D10 M - Ein Bewerbungsgespräch souverän führen

D10 M - Ein Bewerbungsgespräch souverän führen
D10 M - Ein Bewerbungsgespräch souverän führen
Mini-Beschreibung: Trainiere Selbstvorstellung, Rückfragen, situationsgerechte Sprache, aktives Zuhören und angemessene Körpersprache. Du untersuchst Bilder und Videos, erprobst Gesprächsstrategien im Rollenspiel und verbesserst Deine eigene Gesprächsführung.
Zielgruppe: Deutsch, Klasse 10, Baden-Württemberg, M-Niveau.
Arbeitsprinzip: Beobachten → belegen → ausprobieren → Feedback nutzen → verbessern.

Bild: Alan Cleaver, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons. Nutze das Bild zur Analyse, nicht als Muster für „die eine richtige“ Körpersprache.
Einleitung
Ein Bewerbungsgespräch ist eine formelle Gesprächssituation. Du sollst verständlich über Dich sprechen, aufmerksam zuhören, auf Fragen eingehen und selbst passende Rückfragen stellen.
Auf M-Niveau arbeitest Du weitgehend selbstständig: Du analysierst Gesprächsbeiträge, begründest Deine Einschätzung mit Beobachtungen und verknüpfst Sprache, Inhalt, Zuhören und Körpersprache.
Datenschutz: Nutze in Übungen erfundene Namen, Betriebe und Kontaktdaten. Persönliche Adressen, Telefonnummern, private Gesundheitsdaten oder andere unnötige personenbezogene Daten gehören nicht in Trainingsmaterialien.
Prüfungsjahr, Abschluss und aktueller Stand
Stand: 23. September 2026. Dieser aiMOOC ist Kompetenztraining und keine Prüfungsordnung. Das Prüfungsjahr und der angestrebte Schulabschluss sind getrennt zu prüfen. Für Baden-Württemberg veröffentlicht das Kultusministerium eigene Vorgaben und Termine unter anderem für Realschul-, Werkrealschul- und Hauptschulabschlussprüfungen.
Vor einer konkreten Prüfung prüfst Du deshalb immer:
- welchen Abschluss Du tatsächlich anstrebst,
- welches Prüfungsjahr für Dich gilt,
- welche schulischen Vorgaben Deine Schule festgelegt hat,
- welche aktuellen Hinweise das Kultusministerium veröffentlicht hat.
Aktuelle offizielle Informationen: Kultusministerium Baden-Württemberg: Abschlussprüfungen Kultusministerium Baden-Württemberg: Prüfungstermine Realschule
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg
Der Bildungsplan Deutsch Sekundarstufe I betont im Bereich Sprechen und Zuhören unter anderem:
- Gesprächsbeiträge situationsgerecht gestalten,
- Redebeiträge strukturieren und ihre Wirkung reflektieren,
- unterschiedliche Sprechsituationen im Rollenspiel gestalten,
- konzentriert zuhören und Verständnis sichern,
- Gesprächsverhalten kriterienorientiert beobachten und reflektieren.
Quelle: Bildungspläne Baden-Württemberg: Sprechen und Zuhören
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- eine kurze Selbstvorstellung klar strukturieren und mit Beispielen belegen,
- auf Fragen adressaten- und situationsgerecht antworten,
- aktiv zuhören, paraphrasieren und gezielt nachfragen,
- sinnvolle Rückfragen zum Betrieb und zur Ausbildung formulieren,
- Körpersprache beobachten, ohne vorschnell Absichten hineinzuinterpretieren,
- ein Bewerbungsgespräch im Rollenspiel durchführen und mithilfe von Feedback verbessern,
- Medienbeispiele mit Zeitmarken, Beobachtungen und Quellen belegen,
- KI gezielt nutzen, ihre Vorschläge aber unabhängig prüfen und transparent machen.
Vorwissen
Beantworte zuerst ohne Hilfsmittel fünf kurze Fragen.
- Kannst Du Dich in etwa 60 Sekunden vorstellen, ohne Deinen Lebenslauf nur aufzuzählen?
- Kannst Du eine Stärke mit einem konkreten Beispiel belegen?
- Kennst Du mindestens drei sinnvolle Rückfragen an einen Ausbildungsbetrieb?
- Weißt Du, woran aktives Zuhören erkennbar sein kann?
- Kannst Du Beobachtung und Interpretation bei Körpersprache unterscheiden?
Selbstcheck: Markiere für Dich jeweils „sicher“, „teilweise“ oder „noch üben“. Wiederhole den Check am Ende des Kurses.
Einstieg: Zwei Videos vergleichen
Die Bundesagentur für Arbeit stellt Trainingsclips bereit, in denen dieselbe Situation einmal ungünstig und einmal gelungener dargestellt wird.
Auftrag: Schau beide Clips. Notiere je drei konkrete Beobachtungen mit Zeitmarke. Formuliere danach eine Regel, die Du aus dem Vergleich ableitest.
Ungünstiger erster Eindruck:
Gelungenerer erster Eindruck:
Belegschema: Zeitmarke → beobachtbares Verhalten → mögliche Wirkung → Verbesserung.
Wichtig: „Wirkt unsicher“ ist bereits eine Interpretation. „Spricht sehr leise und blickt mehrfach nach unten“ ist eine Beobachtung.
Der Gesprächsablauf
Die Bundesagentur für Arbeit nennt als typische Orientierung: Begrüßung, kurzer Einstieg, Fragen der Personalverantwortlichen, eigene Fragen und Verabschiedung. Kein echtes Gespräch läuft exakt gleich.
| Phase | Deine Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Begrüßung | freundlich Kontakt aufnehmen | „Guten Morgen, danke für die Einladung.“ |
| Einstieg | ruhig ankommen und kurz reagieren | kurze Antwort auf eine Einstiegsfrage |
| Fragen | zuhören, antworten, Beispiele geben | „Ein Beispiel dafür war mein Praktikum …“ |
| Rückfragen | echtes Interesse zeigen | „Wie sieht die Einarbeitung im ersten Ausbildungsjahr aus?“ |
| Verabschiedung | danken und nächsten Schritt klären | „Vielen Dank für das Gespräch. Wann kann ich ungefähr mit einer Rückmeldung rechnen?“ |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Das Vorstellungsgespräch
Selbstvorstellung
Eine gute Selbstvorstellung ist kurz, passend und belegt. Sie ist kein auswendig gelernter Lebenslauf.
Vier Bausteine:
- Wer bist Du und wofür interessierst Du Dich?
- Warum interessiert Dich genau dieser Ausbildungsbereich?
- Welche passende Stärke oder Erfahrung kannst Du belegen?
- Welche Verbindung gibt es zwischen Dir und der Stelle?
Beispielstruktur: „Ich interessiere mich für … Besonders wichtig ist mir … Das habe ich zum Beispiel bei … gezeigt. Deshalb möchte ich …“
M-Niveau-Auftrag: Formuliere zwei Varianten: eine für einen handwerklichen Ausbildungsplatz und eine für einen kaufmännischen Ausbildungsplatz. Vergleiche, welche Wörter, Beispiele und Schwerpunkte Du jeweils ändern musst.

Bild: amtec_photos, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.
Videoanalyse: Stärken und Schwächen
Ungünstige Variante:
Gelungenere Variante:
Auftrag: Vergleiche nicht nur den Inhalt, sondern auch Begründungen, Beispiele, Sprechweise und Reaktionen auf Nachfragen. Belege zwei Unterschiede mit Zeitmarken.
Merksatz: Eine Stärke überzeugt stärker, wenn Du sie mit einer konkreten Situation verbindest.
Aktives Zuhören
Aktives Zuhören bedeutet nicht, ständig zu nicken. Entscheidend ist, dass Du den Beitrag des Gegenübers aufnimmst und passend darauf reagierst.

Visualisierung: U3213549, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Drei nützliche Schritte:
- Aufnehmen: Lass die Frage ausreden und höre auf Schlüsselwörter.
- Sichern: Wenn etwas unklar ist, paraphrasiere oder frage nach.
- Anknüpfen: Beziehe Deine Antwort direkt auf die Frage.
Beispiel: „Wenn ich Sie richtig verstehe, geht es Ihnen besonders um meine Erfahrung im Team. Dazu kann ich ein Beispiel aus unserem Schulprojekt nennen.“
Audio-Labor: Hörbar souverän

Visualisierung: PhysicsEtc, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.
Nimm mit einem lokalen Aufnahmegerät eine 30-sekündige Selbstvorstellung auf. Verwende keine echten Kontaktdaten.
Höre die Aufnahme zweimal:
- Beim ersten Hören achtest Du nur auf Inhalt und Verständlichkeit.
- Beim zweiten Hören achtest Du auf Sprechtempo, Pausen, Füllwörter und Satzenden.
- Schreibe anschließend genau zwei Verbesserungsziele auf.
- Nimm eine zweite Version auf und vergleiche beide Versionen.
Hilfestufe 1: Markiere im Skript nur vier Stichwörter.
Hilfestufe 2: Sprich absichtlich etwas langsamer und setze nach jedem Baustein eine kurze Pause.
Lösungskriterium: Die zweite Version muss nicht „perfekt“ klingen. Sie soll klarer, gezielter und weniger abgelesen wirken.
Situationsgerechte Sprache
Situationsgerechte Sprache ist höflich, klar und passend zur beruflichen Gesprächssituation. Sie darf trotzdem natürlich klingen.
| Weniger passend | Situationsgerechter | Warum? |
|---|---|---|
| „Keine Ahnung.“ | „Dazu habe ich bisher wenig Erfahrung. Ich würde mich aber gern einarbeiten.“ | ehrlich und lösungsorientiert |
| „Ja, halt Teamarbeit.“ | „Bei unserem Schulprojekt habe ich Aufgaben verteilt und Absprachen eingehalten.“ | konkrete Aussage statt Schlagwort |
| „Was verdient man?“ | „Wie ist die Ausbildungsvergütung geregelt?“ | präzise und sachlich |
| „Ich bin voll perfektionistisch.“ | „Ich prüfe Ergebnisse gern gründlich. Bei Zeitdruck setze ich mir deshalb klare Zwischentermine.“ | Stärke und mögliche Schwierigkeit werden konkret |
Auftrag: Formuliere drei eigene Beispiele um. Begründe jeweils, was sich sprachlich verbessert hat.
Rückfragen stellen
Gute Rückfragen zeigen, dass Du zugehört und Dich vorbereitet hast.
Geeignete Themen sind zum Beispiel:
- typische Aufgaben im ersten Ausbildungsjahr,
- Einarbeitung und Ansprechpersonen,
- Zusammenarbeit im Team,
- Lernmöglichkeiten und Feedback,
- weiterer Ablauf des Bewerbungsverfahrens.
Prüffrage: Könnte die Antwort mit einem einzigen Blick auf die Startseite des Unternehmens gefunden werden? Wenn ja, suche eine bessere Rückfrage.
Videoanalyse: Wie gut ist der Betrieb bekannt?
Ungünstige Variante:
Gelungenere Variante:
Auftrag: Sammle drei Stellen, an denen Vorbereitung sichtbar wird. Trenne dabei Wissen über den Betrieb und echtes Interesse am Ausbildungsalltag.
Körpersprache angemessen deuten
Körpersprache kann Gesprächswirkung beeinflussen, ist aber nicht eindeutig. Blickkontakt, Gestik, Haltung oder Abstand können je nach Person, Kultur, Situation und Neurodiversität unterschiedlich sein.

Bild: Logan T. Jones, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons.
Analyseauftrag: Beschreibe das Bild zunächst ohne Wertung. Formuliere danach zwei mögliche Interpretationen. Nenne anschließend eine Information, die Dir fehlt, um sicherer urteilen zu können.
Wichtig: Ein Handschlag ist keine Pflicht und kein verlässlicher Persönlichkeitstest. Orientiere Dich an Situation, Gegenüber und betrieblichem Kontext.
Praktische Orientierung:
- aufrechte, aber nicht starre Haltung,
- zugewandte Position,
- verständliche Stimme,
- Blickkontakt situationsgerecht dosieren,
- Gestik so einsetzen, dass sie das Sprechen unterstützt,
- Grenzen und persönliche Unterschiede respektieren.
Begrüßung und Verabschiedung
Begrüßung ungünstig:
Begrüßung gelungener:
Verabschiedung ungünstig:
Verabschiedung gelungener:
Vergleichsauftrag: Erstelle eine Zweispalten-Notiz „Kontakt eröffnen“ und „Kontakt beenden“. Notiere je zwei sprachliche und zwei nonverbale Mittel mit Zeitmarken.
Rollenspiel: Bewerbungsgespräch in drei Runden
Arbeite zu dritt: bewerbende Person, Personalverantwortliche Person, Beobachtung.
Runde 1 – Basis: Begrüßung, Selbstvorstellung, zwei Fragen, eine Rückfrage, Verabschiedung.
Runde 2 – Vertiefung: Ergänze eine unerwartete Nachfrage und eine Frage nach einer konkreten Erfahrung.
Runde 3 – Verbesserung: Wiederhole zwei Minuten der Szene und setze genau zwei Feedbackpunkte sichtbar um.
Rollenkarte A – Bewerbung: Du bewirbst Dich um einen erfundenen Ausbildungsplatz. Nutze nur fiktive Daten.
Rollenkarte B – Personal: Stelle offene Fragen. Frage einmal gezielt nach einem Beispiel.
Rollenkarte C – Beobachtung: Notiere nur beobachtbares Verhalten. Trenne Beobachtung und Interpretation.
| Kriterium | Beobachtungsfrage |
|---|---|
| Selbstvorstellung | Ist sie klar gegliedert und auf die Stelle bezogen? |
| Belege | Werden Aussagen durch konkrete Beispiele gestützt? |
| Zuhören | Wird auf die tatsächlich gestellte Frage eingegangen? |
| Rückfragen | Sind sie vorbereitet und anschlussfähig? |
| Sprache | Ist sie höflich, verständlich und situationsgerecht? |
| Körpersprache | Unterstützt sie die Kommunikation, ohne stereotype Maßstäbe anzulegen? |
Feedback und Hilfestufen
Gutes Feedback ist konkret und veränderbar.
Feedbackformel: Beobachtung → Wirkung → nächster Versuch.
Beispiel: „Bei der Frage nach Teamarbeit hast Du direkt ein Beispiel genannt. Dadurch wurde Deine Aussage nachvollziehbar. Beim nächsten Durchgang könntest Du das Beispiel noch kürzer zusammenfassen.“
Hilfestufe 1: Nutze Stichwortkarten mit maximal fünf Wörtern pro Karte.
Hilfestufe 2: Nutze Satzstarter wie „Ein Beispiel dafür ist …“, „Wenn ich Sie richtig verstehe …“ oder „Dazu möchte ich nachfragen …“.
Hilfestufe 3: Stoppe nach jeder Gesprächsphase und hole sofort Rückmeldung ein.
Lösungsidee: Es gibt nicht nur eine richtige Formulierung. Entscheidend sind Passung, Klarheit, Beleg, Gesprächsbezug und respektvolle Sprache.
Medienkompetenz: untersuchen, vergleichen, belegen, gestalten
Bei Bildern, Audios und Videos arbeitest Du mit vier Prüfschritten:
- Quelle: Wer hat das Medium veröffentlicht?
- Lizenz: Darfst Du es weiterverwenden oder bearbeiten?
- Kontext: Für welche Situation wurde es produziert?
- Beleg: Welche konkrete Stelle stützt Deine Aussage?
Gestaltungsauftrag: Erstelle selbst eine kleine Visualisierung „Fünf Phasen des Bewerbungsgesprächs“. Verwende eigene Symbole oder offen lizenzierte Symbole. Notiere die verwendeten Quellen und Lizenzen.
Medienregel: Eine beobachtete Wirkung ist keine objektive Tatsache. Formuliere deshalb „kann wirken wie …“ und belege, worauf sich Deine Einschätzung stützt.
KI-Spirale
KI ersetzt keine eigene Text- und Medienarbeit.
Arbeite in dieser Reihenfolge:
- Aufgabe verstehen: Kläre Ziel, Rolle, Medium und Kriterien.
- Selbst erschließen: Untersuche Video, Text, Bild oder Audio zuerst selbst.
- Eigenen Ansatz entwickeln: Formuliere Deine Selbstvorstellung oder Rückfragen eigenständig.
- KI gezielt befragen: Bitte zum Beispiel um Gegenfragen, Alternativformulierungen oder Feedback zu klar benannten Kriterien.
- Unabhängig prüfen: Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik und Quellen ohne die KI.
- Verbessern: Entscheide selbst, welche Hinweise Du übernimmst.
- KI-Hilfe transparent machen: Notiere kurz, wofür Du KI genutzt hast.
Geeignete KI-Frage: „Prüfe meine 60-sekündige Selbstvorstellung nur auf Klarheit, Stellenbezug und konkrete Belege. Erfinde keine Erfahrungen für mich.“
Nicht geeignet: „Schreib mir eine perfekte Bewerbung, die ich auswendig lerne.“
Selbstkontrolle
Markiere am Ende „sicher“, „teilweise“ oder „noch üben“.
- Ich kann mich in etwa einer Minute strukturiert vorstellen.
- Ich kann mindestens zwei Stärken mit echten Beispielen belegen.
- Ich kann eine unklare Frage höflich klären.
- Ich kann drei sinnvolle Rückfragen formulieren.
- Ich kann aktiv zuhören und an Aussagen anknüpfen.
- Ich kann Beobachtung und Interpretation bei Körpersprache trennen.
- Ich kann Feedback in einer zweiten Rollenspielrunde sichtbar umsetzen.
- Ich kann eine KI-Hilfe nennen und meine eigene Prüfung beschreiben.
Vergleiche Deine Ergebnisse mit dem Vorwissens-Check.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was macht eine Selbstvorstellung besonders überzeugend? (Sie verbindet passende Aussagen mit konkreten Beispielen) (!Sie zählt den gesamten Lebenslauf vollständig auf) (!Sie dauert möglichst lange) (!Sie verwendet möglichst viele Fremdwörter)
Was gehört zum aktiven Zuhören? (Auf die Aussage eingehen und bei Bedarf nachfragen) (!Die Antwort schon während der Frage auswendig planen) (!Jede Pause sofort mit einem eigenen Beispiel füllen) (!Den Blick dauerhaft auf einen festen Punkt richten)
Welche Rückfrage ist für ein Bewerbungsgespräch besonders geeignet? (Wie sieht die Einarbeitung im ersten Ausbildungsjahr aus) (!Haben Sie überhaupt eine Internetseite) (!Kann ich alle Aufgaben selbst auswählen) (!Muss ich eigentlich pünktlich sein)
Was ist eine Beobachtung und keine Interpretation? (Die Person spricht leise und macht mehrere Pausen) (!Die Person ist unmotiviert) (!Die Person ist unsicher) (!Die Person ist ungeeignet)
Wie sollte eine Stärke am besten dargestellt werden? (Mit einem konkreten passenden Beispiel) (!Mit möglichst vielen allgemeinen Adjektiven) (!Mit einer erfundenen Erfolgsgeschichte) (!Ohne Bezug zur Stelle)
Was bedeutet situationsgerechte Sprache im Bewerbungsgespräch? (Höflich klar und passend zur beruflichen Situation sprechen) (!Nur sehr komplizierte Sätze verwenden) (!Umgangssprache vollständig verbieten) (!Jede Antwort auswendig aufsagen)
Wie nutzt Du Feedback im Rollenspiel sinnvoll? (Du setzt ausgewählte konkrete Hinweise im nächsten Durchgang um) (!Du verteidigst jede erste Formulierung) (!Du änderst gleichzeitig alles) (!Du beachtest nur die Körpersprache)
Was ist bei Körpersprache besonders wichtig? (Beobachtung und Interpretation voneinander trennen) (!Jede Geste eindeutig zu bewerten) (!Blickkontakt möglichst ohne Unterbrechung zu halten) (!Einen Handschlag immer zu erzwingen)
Wie gehst Du mit einer unklaren Frage um? (Du fragst höflich nach oder paraphrasierst) (!Du antwortest auf ein anderes Thema) (!Du schweigst bis die andere Person weiterredet) (!Du erfindest spontan eine passende Erfahrung)
Wie sollte KI in diesem Kurs genutzt werden? (Erst selbst arbeiten dann gezielt fragen und unabhängig prüfen) (!Die gesamte Selbstvorstellung ungeprüft übernehmen) (!Eigene Erfahrungen von der KI erfinden lassen) (!Quellenprüfung durch die KI ersetzen)
Memory
| Selbstvorstellung | Kurzprofil mit Stellenbezug |
| Aktives Zuhören | Aufnehmen sichern anknüpfen |
| Rückfrage | Interesse durch passende Frage vertiefen |
| Belegbeispiel | Aussage durch konkrete Situation stützen |
| Sprechtempo | Verständlichkeit durch angemessene Geschwindigkeit |
| Beobachtung | Wahrnehmbares Verhalten ohne Deutung |
| Verabschiedung | Dank und nächster Schritt |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Begrüßung | Gespräch eröffnen |
| Selbstvorstellung | Passung belegen |
| Fragenphase | zuhören und antworten |
| Rückfragen | Interesse vertiefen |
| Verabschiedung | Gespräch abschließen |
Kreuzworträtsel
| Zuhören | Welche Gesprächsfähigkeit hilft Dir, genau auf eine Frage einzugehen? |
| Nachfrage | Wie heißt eine Frage, mit der Du etwas klärst oder vertiefst? |
| Rollenspiel | Welche Übungsform simuliert ein Bewerbungsgespräch? |
| Begründung | Was macht aus einer bloßen Behauptung eine nachvollziehbare Aussage? |
| Körpersprache | Welcher Begriff umfasst Haltung Gestik und Mimik? |
| Paraphrase | Wie heißt das sinngemäße Wiedergeben einer Aussage mit eigenen Worten? |
LearningApps
Lückentext
Hilfen und Lösungen zur Selbstkontrolle
Hilfe zum Quiz: Suche jeweils nach der Antwort, die das Gespräch wirklich verbessert und nicht nur „professionell klingt“.
Hilfe zum Lückentext: Nutze die Überschriften des Lerntexts als Orientierung.
Lösung zum Rollenspiel: Eine gute Lösung erfüllt mehrere Kriterien gleichzeitig: klare Struktur, passender Stellenbezug, konkrete Beispiele, aktives Zuhören, sinnvolle Rückfragen und respektvolle Gesprächsführung.
Feedbackregel: Wenn Du nur „gut“ oder „schlecht“ notiert hast, ergänze mindestens eine beobachtbare Stelle und einen Verbesserungsschritt.
Transfer
Übertrage die Strategien auf eine neue Situation: Du bewirbst Dich nicht um den geübten Ausbildungsplatz, sondern um ein zweiwöchiges Praktikum in einem anderen Berufsfeld.
- Welche Teile Deiner Selbstvorstellung bleiben gleich?
- Welche Beispiele musst Du austauschen?
- Welche Rückfragen werden neu wichtig?
- Welche Fachwörter musst Du recherchieren?
- Wie verändert sich Deine Vorbereitung auf den Betrieb?
Erstelle danach eine neue 60-Sekunden-Version und begründe drei Änderungen.
Kompetenzcheck
Führe ein fünfminütiges Rollenspiel ohne vollständiges Skript durch.
Dein Kompetenznachweis ist gelungen, wenn Du:
- Deine Selbstvorstellung nachvollziehbar strukturierst,
- mindestens zwei Aussagen mit Beispielen belegst,
- auf mindestens eine Nachfrage direkt eingehst,
- mindestens zwei passende Rückfragen stellst,
- aktiv zuhörst und eine Aussage des Gegenübers aufgreifst,
- Rückmeldung aufnimmst und in einer zweiten Runde sichtbar verbesserst.
M-Niveau: Begründe anschließend schriftlich zwei Deiner sprachlichen Entscheidungen und verknüpfe sie mit konkreten Beobachtungen aus dem Rollenspiel.
Reflexion
Schreibe fünf kurze Sätze:
- Das gelingt mir im Gespräch bereits …
- Schwieriger ist für mich …
- Ein Feedback, das mir geholfen hat …
- Eine Strategie, die ich beim nächsten Mal bewusst nutze …
- KI habe ich genutzt für … und selbst geprüft habe ich …
Folgekurs-Empfehlung
Wenn Du diesen Kurs sicher beherrschst, arbeite weiter mit:
- Bewerbungsunterlagen adressatengerecht gestalten
- In beruflichen Gesprächen argumentieren und reagieren
- Sachtexte zur Berufsorientierung auswerten
Offene Aufgaben
Leicht
- 60-Sekunden-Vorstellung: Erstelle eine eigene Selbstvorstellung mit vier Stichwortkarten und nimm sie als Audio auf.
- Fragenwerkstatt: Formuliere sechs Rückfragen für einen erfundenen Ausbildungsbetrieb und wähle die drei stärksten aus.
- Bildanalyse: Wähle ein offen lizenziertes Gesprächsbild und trenne fünf Beobachtungen von fünf Interpretationen.
- Hörprotokoll: Führe ein zweiminütiges Gespräch und notiere danach drei Aussagen Deines Gegenübers möglichst genau.
Standard
- Interview-Duo: Führt ein vierminütiges Bewerbungsgespräch durch, gebt Euch kriterienorientiertes Feedback und wiederholt eine verbesserte Passage.
- Vorher-Nachher-Audio: Produziere zwei Versionen Deiner Selbstvorstellung und dokumentiere zwei hörbare Verbesserungen.
- Videovergleich: Vergleiche zwei Trainingsclips mit mindestens vier Zeitmarken und belege Deine Bewertung.
- Gesprächsfahrplan: Gestalte eine eigene offene Visualisierung der fünf Gesprächsphasen mit Quellen- und Lizenzangaben.
Schwer
- Expertengespräch: Befrage nach Einverständnis eine erwachsene Person aus Ausbildung oder Personalbereich zu drei hilfreichen Gesprächsstrategien. Notiere keine unnötigen personenbezogenen Daten.
- Trainingsvideo: Produziert ein kurzes Video mit derselben Gesprächsszene in zwei Varianten und ergänzt einen Kriterienkommentar.
- Branchenwechsel: Passe dieselbe Selbstvorstellung an zwei deutlich verschiedene Ausbildungsberufe an und begründe jede sprachliche Änderung.
- KI-Audit: Lass eine KI Feedback zu Deiner Selbstvorstellung geben, prüfe jeden Hinweis selbst, dokumentiere verworfene Vorschläge und kennzeichne die tatsächlich genutzte KI-Hilfe.


Lernkontrolle
- Analyse: Untersuche eine kurze Rollenspielszene und begründe, welche zwei Stellen das Gespräch fördern und welche zwei Stellen es erschweren.
- Adressatenbezug: Formuliere dieselbe Antwort für zwei verschiedene Ausbildungsbetriebe neu und erkläre die Unterschiede.
- Zuhörtransfer: Entwickle drei Reaktionen auf dieselbe Nachfrage: paraphrasieren, klären und mit einem Beispiel anknüpfen. Vergleiche die Wirkung.
- Rückfragen bewerten: Ordne sechs selbst formulierte Rückfragen nach Informationswert und Stellenbezug und begründe Deine Auswahl.
- Deutung prüfen: Formuliere zu drei nonverbalen Beobachtungen jeweils mindestens zwei mögliche Interpretationen und nenne fehlende Kontextinformationen.
- Verbesserungsschleife: Überarbeite eine misslungene Gesprächspassage nach Feedback und erkläre, warum die neue Version besser zur Situation passt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- eine strukturierte Selbstvorstellung mit Stellenbezug,
- konkrete Belege für Stärken und Erfahrungen,
- situationsgerechte und verständliche Sprache,
- aktives Zuhören und angemessene Nachfragen,
- sinnvolle eigene Rückfragen,
- reflektierter Umgang mit Körpersprache,
- sichtbare Verbesserung nach Feedback,
- begründete Analyse von Gesprächssituationen auf M-Niveau,
- transparente Kennzeichnung und unabhängige Prüfung einer möglichen KI-Hilfe.
Quellen und offene Medien
- Bundesagentur für Arbeit: Das Vorstellungsgespräch
- Bundesagentur für Arbeit: Joe geht zum ersten Bewerbungsgespräch
- Bildungsplan Baden-Württemberg: Sprechen und Zuhören
- Wikimedia Commons: Job interview.jpg, CC BY 2.0
- Wikimedia Commons: Man on a Interview, CC BY-SA 2.0
- Wikimedia Commons: Active listening.png, CC BY-SA 4.0
- Wikimedia Commons: Handshake technique.jpg, CC BY 4.0
- Wikimedia Commons: Listening.svg, CC0 1.0
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