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Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde 1

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Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde 1




Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Datenschutz und digitale Selbstbestimmung betreffen Deinen Alltag, Deine Grundrechte und die Demokratie. Beim Chatten, Lernen, Spielen, Einkaufen oder Bewegen mit dem Smartphone entstehen Daten. Sie können nützlich sein, etwa für Navigation, medizinische Forschung oder personalisierte Lernangebote. Zugleich können aus ihnen Profile über Interessen, Kontakte, Aufenthaltsorte oder Verhalten entstehen.

Datenschutz schützt deshalb nicht nur Dateien oder Geräte. Er schützt Menschen davor, dass Informationen über sie unkontrolliert gesammelt, verknüpft oder gegen sie verwendet werden. Digitale Selbstbestimmung bedeutet, dass Du möglichst verstehen und mitentscheiden kannst, wer welche Daten zu welchem Zweck nutzt. Vollständige Kontrolle ist im digitalen Alltag jedoch schwer, weil Plattformen, Behörden und Unternehmen oft mehr Wissen und technische Möglichkeiten besitzen als einzelne Nutzerinnen und Nutzer.

Dieser aiMOOC richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Fach Gemeinschaftskunde. Du lernst die rechtlichen Grundlagen kennen, untersuchst politische Konflikte zwischen Freiheit und Sicherheit und entwickelst eigene Handlungsmöglichkeiten.


Warum ist Datenschutz ein politisches Thema?

Datenschutz entscheidet darüber, wie Macht in einer digitalen Gesellschaft verteilt ist. Wer viele Daten besitzt, kann Verhalten beobachten, Vorhersagen treffen und Entscheidungen beeinflussen. Das betrifft Werbung und Konsum, aber auch Bildung, Arbeit, Versicherungen, Polizei und politische Kommunikation.

Eine demokratische Gesellschaft braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich frei informieren, austauschen und engagieren können. Wer ständig mit Überwachung rechnet, kann sein Verhalten vorsichtiger gestalten und auf legitime Äußerungen verzichten. Datenschutz unterstützt deshalb nicht nur die Privatsphäre, sondern auch Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, politische Beteiligung und den Schutz von Minderheiten.

Dabei gibt es echte Zielkonflikte. Daten können bei der Verfolgung schwerer Straftaten, beim Gesundheitsschutz oder bei einer effizienten Verwaltung helfen. Staatliche Eingriffe benötigen jedoch eine gesetzliche Grundlage, einen klaren Zweck und müssen verhältnismäßig sein.


Grundbegriffe

Begriff Bedeutung
Personenbezogene Daten Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen, zum Beispiel Name, Foto, Standort, Kennnummer oder Online-Kennung.
Besondere Datenkategorien Besonders sensible Daten, etwa zu Gesundheit, politischen Meinungen, Religion oder biometrischen Merkmalen.
Datenverarbeitung Jeder Umgang mit Daten, zum Beispiel Erheben, Speichern, Ordnen, Auswerten, Übermitteln oder Löschen.
Privatsphäre Der geschützte persönliche Lebensbereich, in dem Menschen unbeobachtet handeln und Beziehungen gestalten können.
Datensicherheit Technische und organisatorische Maßnahmen gegen Verlust, Manipulation und unbefugten Zugriff.
Profiling Automatisierte Auswertung personenbezogener Daten, um Merkmale, Interessen oder wahrscheinliches Verhalten einzuschätzen.
Digitale Selbstbestimmung Die Fähigkeit und das Recht, digitale Technik informiert, freiwillig und möglichst eigenständig zu nutzen.


Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Das Bundesverfassungsgericht entwickelte das Recht auf informationelle Selbstbestimmung im Volkszählungsurteil vom 15. Dezember 1983. Es leitete dieses Recht aus der Menschenwürde nach Artikel 1 Absatz 1 und der freien Entfaltung der Persönlichkeit nach Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes ab.[1]

Der Grundgedanke lautet: Menschen sollen grundsätzlich selbst darüber bestimmen können, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Informationen offenbart und verwendet werden. Das Recht gilt nicht grenzenlos. Einschränkungen können im überwiegenden Allgemeininteresse zulässig sein, benötigen aber eine klare gesetzliche Grundlage und müssen verhältnismäßig sein.

Das Urteil war eine Reaktion auf die geplante Volkszählung und die neuen Möglichkeiten elektronischer Datenverarbeitung. Seine Aussage bleibt aktuell: Werden viele einzelne Informationen verknüpft, kann ein sehr genaues Persönlichkeitsbild entstehen.


