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Die OSZE - Gemeinschaftskunde

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Die OSZE - Gemeinschaftskunde



Einleitung

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, kurz OSZE, ist eine regionale Sicherheitsorganisation. Ihr gehören 57 Teilnehmerstaaten aus Europa, Nordamerika und Asien an. Dazu zählen auch Deutschland, die USA, Kanada, Russland und die Staaten Zentralasiens. Die OSZE spricht bewusst von Teilnehmerstaaten und nicht von Mitgliedstaaten.

Ihr Ziel ist es, Frieden, Sicherheit, Demokratie, Menschenrechte und die Zusammenarbeit zwischen Staaten zu fördern. Dabei versteht sie Sicherheit sehr umfassend: Nicht nur militärische Fragen sind wichtig, sondern auch wirtschaftliche Stabilität, Umweltschutz, freie Wahlen, Medienfreiheit und der Schutz von Minderheiten.

Leitfrage des aiMOOCs: Wie kann eine Organisation ohne eigene Armee zur Sicherheit in Europa beitragen?


Grundwissen zur OSZE

Merkmal Erklärung
Vollständiger Name Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Englische Abkürzung OSCE
Deutsche Abkürzung OSZE
Teilnehmerstaaten 57 Staaten aus Europa, Nordamerika und Asien
Sitz wichtiger Gremien Wien
Entstehung Aus der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Umbenennung Seit 1995 trägt sie den Namen OSZE
Entscheidungsprinzip Grundsätzlich Konsens
Zentrale Idee Sicherheit entsteht durch Dialog, Zusammenarbeit und gemeinsame Regeln

Die OSZE-Region reicht sinnbildlich von Vancouver bis Wladiwostok. Sie umfasst damit einen großen Teil der nördlichen Erdhalbkugel.

Die Karte zeigt die große geografische Ausdehnung der Organisation. Neben den Teilnehmerstaaten arbeitet die OSZE auch mit Partnerstaaten zusammen.


Was bedeutet umfassende Sicherheit?

Die OSZE geht davon aus, dass Frieden nicht allein durch Waffenstillstände oder militärische Abschreckung entsteht. Eine Gesellschaft kann auch durch Armut, Umweltprobleme, Korruption, politische Unterdrückung oder die Benachteiligung von Minderheiten unsicher werden.

Deshalb unterscheidet die OSZE drei gleich wichtige Bereiche, die als Dimensionen bezeichnet werden:

Dimension Typische Themen Beispiel
Politisch-militärische Dimension Rüstungskontrolle, Grenzsicherheit, Terrorismusbekämpfung, Konfliktprävention Staaten informieren sich über militärische Aktivitäten, um Misstrauen abzubauen
Wirtschafts- und Umweltdimension Korruptionsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung, Wasser- und Energiesicherheit Gemeinsame Umweltprobleme werden grenzüberschreitend bearbeitet
Menschliche Dimension Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Wahlen, Medienfreiheit, Minderheitenschutz Wahlbeobachtende prüfen, ob demokratische Standards eingehalten werden

Merksatz: Für die OSZE gehören Frieden, Menschenrechte, wirtschaftliche Stabilität und Umweltschutz zusammen.


Geschichte der OSZE

Die Vorgeschichte der OSZE reicht in den Kalten Krieg zurück. Europa war damals in einen westlichen und einen östlichen Machtblock geteilt. Trotz großer Gegensätze suchten die Staaten nach Möglichkeiten, Spannungen zu verringern und Regeln für ein friedlicheres Zusammenleben zu vereinbaren.

Jahr Entwicklung
1973 Beginn der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
1975 Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki durch 35 Staaten
1990 Die Charta von Paris erklärt die Teilung Europas für überwunden und stärkt demokratische Prinzipien
1994 Die Umbenennung der KSZE in OSZE wird beschlossen
1995 Die Organisation trägt offiziell den Namen OSZE

Die Schlussakte von Helsinki wurde am 1. August 1975 unterzeichnet. Sie war kein Friedensvertrag und kein militärisches Bündnis. Die Staaten verpflichteten sich jedoch politisch auf gemeinsame Grundsätze.


