Zum Inhalt springen

Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens



Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens ist ein aiMOOC zum gleichnamigen Naturdokumentarfilm von Luc Jacquet. Du begleitest in der filmischen Erzählung einen jungen Kaiserpinguin auf seinem Weg vom geschützten Leben in der Kolonie bis zum ersten großen Schritt ins Meer. Dabei lernst Du, wie Kaiserpinguine sich orientieren, schwimmen, Nahrung finden, Gefahren begegnen, in Gemeinschaft leben und an die extreme Antarktis angepasst sind.

Der Film stammt aus Frankreich, erschien 2017, dauert in der deutschen Fassung etwa 85 Minuten und ist von der FSK ab 0 Jahren freigegeben. Dieser aiMOOC ist für Kinder ab 6 Jahren formuliert. Einige Filmszenen zeigen Naturgefahren und Fressfeinde; beim gemeinsamen Anschauen kann eine erwachsene Person schwierige Stellen erklären oder bei Bedarf überspringen.[1][2]


Einleitung

Stell Dir vor: Um Dich herum ist fast alles weiß. Eis knirscht unter Deinen Füßen. Kalter Wind fegt über eine riesige Fläche. In dieser Welt wächst ein junger Kaiserpinguin heran. Genau diese Lebensreise macht Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens zum Mittelpunkt seiner Geschichte.

Der Film ist ein Dokumentarfilm. Das bedeutet: Die Kamera zeigt echte Tiere und echte Landschaften. Trotzdem wird das Material wie eine Geschichte erzählt. Regisseur Luc Jacquet und sein Team haben sehr viele Beobachtungen gefilmt und später im Filmschnitt geordnet. Die FBW weist darauf hin, dass für die erzählte Pinguinfamilie Aufnahmen verschiedener Kaiserpinguine zusammengefügt wurden. Das ist wichtig für Deine Medienkompetenz: Ein Naturfilm zeigt Wirklichkeit, aber Auswahl, Schnitt, Musik und Erzählerstimme formen daraus eine bestimmte Erzählung.[1]

Der deutsche Sprecher ist Udo Wachtveitl. Musik, Bilder und Sprache helfen dabei, dass Du mit dem jungen Pinguin mitfühlst. Gleichzeitig lohnt sich immer die Frage: Was beobachte ich wirklich – und was wird mir durch die Gestaltung des Films nahegelegt?


Filmsteckbrief

Merkmal Information
Deutscher Titel Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens
Originaltitel L’Empereur
Filmart Naturdokumentarfilm mit erzählerischer Gestaltung
Regie Luc Jacquet
Produktionsland Frankreich
Jahr 2017
Länge etwa 85 Minuten in der deutschen Fassung
Deutscher Sprecher Udo Wachtveitl
Musik Cyrille Aufort
FSK 0
Zentrales Thema Heranwachsen eines jungen Kaiserpinguins

[1]


Die Antarktis – Zuhause im Eis

Die Antarktis liegt rund um den Südpol. Sie ist der kälteste Kontinent der Erde. Kaiserpinguine leben nur in der Antarktis und im umgebenden Südlichen Ozean. Viele Brutkolonien liegen auf festem Meereis, das mit der Küste verbunden ist.

Für einen jungen Kaiserpinguin ist das Eis zuerst sein Kinderzimmer, Treffpunkt und Schutzraum. Später wird das Meer zu seinem wichtigsten Lebensraum, denn dort findet er seine Nahrung. Die Reise zwischen Eis und Meer gehört deshalb zum Leben der Kaiserpinguine.


Vom Ei zum jungen Pinguin

Kaiserpinguine bauen kein Nest aus Zweigen. Das Weibchen legt ein Ei. Das Männchen nimmt es vorsichtig auf seine Füße und schützt es unter einer warmen Bauchfalte. Während der Brutzeit fressen die Männchen lange Zeit nicht. Sie stehen oft dicht beieinander und schützen das Ei vor der Kälte. Wenn das Küken geschlüpft ist, wechseln sich die Eltern später beim Bewachen und bei der Nahrungssuche ab.[3]

Ein frisch geschlüpftes Küken trägt weiche Daunen. Diese halten an Land warm, sind aber noch nicht für ein langes Leben im Wasser gemacht. Erst wenn sich das Gefieder verändert und wasserabweisender wird, kann der junge Pinguin sein Leben im Meer richtig beginnen.


Wachsen heißt lernen und sich verändern

Am Anfang ist der junge Pinguin auf seine Eltern angewiesen. Sie bringen Nahrung aus dem Meer zurück. Mit der Zeit wird das Küken größer, verlässt häufiger den unmittelbaren Schutz eines Elternteils und steht mit anderen Jungtieren zusammen. Gegen Ende der Aufzucht wird es selbstständiger.

Der Film macht dieses Heranwachsen zum roten Faden: Aus einem geschützten Küken wird ein junger Vogel, der schließlich selbst ins Meer muss. Dieser Schritt ist keine Schulstunde mit einem Lehrer-Pinguin. Vieles beruht auf angeborenen Fähigkeiten, Reifung, Erfahrung und der Anpassung der Art an ihre Umwelt.


Orientierung – Wie findet ein Pinguin seinen Weg?

Auf dem Eis gibt es keine Straßenschilder. Trotzdem finden Kaiserpinguine zwischen Kolonie und Meer erstaunlich weite Wege. Wie genau sie sich dabei über große Entfernungen orientieren, ist wissenschaftlich nicht in allen Einzelheiten geklärt. Forschende untersuchen bei Pinguinen unter anderem die Nutzung verschiedener Umweltreize und innerer Orientierungssysteme.

In einer großen, lauten Kolonie ist ein anderer Orientierungstrick besonders wichtig: Rufe. Kaiserpinguine können Partner und Jungtiere an individuellen Lautmustern wiedererkennen. So finden sie sich zwischen sehr vielen ähnlich aussehenden Tieren wieder.[4]

Merke: Gute Wissenschaft sagt auch, wenn etwas noch nicht vollständig geklärt ist. Bei der Fernnavigation des Kaiserpinguins solltest Du deshalb nicht so tun, als gäbe es nur einen einzigen sicher bekannten „Pinguin-Kompass“.


Schwimmen – Fliegen unter Wasser

Kaiserpinguine können nicht in der Luft fliegen. Im Wasser sehen ihre Bewegungen aber fast wie Fliegen aus. Die Flügel haben sich im Lauf der Evolution zu kräftigen Flossen entwickelt. Der stromlinienförmige Körper hilft, mit wenig Widerstand durch das Wasser zu gleiten. Die Füße unterstützen beim Steuern.

Beim Tauchen suchen die Pinguine nach Beute. Sie können deutlich tiefer und länger tauchen als Menschen ohne technische Hilfe. Ihr Körper speichert Sauerstoff besonders wirksam und kann beim Tauchen sparsam damit umgehen.

Wenn Kaiserpinguine aus dem Wasser aufs Eis zurückkehren, können sie mit viel Schwung nach oben schießen. Dabei helfen ihnen auch Luftblasen im Gefieder, den Wasserwiderstand zu verringern.


Nahrungssuche – Was steht auf dem Speiseplan?

Kaiserpinguine finden ihre Nahrung im Meer. Sie fressen vor allem kleine Fische, außerdem Krill und Tintenfische. Häufig ist der Antarktische Silberfisch eine wichtige Beute. Erwachsene Tiere jagen im Wasser und bringen Nahrung für ihr Junges zurück.[3]

Das Küken kann anfangs noch nicht selbst jagen. Ein Elternteil würgt vorverdaute Nahrung aus dem Magen hervor und gibt sie an das Junge weiter. Später, wenn der junge Pinguin selbstständig wird, muss er seine Beute im Meer selbst finden.


Gefahren – Warum der Weg Mut braucht

Das Leben eines Kaiserpinguins ist nicht leicht. Gefahren gehören zur Natur, ohne dass ein Tier deshalb „böse“ ist.