Die DSGVO als europäische Grundlage

Die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, kurz DSGVO, gilt seit dem 25. Mai 2018. Sie schützt natürliche Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und schafft gemeinsame Regeln in der Europäischen Union.[2]

Eine Einwilligung ist nur eine mögliche Rechtsgrundlage. Datenverarbeitung kann auch erlaubt sein, wenn sie für einen Vertrag, eine rechtliche Verpflichtung, lebenswichtige Interessen, eine öffentliche Aufgabe oder berechtigte Interessen erforderlich ist. Welche Grundlage passt, hängt vom konkreten Fall ab.


Grundsätze der Datenverarbeitung

Grundsatz Leitfrage
Rechtmäßigkeit, Fairness und Transparenz Ist die Verarbeitung erlaubt und für Betroffene verständlich?
Zweckbindung Wurde ein klarer Zweck genannt und werden die Daten nur dafür genutzt?
Datenminimierung Werden nur die wirklich erforderlichen Daten erhoben?
Richtigkeit Sind die gespeicherten Informationen sachlich richtig und aktuell?
Speicherbegrenzung Werden Daten gelöscht, wenn sie nicht mehr benötigt werden?
Integrität und Vertraulichkeit Sind die Daten gegen Verlust und unbefugten Zugriff geschützt?
Rechenschaftspflicht Kann die verantwortliche Stelle die Einhaltung der Regeln nachweisen?

Diese Grundsätze zeigen: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist automatisch rechtlich erlaubt oder politisch sinnvoll.


Deine Rechte nach der DSGVO

Betroffene Personen besitzen mehrere Rechte gegenüber verantwortlichen Stellen. Dazu gehören Information, Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch und Schutz bei bestimmten automatisierten Entscheidungen.[3]

Recht Beispiel
Auskunft Du fragst eine Plattform, welche Daten über Dich gespeichert sind und wofür sie genutzt werden.
Berichtigung Du verlangst, dass ein falsches Geburtsdatum oder eine unrichtige Zuordnung korrigiert wird.
Löschung Du forderst die Entfernung nicht mehr benötigter oder unrechtmäßig verarbeiteter Daten. Das Recht gilt nicht ohne Ausnahmen.
Widerspruch Du widersprichst unter bestimmten Voraussetzungen einer Verarbeitung, besonders Direktwerbung.
Datenübertragbarkeit Du erhältst bestimmte bereitgestellte Daten in einem übertragbaren Format.
Beschwerde Du wendest Dich an eine Datenschutzaufsichtsbehörde, wenn Du eine Rechtsverletzung vermutest.


Digitale Datenspuren und Datenökonomie

Ein Smartphone ist zugleich Telefon, Kamera, Kalender, Bewegungsmesser, Navigationsgerät und Zugang zu sozialen Netzwerken. Apps können je nach Berechtigung auf Standort, Kontakte, Mikrofon, Kamera oder Dateien zugreifen. Zusätzlich entstehen Metadaten: Sie beschreiben zum Beispiel, wann, wie lange und mit welchem Gerät kommuniziert wurde.

Viele kostenlose Dienste finanzieren sich durch Werbung, Analyse oder die wirtschaftliche Nutzung von Daten. Daten werden ausgewertet, um Zielgruppen zu bilden, Werbung anzupassen oder Verhalten vorherzusagen. Häufig übernehmen Algorithmen diese Sortierung. Sie können nützlich sein, aber auch Fehler, Vorurteile und Diskriminierung verstärken.


Standort, Biometrie und Überwachung

Standortdaten können Wege, Gewohnheiten und soziale Kontakte sichtbar machen. Gesicht, Fingerabdruck und Stimme können als biometrische Merkmale zur Identifikation genutzt werden. Solche Daten sind besonders sensibel, weil sie eng mit dem Körper verbunden sind und sich nicht so einfach ändern lassen wie ein Passwort.

Videoüberwachung kann Sicherheit erhöhen oder bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Gleichzeitig greift sie in die Rechte beobachteter Personen ein. Politisch wichtig sind daher Fragen nach Zweck, Speicherfrist, Zugriff, Kontrolle und Verhältnismäßigkeit.


Freiheit, Sicherheit und demokratische Kontrolle

In der Gemeinschaftskunde geht es nicht nur um persönliche Einstellungen am Smartphone. Entscheidend sind auch Regeln für staatliche Stellen und große Unternehmen. Eine Demokratie muss Sicherheit gewährleisten, darf aber Bürgerinnen und Bürger nicht anlasslos und grenzenlos erfassen.

Politische Entscheidungen sollten deshalb mehrere Fragen beantworten: Ist die Maßnahme geeignet? Ist sie erforderlich? Gibt es ein milderes Mittel? Steht der Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zum Eingriff? Wer kontrolliert die Datenverarbeitung? Können Betroffene ihre Rechte wirksam durchsetzen?

Digitale Selbstbestimmung braucht neben Eigenverantwortung auch verständliche Gesetze, datenschutzfreundliche Technik, unabhängige Aufsicht und Bildung. Die Verantwortung darf nicht allein auf einzelne Nutzerinnen und Nutzer abgeschoben werden.


Datenschutz in der Schule

Auch Schulen verarbeiten personenbezogene Daten: Namen, Noten, Fehlzeiten, Lernstände, Förderbedarf, Fotos und Kommunikationsdaten. Dafür braucht es einen pädagogischen oder gesetzlichen Zweck, angemessene Sicherheit und klare Zuständigkeiten.

Bei Lernplattformen und Apps solltest Du prüfen, welche Daten benötigt werden, wo sie gespeichert werden und wer Zugriff erhält. Fotos aus dem Unterricht dürfen nicht einfach ohne passende Rechtsgrundlage veröffentlicht werden. Besonders bei Klassenchats ist wichtig, die Telefonnummern, Bilder und Nachrichten anderer Personen zu respektieren.

Ein datenschutzfreundlicher Unterricht verwendet möglichst wenige Daten, erklärt die eingesetzten Systeme und bietet Unterstützung bei Fragen oder Beschwerden.


So stärkst Du Deine digitale Selbstbestimmung

  1. App-Berechtigungen: Erlaube Kamera, Mikrofon, Kontakte und Standort nur, wenn die Funktion sie wirklich benötigt.
  2. Datensparsamkeit: Gib nur Daten an, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind.
  3. Privatsphäre-Einstellungen: Prüfe regelmäßig, wer Beiträge, Profilangaben und Standortinformationen sehen kann.
  4. Passwortsicherheit: Nutze lange, unterschiedliche Passwörter und nach Möglichkeit eine Zwei-Faktor-Authentisierung.
  5. Einwilligung: Lies verständliche Hinweise und entscheide bewusst, statt alles automatisch zu akzeptieren.
  6. Auskunftsrecht: Frage bei Bedarf nach, welche Daten gespeichert werden und wie lange.
  7. Recht am eigenen Bild: Hole Zustimmung ein, bevor Du Fotos oder Videos anderer veröffentlichst.
  8. Politische Beteiligung: Diskutiere Schulregeln, Plattformwahl und staatliche Überwachung sachlich mit.


Fallbeispiel: Eine neue Schul-App

Eine Schule möchte eine App einführen. Sie soll Stundenplan, Hausaufgaben, Chat, Anwesenheit und Lernfortschritt verbinden. Die App verlangt Zugriff auf Kontakte, Standort und Mikrofon.

Prüfe den Fall mit diesen Fragen:

Prüffrage Bedeutung
Welcher Zweck wird verfolgt? Jede Funktion braucht einen nachvollziehbaren schulischen Zweck.
Welche Daten sind erforderlich? Standort und Kontakte könnten für Hausaufgaben und Stundenplan unnötig sein.
Gibt es eine Alternative? Eine datensparsame Weblösung könnte weniger Zugriffsrechte benötigen.
Wer entscheidet? Schule, Schulträger, Datenschutzbeauftragte und schulische Gremien können beteiligt sein.
Welche Rechte haben Lernende? Sie brauchen verständliche Informationen und erreichbare Ansprechpersonen.
Wie wird kontrolliert? Zugriffe, Speicherfristen, Verträge und Sicherheitsmaßnahmen müssen überprüfbar sein.

Das Beispiel zeigt: Gute Datenschutzentscheidungen verbinden Recht, Technik, Pädagogik und demokratische Beteiligung.


Institutionen und Ansprechstellen

Institution Aufgabe
Datenschutzaufsichtsbehörden Sie beraten, kontrollieren und bearbeiten Beschwerden. Zuständig sind je nach Bereich die Bundes- oder Landesbehörden.
Datenschutzbeauftragte Sie unterstützen Organisationen und überwachen intern die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben.
Gerichte Sie prüfen Streitfälle und entwickeln Grundrechte weiter.
Europäische Union Sie schafft gemeinsame Regeln und koordiniert den Datenschutz im europäischen Binnenmarkt.
Zivilgesellschaft und Medien Sie recherchieren, informieren, kritisieren und machen Probleme öffentlich.


Quellen und Vertiefung

Der Erklärfilm der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, wie digitale Datenspuren gesammelt, aufbereitet und wirtschaftlich genutzt werden.[4] Die bpb erläutert außerdem, dass informationelle Selbstbestimmung eine Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist.[5]


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was schützt Datenschutz vor allem? (Die Rechte und Freiheiten von Menschen) (!Nur technische Geräte) (!Nur geheime Staatsakten) (!Nur Passwörter)




Aus welchen Grundrechten wurde die informationelle Selbstbestimmung abgeleitet? (Menschenwürde und freie Entfaltung der Persönlichkeit) (!Versammlungsfreiheit und Wahlrecht) (!Berufsfreiheit und Eigentum) (!Kunstfreiheit und Briefgeheimnis)




Welches Urteil prägte 1983 die informationelle Selbstbestimmung? (Das Volkszählungsurteil) (!Das Lüth-Urteil) (!Das Apothekenurteil) (!Das Kruzifixurteil)




Was bedeutet Datenminimierung? (Nur erforderliche Daten verarbeiten) (!Alle Daten dauerhaft speichern) (!Daten ohne Zweck sammeln) (!Möglichst viele Profile verbinden)




Welches Recht ermöglicht die Korrektur falscher Daten? (Das Recht auf Berichtigung) (!Das Recht auf Werbung) (!Das Recht auf Speicherung) (!Das Recht auf Überwachung)




Was ist Profiling? (Automatisierte Bewertung persönlicher Merkmale) (!Manuelles Löschen eines Kontos) (!Verschlüsseln einer Festplatte) (!Anmelden bei einer Behörde)




Warum sind Standortdaten besonders aussagekräftig? (Sie können Wege und Gewohnheiten sichtbar machen) (!Sie enthalten immer nur die Uhrzeit) (!Sie lassen keine Rückschlüsse zu) (!Sie werden nie gespeichert)




Welche Aussage zur Einwilligung ist richtig? (Sie ist eine von mehreren möglichen Rechtsgrundlagen) (!Sie erlaubt jede spätere Nutzung) (!Sie kann nie widerrufen werden) (!Sie ersetzt jede Sicherheitsmaßnahme)




Was gehört zu digitaler Selbstbestimmung? (Informiert über die Nutzung eigener Daten entscheiden) (!Alle Nutzungsbedingungen ungelesen annehmen) (!Jede App mit allen Berechtigungen ausstatten) (!Fremde Fotos ohne Zustimmung veröffentlichen)




Welche Frage gehört zur Verhältnismäßigkeit staatlicher Datennutzung? (Gibt es ein milderes geeignetes Mittel) (!Ist die Technik besonders teuer) (!Ist die Datenmenge möglichst groß) (!Ist die Maßnahme vollständig geheim)





Memory

Personenbezogene Daten Information über eine bestimmbare Person
Zweckbindung Nutzung für einen festgelegten Zweck
Datenminimierung Beschränkung auf erforderliche Angaben
Auskunft Information über gespeicherte Daten
Berichtigung Korrektur unrichtiger Angaben
Profiling Automatisierte Bewertung von Merkmalen
Aufsichtsbehörde Unabhängige Kontrolle des Datenschutzes
Verhältnismäßigkeit Abwägung von Zweck und Grundrechtseingriff





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Datenschutz
Auskunft Erfahren, welche Daten gespeichert sind
Löschung Nicht mehr benötigte Daten entfernen lassen
Widerspruch Einer bestimmten Verarbeitung entgegentreten
Zweckbindung Daten nur für festgelegte Ziele verwenden
Datensicherheit Daten vor Verlust und Zugriff schützen
Einwilligung Freiwillige und informierte Zustimmung
Profiling Persönliche Merkmale automatisiert bewerten