Die zehn Prinzipien von Helsinki

Die Schlussakte enthielt zehn grundlegende Prinzipien für die Beziehungen zwischen den Teilnehmerstaaten:

Prinzip Bedeutung
Souveräne Gleichheit Jeder Staat besitzt grundsätzlich die gleichen Rechte
Verzicht auf Gewalt Staaten sollen weder Gewalt androhen noch anwenden
Unverletzlichkeit der Grenzen Grenzen dürfen nicht gewaltsam verändert werden
Territoriale Unversehrtheit Das Staatsgebiet anderer Staaten ist zu achten
Friedliche Streitbeilegung Konflikte sollen durch Verhandlungen und andere friedliche Mittel gelöst werden
Nichteinmischung Staaten sollen sich nicht unzulässig in innere Angelegenheiten anderer Staaten einmischen
Menschenrechte und Grundfreiheiten Dazu gehören beispielsweise Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gewissensfreiheit
Gleichberechtigung und Selbstbestimmung Völker besitzen ein Recht auf politische Selbstbestimmung
Zusammenarbeit Staaten sollen bei gemeinsamen Problemen kooperieren
Erfüllung völkerrechtlicher Verpflichtungen Vereinbarte Pflichten sollen nach Treu und Glauben eingehalten werden

Diese Prinzipien sind bis heute ein wichtiger Maßstab. Politische Wirklichkeit und vereinbarte Regeln können jedoch auseinanderfallen. Genau deshalb bleibt ihre Überprüfung bedeutsam.


Aufbau und Entscheidungsfindung

Die OSZE ist kein Staat und besitzt keine eigene Regierung. Sie besteht aus politischen Gremien, Fachinstitutionen, diplomatischen Vertretungen und zeitlich begrenzten Missionen.

Das Bild zeigt eine Sitzung des Ständigen Rates in der Wiener Hofburg. Dort treffen sich die ständigen Delegationen der Teilnehmerstaaten regelmäßig.

Organ oder Institution Aufgabe
Gipfeltreffen Staats- und Regierungschefs beraten über grundlegende Fragen
Ministerrat Außenministerinnen und Außenminister treffen politische Entscheidungen
Ständiger Rat Diplomatische Vertretungen beraten regelmäßig in Wien
Forum für Sicherheitskooperation Beschäftigt sich besonders mit militärischer Sicherheit und Rüstungskontrolle
Amtierender Vorsitz Ein Teilnehmerstaat übernimmt jeweils für ein Jahr die politische Leitung
Generalsekretariat Unterstützt die laufende Arbeit und Verwaltung
Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte Unterstützt Demokratie, Menschenrechte und Wahlbeobachtung; Sitz in Warschau
Hoher Kommissar für nationale Minderheiten Erkennt Spannungen frühzeitig und hilft, Konflikte um Minderheiten zu verhindern; Sitz in Den Haag
Beauftragte oder Beauftragter für Medienfreiheit Beobachtet Entwicklungen der Presse- und Medienfreiheit; Sitz in Wien
Parlamentarische Versammlung Bringt Abgeordnete aus den Teilnehmerstaaten zusammen


Das Konsensprinzip

Die meisten wichtigen OSZE-Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Das bedeutet: Kein Teilnehmerstaat erhebt einen formellen Einwand.

Das Prinzip hat zwei Seiten:

Chance Grenze
Alle Staaten werden grundsätzlich gleich behandelt Ein einzelner Staat kann einen Beschluss verhindern
Gemeinsam gefasste Entscheidungen besitzen hohe politische Bedeutung Verhandlungen können sehr langsam werden
Auch verfeindete Staaten bleiben im Gespräch Bei schweren Konflikten kann eine Einigung unmöglich sein

Urteilskompetenz: Das Konsensprinzip ist nicht einfach gut oder schlecht. Es schafft Gleichberechtigung und kann zugleich die Handlungsfähigkeit einschränken.


Aufgabenfelder der OSZE

Die OSZE versucht, Konflikte möglichst früh zu erkennen. Sie unterstützt Verhandlungen, entsendet Fachleute, erstellt Berichte, berät staatliche Stellen und arbeitet mit der Zivilgesellschaft zusammen.


Politisch-militärische Aufgaben

Zur politisch-militärischen Dimension gehören Rüstungskontrolle, vertrauensbildende Maßnahmen, Grenzmanagement, Polizeiarbeit, die Bekämpfung von Terrorismus sowie Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Waffen.

Vertrauensbildung kann bedeuten, dass Staaten Informationen über Streitkräfte austauschen oder militärische Übungen ankündigen. Dadurch sollen Fehlinterpretationen und unbeabsichtigte Eskalationen vermieden werden.


Wirtschafts- und Umweltaufgaben

Umweltprobleme enden nicht an Staatsgrenzen. Verschmutzte Flüsse, Wasserknappheit, Waldbrände oder Energiekrisen können Spannungen verschärfen. Die OSZE unterstützt deshalb die Zusammenarbeit bei Umwelt- und Wirtschaftsfragen.

Korruption ist ebenfalls ein Sicherheitsthema. Wenn Menschen staatlichen Institutionen nicht vertrauen, können politische Instabilität und gesellschaftliche Konflikte zunehmen.


Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Zur menschlichen Dimension gehören die Achtung der Menschenrechte, unabhängige Gerichte, freie Medien, demokratische Wahlen, Toleranz und der Schutz nationaler Minderheiten.

Die OSZE betrachtet Menschenrechte nicht nur als innere Angelegenheit eines Staates. Die Teilnehmerstaaten haben sich gemeinsam verpflichtet, bestimmte Standards einzuhalten und sich gegenseitig an diese Verpflichtungen zu erinnern.


Wahlbeobachtung

Das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte, kurz ODIHR, organisiert Wahlbeobachtungen. Dabei wird nicht nur der Wahltag betrachtet. Fachleute untersuchen unter anderem:

  1. Wahlrecht: Sind die rechtlichen Regeln fair und verständlich?
  2. Wahlkampf: Können Parteien und Kandidierende frei auftreten?
  3. Medien: Erhalten unterschiedliche politische Kräfte angemessene Möglichkeiten zur Darstellung?
  4. Stimmabgabe: Können Wahlberechtigte frei und geheim wählen?
  5. Auszählung: Werden Stimmen transparent und nachvollziehbar gezählt?
  6. Beschwerdeverfahren: Können mögliche Verstöße wirksam überprüft werden?

Wahlbeobachtende führen eine Wahl nicht selbst durch. Sie sammeln Informationen, beobachten Abläufe und veröffentlichen anschließend Einschätzungen und Empfehlungen.


Minderheitenschutz und Medienfreiheit

Der Hohe Kommissar für nationale Minderheiten arbeitet vor allem vorbeugend. Wenn sprachliche, ethnische oder kulturelle Konflikte entstehen, kann frühzeitige Vermittlung helfen, eine Eskalation zu verhindern.

Die OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit beobachten Einschränkungen der Pressefreiheit und weisen auf Gefahren für Journalistinnen und Journalisten hin. Freie Medien sind wichtig, damit Bürgerinnen und Bürger politische Entscheidungen kontrollieren können.


Feldmissionen und Konfliktprävention

OSZE-Feldoperationen arbeiten nur mit einem vereinbarten Mandat und grundsätzlich auf Einladung des Gaststaates. Ihre Aufgaben können sehr unterschiedlich sein: Beratung der Polizei, Unterstützung von Gerichtsreformen, Förderung des Dialogs oder Beobachtung eines Konflikts.

Ein bekanntes Beispiel war die Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine. Sie begann 2014 und stellte ihre Tätigkeit 2022 ein. Beobachtende sammelten Informationen über die Sicherheitslage und veröffentlichten Berichte. Das Mandat konnte nicht verlängert werden, weil kein Konsens zustande kam.

Das Beispiel zeigt zugleich die Stärke und die Schwäche der OSZE: Sie kann neutrale Beobachtung und Dialog ermöglichen, ist aber auf politische Zustimmung angewiesen.


OSZE, NATO, EU und Vereinte Nationen im Vergleich

Die OSZE wird häufig mit anderen internationalen Organisationen verwechselt.

Organisation Hauptidee Besondere Merkmale
OSZE Gemeinsame und umfassende Sicherheit durch Dialog und Kooperation 57 Teilnehmerstaaten, Konsensprinzip, keine eigene Armee
NATO Gemeinsame Verteidigung Militärisches Bündnis mit Beistandsverpflichtung
Europäische Union Politische und wirtschaftliche Integration Gemeinsame Organe und in vielen Bereichen verbindliches Recht
Vereinte Nationen Weltweite Friedenssicherung und internationale Zusammenarbeit Nahezu globale Mitgliedschaft und Sicherheitsrat

Wichtig: Die OSZE kann politische Gespräche organisieren, beobachten, vermitteln und beraten. Sie kann ihre Beschlüsse aber nicht mit eigenen Streitkräften durchsetzen.


Bedeutung für Deutschland und den Gemeinschaftskundeunterricht

Deutschland ist Teilnehmerstaat der OSZE. Deutsche Diplomatinnen und Diplomaten wirken in den Gremien mit. Außerdem können deutsche Fachleute an Wahlbeobachtungen, Missionen und Projekten teilnehmen.

Für den Gemeinschaftskundeunterricht ist die OSZE besonders interessant, weil sich an ihr zentrale politische Fragen untersuchen lassen:

  1. Internationale Zusammenarbeit: Warum geben Staaten einen Teil ihrer politischen Freiheit zugunsten gemeinsamer Regeln auf?
  2. Demokratie: Welche Voraussetzungen braucht eine freie und faire Wahl?
  3. Menschenrechte: Dürfen andere Staaten Kritik an innerstaatlichen Menschenrechtsverletzungen üben?
  4. Friedenssicherung: Welche Möglichkeiten gibt es zwischen bloßer Diplomatie und militärischem Eingreifen?
  5. Politische Urteilsbildung: Ist eine langsame Einigung besser als eine schnelle Entscheidung ohne Zustimmung aller?


Chancen, Grenzen und Kontroversen

Die OSZE besitzt besondere Stärken. Sie bringt Staaten an einen Tisch, die in anderen Bündnissen nicht gemeinsam vertreten sind. Dadurch kann der Dialog selbst in schweren politischen Krisen fortgesetzt werden. Ihre Fachinstitutionen verfügen über viel Erfahrung bei Wahlbeobachtung, Minderheitenschutz und Medienfreiheit.

Gleichzeitig ist ihre Arbeit begrenzt. Die OSZE hat keine eigene Armee, viele Verpflichtungen sind politischer und nicht unmittelbar rechtlich erzwingbarer Art, und Missionen benötigen ein Mandat. Das Konsensprinzip kann dazu führen, dass Haushalte, Personalentscheidungen oder Missionen blockiert werden.

Gerade in Zeiten starker Spannungen stellt sich deshalb eine schwierige Frage: Ist eine Organisation wirkungslos, wenn sie nicht schnell entscheiden kann, oder ist schon die Möglichkeit zum Gespräch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit?


Zusammenfassung

Die OSZE ist eine regionale Sicherheitsorganisation mit 57 Teilnehmerstaaten. Sie entstand aus dem Entspannungsprozess des Kalten Krieges und beruht auf den Prinzipien der Schlussakte von Helsinki. Ihr Sicherheitsverständnis verbindet militärische Fragen mit Wirtschaft, Umwelt, Menschenrechten und Demokratie.

Ihre wichtigsten Mittel sind Dialog, Beobachtung, Beratung, Frühwarnung und Konfliktprävention. Das Konsensprinzip gibt allen Teilnehmerstaaten eine Stimme, kann Entscheidungen aber auch blockieren. Die OSZE ist deshalb weder ein Militärbündnis noch eine Weltregierung. Sie ist vor allem ein politisches Forum und ein Netzwerk spezialisierter Institutionen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür steht die Abkürzung OSZE? (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) (!Organisation für soziale Zusammenarbeit in Europa) (!Organisation für staatliche Zentralisierung Europas) (!Organisation für Sicherheit und Zollentwicklung)




Wie viele Teilnehmerstaaten hat die OSZE? (57) (!27) (!32) (!193)




In welcher Stadt haben wichtige OSZE-Gremien ihren Sitz? (Wien) (!Brüssel) (!Straßburg) (!Genf)




Welches Dokument wurde 1975 unterzeichnet? (Schlussakte von Helsinki) (!Vertrag von Maastricht) (!Römische Verträge) (!Warschauer Vertrag)




Nach welchem Prinzip werden die meisten OSZE-Entscheidungen getroffen? (Konsens) (!Mehrheitswahl) (!Losverfahren) (!Alleinentscheidung)




Welche Aufgabe gehört zur menschlichen Dimension? (Wahlbeobachtung) (!Gemeinsame Landesverteidigung) (!Festlegung einer europäischen Währung) (!Erhebung von Einfuhrzöllen)




Was besitzt die OSZE nicht? (Eine eigene Armee) (!Teilnehmerstaaten) (!Diplomatische Gremien) (!Fachinstitutionen)




Welche Institution beobachtet unter anderem Wahlen? (ODIHR) (!Europäische Zentralbank) (!Internationaler Währungsfonds) (!Welthandelsorganisation)




Was ist eine mögliche Schwäche des Konsensprinzips? (Ein Staat kann einen Beschluss blockieren) (!Wahlen werden automatisch ungültig) (!Alle Staaten verlieren ihr Stimmrecht) (!Beschlüsse gelten nur für Gemeinden)




Was kennzeichnet das Sicherheitsverständnis der OSZE? (Es verbindet militärische, wirtschaftliche, ökologische und menschliche Sicherheit) (!Es beschränkt sich ausschließlich auf militärische Verteidigung) (!Es behandelt nur Fragen des internationalen Handels) (!Es beschäftigt sich nur mit Naturkatastrophen)





Memory

Schlussakte von Helsinki Grundlagendokument von 1975
Konsens Kein formeller Einwand eines Teilnehmerstaates
ODIHR Wahlbeobachtung und Menschenrechte
Wien Sitz wichtiger OSZE-Gremien
Den Haag Sitz des Hohen Kommissars für nationale Minderheiten
Warschau Sitz des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte
Menschliche Dimension Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundfreiheiten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Politisch-militärische Dimension Rüstungskontrolle und Konfliktprävention
Wirtschafts- und Umweltdimension Korruptionsbekämpfung und Umweltsicherheit
Menschliche Dimension Menschenrechte und Demokratie
Ständiger Rat Regelmäßige diplomatische Beratungen
Hoher Kommissar Vorbeugung von Minderheitenkonflikten






Kreuzworträtsel

Helsinki In welcher Stadt wurde 1975 die wichtige Schlussakte unterzeichnet?
Konsens Wie heißt das zentrale Entscheidungsprinzip der OSZE?
Warschau Wo befindet sich der Sitz des ODIHR?
Wien Wo tagt der Ständige Rat?
Medienfreiheit Welches Grundrecht schützt unabhängige Berichterstattung?
Minderheiten Welche Bevölkerungsgruppen schützt ein besonderer Hoher Kommissar?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Die OSZE besitzt

Teilnehmerstaaten. Ihre Vorläuferin hieß

. Die Schlussakte von Helsinki wurde im Jahr

unterzeichnet. Seit 1995 trägt die Organisation den Namen

. Wichtige politische Gremien arbeiten in

. Entscheidungen werden grundsätzlich im

getroffen. Die politisch-militärische Dimension beschäftigt sich unter anderem mit

. Das ODIHR organisiert unter anderem die

. Der Hohe Kommissar soll Konflikte um nationale

frühzeitig verhindern. Die OSZE besitzt keine eigene

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. OSZE-Steckbrief: Gestalte einen übersichtlichen Steckbrief mit Name, Gründungsentwicklung, Teilnehmerzahl, Sitz, Zielen und Entscheidungsprinzip.
  2. Drei Dimensionen: Zeichne ein Schaubild, das die drei Sicherheitsdimensionen mit jeweils zwei Beispielen erklärt.
  3. Begriffsplakat: Erstelle ein Plakat zu den Begriffen Konsens, Wahlbeobachtung, Menschenrechte und Konfliktprävention.
  4. Nachrichtenbeobachtung: Suche eine aktuelle Nachricht zur OSZE und fasse in fünf eigenen Sätzen zusammen, worum es geht.


Standard

  1. Organigramm: Entwickle ein Organigramm mit Ständigem Rat, Ministerrat, Vorsitz, Sekretariat, ODIHR, Hohem Kommissar und Medienfreiheitsbeauftragten.
  2. Wahlbeobachtungsbericht: Beobachte eine simulierte Klassenwahl und verfasse einen kurzen Bericht zu Fairness, geheimer Abstimmung und Auszählung.
  3. Organisationsvergleich: Vergleiche OSZE, NATO, EU und Vereinte Nationen in einer selbst gestalteten Tabelle.
  4. Konsensdebatte: Führt eine Klassendebatte zur Frage durch, ob in internationalen Organisationen Einstimmigkeit oder Mehrheitsentscheidungen besser sind.


Schwer

  1. OSZE-Konferenzsimulation: Simuliert eine Sitzung des Ständigen Rates zu einer erfundenen Grenzkrise und versucht, einen Konsensbeschluss zu formulieren.
  2. Fallanalyse Konfliktprävention: Entwickle für einen erfundenen Minderheitenkonflikt einen mehrstufigen Plan aus Frühwarnung, Vermittlung und langfristiger Zusammenarbeit.
  3. Politisches Urteil: Verfasse ein begründetes Urteil zur Aussage, die OSZE sei gerade wegen ihrer begrenzten Macht wichtig.
  4. Erklärvideo: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Erklärvideo darüber, wie umfassende Sicherheit, Konsens und Menschenrechte in der OSZE zusammenhängen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Sicherheitsbegriff analysieren: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, weshalb ein Umweltproblem zu einem Sicherheitsproblem werden kann.
  2. Konsens bewerten: Stelle je zwei Vorteile und Nachteile des Konsensprinzips gegenüber und formuliere anschließend ein begründetes Gesamturteil.
  3. Institutionen anwenden: Entscheide für drei erfundene politische Probleme, welche OSZE-Institution jeweils besonders geeignet wäre, und begründe Deine Auswahl.
  4. Wahlbeobachtung übertragen: Entwickle Kriterien, mit denen eine Schülervertretungswahl auf Freiheit, Gleichheit und Transparenz geprüft werden könnte.
  5. Organisationen vergleichen: Erkläre, weshalb die OSZE eine Krise anders bearbeiten würde als ein militärisches Bündnis.
  6. Konfliktprävention entwickeln: Entwirf einen Handlungsplan, mit dem Spannungen zwischen zwei Bevölkerungsgruppen frühzeitig entschärft werden könnten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. die Entstehung von der KSZE zur OSZE erklären kannst,
  2. die Bedeutung der Schlussakte von Helsinki beschreiben kannst,
  3. die drei Dimensionen umfassender Sicherheit unterscheidest,
  4. zentrale Organe und Institutionen ihren Aufgaben zuordnest,
  5. das Konsensprinzip mit Chancen und Grenzen beurteilst,
  6. Wahlbeobachtung und Konfliktprävention an Beispielen erklärst,
  7. die OSZE von NATO, EU und Vereinten Nationen abgrenzt,
  8. zu einem aktuellen sicherheitspolitischen Problem ein begründetes Urteil formulierst.




OERs zum Thema


Frei zugängliche Informationsquellen

  1. Offizielle Einführung der OSZE
  2. Arbeitsfelder und drei Dimensionen
  3. Entscheidungsfindung und Konsens
  4. Schlussakte von Helsinki
  5. Informationen zur Wahlbeobachtung des ODIHR
  6. Freie Medien zur OSZE auf Wikimedia Commons


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