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Datenschutz – Datenflüsse schulischer Systeme sichtbar machen

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Datenschutz – Datenflüsse schulischer Systeme sichtbar machen

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Datenschutz – Datenflüsse schulischer Systeme sichtbar machen

Zielgruppe: schulische IT, Schulleitung und Datenschutzbeauftragte

Kurzbeschreibung: Du machst Datenflüsse von Endgeräten über schulische Netze, lokale Server, Cloud-Dienste und externe Anbieter sichtbar. Du erkennst datenschutzrelevante Übergänge und vergleichst lokale Verarbeitung mit externen Diensten. Ziel ist nicht „Cloud = schlecht“, sondern eine nachvollziehbare, zweckgebundene und möglichst datenarme Architektur.

Quellenstand: 7. Oktober 2026. Die DS-GVO gilt europaweit; Schulrecht und Zuständigkeiten unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Der Kurs ersetzt keine Einzelfallprüfung durch die zuständige Datenschutzaufsicht oder Rechtsberatung.

Einstiegsauftrag: Suche im Wimmelbild Stellen, an denen Daten einen neuen Empfänger, ein neues System oder eine neue Sicherheitszone erreichen. Genau solche Übergänge werden im Kurs als Datenfluss-Grenzen untersucht.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Datenflüsse technisch und datenschutzrechtlich lesen. Du kannst insbesondere erkennen, welche Daten wohin fließen, warum sie fließen, wer über Zwecke und Mittel entscheidet, welche externen Stellen beteiligt sind und welche Übertragung vermeidbar ist.


Datenfluss statt Produktname

Ein Schul-IT-System besteht selten nur aus „einer App“. Schon ein Login kann mehrere Stationen berühren: Endgerät, WLAN, DNS, Firewall, Identitätsdienst, Anwendungsserver, Protokollierung und eventuell weitere Anbieter.

Ein nützliches Datenflussmodell fragt bei jedem Pfeil:

Frage Beispiel
Quelle Tablet, Verwaltungs-PC, Drucker, Browser
Ziel Schulserver, Rechenzentrum, SaaS-Dienst, CDN
Daten Name, Kennung, IP-Adresse, Dateiinhalt, Geräte-ID, Zeitstempel, Telemetrie
Zweck Anmeldung, Unterricht, Synchronisation, Sicherheit, Support
Rolle Verantwortlicher, Auftragsverarbeiter, weiterer Verantwortlicher
Grenze VLAN, Internet-Gateway, Organisationsgrenze, Drittland

Merksatz: Ein sichtbarer Datenfluss ist noch keine rechtliche Bewertung. Erst Zweck, Rechtsgrundlage, Rollen, Empfänger, Schutzmaßnahmen und Speicher-/Löschkonzept machen ihn datenschutzrechtlich bewertbar.


Typische Datenarten im Schulbetrieb

Datenart Typische Quelle Warum relevant?
Stammdaten Schulverwaltung, Verzeichnisdienst Direkter Personenbezug
Leistungsdaten Lernplattform, Notenverwaltung Hoher Schutzbedarf im schulischen Kontext
Inhaltsdaten Dokumente, Chats, Audio, Video Können sensible Informationen enthalten
Metadaten IP-Adresse, Zeitstempel, Gerätekennung Können Nutzung und Verhalten nachvollziehbar machen
Diagnose- und Telemetriedaten Betriebssystem, App, Cloud-Client Zwecke und Empfänger sind nicht immer für die Schule sichtbar
Protokolldaten Firewall, Server, IdP Nützlich für Sicherheit, zugleich begrenzungs- und löschpflichtig


Schulische Netzarchitektur lesen

In Schulen sind Netze häufig segmentiert. Pädagogisches Netz, Verwaltung, Gäste, Geräteverwaltung und Server sollten nicht automatisch dieselben Zugriffsrechte haben. VLANs, Firewalls, Zugriffsregeln und getrennte Identitäten können Datenflüsse begrenzen. Segmentierung ist eine Sicherheitsmaßnahme; sie ersetzt aber keine Prüfung von Zweck und Erforderlichkeit.

Beispielpfad:

Endgerät → WLAN / Access Point → Schul-VLAN → Firewall / Proxy / DNS → lokaler Server oder Internet


Architektur A: möglichst lokale Verarbeitung

Schülergerät → pädagogisches VLAN → lokaler Anwendungsserver → lokales Backup

Datenschutzvorteil: Inhalt muss für die Kernfunktion nicht zwingend an einen externen Dienst übertragen werden.

Prüfpunkt: „Lokal“ ist nur dann wirklich lokal, wenn Updates, Telemetrie, externe Fonts, Karten, Videos, DNS-, Lizenz- oder Analyseaufrufe nicht unbemerkt zusätzliche Verbindungen erzeugen.


Architektur B: externer Dienst

Endgerät → Schulnetz → Internet-Gateway → Cloud-Dienst → Unterauftragnehmer / CDN / Support

Datenschutzrelevante Übergänge: Organisationsgrenze, neue Empfänger, mögliche Unterauftragnehmer und eventuell Verarbeitung außerhalb des EWR. Hier sind insbesondere Auftragsverarbeitung, Transparenz, technische und organisatorische Maßnahmen und gegebenenfalls Kapitel V der DS-GVO zu prüfen.

Die Abbildung zeigt beispielhaft, wie komplex reale Infrastrukturen werden können. Für Schulen folgt daraus: Nicht nur den sichtbaren Hauptdienst dokumentieren, sondern auch Identitätsdienste, Content-Delivery-Netze, Support, Telemetrie, Backup und Subprozessoren betrachten.


Cloud ist eine Architekturentscheidung

Bei Cloud Computing verschieben sich technische Zuständigkeiten. Das entlastet die Schule technisch, beseitigt aber keine datenschutzrechtliche Verantwortung. Wer Verantwortlicher ist, richtet sich nach der konkreten Verarbeitung und dem jeweiligen Landes- und Organisationsrecht; das darf nicht pauschal aus dem Produktnamen abgeleitet werden.

Wichtig: Ein externer Anbieter kann Auftragsverarbeiter sein. Verarbeitet er Daten für eigene Zwecke, kann er für diese Verarbeitung selbst Verantwortlicher sein. Deshalb müssen Rollen und Zwecke pro Datenfluss geklärt werden.

Medien-Experiment: Das BSI-Video behandelt sichere Cloud-Nutzung. Gleichzeitig ist ein eingebettetes YouTube-Video selbst ein gutes Beispiel für einen möglichen externen Datenfluss. Beobachte in einer autorisierten Testumgebung, welche Netzwerkverbindungen beim Laden der Seite und erst beim Start des Videos entstehen.


Vergleichsfälle: lokal oder extern?

Schulischer Fall Lokal Externer Dienst Datenschutzfrage
PDF zusammenführen Desktop-Anwendung verarbeitet Datei auf dem Gerät Web-Konverter erhält die Datei Muss der Dateiinhalt die Schule überhaupt verlassen?
Sprache in Text umwandeln On-Device-Modell Cloud-Transkription Werden Stimme, Inhalt oder Metadaten übertragen?
Lernstand auswerten Lokale Lernplattform SaaS-Lernplattform Welche Prozess- und Leistungsdaten sind erforderlich?
Text überarbeiten Lokaler Editor Web-/KI-Dienst Werden Inhalte für eigene Zwecke oder Training genutzt?
Dateiablage Schulserver Cloud-Speicher Wer hat administrativen Zugriff und wo liegen Backups?
Geräteverwaltung Lokales Management Cloud-MDM Welche Gerätekennungen, App-Listen und Diagnosedaten fließen?

Entscheidungsprinzip: Wenn derselbe Zweck mit weniger personenbezogenen Daten, weniger Empfängern oder lokaler Verarbeitung erreicht werden kann, ist diese Variante aus Sicht der Datenminimierung regelmäßig besonders prüfenswert.


Datenminimierung praktisch umsetzen

Die DS-GVO verlangt, personenbezogene Daten auf das für den Zweck notwendige Maß zu beschränken. Datenschutz durch Technikgestaltung verlangt, diese Entscheidung bereits bei Auswahl und Konfiguration von Systemen mitzudenken.

Maßnahme Wirkung auf Datenflüsse
Lokale Verarbeitung Inhalt verlässt Endgerät oder Schulnetz nicht für die Kernfunktion
Pseudonyme statt Klarnamen Externer Dienst erhält weniger direkt identifizierende Daten
Telemetrie deaktivieren Zusätzliche Diagnoseflüsse können entfallen
Synchronisation begrenzen Nur benötigte Ordner, Felder oder Gruppen werden übertragen
Kurze Log-Aufbewahrung Metadaten werden nicht länger als erforderlich gespeichert
Rollen- und Rechtekonzept Weniger Personen und Systeme können auf Daten zugreifen
Lokaler Cache / lokales Modell Wiederholte externe Anfragen können reduziert werden

Achtung: Pseudonymisierung und Verschlüsselung sind Schutzmaßnahmen, aber pseudonymisierte oder verschlüsselte Daten können weiterhin personenbezogene Daten sein. Eine echte Anonymisierung setzt voraus, dass Personen mit vertretbaren Mitteln nicht mehr identifizierbar sind.


Datenflüsse technisch sichtbar machen

Untersuche nur Systeme, für die Du autorisiert bist. Für eine schulische Bestandsaufnahme eignen sich vor allem dokumentierende und beobachtende Verfahren.

Werkzeug / Quelle Sichtbar wird Grenze
Browser-Entwicklertools Domains, Requests, APIs, eingebundene Drittinhalte Nur Browser-Verkehr der Testsitzung
DNS-Protokolle Welche Namen aufgelöst werden Kein Dateiinhalt
Firewall-/Proxy-Logs Ziele, Ports, Zeiten, Volumen Bei TLS meist kein Klartextinhalt
Server-/IdP-Logs Logins, Rollen, Anwendungen Protokollierung selbst muss minimiert werden
Paketmitschnitt im Testnetz Verbindungen und Protokoll-Metadaten Nur mit Berechtigung; TLS-Inhalt bleibt verschlüsselt
Herstellerdokumentation Subprozessoren, Regionen, Zwecke, Konfigurationsoptionen Muss mit realer Konfiguration abgeglichen werden

Praxisregel: Dokumentation und Messung ergänzen sich. Ein Datenfluss, der im Test nicht auftritt, kann zu einem anderen Zeitpunkt, bei einer anderen Funktion oder nach einem Update trotzdem entstehen.


Datenschutzrechtliche Prüfpunkte an Übergängen

Die zentralen Prüfpunkte ergeben sich insbesondere aus der DS-GVO.

Prüffrage Relevante DS-GVO-Norm
Ist der Zweck festgelegt und die Verarbeitung erforderlich? Art. 5 und Art. 6
Werden nur notwendige Daten verarbeitet? Art. 5 Abs. 1 lit. c
Ist die Verantwortlichkeit geklärt? Art. 4 Nr. 7, Art. 24
Gibt es einen Auftragsverarbeiter? Art. 28
Ist Datenschutz durch Technikgestaltung umgesetzt? Art. 25
Sind technische und organisatorische Maßnahmen angemessen? Art. 32
Ist bei hohem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig? Art. 35
Gibt es Übermittlungen in Drittländer? Art. 44 ff.

Für Schulen besonders wichtig: Minderjährige, Leistungsdaten, Förderinformationen, Gesundheitsdaten oder andere besondere Kategorien personenbezogener Daten können einen erhöhten Schutzbedarf auslösen. Die konkrete Rechtsgrundlage für schulische Verarbeitung ergibt sich häufig zusätzlich aus Landesrecht.


Aktueller Blick auf öffentliche Cloud-Nutzung

Der Europäische Datenschutzausschuss untersuchte Cloud-Nutzung im öffentlichen Sektor in einer koordinierten Aktion. Bildung war dabei ausdrücklich einbezogen. Für schulische Entscheider bedeutet das: Vertragsrollen, Weisungsbindung, internationale Übermittlungen, Unterauftragnehmer, Kontrolle, Konfiguration und tatsächliche Datenflüsse gehören zusammen.

Der LfDI Baden-Württemberg berichtet im Tätigkeitsbericht 2025 weiterhin über Datenschutzfragen in der Bildung und die datenschutzkonforme Nutzung von Cloud-Diensten. Ältere Prüfungen einzelner Produkte sind als technische Fallstudien nützlich, aber nicht automatisch eine aktuelle pauschale Rechtsbewertung jeder heutigen Produktversion.


Interaktive Architekturdiagramme


Architekturdiagramm 1: Wo liegt die Grenze?

Ordne den Architekturbaustein zu. Bedeutung
Endgerät Ursprung von Eingaben, Dateien und Geräte-Metadaten
Schulnetz Interne Transport- und Sicherheitszone
Internet-Gateway Kontrollpunkt zwischen internem Netz und externen Zielen
Cloud-Dienst Externe Verarbeitung beim Dienstanbieter
Unterauftragnehmer Weiterer externer Verarbeitungspartner



Transferfrage: Markiere danach auf Papier oder Whiteboard jeden Pfeil, an dem sich Verantwortlichkeit, Empfänger, Rechtsraum oder Sicherheitszone ändert.


Architekturdiagramm 2: Lokale Alternative finden

Ordne die datensparsame Alternative zu. Externe Variante
Lokaler PDF-Editor Web-Konverter für Schülerdokumente
On-Device-Spracherkennung Cloud-Transkription
Schulserver Externe Dateiablage
Lokales Benutzerverzeichnis Externer Identitätsdienst
Lokales Auswertungsskript Externer Analysedienst



Bewertung: Eine lokale Alternative ist nicht automatisch besser. Prüfe auch Patchmanagement, Backup, Zugriffsschutz, Verfügbarkeit und personelle Ressourcen.


Schulische Anwendungsszenarien


Szenario A: Lernplattform mit Single Sign-on

Schülergerät → Schul-IdP → Lernplattform → eingebettetes Video / LTI-Tool

Beobachte: Welche Attribute gibt der IdP frei? Braucht der externe Dienst Klarnamen? Wird beim Öffnen eines eingebetteten Inhalts ein weiterer Anbieter kontaktiert?


Szenario B: Digitales Klassenbuch

Lehrkraftgerät → Schulnetz → Klassenbuchdienst → Backup / Support

Beobachte: Leistungs- und Verhaltensbezug, Rollenrechte, Protokolle, Exportmöglichkeiten, Aufbewahrung und Supportzugriffe.


Szenario C: KI-gestützte Textanalyse

Schülertext → Browser / App → API des KI-Dienstes → Modellbetrieb / Logging

Datenminimierung: Entferne Namen und unnötige Kontextdaten, nutze wenn möglich lokale Modelle oder schulisch freigegebene Dienste und kläre, ob Eingaben für eigene Zwecke des Anbieters verwendet werden.


Szenario D: Schulserver und lokales Backup

Auch lokale Verarbeitung braucht Schutz: physischer Zugang, Admin-Konten, Verschlüsselung, Patchmanagement, Backup, Wiederherstellung und Löschkonzept gehören zur Architektur.


Arbeitsvorlage: Datenflussinventar

Fülle für jeden relevanten Dienst eine Zeile aus. Beginne mit Funktionen, nicht mit Herstellernamen.

Feld Eintrag
Funktion z. B. Aufgabenabgabe
Quelle Gerät / Anwendung
Ziel Server / Dienst / API
Datenkategorien Stammdaten / Inhalte / Metadaten
Zweck Warum wird übertragen?
Rechtsgrundlage DS-GVO plus ggf. Landesrecht
Rollen Verantwortlicher / Auftragsverarbeiter / weiterer Verantwortlicher
Standort / Rechtsraum EWR / Drittland / unbekannt
Unterauftragnehmer dokumentiert?
Schutzmaßnahmen Verschlüsselung / Segmentierung / Rechte / Logging
Löschung Frist und technischer Prozess
Minimierungsoption lokal / pseudonym / weniger Felder / weniger Logs


Schnellcheck für Beschaffung und Freigabe

  1. Zweckbindung: Ist für jede Datenkategorie ein konkreter schulischer Zweck benannt?
  2. Datenminimierung: Lässt sich die Funktion mit weniger Daten oder ohne Klarnamen betreiben?
  3. Datenfluss: Sind alle externen Ziele, Subprozessoren und eingebetteten Dienste bekannt?
  4. Auftragsverarbeitung: Stimmen Vertrag, Weisungen und tatsächliche technische Verarbeitung überein?
  5. Informationssicherheit: Sind Zugriff, Segmentierung, Verschlüsselung, Protokollierung und Updates angemessen?
  6. Drittlandtransfer: Sind Übermittlungen außerhalb des EWR erkannt und nach Art. 44 ff. DS-GVO bewertet?
  7. Löschkonzept: Können Daten, Logs, Backups und Konten fristgerecht gelöscht werden?
  8. Nachweis: Kann die Schule oder zuständige Stelle die Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der beste erste Schritt bei der Analyse eines schulischen Cloud-Dienstes? (Den tatsächlichen Datenfluss mit Quellen, Zielen und Zwecken dokumentieren) (!Nur den Produktnamen notieren) (!Nur die Benutzeroberfläche prüfen) (!Nur den Speicherpreis vergleichen)




Welche Maßnahme unterstützt Datenminimierung am direktesten? (Nur die für den Zweck benötigten Daten übertragen) (!Alle verfügbaren Felder synchronisieren) (!Protokolle unbegrenzt speichern) (!Jede Telemetrie aktivieren)




Was bedeutet lokale Verarbeitung datenschutzrechtlich? (Sie kann externe Übertragungen reduzieren, muss aber trotzdem sicher und rechtmäßig gestaltet sein) (!Sie ist automatisch immer rechtskonform) (!Sie benötigt niemals Protokollierung) (!Sie macht Zugriffskontrollen überflüssig)




Was ist bei einem externen Auftragsverarbeiter besonders zu prüfen? (Rollen, Vertrag, Weisungen und technische Verarbeitung müssen zusammenpassen) (!Der Anbieter braucht keine Sicherheitsmaßnahmen) (!Unterauftragnehmer sind immer irrelevant) (!Die Schule muss keine Zwecke festlegen)




Welche Daten können bei einem einfachen Login zusätzlich zum Namen anfallen? (IP-Adresse, Zeitstempel und Geräteinformationen) (!Nur Papierakten) (!Nur Druckertoner) (!Keine Metadaten)




Was leistet Netzsegmentierung? (Sie kann Kommunikation und Zugriffswege zwischen Netzbereichen begrenzen) (!Sie ersetzt jede Rechtsgrundlage) (!Sie anonymisiert automatisch alle Daten) (!Sie verhindert jede Internetverbindung)




Wann ist ein Datenfluss in ein Drittland besonders zu prüfen? (Wenn personenbezogene Daten außerhalb des EWR verarbeitet oder zugänglich werden können) (!Nur wenn Papierpost versendet wird) (!Nur wenn keine Verschlüsselung existiert) (!Nie bei Cloud-Diensten)




Warum reicht Herstellerdokumentation allein nicht aus? (Die reale Konfiguration und tatsächlichen Datenflüsse können davon abweichen) (!Dokumentation ist rechtlich verboten) (!Netzwerkverkehr kann nie gemessen werden) (!Updates verändern Systeme grundsätzlich nie)




Was ist eine sinnvolle lokale Alternative zu einem Web-Konverter für sensible Schülerdokumente? (Ein freigegebener lokaler PDF-Editor) (!Ein beliebiger kostenloser Upload-Dienst) (!Ein privates Social-Media-Konto) (!Eine öffentliche Dateifreigabe)




Was folgt aus Datenschutz durch Technikgestaltung? (Datenschutzanforderungen werden schon bei Auswahl, Architektur und Konfiguration berücksichtigt) (!Datenschutz wird erst nach einem Vorfall geprüft) (!Alle Daten werden vorsorglich dauerhaft gespeichert) (!Nur Nutzende sind für Datenschutz verantwortlich)





Memory

Datenminimierung Nur erforderliche personenbezogene Daten verarbeiten
Internet-Gateway Übergang zwischen internem Netz und externen Zielen
Auftragsverarbeiter Verarbeitung personenbezogener Daten auf dokumentierte Weisung
Telemetrie Betriebs- und Diagnosedaten eines Systems
Pseudonymisierung Direkte Identifizierungsmerkmale durch Zuordnungsschlüssel ersetzen
Netzsegmentierung Kommunikation zwischen Sicherheitszonen begrenzen
Löschkonzept Regeln für Fristen und technische Entfernung von Daten
Drittlandtransfer Übermittlung oder Zugänglichkeit außerhalb des EWR prüfen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Browser-Entwicklertools Externe Web-Requests erkennen
DNS-Protokoll Aufgelöste Zielnamen nachvollziehen
Firewall-Log Verbindungen an Netzgrenzen sehen
Verzeichnisdienst Identitäten und Anmeldevorgänge zuordnen
Löschprotokoll Umsetzung von Aufbewahrungsfristen nachweisen






Kreuzworträtsel

Firewall Welches System kontrolliert erlaubte und unerlaubte Netzwerkverbindungen?
Telemetrie Wie heißen automatisch übermittelte Betriebs- und Diagnosedaten?
Gateway Wie heißt ein Übergangspunkt zwischen verschiedenen Netzen?
Pseudonymisierung Welches Verfahren ersetzt direkte Identifikatoren durch eine Zuordnung?
Rechenzentrum Wie heißt ein Ort, an dem Server- und Netztechnik betrieben wird?
Datenminimierung Welcher Grundsatz verlangt die Beschränkung auf notwendige Daten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Datenfluss beginnt bei einer

und endet zunächst an einem Ziel.
Personenbezogene Daten sollen nur im für den Zweck notwendigen Umfang verarbeitet werden; dieser Grundsatz heißt

.
Ein Übergang vom Schulnetz ins Internet führt häufig über ein

.
Ein externer Dienst kann als

auf dokumentierte Weisung tätig werden.
Automatisch übermittelte Diagnoseinformationen werden häufig als

bezeichnet.
Eine Aufteilung des Netzes in getrennte Sicherheitsbereiche heißt

.
Datenschutz soll bereits bei Auswahl und Konfiguration eines Systems durch

berücksichtigt werden.
Bei hohem Risiko kann eine

erforderlich sein.
Übermittlungen außerhalb des EWR müssen nach den Regeln für

geprüft werden.
Eine lokal ausgeführte Funktion kann unnötige externe

vermeiden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Datenfluss-Skizze: Zeichne für eine schulische Anwendung den Weg vom Endgerät bis zum Server und markiere jede Netzgrenze.
  2. Datenarten: Sammle für ein Login fünf mögliche Datenarten und entscheide, welche davon für den Zweck wirklich erforderlich sind.
  3. Lokale Verarbeitung: Finde drei schulische Tätigkeiten, die ohne externen Cloud-Dienst erledigt werden können.
  4. Medienanalyse: Untersuche das Datenschutz-Wimmelbild und beschreibe drei Situationen als Datenfluss mit Quelle, Ziel und Zweck.


Standard

  1. Browseranalyse: Untersuche in einer autorisierten Testumgebung mit den Browser-Entwicklertools eine schulische Webseite und dokumentiere externe Domains.
  2. Vergleichsfall: Vergleiche einen lokalen PDF-Editor mit einem Web-Konverter anhand von Datenarten, Empfängern, Speicherorten und Löschung.
  3. Architektur-Workshop: Entwirf für pädagogisches Netz, Verwaltung, Gäste und Server eine Segmentierung und begründe erlaubte Kommunikationswege.
  4. Datenflussinventar: Fülle die Arbeitsvorlage für einen real verwendeten Dienst aus und kennzeichne unbekannte Punkte als offene Prüffragen.


Schwer

  1. Technischer Praxistest: Plane einen reproduzierbaren Test, mit dem DNS-, Firewall- und Browserdaten eines Dienstes zusammengeführt werden, ohne echte Schülerdaten zu verwenden.
  2. Beschaffungsentscheidung: Erstelle eine Entscheidungsvorlage, die lokale Lösung und SaaS-Lösung mit Datenschutz, Sicherheit, Betrieb und Kosten transparent vergleicht.
  3. Datenschutz-Folgenabschätzung: Entwickle für ein risikoreiches Beispielszenario eine Vorprüfung und begründe, ob eine DSFA nach Art. 35 DS-GVO näher geprüft werden muss.
  4. Schulischer Datenfluss-Audit: Organisiere mit IT, Schulleitung und Datenschutzbeauftragten einen Workshop, identifiziere die fünf wichtigsten externen Übergänge und priorisiere Minimierungsmaßnahmen.




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Lernkontrolle

  1. Transferfall Lernplattform: Eine Lernplattform lädt nach der Anmeldung Inhalte von vier externen Domains. Entwickle eine Prüfreihenfolge, mit der Du Zweck, Datenarten, Rollen und Erforderlichkeit bewertest.
  2. Architekturentscheidung: Eine Schule kann Sprachaufnahmen lokal oder per Cloud transkribieren. Begründe, welche Informationen Du vor einer Entscheidung brauchst und wie Datenminimierung die Architekturwahl beeinflusst.
  3. Fehleranalyse: Ein Dienstvertrag nennt nur einen Anbieter, der Netzwerktest zeigt aber weitere Ziele. Erkläre mögliche Ursachen und leite konkrete nächste Prüfschritte ab.
  4. Risikovergleich: Vergleiche „alles lokal“ und „alles Cloud“ und zeige, warum keine der beiden Architekturen automatisch datenschutzkonform oder sicher ist.
  5. Minimierungsentwurf: Entwickle für ein digitales Klassenbuch drei technische Änderungen, die Datenumfang, Empfängerkreis oder Speicherdauer reduzieren.
  6. Nachweisführung: Entwirf eine kurze Argumentationskette, mit der eine Schulleitung belegen kann, dass sie Datenflüsse erkannt, bewertet, minimiert und regelmäßig überprüft hat.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du nicht nur Begriffe kennen, sondern einen realistischen Datenfluss selbstständig analysieren können.

  1. Ein Architekturdiagramm mit Endgerät, Netzzonen, Servern, externen Diensten und Datenfluss-Pfeilen erstellen.
  2. Mindestens drei datenschutzrelevante Übergänge begründet kennzeichnen.
  3. Datenarten, Zwecke, Empfänger und Rollen nachvollziehbar zuordnen.
  4. Eine lokale und eine externe Verarbeitungsvariante vergleichen.
  5. Mindestens drei konkrete Maßnahmen zur Datenminimierung und lokalen Verarbeitung ableiten.
  6. Technische Beobachtungen von rechtlichen Bewertungen unterscheiden.
  7. Quellen, Annahmen und offene Fragen transparent dokumentieren.




Quellen und Aktualitätscheck

Geprüft am 7. Oktober 2026. Für konkrete schulische Entscheidungen sind zusätzlich das jeweilige Landes-Schulrecht, landesspezifische Datenschutzregelungen und Hinweise der zuständigen Aufsichtsbehörde zu prüfen.

  1. Verordnung (EU) 2016/679 – DS-GVO, EUR-Lex: insbesondere Art. 5, 24, 25, 28, 32, 35 und 44 ff.
  2. EDSA/EDPB – Leitlinien 4/2019 zu Art. 25: Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen.
  3. EDPB – Coordinated Enforcement Action zur Cloud-Nutzung im öffentlichen Sektor: Empfehlungen und Prüffelder für öffentliche Stellen.
  4. Datenschutzkonferenz – Orientierungshilfen: aktuelles Verzeichnis der DSK-Hilfen; dort wird die schulbezogene Orientierungshilfe zu Online-Lernplattformen weiterhin geführt.
  5. DSK – Orientierungshilfe Online-Lernplattformen im Schulunterricht: ältere schulbezogene Quelle; technische Grundfragen sind weiterhin nützlich, veraltete Gesetzesverweise müssen mit aktuellem Recht abgeglichen werden.
  6. BSI – FAQ zum Mindeststandard zur Nutzung externer Cloud-Dienste: technische Orientierung zu Cloud-Nutzung und Nachweisen.
  7. LfDI Baden-Württemberg – Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025: aktuelle Hinweise zu Datenschutz und Bildung, Cloud-Diensten und Sensibilisierung.
  8. LfDI Baden-Württemberg – technische Prüfung von Microsoft 365 an Schulen: historischer Fall zur Messung und Dokumentation realer Datenflüsse; nicht als pauschale Bewertung jeder heutigen Version verwenden.


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