Kreuzworträtsel

Volkszaehlung Welches Ereignis führte 1983 zu einem grundlegenden Datenschutzurteil?
Einwilligung Wie heißt eine freiwillige Zustimmung zur Datenverarbeitung?
Profiling Wie nennt man die automatisierte Bewertung persönlicher Merkmale?
Loeschung Welches Recht kann die Entfernung bestimmter Daten ermöglichen?
Transparenz Welcher Grundsatz verlangt verständliche Informationen?
Pseudonym Wie heißt ein Ersatzname, der die direkte Zuordnung erschwert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wurde im

von 1983 geprägt.
Es schützt die Entscheidung über die Verwendung

Daten.
Die europäische Datenschutz-Grundverordnung wird mit

abgekürzt.
Daten sollen nur für einen klaren

verarbeitet werden.
Der Grundsatz der

verlangt eine Beschränkung auf erforderliche Angaben.
Mit dem Recht auf

erfährst Du, welche Daten gespeichert sind.
Eine automatisierte Bewertung persönlicher Merkmale heißt

.
Staatliche Eingriffe müssen insbesondere

sein.
Datenschutz unterstützt auch freie politische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Datentagebuch: Notiere einen Tag lang, bei welchen digitalen Handlungen Daten entstehen. Vermeide dabei echte sensible Angaben.
  2. App-Berechtigungen: Untersuche die Berechtigungen einer selbst gewählten App und begründe, welche davon notwendig erscheinen.
  3. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat zu Zweckbindung, Datenminimierung, Auskunft und Löschung.
  4. Schulregeln: Formuliere fünf verständliche Regeln für den respektvollen Umgang mit Fotos und Nachrichten in einer Klasse.


Standard

  1. Fallanalyse: Beurteile die geplante Schul-App aus dem Fallbeispiel mithilfe der Grundsätze der DSGVO.
  2. Rollenspiel: Simuliere eine Anhörung mit Lernenden, Schulleitung, Elternvertretung, App-Anbieter und Datenschutzaufsicht.
  3. Auskunftsanfrage: Entwirf eine sachliche Anfrage, mit der eine Person Auskunft über gespeicherte Daten verlangt.
  4. Medienvergleich: Vergleiche zwei Erklärvideos zu Datenschutz nach Verständlichkeit, Quellen, Zielgruppe und Handlungstipps.


Schwer

  1. Freiheit und Sicherheit: Entwickle eine begründete Position zu Videoüberwachung an einem öffentlichen Ort.
  2. Datenökonomie: Untersuche das Geschäftsmodell eines digitalen Dienstes und zeige, welche Rolle Daten dabei spielen.
  3. Kommunalpolitik: Entwirf Kriterien für die datenschutzfreundliche Digitalisierung einer Schule oder Gemeinde.
  4. Podcast: Produziere einen Podcast, in dem Du Chancen und Risiken biometrischer Gesichtserkennung abwägst.




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Lernkontrolle

  1. Grundrechtsabwägung: Prüfe eine staatliche Maßnahme zur automatischen Gesichtserkennung auf legitimen Zweck, Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit.
  2. Schul-App bewerten: Erstelle eine begründete Empfehlung, welche Funktionen einer Schul-App eingeführt, verändert oder abgelehnt werden sollten.
  3. Datenmacht analysieren: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie große Datenbestände das Machtverhältnis zwischen Plattform und Nutzerinnen oder Nutzern verändern.
  4. Demokratische Wirkung: Zeige, wie Überwachung die freie Meinungsäußerung und politische Beteiligung beeinflussen kann.
  5. Rechte anwenden: Entscheide in drei selbst entwickelten Fällen, ob Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Widerspruch besonders passend ist.
  6. Regelung entwerfen: Formuliere eine kurze, verständliche Datenschutzordnung für ein digitales Schulprojekt und begründe die wichtigsten Regeln.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. zentrale Begriffe wie personenbezogene Daten, Profiling, Zweckbindung und Datenminimierung korrekt erklärst.
  2. das Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit dem Volkszählungsurteil und dem Grundgesetz verbindest.
  3. wichtige Rechte nach der DSGVO auf konkrete Fälle anwenden kannst.
  4. Konflikte zwischen Freiheit, Sicherheit, wirtschaftlichen Interessen und staatlichen Aufgaben abwägst.
  5. die demokratische Bedeutung von Datenschutz begründet darstellst.
  6. eine digitale Anwendung anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilst.
  7. eigene Schutzmaßnahmen entwickelst, ohne die politische Verantwortung allein den Einzelnen zuzuschieben.




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