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Der ganz große Traum

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Der ganz große Traum




Einleitung

Der ganz große Traum ist ein deutscher Spielfilm über Schule, Fußball und Mut zur Veränderung. Die Geschichte spielt im Jahr 1874 in Braunschweig. Im Mittelpunkt steht der Lehrer Konrad Koch, der seinen Schülern ein damals in Deutschland noch sehr ungewohntes Ballspiel zeigt: Fußball.

Der Film verbindet eine spannende erfundene Handlung mit echten Personen und Ereignissen. Du lernst deshalb in diesem aiMOOC immer zwei Ebenen kennen: Was erzählt der Film? und Was wissen wir aus der Geschichte? So kannst Du entdecken, wie aus einer neuen Spielidee ein Mannschaftssport wurde und warum Fair Play, Teamgeist, Regeln und gegenseitiger Respekt nicht nur auf dem Fußballplatz wichtig sind.

Hinweis für Erwachsene: Der Film ist in Deutschland ohne Altersbeschränkung freigegeben. Die pädagogische Filmplattform kinofenster empfiehlt ihn wegen seiner historischen und gesellschaftlichen Themen ab etwa 10 Jahren. Dieser aiMOOC ist sprachlich und methodisch für Kinder ab 6 Jahren gestaltet. Für jüngere Kinder eignen sich eine begleitete Sichtung, ausgewählte Filmszenen und gemeinsame Gespräche besonders gut.


Der Film

Der Film kam 2011 ins Kino. Regie führte Sebastian Grobler. Daniel Brühl spielt den Lehrer Konrad Koch. Die Filmfigur kommt an ein strenges Gymnasium in Braunschweig und soll dort Englisch unterrichten. Viele Schüler sind zuerst skeptisch. Als Koch einen Ball in den Unterricht bringt, verändert sich die Stimmung. Die Jungen lernen, miteinander zu spielen, sich abzusprechen und Verantwortung für die Mannschaft zu übernehmen.

Im Film geht es nicht nur darum, wer ein Tor schießt. Es geht auch um die Frage: Wie wollen Menschen miteinander lernen und leben? Einige Erwachsene wollen an alten Gewohnheiten festhalten. Andere Figuren erleben, dass Vertrauen, Mitbestimmung und Zusammenarbeit neue Möglichkeiten eröffnen können.

Der Film zeigt außerdem Unterschiede zwischen reichen und armen Familien, zwischen Erwachsenen und Kindern sowie zwischen strengen Regeln und selbstständigem Denken. Diese Gegensätze sind für die Filmgeschichte deutlich zugespitzt. Ein Spielfilm darf Ereignisse verändern, Figuren erfinden oder Konflikte verstärken. Deshalb ist der Film keine Dokumentation.


Film und Wirklichkeit

Der echte Konrad Koch lebte von 1846 bis 1911 und arbeitete am Braunschweiger Martino-Katharineum. Anders als im Film war er dort vor allem Lehrer für Deutsch und alte Sprachen wie Latein und Griechisch. Es gibt auch keinen Beleg dafür, dass er vor 1874 mehrere Jahre in England gelebt hätte.

Sehr wichtig war sein Kollege August Hermann. Hermann besorgte einen Ball aus England und unterstützte die neuen Schulspiele. Im Film tritt diese historische Rolle stark in den Hintergrund. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Film Geschichte vereinfacht, damit eine klare Erzählung entsteht.

Merke: Du kannst einen historischen Film genießen und gleichzeitig fragen: Was ist belegt? Was wurde erfunden? Welche Veränderung hilft der Filmgeschichte?


Die frühe Geschichte des Fußballs in Deutschland

Im 19. Jahrhundert waren verschiedene Ballspiele in Großbritannien bereits weit verbreitet. Es gab jedoch unterschiedliche Regeln. Auch die Trennung zwischen dem heutigen Fußball und Rugby entwickelte sich erst nach und nach.

In Braunschweig führten Konrad Koch und August Hermann 1874 ein neues Ballspiel als Schulspiel ein. Dieses frühe Spiel ähnelte in wichtigen Punkten noch Rugby: Der Ball durfte zeitweise auch mit den Händen aufgenommen werden. Deshalb war es noch nicht genau der Fußball, den Du heute kennst.

Oft wird das Braunschweiger Schulspiel von 1874 als ein entscheidender Anfang des Fußballs in Deutschland bezeichnet. Historikerinnen und Historiker unterscheiden aber genau zwischen verschiedenen Formen von „Football“. Für Spiele nach den Regeln der englischen Football Association gibt es aus dem Jahr 1875 Belege aus Lüneburg. Für Dich ist vor allem wichtig: Der moderne Fußball entstand Schritt für Schritt.


Konrad Kochs Regeln

1875 veröffentlichte Konrad Koch ein frühes deutschsprachiges Regelheft für das Schulspiel. Es enthielt nicht nur Spielregeln, sondern auch Hinweise zur Gesundheit und zum Verhalten. Damals gab es noch keinen Schiedsrichter wie heute. Mannschaftsführer konnten Entscheidungen mittragen; sie wurden in diesem Regelwerk sogar „Fußballkaiser“ genannt.

Im Laufe der Jahre änderte sich das Spiel. Das Spielen nur mit den Füßen wurde wichtiger, Regeln wurden vereinheitlicht und Vereine entstanden. Das zeigt etwas Grundsätzliches: Regeln sind nicht immer schon fertig. Menschen entwickeln sie, prüfen sie und verändern sie.


Vom Schulspiel zum organisierten Fußball

Um 1900 war Fußball in vielen deutschen Städten angekommen. Am 28. Januar 1900 wurde in Leipzig der Deutsche Fußball-Bund gegründet. Damit konnten sich Vereine besser auf gemeinsame Regeln und Wettbewerbe verständigen.

Ein historischer Spielfeldplan aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigt, wie genau Spielflächen und Markierungen später beschrieben wurden:


Schule damals und heute

Die Filmhandlung spielt im Deutschen Kaiserreich. In vielen Schulen dieser Zeit hatten Disziplin, Gehorsam, Prüfungen und eine klare Rangordnung große Bedeutung. Am Gymnasium war höhere Bildung damals vor allem Jungen vorbehalten. Mädchen hatten deutlich weniger Möglichkeiten, einen gleichwertigen höheren Schulabschluss zu erreichen. Auch die soziale Herkunft beeinflusste Bildungswege stark.

Der Film macht die strenge Schule besonders sichtbar: Lehrkräfte reden, Schüler gehorchen, Fehler können beschämend wirken. Kochs Unterricht wird als Gegenbild erzählt. Er lässt die Schüler etwas ausprobieren, bewegen, sprechen, zusammenarbeiten und aus Erfahrungen lernen.

Heute gibt es weiterhin Regeln, Aufgaben und Leistungsanforderungen. Gleichzeitig gelten Kinder als Menschen mit eigenen Rechten. Unterricht kann Gespräche, Projekte, Bewegung und Teamarbeit einschließen. Mädchen und Jungen haben grundsätzlich denselben Zugang zu schulischer Bildung. Trotzdem bleibt die Frage aktuell: Wie kann Schule fair sein und jedes Kind beim Lernen unterstützen?


Bewegung kann Lernen verändern

Konrad Koch wollte Schulspiele nicht nur einführen, damit Kinder sich bewegen. Er verband Bewegung auch mit sozialen Lernzielen. Beim Mannschaftsspiel musst Du wahrnehmen, was andere tun, Entscheidungen treffen, Regeln beachten und mit Erfolg oder Enttäuschung umgehen.

Überlege beim Anschauen: Was lernen die Kinder außer Dribbeln, Passen und Schießen?


Fußballregeln heute – einfach erklärt

Fußball macht nur Spaß, wenn alle wissen, woran sie sind. Die weltweiten Grundregeln werden vom IFAB festgelegt. Für Kinder werden Spielfeld, Spielzeit und Mannschaftsgröße oft angepasst.

  1. Ziel: Zwei Mannschaften versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu spielen.
  2. Ball im Tor: Ein Tor zählt, wenn der ganze Ball die Torlinie zwischen den Pfosten und unter der Latte vollständig überquert hat und vorher kein Regelverstoß passiert ist.
  3. Hände: Feldspieler spielen den Ball normalerweise ohne Hand oder Arm. Der Torwart hat im eigenen Strafraum besondere Rechte. Nicht jede Berührung von Ball und Hand ist automatisch ein Handspiel.
  4. Seitenaus: Verlässt der Ball vollständig die Seitenlinie, bekommt die andere Mannschaft einen Einwurf.
  5. Toraus: Verlässt der Ball die Torlinie neben dem Tor, gibt es je nach letzter Ballberührung Abstoß oder Eckstoß.
  6. Foul: Wer unfair tritt, stößt oder eine Gegnerin oder einen Gegner regelwidrig zu Fall bringt, kann einen Freistoß verursachen. Bestimmte Fouls der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum führen zu einem Strafstoß.
  7. Schiedsrichter: Der Schiedsrichter achtet auf die Regeln und sorgt dafür, dass das Spiel fortgesetzt werden kann.
  8. Abseits: Das ist eine schwierigere Regel über die Position angreifender Spieler. Für erste Spiele und viele Kinder-Spielformen brauchst Du sie noch nicht im Detail.


Kinderfußball ist kleiner

Bei Erwachsenen spielen im großen Fußball normalerweise elf Personen pro Mannschaft, darunter ein Torwart. Für Kinder im Alter von ungefähr sechs oder sieben Jahren nutzt der DFB kleinere Spielformen. In der G-Jugend wird zum Beispiel zwei gegen zwei oder drei gegen drei auf vier Minitore gespielt; dabei gibt es keinen Torwart. So hat jedes Kind häufiger den Ball und kann viele Spielsituationen selbst erleben.


Der Torwart

Ein Torwart beobachtet den Ball, den Raum vor dem Tor und die Mitspieler. Er muss schnell entscheiden, ob er fängt, abwehrt oder einen Angriff einleitet.


Teamgeist

Ein Team ist mehr als eine Gruppe von Menschen mit demselben Trikot. Teamgeist entsteht, wenn Spielerinnen und Spieler einander helfen und Verantwortung teilen. Ein guter Pass kann genauso wichtig sein wie ein Tor.

Teamgeist bedeutet zum Beispiel: Du bietest Dich an, wenn jemand Hilfe braucht. Du freust Dich über den Erfolg anderer. Du machst nach einem Fehler weiter. Du hörst zu. Du lässt auch Kinder mitspielen, die noch nicht so sicher am Ball sind.

Im Film verändert das gemeinsame Spiel die Klasse. Schüler, die zuvor gegeneinander standen, entdecken gemeinsame Ziele. Das ist eine wichtige Botschaft des Films. In der Wirklichkeit entsteht Teamgeist allerdings nicht automatisch durch Fußball. Ein Team muss Fairness und Respekt immer wieder üben.


Fair Play

Fair Play bedeutet mehr als „nicht foulen“. Es verbindet geschriebene Regeln mit Haltungen wie Respekt, Ehrlichkeit, Rücksicht und Teamgeist.

Fair Play kann so aussehen: Du gibst zu, wenn der Ball zuletzt an Dir war. Du hilfst einer gestürzten Person auf. Du beleidigst niemanden. Du akzeptierst, dass ein Schiedsrichter anders entscheiden kann als Du. Du gewinnst ohne Auslachen und verlierst ohne Beschimpfen.

Fair-Play-Frage: Was wäre Dir lieber: unfair gewinnen oder fair verlieren? Begründe Deine Antwort.


Gesellschaftlicher Wandel

Der Film zeigt eine Welt, in der nicht alle Menschen dieselben Möglichkeiten haben. Besonders deutlich wird dies bei Bildung, sozialer Herkunft und den Rollen von Mädchen und Jungen. Historisch war höhere Schulbildung im Kaiserreich lange vor allem Jungen zugänglich.

Heute spielen Mädchen und Jungen Fußball, besuchen gemeinsam Schulen und können in vielen Bereichen dieselben Bildungswege wählen. Das bedeutet nicht, dass heute automatisch überall Gleichberechtigung herrscht. Es zeigt aber, wie sehr sich Rechte, Erwartungen und Möglichkeiten verändern können.

Auch der Sport verändert sich. Neue Spielformen entstehen, Regeln werden angepasst, Frauenfußball wird sichtbarer, inklusive Teams schaffen Zugänge für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, und Kinderfußball richtet sich stärker danach, dass alle oft am Ball sind.

Gesellschaftlicher Wandel bedeutet: Menschen hinterfragen Gewohnheiten, streiten über neue Ideen und verändern Regeln oder Einrichtungen. Der Film erzählt diesen Wandel stark vereinfacht am Beispiel einer Schule und eines neuen Spiels.


Was können wir aus dem Film lernen?

Der ganz große Traum lädt Dich zu mehreren Fragen ein: Kann eine neue Idee eine Gruppe verändern? Wann ist eine Regel sinnvoll? Was ist der Unterschied zwischen Gehorsam und Verantwortung? Wie fühlt es sich an, ausgeschlossen zu werden? Wann wird aus vielen Einzelnen ein Team?

