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CAD und digitale Bauteildokumentation – Toleranzen im digitalen Modell dokumentieren

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CAD und digitale Bauteildokumentation – Toleranzen im digitalen Modell dokumentieren

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CAD und digitale Bauteildokumentation – Toleranzen im digitalen Modell dokumentieren

Kurzbeschreibung: Funktionsbezug und eindeutige Weitergabe.

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Technischem Produktdesign, Zerspanungsmechanik, Industriemechanik und verwandten technischen Berufen.

Lernziel: Du kannst Toleranzen funktionsbezogen auswählen, im digitalen 3D-Modell eindeutig dokumentieren, Messwerte auf die Spezifikation beziehen und die digitale Weitergabe prüfen.

Arbeitsweise: Kurze Lerneinheiten, fiktiver Ausbildungsfall, überprüfbare Fachquellen, freie Wikimedia-Commons-Medien und interaktive Prüfaufgaben. Für die Aufgaben sind keine Uploads und keine externen KI-Dienste erforderlich.


Einleitung

Ein ideales CAD-Modell zeigt zunächst eine Nenngeometrie. Ein gefertigtes Bauteil weicht davon immer etwas ab. Erst die passende Toleranz legt fest, welche Abweichung noch zulässig ist.

Für die betriebliche Weitergabe reicht deshalb nicht: „Das 3D-Modell sieht richtig aus.“ Entscheidend ist die Kette:

Funktion → Bezug → Toleranz → digitale PMI → Datenaustausch → Prüfung

ISO 1101 beschreibt die Symbolsprache für geometrische Spezifikationen und weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Spezifikationen nach ISO 16792 auch an ein 3D-CAD-Modell angehängt werden können.[1] ISO 16792:2021 behandelt digitale Produktdefinitionsdaten sowohl für 3D-Modell allein als auch für 3D-Modell plus 2D-Zeichnung.[2]


Was Du am Ende können sollst

  1. Funktionsbezug: Du erkennst, welche Fläche, Achse oder Bohrung für die Funktion entscheidend ist.
  2. Maßtoleranz: Du unterscheidest Nennmaß, Grenzwerte und zulässige Größenabweichung.
  3. Geometrische Toleranz: Du ordnest Form-, Richtungs- und Positionstoleranzen passend zu.
  4. Bezugssystem: Du nutzt A, B und C als eindeutige funktionale Referenzen.
  5. PMI: Du unterscheidest grafisch sichtbare von semantisch auswertbarer Produkt- und Fertigungsinformation.
  6. Qualitätssicherung: Du vergleichst Messwerte mit der digitalen Spezifikation und begründest i.O.- oder n.i.O.-Entscheidungen.


Ausbildungsfall: Führungsplatte FP-24

Du arbeitest in der Ausbildungswerkstatt an einer fiktiven Führungsplatte FP-24. Sie soll in einer Montagevorrichtung wiederholgenau aufliegen und zwei Passstifte führen.

Fiktive Trainingsdaten – keine reale Produktionsfreigabe:

Merkmal Sollangabe Funktionsgedanke
Werkstück Aluminiumlegierung, Platte 100 mm × 60 mm × 20 mm leicht bearbeitbares Ausbildungsbeispiel
Bezug A große Unterseite sichere Auflage in der Vorrichtung
Bezug B lange Seitenfläche seitliche Ausrichtung
Bezug C kurze Stirnfläche eindeutige Längsposition
Führungsbohrung 20,000 mm bis 20,021 mm Passstift soll montierbar bleiben
Ebenheit von A maximal 0,05 mm Platte soll ohne Kippeln aufliegen
Rechtwinkligkeit der Führungsbohrungsachse zu A Toleranzzone 0,08 mm Stift soll nicht verkanten
Position der zwei Befestigungsbohrungen Toleranzzone Durchmesser 0,20 mm zu A, B und C Schrauben sollen ohne Zwang montierbar sein

Merke: Die Werte sind bewusst fiktiv. Entscheidend ist die Methode: Funktion verstehen, Referenzen festlegen, Toleranzen dokumentieren, Messwerte prüfen.


Lerneinheit 1: Vom Nennmaß zur Toleranz

Ein Nennmaß allein sagt nicht, welche Abweichung erlaubt ist. Eine Maßtoleranz legt einen zulässigen Größenbereich fest. Im Ausbildungsfall gilt für die Führungsbohrung:

unterer Grenzwert 20,000 mm – oberer Grenzwert 20,021 mm

Ein Messwert von 20,009 mm liegt innerhalb des Bereichs. 20,024 mm liegt außerhalb.

Praxisregel: Toleranzen nicht pauschal möglichst eng wählen. Sie sollen die Funktion absichern, ohne Fertigung und Prüfung unnötig zu erschweren.


Mini-Check: Welche Information fehlt?

Aussage im Modell Reicht für eindeutige Fertigung? Begründung
„Bohrung 20 mm“ Nein zulässige Größenabweichung fehlt
„Bohrung 20,000 bis 20,021 mm“ teilweise Größe ist definiert, Lage und Orientierung noch nicht
„Bohrung mit Größen-, Positions- und Bezugsspezifikation“ deutlich besser Funktion und Prüfung werden eindeutiger


Lerneinheit 2: Maßtoleranz und geometrische Toleranz

ISO 1101 unterscheidet geometrische Spezifikationen für Form, Richtung, Ort und Lauf.[3]

Frage Passende Spezifikation Ausbildungsfall
Wie groß darf ein Merkmal sein? Maßtoleranz Durchmesser der Führungsbohrung
Wie eben muss eine Fläche sein? Formtoleranz Auflagefläche A
Wie muss eine Achse zu einer Fläche stehen? Richtungstoleranz Bohrungsachse zu A
Wo darf sich eine Bohrungsachse befinden? Positionstoleranz Befestigungsbohrungen zu A, B und C

Eine Oberfläche besitzt zusätzlich eine reale Struktur. Oberflächenanforderungen gehören ebenfalls zur technischen Produktspezifikation, müssen aber von Größen- und Geometrietoleranzen getrennt betrachtet werden.


Lerneinheit 3: Funktionsbezug mit A, B und C

Ein Bezugssystem macht klar, woran Lage und Orientierung geprüft werden. ISO 5459:2024 behandelt Begriffe und Regeln für Bezüge und Bezugssysteme in der technischen Produktdokumentation.[4]

Im Ausbildungsfall:

  1. A legt die Platte auf.
  2. B richtet die Platte seitlich aus.
  3. C legt die verbleibende Verschiebung fest.

Das ist kein alphabetisches Dekor. Die Reihenfolge beschreibt die funktionale Priorität des Bezugssystems.

Funktionsfrage vor jeder Toleranz: Welche reale Montagefläche oder Achse bestimmt die Funktion?


Bezug statt Koordinatenraten

Ein CAD-Koordinatensystem allein ersetzt keinen funktionalen Bezug. Wenn eine Bohrung später relativ zur Auflagefläche montiert und geprüft wird, muss diese Beziehung in der Spezifikation erkennbar sein.

Ungünstig: „Die Bohrung liegt bei X 35 und Y 20.“

Besser: „Die Sollposition ist auf die funktionalen Bezüge A, B und C bezogen und mit einer Positionstoleranz versehen.“


Lerneinheit 4: Toleranzen als PMI im 3D-Modell

PMI steht für Product and Manufacturing Information. Dazu können Maße, geometrische Toleranzen, 3D-Anmerkungen, Oberflächenangaben, Werkstoffinformationen und weitere Fertigungsinformationen gehören. NIST unterscheidet zwischen grafischer PMI für die menschliche Lesbarkeit und semantischer PMI, die von Software direkt verarbeitet werden kann.[5]

Form Hauptnutzen Grenze
Screenshot schnelle Sichtkontrolle keine verlässliche maschinenlesbare Beziehung zum Geometrieelement
Grafische PMI Mensch erkennt Maß, Symbol und Bezug automatische Weiterverarbeitung kann eingeschränkt sein
Semantische PMI Software kann Bedeutung und Zuordnung auswerten Export und Import müssen die Semantik korrekt erhalten

Wichtig: Eine sichtbare Beschriftung ist nicht automatisch semantisch auswertbare PMI.


Modellansicht sinnvoll aufbauen

Für ein übersichtliches Ausbildungsmodell helfen wenige, klar benannte Ansichten:

  1. Ansicht Funktion: A, B, C und funktionskritische Merkmale.
  2. Ansicht Maße: Größen- und Grenzangaben.
  3. Ansicht Geometrie: Form-, Richtungs- und Positionstoleranzen.
  4. Ansicht Prüfung: Merkmale in derselben Logik wie im Prüfplan.

Die konkrete Bedienung hängt vom eingesetzten CAD-System ab. Entscheidend ist nicht der Menüname, sondern die eindeutige, nachvollziehbare Spezifikation.


Lerneinheit 5: Eindeutige digitale Weitergabe

ISO 10303-242:2025 beschreibt STEP AP242 als Anwendungsprotokoll für Managed model-based 3D engineering.[6] In der Praxis bedeutet das nicht, dass jeder Export automatisch perfekt ist. Die empfangende Seite muss prüfen, ob relevante Geometrie und PMI wirklich angekommen sind.

Weitergabe-Check:

Prüfschritt Frage
Identität Stimmen Bauteilname und Revision?
Einheiten Sind Millimeter oder andere Einheiten eindeutig?
Werkstoff Ist die Werkstoffangabe vorhanden und aktuell?
Bezüge Sind A, B und C eindeutig zugeordnet?
Maßtoleranzen Sind Grenzwerte oder Toleranzangaben vollständig?
Geometrietoleranzen Sind Symbol, Toleranzwert und Bezugskette vollständig?
PMI-Verknüpfung Hängen Angaben am richtigen Geometrieelement?
Austausch Wurde der exportierte Datensatz nach dem Import verglichen?

Merksatz: Nicht der Exportknopf entscheidet über Qualität, sondern die überprüfte Übereinstimmung zwischen freigegebenem Ausgangsmodell und empfangenem Datensatz.


Lerneinheit 6: Prüfen und Messwerte zuordnen

Ein Messschieber eignet sich für viele Längen-, Innen- und Außenmaße. Für kleinere Messunsicherheiten kann je nach Merkmal ein geeigneteres Messmittel erforderlich sein.

Ein Messwert ist nur sinnvoll, wenn klar ist:

  1. welches Merkmal gemessen wurde,
  2. gegen welche Spezifikation geprüft wird,
  3. welche Bezugslage gilt,
  4. welches Messverfahren verwendet wurde.


Fiktive Messwertansicht

Teil Bohrung Ebenheit A Position Entscheidung
FP-24-01 20,008 mm 0,03 mm 0,12 mm i.O.
FP-24-02 20,024 mm 0,04 mm 0,10 mm n.i.O.
FP-24-03 20,015 mm 0,06 mm 0,18 mm n.i.O.

Begründung: FP-24-02 überschreitet den oberen Grenzwert der Bohrung. FP-24-03 überschreitet die zulässige Ebenheit von A. Ein einzelner guter Messwert macht ein Bauteil nicht automatisch insgesamt i.O.

Bei komplexeren Prüfaufgaben können Koordinatenmessgeräte Geometrie und Bezugssysteme auswerten. Semantische PMI kann die Verbindung zwischen Konstruktion und automatisierter Prüfung unterstützen, sofern die Daten korrekt übertragen wurden.[7]


Gestufte Lernaufträge zum Ausbildungsfall


Basisaufgabe: Grenzwerte verstehen

Auftrag: Entscheide, ob ein fiktiver Bohrungsmesswert von 20,009 mm innerhalb der Vorgabe 20,000 mm bis 20,021 mm liegt.

Hilfe 1: Vergleiche den Messwert zuerst mit dem unteren Grenzwert.
Hilfe 2: Vergleiche ihn danach mit dem oberen Grenzwert.
Hilfe 3: Ein Wert ist nur dann i.O., wenn er nicht kleiner als 20,000 mm und nicht größer als 20,021 mm ist.
Begründetes Feedback: 20,009 mm liegt innerhalb beider Grenzwerte. Die Bohrungsgröße ist für dieses einzelne Merkmal i.O. Damit ist noch keine Aussage über Ebenheit, Orientierung oder Position getroffen.


Anwendungsaufgabe: Drei Teile freigeben

Auftrag: Nutze die fiktive Messwertansicht und entscheide für jedes Teil, welches Merkmal zur Entscheidung führt.

Hilfe 1: Prüfe jedes Merkmal getrennt.
Hilfe 2: Bohrung maximal 20,021 mm; Ebenheit maximal 0,05 mm; Position maximal 0,20 mm.
Hilfe 3: Bereits ein überschrittenes Merkmal genügt für n.i.O.
Begründetes Feedback: FP-24-01 erfüllt alle drei fiktiven Vorgaben. FP-24-02 scheitert an der Bohrungsgröße. FP-24-03 scheitert an der Ebenheit. Die Position liegt bei allen drei Teilen innerhalb der Vorgabe.


Transferaufgabe: Modell an einen Lieferanten weitergeben

Situation: Das native CAD-Modell enthält sichtbare und semantische PMI. Der Lieferant soll ein neutrales Austauschformat erhalten.

Auftrag: Formuliere eine Prüfreihenfolge, mit der Du nach dem Export feststellst, ob die Toleranzinformationen eindeutig weitergegeben wurden.

Hilfe 1: Denke an Identität, Revision, Einheit und Bezugssystem.
Hilfe 2: Prüfe nicht nur, ob Text sichtbar ist, sondern auch, ob PMI am richtigen Merkmal hängt.
Hilfe 3: Vergleiche Ausgangsmodell und importierten Datensatz in einer zweiten Anwendung oder einem geeigneten Prüfprozess.
Begründetes Feedback: Eine tragfähige Lösung prüft mindestens Revision, Einheiten, Geometrie, A-B-C-Bezüge, Toleranzwerte, PMI-Zuordnung und das Ergebnis nach Re-Import. Ein Screenshot allein genügt nicht, weil er die maschinenlesbare Semantik und die Verknüpfung mit dem Geometrieelement nicht nachweist.


Medienvertiefung

Video 1: Grundlagen zu GD&T

Video 2: Einführung in geometrische Bemaßung und Tolerierung

Hinweis zur Nutzung: Die Videos dienen nur der fachlichen Veranschaulichung. Sie werden als externe YouTube-Inhalte eingebettet und nicht als frei lizenzierte OER übernommen. Für die Aufgaben dieses Kurses gelten die genannten ISO-GPS-Quellen. Vor einer Weiterverwendung außerhalb der Einbettung ist die jeweils aktuelle Lizenz auf YouTube zu prüfen.


Quellen- und Mediencheck

Fachquellen, Stand 04.10.2026:

  1. ISO 1101:2017: Symbolsprache und Regeln für geometrische Spezifikationen; 2022 bestätigt.
  2. ISO 16792:2021: digitale Produktdefinitionsdaten; unterstützt 3D-Modell allein sowie 3D-Modell mit 2D-Zeichnung; Revision ist zum Kursstand bereits in Arbeit.
  3. ISO 5459:2024: Bezüge und Bezugssysteme.
  4. ISO 14405-1:2025: Angabe linearer Größen.
  5. ISO 10303-242:2025: STEP AP242 für Managed model-based 3D engineering.
  6. NIST PMI Validation: grafische und semantische PMI sowie deren Bedeutung für CAD, CAM und CMM.

Hinweis: Normtexte sind urheberrechtlich geschützt. Dieser Kurs gibt keine Normtexte wieder, sondern verweist auf offizielle Katalog- und Informationsseiten.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

Datei Lizenz laut Commons-Dateiseite Lernfunktion
FreeCAD.png CC BY-SA 3.0 Beispiel für eine CAD-Modellansicht
Aluminium-4.jpg CC BY 3.0 Werkstoffansicht Aluminium
Surface Structure of Aluminum Sheet EN AW-5182 with Mill-Finish-Texture.png CC BY 4.0 mikroskopische Oberflächenstruktur
Mechanical Tolerance Definitions.svg Public Domain Diagramm zu Maß und Toleranz
Geometric dimenioning and tolerancing-hole.svg CC BY-SA 3.0 oder GFDL Positionstoleranz einer Bohrung
Vernier caliper.svg unter anderem CC BY-SA 3.0 Messwert- und Messmittelansicht
Micrometer.svg CC BY-SA 4.0 feinere Längenmessung
5 Axis Scanning Coordinate Measurement Machine (CMM).png CC BY-SA 4.0 digitale geometrische Prüfung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum wird eine Toleranz im digitalen Modell dokumentiert? (Damit zulässige Abweichungen eindeutig zur Funktion und Prüfung weitergegeben werden) (!Damit das Modell nur optisch realistischer wirkt) (!Damit keine Maße mehr benötigt werden) (!Damit jede Fertigung automatisch fehlerfrei wird)




Welche Aufgabe hat ein Bezugssystem im Ausbildungsfall? (Es legt fest woran Lage und Orientierung funktional ausgerichtet werden) (!Es bestimmt ausschließlich die Farbe des CAD Modells) (!Es ersetzt alle Maßtoleranzen) (!Es legt automatisch das Fertigungsverfahren fest)




Welche Angabe ist eine Maßtoleranz? (Ein zulässiger Größenbereich für einen Durchmesser) (!Eine Werkstofffarbe) (!Eine Kameraperspektive) (!Eine Dateiversion)




Welche Norm bildet eine zentrale Grundlage für geometrische Tolerierung nach ISO GPS? (ISO 1101) (!ISO 9001) (!ISO 14001) (!ISO 50001)




Was kennzeichnet semantische PMI? (Die Information kann mit ihrer Bedeutung von geeigneter Software ausgewertet werden) (!Sie besteht nur aus einem Screenshot) (!Sie enthält grundsätzlich keine Toleranzen) (!Sie ist nur für Papierzeichnungen vorgesehen)




Wozu dient grafische PMI hauptsächlich? (Zur lesbaren Darstellung von Produktinformationen für Menschen) (!Zur Änderung der Werkstoffzusammensetzung) (!Zur automatischen Erzeugung jedes Messprogramms) (!Zur Bestimmung der Maschinenleistung)




Warum sind A B und C im Ausbildungsfall wichtig? (Sie bilden ein eindeutiges funktionales Bezugssystem) (!Sie sind beliebige Dateinamen) (!Sie ersetzen die Bauteilgeometrie) (!Sie geben die Oberflächenfarbe an)




Welches Messmittel ist für viele Außen Innen und Tiefenmaße geeignet? (Messschieber) (!Schweißgerät) (!Drehmomentschlüssel) (!Winkelmesser für den Schulunterricht)




Welcher fiktive Bohrungsmesswert liegt innerhalb 20,000 mm bis 20,021 mm? (20,009 mm) (!19,990 mm) (!20,024 mm) (!20,030 mm)




Was sollte nach einem neutralen CAD Export geprüft werden? (PMI Vollständigkeit Zuordnung Einheiten und Revision) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Bildschirmfarbe) (!Nur der Dateiname)





Memory

PMI Produkt- und Fertigungsinformation im digitalen Modell
Bezugssystem Funktionale Referenz für Lage und Orientierung
Maßtoleranz Zulässiger Größenbereich
Positionstoleranz Zulässige Lagezone eines Merkmals
Messschieber Universelles Längenmessmittel
Semantische Information Maschinenlesbar strukturierte Bedeutung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Funktionsfläche Bezug festlegen
Bohrungsdurchmesser Maßtoleranz dokumentieren
Bohrungsachse Geometrietoleranz dokumentieren
Datenaustausch PMI Übertragung prüfen
Messwert Gegen Spezifikation entscheiden






Kreuzworträtsel

Toleranz Wie heißt der Bereich zulässiger Abweichungen?
Bezug Wie heißt eine geometrische Referenz für eine Toleranz?
Messschieber Welches Messmittel misst viele Außen Innen und Tiefenmaße?
Position Welche Toleranzart begrenzt die Lage eines Merkmals?
Modell Wie heißt die digitale dreidimensionale Repräsentation eines Bauteils?
Prüfung Wie nennt man den Vergleich eines Messwerts mit einer Spezifikation?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein CAD-Modell beschreibt zunächst die

eines Bauteils.
Eine Toleranz legt eine

fest.
Ein funktionaler Bezug verbindet eine Spezifikation mit einer

.
Die Referenzen A B und C bilden im Ausbildungsfall ein

.
Produkt- und Fertigungsinformationen im 3D-Modell werden häufig als

bezeichnet.
Maschinenlesbar strukturierte PMI wird als

bezeichnet.
Nach einem neutralen Export muss die

geprüft werden.
Ein Messwert wird erst durch den Vergleich mit der Spezifikation zu einer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Funktionsfläche: Markiere auf einer selbst angefertigten Handskizze der Führungsplatte die Flächen A, B und C und schreibe zu jeder Fläche einen Satz zur Funktion.
  2. Grenzmaß: Erfinde drei Messwerte für die Bohrung, davon einen unterhalb, einen innerhalb und einen oberhalb des zulässigen Bereichs, und begründe die Entscheidungen.
  3. Toleranz: Erkläre in höchstens fünf Sätzen den Unterschied zwischen Nennmaß und Toleranz.
  4. Messmittel: Vergleiche Messschieber und Bügelmessschraube hinsichtlich typischer Einsatzmöglichkeiten, ohne Messwerte hochzuladen.


Standard

  1. Geometrische Produktspezifikation: Ordne für eine einfache Platte je ein funktionskritisches Merkmal einer Maß-, Form-, Richtungs- und Positionstoleranz zu.
  2. PMI: Erstelle in einem lokalen CAD-Trainingsmodell eine klar benannte Ansicht für Maße und eine zweite Ansicht für geometrische Toleranzen.
  3. Prüfplan: Entwickle für FP-24 eine Prüfreihenfolge von Bezug A bis zur Positionsprüfung und begründe die Reihenfolge.
  4. Qualitätssicherung: Führe mit selbst gewählten fiktiven Messwerten eine i.O.- oder n.i.O.-Entscheidung durch und erläutere, welches Merkmal ausschlaggebend war.


Schwer

  1. Model Based Definition: Entwirf eine betriebliche Checkliste für die Freigabe eines tolerierten 3D-Modells vor der Weitergabe.
  2. STEP: Beschreibe, welche Risiken entstehen, wenn ein neutraler Export zwar Geometrie, aber keine semantisch nutzbare PMI enthält.
  3. Toleranzanalyse: Verändere im Ausbildungsfall eine Toleranz bewusst und analysiere, welche Auswirkungen eine engere oder weitere Grenze auf Funktion, Fertigung und Prüfung haben könnte.
  4. Transfer: Übertrage das Prinzip Funktion → Bezug → Toleranz → PMI → Prüfung auf ein anderes Bauteil aus Deinem Ausbildungsberuf und begründe Deine Entscheidungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Funktionsbezug: Ein Bauteil erfüllt alle Größenmaße, verkantet aber in der Montage. Entwickle zwei plausible geometrische Ursachen und nenne passende Spezifikationen zur Absicherung.
  2. Bezugssystem: Begründe, warum ein CAD-Weltkoordinatensystem nicht automatisch ein geeignetes funktionales Bezugssystem für Fertigung und Prüfung ist.
  3. PMI: Ein Lieferant sieht alle Toleranzsymbole im importierten Modell, kann sie aber nicht automatisiert auswerten. Erkläre den Unterschied zwischen sichtbarer Darstellung und semantischer Information.
  4. Datenaustausch: Entwirf einen Prüfprozess, mit dem eine freigegebene CAD-Version vor und nach dem Export verglichen wird.
  5. Messstrategie: Entscheide, welche Merkmale der FP-24 mit einfacher Längenmesstechnik und welche eher mit geometrischer Messtechnik geprüft werden sollten, und begründe Deine Auswahl.
  6. Wirtschaftlichkeit: Erkläre, warum eine unnötig enge Toleranz gleichzeitig Fertigung, Prüfung und Ausschuss beeinflussen kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können:

  1. Toleranzen fachlich von Nenngeometrie und Messwerten unterscheiden.
  2. Funktionsbezüge aus einer Montagesituation ableiten.
  3. A-B-C-Bezugssysteme logisch und nachvollziehbar erklären.
  4. Maß- und Geometrietoleranzen passend zu einem Merkmal auswählen.
  5. PMI im 3D-Modell lesbar und eindeutig zuordnen.
  6. Digitale Weitergabe durch einen strukturierten Export- und Importcheck absichern.
  7. Messwerte begründet als i.O. oder n.i.O. bewerten.
  8. Transfer die Methode auf ein neues Bauteil aus dem eigenen Ausbildungsberuf anwenden.




OERs zum Thema

Weitere offene Einstiege:

  1. Geometrische Produktspezifikation
  2. Form- und Lagetoleranz
  3. Toleranz (Technik)
  4. Technische Zeichnung
  5. Messschieber



Verknüpfte Lernbereiche


Quellen


aiMOOC-Projekte