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D10 G - Wertende Sprache erkennen

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D10 G - Wertende Sprache erkennen




D10 G - Wertende Sprache erkennen

Mini-Beschreibung: Erkenne positiv und negativ wertende Wörter und ihre Wirkung in Sachtexten, Kommentaren und Werbung. Du lernst, Wertungen zu markieren, ihre Wirkung knapp zu erklären und deine Aussagen mit Textstellen zu belegen.

Zielgruppe: Deutsch, Klasse 10, Baden-Württemberg, G-Niveau.


Einstieg

Lies die drei Varianten. Alle beziehen sich auf denselben erfundenen Sachverhalt.

Variante A: Die Mensa bietet seit Montag ein vegetarisches Gericht für vier Euro an.

Variante B: Die Mensa bietet seit Montag endlich ein günstiges und abwechslungsreiches vegetarisches Gericht für vier Euro an.

Variante C: Die Mensa bietet seit Montag nur ein langweiliges vegetarisches Gericht für stolze vier Euro an.

Auftrag: Markiere Wörter, die nicht nur informieren, sondern bewerten. Ordne sie positiv oder negativ ein.

Kurzfeedback: In Variante A steht die Information im Vordergrund. Wörter wie „endlich“, „günstig“ und „abwechslungsreich“ werten positiv. „nur“, „langweilig“ und „stolze“ lenken die Bewertung eher ins Negative.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Wertung: positiv, negativ und weitgehend neutral formulierte Wörter unterscheiden.
  2. Konnotation: erklären, dass Wörter neben ihrer Grundbedeutung eine wertende Nebenbedeutung haben können.
  3. Textanalyse: eine Wertung mit einer Textstelle belegen und ihre Wirkung erklären.
  4. Kommentar und Werbung: typische wertende Sprache in unterschiedlichen Textsorten erkennen.
  5. Medienkompetenz: Wortwahl in Text, Bild, Audio und Video kritisch untersuchen.
  6. Künstliche Intelligenz: KI gezielt nutzen, Ergebnisse aber selbst am Originaltext prüfen.


Vorwissen

Prüfe kurz, was Du schon kannst.

  1. Adjektiv: Findest Du Eigenschaftswörter wie „hilfreich“, „teuer“ oder „ärgerlich“?
  2. Verb: Erkennst Du Unterschiede zwischen „sagen“, „loben“, „behaupten“ und „warnen“?
  3. Textbeleg: Kannst Du eine Aussage mit einem kurzen Zitat oder einer Zeilenangabe belegen?

Merke: Für diesen Kurs musst Du keine lange Stilmittel-Liste auswendig können. Wichtig ist die Kette Wort finden → Wertung bestimmen → Wirkung erklären → belegen.


Kurzinput: Was ist wertende Sprache?

Wertende Sprache lässt Personen, Dinge, Ereignisse oder Ideen eher positiv oder negativ erscheinen.

Ein Wort kann eine Grundbedeutung haben und zusätzlich etwas mitschwingen lassen. Diese Nebenbedeutung heißt Konnotation.

Beispiel: „sparsam“ und „geizig“ können ein ähnliches Verhalten beschreiben. „sparsam“ wirkt meist positiver, „geizig“ meist negativer.

Prüfungssatz: „Das Wort ‚…‘ wirkt positiv/negativ, weil es … als … erscheinen lässt.“


Typische Wertungssignale

Sprachliches Signal Beispiel Mögliche Wirkung
wertendes Adjektiv hilfreich / peinlich lobt oder kritisiert
wertendes Verb loben / verschleudern zeigt Haltung zur Handlung
Adverb oder Partikel endlich / leider / nur verstärkt eine Sichtweise
Übertreibung unschlagbar / katastrophal verstärkt Lob oder Kritik
Vergleich deutlich besser ordnet etwas höher oder niedriger ein


Kontext entscheidet

Nicht jedes Wort ist immer gleich wertend.

Beispiel: „billig“ kann positiv gemeint sein, wenn ein Preis niedrig ist. Es kann aber auch negativ wirken, wenn „billig“ schlechte Qualität andeutet.

Darum gilt: Nie nur das Einzelwort beurteilen. Immer den Satz und den Zusammenhang mitlesen.


Textsorten vergleichen


Sachtext

Ein Sachtext kann weitgehend informierend formuliert sein.

Eigener Übungstext: „Die Stadt eröffnete am Dienstag einen Trinkbrunnen auf dem Marktplatz. Er ist täglich zugänglich.“

Untersuchung: Welche Wörter informieren? Gibt es versteckte Wertungen?


Kommentar

Ein Kommentar darf eine klare Haltung zeigen. Wertende Wörter sind deshalb häufig.

Eigener Übungstext: „Der neue Trinkbrunnen ist eine sinnvolle Verbesserung. Endlich gibt es mitten in der Stadt kostenloses Wasser.“

Untersuchung: Markiere „sinnvolle“ und „endlich“. Erkläre, wie die Wörter die Maßnahme erscheinen lassen.


Werbung

Werbung will Aufmerksamkeit gewinnen und eine Zielgruppe überzeugen. Positive Wertungen sind deshalb häufig.

Eigener Übungstext: „Frisch. Praktisch. Dein perfekter Begleiter für jeden Schultag.“

Untersuchung: Welche Wörter versprechen einen Vorteil, ohne ihn genauer zu belegen?


Textvarianten: Gleicher Sachverhalt, andere Wirkung

Grundinformation: Eine Schule testet für vier Wochen eine Lern-App mit 15 Übungen.

Variante Text Wirkung
neutraler Die Schule testet vier Wochen lang eine Lern-App mit 15 Übungen. informiert
positiv Die Schule testet vier Wochen lang eine hilfreiche Lern-App mit 15 abwechslungsreichen Übungen. wertet das Angebot auf
negativ Die Schule testet vier Wochen lang eine lästige Lern-App mit nur 15 eintönigen Übungen. wertet das Angebot ab

Auftrag: Tausche in der positiven und negativen Variante jeweils zwei Wertungswörter gegen neutralere Wörter aus.


Medienlabor: Bilder und Werbung untersuchen

Bildauftrag 1: Suche in der historischen Anzeige nach Wörtern, die Qualität, Besonderheit oder Wert vermitteln. Beschreibe nur, was Du im Bild tatsächlich erkennen kannst.

Bildauftrag 2: Vergleiche die Außenwerbung mit der historischen Anzeige. Welche Wirkung entsteht durch Größe, Platzierung, Schrift und knappe Formulierungen?

Bildauftrag 3: Unterscheide Bildwirkung und Wortwirkung. Belege mindestens eine Beobachtung am sichtbaren Material.

Rechtshinweis: Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Prüfe bei Weiterverwendung immer die Lizenz und die nötige Namensnennung auf der jeweiligen Dateiseite.


Videolabor

Videoauftrag 1: Notiere drei sprachliche Mittel aus dem Video. Wähle danach nur eines aus und erkläre seine mögliche Wirkung in einem wertenden Satz.

Videoauftrag 2: Prüfe: Welche Erklärung hilft Dir beim Erkennen von Wirkung? Formuliere die Erklärung anschließend mit eigenen Worten.

Wichtig: Ein Erklärvideo ersetzt nicht die Arbeit am Originaltext. Prüfe Beispiele und Begriffe immer am Material, das Du wirklich untersuchst.


Audiolabor

Sprich den Satz zweimal ein:

Satz: „Das war ja eine interessante Entscheidung.“

  1. Aufnahme 1: möglichst neutral.
  2. Aufnahme 2: deutlich lobend oder kritisch.

Vergleiche Tempo, Betonung und Lautstärke. Schreibe danach einen Satz: „Die zweite Aufnahme wirkt …, weil …“

Datenschutz: Nutze für Schulaufgaben möglichst nur Deine eigene Stimme oder Stimmen mit Einwilligung. Veröffentliche keine unnötigen Namen oder personenbezogenen Daten.


Hilfestufen

Hilfe 1 – Finden: Kreise zuerst Adjektive, Verben und Wörter wie „nur“, „endlich“, „leider“ oder „angeblich“ ein.

Hilfe 2 – Ordnen: Frage: Wird etwas gelobt, abgewertet oder möglichst neutral dargestellt?

Hilfe 3 – Erklären: Nutze den Satzanfang: „Das Wort ‚…‘ wirkt … und lässt … als … erscheinen.“

Hilfe 4 – Belegen: Nenne das genaue Wort oder eine kurze Textstelle. Eine Wirkung ohne Beleg bleibt eine Vermutung.


Prüfungssicherheit: Baden-Württemberg

Stand: 23.09.2026.

Der Bildungsplan Deutsch Sekundarstufe I nennt in Klasse 10 unter anderem Nachrichten, Kommentare, Werbetexte, Grafiken, Bilder und Karikaturen als Textgrundlagen. Entscheidend ist, Inhalt und sprachliche Gestaltung in ihrer Wirkung zu untersuchen.

Bildungsplan Baden-Württemberg: Sach- und Gebrauchstexte

Schulabschluss und Prüfungsjahr sind nicht dasselbe: An der Gemeinschaftsschule führt das G-Niveau zum Hauptschulabschluss; dieser kann am Ende von Klasse 9 oder 10 abgelegt werden. Das konkrete Prüfungsformat hängt vom jeweiligen Prüfungsjahr ab.

Kultusministerium Baden-Württemberg: Schullaufbahnentscheidung

Beispiel Prüfungsjahr 2026: Die schriftliche Hauptschulabschlussprüfung Deutsch enthielt einen Teil A zu Sach- und Gebrauchstexten und einen Teil B zu literarischen Texten.

Kultusministerium Baden-Württemberg: Abschlussprüfungen

Für Deine eigene Prüfung gilt: Prüfe verbindliche Vorgaben immer für Dein Prüfungsjahr bei Deiner Schule und beim Kultusministerium. Übertrage ältere Prüfungsangaben nicht automatisch.


KI-Spirale

KI ersetzt keine eigene Textarbeit.

  1. Aufgabe verstehen: Kläre zuerst, was Du markieren, erklären und belegen sollst.
  2. Material selbst erschließen: Lies, höre oder sieh das Material vollständig und markiere eigene Fundstellen.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Formuliere zuerst Deine eigene Wirkungserklärung.
  4. KI gezielt befragen: Frage zum Beispiel: „Welche meiner markierten Wörter könnten wertend sein? Begründe nur anhand dieses Ausschnitts.“
  5. Unabhängig prüfen: Vergleiche die KI-Antwort mit Originaltext, Fakten, Logik und Quellen.
  6. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur Hinweise, die Du selbst nachvollziehen und belegen kannst.
  7. KI-Hilfe transparent machen: Notiere kurz, wobei KI geholfen hat, zum Beispiel: „KI-Hilfe: Rückmeldung zu zwei Wirkungserklärungen; Textstellen selbst ausgewählt und geprüft.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein wertender Ausdruck? (Ein Ausdruck der etwas positiv oder negativ erscheinen lässt) (!Ein Ausdruck der nur eine Zahl nennt) (!Ein Ausdruck der immer aus zwei Wörtern besteht) (!Ein Ausdruck der nur in Gedichten vorkommt)




Was bedeutet Konnotation im Sprachunterricht? (Eine zusätzliche Nebenbedeutung eines Wortes) (!Die Anzahl der Buchstaben eines Wortes) (!Die Satzlänge eines Textes) (!Die Überschrift eines Kommentars)




Welcher Satz ist am stärksten wertungsarm formuliert? (Die Mensa öffnet um 11.30 Uhr) (!Die großartige Mensa öffnet endlich um 11.30 Uhr) (!Die enttäuschende Mensa öffnet erst um 11.30 Uhr) (!Die lästige Mensa öffnet viel zu spät)




Welches Wort wertet meist positiv? (hilfreich) (!lästig) (!mangelhaft) (!peinlich)




Welches Wort wertet meist negativ? (lästig) (!zuverlässig) (!gelungen) (!nützlich)




Was ist für einen Kommentar typisch? (Eine erkennbare Haltung kann sprachlich deutlich werden) (!Jede Wertung ist verboten) (!Nur Tabellen sind erlaubt) (!Der Text darf keine Argumente enthalten)




Welche Funktion hat wertende Sprache in Werbung häufig? (Sie soll ein Angebot attraktiv erscheinen lassen) (!Sie soll jede Wirkung vermeiden) (!Sie soll nur Rechtschreibung erklären) (!Sie soll ausschließlich Jahreszahlen nennen)




Wie wird eine Wirkungserklärung überzeugend? (Mit Wertungswort Wirkung und Textbeleg) (!Nur mit persönlichem Geschmack) (!Nur mit der Überschrift) (!Nur mit der Anzahl der Sätze)




Warum muss der Kontext mitgelesen werden? (Weil ein Wort je nach Zusammenhang unterschiedlich wirken kann) (!Weil jedes Adjektiv immer positiv ist) (!Weil Werbung niemals wertet) (!Weil Kommentare keine Wortwahl haben)




Wie nutzt Du KI in diesem Kurs sinnvoll? (Zuerst selbst analysieren dann gezielt fragen und unabhängig prüfen) (!Die KI entscheidet allein welche Lösung richtig ist) (!Die KI ersetzt das Lesen des Originaltexts) (!Die KI liefert Belege die nicht im Text stehen müssen)





Memory

Konnotation Nebenbedeutung
Wertungswort Haltungssignal
Kommentar Meinungsbeitrag
Werbung Kaufanreiz
Beleg Textstelle
Sachlich wertungsarm





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
positiv gelungen hilfreich zuverlässig
negativ lästig peinlich enttäuschend
neutral kostet vier Euro
Kommentar erkennbare Haltung
Sachinformation überprüfbare Angabe





Kreuzworträtsel

Konnotation Wie heißt die wertende oder emotionale Nebenbedeutung eines Wortes?
Adjektiv Welche Wortart beschreibt Eigenschaften und trägt oft Wertungen?
Kommentar Welche journalistische Textsorte zeigt häufig eine erkennbare Haltung?
Werbung Welche Textform will häufig ein Produkt oder Angebot attraktiv erscheinen lassen?
Beleg Wie heißt eine Textstelle die eine Analyse absichert?
Wirkung Was sollst Du nach dem Benennen eines Wertungswortes erklären?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Wort mit positiver oder negativer Haltung kann ein

sein. Eine zusätzliche Nebenbedeutung nennt man

. In einem Kommentar ist eine erkennbare

typisch. Werbung nutzt oft positive Wörter, um ein Angebot

erscheinen zu lassen. Eine Analyse nennt nicht nur das Wort, sondern erklärt auch seine

. Jede wichtige Deutung sollte durch einen

aus dem Text abgesichert werden. Der Zusammenhang eines Wortes heißt

. KI-Ergebnisse müssen am Originaltext selbstständig

werden.




Selbstkontrolle: Vier schnelle Fälle

  1. Fall A: „Das Gerät wiegt 1,2 Kilogramm.“ – eher neutral, positiv oder negativ?
  2. Fall B: „Das Gerät ist erstaunlich leicht.“ – welches Wort wertet?
  3. Fall C: „Das Gerät ist erschreckend schwer.“ – welche Wirkung entsteht?
  4. Fall D: „Nur dieses Modell bietet echte Qualität.“ – welche Wörter solltest Du prüfen?

Lösung: A ist weitgehend neutral. In B wertet „erstaunlich“ zusammen mit „leicht“ positiv. In C werten „erschreckend“ und „schwer“ negativ. In D sind besonders „nur“ und „echte Qualität“ auffällig.

Feedback: Wenn Du bei jedem Fall ein konkretes Wort nennen und seine Wirkung erklären kannst, bist Du auf dem richtigen Weg. Wenn Du nur „positiv“ oder „negativ“ sagst, fehlt noch der Beleg.


Mini-Analyse mit Hilfestufen

Text: „Die neue Regel ist ein längst überfälliger Schritt. Sie beendet endlich das nervige Durcheinander.“

Auftrag: Finde drei wertende Wörter oder Wortgruppen und erkläre ihre Wirkung.

Hilfe 1: Suche nach Wörtern, die Zustimmung oder Kritik zeigen.

Hilfe 2: Prüfe „längst überfällig“, „endlich“ und „nervig“.

Musterlösung: „längst überfällig“ und „endlich“ zeigen Zustimmung zur neuen Regel. „nervig“ wertet den vorherigen Zustand negativ. Dadurch erscheint die neue Regel als notwendige Verbesserung.


Lösungen zu den Textvarianten

Mögliche Lösung positiv → neutral: „hilfreiche Lern-App“ wird zu „Lern-App“. „abwechslungsreiche Übungen“ wird zu „15 Übungen“.

Mögliche Lösung negativ → neutral: „lästige Lern-App“ wird zu „Lern-App“. „eintönige Übungen“ wird zu „15 Übungen“.

Merke: Es gibt oft mehrere gute Umformulierungen. Entscheidend ist, dass Du erklären kannst, welche Wertung Du entfernt oder verändert hast.


Kompetenzcheck

Kreuze für Dich an: sicher, teilweise oder noch üben.

  1. Ich finde positiv und negativ wertende Wörter in kurzen Sachtexten.
  2. Ich erkläre die Wirkung mit einem passenden Satz.
  3. Ich belege meine Aussage mit einer Textstelle.
  4. Ich unterscheide weitgehend sachliche Information von deutlicher Wertung.
  5. Ich erkenne Wertungen auch in Werbung, Audio und Video.
  6. Ich kann eine wertende Formulierung neutraler umschreiben.
  7. Ich nutze KI erst nach eigener Textarbeit und prüfe ihre Vorschläge.


Transfer

Nimm einen kurzen, rechtmäßig zugänglichen Text aus Deinem Alltag: Schulhomepage, Produktbeschreibung, Kommentarspalte oder Informationsflyer.

  1. Markiere maximal fünf auffällige Wörter.
  2. Ordne jedes Wort positiv, negativ oder unsicher ein.
  3. Schreibe zu zwei Wörtern eine Wirkungserklärung.
  4. Formuliere eine Passage neutraler um.
  5. Vergleiche Original und Umformulierung: Was verändert sich?

Urheberrecht: Nutze bei geschützten Texten nur kurze funktionale Zitate. Gib Quelle und Fundstelle an. Übernimm keine vollständigen geschützten Texte oder Ganzschriften.


Reflexion

  1. Welches Wort hast Du zuerst für neutral gehalten, später aber als wertend erkannt?
  2. Bei welcher Aufgabe hat Dir der Kontext am meisten geholfen?
  3. Welche Wirkung kannst Du schon sicher erklären?
  4. Wo brauchst Du noch Satzanfänge oder Hilfen?
  5. Falls Du KI genutzt hast: Welche KI-Antwort hast Du verändert oder verworfen – und warum?


Folgekurs-Empfehlung

Wenn Du diesen Kurs sicher beherrschst, passt als nächster Schritt:

  1. D10 G - Sprachliche Mittel und ihre Wirkung erklären
  2. D10 G - Sachtexte untersuchen
  3. D10 G - Kommentare untersuchen und Stellung nehmen
  4. D10 G - Werbung analysieren


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortdetektiv: Sammle zehn wertende Wörter aus frei zugänglichen Alltagstexten und sortiere sie in positiv, negativ und unsicher.
  2. Neutral umschreiben: Formuliere fünf wertende Sätze so um, dass sie möglichst sachlich wirken.
  3. Bild-Wort-Vergleich: Wähle ein frei lizenziertes Werbebild und untersuche zwei Wörter sowie zwei Bildelemente.
  4. Audiovergleich: Nimm denselben Satz neutral und wertend auf und beschreibe die Wirkung Deiner Betonung.


Standard

  1. Kommentarvergleich: Vergleiche zwei kurze Kommentare zum selben unpolitischen Alltagsthema und belege unterschiedliche Wertungen.
  2. Werbetext gestalten: Erfinde für ein fiktives Produkt eine positive Werbung und danach eine sachliche Produktinformation.
  3. Mini-Erklärvideo: Produziere ein 60- bis 90-sekündiges Video mit drei Beispielen für wertende Sprache und passenden Erklärungen.
  4. Interview: Befrage zwei Personen dazu, ob bestimmte Wörter positiv, negativ oder neutral wirken. Erfasse nur nötige Angaben und veröffentliche keine personenbezogenen Daten ohne Einwilligung.


Schwer

  1. Medienvergleich: Untersuche denselben Inhalt als Text, Audio und Video. Zeige, wie Wortwahl, Stimme und Bild die Wirkung verändern.
  2. Kontexttest: Finde fünf Wörter, deren Wertung je nach Zusammenhang wechseln kann, und schreibe passende Beispielsätze.
  3. KI-Prüfprotokoll: Analysiere zuerst selbst einen kurzen Text, frage danach KI nach möglichen Wertungen und dokumentiere mindestens zwei Übereinstimmungen oder Unterschiede.
  4. Redaktionsprojekt: Erstelle zu einem erfundenen Schulereignis eine neutrale Nachricht, einen wertenden Kommentar und eine Werbeanzeige. Markiere anschließend bewusst gesetzte Wertungswörter.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirkungsvergleich: Erkläre, wie sich die Wirkung verändert, wenn in einem neutralen Satz zwei Wörter durch positive Wertungswörter ersetzt werden.
  2. Textsortenwechsel: Formuliere dieselbe Information einmal als Sachinformation und einmal als Kommentar. Begründe drei Unterschiede.
  3. Werbung prüfen: Untersuche eine offene Werbeanzeige und zeige mit zwei Belegen, wie Sprache und Bild zusammenwirken.
  4. Kontext erklären: Zeige an einem eigenen Beispiel, warum ein Wort ohne Kontext nicht sicher als positiv oder negativ eingeordnet werden kann.
  5. Belegqualität: Vergleiche zwei Analyseaussagen – eine ohne Textbeleg und eine mit Textbeleg – und erkläre, welche nachvollziehbarer ist.
  6. KI-Transfer: Prüfe eine KI-Antwort zu einem eigenen Textausschnitt. Zeige mindestens eine Stelle, an der Du die Antwort am Originaltext bestätigt, verbessert oder verworfen hast.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du erkennst positiv und negativ wertende Wörter.
  2. Du unterscheidest Wertung und weitgehend sachliche Information.
  3. Du erklärst Wirkung statt nur Wörter aufzuzählen.
  4. Du belegst Deine Analyse mit kurzen Textstellen oder Zeilenangaben.
  5. Du beachtest den Kontext.
  6. Du kannst eine Passage neutraler umformulieren.
  7. Du vergleichst Sachtext, Kommentar und Werbung.
  8. Du dokumentierst KI-Hilfe transparent und prüfst sie selbstständig.




OERs zum Thema

  1. Wikipedia: Konnotation
  2. Wikipedia: Werbesprache
  3. Wikimedia Commons: Positive and negative value, CC0
  4. Wikimedia Commons: Advertising icon, CC BY-SA
  5. Wikimedia Commons: Aussprache Konnotation, CC BY-SA
  6. Wikimedia Commons: Aussprache Werbung, Public Domain


Quellen und Hinweise

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg, Deutsch Sekundarstufe I, Sach- und Gebrauchstexte
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg, Deutsch Sekundarstufe I, Medien
  3. Kultusministerium Baden-Württemberg: G-Niveau und Schulabschluss
  4. Kultusministerium Baden-Württemberg: Haupt- und Realschulabschlussprüfungen
  5. Wikipedia: Konnotation
  6. Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien sind frei oder gemeinfrei nach den Angaben ihrer Dateiseiten. Bei Weiterverwendung gelten die dort genannten Lizenzbedingungen.
  7. Die YouTube-Videos sind ergänzende Lernmedien. Prüfe Verfügbarkeit und Quellenlage vor dem Unterricht erneut. Sofatutor-Material wurde nicht verwendet.


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