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D10 G - Formelle und informelle Kommunikation unterscheiden

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D10 G - Formelle und informelle Kommunikation unterscheiden




D10 G - Formelle und informelle Kommunikation unterscheiden

Kurzbeschreibung: Passe Deine Sprache an private, schulische, berufliche und öffentliche Situationen an. Du arbeitest mit Chat, E-Mail, Gespräch und Präsentation. Ziel ist, formelle und informelle Kommunikation sicher zu unterscheiden und selbst passend zu gestalten.

Zielgruppe: Deutsch, Klasse 10, Baden-Württemberg, G-Niveau.


Einleitung

Du sprichst nicht überall gleich. Mit einer Freundin schreibst Du anders als an eine Praktikumsstelle. In einem Unterrichtsgespräch passt ein anderer Ton als im privaten Chat. Gute Kommunikation ist deshalb situations- und adressatengerecht.

Formell bedeutet meist: rollenbezogen, höflich, klar und eher standardsprachlich. Informell bedeutet meist: persönlicher, lockerer und spontaner. Dazwischen gibt es Übergänge. Ein berufliches Team kann sich zum Beispiel duzen und trotzdem professionell kommunizieren.

Der Bildungsplan Deutsch für Klasse 10 in Baden-Württemberg verlangt auf G-Niveau unter anderem, öffentliche und private Kommunikationssituationen zu unterscheiden, formelle Sprache zu erkennen sowie Wortwahl, Tonfall und Umgangsformen angemessen zu verwenden.


Einstieg: Gleiche Information, anderer Ton

Vergleiche diese beiden selbst erstellten Nachrichten:

A: „Bin ca. 10 Min später, sorry!“

B: „Guten Morgen Frau Keller, ich werde mich voraussichtlich um etwa zehn Minuten verspäten. Entschuldigen Sie bitte die Verzögerung.“

Beide Nachrichten informieren über eine Verspätung. Trotzdem passen sie nicht zu denselben Situationen.

Dein Auftrag: Entscheide, welche Nachricht eher in einen privaten Chat und welche eher in einen schulischen oder beruflichen Kontext passt. Begründe mit zwei Sprachmerkmalen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. formelle und informelle Kommunikation an Merkmalen unterscheiden.
  2. Sprache an private, schulische, berufliche und öffentliche Situationen anpassen.
  3. Chat, E-Mail, Gespräch und Präsentation passend einsetzen.
  4. Wortwahl, Anrede, Tonfall, Satzbau und Körpersprache untersuchen.
  5. kurze eigene Nachrichten, E-Mails, Audioaufnahmen und Präsentationen gestalten.
  6. Rückmeldungen nach einfachen Kriterien geben und nutzen.
  7. KI gezielt nutzen, Ergebnisse aber selbst prüfen und verbessern.


Vorwissen aktivieren

Ordne aus Deinem Alltag je ein Beispiel zu: privater Chat, schulische Nachricht, berufliche Anfrage, öffentliche Mitteilung. Nutze nur erfundene Namen und keine echten Telefonnummern, Adressen oder privaten Kontaktdaten.

Selbstcheck: Kannst Du bei jedem Beispiel sagen: Wer spricht mit wem? Was ist das Ziel? Welcher Kanal wird genutzt? Welcher Ton passt?


Input: Formell oder informell?


Der 4-Fragen-Check

Prüfe vor dem Sprechen oder Schreiben:

  1. Wer? Welche Beziehung haben die Beteiligten?
  2. Wozu? Was soll erreicht werden?
  3. Wo? Privat, Schule, Beruf oder Öffentlichkeit?
  4. Wie? Welcher Kanal und welcher Ton passen?

Je größer die offizielle Rolle, die Öffentlichkeit oder die Distanz, desto eher ist eine formellere Sprache passend. Nähe und private Vertrautheit erlauben meist informellere Formen.


Typische Merkmale

Merkmal Eher formell Eher informell
Anrede Guten Tag Frau Yilmaz / Sehr geehrter Herr Bauer Hi Sam / Hallo Mia
Wortwahl sachlich, höflich, präzise locker, persönlich, umgangssprachlich
Sätze eher vollständig und klar gegliedert oft kürzer, manchmal unvollständig
Abkürzungen und Emojis sparsam und nur passend zum Kontext häufiger möglich
Ton respektvoll, rollenbezogen, kontrolliert vertraut, spontan, persönlich
Öffentlichkeit Wirkung auf unbekannte Mitlesende mitdenken meist kleiner, vertrauter Kreis

Wichtig: „Du“ ist nicht automatisch unprofessionell und „Sie“ nicht automatisch gut. Entscheidend sind Situation, Beziehung, Ziel und gemeinsame Regeln.


Chat

Chats sind schnell. Deshalb werden Sätze oft verkürzt. In schulischen oder beruflichen Chats bleiben Klarheit und Höflichkeit trotzdem wichtig.

Privat: „Bin später da. Startet schon mal 😊“

Schulisch: „Guten Abend Frau Keller, ich kann die Datei gerade nicht öffnen. Könnten Sie sie bitte noch einmal hochladen? Vielen Dank.“

Beruflich: „Guten Morgen Herr Özdemir, mein Bus verspätet sich. Ich bin voraussichtlich um 8:10 Uhr da. Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.“

Medienauftrag: Vergleiche die drei Texte. Markiere Anrede, Satzlänge, Höflichkeit und Abkürzungen. Formuliere anschließend dieselbe Information für zwei verschiedene Situationen neu.


E-Mail

Eine formelle E-Mail braucht vor allem einen klaren Aufbau:

  1. aussagekräftiger Betreff
  2. passende Anrede
  3. Anlass oder Anliegen
  4. nötige Informationen
  5. höfliche Bitte oder nächster Schritt
  6. Grußformel und Name

Beispiel, selbst erstellt:

Betreff: Frage zum Praktikumstermin

Guten Tag Frau Nguyen,

ich möchte nachfragen, ob unser vereinbarter Termin am Donnerstag um 14 Uhr bestehen bleibt. Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen Alex M.

Prüfe: Ist das Anliegen sofort erkennbar? Sind Anrede, Ton und Schluss passend? Enthält die E-Mail nur nötige Informationen?


Gespräch

Im Gespräch wirken nicht nur Wörter. Auch Körpersprache, Stimme, Lautstärke, Blickkontakt und Gesprächsregeln beeinflussen die Wirkung.

In einem formellen Gespräch, zum Beispiel bei einem Praktikum, helfen:

  1. passende Begrüßung
  2. verständliche vollständige Aussagen
  3. höfliche Rückfragen
  4. ausreden lassen
  5. sachlicher Ton

Bei Freunden darf das Gespräch lockerer sein. Respekt bleibt trotzdem wichtig.

Videoauftrag: Notiere drei Beobachtungen zur Körpersprache. Prüfe danach in einem kurzen Rollenspiel, welche Haltung und Gestik in einem schulischen oder beruflichen Gespräch hilfreich wirken.


Präsentation und Öffentlichkeit

Bei einer Präsentation sprichst Du für mehrere Menschen. Deshalb sind Zielgruppe, Verständlichkeit und Wirkung besonders wichtig.

Nutze eine klare Begrüßung, gut verständliche Standardsprache, passende Fachwörter, erkennbare Gliederung und einen ruhigen Ton. Private Insiderwitze oder unnötige Umgangssprache können das Publikum ausschließen.

Videoauftrag: Erkläre in zwei Sätzen, warum Alter, Vorwissen und Interessen des Publikums Deine Wortwahl beeinflussen.

Audioauftrag: Nimm denselben 20-sekündigen Einstieg zweimal auf: einmal für Freunde, einmal für eine schulische Präsentation. Verwende nur erfundene Inhalte ohne personenbezogene Daten. Vergleiche Tempo, Wortwahl, Lautstärke und Ton.

Visualisierungsauftrag: Zeichne vor Deiner nächsten Präsentation vier Kästen: Publikum – Ziel – Situation – Medium. Fülle sie aus, bevor Du formulierst.


