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D6 E - KI-Sprache und Beeinflussung untersuchen

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D6 E - KI-Sprache und Beeinflussung untersuchen




Einleitung

Künstliche Intelligenz kann Texte erzeugen, Fragen beantworten, Geschichten schreiben, Werbung formulieren oder in einem Chat so reagieren, als würde ein Mensch mit Dir sprechen. Dabei wirkt nicht nur was gesagt wird, sondern auch wie etwas formuliert ist. Wortwahl, Tonfall, Sicherheitssignale, Gefühle und Stereotype können beeinflussen, wie Du eine Aussage wahrnimmst.

In diesem aiMOOC untersuchst Du KI-Sprache wie ein Sprachdetektiv. Du vergleichst neutrale und persuasive Formulierungen, erkennst sprachliche Mittel in Werbung und Chats und prüfst, ob eine Antwort vorsichtig, übertrieben sicher, emotional oder unfair verallgemeinernd formuliert ist. Wichtig ist: Eine KI muss Dich nicht absichtlich beeinflussen, damit ihre Sprache eine Wirkung auf Dich hat. Sprachmodelle erzeugen Texte auf Grundlage erlernter Muster. Trotzdem können ihre Formulierungen Deine Aufmerksamkeit, Gefühle und Entscheidungen mitprägen.

Lernziel: Du kannst sprachliche Wirkung nicht nur benennen, sondern an konkreten Wörtern und Sätzen begründen. Du lernst außerdem, dass ein selbstbewusst klingender Text nicht automatisch wahr ist und dass vorsichtige Formulierungen allein noch keine Verlässlichkeit garantieren.

Der Beitrag von neuneinhalb/WDR zeigt kindgerecht, wie generative KI im Schulalltag eingesetzt werden kann. Achte beim Anschauen besonders darauf, wie über Chancen, Grenzen und Fehler von KI gesprochen wird.


Sprache beeinflusst Wahrnehmung

Sprache ist nie nur eine Verpackung für Informationen. Schon einzelne Wörter können eine Aussage freundlicher, dringlicher, unsicherer, glaubwürdiger oder bedrohlicher wirken lassen. Das gilt für Gespräche zwischen Menschen genauso wie für Texte, die von einer KI erzeugt wurden.

Vergleiche diese beiden selbst erstellten Beispielsätze:

Variante Formulierung Mögliche Wirkung
Neutral „Der neue Pausenverkauf bietet drei Sorten Saft an.“ Informiert sachlich.
Persuasiv „Endlich sind die drei leckersten Säfte da – probiere unbedingt Deinen neuen Favoriten!“ Weckt Lust, bewertet positiv und fordert indirekt zum Handeln auf.

Beide Sätze beziehen sich auf denselben erfundenen Pausenverkauf. Der zweite Satz nutzt jedoch wertende Wörter wie leckersten, die Formulierung endlich und die Aufforderung probiere unbedingt. Dadurch wird nicht nur informiert, sondern auch gelenkt.

Merksatz: Eine Formulierung ist persuasiv, wenn sie darauf zielt oder dazu geeignet ist, Einstellungen, Gefühle oder Handlungen zu beeinflussen.


Wortwahl: Kleine Wörter, große Wirkung

Wörter tragen nicht nur Informationen, sondern oft auch Bewertungen. Ein Ereignis kann als spannend, riskant, mutig, leichtsinnig, neu oder ungeprüft beschrieben werden. Je nach Wortwahl entsteht ein anderer Eindruck.

Vergleiche:

Sachverhalt eher neutral eher wertend oder beeinflussend
Eine App ist neu. „Die App wurde vor einer Woche veröffentlicht.“ „Diese brandneue App musst Du gesehen haben!“
Ein Spiel dauert lange. „Eine Runde dauert ungefähr 40 Minuten.“ „Das Spiel fesselt Dich 40 Minuten lang!“
Eine Aufgabe ist schwierig. „Für die Aufgabe brauchst Du mehrere Rechenschritte.“ „Nur echte Matheprofis schaffen diese harte Aufgabe!“

Die letzte Formulierung kann zusätzlich sozialen Druck erzeugen. Wer die Aufgabe nicht schafft, könnte denken, nicht „gut genug“ zu sein. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur nach dem Inhalt zu fragen, sondern nach der Wirkung einzelner Wörter.

Sprachdetektiv-Auftrag: Suche in einem KI-Text nach Adjektiven und Verstärkern. Wörter wie unbedingt, perfekt, einzigartig, unglaublich, garantiert, offensichtlich oder auf jeden Fall können die Wirkung stark verändern. Sie sind nicht automatisch falsch, aber sie verdienen besondere Aufmerksamkeit.


Tonfall: freundlich, sachlich, drängend oder herablassend?

Der Tonfall beschreibt, wie ein Text auf uns wirkt. Ein Text kann höflich, sachlich, begeistert, streng, alarmierend, spöttisch oder belehrend klingen.

Hier ist ein fiktiver Chat über dieselbe Situation:

Ton KI-Antwort Wirkung
Sachlich „Du kannst mit fünf Minuten beginnen und danach entscheiden, ob Du weiterarbeitest.“ Gibt eine Möglichkeit, ohne Druck.
Ermutigend „Fünf Minuten sind ein guter Anfang. Danach kannst Du prüfen, wie weit Du gekommen bist.“ Unterstützt und lässt Entscheidungsspielraum.
Drängend „Du musst jetzt sofort anfangen, sonst schaffst Du es nie!“ Erzeugt Zeitdruck und Angst.
Herablassend „Das solltest Du in Deinem Alter doch längst alleine schaffen.“ Wertet die Person ab.

Ein freundlicher Ton ist nicht automatisch richtig, und ein strenger Ton ist nicht automatisch falsch. Für die Analyse brauchst Du immer Textbelege: Welche Wörter erzeugen den Eindruck?


Sicherheitssignale: Wie sicher klingt eine KI?

KI-Texte können sehr sicher klingen, auch wenn eine Aussage unvollständig oder falsch ist. Deshalb ist es wichtig, sprachliche Sicherheitssignale zu erkennen.

Vergleiche:

Formulierung Signal Was Du daraus schließen kannst
„Das ist definitiv so.“ sehr hohe sprachliche Sicherheit Der Satz klingt sicher. Das beweist aber noch nicht, dass er stimmt.
„Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand …“ begrenzte Sicherheit Die Antwort macht eine Grenze sichtbar.
„Ich bin mir bei diesem Punkt nicht sicher.“ Unsicherheit wird offen genannt Du solltest besonders nachprüfen.
„Prüfe diese Angabe am besten in einer verlässlichen Quelle.“ Aufforderung zur Kontrolle Die Antwort lädt zur Quellenprüfung ein.

Wichtig: Sicherheitssignale zeigen, wie eine Aussage formuliert ist. Sie sind kein Wahrheitsmesser. Eine vorsichtige Aussage kann stimmen oder falsch sein. Eine selbstbewusste Aussage kann ebenfalls stimmen oder falsch sein. Entscheidend sind überprüfbare Informationen und gute Quellen.


Neutraler KI-Text und persuasiver KI-Text

Die folgenden Beispiele sind vollständig für diesen aiMOOC erstellt. Es handelt sich um keine echte Werbung und um kein Zitat aus einem KI-Dienst.

Auftrag: Stelle Dir vor, eine KI soll eine neue, erfundene Trinkflasche namens „Wellenflasche“ beschreiben.

Neutraler Beispieltext Persuasiver Beispieltext
„Die Wellenflasche fasst 500 Milliliter. Sie besteht aus Kunststoff, hat einen Schraubdeckel und ist in vier Farben erhältlich.“ „Mit der Wellenflasche wird jede Pause besser! Die stylische 500-Milliliter-Flasche ist Dein perfekter Begleiter – sichere Dir jetzt Deine Lieblingsfarbe!“

Im neutralen Text stehen überprüfbare Merkmale im Mittelpunkt. Im persuasiven Text findest Du Wertungen und Aufforderungen: jede Pause besser, stylisch, perfekter Begleiter, sichere Dir jetzt.

E-Niveau-Frage: Welche Aussage im persuasiven Text lässt sich besonders schwer objektiv prüfen? Begründe anhand der Wortwahl.


Werbung: Sprache möchte etwas von Dir

Werbung informiert manchmal, möchte aber vor allem Aufmerksamkeit erzeugen und Verhalten beeinflussen. Typische sprachliche Mittel sind positive Bewertungen, Verknappung, direkte Anrede, Superlative, soziale Hinweise und Handlungsaufforderungen.

Hier ist eine fiktive, selbst erstellte Werbung für eine erfundene Lern-App:

Lernblitz – Lernen war noch nie so genial!
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Untersuche den Text:

Formulierung Sprachliches Mittel Mögliche Wirkung
„noch nie so genial“ Übertreibung Erzeugt Begeisterung.
„cleversten Lernhelfer“ Superlativ Stellt das Angebot als überlegen dar.
„gehöre zu denen“ sozialer Anreiz Kann Gruppendruck erzeugen.
„nur diese Woche“ Verknappung Erzeugt Zeitdruck.
„Hol Dir jetzt“ Imperativ Fordert direkt zum Handeln auf.

Im Werbe-Check von Checker Tobi kannst Du untersuchen, mit welchen Mitteln Werbung Aufmerksamkeit erzeugt. Übertrage Deine Beobachtungen anschließend auf KI-generierte Werbetexte.


Emotionale Formulierungen

Emotionale Sprache kann Freude, Angst, Schuld, Stolz, Neugier oder Mitgefühl auslösen. Gefühle sind wichtig und gehören zu Kommunikation. Problematisch wird es, wenn Gefühle genutzt werden, um jemanden unfair unter Druck zu setzen oder eine Entscheidung zu erzwingen.

Vergleiche die selbst erstellten Chatantworten:

Situation: Du schreibst einer KI: „Ich weiß nicht, ob ich bei der Theater-AG mitmachen soll.“

Antwort Sprachliche Wirkung
„Du könntest überlegen, was Dir daran Spaß machen könnte und was Dich unsicher macht. Vielleicht hilft ein Probetraining.“ Unterstützt die Entscheidung, ohne sie vorzugeben.
„Wenn Du jetzt nicht mitmachst, wirst Du es bestimmt bereuen.“ Erzeugt Angst vor einer späteren Enttäuschung.
„Trau Dich! Es könnte eine spannende Erfahrung werden.“ Ermutigt, bleibt aber relativ offen.
„Alle mutigen Menschen würden mitmachen.“ Verknüpft die Entscheidung mit einer Bewertung der Person und kann Druck auslösen.

Merksatz: Frage bei emotionaler Sprache: Welche Gefühle werden angesprochen, und wozu könnte das führen?


Framing: Derselbe Inhalt kann anders wirken

Framing bedeutet, dass Informationen durch ihre sprachliche Darstellung in einen bestimmten Deutungsrahmen gesetzt werden. Ein klassisches Beispiel ist die unterschiedliche Darstellung derselben Zahlen.

Stell Dir eine fiktive Umfrage mit zehn Kindern vor:

Aussage A Aussage B
„7 von 10 Kindern fanden das Spiel gut.“ „3 von 10 Kindern fanden das Spiel nicht gut.“

Beide Aussagen können gleichzeitig stimmen. Trotzdem richtet Aussage A den Blick stärker auf Zustimmung, Aussage B stärker auf Ablehnung.

Sprachvergleich: Formuliere zu einer fiktiven Abstimmung von 20 Kindern zwei sachlich richtige Sätze, die unterschiedlich wirken. Erkläre danach, wodurch der unterschiedliche Eindruck entsteht.


Stereotype: Wenn Sprache Menschen in Schubladen steckt

Ein Stereotyp ist eine vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe. Stereotype können harmlos erscheinen, aber sie können Menschen unfair einordnen und Unterschiede zwischen einzelnen Personen übergehen. KI-Systeme können Stereotype aus Datenmustern übernehmen und in Texten wiedergeben.

Problematisches, selbst erstelltes Beispiel:

Frage: „Welche AG passt zu Mia und Ben?“
Ungünstige KI-Antwort: „Mia könnte Tanzen wählen, Ben Technik, weil das gut zu Mädchen und Jungen passt.“

Diese Antwort macht aus dem Geschlecht eine Regel für Interessen. Das ist eine stereotype Verallgemeinerung.

Besser wäre:

„Das hängt von ihren Interessen ab. Beide könnten Tanzen, Technik, Theater, Sport oder eine andere AG wählen. Am besten schauen Mia und Ben, was ihnen Spaß macht.“

Prüffrage: Beschreibt der Text eine einzelne Person aufgrund ihrer eigenen Eigenschaften, oder behauptet er etwas über eine ganze Gruppe?


KI hat keinen menschlichen Tonfall „im Kopf“

Wenn eine KI freundlich, überzeugt, begeistert oder besorgt klingt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie diese Gefühle selbst erlebt. Ein Sprachmodell erzeugt passende sprachliche Muster. Deshalb ist es sinnvoll, zwischen sprachlicher Wirkung und menschlicher Absicht zu unterscheiden.

Ein Satz wie „Das freut mich sehr!“ kann in einem Chat warm und persönlich wirken. Für Deine Analyse genügt zunächst die Beobachtung: Der Satz erzeugt Nähe und positive Stimmung. Du musst der KI dafür keine menschlichen Gefühle zuschreiben.


Chatbeispiele untersuchen

Chat A – eher sachlich

Du: „Soll ich meine Präsentation noch einmal üben?“
KI: „Wenn Du noch Zeit hast, kann ein Probedurchlauf helfen. Du könntest dabei auf Länge, Lautstärke und schwierige Stellen achten.“

Chat B – stark beeinflussend

Du: „Soll ich meine Präsentation noch einmal üben?“
KI: „Unbedingt! Wenn Du jetzt nicht übst, wird Deine Präsentation wahrscheinlich peinlich.“

Analyse: In Chat B erzeugen unbedingt, wenn Du jetzt nicht und peinlich Druck. Außerdem wird eine negative Zukunft vorhergesagt, ohne dass dafür eine sichere Grundlage genannt wird.

E-Niveau-Auftrag: Schreibe Chat B so um, dass die KI eine begründete Empfehlung gibt, aber die Entscheidung bei der Person lässt.


Interaktiver Sprachvergleich: Welche Version beeinflusst stärker?

Lies jeweils beide Varianten und entscheide, welche stärker lenkt. Begründe anschließend mit mindestens einem Wort oder Satzteil.

Situation Version 1 Version 2
Ein Schulhofprojekt „Das Projekt beginnt am Montag.“ „Am Montag startet endlich unser großartiges Schulhofprojekt!“
Ein Buch „Das Buch hat 180 Seiten.“ „Diese 180 Seiten wirst Du verschlingen!“
Ein Pausenspiel „Das Spiel ist für zwei bis sechs Personen.“ „Das ultimative Pausenspiel bringt garantiert alle zusammen!“
Eine Abstimmung „12 von 20 Stimmen waren dafür.“ „Eine klare Mehrheit hat begeistert zugestimmt.“

Achte darauf: Version 2 ist nicht automatisch falsch. Aber sie enthält mehr Bewertung, Gefühl oder Zuspitzung. Für eine faire Analyse musst Du deshalb Wirkung und Wahrheitsgehalt getrennt prüfen.


Der Sprachcheck in fünf Fragen

Wenn Du einen KI-Text untersuchst, helfen Dir fünf Leitfragen:

  1. Wortwahl: Welche Wörter sind neutral, wertend, übertreibend oder abwertend?
  2. Tonfall: Klingt der Text sachlich, freundlich, drängend, alarmierend oder herablassend?
  3. Unsicherheit: Zeigt der Text Grenzen und Unsicherheiten oder klingt er unangemessen sicher?
  4. Emotion: Welche Gefühle werden angesprochen und welche Handlung könnte dadurch wahrscheinlicher werden?
  5. Stereotyp: Werden Personen fair beschrieben oder werden ganze Gruppen vereinfacht dargestellt?

Diese Fragen sind besonders wichtig, wenn eine KI Empfehlungen gibt, Werbung formuliert, Personen beschreibt oder scheinbar persönliche Ratschläge erteilt.


Wie kannst Du fair und kritisch reagieren?

Kritisches Denken bedeutet nicht, jeder KI-Antwort grundsätzlich zu misstrauen. Es bedeutet, gute Fragen zu stellen.

Du kannst zum Beispiel nachhaken: „Welche Wörter in Deiner Antwort sind wertend?“, „Formuliere das neutraler“, „Welche Teile sind unsicher?“, „Gibt es eine andere Sichtweise?“, „Welche Aussage sollte ich überprüfen?“ oder „Kannst Du diese Antwort ohne Stereotype formulieren?“

So nutzt Du KI nicht nur als Antwortmaschine, sondern als Material, das Du untersuchen, vergleichen und verbessern kannst.

Im Künstliche-Intelligenz-Check von Checker Tobi geht es darum, wie KI funktioniert und wo sie im Alltag vorkommt. Nutze das Video als Hintergrundwissen und achte darauf, wie menschliche Fähigkeiten und KI-Funktionen sprachlich voneinander unterschieden werden.


Medien- und Urheberrechtshinweis

Die Beispieltexte, Chats, Werbesätze und Sprachvergleiche in diesem aiMOOC sind eigens für Lernzwecke erstellt und beziehen sich nicht auf reale Produkte oder reale Werbekampagnen. Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons und sind dort mit ihren jeweiligen freien Lizenzangaben dokumentiert. Die verlinkten Videos werden über YouTube eingebettet und stammen aus kind- beziehungsweise jugendgerechten Bildungsformaten öffentlich-rechtlicher Anbieter.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du eine persuasive Formulierung besonders gut? (Sie versucht durch Wortwahl oder Ton eine Einstellung oder Handlung zu beeinflussen) (!Sie enthält immer eine Jahreszahl) (!Sie ist immer grammatisch falsch) (!Sie besteht immer nur aus einem Satz)




Was ist ein sprachliches Sicherheitssignal? (Eine Formulierung, die zeigt, wie sicher oder unsicher eine Aussage klingt) (!Ein Passwort für einen KI-Chat) (!Ein Symbol für eine Internetverbindung) (!Eine Garantie dafür, dass ein Text wahr ist)




Welche Formulierung wirkt am neutralsten? (Die Flasche fasst 500 Milliliter) (!Diese geniale Flasche brauchst Du unbedingt) (!Die perfekte Flasche wartet auf Dich) (!Hol Dir jetzt die beste Flasche)




Welche Formulierung erzeugt besonders deutlich Zeitdruck? (Nur heute erhältlich) (!In vier Farben erhältlich) (!Seit Montag im Angebot) (!Die Flasche hat einen Deckel)




Warum ist ein selbstbewusst klingender KI-Text nicht automatisch richtig? (Sprachliche Sicherheit ist kein Beweis für die Wahrheit einer Aussage) (!Selbstbewusste Texte enthalten nie Fakten) (!KI darf keine sicheren Sätze schreiben) (!Richtige Texte müssen immer unsicher klingen)




Was ist ein Stereotyp? (Eine vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe) (!Eine besonders genaue Einzelbeschreibung) (!Ein neutraler Messwert) (!Eine Quellenangabe)




Welche Aussage beschreibt Framing am besten? (Dieselbe Information kann durch unterschiedliche Darstellung anders wirken) (!Jede Zahl ist automatisch Werbung) (!Nur Bilder können Menschen beeinflussen) (!Framing bedeutet Rechtschreibkorrektur)




Welche Frage hilft beim Untersuchen emotionaler Sprache? (Welche Gefühle werden angesprochen und wozu könnte das führen) (!Wie viele Buchstaben hat der längste Satz) (!Welche Schriftart wurde benutzt) (!Wie schnell wurde der Text geschrieben)




Welche KI-Antwort lässt der Person am meisten Entscheidungsspielraum? (Du könntest die Vor- und Nachteile abwägen und dann selbst entscheiden) (!Du musst das auf jeden Fall sofort tun) (!Jeder kluge Mensch würde sich so entscheiden) (!Wenn Du es nicht tust wirst Du es bereuen)




Was solltest Du bei einer KI-Aussage zusätzlich zum Tonfall prüfen? (Ob die Information mit verlässlichen Quellen überprüfbar ist) (!Ob der Satz besonders lang ist) (!Ob die KI Emojis benutzt) (!Ob die Antwort mit einem Punkt endet)





Memory

Wortwahl Auswahl von Wörtern mit bestimmter Wirkung
Tonfall Art wie ein Text auf Leserinnen und Leser wirkt
Sicherheitssignal sprachlicher Hinweis auf Sicherheit oder Unsicherheit
Persuasion sprachlicher Versuch Einstellungen oder Handlungen zu beeinflussen
Framing unterschiedliche Rahmung derselben Information
Stereotyp vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe
Imperativ direkte Aufforderungsform
Quellenprüfung Kontrolle einer Aussage mit verlässlichen Informationen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wortwahl genial perfekt unbedingt
Tonfall sachlich freundlich drängend
Sicherheitssignal vielleicht vermutlich definitiv
Emotion Freude Angst Schuld
Stereotyp pauschale Aussage über eine Gruppe
Framing unterschiedliche Darstellung derselben Information






Kreuzworträtsel

Wortwahl Wie nennt man die bewusste oder unbewusste Auswahl bestimmter Wörter in einem Text?
Werbung Wie heißt Kommunikation, die häufig Aufmerksamkeit und Kaufentscheidungen beeinflussen möchte?
Stereotyp Wie nennt man eine vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe?
Unsicherheit Was kann durch Wörter wie vielleicht oder vermutlich sprachlich sichtbar werden?
Emotion Wie heißt ein Gefühl wie Freude Angst oder Stolz?
Tonfall Wie nennt man die Art und Weise wie ein Text auf uns klingt oder wirkt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Formulierung, die Einstellungen oder Handlungen beeinflussen möchte, nennt man

.
Die Auswahl bestimmter Wörter heißt

.
Die Art, wie ein Text sachlich, freundlich oder drängend wirkt, nennt man

.
Wörter wie vielleicht oder vermutlich können

zeigen.
Gefühlsbetonte Sprache arbeitet häufig mit

.
Eine vereinfachte Vorstellung über eine ganze Gruppe nennt man

.
Unterschiedliche Darstellungen derselben Information können als

bezeichnet werden.
Ein selbstbewusster Ton ist noch kein Beweis für

.
Wer Aussagen kontrollieren möchte, sollte verlässliche

nutzen.
Bei einer guten Sprachanalyse begründest Du Deine Beobachtung mit einem konkreten

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortwahl: Sammle zehn Wörter aus Werbung oder KI-Texten, die besonders positiv oder besonders dringend wirken, und ordne sie nach ihrer Wirkung.
  2. Tonfall: Schreibe einen sachlichen Satz dreimal um: freundlich, begeistert und drängend. Markiere anschließend die Wörter, die den Ton verändern.
  3. Werbung: Erfinde für einen Fantasiegegenstand zwei kurze Beschreibungen: eine neutrale Produktinformation und eine deutlich persuasive Werbung.
  4. Emotion: Wähle drei Gefühlswörter und formuliere jeweils einen Satz, der dieses Gefühl auslösen könnte. Erkläre die Wirkung.


Standard

  1. Chatbot: Entwirf einen kurzen Chat mit einer KI und baue absichtlich eine drängende Formulierung ein. Überarbeite den Chat danach so, dass die Entscheidung beim Menschen bleibt.
  2. Framing: Erfinde eine Umfrage mit 20 Stimmen und formuliere zwei mathematisch richtige Aussagen, die durch unterschiedliche Rahmung verschieden wirken.
  3. Stereotyp: Schreibe ein problematisches Beispiel mit einer pauschalen Gruppenannahme und überarbeite es anschließend zu einer fairen, individuellen Formulierung.
  4. Quellenkritik: Lass Dir zu einem ungefährlichen Sachthema zwei kurze KI-Antworten mit unterschiedlich sicherem Ton erstellen. Prüfe mindestens eine Aussage in einer verlässlichen Quelle und vergleiche Ton und Richtigkeit.


Schwer

  1. Sprachanalyse: Analysiere einen selbst gewählten KI-Text nach Wortwahl, Tonfall, Sicherheitssignalen, Emotionen und möglichen Stereotypen. Belege jede Beobachtung mit einer Textstelle.
  2. Persuasion: Entwickle ein Mini-Plakat für eine erfundene Schulaktion. Erstelle zuerst eine stark persuasive Version und danach eine sachliche Version. Begründe mindestens fünf Unterschiede.
  3. Medienkompetenz: Führe in Deiner Klasse eine kleine Untersuchung durch: Welche Formulierung wirkt überzeugender, eine neutrale oder eine emotionale? Nutze nur harmlose Fantasiebeispiele und werte die Ergebnisse anonym aus.
  4. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder Hörstück mit dem Titel „So erkennst Du Beeinflussung in KI-Sprache“. Zeige mindestens drei Sprachbeispiele und erkläre, warum sie wirken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Sprachwirkung: Du erhältst zwei KI-Antworten mit demselben Inhalt, aber unterschiedlichem Ton. Erkläre, welche Antwort stärker beeinflusst und belege Deine Einschätzung mit mindestens drei sprachlichen Merkmalen.
  2. Entscheidung: Eine KI empfiehlt Dir eine Handlung mit dem Satz „Das musst Du unbedingt tun, sonst wirst Du es bereuen“. Überarbeite die Antwort so, dass sie hilfreich bleibt, aber weniger Druck erzeugt. Begründe jede Änderung.
  3. Sicherheit: Eine KI formuliert eine Behauptung mit großer Sicherheit. Entwickle einen Prüfplan, mit dem Du herausfinden kannst, ob die Aussage verlässlich ist. Erkläre, warum der Ton allein nicht genügt.
  4. Werbesprache: Vergleiche eine neutrale Produktbeschreibung mit einer Werbeversion. Untersuche, welche Informationen überprüfbar sind und welche Formulierungen vor allem Wirkung erzeugen.
  5. Stereotype: Erkläre an einem selbst erfundenen Beispiel, wie eine KI durch eine pauschale Gruppenbeschreibung unfair sein kann. Formuliere anschließend eine differenzierte Alternative.
  6. Framing: Erstelle zwei unterschiedliche, aber sachlich richtige Aussagen aus denselben Zahlen. Beschreibe, wie sich die Wahrnehmung verändert und warum beide Aussagen trotzdem geprüft werden müssen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Sprache nicht nur erkennst, sondern ihre Wirkung begründet untersuchst.

  1. Wortwahl: Du kannst neutrale, wertende, verstärkende und abwertende Wörter unterscheiden.
  2. Tonfall: Du kannst erklären, ob ein Text sachlich, freundlich, drängend, alarmierend oder herablassend wirkt.
  3. Sicherheitssignal: Du erkennst sprachliche Zeichen für Sicherheit und Unsicherheit und weißt, dass sie keine Wahrheitsgarantie sind.
  4. Emotion: Du kannst zeigen, welche Gefühle eine Formulierung anspricht und welche Wirkung dadurch entstehen kann.
  5. Persuasion: Du kannst erklären, wie Werbung, Aufforderungen, Superlative, Verknappung oder sozialer Druck Entscheidungen beeinflussen können.
  6. Stereotyp: Du erkennst pauschale Aussagen über Gruppen und kannst sie fairer und differenzierter formulieren.
  7. Framing: Du verstehst, dass dieselbe Information je nach Darstellung unterschiedlich wirken kann.
  8. Quellenkritik: Du kannst sprachliche Wirkung und sachliche Richtigkeit getrennt prüfen.
  9. Textbeleg: Du begründest Deine Analyse mit konkreten Wörtern oder Sätzen aus dem untersuchten Text.
  10. Reflexion: Du kannst beschreiben, wie KI-Sprache Deine eigene Wahrnehmung beeinflussen könnte und wie Du bewusst damit umgehst.




OERs zum Thema


Für die Vertiefung eignen sich außerdem die verknüpften Themen Künstliche Intelligenz, Werbung, Persuasion, Framing, Stereotyp, Medienkompetenz, Quellenkritik und Sprache.


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