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D8 M - Eine Szene inszenieren und begründen

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D8 M - Eine Szene inszenieren und begründen




D8 M - Eine Szene inszenieren und begründen

Mini-Beschreibung: Entwickle Entscheidungen zu Raum, Bewegung, Stimme, Tempo und Requisiten und begründe sie am Text. Nutze Bühnenplan, Storyboard und Video.

Deine Regie-Challenge: Derselbe Satz kann drohend, traurig, erleichtert oder ironisch wirken. Entscheidend ist nicht nur, was gesprochen wird, sondern wie Du es auf die Bühne bringst.


Einleitung

Du arbeitest wie eine kleine Regiegruppe: Du untersuchst einen Text, entwickelst eine Spielidee, probierst sie aus und erklärst Deine Entscheidungen mit Textbelegen.

Merksatz: Eine gute Inszenierung ist keine zufällige Sammlung von Ideen. Jede wichtige Entscheidung lässt sich mit Textstelle → Gestaltungsmittel → Wirkung begründen.

Zielgruppe: Klasse 8, Deutsch, M-Niveau, Baden-Württemberg.

Bildungsplanbezug: Im Deutschunterricht der Klassen 7/8/9 auf M-Niveau werden unter anderem Textdeutungen entwickelt, begründet, am Text belegt und mit anderen Deutungen verglichen. Formen des szenischen Interpretierens dienen dazu, Textverständnis sichtbar zu machen. Quelle: Bildungsplan Baden-Württemberg – Literarische Texte.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

Ich kann ... Woran man es sieht
einen dramatischen Text erschließen Ich markiere Konflikt, Figurenabsichten, Regieanweisungen und Schlüsselstellen.
Raum und Bewegung planen Ich zeichne Wege und Positionen in einen Bühnenplan.
Stimme und Tempo gestalten Ich entscheide bewusst über Lautstärke, Betonung, Pause und Sprechtempo.
Requisiten funktional einsetzen Ich erkläre, welche Bedeutung ein Gegenstand für die Szene erhält.
eine Szene visualisieren Ich erstelle ein Storyboard mit mehreren klaren Momenten.
eine Inszenierung begründen Ich verbinde Entscheidung, Textbeleg und beabsichtigte Wirkung.
KI kritisch nutzen Ich prüfe Vorschläge am Originaltext und kennzeichne Unterstützung transparent.


Vorwissen aktivieren: 90-Sekunden-Regie

Sprich den Satz „Dann geh.“ dreimal unterschiedlich.

  1. Version A: leise und langsam.
  2. Version B: laut und schnell.
  3. Version C: ruhig, mit langer Pause davor.

Kurzvergleich: Notiere jeweils ein Wirkungswort. Beispiel: angespannt, verletzt, entschlossen.

Selbstkontrolle: Hast Du wirklich nur Stimme und Tempo verändert? Dann kannst Du die Wirkung dieser Mittel gezielt vergleichen.


Der Übungstext

Eigener Übungstext dieses aiMOOCs – für die Lernarbeit frei veränderbar.

Figur Text
Mila Du bist also doch gekommen.
Sam Nur um dir das zurückzugeben.
Regieanweisung Sam legt einen Schlüssel auf den Tisch.
Mila Das war nicht die Abmachung.
Sam Vielleicht gibt es keine Abmachung mehr.
Regieanweisung Pause.
Mila Dann geh.
Sam Sag das noch einmal.

Deine Leitfrage: Ist die Szene eher ein endgültiger Abschied, ein Machtkampf oder ein Versuch, die Beziehung zu retten?


Text zuerst – nicht sofort spielen

Markiere den Text mit vier Zeichen:

  1. K = Konflikt.
  2. A = Absicht einer Figur.
  3. R = Regieanweisung.
  4. S = Schlüsselstelle für Deine Deutung.

M-Niveau: Formuliere anschließend eine Deutung in einem Satz: „Ich verstehe die Szene als ..., weil ...“

Hilfestufe 1: Suche zuerst nach Wendestellen: Schlüssel, Pause, „Dann geh“, „Sag das noch einmal“.

Hilfestufe 2: Satzstarter: „Die Beziehung wirkt ..., denn in der Zeile ...“

Beispiel-Lösung: Die Szene kann als Machtkampf verstanden werden, weil beide Figuren kurze, abgrenzende Äußerungen verwenden und Sam nach Milas Aufforderung nicht einfach geht.


Die fünf Regieentscheidungen

Mittel Leitfrage Mögliche Wirkung
Raum Wo stehen die Figuren? Wie groß ist ihre Distanz? Nähe, Trennung, Macht, Unsicherheit
Bewegung Wer geht auf wen zu? Wer weicht zurück? Angriff, Annäherung, Flucht, Zögern
Stimme Laut, leise, gepresst, ruhig, betont? Wut, Angst, Kontrolle, Verletzung
Tempo Schnell, langsam, Pausen, Beschleunigung? Druck, Spannung, Nachdenken, Eskalation
Requisit Was bedeutet der Schlüssel im Spiel? Erinnerung, Besitz, Abschied, Entscheidung

Merksatz: Nicht jedes Mittel muss auffällig sein. Ein kleiner Schritt oder eine Pause kann stärker wirken als hektische Bewegung.


Raum: Bühnenplan lesen und selbst zeichnen

Medienauftrag: Vergleiche mindestens zwei Bühnenanordnungen. Markiere, bei welcher Anordnung Nähe zum Publikum besonders wichtig werden könnte. Begründe Deine Wahl.

Bühnenplan-Raster für Deine Szene:

Hinten links Hinten Mitte Hinten rechts
Mitte links Zentrum Mitte rechts
Tisch + Schlüssel
Vorne links Vorne Mitte Vorne rechts
Publikum ↓

Auftrag: Zeichne Mila und Sam ein. Ergänze mit Pfeilen höchstens drei Bewegungen.

Hilfestufe 1: Beginne mit der Frage: Wer besitzt zu Beginn mehr Kontrolle über den Raum?

Hilfestufe 2: Nutze nur drei Zeichen: M, S und →.

Feedbackfrage: Passt die Distanz der Figuren zu Deiner Deutung?

Beispiel: Bei einem Machtkampf kann Sam am Tisch bleiben, während Mila sich zunächst entfernt. Dadurch wird der Schlüssel zum sichtbaren Mittelpunkt des Konflikts.


Bewegung: Wege haben Bedeutung

Mini-Experiment: Spiele „Dann geh.“ in drei Varianten.

  1. Mila bleibt stehen.
  2. Mila geht auf Sam zu.
  3. Mila dreht Sam den Rücken zu.

Vergleiche: Welche Variante passt am besten zu Deiner Deutung? Belege mit einer Textstelle.

Merkkasten: Eine Bewegung ist überzeugend, wenn sie zur Figur, zum Konflikt und zum Textmoment passt.


Stimme: Nicht nur laut oder leise

Audio-Auftrag: Höre das Wort „Theater“. Sprich danach den Satz „Sag das noch einmal.“ in drei Versionen: sachlich, verletzt, drohend. Nimm Dich nur auf, wenn die schulischen Datenschutzregeln das erlauben.

Videoauftrag – Schultheaterimpulse Stimme: Notiere zwei Übungen oder Beobachtungen, die sich auf Deine Szene übertragen lassen. Prüfe anschließend praktisch, ob sie die Verständlichkeit oder Wirkung verbessern.

Vergleich: Welche Sprechübung hilft Dir eher bei Deutlichkeit, welche eher bei Ausdruck? Begründe mit einer eigenen Probe.

Stimm-Check:

Merkmal Entscheidung
Lautstärke leise / mittel / laut / Wechsel
Betonung Welches Wort trägt die Hauptbedeutung?
Tonhöhe eher hoch / mittel / tief
Artikulation klar / abgehackt / weich
Pause vor / im / nach dem Satz


Tempo: Spannung entsteht in der Zeit

Tempo ist mehr als Geschwindigkeit. Auch Pausen, Unterbrechungen und plötzliche Wechsel gestalten eine Szene.

Probiere:

  1. Version 1: ganze Szene in gleichmäßigem Tempo.
  2. Version 2: schneller Beginn, lange Pause vor „Dann geh.“
  3. Version 3: langsamer Beginn, schnelle Eskalation am Schluss.

Auswertung: Welche Version macht den Konflikt am deutlichsten? Nenne mindestens einen Textbeleg.


Requisiten: Ein Gegenstand bekommt Bedeutung

Rechercheauftrag: Suche im Bild drei mögliche Requisiten. Beschreibe zu jedem Gegenstand eine mögliche Bühnenfunktion: praktisch, symbolisch oder konfliktverschärfend.

Für unsere Szene: Der Schlüssel kann nur ein Gegenstand sein – oder ein Zeichen für Zugang, Vertrauen, Besitz oder Abschied.

M-Niveau-Auftrag: Formuliere eine Begründung nach diesem Muster:

Entscheidung: Sam legt den Schlüssel sehr langsam ab. Textbeleg: Die Regieanweisung nennt ausdrücklich den Schlüssel. Wirkung: Das Ablegen wird dadurch zum bewussten Abschiedssignal.


Storyboard: Vor dem Video denken

Medienauftrag: Untersuche das Beispiel. Markiere, welche Informationen nur das Bild zeigt und welche zusätzlich als Text notiert werden. Übertrage das Prinzip auf Deine Szene.

Dein 6-Felder-Storyboard:

Feld Bildidee Bewegung / Stimme / Tempo Textbeleg
1 Ankunft
2 Schlüssel
3 Abmachung
4 Pause
5 „Dann geh.“
6 „Sag das noch einmal.“

Selbstkontrolle: Jedes Feld braucht mindestens eine bewusste Regieentscheidung. Nicht jedes Feld braucht Bewegung.


Video: Inszenierung sichtbar prüfen

Analyseauftrag: Beobachte theaterpädagogische Übungen. Ordne mindestens drei Beobachtungen den Kategorien Raum, Bewegung, Stimme, Tempo zu. Kommentiere, welche Idee Du für Deine Probe übernehmen oder bewusst nicht übernehmen würdest.

Trailer-Vergleich: Wähle einen kurzen Abschnitt. Stoppe dreimal. Notiere jeweils: Positionen im Raum, Bewegung, Tempo und auffällige Requisiten oder Bühnenelemente. Begründe, welche Wirkung Du erkennst.

Eigene Aufnahme: Filme eine Probe von 30 bis 60 Sekunden nur dann, wenn alle Beteiligten zustimmen und schulische Regeln zu Datenschutz und Veröffentlichung eingehalten werden. Für die Analyse genügt eine lokale Aufnahme ohne Veröffentlichung.

Video-Feedback in drei Sätzen:

  1. Ich sehe ...
  2. Das wirkt ...
  3. Zum Text passt / passt noch nicht ..., weil ...


Eine Entscheidung begründen

Formel: Entscheidung + Textbeleg + Wirkung + Deutung

Baustein Satzstarter
Entscheidung Wir lassen ...
Textbeleg Das passt zur Stelle ...
Wirkung Dadurch wirkt ...
Deutung Das unterstützt unsere Deutung, dass ...

Beispiel: Wir lassen vor „Dann geh.“ drei Sekunden Pause. Die Pause steht bereits als Regieanweisung im Text. Dadurch entsteht Unsicherheit und Spannung. Das unterstützt unsere Deutung, dass Mila nicht so entschlossen ist, wie ihr Satz zunächst klingt.


Werkstatt: Vom Text zur fertigen Szene

Schritt Produkt Kurzcheck
1 Text erschließen Markierter Text Konflikt und Schlüsselstelle gefunden?
2 Regieidee entwickeln Deutungssatz Aussage mit Text belegt?
3 Raum planen Bühnenplan Positionen und Wege sinnvoll?
4 Ablauf visualisieren Storyboard Wichtige Momente geordnet?
5 Proben Spielversion Stimme, Bewegung und Tempo bewusst?
6 Prüfen kurzes Video oder Beobachtungsprotokoll Wirkung erkennbar?
7 Überarbeiten zweite Version Feedback gezielt genutzt?
8 Begründen Regiekommentar Textbeleg + Wirkung genannt?


Differenzierung und Feedback

Basis-Hilfe: Entscheide zuerst nur über Raum + Stimme.

Standard-Hilfe: Ergänze Tempo + Requisit und begründe drei Entscheidungen.

