CAD-CAM und digitale Fertigungskette – Schruppen und Schlichten abstimmen
Einleitung
CAD-CAM und digitale Fertigungskette – Schruppen und Schlichten abstimmen ist ein kurzer, praxisnaher Lernkurs für die Ausbildung in der Metalltechnik. Du planst eine digitale Fertigungskette so, dass nach dem Schruppen genügend Aufmaß für das Schlichten bleibt und die Bearbeitung in einer prozessgerechten Reihenfolge erfolgt.
Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden zuerst im CAM-System simuliert. Es gibt in diesem Kurs keine automatische Live-Ansteuerung einer Maschine und keine Umgehung von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe, mit geeigneter Fachaufsicht und nach den Vorgaben von Maschine, Werkzeug, Betrieb und Arbeitsschutz.
Vom CAD-Modell zum CNC-gefertigten Bauteil: Die digitale Kette verbindet Sollgeometrie und Fertigung.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du Schruppen und Schlichten unterscheiden, radiales und axiales Aufmaß sinnvoll begründen, eine prozessgerechte Reihenfolge erstellen, eine Fertigungssimulation auswerten und eine Freigabeentscheidung fachlich begründen.
Lerneinheit 1: Die digitale Fertigungskette

| Station | Leitfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| CAD | Was soll entstehen? | Sollgeometrie |
| CAM | Wie wird Material abgetragen? | Werkzeugwege |
| Rohteil und Spannung | Wovon wird gestartet? | Simulationsmodell |
| Schruppen | Wie wird viel Material wirtschaftlich entfernt? | Vorbearbeitete Geometrie mit Aufmaß |
| Schlichten | Wie werden Endmaß und Oberfläche erzeugt? | Fertigkontur |
| Simulation | Sind Wege, Restmaterial und Abstände plausibel? | Prüfprotokoll |
| Postprozessor | Wie wird der CAM-Weg maschinenspezifisch ausgegeben? | NC-Programm |
| Freigabe | Darf real gefertigt werden? | Entscheidung durch zuständige Fachperson |
Merksatz: CAD beschreibt das Was. CAM plant das Wie. Der Postprozessor übersetzt die freigeplanten Werkzeugwege in eine maschinenspezifische NC-Ausgabe.
Lerneinheit 2: Schruppen und Schlichten

Fräswerkzeuge unterscheiden sich in Geometrie und Einsatzgebiet. Die Auswahl muss zu Werkstoff, Maschine, Spannung und Bearbeitungsziel passen.
| Merkmal | Schruppen | Schlichten |
|---|---|---|
| Hauptziel | Viel Material sicher abtragen | Maß, Form und Oberfläche fertigstellen |
| Geometrischer Zustand | Aufmaß bleibt stehen | Zielkontur wird erreicht |
| Belastung | Häufig höhere Zerspanleistung | Häufig geringere Restspanung und gleichmäßige Endbearbeitung |
| Prüffrage | Ist genug Material für den nächsten Schritt übrig? | Wird die Sollgeometrie ohne unerwünschtes Restmaterial erreicht? |

CAM-Systeme benötigen eine definierte Werkzeuggeometrie, damit der Werkzeugweg berechnet und simuliert werden kann.
Aufmaß richtig verstehen
Aufmaß ist Material, das nach einer Bearbeitungsstufe absichtlich stehen bleibt und später entfernt wird. In CAM-Systemen kann zwischen radialem Aufmaß an Wänden und axialem Aufmaß an Böden bzw. in Werkzeugachsenrichtung unterschieden werden.
Ein positiver Wert lässt Material stehen. Für einen abschließenden Schlichtgang wird im Ausbildungsfall kein weiteres Aufmaß geplant. Ein allgemeingültiger Aufmaßwert existiert nicht: Werkstoff, Geometrie, Werkzeug, Stabilität, Toleranz, Oberflächenforderung und Prozesskette müssen berücksichtigt werden.
Ablaufanimation: Fräsbewegung lesen
Animation zum Gleichlauffräsen.
Animation zum Gegenlauffräsen.
Animation zum Stirnfräsen.
Arbeitsauftrag: Beobachte Werkzeugdrehrichtung, Vorschubrichtung und Eingriffsbereich. Beschreibe nur die sichtbaren Bewegungszusammenhänge. Übertrage daraus keine Maschinenparameter ungeprüft auf eine reale Maschine.
Lerneinheit 3: Ausbildungsfall „Grundplatte mit Tasche“
Situation: In der Ausbildungswerkstatt soll eine einfache Aluminium-Grundplatte mit einer rechteckigen Tasche digital geplant werden. Ziel ist nicht die sofortige Maschinenfahrt, sondern eine nachvollziehbare und freigabefähige CAM-Planung.
Didaktische Simulationsvorgabe: Für den Schruppgang wird im Fallbeispiel radial 0,3 mm und axial 0,2 mm Aufmaß vorgesehen. Diese Werte sind keine allgemeine Empfehlung und keine Maschinenfreigabe. Für reale Fertigung müssen betriebliche Vorgaben, Werkzeugherstellerdaten, Werkstoff, Spannung und Maschine geprüft werden.
Arbeitsplan in kurzen Schritten
- Arbeitsvorbereitung: CAD-Modell, Rohteil, Nullpunktkonzept und Spannmittel in der Simulation vollständig definieren.
- Werkzeugauswahl: Schrupp- und Schlichtwerkzeug aus einer freigegebenen Werkzeugbibliothek wählen.
- Schruppen: Material abtragen und das geplante radiale sowie axiale Aufmaß stehen lassen.
- Restmaterial: Simulation aktualisieren und prüfen, wo Material stehen geblieben ist.
- Schlichten: Wände und Boden in sinnvoller Reihenfolge auf Zielgeometrie bearbeiten.
- Simulation: Werkzeug, Halter, Werkstück und Spannmittel auf Kollisionen, unerwünschte Eingriffe und plausible Rückzüge prüfen.
- Postprozessor: Nur einen für Maschine und Steuerung freigegebenen Postprozessor verwenden.
- Freigabe: NC-Ausgabe, Simulation und Einrichtplan durch eine zuständige Fachperson prüfen lassen.
- CNC: Reale Fertigung erst nach Freigabe und unter geeigneter Fachaufsicht durchführen.
Sicher simulieren statt direkt starten

Prüfliste vor jeder realen Ausführung: Stimmen Rohteil, Werkstücknullpunkt, Werkzeuglängen, Halter, Spannmittel, Bearbeitungsgrenzen und Rückzugsebenen? Gibt es Kollisionen oder Restmaterial? Passt der Postprozessor zur freigegebenen Maschine? Wurde die Simulation vollständig angesehen?
Wichtig: Eine CAM-Simulation reduziert Planungsfehler, ersetzt aber keine Maschinenfreigabe, Gefährdungsbeurteilung oder Einweisung. CNC-Fräsmaschinen benötigen wirksame trennende Schutzeinrichtungen; Automatikbetrieb darf nicht durch manipulierte oder umgangene Schutzfunktionen erzwungen werden.
Video: Roughing bis Finishing in der CAM-Simulation
Arbeitsauftrag: Notiere drei Stellen, an denen zwischen Schruppen, Restschruppen und Schlichten gewechselt wird. Begründe, warum die Simulation vor der NC-Ausgabe sinnvoll ist.
Video: Restmaterial nach dem Schruppen
Arbeitsauftrag: Achte auf Restmaterial, Werkzeugauswahl und erneute Verifikation. Übertrage anschließend die Idee auf den Ausbildungsfall, ohne Schnittwerte oder Maschinenparameter ungeprüft zu übernehmen.
Video: 3D-Schruppen, Restschruppen und Schlichten
Arbeitsauftrag: Erstelle ein Ablaufdiagramm mit den Stationen Rohteil, Schruppen, Restmaterial, Schlichten und Simulation.
Lerneinheit 4: Gestufte Hilfen
Hilfe 1: Leitfragen
- Aufmaß: Welche Fläche soll später noch geschlichtet werden?
- Restmaterial: Wo muss nach dem Schruppen bewusst Material sichtbar bleiben?
- Reihenfolge: Welche Bearbeitung erzeugt erst den stabilen Vorzustand und welche die Endkontur?
- Simulation: Welche Bauteile außer dem Fräser können kollidieren?
Hilfe 2: Fachregel
Schruppen vor Schlichten ist der Regelfall, weil zuerst das Materialvolumen reduziert und anschließend die Zielgeometrie fertiggestellt wird. Das Schruppaufmaß muss zur nachfolgenden Bearbeitung passen. Radiales und axiales Aufmaß können unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Hilfe 3: Musterlösung zum Ausbildungsfall
Eine schlüssige Lösung lautet: Rohteil und Spannung definieren → Schruppen mit festgelegtem Aufmaß → Restmaterialsimulation → Schlichtgang für Wände und Boden → vollständige Kollisions- und Materialabtragssimulation → maschinenspezifische NC-Ausgabe → fachliche Freigabe. Der reale Start gehört nicht in die selbstständige Lernaufgabe.
Lerneinheit 5: Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben
| Niveau | Arbeitsauftrag | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Basis | Markiere in einer CAM-Simulation die Flächen, auf denen nach dem Schruppen noch Aufmaß stehen soll. | Richtig ist eine Auswahl, die den späteren Schlichtflächen Materialreserve lässt. Wird schon beim Schruppen auf Zielkontur gefahren, fehlt eine klar getrennte Endbearbeitung. |
| Basis | Ordne die Begriffe Rohteil, Schruppen, Aufmaß, Schlichten und Fertigkontur. | Die Kette ist schlüssig, wenn das Aufmaß als Zwischenzustand zwischen Schruppen und Schlichten erscheint. |
| Anwendung | Vergleiche zwei Simulationen: Variante A lässt 0 mm Aufmaß, Variante B lässt im Ausbildungsfall das definierte Aufmaß. Entscheide, welche zum geplanten getrennten Schrupp-/Schlichtprozess passt. | Variante B passt zum Ausbildungsfall, weil sie bewusst Material für den Schlichtgang reserviert. 0 mm kann in anderen Strategien sinnvoll sein, erfüllt hier aber nicht die geplante Trennung. |
| Anwendung | Prüfe eine Simulation auf mögliche Kollisionen von Werkzeug, Halter und Spannmittel und dokumentiere drei Beobachtungen. | Eine gute Lösung nennt nicht nur den Fräser, sondern berücksichtigt auch Halter, Spannmittel, Rohteil und Rückzugsbewegungen. |
| Transfer | Ändere gedanklich die Forderung von „nur Maßhaltigkeit“ zu „hohe Oberflächengüte“. Welche Prozessentscheidung würdest Du neu prüfen? | Erwartet wird eine begründete Anpassung der Schlichtstrategie, des Werkzeugs oder der Aufmaßverteilung. Ein einzelner pauschaler Zahlenwert reicht nicht. |
| Transfer | Entwickle ein Freigabeformular, mit dem eine Fachperson Simulation, Werkzeugdaten, Spannung, Postprozessor und Schutzkonzept abhaken kann. | Die Lösung ist tragfähig, wenn technische und sicherheitsbezogene Prüfpunkte gemeinsam betrachtet werden und kein automatischer Maschinenstart vorgesehen ist. |
Lerneinheit 6: Messen und Rückmelden

Animation einer Koordinatenmessmaschine: Fertigung endet nicht mit dem Werkzeugweg, sondern mit der Prüfung des Ergebnisses.
Nach einer real freigegebenen Fertigung werden Maße und Oberflächenmerkmale nach betrieblichem Prüfplan kontrolliert. Abweichungen werden nicht „blind“ durch neue CAM-Werte kompensiert, sondern zunächst auf Ursache geprüft: Werkzeugzustand, Spannung, Bezugssystem, Maschine, Temperatur, Strategie oder Eingabefehler können eine Rolle spielen.
Quellen und Medienrechte
Fachquellen:
- Autodesk Fusion Help – Stock to Leave: beschreibt positives Aufmaß sowie radiales und axiales Aufmaß.
- Autodesk Fusion Help – 3D Adaptive Roughing: verweist bei Zustellung und Belastung auf Werkstoff, Werkzeuggröße und Steifigkeit der Aufspannung sowie auf Herstellerangaben.
- DGUV Regel 109-607 – Branche Metallbau: nennt trennende Schutzeinrichtungen und gekapselte Arbeitsräume für CNC-Fräsmaschinen sowie die positionsüberwachte Tür im Automatikbetrieb.
- BGHM – Unfallschwerpunkte an Dreh- und Fräsmaschinen: zeigt unter anderem Risiken durch Programmierfehler, falsche Werkzeugauswahl und Kollisionen.
Medienrechte:
– Wikimedia Commons, Public Domain.
– Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
– Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
– Wikimedia Commons, Public Domain.
– Wikimedia Commons, CC BY 4.0.und
– Wikimedia Commons, Public Domain.
– Wikimedia Commons, Public Domain.
– Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.- Die YouTube-Videos werden nur über den YouTube-Player eingebettet und nicht kopiert. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das Hauptziel des Schruppens im beschriebenen Prozess? (Möglichst viel Material abtragen und Aufmaß stehen lassen) (!Die Endoberfläche ohne weiteren Arbeitsgang erzeugen) (!Die Maschine automatisch starten) (!Das Spannmittel aus der Simulation entfernen)
Was bedeutet positives Aufmaß in der CAM-Planung? (Material bleibt für eine spätere Bearbeitung stehen) (!Das Werkzeug fährt immer schneller) (!Das Werkstück wird automatisch größer gespannt) (!Die Simulation wird übersprungen)
Worauf wirkt radiales Aufmaß vor allem? (Auf die seitlichen Wände) (!Auf die Netzwerkverbindung der Maschine) (!Auf die Farbe des Werkzeugwegs) (!Auf die Dokumentationssprache)
Welche Reihenfolge passt zum getrennten Schrupp- und Schlichtprozess? (Schruppen mit Aufmaß danach Schlichten) (!Schlichten danach Rohteil definieren) (!Maschinenstart danach Simulation) (!Postprozessor danach CAD-Modell)
Was sollte eine sichere Fertigungssimulation zusätzlich zum Fräser berücksichtigen? (Halter Rohteil und Spannmittel) (!Nur die Bildschirmfarbe) (!Nur den Dateinamen) (!Nur die Stückzahl)
Warum gibt es keinen universellen Aufmaßwert? (Weil Werkstoff Geometrie Werkzeug Stabilität und Anforderungen variieren) (!Weil Aufmaß nur bei Drehmaschinen vorkommt) (!Weil CAM grundsätzlich keine Maße verwendet) (!Weil Schlichten immer ohne Werkzeug erfolgt)
Was folgt vor einer realen Fertigung auf die erfolgreiche Simulation? (Fachliche Prüfung und betriebliche Freigabe) (!Automatischer Start ohne Bedienperson) (!Öffnen der Schutztür im Automatikbetrieb) (!Abschalten aller Schutzfunktionen)
Welches Ziel hat der abschließende Schlichtgang im Ausbildungsfall? (Zielgeometrie und geforderte Oberfläche herstellen) (!Möglichst viel Rohmaterial stehen lassen) (!Den Postprozessor ersetzen) (!Das CAD-Modell löschen)
Warum werden radiales und axiales Aufmaß getrennt betrachtet? (Weil Wände und Böden unterschiedliche Materialreserven benötigen können) (!Weil dadurch jede Kollision ausgeschlossen ist) (!Weil dadurch die Maschine ohne Freigabe laufen darf) (!Weil beide Werte immer identisch sein müssen)
Welche Aufgabe hat der Postprozessor? (CAM-Werkzeugwege in eine maschinenspezifische NC-Ausgabe überführen) (!Das Werkstück automatisch einspannen) (!Die Schutzeinrichtung überbrücken) (!Das Aufmaß am realen Teil messen)
Memory
| CAD | Sollgeometrie |
| CAM | Werkzeugweg |
| Schruppen | Volumenabtrag |
| Schlichten | Endbearbeitung |
| Aufmaß | Materialreserve |
| Simulation | Kollisionsprüfung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Digitale Fertigungskette |
|---|---|
| Sollgeometrie | CAD-Modell |
| Ausgangsmaterial | Rohteildefinition |
| Materialreserve | Schruppaufmaß |
| Endkontur | Schlichtoperation |
| Kollisionskontrolle | Fertigungssimulation |
| Maschinenspezifische Ausgabe | Postprozessor |
Kreuzworträtsel
| Aufmass | Wie heißt die bewusst stehen gelassene Materialreserve für eine spätere Bearbeitung? |
| Schruppen | Wie heißt die Bearbeitungsstufe zum großen Materialabtrag? |
| Schlichten | Wie heißt die Bearbeitungsstufe für Endmaß und Oberfläche? |
| Simulation | Wie heißt die virtuelle Prüfung des geplanten Maschinenablaufs? |
| Postprozessor | Wie heißt das CAM-Element für die maschinenspezifische NC-Ausgabe? |
| Spannmittel | Womit wird das Werkstück für die Bearbeitung sicher gehalten? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prozesskette: Zeichne die digitale Kette von CAD bis Freigabe als Ablaufbild und markiere Schruppen und Schlichten.
- Werkzeugvergleich: Suche in einer freigegebenen Werkzeugbibliothek zwei Fräser und beschreibe nur Geometrie und vorgesehenen Einsatz.
- Aufmaß: Erstelle eine Skizze, in der radiales und axiales Aufmaß farblich getrennt dargestellt werden.
- Simulation: Erstelle aus einer CAM-Simulation drei Screenshots: vor Schruppen, nach Schruppen und nach Schlichten.
Standard
- Arbeitsplan: Erstelle für den Ausbildungsfall einen Arbeitsplan mit mindestens sechs Prozessschritten und einer Prüfstelle nach dem Schruppen.
- Restmaterial: Analysiere eine Restmaterialdarstellung und kennzeichne Bereiche, die für den Schlichtgang relevant sind.
- Fehleranalyse: Vergleiche eine sichere und eine fehlerhafte Simulation und begründe mindestens drei Unterschiede.
- Freigabecheckliste: Entwickle eine Checkliste für Rohteil, Nullpunkt, Werkzeug, Halter, Spannmittel, Rückzüge, Postprozessor und Schutzkonzept.
Schwer
- Prozessoptimierung: Entwickle zwei alternative Reihenfolgen für denselben Ausbildungsfall und begründe, welche stabiler und prüfbarer ist.
- Qualitätssicherung: Entwirf einen Prüfplan, der CAD-Sollmaß, simulierten Restzustand und spätere Messwerte miteinander verbindet.
- Interview: Befrage eine Fachkraft zu Freigabeschritten zwischen CAM-Programmierung und realem Maschinenlauf und dokumentiere Unterschiede zur eigenen Planung.
- Transferprojekt: Übertrage das Prinzip Schruppen mit Aufmaß und anschließendes Schlichten auf ein neues Bauteil und begründe Werkzeugwahl, Aufmaßstrategie, Simulation und Freigabepunkte.


Lernkontrolle
- Prozessentscheidung: Erkläre anhand eines neuen Bauteils, warum ein Schruppgang mit bewusstem Aufmaß sinnvoll sein kann und wann Du diese Strategie hinterfragen würdest.
- Fehlerfolge: Analysiere, welche Folgen ein falscher Werkstücknullpunkt für Schruppen, Schlichten und Simulation haben kann.
- Aufmaßstrategie: Begründe, warum radiales und axiales Aufmaß bei einer Tasche unterschiedlich gewählt werden könnten, ohne pauschale Zahlenwerte zu verwenden.
- Simulationsbefund: In einer Simulation berührt der Halter das Spannmittel, der Fräser aber nicht. Bewerte den Befund und formuliere die nächste sichere Handlung.
- Freigabeentscheidung: Eine Werkzeugwegsimulation zeigt keinen Fehler, aber der Postprozessor ist für die konkrete Maschine nicht freigegeben. Begründe, warum noch nicht real gefertigt werden darf.
- Qualitätsregelkreis: Ein reales Prüfmaß weicht vom Soll ab. Entwickle eine strukturierte Ursachenanalyse, bevor CAM-Werte geändert werden.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:
- Schruppen und Schlichten funktional unterscheidest.
- radiales und axiales Aufmaß begründet einsetzt.
- eine prozessgerechte digitale Fertigungskette dokumentierst.
- eine CAM-Simulation auf Restmaterial, Werkzeug, Halter, Spannmittel und Rückzüge prüfst.
- die Grenzen einer Simulation erklärst.
- eine reale Ausführung von Simulation, fachlicher Prüfung und betrieblicher Freigabe trennst.
- eine Transferaufgabe mit nachvollziehbarer Begründung löst.
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