladeelektronik)




Warum sinkt die Ladeleistung bei vielen Fahrzeugen bei hohem Ladezustand? (Zum Schutz der Batterie und wegen elektrochemischer Grenzen) (!Weil die Räder stillstehen) (!Weil Gleichstrom dann zu Wechselstrom wird) (!Weil der Motor Öl nachfüllen muss)




Welche Aussage zu Kilowatt ist richtig? (Kilowatt beschreibt eine Leistung) (!Kilowatt beschreibt ausschließlich eine Strecke) (!Kilowatt ist eine Einheit für Temperatur) (!Kilowatt ist eine Einheit für Batteriemasse)




Warum ist Lastmanagement bei vielen gleichzeitig ladenden Fahrzeugen sinnvoll? (Es kann Leistung zeitlich koordinieren und lokale Netzspitzen verringern) (!Es macht jede Batterie größer) (!Es ersetzt alle Transformatoren) (!Es verhindert grundsätzlich jede Ladepause)





Memory

Batteriemanagementsystem überwacht Zellen und Sicherheitsgrenzen
Rekuperation gewinnt beim Verzögern elektrische Energie zurück
Kilowattstunde Einheit für eine Energiemenge
CCS Combo 2 verbreitete europäische DC-Schnellladeschnittstelle
On-Board-Lader wandelt beim AC-Laden Wechselstrom in Gleichstrom um
Thermomanagement regelt wichtige Temperaturen im Antriebssystem





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zelle kleinste elektrochemische Speichereinheit
Modul zusammengefasste Gruppe mehrerer Batteriezellen
Batteriepack vollständiges Speichersystem im Fahrzeug
Wechselrichter Leistungselektronik zwischen Batterie und Motor
Ladepunkt technische Schnittstelle zum Laden eines Elektrofahrzeugs





Kreuzworträtsel

Batterie Welches Bauteil speichert die elektrische Fahrenergie?
Rekuperation Wie heißt die Energierückgewinnung beim Bremsen?
Wechselrichter Welche Leistungselektronik verbindet Batterie und Motorsteuerung?
Elektromotor Welcher Antrieb wandelt elektrische Energie in Bewegung um?
Ladepunkt Wie heißt die einzelne Anschlussmöglichkeit zum Laden?
Zellchemie Welcher Begriff beschreibt die elektrochemische Materialkombination einer Batteriezelle?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein batterieelektrisches Fahrzeug speichert seine Fahrenergie in einer

. Der Wechselrichter steuert den Energiefluss zum

. Beim Verzögern kann durch

ein Teil der Bewegungsenergie zurückgewonnen werden. Eine Energiemenge wird häufig in

angegeben. Die Ladeleistung wird dagegen in

angegeben. Beim AC-Laden übernimmt der

die Umwandlung für die Batterie. Für schnelles DC-Laden ist bei vielen europäischen Pkw

verbreitet. Das Batteriemanagementsystem überwacht unter anderem Zellspannungen und

. Intelligentes

kann gleichzeitige Leistungsspitzen reduzieren. Für eine Umweltbewertung sollte der gesamte

betrachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Energiefluss: Zeichne den Energiefluss von der Steckdose bis zum Rad und markiere, wo elektrische Energie umgewandelt wird.
  2. Ladepunkt: Fotografiere oder dokumentiere einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt in Deiner Umgebung und beschreibe Stecker, angegebene Leistung und Standortfunktion.
  3. Batteriebegriffe: Erstelle ein eigenes Glossar mit zehn Fachbegriffen aus Batterie-, Fahrzeug- und Ladetechnik.
  4. Rekuperation: Erkläre mit einer Skizze, warum Rekuperation besonders im Stadtverkehr nützlich sein kann.


Standard

  1. Ladezeit: Entwickle drei Rechenbeispiele mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten und Ladeleistungen und erkläre, warum reale Ladezeiten von der einfachen Rechnung abweichen.
  2. Ladeinfrastruktur Baden-Württemberg: Untersuche für Deine Gemeinde oder Deinen Landkreis, wo AC- und DC-Ladepunkte liegen, und bewerte mögliche Versorgungslücken.
  3. Batterievergleich: Vergleiche LFP und NMC nach Energiedichte, Rohstoffen, Sicherheit, Lebensdauer und typischen Einsatzmotiven.
  4. Berufe der Elektromobilität: Führe ein Interview mit einer Person aus Kfz-Mechatronik, Elektrotechnik, Energieversorgung oder Fahrzeugentwicklung über neue Kompetenzanforderungen.


Schwer

  1. Lastmanagement: Plane für einen Schul- oder Betriebsparkplatz zehn Ladepunkte und entwickle ein Konzept, das Anschlussleistung, Standzeiten und Prioritäten berücksichtigt.
  2. Ökobilanz: Entwickle ein Kriterienmodell, mit dem zwei Mobilitätslösungen über Herstellung, Nutzung, Energie, Lebensdauer und Flächenbedarf verglichen werden können.
  3. Batterierecycling: Erstelle ein Prozessdiagramm vom ausgebauten Batteriepack bis zu wiedergewonnenen Materialien und kennzeichne Sicherheits- und Qualitätsprüfungen.
  4. Mobilitätssystem: Entwirf für eine baden-württembergische Stadt ein Konzept, das Elektro-Pkw, E-Busse, Radverkehr, Carsharing und erneuerbare Energien sinnvoll verbindet.




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Lernkontrolle

  1. Systemanalyse Elektrofahrzeug: Ein Fahrzeug lädt langsamer als die auf der Säule angegebene Maximalleistung. Nenne mindestens vier technische Ursachen und ordne sie Fahrzeug, Batterie, Ladepunkt oder Netz zu.
  2. Ladeplanung: Eine Berufsschule will ihren Parkplatz elektrifizieren. Begründe, wann viele AC-Ladepunkte sinnvoller sein können als wenige sehr leistungsstarke DC-Ladepunkte.
  3. Batterieentscheidung: Für einen Stadtbus soll zwischen zwei Zellchemien gewählt werden. Entwickle Kriterien und erkläre, warum die höchste Energiedichte nicht automatisch die beste Lösung ist.
  4. Netzintegration: Erkläre an einem Beispiel, wie Lastmanagement einen teuren Netzausbau teilweise vermeiden oder zeitlich verschieben kann, ohne alle Ladevorgänge zu verhindern.
  5. Lebenszyklusvergleich: Beurteile die Aussage „Ein Elektroauto ist emissionsfrei“ und unterscheide lokale Emissionen, Strombereitstellung, Produktion und Recycling.
  6. Transfer Baden-Württemberg: Zeige an einem selbst gewählten Ort im Land, wie Fahrzeugbestand, Ladeinfrastruktur, Stromnetz und Verkehrsangebot zusammenwirken.


Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern technische Zusammenhänge anwenden kannst.

  1. Technisches Verständnis: Erkläre den Energiefluss von Batterie, Leistungselektronik und Motor einschließlich Rekuperation.
  2. Batteriekompetenz: Unterscheide Zelle, Modul und Pack und erläutere Aufgaben von BMS und Thermomanagement.
  3. Rechenkompetenz: Wende kW, kWh und eine einfache Ladezeitabschätzung korrekt an.
  4. Infrastrukturkompetenz: Begründe die Auswahl von AC- oder DC-Laden für ein konkretes Einsatzprofil.
  5. Sicherheitskompetenz: Beschreibe die besonderen Gefahren von Hochvoltsystemen und geeignete Schutzprinzipien.
  6. Bewertungskompetenz: Beurteile Elektromobilität im Lebenszyklus und beziehe Mobilitätsalternativen ein.
  7. Regionalbezug: Nutze aktuelle Daten oder ein Praxisbeispiel aus Baden-Württemberg und gib den Datenstand an.


Quellen und Datenstand

Die aktuellen Landeszahlen stammen aus dem Datencenter der Landesagentur e-mobil BW und beziehen sich auf April beziehungsweise Mai 2026. Angaben zur öffentlichen Ladeinfrastruktur und zur netzorientierten Steuerung wurden mit Informationen der Bundesnetzagentur abgeglichen. Forschungsbeispiele stammen vom ZSW und vom KIT.


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