Private, schulische, berufliche und öffentliche Situationen

Situation Ziel Passender Stil Beispiel
privat Beziehung und schneller Austausch meist informell Chat mit Freunden
schulisch lernen, organisieren, erklären je nach Rolle neutral bis formell Nachricht an Lehrkraft
beruflich verlässlich informieren und handeln meist neutral bis formell E-Mail an Praktikumsbetrieb
öffentlich viele oder unbekannte Menschen erreichen klar, respektvoll, adressatenbezogen Präsentation oder öffentlicher Beitrag

Merksatz: Nicht „formell ist immer besser“, sondern passend ist besser.


Medien und Recht

Nutze für eigene Produkte bevorzugt gemeinfreie, offene oder selbst erstellte Materialien. Prüfe bei Bildern, Audios und Videos Lizenz, Urheberangabe und erlaubte Nutzung. Verwende bei geschützten Texten nur kurze funktionale Ausschnitte, wenn sie für die Aufgabe nötig und rechtlich zulässig sind; vollständige geschützte Ganzschriften werden hier nicht wiedergegeben.

Teile keine unnötigen personenbezogenen Daten. Arbeite in Übungen mit fiktiven Namen und erfundenen Kontaktdaten.


KI-Spirale

Wenn Du KI verwendest, arbeite in dieser Reihenfolge:

Aufgabe verstehen → Material selbst erschließen → eigenen Ansatz entwickeln → KI gezielt befragen → Texttreue, Fakten, Logik und Quellen unabhängig prüfen → eigene Lösung verbessern → KI-Hilfe transparent machen.

KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Speichere zum Beispiel in einer kurzen Notiz, welche KI-Hilfe Du genutzt und was Du danach selbst geprüft oder geändert hast.


Praxisstationen mit Hilfe, Feedback und Lösung


Station 1: Chat umschreiben

Aufgabe: Formuliere „Schick mir das jetzt!“ für eine Nachricht an eine Lehrkraft angemessen um.

Hilfestufe 1: Ergänze Anrede, Bitte und Dank.

Hilfestufe 2: Satzstarter: „Guten Tag …, könnten Sie mir … bitte …? Vielen Dank.“

Musterlösung: „Guten Tag Frau Weber, könnten Sie mir die Datei bitte noch einmal schicken? Vielen Dank.“

Feedback: Prüfe 1. Anrede, 2. Höflichkeit, 3. klares Anliegen, 4. passende Kürze.


Station 2: E-Mail prüfen

Aufgabe: Verbessere: „hey wann is praktikum? lg“.

Hilfestufe 1: Denke an Betreff, Anrede, Anliegen, Gruß.

Hilfestufe 2: Nutze vollständige Sätze.

Musterlösung: „Betreff: Frage zum Praktikumsbeginn. Guten Tag Herr Bauer, könnten Sie mir bitte mitteilen, um wie viel Uhr mein Praktikum am Montag beginnt? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen, Kim S.“

Feedback: Eine gute Lösung ist klar, höflich, korrekt und enthält nur nötige Angaben.


Station 3: Gespräch spielen

Aufgabe: Spiele mit einer Partnerperson zuerst ein informelles Treffen, danach ein kurzes Gespräch bei einer Praktikumsstelle. Das Anliegen bleibt gleich: Du möchtest einen Termin verschieben.

Hilfestufe 1: Verändere Begrüßung, Wortwahl und Ton.

Hilfestufe 2: Nutze im formelleren Gespräch einen klaren Grund, eine höfliche Bitte und einen Alternativvorschlag.

Lösungsidee: Im privaten Gespräch kann „Können wir morgen statt heute?“ reichen. Im beruflichen Gespräch sollte die Bitte begründet, höflich formuliert und mit einem konkreten neuen Termin verbunden werden.

Feedback: Die Partnerperson nennt zuerst eine Stärke und dann einen konkreten Verbesserungsvorschlag.


Station 4: Präsentation starten

Aufgabe: Formuliere einen 30-sekündigen Einstieg zum Thema „Handynutzung in der Schule“ für Deine Klasse.

Hilfestufe 1: Begrüßung – Thema – Ziel.

Hilfestufe 2: Satzstarter: „Guten Morgen. Heute zeige ich euch … Am Ende könnt ihr …“

Musterlösung: „Guten Morgen. Heute geht es um die Frage, wann Handys in der Schule hilfreich sein können und wann sie stören. Ich zeige euch dazu zwei typische Situationen und eine einfache Regel für den Unterricht.“

Feedback: Prüfe Verständlichkeit, Struktur, Wortwahl, Stimme und Blickkontakt.


Selbstkontrolle

Gib Dir pro Aussage 0 Punkte für „noch nicht“, 1 Punkt für „teilweise“ und 2 Punkte für „sicher“.

Ich kann … 0 1 2
formelle und informelle Merkmale erkennen
Sprache an eine Zielgruppe anpassen
eine formelle E-Mail klar aufbauen
in Gesprächen Tonfall und Körpersprache beachten
eine Präsentation adressatengerecht beginnen
KI-Hilfe prüfen und transparent machen

Auswertung: 10–12 Punkte: Transferaufgaben bearbeiten. 6–9 Punkte: eine Praxisstation wiederholen. 0–5 Punkte: den 4-Fragen-Check und die Beispiele erneut durcharbeiten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Formulierung passt am ehesten zu einer formellen E-Mail an einen Praktikumsbetrieb? (Guten Tag Frau Keller, ich möchte mich nach dem Termin erkundigen.) (!Hey, wann gehts los?) (!Yo, Termin?) (!Schick mal die Uhrzeit.)




Was ist beim Wechsel von privater zu schulischer Kommunikation besonders wichtig? (Adressat, Situation und Ziel beachten) (!Immer nur längere Sätze schreiben) (!Jede Nachricht mit einem Emoji beenden) (!Immer dieselbe Anrede verwenden)




Welcher Bestandteil hilft bei einer formellen E-Mail, das Thema sofort zu erkennen? (Der Betreff) (!Das Profilbild) (!Ein Sticker) (!Eine Sprachnachricht)




Welche Aussage zu formeller und informeller Kommunikation stimmt? (Die passende Sprachform hängt von Situation und Beziehung ab.) (!Formelle Sprache ist immer besser.) (!Informelle Sprache ist immer falsch.) (!Das Medium spielt nie eine Rolle.)




Welche Formulierung ist eine höfliche Bitte? (Könnten Sie mir die Datei bitte noch einmal senden?) (!Schick die Datei sofort.) (!Datei her.) (!Du musst mir das schicken.)




Was gehört zur nonverbalen Kommunikation? (Gestik und Mimik) (!Betreff und Grußformel) (!Rechtschreibung und Zeichensetzung) (!Dateiname und Anhang)




Was ist bei einer öffentlichen Präsentation besonders wichtig? (Die Zielgruppe und ihre Vorkenntnisse berücksichtigen) (!Nur private Insiderwitze verwenden) (!So leise wie möglich sprechen) (!Auf Gliederung verzichten)




Welche Chatnachricht passt eher zu einer Lehrkraft? (Guten Abend Frau Yilmaz, könnten Sie die Aufgabe bitte noch einmal erklären?) (!Ey, was soll man da machen?) (!Check die Aufgabe nicht lol) (!Hä was jetzt?)




Was sollte vor der Nutzung eines Bildes in einem eigenen Medienprodukt geprüft werden? (Die Lizenz und die nötige Urheberangabe) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Farbe) (!Nur die Anzahl der Likes)




Wie sollte KI in diesem Kurs genutzt werden? (Erst selbst arbeiten, KI gezielt nutzen und Ergebnisse unabhängig prüfen) (!Die ganze Aufgabe ungeprüft an KI abgeben) (!Quellen nie kontrollieren) (!Eigene Überarbeitung weglassen)





Memory

Formelle Kommunikation sachlich, höflich und rollenbezogen
Informelle Kommunikation locker, persönlich und vertraut
Betreff Thema einer E-Mail in Kurzform
Adressat Person oder Gruppe, an die sich eine Nachricht richtet
Tonfall hörbare Wirkung von Stimme und Sprechweise
Körpersprache Mimik, Gestik und Haltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Privater Chat Bin zehn Minuten später, sorry!
Schulische E-Mail Guten Tag Frau Weber, könnten Sie mir bitte die Aufgabe senden?
Berufliches Gespräch Guten Morgen, ich möchte den vereinbarten Termin kurz bestätigen.
Öffentliche Präsentation Guten Morgen zusammen, heute stelle ich euch die wichtigsten Ergebnisse vor.
Informelle Nachricht Hi, hast du später Zeit?




...


Kreuzworträtsel

Betreff Wie heißt die kurze Themenzeile einer E-Mail?
Anrede Wie heißt die direkte Begrüßung am Anfang einer Nachricht?
Tonfall Wie heißt die hörbare Art, in der etwas gesagt wird?
Adressat Wie heißt die Person oder Gruppe, an die sich eine Nachricht richtet?
Gestik Wie heißen kommunikative Bewegungen mit Händen und Armen?
Situation Welcher Kontext entscheidet mit darüber, welche Sprache passt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Formelle Kommunikation ist meist stärker an Rollen und Regeln

.
In einem privaten Chat ist die Sprache häufig eher

.
Eine formelle E-Mail braucht einen klaren

.
Die passende Sprache richtet sich nach dem

.
Im Gespräch beeinflusst auch der

die Wirkung.
Bei einer Präsentation muss die

berücksichtigt werden.
Vor der Nutzung fremder Bilder soll die

geprüft werden.
KI-Ergebnisse müssen unabhängig

werden.




Transfer

Übertrage eine einzige Information in vier Varianten: privater Chat, schulische E-Mail, berufliches Gespräch und öffentliche Präsentation. Markiere anschließend, was Du verändert hast: Anrede, Wortwahl, Satzbau, Ton und Umfang.

Beispielinformation: „Der Termin verschiebt sich um 30 Minuten.“

Begründe jede Variante mit dem 4-Fragen-Check.


Kompetenzcheck

Bearbeite ohne Vorlage:

  1. Formuliere eine kurze private Chatnachricht und eine formelle E-Mail mit demselben Inhalt.
  2. Nenne drei sprachliche Unterschiede und erkläre ihre Wirkung.
  3. Sprich eine 20-sekündige formelle Version ein und prüfe Stimme, Tempo und Verständlichkeit.
  4. Gestalte eine kleine Folie oder ein Plakat mit der Regel „Passend ist besser“ und zwei Beispielen.
  5. Erkläre, welche KI-Hilfe Du genutzt hast und welche Stellen Du selbst überprüft hast.

Bestanden für Dich selbst: Du kannst Deine Entscheidungen begründen und mindestens eine eigene Formulierung nach Feedback sichtbar verbessern.


Reflexion

  1. In welcher Situation fällt Dir formelle Sprache leicht?
  2. Wann klingst Du schnell zu locker oder zu steif?
  3. Welches Merkmal hilft Dir am meisten: Anrede, Wortwahl, Tonfall oder Satzbau?
  4. Was hast Du nach Feedback konkret verbessert?
  5. Welche KI-Unterstützung war nützlich, und was musstest Du selbst kontrollieren?


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster Schritt passt D10 G - Gespräche situationsgerecht führen und Feedback geben. Dort kannst Du Gesprächsregeln, Rückfragen, aktives Zuhören und konstruktive Rückmeldungen weiter trainieren.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Chat-Vergleich: Schreibe dieselbe Terminänderung einmal für eine Freundin und einmal für eine Lehrkraft.
  2. E-Mail-Bausteine: Gestalte eine Karte mit Betreff, Anrede, Anliegen, Bitte und Gruß.
  3. Tonfall-Aufnahme: Sprich denselben Satz freundlich, genervt und sachlich ein und beschreibe die Wirkung.
  4. Bildanalyse Kommunikation: Wähle eines der freien Bilder im aiMOOC und notiere drei sichtbare Hinweise auf Kommunikation.


Standard

  1. Rollenspiel Praktikum: Spiele ein Gespräch zur Terminverschiebung und überarbeite Deine Formulierungen nach Feedback.
  2. Präsentationseinstieg: Erstelle einen 30-sekündigen Einstieg für eine schulische Präsentation und nimm ihn als Audio oder Video auf.
  3. Sprachregister vergleichen: Sammle vier selbst erfundene Nachrichten zu derselben Information und ordne sie privat, schulisch, beruflich und öffentlich.
  4. Medienprodukt Kommunikation: Gestalte ein Plakat oder eine digitale Folie mit dem 4-Fragen-Check und nutze nur eigene oder offen lizenzierte Medien.


Schwer

  1. Kommunikationsfall untersuchen: Entwickle einen Fall, in dem eine zu informelle Nachricht zu einem Missverständnis führt, und verbessere ihn.
  2. Interview Sprachwahl: Befrage zwei Personen mit vorher vereinbarten, unpersönlichen Fragen dazu, wann sie im Alltag formell oder informell sprechen. Dokumentiere keine unnötigen personenbezogenen Daten.
  3. Multimodaler Vergleich: Stelle denselben Inhalt als Chat, E-Mail, Audio und Präsentationsfolie dar und begründe die Unterschiede.
  4. KI-Überarbeitung transparent: Schreibe zuerst selbst eine formelle E-Mail, lass Dir danach von einer KI zwei Verbesserungsvorschläge geben, prüfe sie unabhängig und dokumentiere, was Du übernommen oder verworfen hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Situationswechsel: Eine Nachricht an einen Freund soll an einen Praktikumsbetrieb gehen. Erkläre zuerst fünf nötige Änderungen und formuliere dann die neue Version.
  2. Wirkung von Sprache: Vergleiche zwei selbst gewählte Formulierungen mit gleichem Inhalt und erkläre, wie Wortwahl und Ton die Beziehung beeinflussen.
  3. Kanalentscheidung: Entscheide für drei Situationen, ob Chat, E-Mail, Gespräch oder Präsentation am besten passt, und begründe jeweils.
  4. Fehleranalyse: Überarbeite eine zu lockere schulische Nachricht. Markiere jede Änderung und nenne den Grund.
  5. Öffentlichkeit und Verantwortung: Erkläre, warum eine öffentliche Äußerung anders geplant werden muss als ein privater Chat.
  6. KI-Transfer: Prüfe einen KI-Vorschlag für eine formelle Nachricht auf Situation, Adressat, Fakten, Logik und Datenschutz und verbessere ihn selbst.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. formelle und informelle Merkmale sicher unterscheiden kannst.
  2. private, schulische, berufliche und öffentliche Situationen erkennst.
  3. Chat, E-Mail, Gespräch und Präsentation adressatengerecht gestaltest.
  4. Wortwahl, Anrede, Tonfall und Körpersprache begründet auswählst.
  5. Feedback nutzt und eine eigene Lösung sichtbar überarbeitest.
  6. Quellen und Medienlizenzen beachtest.
  7. KI-Hilfe transparent machst und Ergebnisse unabhängig prüfst.


Prüfungssicherheit und Baden-Württemberg

Stand: 23.09.2026. Dieser Kurs orientiert sich am Bildungsplan Deutsch Sekundarstufe I, Klasse 10, G-Niveau. Das G-Niveau ist das grundlegende Niveau und auf den Hauptschulabschluss ausgerichtet. Prüfungsjahr und angestrebter Schulabschluss sind trotzdem getrennt zu betrachten. Termine, Aufgabenformate und zugelassene Hilfsmittel können sich je nach Prüfungsjahr ändern.

Prüfe deshalb vor einer konkreten Abschlussprüfung immer die aktuell verbindlichen Vorgaben Deiner Schule und des Kultusministeriums Baden-Württemberg.


OERs zum Thema


Quellen und freie Medien

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg: Deutsch Klasse 10 – Funktion von Äußerungen
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg: Sprechen und Zuhören
  3. Kultusministerium Baden-Württemberg: FAQ Bildungsreform
  4. – Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  5. – Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  6. – Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
  7. – Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  8. – Wikimedia Commons, CC0 1.0.
  9. Jugend präsentiert: Körpersprache in Präsentationen – Materialseite mit Lizenzangabe 4.0 International.
  10. Jugend präsentiert: Adressat*innenorientierung in einer Präsentation – Materialseite mit Lizenzangabe 4.0 International.
  11. Jugend präsentiert: Die Stimme für Präsentationen trainieren – Materialseite mit Lizenzangabe 4.0 International.
  12. Jugend präsentiert: Die Rhetorische Situationsanalyse – Materialseite mit Lizenzangabe 4.0 International.


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