Zum Inhalt springen

Baden-Baden entdecken - Baden-Württemberg

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Baden-Baden entdecken - Baden-Württemberg



Baden-Baden entdecken - Baden-Württemberg


Einleitung

Baden-Baden liegt im Westen Baden-Württembergs am Rand des Schwarzwalds. Durch die Stadt fließt die Oos. Schon seit der Antike prägen heiße Quellen den Ort. Aus einem römischen Badeplatz entwickelte sich über viele Jahrhunderte eine internationale Kur- und Kulturstadt. Besonders im 19. Jahrhundert kamen Gäste aus vielen Ländern nach Baden-Baden: zur Kur, zur Unterhaltung, zu Konzerten, zum Glücksspiel, zu politischen Begegnungen und zum gesellschaftlichen Austausch.

Heute kannst Du in Baden-Baden Geschichte an vielen Stellen direkt im Stadtbild lesen. Römische Badruinen, das klassizistische Kurhaus, die Trinkhalle, das Friedrichsbad, die Lichtentaler Allee, Villen, Kirchen verschiedener Konfessionen sowie moderne Kulturgebäude zeigen, wie sich die Stadt immer wieder verändert hat. Seit 2021 gehört Baden-Baden gemeinsam mit zehn weiteren europäischen Kurstädten zum transnationalen UNESCO-Welterbe „The Great Spa Towns of Europe“.

Dieser aiMOOC richtet sich an die Klassen 7–10. Du untersuchst, wie Thermalwasser Stadtentwicklung auslösen kann, wie Architektur gesellschaftliche Vorstellungen sichtbar macht, warum Baden-Baden im 19. Jahrhundert international wurde und wie die Stadt mit den Brüchen des 20. Jahrhunderts umgeht.


Lage, Landschaft und die Idee der Kurstadt

Baden-Baden liegt in einem Tal am westlichen Rand des Schwarzwalds und nahe der Oberrheinischen Tiefebene. Diese Lage war für die Entwicklung wichtig: Die Stadt war über Verkehrswege mit dem Rheinraum, dem Elsass und anderen Teilen Europas verbunden. Gleichzeitig bot die bewaldete Umgebung eine Landschaft, die im 19. Jahrhundert gut zum Ideal einer Erholungs- und Kurstadt passte.

Eine Kurstadt ist mehr als ein Ort mit einem Bad. Historische europäische Kurstädte verbanden natürliche Heil- oder Thermalquellen mit Badehäusern, Trinkkuren, Spazierwegen, Gärten, Hotels, Konzertsälen, Theatern und Orten der Begegnung. Gesundheit, Freizeit, Repräsentation und Kultur bildeten ein Gesamtsystem. Deshalb gehören in Baden-Baden nicht nur Bäder zum historischen Erbe, sondern auch Parkanlagen, Gesellschaftsbauten und Verkehrswege.

Die Lichtentaler Allee macht dieses Zusammenspiel besonders gut sichtbar. Der Landschaftspark folgt der Oos und verbindet Natur, Villen, Kunst- und Kulturgebäude. Flanieren war dabei nicht bloß Spazierengehen: Im 19. Jahrhundert konnte die Promenade auch eine gesellschaftliche Bühne sein, auf der Menschen sich trafen, gesehen wurden, Gespräche führten und Kontakte knüpften.


Von Aquae zur mittelalterlichen Stadt

Die heißen Quellen am Florentinerberg waren schon in der Römerzeit entscheidend. Um 74 n. Chr. entstand im Zuge der römischen Herrschaft im Südwesten ein Ort, der Aquae genannt wurde. Die Quellen wurden für Badeanlagen genutzt. Der Platz stand außerdem mit dem römischen Legionsstandort im heutigen Straßburg in Verbindung. Unter Kaiser Caracalla wurden die Anlagen im frühen 3. Jahrhundert ausgebaut und erneuert.

Die römischen Badruinen erinnern daran, dass Baden-Badens Geschichte als Badeort fast zwei Jahrtausende zurückreicht. Gleichzeitig solltest Du den Begriff „Kur“ nicht einfach auf die Antike übertragen: Römische Thermen waren Orte der Körperpflege, Erholung und sozialen Begegnung, während die europäische Kurstadt des 18. und 19. Jahrhunderts ein anderes medizinisches, gesellschaftliches und städtebauliches System entwickelte.

Nach dem Ende der römischen Herrschaft veränderte sich der Ort grundlegend. Im Mittelalter wurde Baden Sitz der Markgrafen von Baden. Um 1100 entstand die Burg Hohenbaden, das heutige Alte Schloss. Das 1245 gegründete Kloster Lichtenthal wurde eng mit der markgräflichen Geschichte verbunden. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts entwickelte sich Baden zur Stadt. Damit lagen mehrere historische Schichten übereinander: römischer Badeort, mittelalterliche Stadt und fürstliche Residenz.

Ein tiefer Einschnitt war 1689 die Zerstörung Baden-Badens im Pfälzischen Erbfolgekrieg. 1705 wurde die markgräfliche Residenz nach Rastatt verlegt. Die spätere Wiederbelebung Baden-Badens beruhte deshalb immer stärker auf seiner Funktion als Bade- und Kurort.


Das 19. Jahrhundert: „Sommerhauptstadt Europas“

Im späten 18. und vor allem im 19. Jahrhundert stieg Baden-Baden zu einem international bekannten Modebad auf. Die Stadt wurde häufig als „Sommerhauptstadt Europas“ bezeichnet. Entscheidend war nicht nur das Thermalwasser. Neue Gebäude, Hotels, Verkehrsverbindungen, Gärten, Veranstaltungen und die Spielbank machten Baden-Baden für wohlhabende und einflussreiche Gäste attraktiv.

Friedrich Weinbrenner und der Wasserbauingenieur Johann Gottfried Tulla planten ab 1810 ein neues Kurviertel. Zwischen 1821 und 1824 entstand das neue Conversationshaus, das heutige Kurhaus. Es wurde zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Der französische Spielbankpächter Jean-Jacques Bénazet und später sein Sohn Édouard förderten die Entwicklung des Kurviertels zusätzlich. So verband sich badische Baugeschichte mit französischem Unternehmertum und einem internationalen Publikum.

Die 1839–1842 nach Plänen von Heinrich Hübsch errichtete Trinkhalle zeigt, wie wichtig das Ritual der Trinkkur und des Wandelns war. Ihre lange Säulen- und Arkadenfront schafft einen geschützten Raum zum Gehen und Begegnen. Wandbilder mit regionalen Sagen verbinden die internationale Kurstadt zugleich mit Erzählungen aus Baden und dem Schwarzwald.

Das 1877 eröffnete Friedrichsbad steht für eine andere Seite der Kurarchitektur. Das im Stil der Renaissance gestaltete Badehaus galt bei seiner Eröffnung als besonders modern. Technik, Hygiene, medizinische Vorstellungen und repräsentative Architektur wurden miteinander verbunden. Ein historischer Blick auf das Gebäude lässt erkennen, wie sehr ein Bad zugleich Nutzbau und städtisches Wahrzeichen sein konnte.


Architektur lesen: Was Gebäude über Gesellschaft verraten

Architektur ist eine historische Quelle. Beim Kurhaus kannst Du zum Beispiel auf Symmetrie, Säulen, klare Proportionen und die Wirkung eines repräsentativen Eingangs achten. Diese Merkmale passen zum Klassizismus, der sich an der Architektur der griechisch-römischen Antike orientierte. Das Gebäude sollte Ordnung, Würde und gesellschaftliche Bedeutung ausstrahlen.

Die Trinkhalle verbindet die praktische Funktion des Wandelns mit einer langen, offenen Fassadenwirkung. Das Friedrichsbad greift Formen der Renaissance auf und gehört damit in den Historismus, in dem ältere Baustile bewusst neu verwendet wurden. Das Theater Baden-Baden wurde 1859–1862 nach Plänen des Pariser Architekten Charles Couteau errichtet. Sein Bau macht den starken französischen Kultureinfluss auf die Kurstadt sichtbar.

Auch Parks gehören zur gebauten Stadt. In der Lichtentaler Allee wurden Wege, Baumgruppen, Sichtachsen, Flusslauf und Gebäude so miteinander verbunden, dass eine gestaltete Landschaft entstand. Das zeigt: Stadtplanung besteht nicht nur aus Häusern, sondern auch aus Freiräumen, Bewegungswegen und Blickbeziehungen.


Internationale Kultur und Begegnungen

Baden-Baden war im 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Adel, Politik, Kunst und Literatur. 1860 fand hier ein Fürstenkongress statt, an dem unter anderem der französische Kaiser Napoléon III. und zahlreiche deutsche Regenten teilnahmen. Solche Begegnungen zeigen, dass Kurstädte auch politische Kontaktorte sein konnten.

Künstlerinnen und Künstler prägten das internationale Image der Stadt. Clara Schumann ließ sich 1863 in Baden-Baden nieder. Johannes Brahms, Richard Wagner und Victor Hugo besuchten die Stadt. Die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot machte ihr Haus zu einem wichtigen Treffpunkt des europäischen Kulturlebens. Der russische Schriftsteller Iwan Turgenew lebte mehrere Jahre in Baden-Baden; auch Fjodor Dostojewski hielt sich in der Stadt auf. Russische Gäste waren so präsent, dass 1880 eine russisch-orthodoxe Kirche gebaut wurde.

Diese Internationalität hatte mehrere Seiten. Sie ermöglichte kulturellen Austausch, machte die Stadt aber auch abhängig von einem wohlhabenden Publikum und von Moden des Tourismus. Die Spielbank war Teil dieser Geschichte. Sie brachte Gäste und Einnahmen, aber Glücksspiel konnte auch zu persönlichen Krisen führen. Für den Geschichtsunterricht ist deshalb wichtig, Glanz und soziale Probleme nicht voneinander zu trennen.


Brüche im 20. Jahrhundert: Diktatur, Verfolgung und Krieg

Die Geschichte Baden-Badens besteht nicht nur aus Glanz, Bädern und Kultur. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurden auch in Baden-Baden demokratische Strukturen beseitigt und Menschen aus rassistischen, politischen und anderen Gründen verfolgt. Die 1899 errichtete Synagoge stand für das gewachsene jüdische Leben der Stadt. In den Novemberpogromen 1938 wurde sie zerstört. Jüdische Männer wurden misshandelt, verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. 1940 wurden jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Baden-Baden nach Gurs deportiert.

Diese Ereignisse zeigen, warum historische Stadtspaziergänge auch Orte des Gedenkens einbeziehen sollten. Wer nur die prachtvolle Architektur betrachtet, bekommt ein unvollständiges Bild. Erinnerungskultur fragt deshalb: Wer gehörte zur Stadtgesellschaft? Wer wurde ausgeschlossen? Welche Spuren sind verschwunden, und wie kann heute an sie erinnert werden?

Im Zweiten Weltkrieg blieb ein großer Teil des historischen Stadtbilds erhalten, doch auch Baden-Baden erlebte Kriegsschäden und Tote. 1945 marschierten französische Truppen ein. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Sitz der französischen Militärverwaltung in Deutschland. Damit begann ein neues Kapitel der deutsch-französischen Geschichte.


Nach 1945: Rundfunk, Europa und neue Kulturorte

In der französischen Besatzungszone entstand 1946 der Südwestfunk mit Hauptsitz in Baden-Baden. Rundfunk wurde damit Teil des demokratischen und kulturellen Neubeginns. Aus dem Südwestfunk und dem Süddeutschen Rundfunk ging 1998 der Südwestrundfunk hervor. Die jahrzehntelange französische Präsenz endete 1999 mit dem vollständigen Abzug der französischen Streitkräfte aus der Stadt.

Auch die Kulturarchitektur veränderte sich. 1998 wurde das Festspielhaus Baden-Baden eröffnet. Der ehemalige Stadtbahnhof wurde in den neuen Gebäudekomplex integriert. So treffen an einem Ort historische Verkehrsgeschichte und moderne Konzert- und Opernkultur aufeinander.

2004 eröffnete das Museum Frieder Burda. Der amerikanische Architekt Richard Meier entwarf einen hellen, modernen Museumsbau in der Lichtentaler Allee. Seine Architektur steht bewusst im Dialog mit der Parklandschaft und der benachbarten Kunsthalle. Damit kannst Du in Baden-Baden besonders gut vergleichen, wie sich Vorstellungen von repräsentativer Architektur zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert verändert haben.


UNESCO-Welterbe: Eine Stadt als Teil einer europäischen Geschichte

Seit 2021 ist Baden-Baden Teil des UNESCO-Welterbes „The Great Spa Towns of Europe“. Es handelt sich um ein serielles und transnationales Welterbe: Elf Kurstädte in sieben europäischen Ländern bilden gemeinsam eine Welterbestätte. Neben Baden-Baden gehören dazu unter anderem Bad Ems, Bad Kissingen, Bath, Spa, Vichy und Karlsbad.

Die gemeinsame Idee lautet: Keine einzelne Stadt kann die gesamte Geschichte der europäischen Kurkultur zeigen. Erst im Vergleich werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar. Typisch sind natürliche Mineralquellen, Bade- und Trinkgebäude, Gärten, Gesellschaftsbauten, Hotels und eine Infrastruktur, die auf internationale Gäste ausgerichtet war.

Welterbestatus bedeutet deshalb nicht, eine Stadt „einzufrieren“. Die Herausforderung besteht darin, historische Gebäude und Landschaften zu schützen und die Stadt gleichzeitig als heutigen Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln. Genau daraus entsteht eine wichtige Frage für Dich: Wie kann Baden-Baden sein historisches Erbe bewahren, ohne zu einem Museum ohne Alltagsleben zu werden?


Begriffe zum Merken

Aquae bezeichnet den römischen Ort, der sich an den heißen Quellen entwickelte. Kurstadt meint eine Stadt, in der Heilquellen, Bäder, medizinische Angebote, Gärten, Unterkünfte und gesellschaftlich-kulturelle Einrichtungen zusammenwirken. Klassizismus orientiert sich an Formen der griechisch-römischen Antike. Historismus greift ältere Baustile auf und verwendet sie in neuer Zeit erneut. Transnational bedeutet, dass etwas über Staatsgrenzen hinweg organisiert oder verbunden ist. Erinnerungskultur beschreibt, wie eine Gesellschaft an Vergangenheit erinnert, besonders auch an Unrecht, Verfolgung und Gewalt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum entstand in römischer Zeit der Badeort Aquae? (Weil dort heiße Quellen genutzt werden konnten) (!Weil dort ein großer Seehafen lag) (!Weil dort Kohle im Tagebau gewonnen wurde) (!Weil dort eine Kaiserpfalz gebaut wurde)




Wer entwarf das Kurhaus als zentrales Gebäude des neuen Kurviertels? (Friedrich Weinbrenner) (!Richard Meier) (!Charles Couteau) (!Max Laeuger)




Was kennzeichnet eine historische europäische Kurstadt besonders? (Die Verbindung von Heilquellen mit Bädern Kultur Gärten und Gesellschaftsleben) (!Eine ausschließliche Nutzung als Militärstandort) (!Eine Stadt ohne Hotels und Verkehrswege) (!Eine reine Industriezone außerhalb von Wohngebieten)




Warum wurde Baden-Baden im 19. Jahrhundert international bekannt? (Weil Kur Kultur Verkehr und gesellschaftliches Leben Gäste aus vielen Ländern anzogen) (!Weil die Stadt damals zur deutschen Hauptstadt wurde) (!Weil dort der größte Seehafen Europas entstand) (!Weil alle europäischen Universitäten dorthin verlegt wurden)




Zu welchem UNESCO-Welterbe gehört Baden-Baden seit 2021? (The Great Spa Towns of Europe) (!Hanseatic Cities of Europe) (!Castles of the Rhine) (!Roman Capitals of Europe)




Welches Gebäude wurde von Heinrich Hübsch entworfen? (Die Trinkhalle) (!Das Museum Frieder Burda) (!Das Festspielhaus) (!Die Burg Hohenbaden)




Was wurde 1877 in Baden-Baden eröffnet? (Das Friedrichsbad) (!Das Museum Frieder Burda) (!Das Festspielhaus) (!Der Südwestfunk)




Was geschah mit der Baden-Badener Synagoge im November 1938? (Sie wurde im nationalsozialistischen Pogrom zerstört) (!Sie wurde zum Rathaus umgebaut) (!Sie wurde nach Frankreich versetzt) (!Sie wurde als Museum eröffnet)




Welche Entwicklung prägte Baden-Baden nach 1945 besonders? (Französische Militärverwaltung und der Aufbau des Südwestfunks) (!Der Bau einer deutschen Kolonie in Übersee) (!Die Verlegung der Bundesregierung nach Baden-Baden) (!Die Aufgabe aller Kulturinstitutionen)




Wer entwarf das 2004 eröffnete Museum Frieder Burda? (Richard Meier) (!Friedrich Weinbrenner) (!Heinrich Hübsch) (!Johann Gottfried Tulla)





Memory

Aquae römischer Badeort
Friedrich Weinbrenner Kurhaus
Heinrich Hübsch Trinkhalle
Jean-Jacques Bénazet Spielbank und Gesellschaftsleben
Lichtentaler Allee Landschaftspark
Richard Meier Museum Frieder Burda





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion oder Bedeutung
Kurhaus Gesellschaft und Veranstaltungen
Trinkhalle Wandelgang und Trinkkur
Friedrichsbad Thermalbad
Lichtentaler Allee Parklandschaft und Promenade
Festspielhaus Oper und Konzert




...


Kreuzworträtsel

Aquae Wie hieß der römische Badeort an den heißen Quellen?
Weinbrenner Wie hieß der Architekt des Kurhauses mit Nachnamen?
Hübsch Wie hieß der Architekt der Trinkhalle mit Nachnamen?
Friedrichsbad Welches historische Thermalbad wurde 1877 eröffnet?
Welterbe Welchen Status erhielt Baden-Baden 2021 gemeinsam mit zehn europäischen Kurstädten?
Viardot Welche international bekannte Sängerin und Komponistin machte ihr Haus zum Kulturtreffpunkt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der römische Badeort an den heißen Quellen hieß

. Das zentrale Gesellschaftsgebäude des Kurviertels ist das

. Die lange Wandelhalle wurde von Heinrich Hübsch als

errichtet. Das 1877 eröffnete historische Thermalbad heißt

. Die große Park- und Promenadenlandschaft an der Oos ist die

. Im 19. Jahrhundert wurde Baden-Baden oft als Sommerhauptstadt

bezeichnet. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Baden-Badener

zerstört. Nach 1945 wurde die Stadt ein wichtiger Ort der französischen

. Der 1946 gegründete Rundfunksender hieß

. Seit 2021 gehört Baden-Baden zum UNESCO-Welterbe der bedeutenden europäischen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Architekturdetektiv: Wähle ein Gebäude aus dem aiMOOC und markiere auf einem selbst erstellten Bild oder einer Skizze drei Merkmale, an denen Du Funktion oder Baustil erkennen kannst.
  2. Stadtplan: Zeichne eine einfache Entdeckungsroute vom Kurhaus über Trinkhalle und Lichtentaler Allee bis zu einem Kulturort und begründe Deine Reihenfolge.
  3. Postkarte: Schreibe eine fiktive Postkarte aus Baden-Baden im Jahr 1865. Beschreibe, was eine jugendliche Begleitperson eines Kurgastes in der Stadt beobachten könnte.
  4. Zeitstrahl: Gestalte sechs Bildkarten zu römischer Zeit, Mittelalter, 19. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit und UNESCO-Welterbe.


Standard

  1. Architekturvergleich: Vergleiche Kurhaus und Museum Frieder Burda. Untersuche Material, Formen, Licht, Umgebung und die Wirkung auf Besucherinnen und Besucher.
  2. Audioguide: Produziere einen zwei- bis dreiminütigen Audioguide zu einem historischen Ort in Baden-Baden. Verbinde mindestens zwei Zeitebenen.
  3. Interview: Entwickle Fragen für ein Interview mit einer Person aus Museum, Denkmalpflege, Tourismus oder Stadtgesellschaft über die Bedeutung des historischen Erbes.
  4. Kulturstadt: Erstelle ein Plakat, das erklärt, warum Baden-Baden im 19. Jahrhundert Menschen aus verschiedenen Ländern anzog. Zeige dabei mindestens drei Ursachen und zwei Folgen.


Schwer

  1. Digitale Ausstellung: Entwickle eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Internationales Baden-Baden“. Nutze Gebäude, Personen und Ereignisse als Stationen und erkläre ihre Verbindungen.
  2. Erinnerungskultur: Entwirf eine Station für einen Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte. Überlege, wie Information, Gedenken und Respekt miteinander verbunden werden können.
  3. Welterbe-Debatte: Führe eine Pro-und-Contra-Debatte zu einer fiktiven modernen Baumaßnahme in der Welterbezone. Entwickle Kriterien für eine begründete Entscheidung.
  4. Dokumentarfilm: Produziere ein kurzes Video zur Leitfrage „Wie wurde aus heißen Quellen eine internationale Kulturstadt?“. Verbinde Naturraum, Architektur, Politik und Kultur.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre in einer Wirkungskette, wie Thermalquellen langfristig Gebäude, Verkehr, Tourismus und gesellschaftliches Leben beeinflussen konnten.
  2. Architektur im Vergleich: Zeige an zwei Gebäuden, wie unterschiedliche Zeiten unterschiedliche Vorstellungen von Repräsentation, Öffentlichkeit und Kultur ausdrücken.
  3. Internationalität: Beurteile die Aussage „Baden-Baden wurde nicht nur wegen des Wassers international“. Nutze historische Beispiele und ordne ihre Bedeutung.
  4. Erinnerungskultur: Erkläre, warum die Geschichte der Synagoge und der Verfolgung jüdischer Menschen zu einem Stadtrundgang über Baden-Baden gehören muss, auch wenn der Schwerpunkt auf Kurarchitektur liegt.
  5. Nachkriegszeit: Untersuche, wie französische Besatzung, Rundfunk und Kultur zeigen, dass die Geschichte Baden-Badens nach 1945 zugleich regional, deutsch und europäisch ist.
  6. Welterbe: Entwickle drei Kriterien, nach denen heutige Bauprojekte in einer historischen Kurstadt bewertet werden könnten, und begründe sie.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Daten kennst, sondern Zusammenhänge erklären und historische Orte deuten kannst.

  1. Entwicklung: Du kannst die Entwicklung vom römischen Badeort über die Residenz- und Kurstadt bis zur heutigen Kultur- und Welterbestadt in Grundzügen erklären.
  2. Kurstadt: Du kannst erläutern, wie Thermalwasser, Bäder, Hotels, Gärten, Verkehr, Unterhaltung und Kultur zusammenwirken.
  3. Architektur: Du kannst an Kurhaus, Trinkhalle, Friedrichsbad oder Museum Frieder Burda Merkmale beschreiben und mit ihrer Zeit verbinden.
  4. Internationalität: Du kannst erklären, warum Menschen, Kultur und Politik aus verschiedenen Ländern die Stadt prägten.
  5. Brüche: Du kannst Verfolgung und Zerstörung während des Nationalsozialismus in die Stadtgeschichte einordnen und die Bedeutung von Erinnerungskultur erklären.
  6. Transfer: Du kannst Chancen und Konflikte des UNESCO-Welterbes auf heutige Stadtentwicklung übertragen.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte