D9 G - Kurz präsentieren

D9 G - Kurz präsentieren
D9 G - Kurz präsentieren
Einleitung
Kurz präsentieren bedeutet: Du stellst ein Thema in kurzer Zeit so vor, dass Dein Publikum Dir gut folgen kann. In Klasse 9 auf G-Niveau geht es dabei nicht darum, besonders kompliziert zu sprechen. Wichtig ist, dass Dein Vortrag klar aufgebaut, verständlich gesprochen und für Deine Zuhörerinnen und Zuhörer passend ist.
Du lernst in diesem aiMOOC einen einfachen Aufbau für Kurzpräsentationen. Außerdem übst Du Blickkontakt, Körpersprache, Stimme, den sinnvollen Einsatz von Präsentationsmedien und eine adressatengerechte Sprache. Viele Modellpräsentationen zeigen Dir, wie ein kurzer Vortrag klingen kann.
Eine Präsentation besteht nicht nur aus Worten. Auch Deine Stimme, Dein Blick, Deine Haltung und Deine Medien wirken auf das Publikum. In der Rhetorik gehören sprachliche und nichtsprachliche Mittel deshalb zusammen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du eine kurze Präsentation vorbereiten und halten. Du kannst einen einfachen roten Faden nutzen, verständlich sprechen, Dein Publikum ansehen, Deine Stimme passend einsetzen und ein geeignetes Medium auswählen.
Du kannst außerdem erklären, warum dieselbe Information für verschiedene Zielgruppen unterschiedlich formuliert werden sollte.
Was bedeutet kurz präsentieren?
Eine Kurzpräsentation konzentriert sich auf wenige wichtige Informationen. Statt möglichst viel zu sagen, wählst Du das aus, was Dein Publikum wirklich braucht. Für viele schulische Kurzvorträge reicht ein einfacher Aufbau aus:
- Einstieg: Du nennst das Thema und weckst Interesse.
- Hauptteil: Du erklärst zwei oder drei wichtige Punkte.
- Schluss: Du fasst die wichtigste Aussage zusammen oder gibst einen Ausblick.
Dieser Aufbau hilft Dir, einen roten Faden zu behalten. Dein Publikum weiß dadurch leichter, wo im Vortrag Du gerade bist.
Der einfache Aufbau: Einstieg, Hauptteil, Schluss
Einstieg: Beginne direkt und verständlich. Eine Frage, ein Gegenstand, ein Bild oder ein kurzer Satz kann Interesse wecken. Danach sagst Du, worum es geht.
Hauptteil: Erkläre nur die wichtigsten Informationen. Ordne sie sinnvoll. Ein gutes Prinzip lautet: erst das Wichtigste, dann ein Beispiel, danach eine kurze Erklärung.
Schluss: Wiederhole nicht den ganzen Vortrag. Nenne lieber den wichtigsten Gedanken noch einmal. Du kannst auch eine Frage an das Publikum stellen oder mit einem klaren Merksatz enden.
Modellpräsentation 1: Mein Lieblingsort
Thema: Mein Lieblingsort im Ort
Möglicher Vortrag:
„Ich möchte Euch heute meinen Lieblingsort vorstellen: den kleinen Park neben der Sporthalle. Ich bin dort gern, weil es ruhig ist und weil man dort Freunde treffen kann. Besonders mag ich die große Wiese. Dort spielen wir manchmal Fußball oder sitzen einfach zusammen. Mein wichtigster Punkt ist: Ein guter Ort muss nicht weit weg sein. Manchmal liegt er direkt vor der eigenen Haustür.“
Warum funktioniert das? Der Vortrag beginnt sofort mit dem Thema. Im Hauptteil werden zwei Gründe genannt. Am Ende steht ein einfacher Merksatz.