  1. Kälte: Sehr niedrige Temperaturen und starke Winde können viel Körperwärme kosten.
  2. Hunger: Wer lange keine Nahrung findet, verliert wichtige Energiereserven.
  3. Meereis: Risse, frühes Aufbrechen oder ungünstige Eisbedingungen können Wege und Brutplätze verändern.
  4. Fressfeind: Im Meer können Seeleoparden oder Orcas Pinguine jagen.
  5. Raubvogel: Jungtiere können durch große Raubmöwen oder Riesensturmvögel gefährdet sein.

Ein Seeleopard jagt, weil er Nahrung braucht. Für den Pinguin ist er eine Gefahr; im Ökosystem ist er zugleich ein natürlicher Teil des Nahrungsnetzes.

Hinweis für Kinder: Das Video zeigt eine Jagdsituation. Wenn Dich so etwas beunruhigt, kannst Du es gemeinsam mit einer erwachsenen Person anschauen oder überspringen.


Gemeinschaft – Zusammen ist wärmer

Kaiserpinguine sind keine Einzelgänger. In der Brutzeit bilden sie große Kolonien. Besonders berühmt ist ihr dichtes Zusammenrücken bei großer Kälte. Dieses Verhalten nennt man Huddle. Im dichten Pulk verlieren die Tiere weniger Wärme. Sie bewegen sich immer wieder in kleinen Schritten, sodass nicht immer dieselben Tiere außen im Wind stehen.[5]

Gemeinschaft hilft aber nicht nur beim Wärmen. Laute dienen der Wiedererkennung. Eltern versorgen ihren Nachwuchs. Jungtiere stehen zeitweise in Gruppen zusammen. So verbindet sich beim Kaiserpinguin körperliche Anpassung mit sozialem Verhalten.


Anpassung an die Antarktis

Anpassung bedeutet in der Biologie: Eigenschaften und Verhaltensweisen einer Art passen zu den Bedingungen ihres Lebensraums. Beim Kaiserpinguin erkennst Du viele Beispiele.

  1. Gefieder: Dichtes, wasserabweisendes Gefieder schützt vor Nässe und Kälte.
  2. Fettschicht: Eine Fettschicht unter der Haut hilft, Wärme zu speichern.
  3. Körperform: Der kompakte Körper verliert vergleichsweise wenig Wärme und ist zugleich gut zum Schwimmen geeignet.
  4. Flossen: Umgebildete Flügel treiben den Pinguin kraftvoll durch das Wasser.
  5. Wärmesparen: Die Durchblutung der Körperenden ist so geregelt, dass weniger Wärme verloren geht.
  6. Huddle: Dichtes Zusammenstehen verringert den Wärmeverlust zusätzlich.
  7. Tauchkörper: Sauerstoff kann besonders gut gespeichert und beim Tauchen sparsam genutzt werden.

Auch der Gefiederwechsel gehört zum Leben. Während der Mauser wird altes Gefieder ersetzt. In dieser Zeit können Pinguine nicht normal im Meer jagen und müssen mit ihren Energiereserven haushalten.


Film und Wirklichkeit – genau hinschauen

Ein Dokumentarfilm besteht nicht nur aus „einer Kamera, die einfach läuft“. Er wird gestaltet. Achte beim Anschauen auf folgende Mittel:

  1. Kamera: Nahaufnahmen lassen Dich dem Jungtier besonders nahe sein.
  2. Filmschnitt: Aufnahmen aus verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Tieren können zu einer Geschichte verbunden werden.
  3. Filmmusik: Musik kann Spannung, Ruhe oder Staunen verstärken.
  4. Erzähler: Eine Stimme ordnet Bilder ein und gibt ihnen Bedeutung.
  5. Zeitlupe: Bewegungen werden so sichtbar, die in normaler Geschwindigkeit sehr schnell wären.
  6. Drohne: Luftaufnahmen zeigen Kolonie, Eis und Wege aus einer großen Übersicht.

Der Film kann Dir echte Natur zeigen und zugleich Gefühle wecken. Beides darf zusammengehören. Medienkompetenz heißt aber, die Gestaltung zu erkennen.


Ein Lebensweg in sechs Stationen

Station Was geschieht? Was ist dabei wichtig?
Ei und Brut Das Ei liegt auf den Füßen des Männchens unter der Bauchfalte. Wärmeschutz
Küken Das Junge schlüpft und ist zunächst stark von den Eltern abhängig. Schutz und Nahrung
Wachstum Das Küken wird größer und steht zeitweise mit anderen Jungtieren zusammen. Gemeinschaft
Gefiederwechsel Das Jugendgefieder entwickelt sich für das Leben im Wasser weiter. Anpassung
Weg zum Meer Der junge Pinguin verlässt die sichere Umgebung der Kolonie. Orientierung
Erstes Leben im Meer Schwimmen, Tauchen und Nahrungssuche werden nun entscheidend. Selbstständigkeit


Meereis und Zukunft

Kaiserpinguine brauchen für große Teile ihrer Fortpflanzung stabiles Meereis. Bricht das Eis zu früh auf, können Jungtiere ins Wasser geraten, bevor ihr Gefieder für längeres Schwimmen geeignet ist. Forschende der British Antarctic Survey haben in mehreren Jahren große Brutverluste nach frühem Meereisverlust dokumentiert.[6]

Im Jahr 2026 wurde der Kaiserpinguin auf der IUCN Red List als stark gefährdet eingestuft; die frühe Auflösung und der Verlust von Meereis gelten als zentrale Bedrohung.[7]

Du kannst die Antarktis nicht allein retten. Aber Du kannst lernen, warum Klimaschutz und der Schutz von Lebensräumen wichtig sind, und dieses Wissen weitergeben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Pinguinart steht im Mittelpunkt des Films? (Kaiserpinguin) (!Königspinguin) (!Humboldtpinguin) (!Brillenpinguin)




Wo leben Kaiserpinguine in freier Natur? (In der Antarktis) (!In der Arktis) (!In der Sahara) (!Im tropischen Regenwald)




Wozu dient das dichte Zusammenstehen im Huddle? (Es hilft Wärme zu sparen) (!Es hilft fliegen zu lernen) (!Es baut ein Nest aus Zweigen) (!Es trocknet das Meer aus)




Was fressen Kaiserpinguine unter anderem? (Fische) (!Gras) (!Äpfel) (!Baumrinde)




Womit bewegen sich Kaiserpinguine besonders kraftvoll durch das Wasser? (Mit ihren Flossen) (!Mit langen Armen) (!Mit Fellpfoten) (!Mit Segeln)




Wie finden Eltern und Jungtiere sich in einer lauten Kolonie wieder? (An ihren Rufen) (!An Namensschildern) (!An Straßenlaternen) (!An bunten Hüten)




Was schützt ein Kaiserpinguin-Küken am Anfang besonders? (Seine Eltern und die Gemeinschaft) (!Ein selbst gebautes Baumhaus) (!Ein Sandloch) (!Eine warme Höhle im Wald)




Welches Tier kann im Meer eine Gefahr für Kaiserpinguine sein? (Seeleopard) (!Giraffe) (!Eichhörnchen) (!Maulwurf)




Was macht ein Filmschnitt? (Er ordnet ausgewählte Aufnahmen zu einer Filmfolge) (!Er macht aus Eis Feuer) (!Er verwandelt Tiere in Zeichnungen) (!Er baut eine Pinguinkolonie)




Warum ist stabiles Meereis für junge Kaiserpinguine wichtig? (Es dient während der Aufzucht als sicherer Lebensraum) (!Es macht ihre Flossen länger) (!Es ersetzt ihre Nahrung) (!Es lässt sie in der Luft fliegen)





Memory

Huddle Wärmende Pinguingruppe
Krill Kleine Meerestiere als Nahrung
Flossen Antrieb beim Schwimmen
Ruf Wiedererkennung in der Kolonie
Meereis Wichtiger Brutplatz
Seeleopard Fressfeind im Meer
Gefieder Schutz vor Nässe und Kälte
Filmschnitt Ordnet Aufnahmen zur Geschichte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Brut Ei wird warm gehalten
Kükenzeit Jungtier wird von Eltern versorgt
Wachstum Jungtier wird größer und selbstständiger
Weg zum Meer Kolonie wird verlassen
Nahrungssuche Fisch und andere Meerestiere werden gejagt




...


Kreuzworträtsel

Antarktis Auf welchem Kontinent lebt der Kaiserpinguin?
Flossen Womit treibt sich der Pinguin beim Schwimmen an?
Huddle Wie heißt das dichte Zusammenstehen zum Wärmen?
Gefieder Was schützt den Körper vor Nässe und Kälte?
Seeleopard Welcher Fressfeind kann Pinguine im Meer jagen?
Filmschnitt Was ordnet ausgewählte Aufnahmen zu einer Filmgeschichte?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der junge Kaiserpinguin wächst in der

auf.
Zum Wärmen stehen Kaiserpinguine oft in einem

dicht zusammen.
Im Meer bewegen sie sich mit kräftigen

fort.
Zu ihrer Nahrung gehören unter anderem

.
In der Kolonie erkennen sich Familienmitglieder an ihren

wieder.
Ein

kann im Meer eine Gefahr für Pinguine sein.
Dichtes Gefieder und eine Fettschicht helfen gegen die

.
Der

verbindet ausgewählte Aufnahmen zu einer erzählten Folge.
Stabiles

ist für die Aufzucht vieler Kaiserpinguin-Küken wichtig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Pinguinbild: Zeichne einen jungen Kaiserpinguin und beschrifte Flossen, Schnabel, Gefieder und Füße.
  2. Pinguinbewegung: Probiere vorsichtig aus, wie Watscheln, Gleiten und Schwimmbewegungen unterschiedlich aussehen. Erkläre anschließend, welche Bewegung an Land und welche im Wasser nützlich ist.
  3. Geräusche der Kolonie: Erfinde mit Deiner Gruppe verschiedene Pinguinrufe. Schließt die Augen und versucht, den „Familienruf“ wiederzuerkennen.
  4. Filmbeobachtung: Suche im Trailer eine Nahaufnahme, eine weite Landschaftsaufnahme und eine Szene mit Musik. Beschreibe, wie jede Aufnahme auf Dich wirkt.


Standard

  1. Wärmeexperiment: Stelle mehrere mit warmem Wasser gefüllte kleine Flaschen eng zusammen und eine einzelne daneben. Beobachte mit Hilfe einer erwachsenen Person, welche schneller abkühlt, und übertrage die Idee vorsichtig auf das Huddle.
  2. Nahrungsnetz: Gestalte Karten für Krill, Fisch, Kaiserpinguin, Seeleopard und Orca. Ordne, wer wen frisst, und erkläre, warum jeder Teil zum Ökosystem gehört.
  3. Pinguinweg: Baue im Klassenraum einen sicheren Hindernisweg vom „Brutplatz“ zum „Meer“. Eine Person darf nur mit Geräuschen Hinweise geben. Sprecht danach über Orientierung und darüber, warum das nur ein Modell ist.
  4. Filmton: Sieh eine kurze, ungefährliche Filmszene einmal mit und einmal ohne Ton. Vergleiche, wie Musik und Sprecherstimme Deine Gefühle und Erwartungen verändern.


Schwer

  1. Dokumentarfilm oder Geschichte: Finde drei Stellen, an denen der Film echte Tierbeobachtung zeigt, und drei Gestaltungsmittel, die daraus eine Geschichte machen. Begründe Deine Auswahl.
  2. Anpassungsplakat: Erstelle ein Plakat mit mindestens fünf Anpassungen des Kaiserpinguins. Ordne jede Anpassung den Bereichen Kälte, Schwimmen, Nahrung oder Gemeinschaft zu.
  3. Meereis-Forschung: Recherchiere mit einer erwachsenen Person bei einer wissenschaftlichen Antarktis-Organisation, warum frühes Aufbrechen von Meereis für Küken gefährlich ist. Formuliere die Erklärung für ein jüngeres Kind.
  4. Mini-Dokumentarfilm: Drehe in Deiner Gruppe einen ein- bis zweiminütigen Naturfilm über ein Tier oder eine Pflanze in Deiner Umgebung. Nutze bewusst Kameraeinstellung, Ton und Schnitt und kennzeichne am Ende, was Beobachtung und was Gestaltung war.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Anpassung erklären: Ein Kaiserpinguin hätte dünnes, nicht wasserabweisendes Gefieder. Erkläre, welche zwei Probleme dadurch in der Antarktis entstehen würden.
  2. Gemeinschaft übertragen: Erkläre am Beispiel des Huddles, wie Zusammenarbeit einem einzelnen Tier helfen kann. Finde anschließend ein anderes Beispiel für Zusammenarbeit in der Natur.
  3. Nahrungskette verändern: Stelle Dir vor, im Meer gäbe es deutlich weniger kleine Fische und Krill. Erkläre mögliche Folgen für Kaiserpinguine und mindestens einen weiteren Teil des Nahrungsnetzes.
  4. Filmwirkung untersuchen: Eine Szene zeigt denselben Pinguinweg einmal mit ruhiger Musik und einmal mit spannender Musik. Erkläre, warum die Bilder gleich bleiben können, sich die Wirkung aber verändert.
  5. Meereis beurteilen: Ein Brutplatz verliert sein Eis, bevor die Küken wasserabweisendes Gefieder haben. Erkläre, warum das gefährlich ist und welche Fähigkeiten den Küken noch fehlen.
  6. Wissen und Unsicherheit: Jemand behauptet: „Kaiserpinguine finden ihren Weg nur mit einem eingebauten Magnetkompass.“ Erkläre, warum diese Aussage zu sicher formuliert ist und wie man wissenschaftlich vorsichtiger sprechen kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge verstanden hast.

  1. Lebensweg: Du kannst den Weg vom Ei über das Küken bis zum selbstständigen jungen Pinguin in eigenen Worten erklären.
  2. Orientierung: Du kannst erklären, warum Rufe in der Kolonie wichtig sind und warum die Fernnavigation nicht auf eine einzige einfache Erklärung reduziert werden sollte.
  3. Schwimmen: Du kannst beschreiben, wie Körperform und Flossen das Schwimmen und Tauchen ermöglichen.
  4. Nahrung: Du kannst wichtige Nahrung nennen und den Zusammenhang zwischen Meer, Eltern und Küken erklären.
  5. Gefahren: Du kannst natürliche Gefahren nennen, ohne Fressfeinde als „böse“ zu bewerten.
  6. Gemeinschaft: Du kannst das Huddle als Beispiel dafür erklären, wie Verhalten beim Wärmesparen hilft.
  7. Anpassung: Du kannst mindestens vier körperliche oder verhaltensbezogene Anpassungen an die Antarktis erläutern.
  8. Medienkompetenz: Du kannst erklären, wie Kamera, Schnitt, Musik und Erzählerstimme einen Dokumentarfilm gestalten.
  9. Meereis: Du kannst begründen, warum stabiles Meereis für die Aufzucht vieler Kaiserpinguine wichtig ist.




OERs zum Thema

Da es keinen eigenen deutschsprachigen Wikipedia-Artikel mit genau diesem Filmtitel gibt, führt der erste iFrame zum deutschsprachigen Artikel über den Vorgängerfilm, der die Fortsetzung nennt. Der zweite iFrame führt zum Kaiserpinguin als Tierart.



Verknüpfte Lernbereiche


Quellen und Medienhinweise

Die Sachinformationen zu Film, Biologie und Meereis wurden mit Filmbewertungen, Antarktis-Fachinformationen und wissenschaftlichen Quellen abgeglichen. Die eingebundenen Bilder und Videos dienen der Vertiefung.


aiMOOC-Projekte