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D10 G - Medien funktional präsentieren

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D10 G - Medien funktional präsentieren




D10 G - Medien funktional präsentieren

Mini-Beschreibung: Du erklärst Bilder, Tabellen und Diagramme aktiv, vergleichst Folien und gestaltest Präsentationen so, dass Medien eine klare Funktion haben. Dieser aiMOOC ist für Deutsch, Klasse 10, G-Niveau, Baden-Württemberg gedacht. Kurze, präzise Erklärungen stehen im Mittelpunkt.

Beobachtungsauftrag: Schau zuerst nur auf das Bild. Was erkennst du sofort? Was müsste die präsentierende Person zusätzlich sagen? Genau darum geht es: Die Folie unterstützt den Vortrag – sie ersetzt ihn nicht.


Einleitung

Eine funktionale Präsentation hilft dem Publikum beim Verstehen. Bilder, Tabellen und Diagramme sind dabei keine Dekoration. Sie müssen eine Aufgabe erfüllen: etwas zeigen, vergleichen, ordnen, belegen oder erklären.

Im Bildungsplan Deutsch für Klasse 10 in Baden-Württemberg wird erwartet, dass Lernende Medien beschreiben, reflektieren und eigene Medienprodukte sachgerecht, funktional und kreativ gestalten.[1] Für Präsentationen nennt der Bildungsplan außerdem einen normgerechten und funktionalen Sprachgebrauch.[2]

Dieser Kurs arbeitet nur auf dem G-Niveau: mit anschaulichen Hilfen, Wiederholung, klaren Schritten und Blick auf Prüfungssicherheit.


Einstieg: Welche Folie hilft mehr?

Vergleiche die beiden Folien. Beide informieren über dasselbe Thema.

Folie A – überladen Folie B – funktional
Mediennutzung Jugendlicher
Viele Jugendliche nutzen täglich verschiedene Medien. Smartphones, Videos, Messenger, Spiele, Musik, Lernplattformen und soziale Netzwerke gehören zum Alltag. Die Nutzungsdauer ist sehr unterschiedlich. Außerdem hängt sie von Wochentag, Alter und Zweck ab.

Montag: 120 min
Dienstag: 135 min
Mittwoch: 110 min
Donnerstag: 150 min
Freitag: 180 min

Zusätzlich: fünf Symbole, drei Farben, zwei Schriftarten, Animationen.
Freitag ist der Spitzenwert


Sprechsatz: „Im Beispiel steigt die Nutzungszeit zum Freitag deutlich an.“

Dein Urteil: Folie B lenkt den Blick auf eine Kernaussage. Die Erklärung kommt mündlich dazu. Folie A zwingt das Publikum gleichzeitig zum Lesen, Suchen und Zuhören.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Bilder mit einem klaren Dreischritt erklären: sehen – deuten – Funktion nennen.
  2. Tabellen gezielt lesen und nur wichtige Werte präsentieren.
  3. Diagramme mit Titel, Achsen, Einheit, Auffälligkeit und Aussage erklären.
  4. Folien vereinfachen und Überladung erkennen.
  5. Quellen und Lizenzen sichtbar angeben.
  6. eigene Texte, Bilder, Audio- oder Videobeiträge sparsam und passend einsetzen.
  7. KI als Hilfe nutzen, ohne die eigene Materialarbeit und Prüfung zu ersetzen.


Vorwissen

Du solltest bereits:

  1. kurze Sachtexte verstehen können,
  2. Prozent- und Zahlenangaben aus einfachen Tabellen lesen können,
  3. eine einfache Präsentationssoftware bedienen können,
  4. zwischen eigener Aussage und fremder Quelle unterscheiden können.

Schnelltest: Nenne ohne Hilfe zwei Merkmale einer guten Folie. Wenn Dir nichts einfällt, merke Dir zunächst: eine Kernaussage und gut lesbar.


Input: Medien funktional erklären


Bilder aktiv erklären

Ein Bild allein erklärt noch nichts. Verwende diesen Dreischritt:

  1. Sehen: Beschreibe sachlich, was sichtbar ist.
  2. Deuten: Erkläre, was daran wichtig sein könnte.
  3. Funktion: Sage, warum das Bild an dieser Stelle hilft.

Beispiel: „Zu sehen ist eine Person vor einer projizierten Folie. Die Folie bündelt den Blick auf ein Thema. Das Bild eignet sich als Einstieg, weil es die Situation einer Präsentation sofort sichtbar macht.“

Merksatz: Sage nicht nur „Man sieht hier …“, sondern ergänze immer: „Das ist wichtig, weil …“


Tabellen aktiv erklären

Eine Tabelle ist gut, wenn genaue Werte wichtig sind. Lies nicht jede Zelle vor. Suche zuerst nach:

  1. dem höchsten oder niedrigsten Wert,
  2. deutlichen Unterschieden,
  3. einer Entwicklung,
  4. einem Vergleich, der zur Fragestellung passt.

Fiktive Übungsdaten – Eigenmaterial des aiMOOC:

Wochentag Medienzeit in Minuten
Montag 120
Dienstag 135
Mittwoch 110
Donnerstag 150
Freitag 180

Funktionale Erklärung: „Der niedrigste Wert liegt am Mittwoch bei 110 Minuten. Bis Freitag steigt die Zeit auf 180 Minuten. Für eine Präsentation reicht es, diese Entwicklung hervorzuheben.“


Diagramme aktiv erklären

Ein Diagramm zeigt Beziehungen schneller als eine lange Zahlenliste. Nutze den Fünf-Schritte-Satzbau:

  1. Thema: Worum geht es?
  2. Form: Welche Diagrammart liegt vor?
  3. Orientierung: Was zeigen Achsen, Kategorien und Einheiten?
  4. Auffälligkeit: Was sticht heraus?
  5. Aussage: Was bedeutet das für Deine Fragestellung?

Das Bild zeigt mehrere typische Diagrammformen. Die Form muss zur Aussage passen: Balken vergleichen Kategorien, Linien zeigen häufig Entwicklungen, Kreisdiagramme zeigen Anteile eines Ganzen.

Analyseauftrag: Erkläre dieses Liniendiagramm in drei Sätzen. Nutze nur Informationen, die im Diagramm oder in der angegebenen Quelle überprüfbar sind. Prüfe besonders Titel, Achsen und Datenbezug.

Muster: „Das Liniendiagramm zeigt die zeitliche Entwicklung des Earth Overshoot Day. Die Punkte verschieben sich über die Jahrzehnte insgesamt in Richtung eines früheren Datums. Die Grafik eignet sich für eine Entwicklungsaussage, weil die zeitliche Veränderung sichtbar wird.“ Die Datei steht auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 4.0.[3]


Diagramm oder Tabelle?

Wenn Du … ist oft passend … weil …
genaue Einzelwerte brauchst Tabelle Zahlen direkt ablesbar sind
Kategorien vergleichen willst Balken- oder Säulendiagramm Größenunterschiede schnell sichtbar werden
eine Entwicklung über Zeit zeigen willst Liniendiagramm Veränderungen im Verlauf erkennbar sind
Anteile eines Ganzen zeigen willst Kreisdiagramm Anteile als Teile eines Ganzen erscheinen

Prüffrage: Braucht Deine Aussage wirklich ein Kreisdiagramm? Wenn die Anteile schwer vergleichbar sind, kann ein Balkendiagramm verständlicher sein.


Audio und Video: nur mit Funktion

Audio ist sinnvoll, wenn Klang, Stimme, Aussprache oder Atmosphäre selbst Information tragen.

Mini-Vergleich: Das kurze Audio zeigt eine Aussprache. Genau dafür ist Ton funktional. Würdest Du nur die Bedeutung des Wortes erklären, wäre ein geschriebener Satz meist schneller.

Video ist sinnvoll, wenn Bewegung, Ablauf, Demonstration oder Vergleich wichtig sind. Dieses TEDx-Video zeigt anhand vieler Folienbeispiele, wie Überladung Präsentationen schwächt:

Rechtshinweis: Nutze das Video über den eingebetteten Player. Kopiere oder lade fremde Videoinhalte nicht ohne passende Erlaubnis in eigene Präsentationsdateien.

Arbeitsauftrag zum Video: Notiere drei Gestaltungsentscheidungen, die Du nachvollziehen kannst. Übernimm keine Regel blind. Prüfe sie an zwei eigenen Folien.

Für offene Bildungsmaterialien und Lizenzen eignet sich diese Einführung von OERinfo:

Das OERinfo-Video ist laut Beschreibung unter CC BY 4.0 veröffentlicht.[4]


Folienvergleich: zu viel gegen genau genug

Ausgangsfolie:

Folie C – zu viel Folie D – überarbeitet
Diagramme in Präsentationen
Definition Diagramm
verschiedene Diagrammarten
Achsen beschriften
Quellen nennen
Farben wählen
Legende prüfen
Schriftgröße beachten
Zahlen erklären
Diagramme nicht verzerren
Bildunterschrift ergänzen
Animation sparsam einsetzen
Ein Diagramm braucht eine Aussage


Sprechsatz: „Ich zeige nur den Vergleich, den wir für die Frage brauchen.“

Warum D besser funktioniert: Die Folie trägt eine Botschaft. Die Einzelheiten können nacheinander erklärt oder auf weitere Folien verteilt werden.


Gestaltungsregeln auf G-Niveau

Nutze diese einfache K-L-A-R-Regel:

  1. K – Kernbotschaft: Eine Folie hat eine Hauptaussage.
  2. L – Lesbarkeit: Große Schrift, deutlicher Kontrast, wenig Text.
  3. A – Auswahl: Nur Medien zeigen, die wirklich helfen.
  4. R – Redeanteil: Du erklärst; die Folie unterstützt.

Keine starre Zahl ersetzt Dein Urteil. Entscheidend ist, ob das Publikum sofort erkennt, worauf es achten soll.


Quellen, Rechte und Datenschutz

Bevor Du ein fremdes Medium verwendest, kläre:

  1. Urheber: Wer hat es erstellt?
  2. Quelle: Woher stammt es?
  3. Lizenz: Darfst Du es nutzen und verändern?
  4. Nachweis: Welche Angabe musst Du machen?
  5. Personen: Zeigst Du unnötige personenbezogene Daten?

Bevorzuge gemeinfreie, offene oder eigene Materialien. Bei geschützten Texten verwendest Du nur kurze, funktionale Zitate mit Quelle. Geschützte Ganzschriften werden begleitet, nicht vollständig wiedergegeben.

Die Pixelchen-Grafik ist auf Wikimedia Commons als CC0 gekennzeichnet.[5]


KI-Spirale für Präsentationen

KI kann Dir helfen, aber sie ersetzt keine eigene Text- und Materialarbeit. Arbeite in dieser Reihenfolge:

  1. Aufgabe verstehen: Was sollst Du erklären oder zeigen?
  2. Selbst erschließen: Lies Text, Bild, Tabelle oder Diagramm zuerst selbst.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Formuliere Deine Kernaussage.
  4. KI gezielt befragen: Frage zum Beispiel nach Gegenargumenten, Kürzungsideen oder Verständlichkeitsproblemen.
  5. Unabhängig prüfen: Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik und Quellen.
  6. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur, was Du selbst geprüft hast.
  7. KI-Hilfe transparent machen: Notiere kurz, wofür Du KI verwendet hast.

Gute KI-Frage: „Welche zwei Stellen dieser von mir beschriebenen Folie sind unklar? Begründe nur anhand meiner Angaben.“

Schlechte KI-Abkürzung: „Mach mir die ganze Präsentation.“ Damit übst Du die eigentliche Kompetenz nicht.


Prüfungskontext Baden-Württemberg

Wichtig: Prüfungsjahr und Schulabschluss sind nicht dasselbe. Das G-Niveau orientiert sich an den grundlegenden Anforderungen. An der Gemeinschaftsschule kann der Hauptschulabschluss in Klasse 9 oder 10 erworben werden; der Realschulabschluss liegt in Klasse 10.[6]

Die schriftlichen Haupt-, Werkreal- und Realschulabschlussprüfungen 2026 fanden vom 8. bis 21. Mai 2026 statt; Deutsch wurde am 8. Mai geprüft.[7] Für das laufende Schuljahr 2026/27 ist daher für viele Lernende das Prüfungsjahr 2027 relevant. Welche Prüfung Du tatsächlich ablegst, hängt von Schule, Bildungsgang und angestrebtem Abschluss ab.[8]

Prüfungssicherheit: Nutze diesen Kurs zum Kompetenztraining. Verbindliche Prüfungsformate, Termine, Ganzschriften und Hilfsmittel prüfst Du immer aktuell bei Deiner Schule und beim Kultusministerium.


Training mit Feedback, Hilfen und Lösungen


Aufgabe 1: Bild erklären

Betrachte die folgende Darstellung:

Auftrag: Formuliere drei Sätze nach dem Muster sehen – deuten – Funktion.

Hilfestufe 1: Beginne mit „Die Grafik zeigt …“

Hilfestufe 2: Nutze danach „Auffällig ist …“ und „Für eine Präsentation hilft die Grafik, weil …“

Lösungsvorschlag: „Die Grafik zeigt verschiedene Arten von Daten rund um einen Mittelpunkt. Auffällig ist die Gliederung durch Symbole und kurze Begriffe. Für eine Präsentation hilft die Grafik, weil sie viele Kategorien schnell ordnet.“ Die Datei ist auf Wikimedia Commons mit CC BY 3.0 gekennzeichnet.[9]

Feedback: Wenn Dein dritter Satz erklärt, warum das Bild nützlich ist, hast Du die Funktion genannt.


Aufgabe 2: Tabelle kürzen

Nutze die fiktive Tabelle zur Medienzeit aus diesem Kurs.

Auftrag: Formuliere eine mündliche Erklärung mit höchstens 30 Wörtern.

Hilfestufe 1: Suche nur Minimum, Maximum und Entwicklung.

Hilfestufe 2: Streiche alle Werte, die für Deine Aussage nicht nötig sind.

Lösungsvorschlag: „Mittwoch liegt mit 110 Minuten am niedrigsten. Danach steigt die Medienzeit bis Freitag auf 180 Minuten. Der stärkste Wert liegt damit am Ende der Woche.“

Feedback: Wenn Du nicht jede Zahl vorgelesen hast, sondern eine Entwicklung erklärst, ist Deine Auswahl funktional.


Aufgabe 3: Folie retten

Überladene Folie: Titel, sieben Stichpunkte, zwei Fotos, ein Diagramm, drei Animationen, lange Quellenadresse und ein Absatz mit 80 Wörtern.

Auftrag: Plane eine bessere Version.

Hilfestufe 1: Entscheide zuerst: Was ist die eine Kernbotschaft?

Hilfestufe 2: Teile Inhalte auf mehrere Folien. Verschiebe die vollständige Quellenangabe in eine Quellenfolie oder in kleine, lesbare Quellenhinweise.

Lösungsvorschlag: Eine Folie mit einer klaren Aussage, einem passenden Diagramm und einem kurzen Sprechhinweis. Zusatzinformationen kommen auf Folgefolien.

Feedback: Eine bessere Folie enthält nicht einfach „weniger“, sondern nur das, was die Aussage sichtbar unterstützt.


Aufgabe 4: KI kontrollieren

Eine KI behauptet: „Kreisdiagramme sind immer die beste Form für Prozentangaben.“

Auftrag: Prüfe die Aussage.

Hilfestufe 1: Das Wort „immer“ ist ein Warnsignal.

Hilfestufe 2: Vergleiche zwei nahe Prozentwerte, zum Beispiel 31 % und 34 %, einmal als Kreis und einmal als Balken.

Lösungsvorschlag: Die Aussage ist zu allgemein. Kreisdiagramme können Anteile eines Ganzen zeigen, aber Balkendiagramme machen nahe Werte oft leichter vergleichbar.

Feedback: Du hast die KI sinnvoll genutzt, wenn Du die Aussage nicht nur übernimmst, sondern mit einem eigenen Vergleich prüfst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Aufgabe einer Folie? (Eine Kernaussage sichtbar unterstützen) (!Den gesamten Vortrag enthalten) (!Möglichst viele Effekte zeigen) (!Jede Quelle vollständig vorlesen)




Was solltest Du nach einer Bildbeschreibung ergänzen? (Die Funktion des Bildes für Deine Aussage) (!Eine Vermutung über die Person im Bild) (!Eine möglichst lange Nacherzählung) (!Eine Liste aller Farben)




Wofür eignet sich eine Tabelle besonders? (Für genaue Einzelwerte) (!Für jede zeitliche Entwicklung automatisch) (!Für dekorative Hintergründe) (!Für das Verbergen von Quellen)




Welche Diagrammform zeigt häufig Entwicklungen über die Zeit? (Liniendiagramm) (!Kreisdiagramm) (!Piktogramm) (!Mindmap)




Was gehört zu einer funktionalen Diagrammerklärung? (Eine auffällige Entwicklung benennen) (!Alle Zahlen ohne Auswahl vorlesen) (!Die Quelle weglassen) (!Nur die Farben beschreiben)




Wann ist Audio besonders sinnvoll? (Wenn Klang oder Aussprache selbst Information tragen) (!Wenn ein Satz auch schneller gelesen werden könnte) (!Wenn die Folie sonst leer aussieht) (!Wenn keine Quelle vorhanden ist)




Was bedeutet die K-L-A-R-Regel beim K? (Kernbotschaft) (!Kopieren) (!Kommentar) (!Klickanimation)




Was solltest Du bei fremden Medien prüfen? (Urheber Quelle und Lizenz) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Farbe) (!Nur die Zahl der Aufrufe)




Welche Reihenfolge passt zur KI-Spirale? (Zuerst selbst erschließen dann KI gezielt befragen und prüfen) (!Zuerst KI schreiben lassen dann ungeprüft abgeben) (!Nur Quellen von der KI erfinden lassen) (!Eigene Arbeit durch KI vollständig ersetzen)




Was ist für Prüfungsvorgaben entscheidend? (Aktuelle Angaben von Schule und Kultusministerium) (!Eine alte Präsentation aus dem Internet) (!Ein beliebiger Kommentar) (!Eine unbestätigte KI-Antwort)





Memory

Kernbotschaft Eine Hauptaussage pro Folie
Tabelle Genaue Einzelwerte
Liniendiagramm Entwicklung über Zeit
Kontrast Wichtige Elemente sichtbar hervorheben
Quellenangabe Herkunft eines Mediums belegen
Audiofunktion Klang oder Aussprache hörbar machen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kernbotschaft Eine Folie trägt eine Hauptaussage
Lesbarkeit Schrift und Kontrast sind gut erkennbar
Auswahl Nur passende Medien bleiben sichtbar
Redeanteil Die sprechende Person erklärt die Aussage
Quellenprüfung Urheber Herkunft und Lizenz werden kontrolliert





Kreuzworträtsel

Kontrast Was macht wichtige Elemente auf einer Folie deutlich sichtbar?
Legende Wie heißt die Erklärung von Farben oder Symbolen in einem Diagramm?
Quelle Was nennt die Herkunft einer Information?
Achsen Welche Teile eines Diagramms helfen bei der Orientierung von Werten?
Diagramm Welche Darstellungsform macht Zahlenbeziehungen sichtbar?
Lizenz Was regelt die erlaubte Nutzung eines fremden Mediums?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gute Folie unterstützt eine klare

.
Bei einem Bild nennst Du nach der Beschreibung seine

.
Eine Tabelle eignet sich besonders für genaue

.
Ein Liniendiagramm kann eine zeitliche

sichtbar machen.
Gut lesbare Folien brauchen einen deutlichen

.
Bei fremden Medien prüfst Du immer die

.
Vor einer KI-Anfrage erschließt Du das Material zuerst

.
Prüfungsvorgaben kontrollierst Du bei Schule und

.




Selbstkontrolle

Kreuze für Dich an: sicher – noch üben – Hilfe nötig.

Ich kann … sicher noch üben Hilfe nötig
ein Bild mit sehen – deuten – Funktion erklären
aus einer Tabelle wichtige Werte auswählen
ein Diagramm in fünf Schritten erklären
eine überladene Folie vereinfachen
Quelle und Lizenz nennen
eine KI-Antwort unabhängig prüfen

Auswertung: Bei „noch üben“ bearbeitest Du die passende Trainingsaufgabe erneut. Bei „Hilfe nötig“ verwendest Du zuerst die Hilfestufe 1, dann Hilfestufe 2 und erst danach den Lösungsvorschlag.


Transfer

Situation: Deine Klasse plant eine kurze Präsentation zum Thema „Schulweg“. Du hast ein selbst aufgenommenes Foto einer Bushaltestelle, eine Tabelle mit Fahrzeiten und ein selbst erstelltes Balkendiagramm.

  1. Medien auswählen: Entscheide, welches Medium welche Aussage unterstützt.
  2. Sprechtext planen: Formuliere zu jedem Medium genau einen Sprechsatz.
  3. Quellen sichern: Kennzeichne eigene Medien als eigene Aufnahme oder eigene Darstellung; fremde Daten erhalten eine Quelle.
  4. Datenschutz prüfen: Entferne erkennbare Namen, Kennzeichen oder andere unnötige personenbezogene Daten.
  5. Probe halten: Zeige jede Folie nur so lange, wie sie für Deine Erklärung gebraucht wird.

Transferziel: Du sollst nicht möglichst viele Medien zeigen, sondern jedes Medium begründet einsetzen.


Kompetenzcheck

Kompetenz Das zeige ich durch …
Medien beschreiben sachliche Beobachtung ohne vorschnelle Deutung
Medien erklären eine nachvollziehbare Aussage zur Funktion
Daten auswählen Konzentration auf wichtige Werte und Entwicklungen
Präsentieren klare Folien plus verständlichen Sprechtext
Rechtssicher arbeiten Quelle Lizenz und Datenschutz beachten
KI reflektiert nutzen eigene Vorarbeit unabhängige Prüfung transparente Hilfe

Bestanden für Dich selbst: Wenn Du zu jeder Zeile ein eigenes Beispiel nennen kannst, beherrschst Du die Grundidee dieses Kurses.


Reflexion

Beantworte schriftlich in vier kurzen Sätzen:

  1. Welche Folie aus diesem Kurs war für Dich am schnellsten verständlich?
  2. Welche Information war dort nicht auf der Folie, sondern musste erklärt werden?
  3. Wo würdest Du bei Deiner nächsten Präsentation etwas streichen?
  4. Wie würdest Du KI-Hilfe transparent machen?


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster Schritt passt ein Kurs wie D10 G - Quellen prüfen und belegen. Dort kannst Du vertiefen, wie Du Informationen, Bildquellen, Daten und KI-Aussagen zuverlässig kontrollierst.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Folienvergleich: Fotografiere oder skizziere zwei eigene Beispiel-Folien zum selben Thema: eine überladene und eine funktionale. Markiere drei Unterschiede.
  2. Bild erklären: Wähle ein frei lizenziertes Bild von Wikimedia Commons und sprich eine 30-Sekunden-Erklärung mit sehen – deuten – Funktion ein.
  3. Tabelle kürzen: Erstelle eine kleine Tabelle mit fünf Werten und formuliere eine Erklärung mit höchstens 30 Wörtern.
  4. Quellenkarte: Gestalte eine Karte mit den vier Angaben Urheber, Titel, Quelle und Lizenz.


Standard

  1. Diagramm gestalten: Erstelle aus selbst erfundenen Übungsdaten ein Balkendiagramm und formuliere eine Kernaussage dazu.
  2. Folienrevision: Überarbeite drei eigene alte Folien nach der K-L-A-R-Regel und dokumentiere jede Änderung.
  3. Audiovergleich: Nimm denselben Inhalt einmal als 20-Sekunden-Audio und einmal als kurzen Text auf. Begründe, welche Form für welchen Zweck besser ist.
  4. Videoanalyse: Untersuche zwei Minuten eines Präsentationsvideos: Was zeigt die Folie, was erklärt die Person, und wo ergänzen sich beide?


Schwer

  1. Präsentationsprojekt: Erstelle eine dreiminütige Präsentation mit genau einem Bild, einer Tabelle und einem Diagramm. Jedes Medium muss eine andere Funktion haben.
  2. Quellenprüfung: Vergleiche eine Bildquelle, eine Datenquelle und eine KI-Aussage. Dokumentiere, wie Du Urheber, Aktualität und Belegbarkeit kontrollierst.
  3. KI-Spirale: Entwickle zuerst selbst eine Folie, lasse Dir dann von einer KI zwei Verbesserungsvorschläge geben, prüfe beide unabhängig und dokumentiere, was Du übernimmst oder ablehnst.
  4. Barrierearme Präsentation: Überarbeite eine Präsentation mit Blick auf Lesbarkeit, Kontrast, klare Sprache und verständliche Bildbeschreibungen. Teste sie mit einer anderen Person.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Medienentscheidung begründen: Du hast zu einem Thema ein Foto, eine Tabelle und ein Diagramm. Entscheide, welches Medium Du zuerst zeigst, und begründe die Reihenfolge mit der Aussage Deiner Präsentation.
  2. Darstellungswechsel: Überführe eine kleine Tabelle in ein Diagramm. Erkläre anschließend, welche Information schneller sichtbar wird und welche Genauigkeit verloren gehen kann.
  3. Folienkritik: Eine Folie enthält acht Textzeilen, ein Foto und ein Diagramm. Entwickle zwei alternative Folien und begründe Deine Aufteilung.
  4. Quellenkonflikt: Eine KI nennt eine Zahl, aber die verlinkte Quelle enthält sie nicht. Beschreibe Dein weiteres Vorgehen, ohne die Zahl einfach zu übernehmen.
  5. Transfer auf Alltag: Plane für einen Verein, eine Ausbildung oder ein Schulprojekt eine Informationsfolie. Begründe Zielgruppe, Medium und Kernaussage.
  6. Rechte und Verantwortung: Ein Klassenfoto wäre passend, zeigt aber mehrere erkennbare Personen. Entwickle zwei datensparsame Alternativen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. eine klare Kernaussage pro Folie,
  2. eine passende Auswahl von Bild, Tabelle oder Diagramm,
  3. eine kurze mündliche Erklärung zur Funktion des Mediums,
  4. nachvollziehbare Quellen- und Lizenzangaben,
  5. ein begründeter Umgang mit Datenschutz,
  6. eine sichtbare Überarbeitung von mindestens einer überladenen Folie,
  7. eine kurze Dokumentation der KI-Nutzung, falls KI verwendet wurde,
  8. eine unabhängige Prüfung von Fakten, Logik und Quellen.




OERs zum Thema

Weitere offene Medien im Kurs: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien besitzen jeweils eigene Lizenzangaben auf ihrer Dateiseite. Prüfe diese Angaben bei einer Weiterverwendung erneut.


Quellen und weiterführende Hinweise

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch Klasse 10: Medien
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg – Funktion von Äußerungen
  3. Kultusministerium Baden-Württemberg – Gemeinschaftsschule: Abschlüsse
  4. Kultusministerium Baden-Württemberg – Abschlussprüfungen
  5. Wikimedia Commons – freie und offen lizenzierte Medien
  6. TEDx Talks – How to avoid death By PowerPoint
  7. OERinfo – Einführung in Creative-Commons-Lizenzen


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