Modellpräsentation 2: Mein Praktikumsberuf
Thema: Der Beruf Kfz-Mechatronikerin oder Kfz-Mechatroniker
Möglicher Vortrag:
„Ich stelle Euch heute den Beruf Kfz-Mechatroniker vor. In diesem Beruf repariert und wartet man Fahrzeuge. Dabei arbeitet man nicht nur mit Werkzeug, sondern auch mit Computern und Messgeräten. Wichtig sind technisches Interesse, Sorgfalt und Teamarbeit. Ich finde den Beruf spannend, weil man praktische Arbeit und Technik verbindet. Für mein Praktikum wäre dieser Beruf deshalb interessant.“
Warum funktioniert das? Die Sprache ist einfach. Fachwörter werden vermieden oder direkt erklärt. Die Präsentation ist auf Mitschülerinnen und Mitschüler ausgerichtet, die den Beruf noch nicht genau kennen.
Modellpräsentation 3: Ein Gegenstand als Einstieg
Thema: Warum ein Fahrradhelm sinnvoll ist
Du hältst zu Beginn einen Fahrradhelm hoch.
Möglicher Vortrag:
„Diesen Helm setze ich auf, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Heute geht es darum, warum ein Fahrradhelm sinnvoll ist. Ein Helm kann den Kopf bei einem Sturz schützen. Wichtig ist aber auch, dass er richtig sitzt und nicht locker auf dem Kopf liegt. Für mich ist deshalb klar: Beim Fahrradfahren gehört der Helm zur Sicherheitsausrüstung.“
Medienidee: Ein echter Gegenstand kann besser passen als eine Folie. Das Publikum sieht sofort, worüber Du sprichst.
Verständliche Sprache
Verständliche Sprache hilft Deinem Publikum. Sprich in eher kurzen Sätzen. Benutze Wörter, die Deine Zuhörerinnen und Zuhörer kennen. Wenn ein Fachwort wichtig ist, erkläre es sofort.
Statt „Die Implementierung der Maßnahme führt zu einer Optimierung der Verkehrssicherheit“ kannst Du sagen: „Die Maßnahme kann den Schulweg sicherer machen.“
Statt „Im Folgenden werde ich die zentralen Aspekte erläutern“ kannst Du sagen: „Ich zeige Euch jetzt die drei wichtigsten Punkte.“
Verständlich bedeutet nicht langweilig. Gute Beispiele machen einen kurzen Vortrag anschaulich.
Modellpräsentation 4: Schwierige Sprache vereinfachen
Schwierige Version:
„Die exzessive Nutzung mobiler Endgeräte kann negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit im schulischen Kontext haben.“
Einfachere Version für die Klasse:
„Wenn wir sehr oft aufs Handy schauen, können wir uns im Unterricht schlechter konzentrieren. Schon eine Nachricht kann uns ablenken. Deshalb kann es helfen, das Handy in Arbeitsphasen wegzulegen.“
Die zweite Version ist für viele Schülerinnen und Schüler leichter zu verstehen. Sie nennt ein Beispiel und verwendet kurze Sätze.
Blickkontakt und Körperhaltung
Blickkontakt ist ein Teil der nonverbalen Kommunikation. Beim Präsentieren zeigt ein gelegentlicher Blick ins Publikum: Du sprichst mit den Menschen vor Dir und nicht nur mit Deinem Zettel.

Du musst niemanden anstarren. Schau nacheinander in verschiedene Bereiche des Raumes. Wenn Du kurz auf Deinen Stichwortzettel schaust, hebe danach den Kopf wieder.
Eine ruhige, offene Körperhaltung unterstützt Deinen Vortrag. Stelle Dich so hin, dass Du das Publikum sehen kannst. Vermeide es, dauerhaft mit dem Rücken zur Klasse zu stehen, nur weil Du auf eine Folie schaust.
Modellpräsentation 5: Blickkontakt üben
Thema: Ein neues Pausenangebot
Möglicher Vortrag mit Blickpunkten:
„Ich habe einen Vorschlag für unsere Pause.“ – Schau zur linken Seite der Klasse.
„Wir könnten einmal pro Woche eine Spielekiste ausleihen.“ – Schau in die Mitte.
„Darin könnten Bälle, Springseile und kleine Spiele sein.“ – Schau zur rechten Seite.
