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Drohungen und Erpressung im Internet erkennen - Grundschule

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Drohungen und Erpressung im Internet erkennen - Grundschule




Einleitung

Willkommen! In diesem aiMOOC lernst Du:

  1. Drohungen im Internet erkennen.
  2. Erpressung im Internet erkennen.
  3. ruhig bleiben.
  4. Hilfe holen.
  5. Beweise sichern.

Eine Drohung macht Angst. Eine Erpressung macht Druck. Beides ist nicht in Ordnung. Beides kann auch im Klassenchat, im Online-Spiel, in einer App oder auf einer Webseite passieren.

Wichtig: Du bist nicht schuld. Die Person, die droht oder erpresst, macht etwas Falsches. Du darfst Dir Hilfe holen. Sofort.


Video zum Start

Schau Dir das Video an. Achte auf diese Frage: Welche Dinge soll man im Internet nicht verraten?


Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du:

  1. Drohung: Du erkennst Sätze, die Angst machen sollen.
  2. Erpressung: Du erkennst Sätze, die Dich zu etwas zwingen sollen.
  3. Gefühl: Du merkst, wenn eine Nachricht komisch, geheim oder gefährlich ist.
  4. Screenshot: Du weißt, dass man Beweise mit Erwachsenen sichern kann.
  5. Hilfe: Du kennst Menschen und Stellen, die helfen.


Wörter zum Anhören

Höre die Wörter. Sprich sie leise nach. Frage nach, wenn Du ein Wort nicht verstehst.

  1. Internet:
  2. Drohung:
  3. Bedrohung:
  4. Erpressung:
  5. Cybermobbing:


Was ist eine Drohung?

Eine Drohung ist ein Satz, der Dir Angst machen soll.

Beispiel auf dem Schulhof: Jemand sagt: „Wenn du mir den Ball nicht gibst, mache ich deine Brotdose kaputt.“

Beispiel im Internet: Jemand schreibt: „Wenn du nicht antwortest, erzähle ich im Klassenchat eine Lüge über dich.“

Das ist nicht fair. Das ist kein Spaß. Du darfst Hilfe holen.


Rote Wörter bei Drohungen

Diese Wörter sind oft ein Warnzeichen:

  1. Sonst: „Mach das, sonst passiert etwas.“
  2. Geheimnis: „Sag es niemandem.“
  3. Angst: „Ich mache dich fertig.“
  4. Druck: „Du musst sofort antworten.“
  5. Bloßstellen: „Ich zeige allen dein Bild.“


Was ist Erpressung?

Eine Erpressung ist mehr als eine Drohung. Jemand will etwas von Dir. Die Person macht Druck.

Beispiel im Alltag: Jemand sagt: „Gib mir Dein Sammelbild. Sonst sage ich etwas Gemeines über dich.“

Beispiel im Internet: Jemand schreibt: „Gib mir Dein Passwort. Sonst lösche ich dein Spielkonto.“

Bei Erpressung gilt: Nicht bezahlen. Nichts schicken. Hilfe holen.


Was wollen Erpresser manchmal?

Erpresser wollen oft:

  1. Geld oder Gutscheinkarten.
  2. Passwörter.
  3. Bilder.
  4. Geheimnisse.
  5. dass Du etwas tust, was Du nicht willst.

Du musst das nicht allein lösen. Erwachsene können helfen.


So kann es im Internet aussehen

Nachricht Was ist daran gefährlich? Was machst Du?
„Schick mir dein Passwort.“ Das Passwort ist geheim. Nicht schicken. Erwachsene fragen.
„Sag es niemandem.“ Geheimdruck ist ein Warnzeichen. Sofort einer Vertrauensperson erzählen.
„Gib mir Geld, sonst zeige ich dein Bild.“ Das ist Erpressung. Nicht zahlen. Beweis sichern. Hilfe holen.
„Klick sofort auf diesen Link.“ Der Link kann unsicher sein. Nicht klicken. Erwachsene fragen.
„Wenn du nicht mitmachst, fliegst du aus der Gruppe.“ Das macht Druck. Mit Eltern oder Lehrkraft sprechen.


Die Internet-Ampel

Die Ampel hilft Dir. Sie zeigt Dir, wie Du Nachrichten einschätzen kannst.

Farbe Bedeutung Beispiel Deine Reaktion
Grün Alles wirkt freundlich. „Wollen wir zusammen spielen?“ Du darfst normal antworten.
Gelb Es fühlt sich komisch an. „Schick mal ein Foto von dir.“ Pause machen. Erwachsene fragen.
Rot Es macht Angst oder Druck. „Mach das, sonst zeige ich allen etwas.“ Nicht antworten. Hilfe holen.


Die STOPP-Regel

Merke Dir die STOPP-Regel.

Buchstabe Bedeutung Was Du tun kannst
S Stopp Nicht weiter schreiben.
T Tief atmen Lege das Gerät kurz weg.
O Ordnen Was ist passiert? Wer hat geschrieben?
P Person holen Hole eine erwachsene Vertrauensperson.
P Prüfen und melden Gemeinsam sichern, blockieren und melden.

Merksatz: Erst stoppen. Dann Hilfe holen.


Beweise sichern

Ein Screenshot ist ein Bild vom Bildschirm. Er kann zeigen, was passiert ist.

Mache einen Screenshot am besten mit einer erwachsenen Person. Lösche die Nachricht nicht sofort. Antworte nicht wütend. Schreibe nicht zurück, wenn Du Angst hast.

Diese Dinge können wichtig sein:

  1. Name der Person.
  2. Nachricht.
  3. Datum.
  4. Uhrzeit.
  5. Name der App oder des Spiels.


Blockieren und Melden

Blockieren heißt: Die Person kann Dir nicht mehr so leicht schreiben.

Melden heißt: Du sagst der App oder dem Spiel, dass etwas falsch ist.

Du musst das nicht allein tun. Bitte eine erwachsene Person um Hilfe.


Hilfe holen

Suche Dir Hilfe bei einer Person, der Du vertraust.

Das können sein:

  1. Eltern oder andere Erwachsene zu Hause.
  2. Lehrkraft.
  3. Schulsozialarbeit.
  4. Trainerin oder Trainer.
  5. Großeltern.
  6. ältere Geschwister, die gut helfen.

Wenn Du in Deutschland bist, gibt es auch die Nummer gegen Kummer: 116 111. Der Anruf ist für Kinder und Jugendliche gedacht.

Bei akuter Gefahr: Hole sofort Erwachsene. Du kannst auch die Polizei unter 110 rufen.


Video: Cybermobbing verstehen


Du bist nicht schuld

Wenn Dich jemand bedroht oder erpresst, ist das nicht Deine Schuld.

Auch wenn Du geantwortet hast. Auch wenn Du Angst hast. Auch wenn Du etwas geschickt hast, das Du jetzt bereust.

Hilfe holen ist mutig. Schweigen hilft den Tätern. Reden schützt Dich.


Was Freunde tun können

Wenn ein Kind bedroht wird, brauchen Freunde Mut.

Du kannst sagen:

  1. „Das ist nicht okay.“
  2. „Ich helfe dir.“
  3. „Wir holen eine erwachsene Person.“
  4. „Du bist nicht allein.“

Du sollst aber keine gefährliche Person beschimpfen. Hole Hilfe. Bleibe fair. Bleibe sicher.


Gute Regeln für den Klassenchat

Ein Klassenchat soll helfen. Er darf niemanden verletzen.

Gute Regeln sind:

  1. Wir schreiben freundlich.
  2. Wir teilen keine peinlichen Bilder.
  3. Wir drohen niemandem.
  4. Wir lachen niemanden aus.
  5. Wir holen Hilfe, wenn jemand Angst hat.
  6. Wir schreiben nichts, was wir auf dem Schulhof nicht sagen würden.


Schutz für Dein Passwort

Ein Passwort ist wie ein Schlüssel. Du gibst Deinen Wohnungsschlüssel nicht einfach weg. Dein Passwort gibst Du auch nicht weg.

