Disturbed - The Sound of Silence

Disturbed - The Sound of Silence
Disturbed – The Sound of Silence
Disturbed – The Sound of Silence ist eine 2015 veröffentlichte Coverversion des von Paul Simon geschriebenen und durch Simon & Garfunkel berühmt gewordenen Klassikers. Disturbed verändert dabei nicht den Kern des Liedes, sondern vor allem seine Klangdramaturgie: Aus einem sehr zurückgenommenen Beginn mit Klavier, tiefer Gesangslage und viel klanglichem Raum entwickelt sich Schritt für Schritt ein dichter, orchestral wirkender Höhepunkt. Besonders auffällig sind der Gesang von David Draiman, die wachsende Dynamik, die zunehmende Instrumentendichte und der Kontrast zur folkgeprägten Originalfassung.
In diesem aiMOOC untersuchst Du die Disturbed-Version als musikalische Interpretation. Du vergleichst sie mit Simon & Garfunkel, analysierst Arrangement, Instrumentation, Klangfarbe, Gesang, Dynamik, Form und Wirkung und entwickelst eigene begründete Deutungen.

Das Foto zeigt David Draiman 2016 bei einer Aufführung von The Sound of Silence. Schon das Bühnenbild macht deutlich, dass Disturbed den Titel nicht wie einen typischen Metal-Song inszeniert, sondern stark mit Konzentration, Dunkelheit und kontrolliertem Ausdruck arbeitet.
Das offizielle Musikvideo eignet sich besonders für eine Hör- und Bildanalyse. Achte zunächst nur auf den Klang: Wann kommen neue Instrumente hinzu? Wann verändert sich Draimans Stimme? An welcher Stelle empfindest Du den größten Spannungszuwachs?
Historischer Hintergrund
Das Original von Simon & Garfunkel
Paul Simon schrieb The Sound of Silence in den frühen 1960er Jahren. Eine zunächst akustische Fassung erschien 1964 auf dem Debütalbum Wednesday Morning, 3 A.M. von Simon & Garfunkel. Produzent Tom Wilson ließ 1965 ohne eine neue Gesangsaufnahme E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug über die bereits vorhandene Aufnahme legen. Dadurch entstand eine deutlich rockigere Fassung, die zum großen Erfolg wurde und die weitere Entwicklung des Duos stark beeinflusste.

Die abgebildete US-Single von 1965 dokumentiert genau diese Phase: Aus der ursprünglich akustischen Aufnahme wurde durch Overdubs eine frühe Folk-Rock-Produktion.
Höre auf die für Simon & Garfunkel typische Verbindung aus Gitarrenbegleitung, klarer Stimmführung und eng aufeinander abgestimmtem zweistimmigem Gesang. Vergleiche diese Klangbalance später mit der Disturbed-Version.

Paul Simon und Art Garfunkel beim Concert in Central Park 1981. In der Duo-Tradition bleibt der Song stark mit Stimme, Text und Gitarre verbunden.
Diese Livefassung macht deutlich, wie anders das Stück wirken kann, wenn die musikalische Spannung weniger durch orchestrale Steigerung als durch Gesang, Gitarrenklang und die Präsenz zweier Stimmen entsteht.
Das Album Sounds of Silence von 1966 wurde 2012 in das National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen. Damit wird seine kulturhistorische Bedeutung für die US-amerikanische Musikgeschichte hervorgehoben.
Die Disturbed-Version von 2015
Disturbed veröffentlichte ihre Fassung auf dem Album Immortalized, das am 21. August 2015 erschien. The Sound of Silence wurde im Dezember 2015 als Single veröffentlicht. Produzent Kevin Churko spielte bei der klanglichen Konzeption eine zentrale Rolle. Nach Aussagen aus dem Umfeld der Produktion wollte die Band bewusst nicht einfach eine härtere oder schnellere Metalversion erstellen. Stattdessen entstand ein atmosphärisches Arrangement mit ruhigem Beginn und sehr großem Spannungsbogen.

Disturbed beim Rock am Ring 2016. Die Band ist vor allem für Heavy- und Alternative-Metal bekannt; gerade deshalb fällt die ungewöhnlich orchestrale und balladenhafte Gestaltung der Coverversion besonders auf.
Zu den dokumentierten Produktions- und Arrangementbeteiligten gehören neben Disturbed und Kevin Churko unter anderem Suzie Katayama als Arrangeurin und Dirigentin sowie Samantha Maloney im Bereich Orchestrierung. Dan Donegan ist bei der Aufnahme unter anderem mit Gitarre, Keyboards beziehungsweise Klavier verbunden, Mike Wengren mit Schlagzeug, Percussion und Pauken. Paul Simon bleibt selbstverständlich der Komponist des Songs.
Live bei CONAN und Grammy-Nominierung
Am 28. März 2016 spielte Disturbed den Titel in der US-Sendung CONAN. Paul Simon reagierte öffentlich positiv auf diese Interpretation. Die Liveaufnahme wurde später für die Grammy Awards 2017 in der Kategorie Best Rock Performance nominiert.
Vergleiche diese Livefassung mit dem offiziellen Musikvideo. Untersuche dabei insbesondere, welche Teile des dramatischen Spannungsaufbaus auch ohne Filmschnitt und Studiobildgestaltung funktionieren.
Musikalische Besonderheiten der Disturbed-Version
Der dramatische Spannungsaufbau
Der zentrale Gestaltungsgedanke ist ein kontinuierlicher Aufbau von Intensität. Am Anfang steht eine dünne Textur: Klavier, tiefer Gesang und viel Raum zwischen den Klängen. Im weiteren Verlauf werden Register, Lautstärke, Klangdichte und instrumentale Schichten erweitert. Streicherfarben, perkussive Akzente und Pauken verstärken die dramatische Wirkung. Das Stück entwickelt sich dadurch weniger über starke Tempowechsel als über Dynamik, Instrumentation, Register und Stimmintensität.
Ein hilfreiches Hörmodell ist:
| Phase | Klangliche Merkmale | Hörwirkung |
|---|---|---|
| Beginn | Klavier, tiefe Stimme, wenig Klangschichten | Nähe, Ruhe, Konzentration |
| Frühe Steigerung | mehr Resonanz im Gesang, dichterer Klaviersatz | zunehmende Spannung |
| Mittlerer Aufbau | Streicher und breitere Begleitung | größerer Klangraum |
| Späte Steigerung | stärkere Percussion, Pauken, kräftigere Stimme | dramatische Verdichtung |
| Höhepunkt | sehr hohe Klangdichte, starke Dynamik, volle Stimmintensität | monumentale Wirkung |

Das Klavier trägt die Einleitung. Entscheidend ist nicht nur was gespielt wird, sondern wie wenig am Anfang gleichzeitig erklingt. Dadurch entsteht Platz für die Stimme.

Pauken sind ein wichtiges Mittel, um eine orchestrale Steigerung körperlich spürbar zu machen. In der Disturbed-Fassung erscheinen perkussive Kräfte erst später und verstärken so den Eindruck eines anwachsenden Klangraums.
Extension:Score – Dynamik als Modell
Das folgende Notenbeispiel ist kein Ausschnitt aus der urheberrechtlich geschützten Melodie. Es ist ein eigens erstelltes didaktisches Modell, das zeigt, wie sich ein gleichbleibender Fis-Moll-Klang allein durch zunehmende Dynamik verändern kann.

Höre oder lies das Modell von pp bis ff. Übertrage anschließend die Idee auf Disturbed: Die echte Aufnahme steigert ihre Wirkung zusätzlich durch wechselnde Instrumentation, Registererweiterung und eine immer intensivere Gesangsgestaltung.
Tonart, Register und Klangfarbe
Die Disturbed-Fassung wird üblicherweise in Fis-Moll notiert. Besonders prägnant ist der tiefe Beginn von David Draimans Stimme. Die dunkle Klangfarbe schafft einen starken Kontrast zur späteren, deutlich kraftvolleren Gesangsgestaltung.
Bei einer Gesangsanalyse solltest Du nicht nur nach „hoch“ und „tief“ unterscheiden. Untersuche auch:
- Register: In welchem Tonhöhenbereich bewegt sich die Stimme?
- Klangfarbe: Klingt die Stimme weich, dunkel, rau, hell oder metallisch?
- Artikulation: Wie deutlich werden Konsonanten und Vokale geformt?
- Dynamik: Wie verändert sich die Lautstärkewirkung?
- Phrasierung: Wo werden Wörter gedehnt, zurückgenommen oder besonders betont?
David Draimans Gesang
David Draimans Interpretation lebt stark von kontrollierten Gegensätzen. Am Anfang singt er vergleichsweise ruhig und tief. Später erhöht er die klangliche Spannung durch stärkeren Stimmansatz, größere Resonanz, verlängerte Töne und eine rauere, druckvollere Färbung. Entscheidend ist dabei, dass die Intensität nicht von Anfang an maximal ist. Die Stimme entwickelt sich parallel zum Arrangement.

Beim Hören kannst Du eine Vokalkurve zeichnen: Trage auf einer waagerechten Zeitachse ein, wie Du die gesangliche Intensität empfindest. Vergleiche diese Kurve mit einer zweiten Kurve für die Instrumentendichte.
Orchesterklang statt typischer Metalwand
Obwohl Disturbed als Metalband bekannt ist, beginnt diese Aufnahme nicht mit verzerrten Gitarren, vollem Schlagzeug oder einem massiven Bandklang. Stattdessen wird ein orchestraler Klangraum aufgebaut. Besonders wichtig sind Klavier, akustische beziehungsweise zurückgenommene Gitarrenfarben, Streicher, Percussion und Pauken.
Der Ausdruck „Orchesterklang“ bedeutet hier nicht, dass zu jedem Zeitpunkt ein vollständiges Sinfonieorchester spielt. Gemeint ist vor allem die orchestrale Denkweise: Instrumentengruppen werden schichtweise eingesetzt, Register werden erweitert und Klangfarben gezielt zur Steigerung kombiniert.
Vergleich mit dem Original
Simon & Garfunkel und Disturbed im direkten Hörvergleich
| Merkmal | Simon & Garfunkel | Disturbed |
|---|---|---|
| Grundcharakter | Folk- beziehungsweise Folk-Rock-Tradition | Rockballade mit orchestralem Spannungsaufbau |
| Gesang | eng geführter zweistimmiger Klang von Paul Simon und Art Garfunkel | solistisch dominierender Gesang von David Draiman |
| Beginn | akustisch und gitarrenbezogen | Klavier und tiefe Stimme |
| Instrumentale Entwicklung | vergleichsweise transparent, in der bekannten 1965er Fassung mit später ergänzter Rockbegleitung | schrittweise Verdichtung mit orchestral wirkenden Klangfarben |
| Dynamische Dramaturgie | eher zurückhaltend und songorientiert | sehr weit gespannter Aufbau bis zu einem massiven Höhepunkt |
| Klangfarbe | hellere Vokalblendung, Folk-Rock-Charakter | dunkler Beginn, später rauere und kraftvollere Vokalfarbe |
| Wirkung des Textes | Intimität, Beobachtung und poetische Distanz | dramatische Zuspitzung derselben Textvorlage |
Wichtig ist: Eine Coverversion ist keine bloße Kopie. Sie kann als Interpretation verstanden werden. Disturbed verändert Tempoempfinden, Register, Dynamik, Instrumentation und Stimmcharakter so deutlich, dass der bekannte Song in einem neuen ästhetischen Rahmen erscheint.
Hörvergleich als Analyseverfahren
Für einen systematischen Vergleich kannst Du zwei Hörprotokolle anlegen. Verwende für jede Version dieselben Kategorien: Beginn – Stimme – Instrumente – Dynamik – Höhepunkt – Schluss – Gesamteindruck. Formuliere zunächst nur Beobachtungen und trenne sie von Deiner Deutung.
Beispiel:
| Beobachtung | Deutung |
|---|---|
| Die Begleitung ist am Anfang sehr dünn. | Dadurch wirkt die Stimme besonders nah und verletzlich. |
| Später treten mehr Klangschichten hinzu. | Die Textaussage erscheint zunehmend dringlich. |
| Die Stimme wird kräftiger und rauer. | Die Interpretation kann als emotionale Zuspitzung verstanden werden. |
Diese Trennung ist für Musikanalyse wichtig: „Ich höre mehr Instrumente“ ist eine Beobachtung. „Dadurch wirkt die Szene bedrohlicher“ ist bereits eine Deutung.
Lyrics und Textdeutung
Die vollständigen Lyrics werden hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben. Für die Analyse genügt ein sehr kurzer, rechtlich begrenzter Ausschnitt aus der bekannten Eröffnungszeile:
„Hello darkness, my old friend“
Der restliche Text wird ausschließlich paraphrasiert. Er arbeitet mit Bildern von Dunkelheit, Stille, Einsamkeit, gestörter Kommunikation, Menschenmengen und öffentlicher Zeichenwelt. Ein wiederkehrender Gegensatz besteht darin, dass Menschen zwar anwesend sind, aber nicht wirklich miteinander in Verbindung treten. Dadurch eignet sich der Song besonders für Deutungen zu Kommunikation, Entfremdung, Einsamkeit, Massenkultur und der Frage, ob Sprache andere Menschen tatsächlich erreicht.
Zusammenhang von Text und Musik
Bei Simon & Garfunkel bleibt die musikalische Oberfläche lange transparent. Dadurch kann die poetische Sprache sehr direkt wahrgenommen werden. Disturbed verstärkt dagegen die emotionalen Kontraste des Textes mit einer großen dynamischen Kurve. Stille und Zurückhaltung sind am Anfang nicht nur Thema, sondern werden klanglich erfahrbar. Später wirkt die Musik zunehmend größer, dichter und dringlicher.
Eine mögliche Deutung lautet daher: Die Disturbed-Fassung verwandelt einen Text über Kommunikationslosigkeit in eine musikalische Steigerung von innerer Beobachtung zu öffentlicher Dringlichkeit. Diese Deutung ist begründbar, aber nicht die einzig mögliche.
Musikvideo und Bildsprache
Das offizielle Musikvideo wurde von Matt Mahurin inszeniert. Die Schwarz-Weiß-Ästhetik, starke Hell-Dunkel-Kontraste, Nahaufnahmen und symbolische Bildmotive unterstützen den ernsten Charakter der Aufnahme.
Untersuche das Video mit drei Ebenen:
- Mise-en-scène: Welche Räume, Körper, Objekte und Lichtquellen werden gezeigt?
- Montage: Werden Schnitte im Verlauf schneller oder dichter?
- Audiovisuelle Analyse: Fallen musikalische Höhepunkte mit visuellen Veränderungen zusammen?
Eine besonders ergiebige Aufgabe besteht darin, das Video einmal ohne Ton und die Musik einmal ohne Bild zu analysieren. Erst danach werden beide Beobachtungen zusammengeführt.
Coverversion als musikalische Neuschöpfung
Eine Coverversion übernimmt ein bereits vorhandenes Lied, kann aber dessen ästhetische Wirkung erheblich verändern. Bei Disturbed bleiben Komposition und Text von Paul Simon erkennbar, während das Arrangement eine neue Klangwelt schafft.
Für eine Coveranalyse sind folgende Fragen zentral:
- Welche Elemente des Originals bleiben erhalten?
- Welche Parameter werden verändert?
- Wie verändert sich dadurch die Wirkung des Textes?
- Welche Erwartungen an das Genre werden bestätigt oder gebrochen?
- Welche Rolle spielen Stimme, Produktion und Aufnahmetechnik?
Gerade bei The Sound of Silence ist der letzte Punkt wichtig: Simon & Garfunkels Geschichte enthält bereits selbst eine berühmte Produktionsveränderung, weil die ursprünglich akustische Aufnahme 1965 durch Overdubs in Richtung Folk-Rock umgestaltet wurde. Disturbed setzt Jahrzehnte später eine weitere Transformation daneben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Von wem stammt die Komposition The Sound of Silence? (Paul Simon) (!David Draiman) (!Kevin Churko) (!Tom Wilson)
Auf welchem Disturbed-Album erschien die Coverversion 2015? (Immortalized) (!Believe) (!Asylum) (!The Sickness)
Welches Instrument prägt den Beginn der Disturbed-Fassung besonders deutlich? (Klavier) (!Trompete) (!Banjo) (!Synthesizerbass)
Wer singt die Disturbed-Version? (David Draiman) (!Paul Simon) (!Art Garfunkel) (!Kevin Churko)
Welches musikalische Mittel trägt besonders zum dramatischen Spannungsaufbau bei? (Zunehmende Dynamik und Klangdichte) (!Durchgehend gleichbleibende Lautstärke) (!Ein plötzliches Wechseln in einen schnellen Walzer) (!Vollständiger Verzicht auf Begleitung)
Welche Aussage beschreibt die bekannte 1965er Fassung von Simon und Garfunkel korrekt? (Sie erhielt nachträglich elektrische Overdubs) (!Sie wurde von Disturbed produziert) (!Sie entstand als reine Orchesteraufnahme) (!Sie wurde zuerst 2015 veröffentlicht)
Welche Instrumentengruppe unterstützt den orchestralen Charakter der Disturbed-Fassung? (Streicher) (!Blockflötenensemble) (!Dudelsäcke) (!Steel Drums)
Was bedeutet Crescendo? (Allmählich lauter werden) (!Allmählich langsamer werden) (!Plötzlich verstummen) (!Eine Oktave tiefer spielen)
Welche Unterscheidung ist für eine Musikanalyse besonders wichtig? (Beobachtung und Deutung) (!Titel und Dateiname) (!Konzertticket und Albumpreis) (!Bühnenhöhe und Sitzplatznummer)
Wofür wurde Disturbeds Livefassung bei den Grammy Awards 2017 nominiert? (Best Rock Performance) (!Best Opera Recording) (!Best Jazz Solo) (!Best Spoken Word Album)
Memory
| David Draiman | Gesang bei Disturbed |
| Paul Simon | Komponist des Songs |
| Kevin Churko | Produzent der Disturbed-Aufnahme |
| Crescendo | Zunehmende Lautstärke |
| Pauken | Dramatische Percussionfarbe |
| Simon und Garfunkel | Berühmte Originalinterpreten |
| Immortalized | Disturbed-Album von 2015 |
| Coverversion | Neuinterpretation eines bestehenden Songs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Klavier | prägt den Beginn der Disturbed-Fassung |
| Streicher | erweitern den orchestralen Klangraum |
| Pauken | verstärken die spätere dramatische Steigerung |
| Gesang | verändert sich von zurückhaltend zu kraftvoll |
| Dynamik | trägt wesentlich zum Spannungsbogen bei |
Kreuzworträtsel
| Draiman | Wie lautet der Nachname des Sängers von Disturbed? |
| Simon | Wie lautet der Nachname des Komponisten des Songs? |
| Garfunkel | Wie lautet der Nachname von Art, dem Duopartner von Paul? |
| Churko | Wie lautet der Nachname des Produzenten der Disturbed-Aufnahme? |
| Pauken | Welche Schlaginstrumente verstärken den orchestralen Höhepunkt? |
| Crescendo | Welcher musikalische Begriff bezeichnet ein allmähliches Lauterwerden? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre die Disturbed-Fassung und notiere fünf Zeitpunkte, an denen Du eine deutliche Veränderung der Klangdichte wahrnimmst.
- Instrumentenkunde: Erstelle eine Bildcollage mit Klavier, Streichern und Pauken und erkläre jeweils in einem Satz ihre Funktion im Arrangement.
- Dynamikkurve: Zeichne eine Kurve vom Beginn bis zum Höhepunkt und markiere Stellen, an denen sich die Lautstärkewirkung deutlich verändert.
- Musikvideoanalyse: Wähle drei Standbilder aus dem offiziellen Video und beschreibe Licht, Perspektive und Stimmung ohne zunächst zu deuten.
Standard
- Coverversion: Vergleiche eine Strophe in der Fassung von Simon & Garfunkel mit derselben Stelle bei Disturbed. Trenne Beobachtung und Deutung.
- Gesangsanalyse: Beschreibe, wie sich David Draimans Klangfarbe im Verlauf verändert. Verwende mindestens fünf Fachbegriffe.
- Arrangement: Erstelle eine grafische Partitur mit Symbolen für Stimme, Klavier, Streicher und Percussion und zeige damit den Spannungsaufbau.
- Audiovisuelle Analyse: Prüfe, ob musikalische Höhepunkte und auffällige Bildwechsel im Musikvideo zusammenfallen. Dokumentiere mindestens vier Beispiele.
