D10 E - Berufliche Kommunikation professionell gestalten

D10 E - Berufliche Kommunikation professionell gestalten
D10 E - Berufliche Kommunikation professionell gestalten
Mini-Beschreibung: Gestalte formelle E-Mails, Anschreiben, Gesprächsbeiträge und digitale Profile präzise und adressatenorientiert. Reflektiere dabei Datenschutz, professionelle Selbstdarstellung, Medienwirkung und den sinnvollen Einsatz von KI.
Zielgruppe: Deutsch, Klasse 10, Baden-Württemberg, E-Niveau.
Niveau-Fokus: Du analysierst komplexere Kommunikationssituationen, erkennst Mehrdeutigkeit und Kontext, begründest sprachliche Entscheidungen und überträgst Kriterien auf neue berufliche Situationen.
Stand: September 2026. Dieser Kurs ersetzt keine schul- oder prüfungsrechtliche Vorgabe. Prüfungsjahr, Schulart und angestrebten Schulabschluss musst Du getrennt betrachten. Verbindliche aktuelle Vorgaben prüfst Du bei Deiner Schule und beim Kultusministerium Baden-Württemberg.

Einleitung
Berufliche Kommunikation wirkt dann professionell, wenn Zweck, Adressat, Medium, Ton und Inhalt zusammenpassen. Eine E-Mail an einen Ausbildungsbetrieb klingt anders als ein Chat mit Freunden. Ein Anschreiben muss Aussagen über Stärken belegen. Ein Gesprächsbeitrag soll klar anschließen. Ein digitales Profil zeigt nur Informationen, die für den beruflichen Zweck sinnvoll sind.
Der Bildungsplan Baden-Württemberg verknüpft digitale Kommunikation unter anderem mit angemessenem Verhalten im Netz, dem Umgang mit privaten und öffentlichen Daten sowie der Nutzung von E-Mail und Anhängen. Im Deutschunterricht der Klassen 9/10 spielen außerdem Analyse, Gestaltung und Reflexion von Medien und Kommunikationssituationen eine wichtige Rolle.
Einstieg: Zwei Nachrichten, zwei Wirkungen
Situation: Die fiktive Schülerin Lara möchte nach einem Praktikumsplatz fragen.
| Nachricht A | Nachricht B |
|---|---|
| Betreff: Praktikum Hallo, ich wollte mal fragen, ob ihr noch was frei habt. Wäre cool. Meldet euch. LG Lara |
Betreff: Anfrage zum Schülerpraktikum im Bereich Mediengestaltung Sehr geehrte Frau Beispiel, auf Ihrer Website habe ich gelesen, dass Ihr Betrieb Schülerpraktika anbietet. Ich interessiere mich besonders für Mediengestaltung und möchte gern erfahren, ob im genannten Zeitraum ein Praktikumsplatz verfügbar ist. Mit freundlichen Grüßen Lara Beispiel |
Einstiegsauftrag: Vergleiche beide Nachrichten nach Betreff, Anrede, Präzision, Ton, Informationsgehalt und gewünschter Reaktion. Formuliere danach eine verbesserte dritte Version mit eigenen Worten.
Kurzfeedback: Nachricht B macht Zweck und Adressat klarer. Professionell bedeutet aber nicht automatisch „möglichst förmlich“: Entscheidend sind Situation, Unternehmenskultur und Kommunikationsbeziehung.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du formelle E-Mails und Anschreiben adressaten- und situationsgerecht planen, sprachliche Entscheidungen begründen, Gesprächsbeiträge strukturiert formulieren, digitale Profile kritisch prüfen, personenbezogene Daten datensparsam behandeln, Medienbeispiele vergleichen, KI-Ergebnisse unabhängig kontrollieren und Deine eigene Kommunikation anhand transparenter Kriterien verbessern.
Vorwissen
Du solltest Grundkenntnisse zu E-Mail, Bewerbung, Argumentation, Adressatenbezug, Medienkompetenz und Datenschutz mitbringen. Wiederhole bei Bedarf Anredeformen, Höflichkeitsformen, Satzbau, Zeichensetzung und die Unterscheidung von Behauptung, Begründung und Beispiel.