„So hätten mehr Schülerinnen und Schüler eine einfache Beschäftigung in der Pause.“ – Blick wieder in die Mitte.
Du musst diese Blickfolge nicht genau auswendig lernen. Sie zeigt nur: Ein Vortrag wirkt lebendiger, wenn Du Dich immer wieder dem Publikum zuwendest.
Die Stimme: laut, deutlich und nicht zu schnell
Deine Stimme transportiert den Inhalt. Besonders wichtig sind Lautstärke, Sprechtempo, deutliche Aussprache und Pausen.
Sprich so laut, dass auch die hinteren Plätze Dich hören können. Sprich nicht schneller, nur weil Du nervös bist. Kurze Pausen helfen Dir und Deinem Publikum. Nach einem wichtigen Satz darf es einen Moment still sein.
Du kannst vor der Präsentation testen: Versteht Dich eine Person am anderen Ende des Raumes gut? Dann ist die Lautstärke meistens passend.
Modellpräsentation 6: Stimme und Pausen
Thema: Unser Klassenflohmarkt
Möglicher Vortrag:
„Am Freitag findet unser Klassenflohmarkt statt. [Pause] Er beginnt um 15 Uhr in der Aula. [Pause] Jede Gruppe übernimmt einen Tisch. Besonders wichtig ist: Beschriftet Eure Sachen vorher mit einem Preis. [Pause] So vermeiden wir Stress beim Aufbau. Ich freue mich, wenn viele von Euch mitmachen.“
Die Pausen machen wichtige Informationen hörbar. Besonders Termine, Regeln und zentrale Aussagen solltest Du deutlich sprechen.
Passende Medien auswählen
Ein Medium soll Deinen Vortrag unterstützen. Es soll nicht von Dir ablenken.
Mögliche Medien sind ein Bild, ein Gegenstand, ein Plakat, eine einfache Folie, eine Karte, eine kleine Tabelle oder ein kurzes Diagramm. Wähle nur, was wirklich hilft.

Bei einer Folie gilt: Weniger ist oft besser. Eine Folie mit wenigen Stichworten und einem passenden Bild ist meist leichter zu erfassen als eine Folie voller Text. Lies Folientext nicht einfach vollständig vor. Das Publikum kann lesen und Dir gleichzeitig schlechter zuhören.
Modellpräsentation 7: Eine Folie sinnvoll nutzen
Thema: Drei Ideen für einen umweltfreundlicheren Schulalltag
Auf Deiner Folie stehen nur:
Schulalltag – drei Ideen
Mehrwegflasche – Licht aus – Fahrrad
Möglicher Vortrag:
„Ich zeige Euch drei einfache Ideen für einen umweltfreundlicheren Schulalltag. Erstens: Wir können Mehrwegflaschen statt Einwegflaschen benutzen. Zweitens: In leeren Räumen sollte das Licht ausgeschaltet sein. Drittens: Wer einen kurzen Schulweg hat, kann manchmal mit dem Fahrrad kommen. Keine dieser Ideen löst alles. Aber viele kleine Entscheidungen können zusammen einen Unterschied machen.“
Die Folie gibt Orientierung. Die eigentlichen Erklärungen kommen von Dir.
Publikum beachten: adressatengerecht sprechen
Adressatengerecht bedeutet: Du überlegst vor dem Vortrag, wer Dir zuhört. Eine Präsentation für Fünftklässler klingt anders als eine Präsentation für Deine Klasse oder für Erwachsene bei einem Elternabend.
Frage Dich:
Wer hört mir zu? Was wissen diese Personen schon? Welche Wörter verstehen sie? Welche Beispiele passen zu ihrem Alltag? Was sollen sie nach meinem Vortrag wissen oder tun?