Eine wichtige Antwort lautet: Regeln und Freiheit sind keine Gegensätze. Gute Regeln können dafür sorgen, dass alle mitspielen können. Fair Play macht aus einem Wettbewerb eine Begegnung, bei der die Würde aller Beteiligten zählt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Stadt spielt ein großer Teil der Filmgeschichte? (Braunschweig) (!Leipzig) (!Hamburg) (!München)




Welche neue Sportart zeigt Konrad Koch seinen Schülern im Film? (Fußball) (!Tennis) (!Schwimmen) (!Eishockey)




Welches Jahr ist für das frühe Schulspiel in Braunschweig besonders wichtig? (1874) (!1914) (!1945) (!2006)




Wer unterstützte den echten Konrad Koch bei den frühen Schulspielen? (August Hermann) (!Fritz Walter) (!Sepp Herberger) (!Franz Beckenbauer)




Wie war das frühe Braunschweiger Ballspiel im Vergleich zu heutigem Fußball? (Es ähnelte in Teilen Rugby) (!Es wurde nur mit einem Schläger gespielt) (!Es fand im Wasser statt) (!Es hatte überhaupt keine Regeln)




Was gehört zu Fair Play? (Respektvoll und ehrlich spielen) (!Andere absichtlich ärgern) (!Regeln nur beachten wenn man führt) (!Nach einer Niederlage beleidigen)




Was bedeutet Teamgeist? (Gemeinsam helfen und Verantwortung teilen) (!Nur selbst Tore schießen) (!Schwächere ausschließen) (!Nie mit anderen sprechen)




Was passiert beim modernen Fußball meistens wenn der Ball vollständig über die Seitenlinie geht? (Es gibt einen Einwurf) (!Es gibt automatisch ein Tor) (!Das Spiel ist sofort beendet) (!Es gibt immer einen Strafstoß)




Warum ist der Film kein genaues Geschichtsbuch? (Er verändert historische Details für eine spannende Erzählung) (!Er enthält überhaupt keine echten Personen) (!Er spielt vollständig in der Zukunft) (!Er zeigt nur erfundene Sportarten)




Was ist eine wichtige Idee des Kinderfußballs? (Möglichst viele Kinder sollen oft am Ball sein) (!Nur das stärkste Kind darf schießen) (!Alle müssen auf einem riesigen Feld spielen) (!Kinder dürfen nie Regeln verändern)





Memory

Konrad Koch Lehrer und Fußballpionier
August Hermann Turnlehrer und Mitstreiter
Braunschweig Ort des frühen Schulfußballs
Fair Play Respektvoll und ehrlich spielen
Teamgeist Gemeinsam statt allein handeln
Fußballkaiser Früher Mannschaftsführer
Martino-Katharineum Schule der frühen Ballspiele





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einwurf Ball geht vollständig über die Seitenlinie
Eckstoß Verteidigende Mannschaft berührt den Ball zuletzt vor dem Toraus
Abstoß Angreifende Mannschaft berührt den Ball zuletzt vor dem Toraus
Freistoß Spiel wird nach einem Regelverstoß auf diese Weise fortgesetzt
Fair Play Respekt und ehrliches Verhalten im Wettbewerb




...


Kreuzworträtsel

Braunschweig In welcher Stadt führte Konrad Koch das neue Schulspiel ein?
Teamgeist Wie heißt das Gefühl gemeinsam für ein Ziel zu spielen?
Fairplay Wie nennt man ehrliches und respektvolles Verhalten im Sport?
Spielfeld Wie heißt die Fläche auf der ein Fußballspiel stattfindet?
Torwart Wer darf im eigenen Strafraum den Ball unter bestimmten Bedingungen mit den Händen spielen?
Regeln Was hilft dabei dass alle wissen wie ein Spiel funktioniert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Film spielt im Jahr

in Braunschweig.
Die zentrale Lehrerfigur heißt

.
Historisch unterstützte ihn sein Kollege

.
Das frühe Schulspiel ähnelte in manchen Regeln dem

.
Konrad Koch veröffentlichte im Jahr 1875 ein deutsches

.
Beim Fair Play ist gegenseitiger

besonders wichtig.
Der Torwart darf den Ball im eigenen Strafraum unter bestimmten Bedingungen mit den

spielen.
Wenn eine Mannschaft gut zusammenarbeitet zeigt sie

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Traumbild: Male ein Bild mit dem Titel „Mein ganz großer Traum“. Zeige darauf, wer Dir helfen könnte, diesen Traum zu erreichen.
  2. Regelpiktogramm: Zeichne drei leicht verständliche Bildzeichen für Fußballregeln, zum Beispiel Einwurf, Tor und Fair Play.
  3. Fair-Play-Plakat: Gestalte ein Plakat mit einer Situation, in der jemand besonders fair handelt.
  4. Schule damals und heute: Zeichne ein geteiltes Bild. Links zeigst Du eine Filmschule von 1874, rechts Deine Idee von einer guten Schule heute.