Kommunikationskompass
| Frage | Worauf Du achtest |
|---|---|
| Zweck | Was soll nach meiner Nachricht oder meinem Beitrag geschehen? |
| Adressat | Was weiß die andere Person bereits? Welche Rolle und Beziehung bestehen? |
| Medium | Passt E-Mail, Gespräch, Video, Profil oder Formular zum Zweck? |
| Ton | Wie formell, direkt, höflich oder zurückhaltend sollte ich formulieren? |
| Beleg | Welche konkrete Erfahrung, Quelle oder Beobachtung stützt meine Aussage? |
| Datenschutz | Welche Daten sind wirklich nötig und wer kann sie sehen? |
Merksatz: Professionelle Kommunikation ist nicht möglichst kompliziert, sondern klar, passend, überprüfbar und respektvoll.
Formelle E-Mails
Eine professionelle E-Mail besitzt meist einen eindeutigen Betreff, eine passende Anrede, einen frühen Hinweis auf das Anliegen, einen übersichtlichen Hauptteil, eine klare Handlungsaufforderung und eine passende Grußformel. Anhänge werden angekündigt und sinnvoll benannt.

E-Niveau-Frage: Welche Wirkung verändert sich, wenn dieselbe Bitte als Befehl, Frage, Konjunktivform oder indirekte Formulierung erscheint? Untersuche mindestens drei Varianten und begründe, welche in der jeweiligen Situation angemessen ist.
Medienauftrag zum Video: Notiere drei Kriterien für professionelle E-Mails. Prüfe anschließend an einem eigenen Beispiel, ob die Kriterien wirklich für Deine Situation gelten. Übernimm keine Formulierungen ungeprüft.
Anschreiben: Behaupten reicht nicht
Ein Anschreiben verbindet Anforderungen einer Stelle mit eigenen Erfahrungen. Statt „Ich bin sehr zuverlässig“ ist eine belegte Aussage stärker: Beschreibe knapp eine Situation, in der Deine Zuverlässigkeit sichtbar wurde. Passe Auswahl und Reihenfolge Deiner Argumente an die konkrete Stelle an.
| Baustein | Leitfrage |
|---|---|
| Bezug | Auf welche Stelle oder Gelegenheit reagierst Du? |
| Motivation | Warum passt genau diese Tätigkeit zu Deinen Interessen? |
| Kompetenz | Welche Fähigkeit ist für die Stelle relevant? |
| Beleg | Welche konkrete Erfahrung zeigt diese Fähigkeit? |
| Abschluss | Welche nächste Handlung wünschst Du? |
Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, ein Anschreiben auf die Stelle zuzuschneiden und eigene Kompetenzen und Erfahrungen mit den Anforderungen zu verbinden. Nutze Muster nur als Orientierung und formuliere selbst.
Gesprächsbeiträge professionell gestalten
Professionelle Gesprächsbeiträge knüpfen an das Vorherige an. Eine nützliche Struktur ist: Aussage → Begründung oder Beleg → Anschluss. Der Anschluss kann eine Rückfrage, ein Vorschlag oder eine Zusammenfassung sein.

Beispiel: „Ich würde den Termin am Donnerstag bevorzugen, weil unser Team dann vollständig ist. Passt 14 Uhr für Sie?“
Analyseauftrag: Vergleiche eine direkte Ablehnung, eine begründete Ablehnung und eine begründete Alternative. Untersuche, wie sich Sachlichkeit, Beziehung und Lösungsorientierung verändern.

Audioauftrag: Höre den Beitrag zum Vorstellungsgespräch. Formuliere anschließend selbst eine 45- bis 60-sekündige Audioantwort auf die Frage „Warum interessiert Dich diese Tätigkeit?“. Verwende keine echten Namen, Telefonnummern oder vertraulichen Daten.
Digitale Profile und professionelle Selbstdarstellung
Ein digitales berufliches Profil soll wahr, zweckbezogen, konsistent und datensparsam sein. Zeige Kompetenzen möglichst mit nachvollziehbaren Beispielen. Prüfe öffentlich sichtbare Inhalte und Privatsphäre-Einstellungen. In einem öffentlichen Profil gehören keine unnötigen privaten Kontakt-, Gesundheits-, Familien- oder Standortdaten.

E-Niveau-Analyse: Ein Profil kann gleichzeitig professionell und persönlich wirken. Untersuche, wo sinnvolle Individualität endet und unnötige Preisgabe beginnt. Begründe Deine Grenze abhängig vom Zweck des Profils.
Datenschutz in beruflicher Kommunikation
Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine Person beziehen. Dazu können Name, E-Mail-Adresse, Foto, Standort, Kontaktdaten oder Profilinformationen gehören. Teile Daten nur, wenn sie für den Zweck erforderlich sind oder eine passende Grundlage besteht.

Bei Rundmails können sichtbare Empfängerlisten unnötig E-Mail-Adressen offenlegen. Prüfe deshalb, ob BCC oder ein anderes Verfahren besser passt. Sende sensible Unterlagen nur an die vorgesehene Stelle. Kontrolliere außerdem Anhänge, Dateinamen, Dokumenteigenschaften und Freigabeeinstellungen.
Wichtig: Datenschutz ist kontextabhängig. Dieser Kurs sensibilisiert, ersetzt aber keine Rechtsberatung oder schulische beziehungsweise betriebliche Datenschutzvorgaben.
Offenes Vertiefungsmaterial: Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg stellt die Reihe „Datenschutz – leicht erklärt“ mit kurzen Clips und Arbeitsblättern für Schülerinnen und Schüler bereit.
KI-Spirale für berufliche Kommunikation
Die KI darf Deine Arbeit unterstützen, aber nicht ersetzen.
| Schritt | Deine Aufgabe |
|---|---|
| Aufgabe verstehen | Kläre Situation, Textsorte, Adressat, Ziel und Kriterien. |
| Material selbst erschließen | Lies Stellenanzeige, Nachricht, Profil oder Quelle eigenständig. |
| Eigenen Ansatz entwickeln | Notiere Kernbotschaft, Belege und Formulierungsplan. |
| KI gezielt befragen | Stelle eine konkrete Frage, ohne unnötige personenbezogene oder vertrauliche Daten einzugeben. |
| Unabhängig prüfen | Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik, Ton, Quellen und Datenschutz. |
| Eigene Lösung verbessern | Entscheide selbst, welche Hinweise Du übernimmst oder verwirfst. |
| KI-Hilfe transparent machen | Kennzeichne nachvollziehbar, wobei KI geholfen hat. |
Grundsatz: KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Füge keine realen Bewerbungsunterlagen, privaten Nachrichten oder vertraulichen Betriebsdaten ungeprüft in ein KI-System ein.
Medien kritisch untersuchen

Untersuche Texte, Bilder, Audios, Videos und Profile nicht nur auf Inhalt, sondern auch auf Quelle, Zweck, Auswahl, Wirkung, Aktualität und Rechte. Bei geschützten Materialien arbeitest Du mit kurzen funktionalen Zitaten und Quellenangabe. Geschützte Ganzschriften oder vollständige fremde Mustertexte werden nicht reproduziert.
Vergleichsauftrag: Vergleiche dieses Video zur Bewerbung per E-Mail mit dem vorherigen E-Mail-Video. Welche Kriterien überschneiden sich? Wo unterscheiden sich Zielgruppe, Sprachniveau, Beispiele und Schwerpunkt? Belege Deine Aussagen an konkreten Stellen.
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg
Der Kurs knüpft an Kompetenzen zu digitaler Kommunikation, E-Mail-Nutzung, privaten und öffentlichen Daten sowie an die Analyse und Gestaltung von Medien und Kommunikationssituationen an. Für Deine konkrete Klasse gilt immer die an Deiner Schule eingeführte Fassung des Bildungsplans.
Aktuelle Quellen prüfen:
- Bildungsplan Baden-Württemberg: Kommunikation und Kooperation
- Bildungsplan Deutsch Klassen 9/10: Medien
- Bundesagentur für Arbeit: Anschreiben
- Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsunterlagen
- LfDI Baden-Württemberg: Datenschutz leicht erklärt
Hilfestufen
Hilfestufe 1 – Fokusfrage: Was soll die empfangende Person nach Deiner Nachricht wissen, denken oder tun?
Hilfestufe 2 – Strukturhilfe: Markiere Betreff oder Einstieg, Kernanliegen, Begründung oder Beleg, gewünschte Reaktion und Abschluss.
Hilfestufe 3 – Sprachcheck: Prüfe jeden Satz auf Präzision, Höflichkeit, unnötige Wörter, unbelegte Selbstaussagen und unnötige personenbezogene Daten.
Lösungshinweis zum Einstieg
Eine starke Lösung nennt nicht einfach „B ist besser“, sondern erklärt die Wirkung. Nachricht B benennt den Anlass genauer, wählt eine formellere Anrede, erläutert das Interesse und macht die gewünschte Reaktion erkennbar. Je nach Betrieb könnte eine etwas weniger formelle Variante ebenfalls passend sein. Entscheidend ist die begründete Passung zur Situation.
Selbstkontrolle
| Prüffrage | Erledigt |
|---|---|
| Ist mein Zweck in den ersten Sätzen erkennbar? | ☐ |
| Passt mein Ton zur Beziehung und Situation? | ☐ |
| Belege ich wichtige Aussagen konkret? | ☐ |
| Sind Betreff, Dateinamen und Anhänge eindeutig? | ☐ |
| Habe ich unnötige personenbezogene Daten entfernt? | ☐ |
| Habe ich Fakten, Namen, Daten und Quellen geprüft? | ☐ |
| Kann ich erklären, welche KI-Hilfe ich genutzt habe? | ☐ |
Transfer
Übertrage die Kriterien auf eine neue Situation: Du musst einem Ausbildungsbetrieb mitteilen, dass Du einen vereinbarten Gesprächstermin nicht wahrnehmen kannst. Formuliere zuerst eine E-Mail, dann eine 30-sekündige mündliche Nachricht. Vergleiche, welche Informationen gleich bleiben und welche sich durch das Medium verändern.
Kompetenzcheck
| Ich kann ... | sicher | teilweise | noch üben |
|---|---|---|---|
| eine berufliche Kommunikationssituation analysieren | ☐ | ☐ | ☐ |
| eine formelle E-Mail präzise strukturieren | ☐ | ☐ | ☐ |
| Stärken im Anschreiben mit Belegen verbinden | ☐ | ☐ | ☐ |
| Gesprächsbeiträge begründet anschließen | ☐ | ☐ | ☐ |
| ein digitales Profil datensparsam beurteilen | ☐ | ☐ | ☐ |
| KI-Ausgaben unabhängig auf Fakten, Logik und Ton prüfen | ☐ | ☐ | ☐ |
Reflexion
Beantworte schriftlich: Welche sprachliche Entscheidung fällt Dir noch schwer? Welches Kriterium verbessert Deine Texte am stärksten? Wo kann ein professioneller Ton zu distanziert wirken? Welche Daten würdest Du in einem öffentlichen Berufsprofil bewusst nicht zeigen? Welche KI-Hilfe war nützlich und wie hast Du sie kontrolliert?
Folgekurs-Empfehlung
Vertiefe anschließend Bewerbungsgespräch, Lebenslauf, Digitale Identität, Argumentieren im Beruf oder einen aiMOOC zu Vorstellungsgesprächen und beruflicher Selbstpräsentation.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Betreffzeile ist für eine formelle Praktikumsanfrage am präzisesten? (Anfrage zum Schülerpraktikum im Bereich Mediengestaltung) (!Hallo) (!Kurze Frage) (!Praktikum wichtig)
Was verbessert die Adressatenorientierung einer beruflichen E-Mail besonders? (Das Vorwissen und die Rolle der empfangenden Person berücksichtigen) (!Möglichst viele Fachwörter verwenden) (!Jeden Satz besonders lang formulieren) (!Immer denselben Mustertext senden)
Welche Aussage über ein Anschreiben ist am treffendsten? (Stärken sollten mit passenden Erfahrungen oder Beispielen belegt werden) (!Stärken wirken am besten ohne Belege) (!Ein Anschreiben sollte für jede Stelle identisch sein) (!Ein Anschreiben muss möglichst viele private Details enthalten)
Welche Struktur unterstützt einen professionellen Gesprächsbeitrag? (Aussage Begründung oder Beleg Anschluss) (!Beleidigung Wiederholung Themenwechsel) (!Behauptung Lautstärke Abbruch) (!Ironie Abkürzung Emoji)
Was bedeutet Datensparsamkeit bei einem öffentlichen Berufsprofil? (Nur zweckbezogene und nötige Informationen veröffentlichen) (!Alle privaten Kontaktdaten veröffentlichen) (!Jedes Freizeitfoto öffentlich machen) (!Passwörter mit Vertrauenspersonen teilen)
Wann ist BCC bei einer Rundmail besonders sinnvoll? (Wenn Empfängeradressen nicht für alle sichtbar sein sollen) (!Wenn der Betreff fehlen soll) (!Wenn ein Anhang größer werden soll) (!Wenn die Rechtschreibung automatisch geprüft werden soll)
Was gehört zur unabhängigen Prüfung einer KI-Antwort? (Fakten Logik Texttreue Quellen und Ton selbst kontrollieren) (!Die erste Antwort ungeprüft übernehmen) (!Nur auf flüssige Formulierungen achten) (!Private Daten ergänzen damit die KI genauer schreibt)
Welche Formulierung ist in einer formellen Anfrage meist professioneller? (Könnten Sie mir bitte mitteilen ob ein Termin möglich ist) (!Sag mir sofort wann ich kommen kann) (!Hey wann passt es) (!Termin jetzt)
Was macht eine professionelle digitale Selbstdarstellung glaubwürdig? (Wahre Aussagen mit nachvollziehbaren Beispielen) (!Übertriebene Behauptungen ohne Nachweis) (!Erfundene Berufserfahrung) (!Ungeprüfte KI-Texte als eigene Erfahrung)
Was ist bei geschützten fremden Materialien im Unterricht sinnvoll? (Kurze funktionale Zitate mit Quelle verwenden) (!Eine vollständige geschützte Ganzschrift kopieren) (!Die Quelle weglassen) (!Ein fremdes Muster als eigenes Werk ausgeben)
Quiz-Feedback
8 bis 10 richtig: Du kannst die wichtigsten Kriterien sicher anwenden. Begründe nun Deine Entscheidungen an komplexeren Fällen.
5 bis 7 richtig: Wiederhole Kommunikationskompass, Datenschutz und KI-Spirale und überarbeite danach ein eigenes Beispiel.
0 bis 4 richtig: Nutze zuerst die Hilfestufen und arbeite mit einer kurzen E-Mail, bevor Du Anschreiben und Profile analysierst.
Memory
| Adressat | Zielperson einer Nachricht |
| Betreffzeile | verdichteter Anlass einer E-Mail |
| Anschreiben | stellenbezogene Selbstpräsentation |
| BCC | verdeckte Empfängerliste |
| Netiquette | respektvolle Regeln digitaler Kommunikation |
| Profil | öffentliche berufliche Selbstdarstellung |
| Beleg | konkrete Stützung einer Aussage |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Betreffzeile | macht den Anlass früh erkennbar |
| Anrede | markiert Beziehung und Formalitätsgrad |
| Kernbotschaft | nennt das eigentliche Anliegen |
| Beleg | stützt eine Aussage durch ein konkretes Beispiel |
| Handlungsaufforderung | macht den gewünschten nächsten Schritt deutlich |
Kreuzworträtsel
| Betreff | Wie heißt die kurze Themenzeile einer E-Mail? |
| Anrede | Welcher Textteil eröffnet den direkten Kontakt zur empfangenden Person? |
| Datenschutz | Wie heißt der Schutz personenbezogener Informationen? |
| Anschreiben | Wie heißt der Bewerbungstext, der Motivation und Eignung verbindet? |
| Netiquette | Wie heißen Regeln für respektvolle Kommunikation im Netz? |
| Profil | Wie heißt eine digitale Darstellung der eigenen Person und Kompetenzen? |
LearningApps
Lückentext
Interaktive Fallaufgabe mit Lösung
Fall: Ein fiktiver Schüler möchte zehn unbekannten Betrieben dieselbe Praktikumsanfrage schicken. Alle Empfänger stehen sichtbar im An-Feld, der Betreff lautet „Hi“, der Anhang heißt „neu2final.pdf“, und der Text nennt private Freizeitdetails ohne Bezug zur Stelle.
Auftrag: Finde mindestens fünf Verbesserungen und begründe jede mit einem Kriterium.
Lösungshinweis: Erwartbar sind unter anderem ein präziser Betreff, individuelle Adressierung, stellenbezogene Inhalte, datensparsame Auswahl persönlicher Angaben, sinnvoller Dateiname und ein datenschutzgerechter Versand an mehrere voneinander unabhängige Empfänger. Eine gute Lösung erklärt jeweils die Wirkung, statt nur Regeln aufzuzählen.
Offene Aufgaben
Leicht
- E-Mail-Check: Überarbeite eine selbst erfundene unprofessionelle E-Mail und markiere fünf konkrete Verbesserungen.
- Betreffzeile: Formuliere zu drei beruflichen Situationen jeweils zwei mögliche Betreffzeilen und begründe Deine bessere Wahl.
- Gesprächsbeitrag: Nimm eine 45-sekündige Audioantwort auf eine berufliche Frage auf und prüfe Struktur, Präzision und Ton.
- Datenschutz: Erstelle eine Visualisierung mit zwei Spalten „öffentlich sinnvoll“ und „besser privat“ für ein fiktives Berufsprofil.
Standard
- Anschreiben: Wähle eine reale oder fiktive Ausbildungsanzeige und entwickle ein eigenes Anschreiben, in dem zwei Stärken durch konkrete Erfahrungen belegt werden.
- Medienvergleich: Vergleiche zwei Videos dieses Kurses nach Zielgruppe, Aufbau, Sprache, Quellen und Übertragbarkeit auf Deine Situation.
- Rollenspiel: Führt zu zweit ein fünfminütiges Gespräch über eine Terminverschiebung durch und gebt Euch kriteriengeleitetes Feedback.
- Profilanalyse: Entwirf ein fiktives digitales Berufsprofil und begründe jede veröffentlichte Information sowie jede bewusst weggelassene Information.
Schwer
- Kommunikationsanalyse: Analysiere eine mehrdeutige berufliche Nachricht und entwickle zwei plausible Deutungen. Zeige, wie eine Rückfrage Missverständnisse reduzieren kann.
- KI-Spirale: Erstelle zuerst selbst einen Text, nutze dann KI nur für eine gezielte Teilfrage, prüfe das Ergebnis unabhängig und dokumentiere jede übernommene Änderung.
- Multimediales Bewerbungsprojekt: Gestalte für eine fiktive Stelle E-Mail, Anschreiben, 60-Sekunden-Audio und Profilkarte. Halte Gestaltung, Aussagen und Datenschutz über alle Medien hinweg konsistent.
- Quellenprüfung: Recherchiere drei aktuelle Ratgeber zur beruflichen Kommunikation. Prüfe Autorität, Aktualität, Belege, mögliche Interessen und Widersprüche und formuliere ein begründetes Gesamturteil.


Lernkontrolle
- Adressatenwechsel: Formuliere dasselbe Anliegen einmal an eine Personalabteilung und einmal an eine bekannte Praktikumsbetreuung. Erkläre mindestens vier sprachliche Unterschiede.
- Konfliktfall: Ein Gesprächspartner lehnt Deinen Vorschlag knapp ab. Entwickle einen professionellen Anschlussbeitrag, der Sachinteresse und Beziehung berücksichtigt, und begründe Deine Strategie.
- Datenschutztransfer: Entscheide bei fünf selbst gewählten Profilangaben, ob Du sie öffentlich, nur im Bewerbungsverfahren oder gar nicht teilen würdest. Begründe kontextbezogen.
- KI-Prüfung: Lass Dir zu einer fiktiven Stellenanzeige von KI drei Formulierungen vorschlagen. Prüfe Texttreue, unbelegte Behauptungen, Ton, Fakten und Datenschutz und entwickle eine bessere eigene Fassung.
- Medientransfer: Überführe eine formelle E-Mail in einen mündlichen Gesprächsbeitrag und ein kurzes Profil-Statement. Erkläre, welche Informationen, sprachlichen Mittel und Belege Du verändert hast.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind besonders wichtig: ein eigener adressatenorientierter Text, nachvollziehbare Überarbeitungsschritte, mindestens ein belegter Medienvergleich, eine begründete Datenschutzentscheidung, eine kurze mündliche oder auditive Kommunikationsleistung, eine dokumentierte Anwendung der KI-Spirale und eine Reflexion über Wirkung, Quellen und eigene Verantwortung.
Der Lernnachweis soll zeigen, dass Du nicht nur Regeln kennst, sondern sie auf neue berufliche Kommunikationssituationen übertragen und begründen kannst.
OERs zum Thema
Weitere offene beziehungsweise öffentlich zugängliche Lernquellen:
- Wikimedia Commons: Mail symbol, gemeinfrei
- Wikimedia Commons: Job interview, CC BY 2.0
- Wikimedia Commons: Privacy icon, CC0
- Wikimedia Commons: Checklist icon, CC0
- LfDI Baden-Württemberg: Datenschutz und Informationsfreiheit leicht erklärt
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen