Digitale Grundkompetenzen im Betrieb – Digitale Barrieren abbauen
Digitale Grundkompetenzen im Betrieb – Digitale Barrieren abbauen
Zielgruppe: Auszubildende aller Fachrichtungen
Kurzbeschreibung: In diesem Lernkurs übst Du vier Grundkompetenzen für digitale Barrierefreiheit im Betrieb: Lesbarkeit, Untertitel, Tastaturbedienung und zugängliche Dokumente. Du arbeitest an einem fiktiven Ausbildungsfall, triffst Entscheidungen und verbesserst digitale Inhalte Schritt für Schritt.
Sicherheitsrahmen: Alle Übungen finden nur mit fiktiven Daten in lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebungen statt. Nutze keine fremden Netze oder Produktivanlagen. Verwende keine echten Zugangsdaten, Kunden-, Beschäftigten- oder sonstigen personenbezogenen Daten. Lade betriebliche Dateien nicht ungefragt zu externen Prüfdiensten hoch.

Bild: Das Symbol steht hier für den Grundgedanken der digitalen Zugänglichkeit.
Videofall: W3C WAI führt in digitale Barrierefreiheit und grundlegende Standards ein. Untertitel sind verfügbar.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du digitale Barrieren im Arbeitsalltag erkennen, einfache Verbesserungen selbst umsetzen und begründen, wann spezialisierte Prüfung oder Unterstützung nötig ist.
Du kannst Lesbarkeit anhand von Kontrast und Skalierbarkeit beurteilen, Untertitel inhaltlich prüfen, einen Tastaturtest durchführen und ein strukturiertes Dokument für den barrierearmen beziehungsweise barrierefreien Export vorbereiten.
Ausbildungsfall: Projekt Nordlicht
Du bist Auszubildende oder Auszubildender im fiktiven Betrieb Nordlicht Werkstatt GmbH. Für die interne, lokale Schulungsumgebung soll eine kurze Einweisung zur ebenfalls fiktiven Verpackungsstation NW-17 verbessert werden.
Das Schulungspaket enthält eine Infoseite, ein 90-Sekunden-Video, ein Formular und eine PDF-Anleitung. Es gibt vier Barrieren: graue Schrift auf hellem Hintergrund, ein Video ohne Untertitel, eine Schaltfläche ohne erkennbare Tastaturfokussierung und eine PDF-Datei mit nur optisch formatierten Überschriften.
Dein Auftrag: Mache aus dem Paket eine besser zugängliche Lernressource. Alle Namen, Inhalte und Daten des Falls sind fiktiv.
Gestufte Hilfe zum Ausbildungsfall
Hilfestufe 1 – Beobachten: Frage Dich bei jedem Element: Kann ich es sehen, hören, bedienen und strukturiert erfassen?
Hilfestufe 2 – Prüfen: Nutze vier Prüfbrillen: Lesbarkeit, Medienalternative, Tastaturbedienung und Dokumentstruktur.
Hilfestufe 3 – Entscheiden: Verbessere zuerst Barrieren, die den Zugang vollständig verhindern. Prüfe danach Qualität und Komfort.
Lerneinheit 1: Lesbarkeit
Gute Lesbarkeit entsteht nicht durch eine einzige Schriftgröße. Entscheidend sind unter anderem Kontrast, klare Struktur, Vergrößerbarkeit und verständliche Gestaltung.
Für normalen Text nennt WCAG 2.2 auf Konformitätsstufe AA grundsätzlich ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1. Für großen Text gilt grundsätzlich 3:1. Text soll außerdem bis 200 Prozent vergrößerbar sein, ohne dass Inhalt oder Funktion verloren gehen.
Farbe darf wichtige Bedeutung nicht allein tragen. Ergänze zum Beispiel ein rotes Warnsignal durch Text oder ein eindeutiges Symbol.

Bild: Hoher Kontrast kann die Erkennbarkeit von Bedienelementen unterstützen.
Videofall: Ein klares Layout kann Barrieren reduzieren und Orientierung erleichtern.
Mini-Aufgabe Lesbarkeit
Basis: Vergleiche in einer lokalen Übungsdatei zwei Textvarianten. Welche ist leichter zu lesen?
Anwendung: Prüfe mit einem autorisierten Kontrastprüfer ein fiktives Farbpaar. Dokumentiere nur Ergebnis und Verbesserung.
Transfer: Entwickle für Deinen Ausbildungsbereich drei kurze Gestaltungsregeln, die nicht von einer bestimmten Software abhängen.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt nicht nur „größer“ oder „dunkler“, sondern beschreibt, welche Barriere reduziert wird. Kontrast und Skalierbarkeit sind überprüfbare Kriterien; persönliche Vorlieben allein reichen nicht.
Lerneinheit 2: Untertitel und Medienalternativen
Untertitel geben gesprochene Sprache und relevante nichtsprachliche Audioinformationen als synchronisierten Text wieder. Sie helfen besonders Menschen, die Audio nicht oder nicht vollständig wahrnehmen können, und sind auch in lauten oder stillen Arbeitsumgebungen nützlich.
Automatisch erzeugte Untertitel sind ein guter Start, müssen aber geprüft werden. Fachbegriffe, Namen, Zahlen und Warnhinweise dürfen nicht verfälscht werden.

Bild: Das CC-Symbol kennzeichnet häufig zuschaltbare Untertitel.

Bild: Untertitel müssen lesbar sein und zeitlich zum Inhalt passen.
Videofall: W3C WAI zeigt, warum Untertitel für unterschiedliche Nutzungssituationen wichtig sind.
Mini-Aufgabe Untertitel
Basis: Nenne zwei Informationen, die in Untertiteln neben gesprochenen Worten wichtig sein können.
Anwendung: Schreibe für den fiktiven Clip „NW-17 startet – Signalton – Förderband läuft“ drei kurze, zeitlich sinnvolle Untertitelzeilen.
Transfer: Formuliere eine betriebliche Prüffrage, mit der vor Veröffentlichung eines Lernvideos die Untertitelqualität kontrolliert wird.
Begründetes Feedback: Gute Untertitel übertragen die für das Verstehen relevanten Audioinformationen. Ein bloß automatisch erzeugtes Transkript genügt nicht, wenn Timing, Fachwörter oder bedeutungstragende Geräusche falsch sind.
Lerneinheit 3: Tastaturbedienung
Eine zentrale Anforderung digitaler Zugänglichkeit lautet: Funktionen sollen über eine Tastaturschnittstelle bedienbar sein, wenn die eigentliche Funktion keine pfadabhängige Zeigerbewegung erfordert.
Ein einfacher Praxistest beginnt ohne Maus. Mit Tab und Umschalt + Tab bewegst Du Dich typischerweise vorwärts und rückwärts. Je nach Bedienelement werden Enter, Leertaste oder Pfeiltasten genutzt.
Der Tastaturfokus muss sichtbar bleiben. Außerdem darf die Bedienung nicht in einem Element „gefangen“ bleiben.

Bild: Alternative Eingabegeräte können auf einer funktionierenden Tastaturschnittstelle aufbauen.
Videofall: W3C WAI zeigt die Bedeutung vollständiger Tastaturbedienbarkeit.
Tastatur-Kurztest
Nutze ausschließlich die lokale oder ausdrücklich freigegebene Schulungsoberfläche.
- Startpunkt: Lege die Maus beiseite und lade die Testseite neu.
- Navigation: Prüfe, ob alle interaktiven Elemente erreichbar sind.
- Fokus: Beobachte, ob Du jederzeit erkennst, welches Element aktiv ist.
- Aktion: Prüfe, ob Schaltflächen und Eingaben ohne Maus funktionieren.
- Rückweg: Prüfe, ob Du jedes Element wieder verlassen kannst.
Begründetes Feedback: Eine Seite ist nicht schon deshalb tastaturzugänglich, weil die Tab-Taste „irgendetwas“ auswählt. Alle relevanten Funktionen müssen erreichbar, bedienbar und nachvollziehbar fokussiert sein.
Lerneinheit 4: Zugängliche Dokumente
Barrierefreiheit beginnt im Ausgangsdokument. Nutze echte Formatvorlagen für Überschriften und Listen, statt nur Schriftgröße oder Fettdruck zu verändern.
Bilder brauchen passende Alternativtexte, wenn sie Information vermitteln. Tabellen sollen Daten strukturieren und klar gekennzeichnete Überschriften besitzen. Die Lesereihenfolge muss logisch sein.
Beim PDF-Export sind Struktur-Tags wichtig. Automatische Prüfungen helfen, ersetzen aber keine manuelle Prüfung.

Bild: Ein Alternativtext vermittelt die wesentliche Information eines Bildes in Textform.
Dokument-Check in 60 Sekunden
- Überschriften: Sind Überschriften als Überschriften ausgezeichnet?
- Alternativtext: Vermitteln informative Bilder eine sinnvolle Textalternative?
- Tabellen: Werden Tabellen nur für Daten genutzt und sind Kopfzellen erkennbar?
- Lesereihenfolge: Ergibt die Reihenfolge der Inhalte auch ohne visuelle Position Sinn?
- PDF-Export: Ist das PDF strukturiert beziehungsweise getaggt und anschließend geprüft?
Begründetes Feedback: Ein optisch schönes Dokument kann technisch unzugänglich sein. Semantische Struktur macht Beziehungen für Screenreader und andere Hilfsmittel erkennbar.
Praxisstation: Vier Barrieren, vier Entscheidungen
| Situation | Gute Entscheidung | Warum? |
|---|---|---|
| Die graue Hinweiszeile ist schwer lesbar. | Kontrast prüfen und Gestaltung anpassen. | Lesbarkeit soll nicht von sehr gutem Sehvermögen abhängen. |
| Das Video enthält einen Warnsignalton ohne Untertitelhinweis. | Den relevanten Ton im Untertitel kenntlich machen. | Nichtsprachliche Audioinformation kann sicherheitsrelevant sein. |
| Die Schaltfläche „Weiter“ ist nur per Maus erreichbar. | Tastaturbedienung in der autorisierten Testumgebung herstellen und erneut prüfen. | Ohne Tastaturalternative kann die Funktion unzugänglich sein. |
| Die PDF-Überschrift ist nur fett und größer. | Im Ausgangsdokument eine echte Überschriften-Formatvorlage verwenden. | Semantik ermöglicht strukturierte Navigation. |
Gestufte Hilfe für die Praxisstation
Stufe A – Hinweis: Ordne jede Barriere einem der vier Themenfelder zu.
Stufe B – Prüfkriterium: Frage nach Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und technischer Struktur.
Stufe C – Musterlösung: Verbessere Kontrast, ergänze Untertitel, stelle Tastaturbedienung sicher und verwende semantische Dokumentstrukturen.
Aufgaben mit Lernniveau und Feedback
Basisaufgabe
Markiere im Ausbildungsfall je eine Barriere aus den Bereichen Lesbarkeit, Video, Tastatur und Dokument.
Feedback: Vollständig ist Deine Lösung, wenn jede Barriere einem konkreten Nutzungshindernis zugeordnet ist. Die Aufgabe prüft Erkennen, noch nicht technische Detailkenntnis.
Anwendungsaufgabe
Erstelle in einer lokalen Datei eine kurze Arbeitsanweisung mit Überschrift, zwei Absätzen, einem informativen Bild mit Alternativtext und einer einfachen Datentabelle.
Feedback: Die Lösung ist gelungen, wenn die Struktur nicht nur optisch, sondern über die Funktionen des Programms ausgezeichnet ist. Das verbessert die maschinelle Interpretierbarkeit.
Transferaufgabe
Entwirf einen Freigabeprozess für neue digitale Ausbildungsunterlagen. Baue mindestens einen manuellen Test und eine Verantwortung für Nachbesserungen ein.
Feedback: Ein tragfähiger Prozess prüft Barrierefreiheit vor Veröffentlichung, nicht erst nach Beschwerden. Automatische Werkzeuge können unterstützen, aber menschliche Kontrolle bleibt nötig.
Fachlicher Rahmen
Die WCAG ordnen Anforderungen vier Prinzipien zu: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust. Für Dokumente werden viele dieser Grundideen ebenfalls genutzt; zusätzlich sind dokumentbezogene Standards und Anforderungen relevant.
In Deutschland können je nach Organisation, Angebot und Anwendungsbereich unter anderem das Behindertengleichstellungsgesetz, die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz eine Rolle spielen. Das BFSG ist seit dem 28. Juni 2025 in Kraft. Ob eine konkrete betriebliche Anwendung erfasst ist, muss für den jeweiligen Fall geprüft werden.
Dieser Kurs ersetzt keine Rechtsberatung und keine vollständige Konformitätsprüfung.
Quellen und Medienrechte
- WCAG: Web Content Accessibility Guidelines 2.2, W3C.
- Tastaturbedienung: How to Meet WCAG 2.2, W3C WAI.
- Untertitel: Captions/Subtitles, W3C WAI.
- Alternativtexte: Images Tutorial, W3C WAI.
- Barrierefreie Dokumente: Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
- Dokumentpraxis: Tipps zum Erstellen barrierefreier Dokumente, Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
- Rechtsrahmen: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
- Medienrecht Bild 1: Accessibility.svg, Wikimedia Commons, Lizenz laut Dateiseite.
- Medienrecht Bild 2: Hand-on-high-contrast-accessible-computer-keyboard.jpg, CC BY-SA 4.0.
- Medienrecht Bild 3: Closed captioning symbol.svg, Public Domain; Hinweise auf der Dateiseite beachten.
- Medienrecht Bild 4: Closed-Caption-Example.svg, Public Domain laut Dateiseite.
- Medienrecht Bild 5: Single switch onscreen keyboard.jpg, CC BY 2.0.
- Medienrecht Bild 6: Alt attribute example.png, CC BY-SA 4.0.
- W3C-WAI-Videos: Die eingebetteten Videos stammen vom offiziellen W3C-WAI-YouTube-Kanal. Die jeweilige Videobeschreibung erlaubt die Nutzung in Trainings und Präsentationen bei Verlinkung der Quelle. Videos nicht außerhalb der angegebenen Rechte ungefragt neu hochladen oder bearbeiten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Maßnahme verbessert die Lesbarkeit normalen Textes nach WCAG 2.2 besonders konkret? (Ein ausreichendes Kontrastverhältnis von grundsätzlich mindestens 4,5 zu 1) (!Alle Texte ausschließlich in Großbuchstaben schreiben) (!Farbe als einziges Warnsignal verwenden) (!Jeden Text als Bild einfügen)
Was gehört in gute Untertitel, wenn es für das Verständnis wichtig ist? (Relevante Sprache und relevante nichtsprachliche Audioinformationen) (!Nur der Name der sprechenden Person) (!Nur einzelne Fachwörter) (!Nur sichtbare Texte aus dem Bild)
Was ist beim automatischen Erzeugen von Untertiteln sinnvoll? (Die Untertitel anschließend fachlich und zeitlich prüfen) (!Die Rohfassung ungeprüft veröffentlichen) (!Warnhinweise aus den Untertiteln entfernen) (!Nur die Satzzeichen kontrollieren)
Was prüfst Du beim Tastaturtest zuerst? (Ob alle relevanten Funktionen ohne Maus erreichbar und bedienbar sind) (!Ob die Maus besonders schnell reagiert) (!Ob alle Schaltflächen dieselbe Farbe haben) (!Ob der Bildschirm sehr hell eingestellt ist)
Warum ist ein sichtbarer Tastaturfokus wichtig? (Er zeigt, welches Bedienelement gerade aktiv ist) (!Er erhöht automatisch die Lautstärke) (!Er ersetzt Untertitel in Videos) (!Er verschlüsselt das Dokument)
Welche Dokumentgestaltung unterstützt Screenreader besonders? (Echte Überschriften und strukturierte Formatvorlagen) (!Überschriften nur durch Fettdruck darstellen) (!Abstände ausschließlich mit Leerzeichen erzeugen) (!Tabellen für jede Seitenaufteilung verwenden)
Was ist für ein informatives Bild in einem Dokument besonders wichtig? (Ein zum Zweck des Bildes passender Alternativtext) (!Ein möglichst langer Dateiname) (!Eine zufällige Bildunterschrift) (!Ein farbiger Rahmen ohne Beschreibung)
Du entdeckst eine Barriere in einer internen Schulungsdatei. Was ist die sichere Übungsentscheidung? (Eine lokale oder ausdrücklich autorisierte Testkopie mit fiktiven Daten verwenden) (!Die Produktivdatei ohne Freigabe verändern) (!Echte Kundendaten in einen öffentlichen Prüfdienst hochladen) (!Zugangsdaten mit anderen Lernenden teilen)
Ein Warnhinweis wird nur durch Rot und Grün unterschieden. Was ist die beste Verbesserung? (Ein zusätzliches Symbol oder einen eindeutigen Text ergänzen) (!Die Farben noch ähnlicher machen) (!Den Warnhinweis verkleinern) (!Den Text vollständig entfernen)
Was ist bei der Prüfung eines barrierefreien PDF sinnvoll? (Automatische Prüfungen mit manueller Prüfung kombinieren) (!Nur auf das Dateisymbol schauen) (!Nur die Dateigröße vergleichen) (!Nur den Ausdruck auf Papier prüfen)
Memory
| Kontrast | Lesbarkeit zwischen Text und Hintergrund |
| Untertitel | Synchronisierte Textfassung relevanter Audioinformationen |
| Tastaturfokus | Sichtbare Markierung des aktiven Bedienelements |
| Alternativtext | Textliche Alternative für Bildinformation |
| Formatvorlage | Semantische Struktur für Überschriften und Absätze |
| Lesereihenfolge | Logische Abfolge für assistive Technologien |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kontrastprüfung | Lesbarkeit |
| Zeitlich synchroner Text | Untertitel |
| Sichtbarer Fokus | Tastaturbedienung |
| Semantische Überschrift | Dokumentstruktur |
| Fiktive Testdaten | Sicheres Üben |
Entscheidungssituation
| Entscheidung | Passende Reaktion |
|---|---|
| Video vor Veröffentlichung | Untertitel fachlich prüfen |
| Schaltfläche nur per Maus | Tastaturbedienung korrigieren |
| Grauer Text auf hellem Grund | Kontrast messen und verbessern |
| PDF ohne Struktur-Tags | Ausgangsdokument und Export prüfen |
| Externer Prüfdienst fordert Upload | Nur ausdrücklich freigegebene fiktive Datei verwenden |
Kreuzworträtsel
| Kontrast | Welcher Begriff beschreibt das Helligkeitsverhältnis zwischen Text und Hintergrund? |
| Untertitel | Wie heißt die synchronisierte Textdarstellung relevanter Audioinformationen? |
| Tastatur | Welches Eingabegerät soll viele digitale Funktionen vollständig bedienen können? |
| Fokus | Wie heißt die sichtbare Markierung des aktuell aktiven Bedienelements? |
| Alternativtext | Wie heißt die textliche Ersatzinformation für ein informatives Bild? |
| Lesereihenfolge | Wie heißt die logische Abfolge, in der Inhalte von assistiven Technologien verarbeitet werden? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Barrieren-Fotoanalyse: Suche in einer selbst erstellten, fiktiven Bildschirmansicht zwei visuelle Barrieren und beschreibe Verbesserungen.
- Untertitel-Kurzfall: Erstelle für einen selbst aufgenommenen 20-Sekunden-Übungsclip mit fiktivem Inhalt passende Untertitel.
- Tastatur-Protokoll: Teste eine lokale Übungsseite ausschließlich mit der Tastatur und protokolliere fünf Schritte.
- Dokument-Check: Erstelle eine einseitige Übungsdatei und prüfe Überschriften, Alternativtext und Lesereihenfolge.
Standard
- Vorher-Nachher-Vergleich: Gestalte eine schlecht lesbare fiktive Infoseite neu und begründe drei Änderungen.
- Untertitel-Qualitätsprüfung: Vergleiche automatisch erzeugte Untertitel eines eigenen Übungsvideos mit einer manuell korrigierten Fassung.
- Barrierefreiheits-Interview: Befrage eine zuständige Person im Ausbildungsbetrieb zu bestehenden Prüfprozessen, ohne personenbezogene oder vertrauliche Daten zu dokumentieren.
- Dokumentwerkstatt: Erstelle aus einer lokalen, fiktiven Textdatei ein strukturiertes Dokument und prüfe den Export.
Schwer
- Freigabeprozess: Entwickle einen barrierebewussten Freigabeprozess für neue digitale Ausbildungsunterlagen.
- Testleitfaden: Formuliere einen kurzen betrieblichen Leitfaden für Tastatur-, Medien- und Dokumenttests.
- Schulungskonzept: Plane eine zehnminütige Mikro-Schulung für andere Auszubildende mit Bild, Videofall und Entscheidungssituation.
- Transferprojekt: Analysiere mit ausdrücklicher Freigabe eine lokale Testkopie einer Ausbildungsressource, priorisiere Barrieren und begründe eine Umsetzungsreihenfolge.


Lernkontrolle
- Priorisierung: Im Ausbildungsfall treten gleichzeitig schlechter Kontrast, fehlende Untertitel und ein kleiner Tippfehler auf. Begründe, welche Probleme Du zuerst behandelst und warum.
- Transfer Tastatur: Eine neue interne Lernanwendung kann mit Tab erreicht werden, aber ein Dialog lässt sich ohne Maus nicht schließen. Erkläre, warum der Tastaturtest nicht bestanden ist und wie Du weiter vorgehst.
- Medienentscheidung: Ein automatisch untertiteltes Sicherheitsvideo gibt eine Warnzahl falsch wieder. Entwickle einen Prüf- und Freigabeschritt, der solche Fehler vor Veröffentlichung auffängt.
- Dokumentenstrategie: Ein PDF ist optisch klar, besitzt aber keine erkennbare Struktur. Beschreibe, warum eine Überarbeitung im Ausgangsdokument sinnvoller sein kann als rein kosmetische Änderungen am PDF.
- Betrieblicher Prozess: Entwirf eine einfache Rollenverteilung zwischen Erstellung, Prüfung und Freigabe digitaler Ausbildungsunterlagen und begründe, wo eine manuelle Prüfung nötig ist.
- Sicheres Testen: Eine Kollegin schlägt vor, eine echte Kundendatei zu einem öffentlichen Prüfdienst hochzuladen. Entwickle eine sichere Alternative und begründe sie.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Barrieren nicht nur benennst, sondern ihre Auswirkung erklärst und passende Maßnahmen auswählst.
- Lesbarkeit nachweisen: Du kannst Kontrast, Skalierbarkeit und eindeutige visuelle Kennzeichnung begründet beurteilen.
- Medien zugänglich machen: Du kannst Untertitel auf Inhalt, Timing und relevante Geräusche prüfen.
- Tastaturtest durchführen: Du kannst Erreichbarkeit, Bedienbarkeit, Fokus und Rückweg systematisch testen.
- Dokumente strukturieren: Du kannst Überschriften, Bilder, Tabellen und Lesereihenfolge sinnvoll vorbereiten.
- Qualität sichern: Du kannst automatische und manuelle Prüfungen sinnvoll kombinieren.
- Sicher handeln: Du arbeitest ausschließlich mit lokalen oder autorisierten Testumgebungen und fiktiven Daten.
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