Digitale Elektronik und Mikrocontroller – PWM zur Ansteuerung verstehen
Einleitung
Digitale Elektronik und Mikrocontroller – PWM zur Ansteuerung verstehen
Zielgruppe: Ausbildung in Elektronik, Mechatronik, Automatisierungstechnik und verwandten Berufen
Kurzbeschreibung: Mit der Pulsweitenmodulation (PWM) steuerst Du die mittlere Wirkung eines digitalen Schaltsignals. Entscheidend sind Tastgrad, Periodendauer und Frequenz.
Lernziel: Du kannst PWM-Signaldiagramme lesen, Tastgrade berechnen, eine virtuelle LED-Ansteuerung programmieren und Grenzen der Technik erklären.
Lernzeit: ca. 60–75 Minuten einschließlich Simulation, Übungen und Lernkontrolle.

Beobachtungsfrage: Was verändert sich an der Länge der High-Impulse, wenn der Tastgrad steigt?
Sicherheit und Lernumgebung
Alle praktischen Kursaufgaben werden ausschließlich in virtuellen Schaltungssimulationen durchgeführt. Alternativ können durch den Ausbildungsbetrieb bereitgestellte, geprüfte und berührungssichere Schulungsmodelle verwendet werden, sofern die fachliche Aufsicht und die erforderlichen betrieblichen Vorgaben sichergestellt sind.
Reale Elektroarbeiten dürfen nur durch entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen im Rahmen der geltenden Sicherheitsvorgaben ausgeführt werden. Schaltbilder und Simulationen sind keine Montageanleitungen oder Freigaben für reale Anlagen.
Wichtig: Weder ein bestandenes Quiz noch ein erfolgreicher Simulationsversuch erteilt eine Berechtigung zu Elektroarbeiten oder zur Inbetriebnahme.
Kursübersicht
| Lerneinheit | Zeit | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. PWM erkennen | 5 Minuten | High- und Low-Phasen unterscheiden |
| 2. Tastgrad berechnen | 8 Minuten | Signaldiagramme auswerten |
| 3. Mittlere Wirkung | 8 Minuten | Spannungsmittelwert erklären |
| 4. Mikrocontroller-Simulation | 15 Minuten | LED virtuell dimmen |
| 5. Ansteuerung verstehen | 8 Minuten | Schaltstufen und Grenzen erklären |
| Übungen und Lernnachweis | 20–30 Minuten | Wissen anwenden und übertragen |
Ausbildungsfall: Dimmbare Statusanzeige
Ausgangssituation: In einem Ausbildungsprojekt soll die Helligkeit einer nicht sicherheitsrelevanten Status-LED an einem virtuellen Prüfplatz verändert werden.
Ein simulierter Arduino Uno steuert die LED über PWM am digitalen Ausgang D9.
| Betriebszustand | PWM-Tastgrad | Gewünschte Wirkung |
|---|---|---|
| Ruheanzeige | 25 % | Gedimmte LED |
| Betriebsanzeige | 50 % | Mittlere Helligkeitsstufe |
| Hervorgehobene Anzeige | 75 % | Höhere Helligkeitsstufe |
Die Prozentwerte beschreiben den elektrischen Tastgrad, nicht unmittelbar den Prozentsatz der wahrgenommenen Helligkeit.
Dein Auftrag: Berechne die Tastgrade, verändere die PWM-Werte in einer sicheren Simulation und dokumentiere Deine Beobachtungen.
Lerneinheit 1: PWM erkennen
PWM bedeutet Pulse Width Modulation oder Pulsweitenmodulation. Ein digitaler Ausgang wechselt zwischen zwei Pegeln.
| Signalzustand | Bedeutung |
|---|---|
| HIGH | Einschaltphase |
| LOW | Ausschaltphase |
| Periode T | Dauer eines vollständigen Signalzyklus |
| Tastgrad D | Anteil der Einschaltzeit an der Periode |

Merksatz: Bei konstanter Periodendauer verändert PWM die Länge der Einschaltphase.
Videobeobachtung: Suche die Stellen, an denen kurze und lange Einschaltimpulse verglichen werden. Die gezeigten Hardwarearbeiten werden nicht nachgebaut.
Basisaufgabe 1
Eine LED wird pro Periode gleich lange eingeschaltet und ausgeschaltet.
Frage: Wie groß ist der Tastgrad?
Feedback: 50 % sind richtig, weil die Einschaltzeit die Hälfte der gesamten Periode beträgt. Die Signalhöhe muss dafür nicht verändert werden.
Lerneinheit 2: Tastgrad und Frequenz
Der Tastgrad wird aus der Einschaltzeit und der Periodendauer berechnet.
Die Frequenz beschreibt, wie viele Perioden pro Sekunde stattfinden.

Signaldiagramm zum Vergleichen
Im folgenden vereinfachten Zeitraster umfasst jede Periode acht gleich lange Abschnitte.
Periode 1 Periode 2
|--------| |--------|
25 % HIGH: ██░░░░░░ ██░░░░░░
50 % HIGH: ████░░░░ ████░░░░
75 % HIGH: ██████░░ ██████░░
█ = HIGH
░ = LOW
Achtung: Das Raster veranschaulicht Pegelzustände. Für genaue zeitliche Flanken und Messungen werden die Signaldiagramme und der virtuelle Logikanalysator verwendet.
Rechenbeispiel
Gegeben: T = 2 ms und t_ein = 0,5 ms.
Die Frequenz beträgt:
Basisaufgabe 2
Gegeben: T = 4 ms und t_ein = 3 ms.
Berechne den Tastgrad.
Feedback: 75 % sind richtig. Die Einschaltzeit wird durch die gesamte Periodendauer geteilt. Wer 25 % berechnet, hat wahrscheinlich die Ausschaltzeit verwendet.
Videobeobachtung: Achte auf das Oszilloskopbild. Welche Eigenschaft des Rechtecksignals wird durch den PWM-Wert verändert? Verwende das Video nur zur Analyse.
Lerneinheit 3: Tastgrad und mittlere Wirkung
PWM verändert nicht kontinuierlich die Spannungshöhe des digitalen Ausgangs. Stattdessen wird zwischen HIGH und LOW geschaltet.
Bei einem idealen PWM-Signal mit 0 V und 5 V gilt für den zeitlichen Mittelwert:
Dabei muss D als Dezimalzahl zwischen 0 und 1 eingesetzt werden.
| Tastgrad | Idealer Spannungsmittelwert |
|---|---|
| 0 % | 0 V |
| 25 % | 1,25 V |
| 50 % | 2,5 V |
| 75 % | 3,75 V |
| 100 % | 5 V |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt den rechnerischen Mittelwert am PWM-Ausgang. An diesem liegt ohne Glättung weiterhin eine Folge von High- und Low-Pegeln an.
Eine LED kann bei ausreichend schneller Schaltung als gedimmt erscheinen. Ihre wahrgenommene Helligkeit ist aber nicht zwangsläufig proportional zum Tastgrad.
LED-Stromlaufbild

Das Bild zeigt das Grundprinzip einer LED mit Vorwiderstand in einem geschlossenen Stromkreis. Für den virtuellen Ausbildungsfall ersetzt der geeignete PWM-Ausgang die dargestellte schaltende Spannungsquelle.

Beachte: Die LED besitzt eine Anode und eine Kathode. Der Vorwiderstand begrenzt den Strom. Der Widerstandswert und die elektrischen Grenzwerte müssten bei realer Hardware fachgerecht geprüft werden.
Videobeobachtung: Erkläre, warum eine LED unterschiedlich hell erscheinen kann, obwohl der Mikrocontroller digitale Pegel erzeugt. Hardwareaufbauten im Video sind keine Arbeitsaufträge.
Anwendungsaufgabe 1
Eine ideale PWM-Spannung wechselt zwischen 0 V und 5 V. Der Tastgrad beträgt 40 %.
Berechne den Spannungsmittelwert und erkläre, warum dies keine konstante Ausgangsspannung von 2 V bedeutet.
Feedback: Der Mittelwert beträgt 2 V. Richtig ist die Erklärung, dass der Ausgang ohne Filter weiter zwischen 0 V und 5 V schaltet. Die Gleichsetzung von Mittelwert und tatsächlichem Spannungsverlauf wäre fachlich falsch.
Lerneinheit 4: PWM am Mikrocontroller simulieren
Der Arduino Uno R3 besitzt mehrere PWM-fähige Ausgänge. Dazu gehört Pin D9.
Mit analogWrite(Pin, Wert) wird dort ein PWM-Signal erzeugt. Bei der üblichen 8-Bit-Auflösung entsprechen Werte von 0 bis 255 den Tastgraden von 0 bis 100 %.
| Tastgrad | Näherungsweiser PWM-Wert |
|---|---|
| 0 % | 0 |
| 25 % | 64 |
| 50 % | 128 |
| 75 % | 191 |
| 100 % | 255 |
Hinweis: Die angegebenen Werte gelten für die hier verwendete Arduino-Uno-R3-Simulation. Andere Mikrocontroller können andere PWM-Auflösungen und Ausgangseigenschaften besitzen.
Virtuelle Schaltung starten
Simulator: Wokwi – Arduino Fade
Arbeitsauftrag:
- Öffne die verlinkte Simulation im Browser.
- Starte die Simulation und beobachte die LED.
- Erstelle eine bearbeitbare Kopie oder verwende eine eigene virtuelle Schaltung.
- Setze den PWM-Wert zunächst auf 64, danach auf 128 und zuletzt auf 191.
- Vergleiche die sichtbare Wirkung und dokumentiere den Unterschied zum elektrischen Tastgrad.
Der folgende Beispielcode kann in einer eigenen Arduino-Uno-Simulation mit virtuell angeschlossener, strombegrenzter LED an D9 verwendet werden:
const int ledPin = 9;
int pwmWert = 64;
void setup() {
pinMode(ledPin, OUTPUT);
}
void loop() {
analogWrite(ledPin, pwmWert);
}
Ändere nur die Variable pwmWert auf 128 beziehungsweise 191 und starte die Simulation erneut.
Achtung: Die simulierte LED-Darstellung kann eine Helligkeitskorrektur besitzen. Daher sind die angezeigten Helligkeitsunterschiede nicht als kalibrierte optische Messwerte zu verstehen.
Signal virtuell messen
Wokwi – PWM mit virtuellem Logikanalysator
Anleitung zum Wokwi-Logikanalysator
Der virtuelle Logikanalysator zeichnet digitale Pegel auf. Die exportierten Signaldaten können beispielsweise mit PulseView ausgewertet werden.
Messauftrag: Vergleiche zwei simulierte PWM-Signale bei gleichem Takt und unterschiedlichem Tastgrad. Miss die Einschaltzeit und die Periodendauer.
Anwendungsaufgabe 2
Die Statusanzeige benötigt einen Tastgrad von ungefähr 75 %.
Frage: Welchen Wert verwendest Du in der Arduino-Uno-R3-Simulation?
Feedback: Der Wert 191 ist eine geeignete Annäherung. Die Rechnung lautet 0,75 mal 255 = 191,25. Da ein ganzzahliger PWM-Wert benötigt wird, wird gerundet.
Lerneinheit 5: Schaltstufen und Grenzen
Ein Mikrocontroller-Ausgang ist nicht automatisch für jede elektrische Last geeignet. Bei höheren Lastströmen werden fachgerecht ausgelegte Treiberstufen benötigt.
Die folgenden Schaltungen dienen nur der Analyse. Sie werden nicht praktisch nachgebaut.
Stromlaufbild: Transistor als Schalter

Ein Transistor kann als elektronischer Schalter eingesetzt werden. Das dargestellte Prinzip verdeutlicht die Trennung zwischen Steuersignal und geschaltetem Laststrom.
Stromlaufbild: MOSFET-Schaltstufe

Ein MOSFET kann in geeigneten Schaltungen als Schaltelement verwendet werden.
Fachliche Grenze: Eine reale MOSFET-Ansteuerung erfordert unter anderem die Prüfung von Gate-Ansteuerung, Strom, Spannung, Verlustleistung und gegebenenfalls induktiven Abschaltvorgängen. Ein vereinfachtes Stromlaufbild reicht dafür nicht aus.
PWM glätten: Tiefpassprinzip

Ein Tiefpassfilter kann den zeitlich wechselnden PWM-Verlauf glätten. Wie stark dies gelingt, hängt unter anderem von Filterzeitkonstante, PWM-Frequenz und Belastung ab.
Merksatz: Der Spannungsmittelwert allein beschreibt weder jeden Laststrom noch jede Wärmeentwicklung oder jede mechanische Wirkung.
Bei einem ideal ohmschen Widerstand ist beispielsweise die mittlere elektrische Leistung proportional zum Tastgrad. Für Motoren gelten zusätzliche elektromechanische Zusammenhänge.
Transfer: PWM und Motorsteuerung
Frage: Warum darfst Du einen Motor nicht einfach wie die kleine simulierte LED als direkte Last eines Mikrocontroller-Ausgangs behandeln?
Feedback: Motoren benötigen je nach Bauart deutlich größere Ströme und können beim Schalten induktive Spannungsspitzen verursachen. Eine geeignete Treiber- und Schutzschaltung ist erforderlich. Die Simulation ersetzt keine sicherheitstechnische Prüfung.
Vertiefungsbild: PWM-Erzeugung

Das Bild zeigt ein weiterführendes Prinzip zur Erzeugung von PWM durch den Vergleich eines zeitlich veränderlichen Referenzsignals mit einer Signalvorgabe.
Transferfrage: Warum kann ein digitaler Timer mit Vergleichswert eine ähnliche Aufgabe übernehmen?
Gestufte Lernhilfen
Verwende zunächst nur die erste Hilfe. Nutze die weiteren Stufen, wenn Du nicht weiterkommst.
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 – Denkhinweis | Bestimme zuerst die vollständige Periode. Suche anschließend nur den Abschnitt, in dem das Signal HIGH ist. |
| Hilfe 2 – Rechenweg | Teile die Einschaltzeit durch die Periodendauer. Multipliziere das Ergebnis mit 100, um Prozent zu erhalten. |
| Hilfe 3 – Musterlösung | Bei 1 ms Einschaltzeit und 4 ms Periodendauer ergibt sich D = 1/4 = 25 %. Der ideale Mittelwert eines 5-V-PWM-Signals beträgt damit 1,25 V. |
Rückmeldung bei typischen Fehlern:
| Fehler | Begründetes Feedback |
|---|---|
| High-Zeit und Low-Zeit verwechselt | Verwende für den Tastgrad ausdrücklich die Einschaltzeit im Zähler. |
| Millisekunden nicht umgerechnet | Für f = 1/T muss T in Sekunden eingesetzt werden, damit Hertz entsteht. |
| PWM-Mittelwert als konstante Spannung gedeutet | Ungefiltertes PWM bleibt ein geschaltetes Signal. |
| PWM-Wert mit Prozentwert gleichgesetzt | Bei der verwendeten 8-Bit-Skalierung entspricht erst 255 ungefähr 100 %. |
| Erfolgreiche Simulation als Gerätefreigabe betrachtet | Simulationen prüfen Modelle und Lernverständnis, nicht die Betriebssicherheit einer realen Anlage. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was verändert PWM bei konstanter Frequenz? (Die Dauer der Einschaltphase) (!Die Anzahl der Anschlusspins) (!Den elektrischen Widerstand des Mikrocontrollers) (!Die Anzahl der Versorgungsspannungen)
Was bedeutet ein Tastgrad von 50 Prozent? (Die Einschaltzeit umfasst die Hälfte der Periode) (!Die Frequenz beträgt immer 50 Hertz) (!Die Spannung ist dauerhaft halb so hoch) (!Der Ausgang bleibt immer eingeschaltet)
Wie groß ist der Tastgrad bei 1 ms Einschaltzeit und 4 ms Periodendauer? (25 Prozent) (!4 Prozent) (!40 Prozent) (!75 Prozent)
Welche Frequenz gehört zu einer Periodendauer von 2 ms? (500 Hertz) (!2 Hertz) (!50 Hertz) (!2000 Hertz)
Welchen idealen Spannungsmittelwert ergibt ein Signal zwischen 0 V und 5 V bei 20 Prozent Tastgrad? (1 Volt) (!2 Volt) (!4 Volt) (!5 Volt)
Was bedeutet ein Tastgrad von 0 Prozent bei einem aktiv hohen PWM-Signal? (Der Ausgang bleibt LOW) (!Der Ausgang bleibt HIGH) (!Die Frequenz steigt unbegrenzt) (!Die Spannung wechselt zwischen negativen Werten)
Welcher PWM-Wert entspricht beim verwendeten Arduino Uno R3 ungefähr 50 Prozent Tastgrad? (128) (!25) (!50) (!255)
Welche Aussage zu analogWrite am PWM-Pin D9 des Arduino Uno R3 ist richtig? (Die Funktion erzeugt ein digitales PWM-Signal) (!Die Funktion erzeugt immer eine konstante Gleichspannung) (!Die Funktion benötigt grundsätzlich einen analogen Eingang) (!Die Funktion misst den Strom durch eine LED)
Warum kann eine LED bei PWM gedimmt erscheinen? (Weil schnelle Schaltphasen zu einer gemittelten Lichtwahrnehmung führen können) (!Weil die LED automatisch ihren Vorwiderstand verändert) (!Weil der Mikrocontroller die Lichtfarbe immer verändert) (!Weil das digitale Signal keine Ausschaltphasen mehr besitzt)
Welche Aussage zur Sicherheit ist richtig? (Quiz und Simulation erteilen keine Berechtigung zu realen Elektroarbeiten) (!Ein bestandenes Quiz ersetzt eine fachliche Beauftragung) (!Eine erfolgreiche Simulation beweist die Betriebssicherheit jeder realen Schaltung) (!Eine kleine Versorgungsspannung macht jede elektrische Arbeit automatisch ungefährlich)
Memory
Ordne jedem Fachbegriff die passende Erklärung zu.
| Tastgrad | Anteil der Einschaltzeit |
| Periodendauer | Zeit eines vollständigen Signalzyklus |
| Frequenz | Anzahl der Wiederholungen pro Sekunde |
| HIGH | Digitaler oberer Pegel |
| LOW | Digitaler unterer Pegel |
| Vorwiderstand | Bauteil zur Strombegrenzung |
| Logikanalysator | Gerät zur Aufzeichnung digitaler Signalzustände |
| Tiefpass | Filter zur Abschwächung schneller Signaländerungen |
Drag and Drop
Ordne die Fachbegriffe ihren Eigenschaften zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Tastgrad | Verhältnis von Einschaltzeit zur gesamten Periodendauer |
| Frequenz | Wiederholungen eines Vorgangs je Sekunde |
| PWM-Ausgang | Wechsel zwischen zwei digitalen Spannungspegeln |
| Vorwiderstand | Begrenzung des Stroms durch eine Leuchtdiode |
| Treiberstufe | Geeignete Ansteuerung einer Last mit höherem Strombedarf |
| Simulation | Virtuelle Untersuchung einer Schaltung ohne reale elektrische Eingriffe |
Kreuzworträtsel
| Tastgrad | Wie heißt der Anteil der Einschaltzeit an der vollständigen Periodendauer? |
| Periode | Wie nennt man einen vollständigen wiederkehrenden Signalzyklus? |
| Frequenz | Welche Größe beschreibt die Anzahl der Signalwiederholungen pro Sekunde? |
| Oszilloskop | Mit welchem Messgerät lassen sich zeitliche Spannungsverläufe darstellen? |
| Mikrocontroller | Welcher programmierbare elektronische Baustein kann PWM-Signale erzeugen? |
| Vorwiderstand | Welches Bauteil dient bei einer einfachen LED-Schaltung zur Strombegrenzung? |
LearningApps
Die Suche ermöglicht zusätzliche passende Übungen. Externe Aufgaben ersetzen nicht die Lernkontrolle dieses Kurses.
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge. Verwende ausschließlich Signalbilder, Rechenmodelle und virtuelle Simulationen.
Leicht – Basisaufgaben
- PWM-Skizze: Zeichne drei Signaldiagramme mit 25 %, 50 % und 75 % Tastgrad bei gleicher Periodendauer.
- Tastgrad berechnen: Erstelle drei eigene Rechenbeispiele mit Einschaltzeit und Periodendauer.
- Frequenz vergleichen: Zeichne zwei Signale mit gleicher Pulsdauer, aber unterschiedlicher Periodendauer, und beschreibe den Unterschied.
- LED-Erklärung: Erstelle eine beschriftete Darstellung einer LED mit Vorwiderstand und erkläre deren Aufgaben in einer Simulation.
Begründetes Feedback: Deine Signaldiagramme sind fachlich richtig, wenn die Zeitabschnitte proportional dargestellt sind. Bei den Frequenzdiagrammen darfst Du Frequenz und Tastgrad nicht verwechseln. Beim LED-Stromlaufbild müssen Strombegrenzung und Anschlusspolarität berücksichtigt werden.
Standard – Anwendungsaufgaben
- PWM-Programm: Verändere in Wokwi die PWM-Werte 64, 128 und 191. Dokumentiere die simulierte Helligkeitswirkung in einer Tabelle.
- Signalanalyse: Nutze das Wokwi-Beispiel mit virtuellem Logikanalysator und bestimme aus einem aufgezeichneten Signal Einschaltzeit und Periodendauer.
- Mittelwertvergleich: Berechne für ein ideales 5-V-PWM-Signal die Spannungsmittelwerte bei 20 %, 40 %, 60 % und 80 % Tastgrad.
- Schaltungsvergleich: Vergleiche eine einfache virtuelle LED-Schaltung mit einem Stromlaufbild einer Transistor-Schaltstufe. Beschreibe den Unterschied zwischen Steuersignal und Laststrom.
Begründetes Feedback: Bei der Simulation müssen die PWM-Werte zur erwarteten Schaltzeit passen. Die ideale mittlere Spannung steigt proportional zum Tastgrad. Die optische Helligkeit muss dagegen nicht proportional steigen. Eine Treiberstufe ermöglicht die geeignete Ansteuerung anderer Lasten, ersetzt aber keine Auslegung und Schutzprüfung.
Schwer – Transferaufgaben
- PWM und Motor: Untersuche anhand fachlicher Quellen, warum die Motordrehzahl nicht immer proportional zum PWM-Tastgrad ist. Erstelle ein begründetes Erklärdiagramm ohne realen Motorbetrieb.
- PWM-Filterung: Vergleiche in einem virtuellen Schaltungssimulator das idealisierte PWM-Signal vor und nach einem RC-Tiefpass. Dokumentiere die Veränderung bei verschiedenen Frequenzen.
- Fehlerdiagnose: Entwickle drei virtuelle Fehlerszenarien einer PWM-gesteuerten LED und beschreibe, wie Du sie anhand von Programmcode, Schaltbild und digitalem Signalverlauf unterscheidest.
- Ausbildungsprojekt: Gestalte eine kurze digitale Präsentation für einen virtuellen LED-Prüfplatz mit Anforderung, Stromlaufbild, PWM-Signaldiagramm, Simulationsergebnis, Fehleranalyse und Sicherheitsgrenzen.
Begründetes Feedback: Eine gute Transferlösung unterscheidet zwischen dem digitalen Ansteuersignal und der tatsächlichen Wirkung an der Last. Sie nennt Grenzen des vereinfachten Modells, begründet technische Entscheidungen und weist ausdrücklich darauf hin, dass Simulationsergebnisse keine reale Sicherheitsfreigabe darstellen.


Lernkontrolle
Die Lernkontrolle prüft Zusammenhänge, Entscheidungen und die Anwendung des Gelernten.
- Signalinterpretation: Zwei PWM-Signale besitzen dieselbe Frequenz, aber verschiedene Tastgrade. Erkläre, welche Unterschiede in der mittleren elektrischen Wirkung zu erwarten sind und warum.
- Mittelwert und Wirklichkeit: Eine Person behauptet, ein PWM-Ausgang mit 50 % Tastgrad liefere immer eine konstante halbe Versorgungsspannung. Beurteile diese Aussage anhand eines Signaldiagramms.
- Ansteuerkonzept: Erkläre für einen virtuellen LED-Prüfplatz, weshalb eine LED mit geeigneter Strombegrenzung anders behandelt wird als eine größere elektrische Last.
- Virtuelle Messung: Entwickle einen Plan, mit dem Du in Wokwi einen falschen Tastgrad erkennst. Begründe die benötigten Signalgrößen.
- Glättung und Belastung: Vergleiche die Wirkung eines PWM-Signals ohne Filter und hinter einem Tiefpass. Erkläre, warum ein Filter nicht für jeden Anwendungsfall notwendig oder geeignet ist.
- Fehlersuche: Eine virtuelle LED bleibt trotz Veränderung des PWM-Wertes dunkel. Erstelle eine geordnete Fehlersuchstrategie unter Nutzung von Simulation, Stromlaufbild und Programmcode.
- Sicherheitsentscheidung: Ein Lernender möchte nach bestandenem Quiz einen realen Motor an einem Mikrocontroller anschließen. Erkläre, warum die Lernergebnisse hierfür keine Freigabe sind und welche betrieblichen Qualifikations- und Beauftragungsanforderungen maßgeblich bleiben.
Bewertungskriterien: Fachlich richtige Zusammenhänge, verständliche Begründungen, schlüssige Signaldiagramme, nachvollziehbare Simulationsergebnisse, Erkennen von Modellgrenzen und korrekte Sicherheitsentscheidungen.
Ein Quiz-Ergebnis ist ausschließlich eine Lernrückmeldung und hat keine Freigabewirkung.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis dokumentierst Du:
- Signalverständnis: Zwei korrekt beschriftete PWM-Diagramme mit unterschiedlichem Tastgrad.
- Berechnung: Mindestens zwei nachvollziehbare Tastgrad- und Mittelwertberechnungen.
- Simulation: Ergebnisse zu drei PWM-Werten an einer virtuellen LED.
- Schaltbildanalyse: Erklärung der LED-Strombegrenzung und der Funktion einer zusätzlichen Schaltstufe.
- Transfer: Begründung eines Unterschieds zwischen idealem Spannungsmittelwert und tatsächlicher Lastwirkung.
- Fehlerdiagnose: Ein dokumentierter Fehlerfall mit begründeter Lösung.
- Sicherheitskompetenz: Schriftliche Einordnung, warum die Simulation keine reale Elektroarbeit oder Inbetriebnahme freigibt.
Nachweisformen: Digitales Lernprotokoll, kommentierte Screenshots, eigene Signaldiagramme und kurze technische Erläuterungen.
Bewertung: Entscheidend sind nachvollziehbare technische Begründungen und die Einhaltung der Sicherheitsgrenzen, nicht allein die Anzahl richtiger Quizantworten.
OERs zum Thema
Wikipedia
Wikipedia: Pulsweitenmodulation / Pulsdauermodulation
Fachlich geprüfte Informationsquellen
- Arduino – Secrets of Arduino PWM: Grundlagen der PWM-Erzeugung.
- Arduino – Use PWM output: Dokumentation der PWM-Funktion.
- Arduino – analogWrite-Referenz: PWM-Werte und unterstützte Ausgänge.
- Wokwi – Arduino-Uno-Referenz: PWM-Pins und Simulationsumfang.
- Wokwi – LED-Referenz: Simulierte LED-Helligkeit und Gamma-Korrektur.
- Wokwi – Logikanalysator: Digitale Signalaufzeichnung.
- Falstad Circuit Simulator: Zusätzlicher virtueller Schaltungssimulator für elektronische Grundschaltungen.
- DGUV – Im Bereich Elektrotechnik tätige Personen: Anforderungen an Qualifikation sowie Leitung und Aufsicht bei elektrotechnischen Arbeiten.
Medienrechte und Nachweise
Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand der jeweiligen Dateibeschreibungen und Lizenzangaben ausgewählt. Die verlinkten Dateiseiten enthalten die Lizenzbedingungen und Angaben zur Urheberschaft.
| Medien | Quelle und Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Dutycycle.svg | Wikimedia Commons, Krishnavedala | CC BY-SA 3.0 |
| PWM duty cycle with label.gif | Wikimedia Commons, Eighthave, Bearbeitung Teslaton | Gemeinfrei |
| Duty Cycle Examples.png | Wikimedia Commons, Thewrightstuff | CC BY-SA 4.0 |
| LED circuit.svg | Wikimedia Commons, siehe Dateibeschreibung | CC BY-SA 2.5 |
| LED-wiring.svg | Wikimedia Commons, nach Sundance Raphael, Bearbeitung MikeRun | CC BY-SA 3.0 |
| Transistor as switch.svg | Wikimedia Commons, FDominec | Gemeinfrei |
| MOSFET (Funktion als Schalter).svg | Wikimedia Commons, Cepheiden | CC BY-SA 3.0 |
| Low-pass filter diagram.svg | Wikimedia Commons, Fred the Oyster | CC BY-SA 4.0 |
| Pwm.svg | Wikimedia Commons, CyrilB und Krishnavedala | CC BY-SA 2.5 |
YouTube-Videos: Die eingebetteten Videos von Afrotechmods, Paul McWhorter und DavidHuangLab sind externe audiovisuelle Lehrmaterialien. Ihre Einbindung dient dem Ansehen über den YouTube-Player. Eine freie Weiterverwendung oder Bearbeitung wird damit nicht behauptet. Die jeweiligen Rechte verbleiben bei den Berechtigten; Videoverfügbarkeit und Einbettung können sich ändern.
Simulationen: Die Links führen zu real vorhandenen Angeboten von Wokwi und Falstad. Bei einer eigenen Veröffentlichung von Screenshots, Programmcode oder abgeleiteten Materialien sind die jeweiligen Nutzungs- und Lizenzbedingungen zusätzlich zu prüfen.
Hinweis: Die gezeigten Stromlaufbilder sind Lehr- und Analysemedien, keine freigegebenen Unterlagen für reale Geräte.
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