Modellpräsentation 8: Dasselbe Thema für verschiedene Zielgruppen
Thema: Sicheres Passwort
Für jüngere Schülerinnen und Schüler:
„Ein Passwort ist wie ein Schlüssel. Wenn jemand Deinen Schlüssel bekommt, kann die Person in Dein Konto kommen. Deshalb solltest Du Dein Passwort nicht einfach weitergeben. Benutze nicht nur Deinen Vornamen oder Dein Geburtsdatum. Ein gutes Passwort sollte schwer zu erraten sein.“
Für die eigene Klasse:
„Viele Konten enthalten persönliche Daten. Deshalb lohnt sich ein starkes und einzigartiges Passwort für jeden wichtigen Dienst. Wenn ein Passwort an mehreren Stellen gleich ist, kann ein Datenleck mehrere Konten gefährden. Ein Passwortmanager kann dabei helfen, unterschiedliche Passwörter zu verwalten.“
Die Grundidee ist ähnlich. Wortwahl, Beispiele und Vorwissen unterscheiden sich.
Modellpräsentation 9: Eine Buch- oder Filmvorstellung
Thema: Einen Film kurz vorstellen
Möglicher Vortrag:
„Ich stelle Euch einen Film vor, den ich spannend finde. Die Geschichte handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die gemeinsam ein Problem lösen muss. Mir gefällt besonders, dass die Figuren sehr unterschiedlich sind und trotzdem zusammenarbeiten. Ich verrate das Ende nicht, weil ich Euch die Spannung nicht nehmen möchte. Wenn Ihr Geschichten über Freundschaft und Abenteuer mögt, könnte der Film etwas für Euch sein.“
Der Vortrag nennt nicht jedes Detail. Er wählt Informationen aus, die für das Publikum interessant sind.
Modellpräsentation 10: Ein Problem und eine Lösung vorstellen
Thema: Weniger Müll auf dem Schulhof
Möglicher Vortrag:
„Auf unserem Schulhof bleibt nach der großen Pause oft Verpackungsmüll liegen. Das sieht schlecht aus und macht zusätzliche Arbeit. Mein Vorschlag ist eine deutlich markierte Müllstation in der Nähe der Sitzbänke. Außerdem könnten die Klassen abwechselnd eine kurze Kontrollrunde machen. Wichtig ist aber: Die beste Lösung ist, Müll direkt selbst wegzuwerfen. So bleibt der Schulhof für alle angenehmer.“
Diese Form eignet sich gut für kurze sachliche Präsentationen: Problem nennen, Lösung erklären, wichtigsten Gedanken abschließen.
Modellpräsentation 11: Eine Zahl verständlich machen
Thema: Bildschirmzeit
Möglicher Vortrag:
„Eine Zahl allein sagt oft noch nicht viel. Wenn ich sage: 180 Minuten, klingt das zunächst abstrakt. 180 Minuten sind drei Stunden. Bei Bildschirmzeit kann es deshalb helfen, eine Zeitangabe in eine bekannte Größe umzuwandeln. In meinem Beispiel geht es nicht darum, eine bestimmte Nutzung zu bewerten. Ich möchte zeigen, wie man Zahlen so erklärt, dass das Publikum sie schneller versteht.“
Auch bei Daten gilt: Erkläre, was die Zahl bedeutet. Zeige nur Zahlen, die für Deine Aussage wichtig sind.
Modellpräsentation 12: Eine kurze Vorstellung mit Frage
Thema: Sollte unsere Klasse einen festen Lerntag planen?
Möglicher Vortrag:
„Wann lernt Ihr am besten: direkt nach der Schule oder erst am Abend? Ich möchte Euch die Idee eines festen gemeinsamen Lerntags vorstellen. An einem Nachmittag pro Woche könnten sich freiwillige Gruppen treffen und sich gegenseitig bei Aufgaben helfen. Das könnte besonders vor Klassenarbeiten nützlich sein. Mein Vorschlag ist, es vier Wochen lang zu testen. Danach entscheiden wir gemeinsam: Hat es uns geholfen?“
Die Einstiegsfrage passt zum Publikum und führt direkt zum Thema.
Stichwortzettel statt ausformuliertem Text
Ein Stichwortzettel kann Dir Sicherheit geben. Schreibe darauf keine langen Absätze. Notiere nur Wörter, die Dich an den nächsten Gedanken erinnern.
Beispiel:
Thema: Praktikumsberuf
Einstieg: Warum interessant?
Hauptteil: Aufgaben – Werkzeuge – Fähigkeiten
Beispiel: Reparatur / Diagnose
Schluss: Warum passt der Beruf zu mir?
Wenn Du mit Stichworten arbeitest, kannst Du leichter hochschauen und natürlicher sprechen. Wenn Du noch unsicher bist, darfst Du einzelne wichtige Sätze vorher ausformulieren und üben.
Vorbereitung in fünf einfachen Schritten
- Thema klären: Was soll Dein Publikum am Ende wissen?
- Inhalte auswählen: Entscheide Dich für wenige wichtige Punkte.
- Gliedern: Ordne Einstieg, Hauptteil und Schluss.
- Medium wählen: Nutze nur ein Medium, wenn es wirklich hilft.
- Üben: Sprich den Vortrag laut und stoppe die Zeit.
Üben bedeutet nicht, jedes Wort auswendig zu lernen. Viel wichtiger ist, dass Du den Ablauf kennst und Deine wichtigsten Stichworte sicher findest.
Gute und weniger gute Mediennutzung vergleichen

Weniger hilfreich: Eine Folie enthält einen langen Text. Die präsentierende Person dreht sich zur Wand und liest alles vor.
Hilfreicher: Die Folie zeigt eine Überschrift, ein passendes Bild und wenige Stichworte. Die präsentierende Person erklärt die Informationen mit eigenen Worten und schaut regelmäßig zum Publikum.
Das Publikum ist Teil der Präsentation
Eine Präsentation richtet sich immer an Menschen. Beobachte deshalb, ob Dein Publikum Dir folgen kann. Wenn viele fragend schauen, kannst Du ein Beispiel ergänzen. Wenn eine wichtige Information kompliziert klingt, kannst Du sie noch einmal einfacher formulieren.

Du musst nicht jede Reaktion sofort deuten. Wichtig ist nur, dass Du nicht so präsentierst, als wäre das Publikum gar nicht da.
Video: Auftreten bei einer Präsentation
Das folgende Video behandelt unter anderem freies Reden, Karteikarten und das Auftreten bei einem Referat.
Beobachtungsauftrag: Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Tipps Du für einen kurzen Vortrag in Deiner Klasse wirklich gebrauchen kannst. Notiere drei davon in eigenen Worten.
Video: Eine Einleitung gestalten
Eine gute Einleitung muss nicht kompliziert sein. Das folgende Video zeigt Ideen für den Beginn eines Referats.
Überlege danach: Welche Einleitung passt zu einem kurzen Vortrag von nur ein bis zwei Minuten? Welche Idee wäre für Dein Thema zu aufwendig?
Mini-Checkliste kurz vor dem Vortrag
Kurz bevor Du beginnst, kannst Du Dich selbst prüfen:
Ist mein erster Satz klar? Kenne ich meine zwei oder drei Hauptpunkte? Weiß ich, wie ich enden möchte? Ist mein Medium bereit? Kann ich die Schrift oder das Bild im Raum gut erkennen? Habe ich meinen Stichwortzettel? Kann ich laut genug sprechen?
Merksatz
Ein guter Kurzvortrag ist klar, kurz und auf das Publikum abgestimmt. Du brauchst einen roten Faden, verständliche Sprache, hörbare Stimme, Blickkontakt und nur solche Medien, die wirklich helfen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Aufbau ist für eine einfache Kurzpräsentation besonders geeignet? (Einstieg Hauptteil Schluss) (!Hauptteil Schluss Einstieg) (!Nur Hauptteil) (!Nur Einleitung)
Was hilft dem Publikum beim Verstehen? (Kurze klare Sätze) (!Möglichst viele Fachwörter) (!Sehr schnelles Sprechen) (!Lange Texte auf jeder Folie)
Was ist beim Blickkontakt sinnvoll? (Immer wieder verschiedene Bereiche des Publikums ansehen) (!Nur auf den Boden schauen) (!Nur auf die Folie schauen) (!Eine Person ohne Pause anstarren)
Was ist ein guter Einsatz der Stimme? (Laut genug deutlich und mit Pausen sprechen) (!So leise wie möglich sprechen) (!Ohne jede Pause sprechen) (!Alle Sätze gleich schnell herunterlesen)
Wann ist ein Medium passend? (Wenn es den Inhalt verständlicher macht) (!Wenn es möglichst viel Text enthält) (!Wenn es vom Thema ablenkt) (!Wenn man es vollständig vorlesen kann)
Was bedeutet adressatengerecht sprechen? (Sprache und Beispiele an das Publikum anpassen) (!Für jedes Publikum genau gleich sprechen) (!Möglichst schwierige Wörter benutzen) (!Nur über die eigene Meinung sprechen)
Was gehört auf einen hilfreichen Stichwortzettel? (Wenige Schlüsselwörter zum Ablauf) (!Der ganze Vortrag als langer Text) (!Nur Bilder ohne Zusammenhang) (!Möglichst viele Nebenthemen)
Was ist ein sinnvoller Schluss? (Die wichtigste Aussage noch einmal klar machen) (!Ein völlig neues Hauptthema beginnen) (!Alle Sätze des Vortrags wiederholen) (!Ohne erkennbares Ende aufhören)
Was solltest Du vor dem Vortrag tun? (Den Vortrag laut üben) (!Nur die Folien gestalten) (!Auf das Üben vollständig verzichten) (!Den Schluss erst während des Vortrags erfinden)
Welche Folie unterstützt einen Kurzvortrag am besten? (Eine übersichtliche Folie mit wenigen wichtigen Informationen) (!Eine Folie mit mehreren langen Textabsätzen) (!Eine Folie mit sehr kleiner Schrift) (!Eine Folie mit vielen unpassenden Bildern)
Memory
| Einstieg | Interesse wecken und Thema nennen |
| Hauptteil | wichtige Informationen erklären |
| Schluss | Kernaussage sichern |
| Blickkontakt | Publikum immer wieder ansehen |
| Lautstärke | auch hinten gut hörbar sein |
| Pause | wichtigen Gedanken wirken lassen |
| Stichwortzettel | kurze Erinnerung an den Ablauf |
| Medium | Inhalt sichtbar unterstützen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Interesse wecken | Einstieg |
| Kerninformationen erklären | Hauptteil |
| Kernaussage festhalten | Schluss |
| Publikum ansehen | Blickkontakt |
| Inhalt sichtbar unterstützen | Medium |
Kreuzworträtsel
| Blickkontakt | Wie heißt es, wenn Du Dein Publikum beim Sprechen immer wieder ansiehst? |
| Lautstärke | Was musst Du anpassen, damit auch die hinteren Plätze Dich hören? |
| Stichwortzettel | Wie heißt die kurze Hilfe mit Schlüsselwörtern für Deinen Vortrag? |
| Einstieg | Wie heißt der erste Teil einer Präsentation? |
| Publikum | Für wen muss ein Vortrag verständlich und passend sein? |
| Medienwahl | Wie nennt man die Entscheidung für ein passendes Bild, Plakat oder anderes Hilfsmittel? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- 30-Sekunden-Vortrag: Stelle Deinen Lieblingsort in ungefähr 30 Sekunden vor. Nutze Einstieg, einen Hauptpunkt und einen klaren Schluss.
- Stichwortzettel erstellen: Verwandle einen kurzen ausformulierten Text in höchstens sechs Stichworte und präsentiere danach frei.
- Stimme testen: Sprich denselben Satz einmal zu leise, einmal zu schnell und einmal passend. Beschreibe, welche Version am verständlichsten ist.
- Mediencheck: Suche zu einem selbst gewählten Thema ein Bild und begründe in drei Sätzen, warum es Deinen Vortrag unterstützt.
Standard
- Eine Minute präsentieren: Halte einen einminütigen Vortrag über ein Hobby, einen Beruf oder einen Ort. Nutze Blickkontakt und einen Stichwortzettel.
- Zwei Zielgruppen: Erkläre dasselbe Thema einmal für eine fünfte Klasse und einmal für Deine eigene Klasse. Vergleiche anschließend Deine Wortwahl.
- Folien verbessern: Gestalte aus einer überfüllten Beispiel-Folie eine übersichtliche Folie mit Überschrift, Bild und wenigen Stichworten.
- Videoanalyse Präsentation: Nimm einen kurzen eigenen Probevortrag als Video auf. Prüfe danach Blickkontakt, Stimme, Haltung und Aufbau.
Schwer
- Adressatengerechter Kurzvortrag: Wähle eine konkrete Zielgruppe außerhalb Deiner Klasse und entwickle einen zweiminütigen Vortrag, der genau zu ihrem Vorwissen passt.
- Präsentation mit Daten: Nutze eine einfache Zahl, Tabelle oder Grafik. Erkläre nicht nur die Daten, sondern auch, was sie für Dein Publikum bedeuten.
- Feedbackrunde organisieren: Entwickle mit zwei Mitschülerinnen oder Mitschülern einen kurzen Feedbackbogen zu Aufbau, Sprache, Blickkontakt, Stimme und Medien und testet ihn gegenseitig.
- Informationskampagne: Plant in einer Gruppe drei sehr kurze Präsentationen zu einem Schulthema. Jede Präsentation soll ein anderes Medium und eine andere Zielgruppe nutzen.


Lernkontrolle
- Vortrag planen: Du sollst Deiner Klasse in 90 Sekunden einen neuen Pausenraum vorstellen. Erstelle einen Aufbau mit Einstieg, zwei Hauptpunkten und Schluss. Begründe Deine Reihenfolge.
- Sprache anpassen: Formuliere die Erklärung „Datenschutz schützt personenbezogene Informationen vor ungewollter Nutzung“ so um, dass eine fünfte Klasse sie versteht. Erkläre, was Du verändert hast.
- Medienentscheidung: Du darfst für einen einminütigen Vortrag über Deinen Schulweg entweder ein Foto, eine Karte oder fünf Textfolien benutzen. Entscheide Dich für ein Medium und begründe Deine Wahl.
- Präsentationsproblem lösen: Eine Person liest während des gesamten Vortrags von der Folie ab und schaut nie ins Publikum. Nenne zwei konkrete Veränderungen und erkläre deren Wirkung.
- Stimme einsetzen: Markiere in einem selbst geschriebenen Kurzvortrag drei Stellen, an denen eine Pause sinnvoll wäre. Begründe jede Pause.
- Adressaten vergleichen: Erkläre, wie sich ein Vortrag über ein Schülerpraktikum verändert, wenn er einmal vor Deiner Klasse und einmal vor Eltern gehalten wird.
- Feedback übertragen: Du bekommst die Rückmeldung „zu schnell, aber guter Inhalt“. Formuliere einen konkreten Übungsplan für den nächsten Vortrag.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln nennen kannst, sondern sie in einer eigenen Kurzpräsentation zeigst.
- Aufbau: Deine Präsentation hat einen erkennbaren Einstieg, einen geordneten Hauptteil und einen klaren Schluss.
- Inhalt: Du wählst wenige wichtige Informationen aus und erklärst sie nachvollziehbar.
- Verständlichkeit: Du benutzt passende Wörter, eher kurze Sätze und erklärst notwendige Fachbegriffe.
- Adressatenbezug: Deine Beispiele und Erklärungen passen zum Publikum.
- Blickkontakt: Du schaust immer wieder vom Stichwortzettel auf und wendest Dich dem Publikum zu.
- Stimme: Du sprichst deutlich, hörbar und nicht zu schnell und setzt Pausen sinnvoll ein.
- Medien: Bilder, Folien, Gegenstände oder andere Medien unterstützen den Inhalt, statt ihn zu überladen.
- Vorbereitung: Du kannst zeigen, dass Du Deinen Vortrag geplant, mit Stichworten vorbereitet und laut geübt hast.
- Reflexion: Du kannst nach dem Vortrag eine Stärke und einen nächsten Verbesserungsschritt nennen.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen