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D8 G - Einen inneren Monolog textnah schreiben

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D8 G - Einen inneren Monolog textnah schreiben



D8 G - Einen inneren Monolog textnah schreiben

Mini-Beschreibung: Gestalte Gedanken einer Figur auf Grundlage einer konkreten Textsituation. Du nutzt Textbelege, Gedankenblasen und Satzstarter. Zielgruppe: Deutsch Klasse 8, G-Niveau, Baden-Württemberg.


Einleitung

Ein innerer Monolog macht Gedanken und Gefühle einer Figur direkt lesbar. Du schreibst so, als würden wir für einen Moment in ihren Kopf hören. Entscheidend ist: Deine Gedanken müssen zur Textsituation passen.

MERKE: textnah statt frei erfunden
Textsignal → Schluss → Gedanke. Erst findest Du einen Beleg im Ausgangstext. Dann überlegst Du, was er über die Figur zeigt. Erst danach formulierst Du den Gedanken der Figur.

Beispiel: Im Text hält die Figur ihre Tasche fest. Daraus kannst Du vorsichtig schließen: Sie ist angespannt oder unsicher. Ein Gedanke wie „Bloß nichts falsch machen“ ist möglich. Eine frei erfundene Schwester, ein Unfall oder eine Note, die im Text nie vorkommen, wären dagegen nicht textnah.


Motivierender Einstieg: Gedanke oder gesprochener Satz?

Gedanke Gesprochener Satz
bleibt im Kopf wird laut ausgesprochen
  1. Stell Dir vor, Du hast etwas Wichtiges vergessen. Schreibe einen einzigen Gedanken, der Dir in diesem Moment durch den Kopf gehen könnte.
  2. Formuliere denselben Inhalt als gesprochenen Satz an eine andere Person.
  3. Vergleiche: Was verändert sich bei Wortwahl, Ehrlichkeit und Gefühl?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. eine konkrete Textsituation knapp erfassen,
  2. wichtige Textsignale markieren und als Textbelege nutzen,
  3. Gefühle, Ziele und Konflikte einer Figur plausibel erschließen,
  4. einen inneren Monolog in Ich-Form und meist im Präsens schreiben,
  5. Fragen, Ausrufe, kurze Sätze und Satzstarter sinnvoll einsetzen,
  6. frei erfundene Angaben von textnahen Gedanken unterscheiden,
  7. Deinen Text mit einer Checkliste überarbeiten,
  8. KI-Hilfe kritisch prüfen, Fehler erkennen und transparent kennzeichnen.

Der Kurs passt zu Kompetenzen des baden-württembergischen Bildungsplans Deutsch für die Sekundarstufe I, besonders zu Schreibplanung, gestaltendem und produktionsorientiertem Schreiben, dem Ausdrücken von Emotionen, dem Überarbeiten von Texten sowie zum textnahen Lesen und Deuten. Quelle: Bildungsplan Baden-Württemberg, Deutsch 7/8/9, Fassung 2024.


Vorwissen aktivieren

Ordne im Kopf zu: Gedanke – Gefühl – Textbeleg – Erfindung.

  1. „Warum habe ich das nur vergessen?“ → Gedanke
  2. „Sie drückt die Tasche an sich.“ → Textbeleg
  3. „unsicher“ → mögliches Gefühl
  4. „Ihr Bruder wartet vor der Schule.“ → Erfindung, wenn der Ausgangstext nichts davon sagt


Textgrundlage: Die vergessene Mappe

Eigener Übungstext für diesen aiMOOC; keine Übernahme aus einem geschützten Fremdtext.

Z. 1 Nach der großen Pause steht Samira vor dem Klassenraum.
Z. 2 In ihrer Tasche sucht sie noch einmal nach der Mappe für das Gruppenreferat.
Z. 3 Sie findet nur ihr Heft: Die Mappe liegt noch zu Hause auf dem Schreibtisch.
Z. 4 Drinnen rücken Stühle. Ben öffnet die Tür und fragt: „Hast du alles dabei?“
Z. 5 Samira hält den Reißverschluss ihrer Tasche fest und schaut zum Ausgang.
Z. 6 Ihr Bus fährt in zehn Minuten. Die Gruppe wartet aber auf ihre Materialien.
Z. 7 Auf dem Handy liest sie: „Bin erst später da.“
Z. 8 Samira öffnet den Gruppenchat, tippt zwei Wörter, löscht sie wieder und hebt den Kopf.

Schreibsituation: Schreibe Samiras inneren Monolog unmittelbar nach Zeile 8.


Schritt 1: Textsignale markieren

Markiere im Übungstext:

  1. Situation: Was ist passiert?
  2. Problem: Was steht auf dem Spiel?
  3. Gefühl: Woran erkennst Du Anspannung oder Unsicherheit?
  4. Möglichkeiten: Welche Handlungen sind im Text vorbereitet?
Textsignal Sichere Aussage Vorsichtige Deutung
Z. 3: Mappe liegt zu Hause Material fehlt Samira könnte sich ärgern
Z. 5: hält Reißverschluss fest körperliche Handlung Samira könnte angespannt sein
Z. 6: Bus fährt bald Zeitdruck Sie muss abwägen
Z. 8: tippt und löscht sie zögert beim Schreiben Sie könnte unsicher sein, was sie der Gruppe sagt

Wichtig: Die Zeilenangaben gehören in Deinen Schreibplan. Im fertigen inneren Monolog schreibst Du normalerweise keine Belegnummern.


Schritt 2: Gedankenblasen bauen

Nutze die Emotionsdarstellungen als Wortschatz-Hilfe. Nicht jedes Gesicht passt zur Figur. Wähle nur Gefühle, die Du am Text begründen kannst.

Textbeleg mögliche Gedankenblase
Mappe fehlt „Oh nein. Ausgerechnet heute.“
Bus fährt bald „Fahre ich nach Hause oder bleibe ich bei der Gruppe?“
Nachricht auf dem Handy „Okay, damit kann mir jetzt niemand schnell helfen.“
tippt und löscht „Wie sage ich es, ohne mich herauszureden?“

Aktiv untersuchen: Wähle zwei Gedankenblasen. Zeige jeweils mit einem Textbeleg, warum sie passen. Streiche eine Gedankenblase, wenn Du sie nicht belegen kannst.


Schritt 3: Merkmale des inneren Monologs

Merkmal So klingt es
Ich-Form „Was mache ich jetzt?“
meist Präsens „Der Bus fährt gleich.“
direkte Gedanken kein „sie denkt, dass …“
Gefühle und Konflikt „Peinlich. Aber ich muss ehrlich sein.“
Fragen und Ausrufe „Soll ich gehen? Nein!“
kurze Sätze möglich „Mist. Zu spät.“
textnah Gedanken passen zu Situation und Figur
möglicher Entschluss „Ich schreibe der Gruppe jetzt.“


Video: Merkmale prüfen

Arbeitsauftrag zum Video:

  1. Notiere fünf Merkmale, die im Video genannt werden.
  2. Vergleiche sie mit der Tabelle oben.
  3. Markiere eine Aussage, die Du für Deinen eigenen Schreibplan besonders brauchst.
  4. Prüfe: Wird ein möglicher Unterschied zwischen innerem Monolog und Bewusstseinsstrom deutlich?


Schritt 4: Satzstarter und Wortbank

Funktion Satzstarter
Überraschung „Oh nein …“ / „Das darf doch nicht wahr sein.“
Frage „Was soll ich jetzt tun?“ / „Soll ich wirklich …?“
Abwägen „Wenn ich …, dann …“ / „Andererseits …“
Gefühl „Mir ist das so unangenehm.“ / „Ich bin erleichtert, weil …“
Erinnerung an den Text „Ben wartet schon.“ / „Der Bus fährt gleich.“
Entschluss „Also gut: Ich …“ / „Ich mache jetzt …“

Wortbank: unsicher – nervös – erleichtert – verärgert – beschämt – angespannt – mutig – ratlos – ehrlich – entschlossen


Schritt 5: Vom Beleg zum Gedanken

Nutze diese Mini-Formel:

1. Textbeleg 2. Deutung 3. Gedanke der Figur
„tippt … löscht“ Samira zögert „Wie schreibe ich das bloß?“

Dein Auftrag: Baue drei weitere Belegbrücken zum Übungstext.


Modell: textnaher innerer Monolog

Musterlösung zu Samira:

Oh nein. Ausgerechnet die Mappe liegt zu Hause. Was sage ich Ben jetzt? Die Gruppe wartet auf mein Material. Wenn ich den Bus nehme, bin ich erst einmal weg. Aber einfach so tun, als wäre alles in Ordnung, geht auch nicht. Diese Nachricht hilft mir gerade nicht weiter. Warum lösche ich meinen Satz schon wieder? Ich muss es einfach sagen. Peinlich ist es sowieso. Also gut: Ich schreibe der Gruppe ehrlich, dass ich die Mappe vergessen habe, und frage, womit wir trotzdem anfangen können.

Warum passt das?

  1. Die fehlende Mappe stammt aus Z. 3.
  2. Der Zeitdruck stammt aus Z. 6.
  3. Das Zögern beim Schreiben stammt aus Z. 8.
  4. Der Entschluss führt die vorhandene Situation plausibel weiter.
  5. Es werden keine neuen Personen, Ereignisse oder geheimen Informationen erfunden.


Vergleichen: schwach oder textnah?

Version A: „Samira ist traurig. Sie denkt, dass sie die Mappe vergessen hat. Dann beschließt sie, ihren Bruder anzurufen, damit er sie bringt.“

Version B: „Mist. Die Mappe liegt zu Hause. Was sage ich jetzt der Gruppe? Der Bus fährt gleich. Aber einfach verschwinden? Nein. Ich muss Bescheid sagen.“

Auftrag:

  1. Markiere in A eine Stelle, die nicht wie direkter Gedanke klingt.
  2. Markiere in A eine Information, die im Ausgangstext nicht belegt ist.
  3. Markiere in B zwei Stellen, die eng an den Ausgangstext gebunden sind.
  4. Formuliere Version A so um, dass sie textnäher wird.


Hilfestufen für Deinen eigenen Text

Hilfestufe Unterstützung
Hilfe 1 – leicht Nutze nur vier Bausteine: Problem → Gefühl → zwei Möglichkeiten → Entschluss.
Hilfe 2 – Satzstarter „Oh nein …“ / „Was soll ich …?“ / „Wenn ich …“ / „Also gut: Ich …“
Hilfe 3 – Schreibplan Schreibe zuerst drei Textbelege auf. Notiere neben jeden Beleg einen möglichen Gedanken. Verbinde erst dann die Gedanken.
Hilfe 4 – Überarbeiten Unterstreiche Ich-Form, kreise Präsens-Verben ein und setze neben jeden wichtigen Gedanken einen passenden Textbeleg aus Deinem Plan.


Differenziertes Feedback

Rückmeldung Bedeutung Nächster Schritt
Sicher Gedanken sind belegt und passen zur Figur. Ergänze sprachliche Lebendigkeit.
Fast Grundidee passt, aber einzelne Gedanken sind zu allgemein. Verbinde jeden wichtigen Gedanken mit einem Textsignal.
Noch prüfen Neue Fakten oder Personen tauchen ohne Grundlage auf. Streiche Erfundenes und gehe zurück zum Ausgangstext.
Form prüfen Inhalt passt, klingt aber wie ein Bericht. Formuliere direkter in Ich-Form und Präsens.


Audio: Wie klingt eine innere Stimme?

Das Audio ist ein frei lizenziertes Hörbeispiel zu Franz Kafkas Text „Entschlüsse“ und dient hier nicht als Musterlösung für einen schulischen inneren Monolog. Untersuche nur die Sprechgestaltung.

  1. Höre etwa 30 bis 60 Sekunden.
  2. Notiere: Wo hörst Du Pausen, Tempoänderungen oder Betonung?
  3. Lies danach zwei Sätze Deines eigenen inneren Monologs laut.
  4. Nimm optional eine kurze Audiofassung auf und vergleiche: Welche Wörter betonst Du, damit Zweifel oder Entschluss hörbar werden?


Video: Schreibprozess vergleichen

  1. Vergleiche den dort gezeigten Schreibweg mit unserer Belegbrücke.
  2. Notiere eine Gemeinsamkeit.
  3. Notiere einen Punkt, den Du in Deinem Schreibplan anders oder genauer machen möchtest.
  4. Übernimm keine Aussage ungeprüft: Vergleiche immer mit dem Ausgangstext und der Checkliste.


KI-Spirale: KI hilft beim Prüfen, nicht beim Ersetzen

KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Nutze keine privaten Daten oder echten Namen aus Deiner Klasse. Arbeite mit dem bereitgestellten Übungstext oder anonymisierten Beispielen.

Schritt Deine Handlung
1 Aufgabe verstehen: Was soll ich aus welcher Textstelle heraus schreiben?
2 Selbst denken: Markiere zuerst Textsignale ohne KI.
3 Eigener Ansatz: Schreibe einen kurzen Entwurf.
4 Konkrete KI-Frage: Frage nur nach einem klaren Punkt, z. B. „Welche meiner Sätze klingen wie Bericht statt wie direkter Gedanke?“
5 Prüfen: Vergleiche die KI-Antwort mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
6 Fehler finden: Markiere erfundene Angaben, unpassende Gefühle oder falsche Regeln.
7 Verbessern: Entscheide selbst, was Du übernimmst.
8 Kennzeichnen: Notiere kurz: „KI-Unterstützung: Feedback zu …; Entscheidung und Endfassung von mir.“

Mini-Prüfung einer KI-Antwort: Eine KI schlägt für Samira vor: „Ich rufe jetzt meinen Bruder an, der die Mappe bringt.“ Im Ausgangstext gibt es keinen Bruder. Ergebnis: nicht belegt → streichen oder durch eine textnahe Möglichkeit ersetzen.


Medien aktiv untersuchen

  1. Bild untersuchen: Vergleiche Gedankenblase und Sprechblase. Welche passt zum inneren Monolog, und warum?
  2. Audio untersuchen: Markiere beim Hören Pausen und Betonungen, die Unsicherheit zeigen könnten.
  3. Video untersuchen: Erstelle aus einem Video eine eigene Fünf-Punkte-Checkliste und vergleiche sie mit dem Kurs.
  4. Text untersuchen: Markiere drei Belege und schreibe je eine plausible Gedankenblase.
  5. Recherchieren: Lies den Wikipedia-Artikel zum inneren Monolog. Notiere eine Definition in eigenen Worten und nenne die Quelle.
  6. Selbst gestalten: Erstelle eine kurze Comic-Seite, Audioaufnahme oder Mini-Animation mit einer textnahen Gedankenfolge.


Selbstkontrolle

Prüfe Deinen Entwurf:

Kriterium Ja Noch verbessern
Ich habe die konkrete Textsituation verstanden. □ □
Ich habe mindestens drei Textbelege im Schreibplan. □ □
Ich schreibe aus Sicht der Figur. □ □
Ich nutze überwiegend Ich-Form und Präsens. □ □
Gefühle und Gedanken sind am Text plausibel. □ □
Ich habe keine unbelegten neuen Fakten erfunden. □ □
Fragen, Ausrufe oder kurze Sätze passen zur Situation. □ □
Der Schluss zeigt einen möglichen nächsten Schritt oder Entschluss. □ □
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind geprüft. □ □
KI-Unterstützung ist geprüft und transparent gekennzeichnet. □ □


Wiederholung in 5 Minuten

  1. 1 Minute: Nenne Ich-Form, Präsens und Textnähe.
  2. 1 Minute: Finde zwei Textbelege.
  3. 1 Minute: Formuliere zwei Gedankenblasen.
  4. 1 Minute: Verbinde die Gedanken mit „aber“, „wenn“, „trotzdem“ oder einer Frage.
  5. 1 Minute: Streiche eine unbelegte Erfindung und verbessere einen Satz.


Transfer

Neue Mini-Situation: Alex soll gleich ein Kurzreferat beginnen. Auf der ersten Karte fehlt die wichtigste Zahl. Die Lehrkraft ruft Alex nach vorn. Alex schaut auf die Karte, atmet tief ein und steckt sie wieder ein.

  1. Schreibe zwei mögliche Gefühle auf und belege sie mit einem Textsignal.
  2. Formuliere vier Sätze inneren Monolog.
  3. Vermeide neue Fakten über Familie, Noten oder frühere Erlebnisse.
  4. Gib Deinem Partner Deinen Text. Er soll einen Satz markieren, der besonders textnah ist.


Kompetenzcheck und Reflexion

Kreuze für Dich an: kann ich – kann ich mit Hilfe – übe ich noch.

Kompetenz kann ich mit Hilfe übe ich noch
Textsignale finden □ □ □
Gefühle vorsichtig deuten □ □ □
Gedanken in Ich-Form schreiben □ □ □
Erfundenes erkennen □ □ □
Text überarbeiten □ □ □
KI-Antwort kritisch prüfen □ □ □

Reflexion: Welcher Schritt hilft Dir am meisten: Markieren, Belegbrücke, Satzstarter, Vorlesen oder Checkliste? Begründe in zwei Sätzen.

Folgekurs-Empfehlung: Wenn Dir das Belegen noch schwerfällt, arbeite weiter mit Textbelegen. Wenn Du sicher bist, vertiefe Figurencharakterisierung und Erzählperspektive.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Grundlage für einen textnahen inneren Monolog? (Textbelege aus der konkreten Ausgangssituation) (!möglichst viele frei erfundene Ereignisse) (!eine lange Einleitung über den Autor) (!eine Liste mit Fachbegriffen)




Welche Perspektive passt meist zum inneren Monolog? (Ich-Form) (!Er-Form als Bericht) (!Wir-Form als Protokoll) (!unpersönliche Man-Form)




Welche Zeitform wird im schulischen inneren Monolog meist verwendet? (Präsens) (!Plusquamperfekt) (!Futur II) (!Konjunktiv II als Grundzeit)




Welcher Satz klingt wie ein direkter Gedanke? (Was soll ich jetzt nur tun?) (!Samira dachte über die Situation nach.) (!Der Erzähler beschreibt Samiras Problem.) (!Die Figur wurde ausführlich charakterisiert.)




Was bedeutet textnah schreiben? (Gedanken passen zu belegbaren Informationen und plausiblen Deutungen) (!jede Idee ist erlaubt, solange sie spannend klingt) (!nur der Wortlaut des Ausgangstextes darf abgeschrieben werden) (!der Ausgangstext wird vollständig nacherzählt)




Was gehört am besten in den Schreibplan? (Textbeleg und passende Deutung) (!nur die fertige Überschrift) (!eine erfundene Nebenfigur) (!eine Bewertung des Autors)




Welche Formulierung zeigt ein Abwägen? (Wenn ich gehe, wartet die Gruppe weiter auf mich.) (!Die Geschichte hat acht Zeilen.) (!Samira ist eine Figur.) (!Das Wort Mappe ist ein Nomen.)




Was solltest Du bei einer KI-Antwort zuerst prüfen? (Ob die Aussagen zum Originaltext und zu den Regeln passen) (!Ob die Antwort besonders lang ist) (!Ob die KI viele schwierige Wörter nutzt) (!Ob die Antwort ohne eigenes Lesen übernommen werden kann)




Was ist ein sinnvoller möglicher Schluss eines inneren Monologs? (Ein textnaher Entschluss der Figur) (!eine neue Nebenhandlung ohne Bezug) (!eine Quellenliste im Gedankenstrom) (!eine allgemeine Definition von Literatur)




Welche Überarbeitung verbessert die Textnähe am stärksten? (Unbelegte neue Fakten streichen und Gedanken mit Textsignalen verbinden) (!alle Fragen entfernen) (!jeden Satz verlängern) (!möglichst viele Fremdwörter ergänzen)





Memory

Ich-Form Gedanken aus Sicht der Figur
Präsens Gegenwartsform
Textbeleg Stelle im Ausgangstext
Satzstarter Hilfe zum Beginnen
Gefühl innere Reaktion
Entschluss möglicher Abschluss
Textnähe Gedanken passen zur Textsituation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ich-Form Perspektive
Präsens Zeitform
Textbeleg Grundlage
Fragezeichen Zweifel
Entschluss möglicher Schluss





Kreuzworträtsel

Ichform Aus welcher Perspektive werden die Gedanken meist formuliert?
Präsens Welche Zeitform wird meist verwendet?
Textbeleg Wie heißt eine konkrete Stelle aus dem Ausgangstext, die Deine Deutung stützt?
Gefühle Was wird neben Gedanken im inneren Monolog sichtbar?
Fragen Welche Satzart zeigt oft Zweifel oder Abwägen?
Entschluss Wie heißt eine mögliche Entscheidung am Ende?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein innerer Monolog zeigt die Gedanken einer

direkt.
Er wird meistens in der

geschrieben.
Als Grundzeit verwendet man häufig das

.
Eine textnahe Idee lässt sich mit einem

verbinden.
Fragen und Ausrufe können die innere

zeigen.
Neue Angaben ohne Grundlage im Text solltest Du als

erkennen.
Vor der Endfassung hilft eine

beim Überarbeiten.
Eine KI-Antwort musst Du immer mit dem

vergleichen.




Lösungen und Feedback

Zu „Vergleichen: schwach oder textnah?“:

  1. Version A klingt an „Sie denkt, dass …“ berichtend statt direkt.
  2. Der Bruder ist im Ausgangstext nicht erwähnt und deshalb unbelegt.
  3. Version B greift die fehlende Mappe und den bald fahrenden Bus auf.
  4. Eine mögliche Verbesserung lautet: „Mist. Die Mappe ist zu Hause. Was sage ich jetzt der Gruppe? Ich muss ehrlich Bescheid geben.“

Zu den Belegbrücken:

  1. Z. 3 → Material fehlt → „Wie konnte ich die Mappe nur vergessen?“
  2. Z. 6 → Zeitdruck und Gruppe → „Fahre ich oder bleibe ich?“
  3. Z. 8 → Zögern → „Warum lösche ich die Nachricht schon wieder?“

Zum Transfer mit Alex: Eine plausible Lösung kann Nervosität oder Unsicherheit zeigen, weil Alex tief einatmet und die unvollständige Karte wegsteckt. Nicht belegt wären zum Beispiel eine bestimmte Note, ein Streit zu Hause oder ein früheres Referat, wenn diese Informationen nicht im Text stehen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gedankenblase: Zeichne vier Gedankenblasen zu Samiras Situation. Schreibe unter jede Blase den passenden Textbeleg.
  2. Wortbank: Sortiere zehn Gefühlswörter in „passt gut“, „vielleicht“ und „passt nicht“. Begründe zwei Entscheidungen.
  3. Audioaufnahme: Lies Deinen inneren Monolog ein. Markiere vorher drei Wörter, die Du betonen willst.
  4. Comic: Gestalte zwei Panels: außen sichtbare Handlung und innen sichtbare Gedanken. Verwende nur Angaben aus dem Text.


Standard

  1. Schreibkonferenz: Tauscht Eure Monologe. Gebt Rückmeldung zu Textnähe, Ich-Form, Präsens und Entschluss.
  2. Vergleich: Schreibe dieselbe Situation einmal als Bericht und einmal als inneren Monolog. Markiere die Unterschiede.
  3. Erklärvideo: Produziere ein 60-Sekunden-Erklärvideo mit drei Merkmalen und einem eigenen Beispiel.
  4. Quellenkritik: Vergleiche zwei Erklärseiten oder Videos zum inneren Monolog. Notiere Gemeinsamkeiten, Unterschiede und welche Aussage Du mit einer verlässlichen Quelle bestätigen kannst.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: Schreibe zusätzlich einen inneren Monolog aus Bens Sicht. Nutze nur das, was Ben in der Szene wissen oder wahrnehmen kann.
  2. Textrevision: Überarbeite absichtlich einen schlechten, erfundenen Monolog. Kommentiere jede Änderung mit „Beleg“, „Form“ oder „Sprache“.
  3. KI-Kritik: Lass Dir zu Deinem eigenen Entwurf drei Verbesserungsvorschläge geben. Prüfe jeden Vorschlag am Originaltext und dokumentiere, was Du annimmst oder ablehnst.
  4. Medienprojekt: Erstelle eine kurze Hörszene oder Animation mit sichtbarer Außenhandlung und hörbarer innerer Stimme. Kennzeichne verwendete freie Medien und Quellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textnähe prüfen: Du erhältst einen neuen kurzen Erzähltext und zwei innere Monologe. Entscheide für drei Stellen jeweils mit Beleg, welcher Gedanke plausibel ist und welcher erfunden wirkt.
  2. Belegbrücke anwenden: Wähle aus einem neuen Text drei Textsignale. Formuliere zu jedem Signal eine Deutung und einen passenden Gedanken der Figur.
  3. Perspektive übertragen: Schreibe zu derselben Szene zwei kurze innere Monologe aus unterschiedlichen Figurenperspektiven. Zeige, wie sich Wissen und Gefühle verändern.
  4. Überarbeiten: Verwandle einen berichtenden Absatz in direkte Gedanken, ohne neue Fakten hinzuzufügen.
  5. Entscheidung begründen: Erkläre an zwei Beispielen, warum eine Textstelle unterschiedliche, aber trotzdem plausible Gedanken zulassen kann.
  6. KI-Ausgabe prüfen: Vergleiche einen KI-Vorschlag mit einem Originaltext. Markiere eine passende, eine unsichere und eine erfundene Angabe und verbessere die Ausgabe.


Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du erfasst die Textsituation korrekt.
  2. Dein Schreibplan enthält mehrere passende Textbelege.
  3. Gedanken und Gefühle sind plausibel aus dem Text abgeleitet.
  4. Du schreibst überwiegend in Ich-Form und Präsens.
  5. Deine Sprache klingt nach unmittelbarem Denken und nicht nur nach Bericht.
  6. Du vermeidest unbelegte neue Fakten.
  7. Du überarbeitest Inhalt, Sprache, Rechtschreibung und Zeichensetzung.
  8. Falls Du KI nutzt, prüfst Du die Ausgabe und kennzeichnest die Unterstützung transparent.
  9. Du kannst mindestens zwei Entscheidungen in Deinem Text mit Belegen aus dem Ausgangstext erklären.




OERs zum Thema

  1. Wikimedia Commons: Thought bubble.svg – CC BY-SA 3.0.
  2. Wikimedia Commons: Speech Balloon.svg – CC0.
  3. Wikimedia Commons: Schreibsymbol – CC0.
  4. Wikimedia Commons: Emotionsdarstellung – CC BY 4.0.
  5. Wikimedia Commons: Checklist.svg – CC0.
  6. Wikimedia Commons: Checklist-icon.svg – CC0.
  7. Wikimedia Commons: Robot icon.svg – gemeinfrei.
  8. Wikimedia Commons: Franz Kafka – Entschlüsse.ogg – CC BY-SA 3.0.
  9. Wikipedia: Innerer Monolog – Überblick zur Erzähltechnik.
  10. Bildungsplan Baden-Württemberg: Deutsch Sekundarstufe I – Kompetenzbezug für Lesen und Schreiben.



Verknüpfte Lernbereiche


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