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Nun prangt das Feld mit goldnen Garben,
Der Fruchtbaum hat sich tief gebückt
Und mit des Jahres dunklern Farben
Die Flur noch einmal sich geschmückt.
Doch schauern kalt die Abendwinde,
Die Sonne ward so krank und blaß
Und leise zittert von der Linde
Das welke Laub ins welke Gras.
Ich ahne schon des Winters Tosen
Und gäbe gern, so karg ich bin,
Für eine Handvoll Frühlingsrosen
Des Herbstes ganzen Reichtum hin.
Datum
01.03.1903
Quelle
Beilage 107 der 28. Lieferung der Illustrierten Geschichte der Deutschen Literatur, Hrsg. Dr. Anselm Salzer
Urheber
Friedrich Wilhelm Weber
Lizenz
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