Schwer
- Interpretationsvergleich: Verfasse eine ausführliche Analyse darüber, wie dieselbe Textvorlage durch zwei unterschiedliche Arrangements verschiedene Wirkungen entfalten kann.
- Musikproduktion: Produziere mit einer DAW eine eigene 60-sekündige Klangstudie, die nur durch Instrumentation und Dynamik von sehr leise zu sehr intensiv wächst. Verwende keine Melodie des Songs.
- Interview: Befrage eine Sängerin, einen Sänger oder eine Musiklehrkraft dazu, wie tiefe Register, Resonanz und Dynamik die Wirkung einer Ballade beeinflussen. Werte die Antworten aus.
- Forschungsprojekt: Untersuche drei weitere Coverversionen bekannter Songs und entwickle Kriterien, mit denen sich der Grad musikalischer Transformation beschreiben lässt.


Lernkontrolle
- Spannungsaufbau: Erkläre anhand von mindestens drei musikalischen Parametern, warum die Disturbed-Fassung trotz relativ ruhigem Beginn zunehmend dramatisch wirkt.
- Coveranalyse: Zeige, wie eine Coverversion gleichzeitig Wiedererkennung und Neuinterpretation erzeugen kann. Beziehe Dich auf konkrete hörbare Merkmale.
- Text-Musik-Beziehung: Entwickle eine Deutung dafür, wie das Thema gestörter Kommunikation durch die musikalische Entwicklung der Disturbed-Version verstärkt oder verändert wird.
- Vergleichende Musikanalyse: Begründe, weshalb ein Vergleich von Original und Cover nur dann überzeugend ist, wenn dieselben Analysekategorien auf beide Fassungen angewendet werden.
- Produktion und Wirkung: Erkläre, wie Instrumentendichte, Register, Hallwirkung und Percussion die wahrgenommene Größe eines Arrangements beeinflussen können.
- Transfer: Wähle einen anderen bekannten Song und entwirf ein alternatives Arrangement, das seine Wirkung vollständig verändert. Begründe Deine Entscheidungen zu Tempoempfinden, Dynamik, Instrumentation und Stimme.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten kennst, sondern musikalische Entscheidungen hörend erkennst, beschreibst und begründet deutest.
- Du kannst die historische Beziehung zwischen Simon & Garfunkel und der Disturbed-Coverversion erklären.
- Du kannst zentrale Instrumente und Klangschichten der Disturbed-Fassung identifizieren.
- Du kannst den dramatischen Spannungsaufbau mit Fachbegriffen wie Dynamik, Crescendo, Register, Instrumentation und Klangdichte beschreiben.
- Du kannst David Draimans Gesang differenziert nach Register, Klangfarbe, Artikulation, Phrasierung und Intensität untersuchen.
- Du kannst Original und Cover mit denselben Kriterien vergleichen.
- Du kannst Beobachtung und Interpretation voneinander unterscheiden.
- Du kannst eine eigene Deutung zur Text-Musik-Beziehung entwickeln und mit Hörbeispielen begründen.
- Du kannst urheberrechtlich verantwortungsvoll arbeiten und auf die vollständige Wiedergabe geschützter Lyrics oder Noten verzichten.
- Du kannst eine eigene grafische, schriftliche oder klangliche Analyse erstellen, die den Spannungsverlauf nachvollziehbar macht.
OERs zum Thema
Für freie Bildmedien eignen sich insbesondere die Wikimedia-Commons-Sammlungen zu Disturbed, David Draiman, Simon & Garfunkel, Klavier, Streicher und Pauken. Die in diesem aiMOOC eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons und können über ihre jeweilige Dateiseite mit Lizenzangaben geprüft werden.
Quellen und Vertiefung
- Library of Congress: Hintergrund zur Aufnahme von Sounds of Silence in das National Recording Registry und zur Geschichte der frühen Fassungen.
- Grammy Awards: Dokumentation der Nominierung von The Sound of Silence (Live on Conan) in der Kategorie Best Rock Performance.
- Wikipedia: Überblick zur Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des Songs und der Disturbed-Version.
- AllMusic: Produktions- und Mitwirkenden-Credits zum Album Immortalized.
- Wikimedia Commons: Freie Medien zu Disturbed.
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