Gute Passwort-Regeln:

  1. Verrate Dein Passwort nicht an Kinder im Chat.
  2. Schicke Dein Passwort nie als Nachricht.
  3. Bitte Erwachsene um Hilfe bei einem starken Passwort.
  4. Nutze nicht Deinen Namen als Passwort.
  5. Melde Dich ab, wenn Du ein fremdes Gerät benutzt.


Kleine Selbstlern-Aufgaben


Aufgabe 1: Ampel-Finger

Lies eine Nachricht. Zeige mit der Hand:

  1. Daumen hoch: grün.
  2. Daumen zur Seite: gelb.
  3. Stopp-Hand: rot.

Nachricht A: „Danke für die Hausaufgabe.“ Nachricht B: „Schick mir schnell dein Passwort.“ Nachricht C: „Sag es niemandem, sonst bist du raus.“


Aufgabe 2: Drei-Helfer-Karte

Schreibe drei Menschen auf, die Dir helfen können. Male ein kleines Haus, eine Schule oder ein Herz dazu.


Aufgabe 3: Stopp-Satz üben

Sprich den Satz laut: „Nein. Das ist nicht okay. Ich hole Hilfe.“


Video: Sicher im Internet unterwegs


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Drohung? (Jemand macht Dir Angst und sagt sonst passiert etwas Schlimmes) (!Jemand sagt freundlich guten Morgen) (!Jemand teilt ein Rezept) (!Jemand fragt nach den Hausaufgaben)




Was ist Erpressung? (Jemand will etwas von Dir und setzt Dich unter Druck) (!Jemand leiht Dir einen Stift) (!Jemand erklärt ein Spiel) (!Jemand sagt Danke)




Was sollst Du tun, wenn Dich eine Nachricht ängstigt? (Hilfe bei einer erwachsenen Vertrauensperson holen) (!Allein weiter chatten) (!Dein Passwort schicken) (!Wütend zurück drohen)




Welche Nachricht ist ein Warnzeichen? (Sag es niemandem) (!Guten Morgen) (!Willst Du mitspielen) (!Danke für Deine Hilfe)




Was machst Du mit Deinem Passwort? (Geheim halten) (!Im Klassenchat teilen) (!An Fremde schicken) (!Auf eine öffentliche Pinnwand schreiben)




Was kann als Beweis helfen? (Ein Screenshot mit einer erwachsenen Person) (!Ein gelöschter Chat ohne Hilfe) (!Ein ausgedachter Name) (!Ein neues Spiellevel)




Was bedeutet blockieren? (Die Person kann Dir nicht mehr so leicht schreiben) (!Du gibst der Person Dein Passwort) (!Du lädst die Person nach Hause ein) (!Du beantwortest jede Nachricht)




Wer kann Dir gut helfen? (Eine erwachsene Vertrauensperson) (!Eine fremde Person im Chat) (!Ein unbekannter Spielkontakt) (!Ein Werbe-Link)




Wer ist schuld an einer Erpressung? (Die Person, die erpresst) (!Das Kind, das Angst hat) (!Das Kind, das Hilfe holt) (!Die Lehrkraft, die zuhört)




Welche Regel passt bei Angst im Chat? (Nicht antworten, sichern, Hilfe holen) (!Sofort Geld schicken) (!Alles geheim halten) (!Die Drohung weiterleiten)





Memory

Drohung Angst machen
Erpressung Druck mit Forderung
Screenshot Bild vom Bildschirm
Blockieren Kontakt stoppen
Melden Plattform informieren
Passwort Geheim halten
Vertrauensperson Hilfe holen
Polizei Gefahr melden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Stopp Nicht weiter chatten
Screenshot Beweis sichern
Vertrauensperson Hilfe holen
Blockieren Kontakt stoppen
Melden Plattform informieren
Passwort Geheim halten






Kreuzworträtsel

Drohung Wie heißt ein Satz, der Angst machen soll?
Hilfe Was sollst Du holen, wenn Du Angst im Chat hast?
Stopp Welches Wort darfst Du sagen, wenn etwas nicht okay ist?
Passwort Was ist wie ein geheimer Schlüssel?
Screenshot Wie heißt ein Bild vom Bildschirm?
Polizei Wer hilft bei großer Gefahr?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

soll Angst machen. Eine

will Dich zu etwas zwingen. Wenn eine Nachricht komisch ist, hole einen

. Ein

kann als Beweis helfen. Dein

bleibt geheim. Du kannst eine Person

und in der App

. Du bist nicht

. Bei großer Gefahr hilft die

. Hilfe holen ist

.




Mini-Fälle: Was tust Du?

Fall Gute Reaktion
Jemand schreibt: „Gib mir dein Passwort.“ Nicht schicken und Hilfe holen
Jemand schreibt: „Sag es niemandem.“ Einer Vertrauensperson erzählen
Jemand schreibt: „Gib mir Geld.“ Nicht zahlen und Beweise sichern
Jemand schickt einen komischen Link. Nicht klicken und Erwachsene fragen
Jemand bedroht ein anderes Kind. Dem Kind helfen und Erwachsene holen





Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ampel-Plakat: Male eine Internet-Ampel mit grünen, gelben und roten Beispielen.
  2. Helfer-Karte: Schreibe drei Erwachsene auf, die Dir helfen können.
  3. Stopp-Satz: Schreibe Deinen eigenen Stopp-Satz auf eine Karte.
  4. Passwort-Bild: Male ein Bild: „Mein Passwort ist ein Schlüssel.“


Standard

  1. Chat-Regeln: Erstelle fünf freundliche Regeln für einen Klassenchat.
  2. Rollenspiel: Spiele mit einem Partnerkind eine Szene: Eine Nachricht macht Angst. Übe Hilfe holen.
  3. Screenshot-Erklärung: Erkläre einem anderen Kind, was ein Screenshot ist und warum Erwachsene helfen sollen.
  4. Gefühlstagebuch: Schreibe drei Gefühle auf, die bei einer Drohung entstehen können, und was dann hilft.


Schwer

  1. Klassenvertrag: Entwirf einen Vertrag für einen sicheren Klassenchat.
  2. Erklärvideo: Plane ein kurzes Video mit dem Satz: „Nicht antworten, sichern, Hilfe holen.“
  3. Interview: Frage eine Lehrkraft oder Schulsozialarbeit, was Kinder bei Drohungen im Internet tun sollen.
  4. Schulprojekt: Entwickle eine kleine Ausstellung mit Bildern, Merksätzen und Hilfenummern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fall beurteilen: Lies einen ausgedachten Chat. Markiere grüne, gelbe und rote Stellen. Erkläre Deine Wahl.
  2. Hilfeplan erstellen: Erstelle einen Plan mit fünf Schritten für ein Kind, das bedroht wird.
  3. Alltagsvergleich: Vergleiche eine Drohung auf dem Schulhof mit einer Drohung im Internet. Was ist gleich? Was ist anders?
  4. Freundschaft zeigen: Beschreibe, wie Du einem Kind helfen kannst, ohne Dich selbst in Gefahr zu bringen.
  5. Regeln übertragen: Wähle drei Regeln aus der Klasse und übertrage sie auf ein Online-Spiel.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis kannst Du zeigen:

  1. Du hast das Quiz bearbeitet.
  2. Du kannst den Unterschied zwischen Drohung und Erpressung erklären.
  3. Du kennst die STOPP-Regel.
  4. Du hast eine Helfer-Karte erstellt.
  5. Du kannst sagen, warum ein Passwort geheim bleibt.
  6. Du kannst erklären, warum man bei Gefahr Hilfe holt.
  7. Du hast eine eigene Regel für den Klassenchat formuliert.




OERs zum Thema

Diese Seiten sind eher für ältere Kinder oder Erwachsene. Lies sie mit einer erwachsenen Person.



Weitere Hilfe-Seiten

  1. Internet-ABC: Kinderseite zum sicheren Umgang mit dem Internet.
  2. Klicksafe: Informationen zu Sicherheit im Netz.
  3. Polizei für dich: Hilfe und Informationen für Kinder und Jugendliche.
  4. Nummer gegen Kummer: Beratung für Kinder und Jugendliche unter 116 111.


Video: Hilfe bei Cybermobbing


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