Standard

  1. Interview über Fairness: Befrage eine erwachsene Person oder ein älteres Kind: Wann war Fairness im Sport einmal wichtiger als das Ergebnis? Notiere oder zeichne die Antwort.
  2. Mini-Fußballspiel: Spiele in einer kleinen Gruppe ein kurzes Spiel und vereinbart vorher drei eigene Fair-Play-Regeln. Besprecht danach, welche Regel besonders geholfen hat.
  3. Zeitleiste Fußballgeschichte: Gestalte eine Zeitleiste mit den Stationen Braunschweig 1874, Kochs Regelheft 1875 und DFB-Gründung 1900. Ergänze zu jeder Station ein Bildsymbol.
  4. Unterrichtsszene: Spielt zu zweit dieselbe kurze Unterrichtssituation zweimal: einmal sehr streng und einmal mit Mitbestimmung. Sprecht danach über Eure Gefühle.


Schwer

  1. Film-Faktencheck: Suche drei Aussagen aus dem Film heraus und prüfe mit verlässlichen Quellen, was historisch belegt und was für den Film verändert wurde.
  2. Erklärvideo Fußballgeschichte: Produziere ein ein- bis dreiminütiges Video, in dem Du erklärst, warum das Spiel von 1874 noch nicht genauso war wie heutiger Fußball.
  3. Exkursion Sportgeschichte: Besuche mit einer erwachsenen Begleitperson einen Fußballverein, ein Sportmuseum oder einen historischen Lernort. Bereite Fragen zu Regeln, Teamgeist und Veränderungen im Sport vor.
  4. Inklusives Turnier: Plane ein kleines Turnier, bei dem möglichst alle Kinder unabhängig von Spielerfahrung gut mitmachen können. Begründe Spielfeldgröße, Teamgröße, Wechselregeln und Fair-Play-Regeln.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fairness-Dilemma: Dein Team bekommt einen Einwurf, obwohl Du sicher weißt, dass Du den Ball zuletzt berührt hast. Erkläre zwei mögliche Reaktionen und begründe, welche am besten zu Fair Play passt.
  2. Regeln und Freiheit: Erkläre an einem Beispiel, wie eine Regel das Spielen nicht nur einschränken, sondern für alle gerechter und freier machen kann.
  3. Schule im Wandel: Vergleiche eine strenge Unterrichtsszene aus dem Film mit einer Lernform, in der Kinder mitentscheiden. Welche Chancen und Schwierigkeiten haben beide Formen?
  4. Film und Geschichte: Warum kann ein Spielfilm echte Personen zeigen und trotzdem historische Dinge verändern? Erkläre, wie Du Filmhandlung und historische Information auseinanderhalten würdest.
  5. Teamproblem lösen: Ein Kind bekommt im Spiel fast nie den Ball. Entwickle zwei Regeln oder Absprachen, die den Teamgeist verbessern könnten.
  6. Gesellschaftlicher Wandel: Im Kaiserreich hatten Mädchen deutlich weniger Zugang zu höherer Bildung. Verbinde diese Information mit dem heutigen Gedanken von Chancengleichheit und nenne ein Beispiel, wo Gleichberechtigung weiterhin aktiv gestaltet werden muss.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zu Der ganz große Traum ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und nicht nur einzelne Wörter auswendig lernen kannst.

  1. Du kannst die Grundidee und zentrale Themen des Films wiedergeben.
  2. Du kannst erklären, warum der Film historische Ereignisse verändert und weshalb Quellenprüfung wichtig ist.
  3. Du kennst die Bedeutung von Konrad Koch, August Hermann und Braunschweig für die frühe deutsche Fußballgeschichte.
  4. Du kannst frühe rugbyähnliche Ballspiele von heutigem Fußball unterscheiden.
  5. Du kannst wichtige einfache Fußballregeln anwenden.
  6. Du kannst Fair Play und Teamgeist mit eigenen Beispielen erklären.
  7. Du kannst beschreiben, wie sich Schule, Bildungschancen und Sport seit dem 19. Jahrhundert verändert haben.
  8. Du kannst eine eigene faire Lösung für ein Problem in Schule oder Sport entwickeln.




Quellen und Vertiefung

  1. Stadt Braunschweig: Braunschweig 1874 – Wiege des deutschen Fußballs
  2. Stadt Braunschweig: Konrad Koch – eine Erfolgsgeschichte
  3. kinofenster: Der ganz große Traum
  4. kinofenster: Schule im Kaiserreich
  5. Deutscher Fußball-Bund: Historie
  6. Deutscher Fußball-Bund: Fair Play
  7. IFAB: Laws of the Game
  8. Wikimedia Commons: Konrad Koch


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