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D7 G - Standardsprache und Umgangssprache unterscheiden

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D7 G - Standardsprache und Umgangssprache unterscheiden




Einleitung

Mini-Beschreibung Erkenne Unterschiede zwischen standardsprachlichen und umgangssprachlichen Formulierungen.
Zielgruppe Klasse 7, G-Niveau, Deutsch in Baden-Württemberg
Du arbeitest mit Audio, Chats, Schulgesprächen, formellen Texten, Bildern und Videos

Einstieg: Zwei Nachrichten – zwei Situationen

Nachricht A Nachricht B
„Hey, bin morgen nich da. Was machen wir?“ „Guten Tag, ich kann morgen nicht am Unterricht teilnehmen. Könnten Sie mir bitte mitteilen, welche Aufgaben ich nacharbeiten soll?“

Welche Nachricht würdest Du eher an eine befreundete Person schicken? Welche passt eher zu einer Lehrkraft in einer formellen Nachricht? Begründe mit zwei sprachlichen Merkmalen.

Hörauftrag: Im Audio hörst Du verschiedene deutsche Grüße. Notiere zwei eher lockere und zwei eher neutrale oder formelle Grüße. Vergleiche anschließend mit einer Partnerin oder einem Partner.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Standardsprache und Umgangssprache an typischen Merkmalen unterscheiden.
  2. eine Formulierung passend zu Situation und Adressat auswählen.
  3. einen lockeren Satz in eine neutralere oder formellere Form umschreiben.
  4. Beispiele aus Audio, Chat, Schulgespräch und formellem Text untersuchen und belegen.
  5. Wörterbuch, Regelwerk oder verlässliche Quelle zum Prüfen nutzen.
  6. KI-Hilfe kritisch prüfen und transparent angeben.


Vorwissen aktivieren

Ordne zunächst ohne Hilfe zu: eher standardsprachlich, eher umgangssprachlich oder kommt auf die Situation an.

Beispiel Deine erste Einschätzung
„Hab grad keine Zeit.“
„Ich habe im Moment keine Zeit.“
„Hi!“
„Könnten Sie mir bitte helfen?“

Wichtig: Es geht nicht um „gute“ und „schlechte“ Sprache. Entscheidend ist, welche Form in einer Situation passend wirkt.


Bildungsplan-Bezug

Der Kurs übt das situations- und adressatengerechte Sprechen und Schreiben. Du lernst, Dich standardsprachlich auszudrücken und Merkmale umgangssprachlichen Sprechens zu erkennen. Das passt zu den prozessbezogenen Kompetenzen im Fach Deutsch der Sekundarstufe I in Baden-Württemberg.

Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch: Sprechen und Zuhören


Input


Standardsprache und Umgangssprache im Vergleich

Sprachregister bedeutet: Du wählst eine Sprachform passend zur Situation.

Merkmal Standardsprache Umgangssprache
typische Situation Unterricht, Präsentation, Bewerbung, formelle Nachricht privates Gespräch, lockerer Chat, Alltag
Wortwahl eher neutral und allgemein verständlich oft locker, verkürzt, regional oder gruppentypisch
Satzbau meist vollständiger und genauer oft kürzer, spontaner oder unvollständig
Aussprache und Schreibweise stärker an überregionalen Normen orientiert kann Lautverkürzungen und gesprochene Formen zeigen
Wirkung sachlich, neutral oder formell nah, spontan, locker oder vertraut
Merkkasten Standardsprache ist nicht automatisch „besser“. Umgangssprache ist nicht automatisch „falsch“. Entscheidend sind Situation, Adressat und Zweck.


Visualisierung: Die Sprachwahl-Ampel

Signal Frage Beispiel
🟢 locker möglich Sprichst Du privat mit vertrauten Personen? Chat mit Freundinnen und Freunden
🟡 genau prüfen Ist die Situation halb-formell oder schulisch? Gespräch mit Lehrkraft, Gruppenarbeit, Klassenrat
🔵 eher standardsprachlich Soll der Text sachlich, öffentlich oder formell wirken? Bewerbung, offizieller Brief, Präsentation

Denkregel: Situation → Adressat → Zweck → passende Wortwahl.


Typische Signale erkennen

Ein einzelnes Wort reicht oft nicht für eine sichere Einordnung. Suche mehrere Hinweise.

eher standardsprachlich mögliche umgangssprachliche Form Beobachtung
„Was machst du?“ „Was machste?“ Laut- und Wortverkürzung
„Ich habe es nicht.“ „Hab's nich.“ Verkürzung und gesprochene Schreibweise
„Das gefällt mir sehr.“ „Das ist voll gut.“ lockerer Verstärker
„Könntest du mir bitte helfen?“ „Kannst du mal helfen?“ unterschiedliche Höflichkeit und Nähe
„Guten Tag.“ „Hi!“ unterschiedliche Gesprächsnähe

Achtung: Manche Formen können je nach Region, Gruppe oder Situation unterschiedlich wirken.


Medienlabor 1: Hören und vergleichen

Auftrag:

  1. Höre die drei Dateien.
  2. Notiere, was Du allein am Klang erkennen kannst.
  3. Entscheide: Kann man bei einem einzelnen Wort immer sicher sagen, ob es Standard- oder Umgangssprache ist?
  4. Begründe mit dem Beispiel „Hallo“ oder „Guten Morgen“.

Lösungshinweis: Bei einzelnen Wörtern ist die Einordnung oft nicht eindeutig. Der Kontext ist wichtig.


Medienlabor 2: Chat untersuchen

Chatbeispiel – selbst erstellt, frei nutzbar

Person A Person B
„Jo, bin gleich da. Wart kurz.“ „Okay, bis gleich.“
„Kannste mir noch das Blatt schicken?“ „Mach ich.“

Untersuche aktiv:

  1. Markiere zwei lockere oder verkürzte Formen.
  2. Schreibe eine standardsprachlichere Fassung.
  3. Kommentiere: Würde der Originalchat an eine Lehrkraft passen? Begründe.
  4. Vergleiche Deine Fassung mit einer anderen Lösung.

Mögliche Überarbeitung: „Ich bin gleich da. Warte bitte kurz. Kannst du mir bitte noch das Arbeitsblatt schicken?“


Medienlabor 3: Schulgespräch

Situation: Eine Schülerin oder ein Schüler bittet nach dem Unterricht um Hilfe.

eher locker neutraler / standardsprachlicher
„Check ich nicht. Kannste das noch mal machen?“ „Ich habe das noch nicht verstanden. Könnten Sie das bitte noch einmal erklären?“

Auftrag: Spiele beide Versionen. Beobachte Wortwahl, Satzbau, Höflichkeit und Wirkung. Entscheide dann, welche Form in einem vertrauten Unterrichtsgespräch und welche in einer formelleren Situation passender wirkt.

Satzstarter: „Die zweite Form wirkt …, weil …“ / „In der ersten Form erkenne ich Umgangssprache an …“


Medienlabor 4: Formellen Text prüfen

Formeller Beispieltext – selbst erstellt

„Guten Tag, ich kann am Dienstag nicht am Unterricht teilnehmen. Könnten Sie mir bitte mitteilen, welche Aufgaben ich nacharbeiten soll? Vielen Dank.“

Prüfauftrag:

  1. Unterstreiche die höfliche Bitte.
  2. Markiere eine neutrale standardsprachliche Formulierung.
  3. Ersetze einen Satz probeweise durch Umgangssprache.
  4. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert.


Medienlabor 5: Videos untersuchen

Beobachtungsauftrag: Notiere drei Gegensatzpaare aus Umgangssprache und Standardsprache. Prüfe bei jedem Paar: Welche Situation wird gezeigt? Welche Wirkung hat die Wortwahl?

Forschungsauftrag: Wähle höchstens drei umgangssprachliche Ausdrücke aus dem Video. Prüfe jeden Ausdruck in einem Wörterbuch oder einer verlässlichen Quelle. Notiere, ob er als umgangssprachlich, salopp, regional oder anders markiert wird.


Wortliste und Satzstarter

Wörter zum Beschreiben Satzstarter
locker, neutral, formell, höflich, knapp, vollständig, vertraut, sachlich „Ich erkenne Umgangssprache an …“
Adressat, Situation, Zweck, Wirkung, Wortwahl, Satzbau, Verkürzung „Für diese Situation passt … besser, weil …“
prüfen, markieren, umformulieren, belegen, vergleichen „Ich würde … durch … ersetzen.“
sicher, unsicher, passend, unpassend „Ich bin noch unsicher bei … und prüfe deshalb …“


KI-Spirale: KI sinnvoll nutzen

  1. Selbst denken: Lies oder höre zuerst selbst.
  2. Eigene Lösung beginnen: Markiere Merkmale und schreibe eine erste Fassung.
  3. Gezielt fragen: Frage die KI nur zu einer konkreten Unsicherheit.
  4. Prüfen: Vergleiche die KI-Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
  5. Fehler finden: Suche unpassende Verallgemeinerungen, falsche Bedeutungen oder erfundene Belege.
  6. Verbessern: Überarbeite Deine eigene Lösung.
  7. Transparent machen: Schreibe kurz dazu, wobei KI geholfen hat.

Beispiel für eine gute KI-Frage: „Welche zwei Wörter in meinem Satz wirken umgangssprachlich? Begründe nur mit Merkmalen und nenne eine neutralere Alternative.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Standardsprache am besten? (Sie orientiert sich stärker an überregionalen sprachlichen Normen.) (!Sie wird nur in Büchern verwendet.) (!Sie darf nie locker klingen.) (!Sie besteht nur aus langen Sätzen.)




In welcher Situation passt „Hi, bin gleich da!“ am ehesten? (!In einer Bewerbung.) (In einem privaten Chat mit einer vertrauten Person.) (!In einem offiziellen Antrag.) (!In einem formellen Beschwerdebrief.)




Welche Formulierung ist eher standardsprachlich und höflich? (!Kannste mal helfen?) (!Ey, erklär noch mal.) (Könnten Sie mir das bitte noch einmal erklären?) (!Check ich null.)




Welche Aussage ist richtig? (!Umgangssprache ist immer falsch.) (!Standardsprache ist nur schriftlich.) (!Jeder kurze Satz ist Umgangssprache.) (Umgangssprache kann in passenden Situationen angemessen sein.)




Was ist ein Adressat? (Die Person oder Gruppe, an die eine Äußerung gerichtet ist.) (!Ein besonders langes Wort.) (!Eine Rechtschreibregel.) (!Eine Form der Zeitangabe.)




Welche Form zeigt eine typische umgangssprachliche Verkürzung? (!Könnten Sie bitte warten?) (Kannste kurz warten?) (!Ich warte vor dem Raum.) (!Bitte warten Sie einen Moment.)




Was hilft bei einem formellen Text besonders? (!Möglichst viele Chatkürzel.) (!Unvollständige Sätze.) (Neutrale Wortwahl und klare vollständige Sätze.) (!Absichtlich unklare Formulierungen.)




Welche Begründung ist am stärksten? (!„Das klingt halt besser.“) (!„Das ist immer falsch.“) (!„Alle sagen das so.“) („Die Form passt hier besser, weil die Situation formell und der Adressat nicht vertraut ist.“)




Woran kannst Du das Sprachregister nicht sicher allein erkennen? (An nur einem einzelnen Wort ohne Kontext.) (!An mehreren sprachlichen Merkmalen zusammen.) (!An Situation und Adressat.) (!An Wortwahl und Satzbau.)




Wie nutzt Du KI bei dieser Aufgabe sinnvoll? (!Du übernimmst die erste Antwort ungeprüft.) (!Du lässt die KI alles machen und gibst nichts an.) (Eigene Lösung beginnen, gezielt fragen, mit Quellen prüfen und verbessern.) (!Du prüfst nur, ob die Antwort lang genug ist.)





Memory

Standardsprache überregional orientierte Sprachform
Umgangssprache lockere Alltagssprache
Adressat Empfänger einer Äußerung
Situation Rahmen eines Gesprächs oder Textes
Sprachregister situationsbezogene Sprachwahl
Höflichkeit respektvolle sprachliche Gestaltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tschüss! lockerer Abschied
Auf Wiedersehen! formeller Abschied
Kannste? umgangssprachliche Verkürzung
Könnten Sie bitte? höfliche Standardsprache
Sehr geehrte Damen und Herren formelle Anrede






Kreuzworträtsel

Register Wie heißt die situationsabhängige Wahl einer Sprachform?
Adressat Wie heißt die Person oder Gruppe, an die man sich richtet?
Standard Welches Wort ergänzt Standardsprache?
Kontext Wie nennt man den sprachlichen und situativen Zusammenhang?
Wortwahl Wie nennt man die Auswahl passender Wörter?
Höflichkeit Welche sprachliche Haltung ist in formellen Situationen besonders wichtig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Standardsprache orientiert sich stärker an sprachlichen

. Umgangssprache wird häufig in eher

Situationen verwendet. Für die passende Sprachwahl ist der

wichtig. Auch die konkrete

beeinflusst die Wortwahl. Verkürzungen können ein Hinweis auf

sein. In einem formellen Text ist eine neutrale und klare

meist passend. Ein einzelnes Wort reicht ohne

oft nicht für eine sichere Einordnung. KI-Ausgaben solltest Du mit einer verlässlichen

prüfen.




Hilfen und differenziertes Feedback

Hilfestufe Wenn Du noch unsicher bist … Rückmeldung
1 – Markieren Unterstreiche zuerst Gruß, Anrede, Verkürzungen und Verstärker. „Du hast sprachliche Signale gefunden. Prüfe jetzt die Situation.“
2 – Vergleichen Suche eine neutralere Alternative für jedes markierte Wort. „Deine Umformulierung wird klarer. Begründe noch mit Adressat und Zweck.“
3 – Satzstarter Nutze: „Die Form passt, weil …“ oder „Ich erkenne Umgangssprache an …“ „Die Begründung ist vollständig, wenn Merkmal und Wirkung genannt sind.“

Selbstkontrolle: Prüfe bei jeder Lösung drei Punkte: Merkmal genannt? Situation beachtet? Wirkung erklärt?


Lösungen zur Selbstkontrolle

Aufgabe Mögliche Lösung
Vorwissen: „Hab grad keine Zeit.“ eher umgangssprachlich: verkürzte Formen „Hab“, „grad“
Vorwissen: „Ich habe im Moment keine Zeit.“ eher standardsprachlich: vollständige, neutrale Form
Chat „Kannste“ und „Jo“ sind deutliche lockere Signale; eine mögliche Standardsprache-Fassung steht im Medienlabor.
Schulgespräch Die neutralere Fassung ist in einer formelleren Gesprächssituation meist passender.
Formeller Text Höfliche Bitte: „Könnten Sie mir bitte …“; neutrale Formulierung: „ich kann … nicht am Unterricht teilnehmen“


Wiederholung in 60 Sekunden

1 Standardsprache: eher neutral, normorientiert, überregional verständlich.
2 Umgangssprache: oft locker, spontan, verkürzt oder gruppenbezogen.
3 Entscheidend: Situation, Adressat und Zweck.
4 Nicht vorschnell urteilen: mehrere Merkmale und den Kontext prüfen.
5 KI: erst selbst denken, dann gezielt nutzen und kontrollieren.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Register-Detektiv: Markiere in einem selbst erstellten Mini-Chat fünf Stellen, die eher locker wirken. Schreibe daneben eine neutralere Alternative.
  2. Grußformen sammeln: Sammle aus frei zugänglichen oder selbst erstellten Beispielen sechs Grüße. Ordne sie nach eher locker, neutral oder formell.
  3. Satz-Umschreiber: Formuliere fünf umgangssprachliche Sätze standardsprachlicher. Begründe bei zwei Sätzen Deine Änderung.
  4. Mini-Audioanalyse: Höre ein frei lizenziertes deutsches Audio. Notiere zwei sprachliche Beobachtungen und eine Unsicherheit.


Standard

  1. Schulgespräch als Rollenspiel: Spiele mit einer Partnerperson dieselbe Bitte einmal locker und einmal formeller. Gebt Euch Feedback zu Wortwahl und Wirkung.
  2. Chat und Brief vergleichen: Erstelle zu demselben Anlass einen privaten Chat und eine formelle Nachricht. Markiere mindestens vier Unterschiede.
  3. Medienbelege prüfen: Finde drei frei zugängliche Beispiele für umgangssprachliche Ausdrücke. Belege die Einordnung jeweils mit Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
  4. Eigenes Hörbeispiel: Nimm zwei kurze selbst geschriebene Versionen desselben Satzes auf. Eine soll locker, die andere neutral klingen. Verwende keine echten Namen.


Schwer

  1. Registerwechsel im Video: Produziere ein kurzes Video mit zwei Versionen derselben Szene. Verwende nur eigenes oder offen lizenziertes Material und erkläre den Registerwechsel.
  2. Wörterbuch-Check: Untersuche fünf Wörter auf Markierungen wie „umgangssprachlich“, „salopp“ oder „regional“. Dokumentiere Quelle und Ergebnis.
  3. KI-Prüfprotokoll: Lass eine KI drei Sätze einordnen. Prüfe jede Aussage mit Regel, Wörterbuch oder Originalkontext. Korrigiere mindestens einen ungenauen Punkt oder begründe, warum keiner gefunden wurde.
  4. Kommunikationsleitfaden: Gestalte eine Infografik „So wähle ich die passende Sprache“. Nutze eigene Grafiken oder offen lizenzierte Medien und gib Quellen an.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Kompetenzcheck

Bewerte Dich mit sicher, teilweise sicher oder noch üben.

Ich kann … Deine Einschätzung
Standardsprache und Umgangssprache an Beispielen unterscheiden.
meine Einordnung mit mindestens zwei Merkmalen begründen.
einen Satz passend zu Adressat und Situation umformulieren.
Audio, Chat und formellen Text vergleichen.
eine Quelle zur Prüfung nutzen.
KI-Unterstützung kritisch prüfen und offen angeben.


Lernkontrolle

  1. Situationswechsel: Ein Satz steht in einem privaten Chat. Übertrage ihn in eine formelle schulische Nachricht und erkläre drei Änderungen.
  2. Mehrdeutiger Fall: Untersuche „Hallo, können Sie mir helfen?“. Zeige, warum die Einordnung nicht nur von einem einzelnen Wort abhängt.
  3. Adressatenwechsel: Formuliere dieselbe Bitte an eine Freundin, eine Lehrkraft und eine unbekannte Person. Vergleiche die Wirkung.
  4. Fehleranalyse: Jemand behauptet: „Umgangssprache ist falsches Deutsch.“ Widerlege die Aussage mit zwei Beispielen und dem Begriff „Situation“.
  5. Medienvergleich: Vergleiche einen kurzen Chat mit einem formellen Text. Leite mindestens drei Regeln für situationsgerechte Wortwahl ab.
  6. KI-Transfer: Prüfe eine KI-Umformulierung. Nenne eine Stärke, eine mögliche Schwäche und eine verbesserte eigene Fassung.




Reflexion

Beantworte kurz:

  1. Wo wechselst Du selbst zwischen lockerer und neutraler Sprache?
  2. Welche Formulierungen fallen Dir beim Umformulieren noch schwer?
  3. Welche Quelle hilft Dir beim Prüfen?
  4. Woran würdest Du merken, dass eine KI-Ausgabe zu pauschal ist?
  5. Welche Regel willst Du beim nächsten formellen Text bewusst anwenden?


Folgekurs-Empfehlung

Wenn Du hier sicher bist, arbeite weiter mit:

  1. Adressaten- und situationsgerecht schreiben
  2. Jugendsprache
  3. Sprachvarietät
  4. Gesprächsregeln
  5. Formeller Brief


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Standardsprache und Umgangssprache unterscheiden kannst.
  2. mehrere sprachliche Merkmale als Beleg nutzt.
  3. Situation, Adressat und Zweck berücksichtigst.
  4. Formulierungen passend umschreiben kannst.
  5. die Wirkung Deiner Sprachwahl erklären kannst.
  6. Quellen sinnvoll zur Prüfung einsetzt.
  7. eigene und KI-unterstützte Anteile transparent kennzeichnest.




OERs zum Thema

Freie Medien im Kurs:

  1. Chat bubbles.svg – Wikimedia Commons
  2. Chat bubble 1.svg – Wikimedia Commons, Public Domain
  3. Speaker icon.png – Wikimedia Commons, CC0
  4. German Vocabulary - Greetings.ogg – Wikimedia Commons, Public Domain
  5. De-guten Morgen.ogg – Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
  6. De-hallo.ogg – Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
  7. De-Umgangssprache.ogg – Wikimedia Commons; Lizenzangaben auf der Dateiseite

Hinweis: Prüfe bei Weiterverwendung immer die konkrete Lizenz auf der jeweiligen Dateiseite und nenne Urheber und Lizenz, wenn dies verlangt wird.


Verknüpfte Lernbereiche


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