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Bronzezeit in Deutschland – Metalle, Handel und gesellschaftlicher Wandel

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Bronzezeit in Deutschland – Metalle, Handel und gesellschaftlicher Wandel




Einleitung

Die Bronzezeit ist eine Epoche der Ur- und Frühgeschichte, in der Bronze zu einem besonders wichtigen Werkstoff wurde. Für Mitteleuropa wird sie ungefähr auf die Zeit von 2200 bis 800 v. Chr. datiert. Wenn hier von „Bronzezeit in Deutschland“ die Rede ist, ist das Gebiet des heutigen Deutschlands gemeint. Einen deutschen Staat gab es damals noch nicht. Die Menschen lebten in verschiedenen regionalen Gruppen und Kulturen.

Bronze ist meist eine Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie ist härter und für viele Werkzeuge und Waffen besser geeignet als reines Kupfer. Trotzdem bestanden längst nicht alle Gegenstände aus Bronze. Holz, Stein, Knochen, Geweih, Ton und Leder blieben für den Alltag sehr wichtig.

Die Bronzezeit veränderte nicht nur die Technik. Für die Herstellung von Bronze mussten Rohstoffe beschafft, Fachwissen weitergegeben und weite Kontakte gepflegt werden. Dadurch entstanden große Austausch- und Handelsnetze. In einigen Regionen zeigen reiche Gräber, Hortfunde und besondere Gegenstände außerdem stärkere Unterschiede zwischen gesellschaftlichen Gruppen.


Zeit und Raum

Die Bronzezeit begann nicht überall gleichzeitig. In Mitteleuropa setzte sich die Nutzung von Bronze ungefähr ab 2200 v. Chr. durch. Für den Unterricht kann man grob zwischen einer Frühen Bronzezeit, einer Mittleren Bronzezeit und einer Späten Bronzezeit unterscheiden. Die genauen Grenzen unterscheiden sich je nach Region und archäologischem Ordnungssystem.

Im Gebiet des heutigen Deutschlands lebten keine einheitlichen „Bronzezeitmenschen“. Archäologinnen und Archäologen erkennen verschiedene Gruppen an Bestattungsformen, Keramik, Schmuck, Waffen, Hausformen und anderen Funden. In Mitteldeutschland ist für die Frühe Bronzezeit zum Beispiel die Aunjetitzer Kultur bedeutend.

Die Karte zeigt die ungefähre Verbreitung der Aunjetitzer Kultur in Mitteleuropa. Solche Karten sind Rekonstruktionen der Archäologie. Sie zeigen keine modernen Staatsgrenzen und auch keine Staaten im heutigen Sinn.


Woher wissen wir etwas über die Bronzezeit?

Für das Gebiet des heutigen Deutschlands gibt es aus der Bronzezeit keine einheimischen schriftlichen Berichte, in denen Menschen ihren Alltag selbst beschrieben. Unser Wissen stammt deshalb vor allem aus der Archäologie.

Untersucht werden zum Beispiel Siedlungsreste, Gräber, Feuerstellen, Keramik, Werkzeuge, Schmuck, Waffen, Tierknochen, Pflanzenreste und sogenannte Hortfunde. Ein Hortfund ist eine Gruppe von Gegenständen, die gemeinsam niedergelegt wurde. Warum dies geschah, muss im Einzelfall erforscht werden. Manche Horte können Vorräte oder versteckte Wertgegenstände gewesen sein, andere werden als religiöse Niederlegungen gedeutet.

Wichtig ist deshalb: Archäologische Funde sprechen nicht von selbst. Forschende vergleichen Fundorte, Materialien und Spuren und entwickeln daraus begründete Deutungen. Neue Untersuchungsmethoden können ältere Erklärungen verändern.


Bronze: ein neuer Werkstoff mit großem Aufwand

Kupfer war schon vor der Bronzezeit bekannt. Der große technische Schritt bestand darin, Metalle gezielt zu gewinnen, zu schmelzen, zu mischen und zu verarbeiten. Durch die Verbindung von Kupfer mit Zinn entstand eine Bronze, die für viele Anwendungen härter und widerstandsfähiger war als reines Kupfer.

An Dolchen, Beilen, Schwertern, Nadeln, Schmuckstücken und Gefäßen kannst Du erkennen, wie vielseitig Bronze genutzt wurde. Bei der Herstellung waren viele Arbeitsschritte nötig: Erz musste gewonnen, Brennstoff beschafft, Metall geschmolzen, gegossen, gehämmert und geschärft werden. Dafür brauchte man Erfahrung.

Metallhandwerkerinnen und Metallhandwerker verfügten über besonderes Wissen. Ihre Arbeit zeigt eine zunehmende Spezialisierung. Gleichzeitig blieb Bronze kostbar. Ein bronzenes Beil ersetzte also nicht sofort jedes Steinwerkzeug.

Bronze hatte noch einen weiteren Vorteil: Metall konnte eingeschmolzen und neu verarbeitet werden. Dadurch konnten alte oder beschädigte Gegenstände als Rohstoff weiterverwendet werden. Das erschwert allerdings manchmal die archäologische Forschung, weil ältere Metallobjekte vollständig verschwunden sein können.


Handel und Austausch über große Entfernungen

Kupfer und Zinn kamen nicht überall vor. Deshalb war die Bronzeherstellung auf Kontakte zwischen unterschiedlichen Regionen angewiesen. Für Mitteldeutschland zeigen naturwissenschaftliche Untersuchungen, dass viel Kupfer aus dem Ostalpenraum stammte. Auch Zinn musste über größere Entfernungen beschafft werden.

Weitere begehrte Güter waren Bernstein, Gold und Salz. Bernstein gelangte aus nördlichen Regionen nach Süden. Salz wurde unter anderem in Mitteldeutschland gewonnen. Solche Waren konnten gegen andere Güter getauscht oder als Geschenke weitergegeben werden.

Mit „Handel“ ist für die Bronzezeit nicht immer ein Markt mit Geld und festen Preisen gemeint. Häufig sprechen Forschende vorsichtiger von Austausch oder Austauschnetzen. Waren konnten über viele Zwischenstationen weitergegeben werden. Mit ihnen verbreiteten sich auch Formen, Techniken, Ideen und Wissen.

Die im Video vorgestellte blaue Perle aus Esperstedt ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein kleiner Fund auf sehr weite Kontakte hinweisen kann. Materialanalysen helfen dabei, mögliche Herkunftsregionen zu bestimmen.


Alltag: Landwirtschaft, Häuser und Arbeit

Die meisten Menschen lebten weiterhin von Landwirtschaft und Viehzucht. Sie bauten Getreide an, hielten Tiere und nutzten Wälder, Wiesen und Gewässer. In Dörfern standen Häuser aus Holz und anderen vergänglichen Materialien. Deshalb bleiben von Gebäuden oft nur Pfostenlöcher, Gruben oder Herdstellen im Boden erhalten.

Das Bild eines frühbronzezeitlichen Langhauses hilft Dir dabei, Dir Siedlungen vorzustellen. Trotzdem darf man Rekonstruktionen nicht mit Fotografien der Vergangenheit verwechseln. Sie beruhen auf archäologischen Spuren und Vergleichen.

Neben Landwirtschaft gab es viele handwerkliche Tätigkeiten. Menschen stellten Keramik her, verarbeiteten Textilien, Holz, Knochen und Leder und fertigten Schmuck. Metallbearbeitung war nur ein Teil dieser vielfältigen Arbeitswelt.


Gesellschaftlicher Wandel

Die Bronzezeit war nicht überall gleich aufgebaut. Dennoch zeigen einige Regionen deutliche Unterschiede im Besitz und in der Ausstattung von Gräbern. Manche Verstorbene erhielten nur wenige Beigaben, andere wurden mit Waffen, Schmuck, Gold oder besonderen Gefäßen bestattet.

Ein bekanntes Beispiel ist das frühbronzezeitliche Fürstengrab von Leubingen im heutigen Thüringen. Die Bezeichnung „Fürst“ ist eine moderne archäologische Hilfsbezeichnung. Sie bedeutet nicht, dass wir einen Königshof mit schriftlich bekannten Ämtern nachweisen können. Das außergewöhnlich reiche Grab deutet aber darauf hin, dass einzelne Personen eine herausgehobene Stellung hatten.

Macht konnte mit der Kontrolle von Rohstoffen, Handelswegen, Fachwissen, Land, Salzvorkommen oder bewaffneten Gruppen zusammenhängen. Wahrscheinlich wirkten mehrere Faktoren zusammen. Deshalb wäre es zu einfach zu sagen: „Bronze machte automatisch einige Menschen reich.“ Technik, Handel und gesellschaftliche Veränderungen beeinflussten sich gegenseitig.

Auch Frauen konnten eine besondere Stellung besitzen. Reiche Frauengräber zeigen, dass sozialer Rang nicht nur an männlichen Kriegergräbern untersucht werden darf.


Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist einer der bekanntesten Funde der europäischen Bronzezeit. Sie wurde auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt zusammen mit bronzenen Waffen und weiteren Gegenständen entdeckt.

Die Bronzescheibe trägt goldene Darstellungen von Himmelskörpern. Sie gilt als die älteste bislang bekannte konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Ihre Herstellung zeigt hoch entwickelte Metallbearbeitung und weitreichende Kontakte. Untersuchungen weisen darauf hin, dass das Kupfer der Scheibe aus dem Alpenraum stammt.

Die Himmelsscheibe wurde nicht allein gefunden. Gerade die gemeinsame Niederlegung mit Schwertern, Beilen, einem Meißel und Schmuckteilen hilft bei der zeitlichen und kulturellen Einordnung.


Reichtum, Horte und besondere Gräber

Viele bedeutende Bronzezeitfunde stammen nicht aus Siedlungen, sondern aus Gräbern oder Horten. Sie zeigen, welche Gegenstände als wertvoll galten und welche Dinge bewusst dem Alltag entzogen wurden.

Ein eindrucksvolles Beispiel aus Brandenburg ist der Eberswalder Goldschatz aus der späten Bronzezeit. Das folgende Commons-Bild zeigt eine Nachbildung des Fundes.

Auch das sogenannte Königsgrab von Seddin in der Prignitz gehört zu den herausragenden Grabanlagen der späten Bronzezeit. Der Name „Königsgrab“ ist eine moderne Bezeichnung und kein Beweis dafür, dass dort ein König im heutigen Sinn bestattet wurde.

In vielen Regionen veränderten sich gegen Ende der Bronzezeit die Bestattungssitten. Brandbestattungen wurden häufiger. Die verbrannten Überreste konnten in Urnen beigesetzt werden. Deshalb spricht man in Teilen Mitteleuropas von der Urnenfelderkultur beziehungsweise der Urnenfelderzeit.


Gold, Wissen und Symbolik

Neben Bronze wurde auch Gold verarbeitet. Gold war selten, auffällig und leicht formbar. Besonders eindrucksvoll sind dünn ausgetriebene Goldobjekte wie der Goldene Hut von Schifferstadt aus der späten Bronzezeit.

Solche Objekte zeigen große handwerkliche Fähigkeiten. Ihre genaue Bedeutung ist jedoch nicht in allen Einzelheiten geklärt. Vermutlich hatten sie eine besondere soziale oder religiöse Funktion. Bei manchen Goldhüten wird außerdem diskutiert, ob ihre Muster mit Kalenderwissen zusammenhängen könnten. Solche Deutungen müssen als wissenschaftliche Hypothesen kenntlich gemacht werden.


Von der Bronzezeit zur Eisenzeit

Ab ungefähr 800 v. Chr. beginnt in vielen Teilen Mitteleuropas die Eisenzeit. Eisen war schon vorher bekannt, wurde nun aber zunehmend für Werkzeuge und Waffen verwendet. Der Übergang verlief regional unterschiedlich und nicht plötzlich.

Bronze verschwand dabei keineswegs. Sie blieb für Schmuck, Gefäße und viele andere Gegenstände wichtig. Der Wechsel zur Eisenzeit zeigt deshalb gut, dass historische Epochen keine Schalter sind, die an einem bestimmten Tag umgelegt werden.


Was hat sich durch die Bronzezeit verändert?

Die Bronzezeit war eine Epoche tiefgreifender Verbindungen zwischen Technik, Handel und Gesellschaft. Die Herstellung von Bronze erforderte Rohstoffe und Spezialwissen. Dadurch wurden Menschen und Regionen stärker miteinander verbunden. Fernkontakte konnten Wohlstand fördern, aber der Zugang zu wertvollen Gütern war ungleich verteilt.

Gleichzeitig blieben viele Grundformen des Lebens bestehen: Landwirtschaft, Viehzucht, handwerkliche Arbeit und lokale Gemeinschaften waren weiterhin entscheidend. Die Bronzezeit ist deshalb besonders spannend, weil sie sowohl Kontinuität als auch Wandel zeigt.

Wenn Du einen Bronzezeitfund betrachtest, kannst Du Dir drei Fragen stellen: Woraus besteht er? Woher könnten die Rohstoffe stammen? Was verrät sein Fundort über die Menschen, die ihn hergestellt, benutzt oder niedergelegt haben?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Zeitraum liegt die Bronzezeit in Mitteleuropa ungefähr? (2200 bis 800 v. Chr.) (!5000 bis 4000 v. Chr.) (!800 bis 100 v. Chr.) (!100 bis 500 n. Chr.)




Aus welchen Metallen besteht Bronze meist? (Kupfer und Zinn) (!Eisen und Silber) (!Gold und Blei) (!Zinn und Aluminium)




Warum waren weite Austauschnetze für die Bronzeherstellung wichtig? (Kupfer und Zinn kamen nicht überall vor) (!Bronze konnte nur am Meer hergestellt werden) (!Alle Menschen mussten ihre Häuser aus Metall bauen) (!Bronze durfte nur in Städten benutzt werden)




Welche Quelle ist für die Bronzezeit im Gebiet des heutigen Deutschlands besonders wichtig? (Archäologische Funde) (!Gedruckte Zeitungen) (!Fotografien) (!Römische Volkszählungen)




Welche archäologische Kultur ist für die Frühe Bronzezeit in Mitteldeutschland besonders bedeutend? (Aunjetitzer Kultur) (!Karolingerzeit) (!Römisches Kaiserreich) (!Hanse)




Was macht die Himmelsscheibe von Nebra besonders? (Sie zeigt eine sehr frühe konkrete Darstellung astronomischer Phänomene) (!Sie ist die älteste gedruckte Landkarte Deutschlands) (!Sie besteht vollständig aus Eisen) (!Sie wurde im Mittelalter hergestellt)




Was deutet das reiche Grab von Leubingen an? (Einige Menschen hatten eine herausgehobene gesellschaftliche Stellung) (!Alle Menschen besaßen gleich viel Gold) (!Es gab bereits moderne Wahlen) (!Die Landwirtschaft war aufgegeben worden)




Was ist ein Hortfund? (Eine gemeinsam niedergelegte Gruppe von Gegenständen) (!Ein vollständig erhaltenes Wohnhaus) (!Eine schriftliche Steuerliste) (!Ein römischer Grenzturm)




Welche Bestattungsform wurde in vielen Regionen der späten Bronzezeit häufiger? (Brandbestattung) (!Mumifizierung) (!Bestattung in Pyramiden) (!Seebestattung auf Wikingerschiffen)




Was kennzeichnet den Übergang zur Eisenzeit? (Eisen wurde zunehmend für Werkzeuge und Waffen verwendet) (!Bronze verschwand sofort vollständig) (!Landwirtschaft wurde verboten) (!Alle Handelswege brachen gleichzeitig ab)





Memory

Bronze Kupfer und Zinn
Hortfund gemeinsame Niederlegung
Himmelsscheibe Nebra
Leubingen herausgehobene Grablege
Bernstein Fernhandel
Gussform Metallverarbeitung
Urnenfelder Brandbestattung
Archäologie materielle Quellen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kupfer und Zinn Bronze
Nebra Himmelsscheibe
Leubingen reiche Grablege
Eberswalde Goldschatz
Seddin spätes Hügelgrab






Kreuzworträtsel

Bronze Welche Legierung gab einer ganzen Epoche ihren Namen?
Bernstein Welches begehrte Material wurde über weite Strecken von nördlichen Regionen nach Süden weitergegeben?
Leubingen Wie heißt der Fundort eines berühmten frühbronzezeitlichen Fürstengrabs in Thüringen?
Nebra Mit welchem Ort ist die berühmte Himmelsscheibe verbunden?
Hortfund Wie nennt man eine gemeinsam niedergelegte Gruppe archäologischer Gegenstände?
Archäologie Welche Wissenschaft untersucht materielle Spuren vergangener Gesellschaften?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Bronzezeit begann in Mitteleuropa ungefähr um

. Bronze besteht meist aus Kupfer und

. Weil wichtige Rohstoffe nicht überall vorkamen, entstanden weiträumige

. Unser Wissen über die Bronzezeit stammt vor allem aus der

. Ein berühmter Fund aus Sachsen-Anhalt ist die

. Das reiche Grab von Leubingen weist auf gesellschaftliche

hin. In vielen Regionen wurden in der späten Bronzezeit

häufiger. Um etwa 800 v. Chr. begann in vielen Teilen Mitteleuropas die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bronzezeit-Fundstück: Wähle ein im aiMOOC gezeigtes Fundstück aus und beschreibe Material, Form, mögliche Nutzung und Fundzusammenhang in fünf bis acht Sätzen.
  2. Handelswege der Bronzezeit: Zeichne eine einfache Karte Europas und markiere mögliche Wege von Kupfer, Zinn, Bernstein und Salz zum Gebiet des heutigen Deutschlands.
  3. Archäologische Quelle: Erstelle ein Fundprotokoll für einen erfundenen Bronzegegenstand mit Fundort, Material, Zustand und drei Fragen, die Forschende dazu stellen könnten.
  4. Bronzezeit-Glossar: Gestalte ein bebildertes Glossar mit mindestens acht Begriffen aus dem aiMOOC.


Standard

  1. Bronze herstellen: Erstelle ein Erklärplakat, das die Schritte vom Erz bis zum fertigen Bronzegegenstand zeigt. Nutze ausschließlich ungefährliche, theoretische Darstellungen und führe keine Schmelzversuche durch.
  2. Himmelsscheibe von Nebra: Produziere einen kurzen Audiobeitrag, in dem Du erklärst, was die Himmelsscheibe über Handwerk, Wissen und Fernkontakte verrät.
  3. Gesellschaft in der Bronzezeit: Vergleiche ein reich ausgestattetes Grab mit einem einfachen Grab und formuliere vorsichtige Aussagen darüber, was daraus über soziale Unterschiede geschlossen werden kann.
  4. Museum der Bronzezeit: Plane eine kleine Ausstellung mit fünf Stationen zu Alltag, Metall, Handel, Glauben und gesellschaftlichem Wandel.


Schwer

  1. Quellenkritik Bronzezeit: Untersuche zwei unterschiedliche Deutungen eines Hortfundes und erkläre, welche Belege jeweils dafür oder dagegen sprechen könnten.
  2. Fernhandel und Macht: Verfasse eine begründete Stellungnahme zur Frage, ob Kontrolle über Rohstoffe und Handelswege gesellschaftliche Macht verstärken konnte.
  3. Experimentelle Archäologie: Recherchiere ein Projekt zur experimentellen Archäologie der Bronzezeit und bewerte, was Experimente zeigen können und wo ihre Grenzen liegen.
  4. Bronzezeit vor Ort: Plane eine Exkursion zu einem archäologischen Museum oder Fundort in Deiner Region. Entwickle vorher zehn Forschungsfragen und dokumentiere anschließend Deine Ergebnisse.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Metall und Gesellschaft: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie Metallverarbeitung, Fachwissen und gesellschaftliche Unterschiede miteinander verbunden sein konnten.
  2. Fernhandel: Entwickle eine Ursache-Wirkungs-Kette vom fehlenden lokalen Zinnvorkommen bis zur Entstehung weiter Austauschnetze.
  3. Archäologische Deutung: Ein Grab enthält ein Schwert, Goldschmuck und seltene Importgüter. Formuliere drei mögliche Aussagen über die bestattete Person und nenne jeweils eine Grenze der Deutung.
  4. Hortfund: Vergleiche die Erklärungen „versteckter Vorrat“ und „religiöse Niederlegung“. Welche zusätzlichen Funde oder Beobachtungen könnten helfen, zwischen beiden Möglichkeiten zu unterscheiden?
  5. Himmelsscheibe und Handel: Zeige, wie Materialanalysen an der Himmelsscheibe Hinweise auf Fernkontakte liefern können, ohne dass schriftliche Handelsverträge überliefert sind.
  6. Epochenwandel: Erkläre, warum der Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit als längerer Prozess und nicht als plötzlicher Wechsel verstanden werden sollte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und archäologische Quellen kritisch deuten kannst.

  1. Zeitliche Einordnung: Du kannst die Bronzezeit in Mitteleuropa ungefähr zwischen 2200 und 800 v. Chr. einordnen und regionale Unterschiede beachten.
  2. Metallurgie: Du kannst erklären, was Bronze ist und warum ihre Herstellung spezielles Wissen und Rohstoffe erforderte.
  3. Handel und Austausch: Du kannst begründen, warum Kupfer, Zinn, Bernstein, Salz und andere Güter weiträumige Kontakte förderten.
  4. Gesellschaftlicher Wandel: Du kannst an Gräbern und Hortfunden zeigen, wie Archäologinnen und Archäologen soziale Unterschiede untersuchen.
  5. Quellenkritik: Du kannst zwischen Fund, Beobachtung und Deutung unterscheiden und Unsicherheiten benennen.
  6. Transfer: Du kannst technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander in Beziehung setzen.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Die Bronzezeit verbindet technische Entwicklungen mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen. Besonders wichtig sind Metallverarbeitung, Fernkontakte, archäologische Quellen, Bestattungssitten und Fragen nach Macht und gesellschaftlicher Ungleichheit.


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