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Das fliegende Klassenzimmer

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Das fliegende Klassenzimmer




Einleitung

Das fliegende Klassenzimmer ist ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahr 2023. Regie führte Carolina Hellsgård. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderroman von Erich Kästner aus dem Jahr 1933 und erzählt die Geschichte für die Gegenwart neu. Im Mittelpunkt stehen Schule, Freundschaft, Mut, Streit, Ausgrenzung, Zusammenhalt, Vertrauen und Versöhnung.

Dieser aiMOOC richtet sich an Kinder ab 6 Jahren. Jüngere Kinder sollten den Film und besonders aufregende oder traurige Szenen gemeinsam mit einer erwachsenen Person ansehen und besprechen. Der Film ist in Deutschland ab 0 Jahren freigegeben. Eine Altersfreigabe sagt jedoch nur etwas über den Jugendschutz aus. Filmpädagogische Stellen empfehlen den Film eher für Kinder ab etwa 7 bis 8 Jahren. Deshalb findest Du hier viele Aufgaben, bei denen Erwachsene, ältere Lernpartnerinnen und Lernpartner oder die Klasse helfen können.

Du lernst in diesem aiMOOC nicht nur die Handlung und die Figuren kennen. Du untersuchst vor allem eine wichtige Frage: Wie können Menschen trotz Streit gut zusammenleben?

Das Bild zeigt die historische Umschlagillustration von Walter Trier zum Kinderbuch von Erich Kästner. Der Film von 2023 erzählt die bekannte Geschichte in einer neuen Form.

Der Trailer gibt Dir einen ersten Eindruck von Figuren, Schauplätzen und Konflikten des Films.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wer wichtige Figuren des Films sind und welche Wünsche, Ängste oder Probleme sie haben. Du kannst einen normalen Streit von wiederholtem Mobbing unterscheiden. Du kannst beschreiben, warum Gruppen manchmal gegeneinander kämpfen, obwohl einzelne Kinder vielleicht gar keinen Streit miteinander wollen. Du kannst Ideen entwickeln, wie Zuhören, Hilfeholen, Entschuldigen, faire Regeln und gemeinsames Handeln Konflikte lösen können. Außerdem kannst Du eigene Regeln für ein friedliches Zusammenleben in Schule, Freizeit und Familie entwickeln.


Der Film

Die Neuverfilmung von Das fliegende Klassenzimmer kam 2023 in die deutschen Kinos. Sie dauert ungefähr 89 Minuten. Die Geschichte spielt hauptsächlich an einem Internat in der fiktiven Alpenstadt Kirchberg.

Die 13-jährige Martina Thaler lebt zunächst mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in Berlin. Sie bekommt die Möglichkeit, einige Zeit an einem besonderen Internat zu verbringen und sich für ein Stipendium zu beweisen. Dort trifft sie auf neue Mitschülerinnen und Mitschüler. Schnell merkt sie, dass es an der Schule einen alten Konflikt gibt.

Die Kinder, die im Internat wohnen, und die sogenannten Externen, die außerhalb wohnen, sind seit langer Zeit verfeindet. Viele Regeln dieses Streits scheinen schon zu bestehen, bevor Martina überhaupt ankommt. Genau darin liegt ein wichtiger Gedanke des Films: Manchmal übernehmen Menschen einen Konflikt, weil ihre Gruppe ihn schon lange führt.

Der Titelsong Mit Träumen kann man fliegen kann als Ausgangspunkt dienen, um über Wünsche, Mut und Gemeinschaft zu sprechen.


Der Ursprung der Geschichte

Erich Kästner veröffentlichte den Roman Das fliegende Klassenzimmer 1933. Seitdem wurde die Geschichte mehrfach verfilmt. Die Verfilmung von 2023 verändert viele Einzelheiten und versetzt die Handlung in die Gegenwart. Einige Rollen, die in älteren Fassungen männlich waren, wurden neu gestaltet. So steht diesmal Martina als zentrale Figur im Mittelpunkt.

Erich Kästner schrieb viele Bücher für Kinder. In seinen Geschichten geht es oft darum, dass Kinder ernst genommen werden, Freundschaft wichtig ist und Erwachsene Verantwortung übernehmen müssen.


Figuren und Beziehungen


Martina Thaler

Martina ist neu an der Schule. Sie möchte lernen und ihre Chance auf ein Stipendium nutzen. Gleichzeitig will sie ihre neuen Freundinnen und Freunde nicht im Stich lassen. Dadurch gerät sie in einen schwierigen Konflikt: Soll sie sich aus dem alten Streit heraushalten oder zu ihrer Gruppe halten?

Martina eignet sich besonders gut für die Frage: Kann man loyal zu Freundinnen und Freunden sein, ohne bei jedem Streit mitzumachen?


Jo Trotz

Jo gehört zur Gruppe der Internatskinder. Sie wirkt selbstbewusst und macht Martina mit den Regeln des Internatslebens vertraut. Ihre Figur zeigt, wie wichtig Zugehörigkeit sein kann. Gleichzeitig kannst Du überlegen, wann Gruppentreue hilfreich ist und wann sie einen Streit verschärft.


Matze Selbmann

Matze ist kräftig, gutmütig und gehört zu Martinas neuen Freunden. Seine Stärke kann Schutz geben. Der Film lädt aber auch dazu ein, über verschiedene Arten von Stärke nachzudenken. Körperliche Kraft ist nur eine Form von Stärke. Zuhören, sich entschuldigen, Hilfe holen oder sich schützend vor jemanden stellen können genauso mutig sein.


Uli von Simmern

Uli ist jünger und wirkt oft unsicher. Er möchte ernst genommen werden und beweisen, dass er mutig ist. Seine Geschichte ist besonders wichtig, weil sie zeigt: Mut bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Ein Kind muss nichts Riskantes tun, um Respekt zu verdienen.


Ruda Kreuzkamm

Ruda führt die Gruppe der Externen an. Sie steht zunächst auf der anderen Seite des Konflikts. Ihre Mutter ist die Schuldirektorin Frau Kreuzkamm. An Ruda kannst Du untersuchen, wie Familienbeziehungen, Gruppenzugehörigkeit und alte Konflikte zusammenwirken.


Justus Bökh

Justus Bökh leitet das Internat. Er versucht, zwischen den Gruppen zu vermitteln. Seine Figur eröffnet die Frage, wie Erwachsene helfen können, ohne Kindern jede Entscheidung abzunehmen.


Frau Kreuzkamm

Frau Kreuzkamm ist die Schuldirektorin und Rudas Mutter. Sie versucht mit Regeln und Strenge Ordnung herzustellen. Der Film zeigt aber, dass Regeln allein einen lange gewachsenen Konflikt nicht automatisch lösen.


Der Nichtraucher

Der geheimnisvolle Nichtraucher lebt in einem alten Eisenbahnwagen. Er gehört zur Welt der Erwachsenen, steht aber etwas außerhalb des normalen Schulalltags. Seine Figur verbindet Gegenwart und Vergangenheit und zeigt, dass auch Erwachsene alte Verletzungen, Freundschaften und ungelöste Konflikte mit sich tragen können.

Das folgende freie Bild zeigt einen alten Eisenbahnwagen als Beispiel. Es ist nicht der Wagen aus dem Film.


Schule und Zugehörigkeit

Eine Schule ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem viele Menschen mit unterschiedlichen Wünschen, Stärken, Ängsten und Erfahrungen zusammenkommen. Im Film gehört man schnell zu einer Gruppe: Internatskinder oder Externe.

Gruppen können Sicherheit geben. Sie können aber auch Druck ausüben. Wenn eine Gruppe sagt: „Mit denen reden wir nicht“, kann ein Kind das übernehmen, obwohl es selbst gar keinen Grund für den Streit kennt.

Überlege deshalb bei jeder Gruppenregel:

  1. Zugehörigkeit: Hilft die Regel allen, sich sicher und willkommen zu fühlen?
  2. Respekt: Werden andere Menschen trotz Unterschieden freundlich behandelt?
  3. Verantwortung: Darf man Nein sagen, wenn die eigene Gruppe etwas Unfaires verlangt?
  4. Zivilcourage: Unterstützt man jemanden, der ausgeschlossen oder verletzt wird?

Das Bild kann als Gesprächsanlass dienen: Woran erkennst Du eine Gruppe, in der Menschen sich wohlfühlen?


Freundschaft und Zusammenhalt

Freundschaft bedeutet nicht, immer derselben Meinung zu sein. Gute Freundinnen und Freunde dürfen sich widersprechen. Sie können sagen: „Ich mag Dich, aber das finde ich nicht richtig.“

Im Film werden Freundschaften auf die Probe gestellt. Die Kinder müssen entscheiden, ob sie nur ihrer Gruppe folgen oder selbst überlegen, was fair ist.

Hilfreicher Zusammenhalt bedeutet:

  1. Zuhören: Wir hören einander ausreden.
  2. Helfen: Wir lassen niemanden allein, der Unterstützung braucht.
  3. Grenzen achten: Ein Nein wird ernst genommen.
  4. Mut zeigen: Wir sagen Stopp, wenn etwas unfair wird.
  5. Versöhnung ermöglichen: Nach einem Streit darf ein neuer Anfang möglich sein.

Das Video von der Weltpremiere kann genutzt werden, um zwischen Filmfigur und Schauspielerin oder Schauspieler zu unterscheiden.


Streit ist nicht dasselbe wie Mobbing

Ein Streit entsteht meistens zwischen Menschen, die unterschiedliche Wünsche oder Meinungen haben. Beide Seiten können wütend sein. Ein Streit kann einmalig sein und später wieder beendet werden.

Mobbing ist mehr als ein einzelner Streit. Dabei wird ein Mensch wiederholt ausgegrenzt, beleidigt, bedroht oder absichtlich verletzt. Häufig besteht ein Machtungleichgewicht, sodass die betroffene Person sich allein nur schwer wehren kann.

Im Film gibt es einen lange andauernden Gruppenkonflikt. Einige Verhaltensweisen erinnern an Ausgrenzung und Mobbing. Für Deine eigene Schule ist wichtig: Niemand muss erst beweisen, dass etwas „schlimm genug“ ist. Wenn Du Angst hast, wiederholt geärgert wirst oder Dich nicht sicher fühlst, solltest Du Hilfe holen.

Das Video von ZDFtivi erklärt kindgerecht, was mit Mobbing gemeint ist.

Auch SRF Kids erklärt, woran man Mobbing erkennen kann.


Was Du bei Mobbing tun kannst

Wenn Du selbst betroffen bist oder siehst, dass jemand anderes wiederholt fertiggemacht wird, musst Du das Problem nicht allein lösen.

  1. Hol Hilfe: Sprich mit einer Lehrkraft, einer Betreuungsperson, Deinen Eltern oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson.
  2. Sage Stopp, wenn Du Dich dabei sicher fühlst.
  3. Mach nicht mit: Lache nicht über verletzende Sprüche und leite gemeine Nachrichten nicht weiter.
  4. Bleib bei der betroffenen Person: Gemeinsam ist es leichter, Hilfe zu holen.
  5. Merke oder notiere, was passiert ist, wenn Erwachsene genauer verstehen müssen, was wiederholt vorkommt.

Wichtig ist: Ein Kind ist nicht dafür verantwortlich, Mobbing allein zu beenden. Erwachsene müssen helfen und für Schutz sorgen.


Konflikte verstehen

Ein Konflikt hat oft mehrere Ebenen. Im Film geht es nicht nur darum, wer „angefangen“ hat. Die Gruppen haben den Streit schon lange übernommen. Deshalb können sie kaum noch erklären, warum sie einander ablehnen.

Du kannst einen Konflikt mit fünf Fragen untersuchen:

  1. Was ist passiert?
  2. Wie fühlen sich die Beteiligten?
  3. Was brauchen oder wünschen sie?
  4. Was hat jede Seite getan?
  5. Was könnte ab jetzt anders laufen?

Eine Lösung ist besonders gut, wenn sie niemanden demütigt und dafür sorgt, dass alle sicher sind.


Die Streit-Ampel

Die Streit-Ampel ist eine einfache Methode für Kinder.

  1. Rot – Stopp: Nicht schlagen, beleidigen, bedrohen oder weiter provozieren.
  2. Gelb – Nachdenken: Was fühle ich? Was brauche ich? Was könnte die andere Person fühlen?
  3. Grün – Handeln: Ruhig sprechen, zuhören, eine faire Lösung suchen oder Hilfe holen.

Du kannst dabei Sätze benutzen wie: „Ich bin wütend, weil …“, „Ich wünsche mir …“, „Bitte hör auf …“ oder „Wir brauchen Hilfe.“


Warum ein gemeinsames Projekt helfen kann

Im Film soll ein gemeinsames Theaterprojekt die verfeindeten Gruppen zusammenbringen. Das ist eine interessante Idee: Wenn Menschen gemeinsam etwas planen, müssen sie miteinander sprechen, Aufgaben verteilen und ein gemeinsames Ziel erreichen.

Ein gemeinsames Projekt löst aber nicht automatisch jeden Konflikt. Wenn Verletzungen, Angst oder Mobbing vorhanden sind, müssen diese Probleme zusätzlich ernst genommen werden.

Für Deine Klasse könnten gemeinsame Projekte zum Beispiel ein Theaterstück, ein Klassenlied, ein Wandbild, ein Gartenprojekt, ein Sportfest oder ein gemeinsamer Kurzfilm sein.


Regeln für ein gutes Zusammenleben

Regeln sind besonders sinnvoll, wenn Kinder verstehen, warum es sie gibt, und wenn sie für alle gelten. Aus dem Film lassen sich Regeln ableiten, die nicht nur Verbote enthalten, sondern ein gutes Miteinander beschreiben.

  1. Wir sprechen respektvoll miteinander.
  2. Wir lassen andere ausreden.
  3. Wir akzeptieren ein klares Nein oder Stopp.
  4. Wir schließen niemanden absichtlich aus.
  5. Wir holen Hilfe, wenn jemand wiederholt fertiggemacht wird.
  6. Wir übernehmen Verantwortung für Fehler und entschuldigen uns ehrlich.
  7. Wir suchen Lösungen, bei denen alle sicher bleiben.
  8. Wir schauen nicht weg, wenn jemand Hilfe braucht.


Filmgestaltung entdecken

Ein Film erzählt nicht nur mit Worten. Auch Bilder, Musik, Geräusche, Kameraperspektiven, Kostüme und Schauplätze helfen beim Erzählen.

Achte beim nächsten Anschauen auf folgende Fragen:

  1. Musik: Wann klingt die Musik fröhlich, spannend oder traurig?
  2. Kamera: Wann siehst Du eine Figur ganz nah?
  3. Gesichter: Was kannst Du erkennen, obwohl niemand spricht?
  4. Orte: Wie wirken Internat, Berge und Eisenbahnwagen?
  5. Farben und Licht: Wirkt eine Szene warm, freundlich, dunkel oder bedrohlich?

In diesem Interview spricht Trystan Pütter, der im Film den Nichtraucher spielt, über die Verfilmung. Für jüngere Kinder kann eine erwachsene Person ausgewählte Ausschnitte gemeinsam ansehen und erklären.


Vom Buch zum Film

Ein Film nach einem Buch muss nicht jede Szene genau gleich erzählen. Eine Literaturverfilmung darf Figuren verändern, Handlungsorte neu gestalten oder Themen in die Gegenwart übertragen.

Die Verfilmung von 2023 macht genau das. Das Grundthema bleibt jedoch erkennbar: Kinder erleben Freundschaft, Mut, Gruppendruck und Streit und müssen herausfinden, wie Zusammenleben gelingen kann.

Eine spannende Vergleichsfrage lautet: Welche Botschaft kann über viele Jahrzehnte wichtig bleiben, obwohl sich Kleidung, Technik, Schule und Sprache verändern?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Auf welchem Buch basiert der Film? (Auf dem Kinderroman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner) (!Auf einem Märchen der Brüder Grimm) (!Auf einem Comic über Superhelden) (!Auf einem Sachbuch über Flugzeuge)




Wie heißt die zentrale Schülerin der Verfilmung von 2023? (Martina Thaler) (!Ruda Bökh) (!Mona Kästner) (!Carolina Kreuzkamm)




Was ist das große Problem zwischen zwei Gruppen an der Schule? (Internatskinder und Externe sind seit langer Zeit verfeindet) (!Alle Kinder wollen die Schule schließen) (!Niemand darf Freundschaften haben) (!Alle Kinder wollen in eine andere Stadt ziehen)




Was zeigt Ulis Geschichte besonders deutlich? (Mut bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen) (!Mut bedeutet immer, der Stärkste zu sein) (!Mut bedeutet, nie Hilfe zu brauchen) (!Mut bedeutet, jeden Streit zu gewinnen)




Was ist bei einem normalen Streit möglich? (Beide Seiten können ihre unterschiedlichen Wünsche erklären und eine Lösung suchen) (!Eine Person muss immer verlieren) (!Man darf andere absichtlich verletzen) (!Erwachsene dürfen niemals helfen)




Woran erkennt man Mobbing eher als an einem einzelnen Streit? (Eine Person wird wiederholt ausgegrenzt oder verletzt) (!Zwei Kinder sind einmal verschiedener Meinung) (!Jemand möchte allein lesen) (!Zwei Freunde wählen verschiedene Spiele)




Was solltest Du tun, wenn jemand wiederholt gemobbt wird? (Hilfe bei einer erwachsenen Vertrauensperson holen) (!Das Problem geheim halten) (!Gemeine Sprüche weiterleiten) (!Die betroffene Person allein lassen)




Welche Handlung kann einen Konflikt entschärfen? (Zuhören und ruhig sagen, was man braucht) (!Beleidigungen sammeln) (!Gerüchte verbreiten) (!Andere absichtlich ausschließen)




Warum kann ein gemeinsames Projekt hilfreich sein? (Weil verschiedene Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten) (!Weil danach niemand mehr sprechen muss) (!Weil nur eine Gruppe entscheiden darf) (!Weil Streit dann verboten wird)




Welche Regel passt zu einem guten Zusammenleben? (Wir akzeptieren ein klares Stopp) (!Wer stärker ist entscheidet) (!Fehler dürfen nie zugegeben werden) (!Ausgrenzen gehört zu jeder Gruppe)





Memory

Martina Thaler Stipendiatin und neue Schülerin im Internat
Jo Trotz selbstbewusste Freundin aus der Internatsgruppe
Matze Selbmann gutmütiger und kräftiger Freund
Uli von Simmern jüngerer Schüler auf der Suche nach Mut
Ruda Kreuzkamm Anführerin der Externen
Justus Bökh Leiter des Internats
Nichtraucher Bewohner eines alten Eisenbahnwagens
Frau Kreuzkamm Schuldirektorin und Rudas Mutter





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zuhören Streit verstehen
Stopp sagen eigene Grenze deutlich machen
Hilfe holen bei Mobbing Schutz bekommen
Entschuldigen Verantwortung für einen Fehler übernehmen
Gemeinsame Regel zukünftiges Zusammenleben verbessern






Kreuzworträtsel

Martina Wie heißt die zentrale Schülerin des Films?
Freundschaft Wie nennt man eine enge und vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen?
Internat Wie heißt eine Schule, an der Schülerinnen und Schüler auch wohnen können?
Mobbing Wie heißt wiederholtes absichtliches Ausgrenzen oder Verletzen einer Person?
Zuhören Was hilft, die Sicht einer anderen Person zu verstehen?
Versöhnung Wie nennt man einen friedlichen Neuanfang nach einem Streit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die zentrale Schülerin der Verfilmung von 2023 heißt

. Sie kommt an ein

und trifft dort neue Kinder. Zwischen Internatskindern und Externen besteht ein alter

. Gute Freundschaft bedeutet nicht, bei jedem Streit einfach

. Wer sich unsicher oder bedroht fühlt, darf immer

holen. Bei Mobbing wird eine Person

ausgegrenzt oder verletzt. Eine faire Konfliktlösung beginnt oft mit

. Ein klares Wort zum Schutz der eigenen Grenze ist

. Nach einem Fehler kann eine ehrliche

helfen. Für ein gutes Zusammenleben braucht eine Gruppe gemeinsame und faire

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefühlskarte: Male vier Gesichter für froh, traurig, wütend und ängstlich. Ordne anschließend einer Filmfigur mindestens zwei Gefühle zu und erkläre Deine Wahl.
  2. Freundschaftsbild: Zeichne eine Szene, in der zwei oder mehr Kinder einander helfen. Schreibe einen kurzen Satz darunter.
  3. Stopp-Satz: Übe mit einer Partnerin oder einem Partner drei freundliche, aber deutliche Stopp-Sätze, zum Beispiel „Bitte hör auf, das möchte ich nicht.“
  4. Klassenregel: Erfinde eine Regel, die allen Kindern helfen kann, sich in der Schule sicher und willkommen zu fühlen.


Standard

  1. Streit-Ampel: Gestalte eine Ampel mit Rot, Gelb und Grün und schreibe oder male zu jeder Farbe eine passende Handlung für einen Streit.
  2. Figureninterview: Spielt zu zweit ein Interview. Eine Person ist Martina, Jo, Matze, Uli oder Ruda. Die andere fragt nach Gefühlen, Wünschen und Lösungen.
  3. Comic: Zeichne einen kurzen Comic mit vier bis sechs Bildern. Zeige zuerst einen Streit und danach eine friedliche Lösung.
  4. Klassenrat: Führt einen kleinen Klassenrat durch. Sammelt Regeln gegen Ausgrenzung und entscheidet gemeinsam, welche fünf Regeln besonders wichtig sind.


Schwer

  1. Kurzfilm: Dreht in einer Gruppe einen ein- bis dreiminütigen Kurzfilm über einen Streit, der durch Zuhören, Hilfeholen oder eine faire Vereinbarung gelöst wird.
  2. Konfliktanalyse: Wählt eine Filmszene und untersucht: Was ist passiert? Was fühlen die Beteiligten? Was brauchen sie? Welche Lösung wäre fair?
  3. Mobbing-Hilfeplan: Entwickelt gemeinsam mit einer erwachsenen Person einen Hilfeplan für Eure Schule. Haltet fest, an wen sich Kinder wenden können und was Erwachsene dann tun sollen.
  4. Schulvereinbarung: Entwerft eine Vereinbarung für gutes Zusammenleben. Begründet jede Regel und erklärt, wie die Gemeinschaft reagieren soll, wenn eine Regel verletzt wird.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Perspektivwechsel: Wähle zwei Figuren aus verschiedenen Gruppen. Beschreibe denselben Streit zuerst aus der Sicht der einen und dann aus der Sicht der anderen Figur. Welche Unterschiede bemerkst Du?
  2. Streit oder Mobbing: Erfinde je ein Beispiel für einen einmaligen Streit und für wiederholtes Mobbing. Erkläre, woran Du den Unterschied erkennst und welche Hilfe jeweils sinnvoll wäre.
  3. Regeln prüfen: Untersuche die Regel „Wir halten immer zu unserer Gruppe“. Erkläre, wann Zusammenhalt gut ist und wann diese Regel unfair oder gefährlich werden kann.
  4. Konfliktlösung übertragen: Stell Dir vor, zwei Gruppen auf dem Schulhof dürfen nie gemeinsam denselben Platz benutzen. Entwickle einen Plan, mit dem alle sicher und fair beteiligt werden.
  5. Mut neu denken: Erkläre an einem eigenen Beispiel, warum Hilfeholen, Nein sagen oder eine Entschuldigung manchmal mutiger sein kann als eine riskante Mutprobe.
  6. Gemeinsames Projekt: Plane ein Projekt, bei dem zwei Gruppen zusammenarbeiten müssen. Beschreibe, wie Aufgaben verteilt werden und wie Ihr mit neuem Streit umgehen würdet.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Das fliegende Klassenzimmer ist wichtig, dass Du nicht nur Namen und Handlung wiedergeben kannst. Du solltest zeigen, dass Du die Beziehungen und Konflikte verstehst und eigene Lösungen entwickeln kannst.

  1. Du kannst wichtige Figuren und ihre Wünsche, Ängste oder Rollen beschreiben.
  2. Du kannst erklären, warum der Streit zwischen Internatskindern und Externen lange bestehen bleibt.
  3. Du kannst einen einmaligen Streit von wiederholtem Mobbing unterscheiden.
  4. Du kannst zeigen, warum Gruppendruck Menschen zu unfairen Handlungen bringen kann.
  5. Du kannst mindestens drei Möglichkeiten zur friedlichen Konfliktlösung nennen und anwenden.
  6. Du kannst erklären, wann Erwachsene bei Streit oder Mobbing helfen müssen.
  7. Du kannst faire Regeln für Schule, Freizeit oder Familie begründen.
  8. Du kannst eine Filmszene mit Blick auf Gefühle, Perspektiven und Lösungen untersuchen.
  9. Du kannst zeigen, dass Mut auch Zuhören, Hilfeholen, Entschuldigen oder Stopp-Sagen bedeuten kann.




OERs zum Thema


Freie und pädagogische Materialien

  1. VISION KINO: Filmtipp mit Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Mut, Vertrauen und Versöhnung.
  2. Stiftung Lesen: Unterrichtsideen zur Neuverfilmung, besonders für die Klassen 3 bis 6.
  3. FSK: Informationen zur Altersfreigabe des Films.
  4. UFA Fiction: Produktionsinformationen und Filmbeschreibung.
  5. Wikimedia Commons: Freie Medien rund um Erich Kästners Werk und ältere Verfilmungen.


Medienaufgaben

  1. Traileranalyse: Sieh Dir den Trailer ohne Ton an. Welche Gefühle erkennst Du nur an Gesichtern, Bewegungen und Bildern?
  2. Musikanalyse: Höre den Titelsong. Welche Wörter oder musikalischen Stellen passen zu Mut, Freundschaft oder Träumen?
  3. Bildanalyse: Vergleiche die alte Buchillustration mit dem modernen Filmtrailer. Was wirkt alt, was modern und was bleibt ähnlich?
  4. Medienkompetenz: Erkläre, warum ein Trailer nicht den ganzen Film zeigt und warum er besonders spannende Szenen auswählt.


Konstruktive Regeln für unsere Gemeinschaft

Erstellt zum Abschluss gemeinsam ein Klassen- oder Gruppenplakat. Jede Regel soll positiv formuliert sein und erklären, was Ihr tun wollt.

Ein mögliches Ergebnis könnte lauten:

  1. Wir hören einander zu.
  2. Wir lachen niemanden aus.
  3. Wir akzeptieren Stopp und Nein.
  4. Wir lassen niemanden absichtlich allein.
  5. Wir holen Hilfe, wenn jemand Angst hat oder wiederholt geärgert wird.
  6. Wir sprechen Probleme an, ohne zu beleidigen.
  7. Wir entschuldigen uns, wenn wir jemanden verletzt haben.
  8. Wir suchen Lösungen, bei denen alle sicher sind.
  9. Wir dürfen unsere Meinung ändern und einen Streit beenden.
  10. Wir behandeln neue Kinder so, dass sie dazugehören können.


Verknüpfte Lernbereiche


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