Plus-Hilfe: Entwickle zwei gegensätzliche Inszenierungen und vergleiche ihre Wirkung.

Feedback-Ampel:

Grün Gelb Rot
Entscheidung klar und mit Text belegt Idee erkennbar, Beleg oder Wirkung noch unklar Entscheidung wirkt zufällig oder widerspricht dem Text ohne Begründung


KI-Spirale: Erst denken, dann fragen, dann prüfen

KI ersetzt keine eigene Textarbeit.

  1. Aufgabe verstehen: Kläre, was Du inszenieren und begründen sollst.
  2. Selbst denken: Markiere den Originaltext ohne KI.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Formuliere Deutung, Bühnenplan-Idee oder Storyboard selbst.
  4. Konkrete KI-Frage stellen: Beispiel: „Welche zwei alternativen Bewegungsentscheidungen könnten die Unsicherheit in dieser Szene zeigen? Nenne nur Vorschläge, keine Textbelege.“
  5. Ausgabe prüfen: Vergleiche jede Aussage mit Originaltext, Aufgabenregel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
  6. Fehler erkennen: Streiche erfundene Regieanweisungen, falsche Textbelege und unbegründete Behauptungen.
  7. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur Ideen, die Du selbst erklären kannst.
  8. Transparenz: Schreibe am Ende: „KI-Unterstützung: genutzt für ... / nicht genutzt.“

Warnsignal: Wenn eine KI eine Textstelle nennt, die im Original nicht steht, ist das kein Beleg.

Mini-Prüfung: Lass Dir von einer KI drei Regieideen geben. Markiere anschließend jede Idee mit textnah, möglich, aber unbelegt oder widerspricht dem Text. Begründe Deine Einordnung selbst.


Wiederholung und Transfer

Vier-Fragen-Check:

  1. Was ist meine Deutung?
  2. Welche Textstelle trägt diese Deutung?
  3. Welches theatrale Mittel setze ich ein?
  4. Welche Wirkung soll das beim Publikum haben?

Transfer: Nimm eine neue Dialogszene aus Eurer Klassenlektüre. Erstelle nur einen Bühnenplan und begründe zwei Bewegungen. Prüfe, ob dieselbe Methode auch dort funktioniert.


Kompetenzcheck

Kompetenz Noch unsicher Meist sicher Sicher
Ich finde Textbelege.
Ich plane Raum und Bewegung.
Ich gestalte Stimme und Tempo.
Ich setze Requisiten begründet ein.
Ich nutze Storyboard und Video zur Überarbeitung.
Ich prüfe KI-Ausgaben kritisch.


Reflexion

  1. Welche Regieentscheidung hat die Szene am stärksten verändert?
  2. Welche Entscheidung konntest Du am besten am Text belegen?
  3. Was würdest Du nach dem Video- oder Gruppenfeedback noch überarbeiten?
  4. Wo hat Dir ein Medium wirklich geholfen – und wo eher abgelenkt?

Folgekurs-Empfehlung: D8 M - Eine Szene aufführen und auswerten


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was macht eine Inszenierungsentscheidung überzeugend? (Sie wird mit Textbeleg und Wirkung begründet) (!Sie ist möglichst auffällig) (!Sie wird spontan ohne Textbezug gewählt) (!Sie übernimmt einfach eine fremde Idee)




Wozu dient ein Bühnenplan? (Er zeigt Positionen und Wege im Raum) (!Er ersetzt den dramatischen Text) (!Er enthält nur Kostümideen) (!Er bewertet die Schauspielenden)




Welche Aussage beschreibt das Sprechtempo? (Es bezeichnet die Geschwindigkeit des Sprechens) (!Es bezeichnet nur die Lautstärke) (!Es bezeichnet die Position auf der Bühne) (!Es bezeichnet die Farbe eines Requisits)




Was kann eine Pause in einer Szene bewirken? (Sie kann Spannung oder Unsicherheit verstärken) (!Sie macht jede Szene automatisch komisch) (!Sie ersetzt einen Textbeleg) (!Sie legt die Bühnenform fest)




Was ist ein Requisit? (Ein beweglicher Gegenstand, der im Spiel verwendet wird) (!Eine Figur im Personenverzeichnis) (!Eine besonders laute Sprechweise) (!Eine Einteilung des Storyboards)




Wozu dient ein Storyboard? (Es visualisiert wichtige Momente vor der Umsetzung) (!Es beweist automatisch die richtige Deutung) (!Es ersetzt jede Probe) (!Es besteht nur aus fertigen Filmaufnahmen)




Welche Stimmentscheidung ist für eine Inszenierung relevant? (Betonung eines Schlüsselworts) (!Schuhgröße der Figur) (!Farbe des Bühnenbodens) (!Länge des Personenverzeichnisses)




Was ist beim Video-Feedback zuerst sinnvoll? (Zuerst beobachtbar beschreiben, was zu sehen und zu hören ist) (!Sofort die Person bewerten) (!Nur Fehler aufzählen) (!Den Originaltext nicht mehr beachten)




Was gehört zur sinnvollen KI-Spirale? (Eigene Lösung entwickeln und KI-Ausgabe am Originaltext prüfen) (!Die erste KI-Antwort ungeprüft übernehmen) (!Textbelege von der KI erfinden lassen) (!Die eigene Textarbeit vollständig ersetzen)




Was ist eine Regieanweisung? (Eine Angabe im dramatischen Text zum Spiel oder Bühnengeschehen) (!Der Titel eines Theatergebäudes) (!Eine zufällige Publikumsreaktion) (!Eine Bewertung der Klassenarbeit)





Memory

Bühnenplan Raumwege sichtbar machen
Storyboard Bildfolge vor der Umsetzung
Sprechtempo Geschwindigkeit des Sprechens
Requisit Gegenstand im Bühnenspiel
Textbeleg konkrete Stelle als Begründung
Subtext unausgesprochene Haltung einer Figur





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bühnenplan Raumgestaltung
Pausenzeichen Tempogestaltung
Betonungswechsel Stimmgestaltung
Schlüssel Requisitengestaltung
Storyboard Ablaufvisualisierung





Kreuzworträtsel

Bühnenplan Welche Zeichnung zeigt Positionen und Wege einer Szene?
Storyboard Welche Bildfolge plant wichtige Momente vor einem Dreh?
Requisit Wie heißt ein beweglicher Gegenstand im Bühnenspiel?
Tempo Welcher Begriff bezeichnet die Geschwindigkeit des Spiels oder Sprechens?
Stimme Welches Ausdrucksmittel umfasst Lautstärke, Tonhöhe und Betonung?
Subtext Wie heißt das, was eine Figur meint, ohne es direkt auszusprechen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Inszenierung wird durch Entscheidungen zu Raum, Bewegung, Stimme, Tempo und

gestaltet. Ein Bühnenplan zeigt vor allem Positionen und

im Raum. Ein Storyboard visualisiert wichtige Momente vor der

. Eine Begründung verbindet eine Entscheidung mit einem

. Die beabsichtigte Wirkung erklärt, was das Publikum wahrnehmen oder

soll. Eine Pause gehört zur Gestaltung des

. Vor einer KI-Anfrage entwickelst Du zuerst einen eigenen

. KI-Ausgaben werden anschließend mit dem Originaltext oder einer verlässlichen

geprüft.




Lösungen und Selbstkontrolle

Lösungsidee zur Übungsszene: Es gibt nicht nur eine richtige Inszenierung. Richtig begründet ist eine Lösung dann, wenn sie textnah, nachvollziehbar und wirkungsbezogen ist.

Beispiel A – Abschied: große Distanz, langsames Ablegen des Schlüssels, lange Pause, leise Stimme.

Beispiel B – Machtkampf: geringe Distanz, direkte Blickrichtung, kurze Bewegungen, steigendes Tempo, betonte Schlüsselwörter.

Prüfe Deine Lösung: Kannst Du zu mindestens drei Entscheidungen je eine konkrete Textstelle nennen? Wenn ja, ist Deine Begründung bereits tragfähig.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbild: Stelle mit zwei Personen den Moment direkt nach dem Ablegen des Schlüssels dar. Begründe die Körperhaltung.
  2. Stimmenlabor: Sprich „Dann geh.“ in drei Varianten und notiere die unterschiedliche Wirkung.
  3. Requisitenwirkung: Wähle einen ungefährlichen Alltagsgegenstand und erkläre, welche symbolische Bedeutung er in einer Szene bekommen könnte.
  4. Markiercode: Markiere im Übungstext Konflikt, Absicht, Regieanweisung und Schlüsselstelle mit vier unterschiedlichen Zeichen.


Standard

  1. Bühnenplan: Zeichne einen vollständigen Plan mit Startpositionen und höchstens drei Bewegungswegen. Begründe zwei Wege am Text.
  2. Storyboard: Gestalte sechs Bilder zur Übungsszene. Ergänze Stimme, Tempo und Textbeleg.
  3. Videoanalyse: Filme eine kurze Probe unter Beachtung schulischer Datenschutzregeln und notiere drei konkrete Überarbeitungen.
  4. Regiebegründung: Schreibe einen Regiekommentar mit drei Entscheidungen nach dem Muster Entscheidung, Textbeleg, Wirkung und Deutung.


Schwer

  1. Vergleichsinszenierung: Entwickle zwei gegensätzliche Versionen derselben Szene und vergleiche ihre Wirkung.
  2. Medienkritik: Vergleiche Storyboard, Bühnenplan und Video als Planungsinstrumente. Begründe, wofür jedes Medium besonders nützlich ist.
  3. KI-Kritik: Lass Dir nach Deinem eigenen Entwurf drei alternative Regieideen vorschlagen, prüfe sie am Text und dokumentiere mindestens einen Fehler oder eine unbelegte Annahme.
  4. Transfer: Übertrage die Methode auf eine neue dramatische Szene aus Eurer Lektüre und belege vier Inszenierungsentscheidungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Inszenierungsvergleich: Zwei Gruppen setzen dieselbe Textstelle unterschiedlich um. Erkläre, wie Raum, Stimme und Tempo zu verschiedenen Deutungen führen.
  2. Text und Wirkung: Wähle eine Regieentscheidung, die zunächst attraktiv wirkt, aber schlecht zum Text passt. Zeige den Widerspruch mit einem Beleg.
  3. Requisitentransfer: Ersetze den Schlüssel durch ein anderes passendes Requisit. Erkläre, wie sich dadurch die Bedeutung der Szene verändert.
  4. Bühnenraum: Plane dieselbe Szene einmal auf einer großen Bühne und einmal in einem kleinen Klassenraum. Begründe notwendige Änderungen.
  5. Überarbeitung: Nutze ein konkretes Peer-Feedback und beschreibe, welche Entscheidung Du änderst, welche Du beibehältst und warum.
  6. KI-Prüfung: Prüfe einen KI-Vorschlag auf erfundene Textbelege, unklare Wirkung und Widersprüche zur Aufgabenstellung. Formuliere danach Deine verbesserte eigene Lösung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. eine nachvollziehbare Deutung der Szene.
  2. passende Textbelege.
  3. ein lesbarer Bühnenplan.
  4. ein Storyboard mit geordneten Schlüsselmomenten.
  5. begründete Entscheidungen zu Raum, Bewegung, Stimme, Tempo und Requisiten.
  6. eine kurze Reflexion zur Wirkung der Inszenierung.
  7. eine dokumentierte Überarbeitung nach Feedback.
  8. eine transparente Kennzeichnung möglicher KI-Unterstützung.




Medien- und Quellencheck

Freie bzw. offen lizenzierte Medien aus Wikimedia Commons:

  1. Stage arrangements.svg – CC BY 4.0.
  2. Stage Layout Plan.jpg – CC BY-SA 3.0.
  3. Storyboard.jpg – gemeinfrei.
  4. Voice waveform and spectrum.png – gemeinfrei.
  5. Prop Room – CC BY 2.0.
  6. Pasant Theatre from seats.JPG – CC BY-SA 3.0.
  7. De-Theater2.ogg – CC BY-SA 4.0.

YouTube: Die eingebetteten Videos dienen als Analyse- und Übungsmaterial. Rechte und Verfügbarkeit liegen bei den jeweiligen Anbietern. Verwende für eigene Veröffentlichungen bevorzugt selbst erstellte oder offen lizenzierte Aufnahmen.


OERs zum Thema



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