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BK6 - Licht und Farbe digital malen

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BK6 - Licht und Farbe digital malen



BK6 - Licht und Farbe digital malen


Einleitung

Licht macht Formen sichtbar, Schatten zeigt ihre räumliche Lage, und Farbe entscheidet stark darüber, welche Stimmung ein Bild bekommt. Beim digitalen Malen kannst Du diese Wirkungen gezielt planen: Du kannst Lichtquellen verschieben, Schatten auf eigenen Ebenen verändern, warme und kühle Farben gegeneinander setzen und die Atmosphäre einer Szene mit wenigen Farbentscheidungen vollständig verändern.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du eine einfache digitale Szene Schritt für Schritt durch Lichtquelle, Lichtseite, Schattenseite, Schlagschatten, Farbtemperatur und Atmosphäre gestaltest. Du arbeitest nicht an einem bestimmten Programm, sondern an Grundlagen, die in vielen Zeichen- und Malprogrammen funktionieren. Besonders geeignet ist ein Programm mit Ebenen, Pinseln, Farbwähler und Deckkraftregler.

Diese digitale Landschaft wurde in Krita gemalt. Untersuche sie zuerst nur mit Deinen Augen: Wo vermutest Du die wichtigste Lichtquelle? Welche Bereiche sind besonders hell? Welche Farben wirken warm, welche kühl? Wie entsteht die Abendstimmung?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie eine Lichtquelle die Helligkeit und die Richtung eines Schattens bestimmt. Du kannst an einfachen Körpern Lichtseite, Schattenseite und Schlagschatten unterscheiden. Du kannst warme und kühle Farben gezielt einsetzen und beschreiben, wie Farbtemperatur und Farbstimmung zusammenwirken. Du kannst eine digitale Malerei so planen, dass Licht und Farbe eine erkennbare Atmosphäre erzeugen.


Differenzierung G / M / E

Niveau Schwerpunkt Erwartung
G – Grundniveau Erkennen und Anwenden Du findest die Lichtquelle, setzt eine klare Licht- und Schattenseite, verwendest eine einfache warme oder kühle Farbpalette und erzeugst eine gut erkennbare Stimmung.
M – Mittleres Niveau Erklären und Variieren Du unterscheidest Formschatten und Schlagschatten, arbeitest mit weichen und harten Schattenkanten, passt Farben an das Licht an und begründest Deine Farbwahl.
E – Erweitertes Niveau Untersuchen und Gestalten Du berücksichtigst zusätzlich Umgebungslicht, reflektiertes Licht, mehrere Farbtemperaturen oder Gegenlicht und setzt Licht gezielt als Mittel für Bildwirkung und Atmosphäre ein.

Du kannst bei Übungen immer auf Deinem Niveau starten und später eine schwierigere Erweiterung ausprobieren.


Licht sehen, bevor Du malst

Eine digitale Malerei wirkt glaubwürdig, wenn die Beleuchtung in sich verständlich ist. Deshalb beginnt gutes Lichtmalen nicht mit Effekten, sondern mit Beobachtung. Frage Dich zuerst: Woher kommt das Licht? Dann: Welche Flächen zeigen zur Lichtquelle und welche von ihr weg?

Eine Lichtquelle kann die Sonne, eine Lampe, ein Bildschirm, ein Fenster, eine Straßenlaterne oder ein erfundenes magisches Licht sein. Für den Anfang ist eine Hauptlichtquelle besonders hilfreich. Sie macht die Richtung des Lichts eindeutig.

Die Kerze zeigt anschaulich, wie eine einzelne Lichtquelle ihre Umgebung prägt. Für eigene Schulversuche brauchst Du keine offene Flamme: Eine Taschenlampe oder LED-Leuchte ist sicherer und lässt sich gut bewegen.


Lichtquelle und Lichtrichtung

Stell Dir eine Kugel vor. Trifft Licht von links oben auf die Kugel, wird die linke obere Seite heller. Die abgewandte Seite wird dunkler. Hinter der Kugel entsteht auf dem Untergrund ein Schlagschatten. Verschiebst Du die Lichtquelle, verändern sich Lichtseite und Schattenlage.

Beim digitalen Malen kannst Du die Lichtrichtung zuerst mit einem kleinen Pfeil am Bildrand markieren. Dieser Pfeil muss später nicht im fertigen Bild bleiben. Er hilft Dir aber, alle Schatten nach derselben Beleuchtungslogik anzulegen.

G: Markiere in einer einfachen Szene eine Hauptlichtquelle und eine Schattenrichtung.

M: Begründe, warum der Schlagschatten auf der vom Licht abgewandten Seite liegt.

E: Untersuche zusätzlich, wie sich die Schattenform ändert, wenn die Lichtquelle sehr tief oder sehr hoch steht.


Harte und weiche Schatten

Ein Schatten hat nicht immer dieselbe Kante. Eine sehr kleine oder weit entfernte Lichtquelle kann relativ harte Schatten erzeugen. Eine große oder diffuse Lichtquelle erzeugt meist weichere Übergänge. Entscheidend ist, wie groß die Lichtquelle vom Objekt aus erscheint.

Bei einer punktförmig wirkenden Lichtquelle ist die Schattenkante deutlich.

Bei einer flächigen Lichtquelle entsteht eine weichere Schattenkante mit Übergangsbereich.

Für Deine digitale Malerei bedeutet das: Nutze nicht überall denselben Pinselrand. Eine harte Schattenkante wirkt anders als ein weicher Übergang. Dadurch kannst Du Material, Entfernung und Lichtsituation überzeugender gestalten.


Formschatten und Schlagschatten

Formschatten liegt auf dem Körper selbst. Er entsteht dort, wo die Oberfläche von der Lichtquelle wegdreht. Schlagschatten liegt auf einer anderen Fläche, zum Beispiel auf dem Boden oder an einer Wand. Er zeigt, dass ein Körper Licht blockiert.

Ein Schlagschatten ist beim digitalen Malen besonders nützlich, weil er ein Objekt optisch mit dem Boden verbindet. Ohne Schlagschatten wirken Gegenstände manchmal, als würden sie schweben.


Ein einfacher Kugel-Test

Male eine graue Kugel auf neutralem Hintergrund. Lege danach nur drei Helligkeitsbereiche an: hell, mittel und dunkel. Ergänze anschließend einen Schlagschatten. Prüfe zum Schluss, ob der Schlagschatten wirklich von der Lichtquelle wegführt.

G: Arbeite mit drei klaren Helligkeitsstufen.

M: Füge weichere Übergänge hinzu und variiere die Schattenkante.

E: Ergänze ein schwaches reflektiertes Licht an der Schattenseite, ohne die Schattenseite heller als die Lichtseite zu machen.


Farbe ist nicht nur bunt

Beim Malen hat jede Fläche eine Lokalfarbe: Ein roter Ball bleibt grundsätzlich ein roter Ball. Doch das Licht verändert, wie diese Farbe erscheint. Warmes Licht kann Gelb-, Orange- oder Rottöne betonen. Kühles Licht kann stärker bläulich oder neutral wirken. Schatten sind deshalb nicht einfach nur „dieselbe Farbe plus Schwarz“.

Der Farbkreis hilft Dir, warme und kühle Farbbereiche zu vergleichen. In der Kunst ist „warm“ oder „kühl“ eine Wahrnehmungs- und Gestaltungsbeschreibung. Sie ist nicht dasselbe wie eine gemessene physikalische Temperatur.


Farbtemperatur von Licht

Bei Lichtquellen wird Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Dabei gibt es eine Besonderheit: Licht mit niedrigerer Farbtemperatur erscheint häufig rötlich-gelb und wird umgangssprachlich als warm empfunden. Licht mit höherer Farbtemperatur erscheint eher weiß-bläulich und wird als kühl empfunden.

Für die Kunst ist wichtig: Du musst in Klasse 6 keine Kelvinwerte auswendig lernen. Entscheidend ist, dass Du den Unterschied zwischen warm wirkendem Licht und kühl wirkendem Licht erkennst und gestalterisch nutzen kannst.


Warme und kühle Lichtstimmungen

Vergleiche eine Szene in der goldenen Stunde mit einer Szene in der blauen Stunde.

Warmes, tiefes Sonnenlicht kann Gelb-, Orange- und Rottöne verstärken und lange Schatten erzeugen.

Nach Sonnenuntergang kann die Umgebung stärker blau oder blauviolett erscheinen. Dieser Farbcharakter erzeugt eine ganz andere Atmosphäre, obwohl die dargestellte Landschaft ähnlich sein könnte.


Licht und Schatten als Farbkontrast

Eine einfache Gestaltungsregel für Übungen lautet: Wenn das Hauptlicht warm wirkt, kannst Du die Schatten etwas kühler anlegen; wirkt das Hauptlicht kühl, können warme Gegenfarben in den Schatten einen spannenden Kontrast bilden. Das ist keine starre Naturregel. Es ist eine nützliche künstlerische Strategie, die Du ausprobieren und mit Beobachtungen vergleichen kannst.


Atmosphäre mit Farbe gestalten

Atmosphäre bedeutet, welche Stimmung ein Bild vermittelt: freundlich, ruhig, geheimnisvoll, gefährlich, kühl, sonnig, neblig, träumerisch oder dramatisch. Licht und Farbe wirken dabei zusammen.

Eine helle Szene mit warmen Gelb- und Orangetönen kann freundlich oder energiereich wirken. Eine Szene mit dunklem Blau, Violett und schwachen Kontrasten kann ruhig oder geheimnisvoll wirken. Sehr starke Hell-Dunkel-Kontraste können Spannung erzeugen.

Silhouetten zeigen, wie stark eine Atmosphäre allein durch Hell-Dunkel-Kontrast und Farbfläche entstehen kann.

Eine digitale Nachtszene kann mit wenigen großen Farbflächen und gezielt gesetzten Lichtbereichen wirken. Achte darauf, wie wenig Licht nötig ist, um Blickpunkte zu erzeugen.


Sättigung, Helligkeit und Kontrast

Helligkeit beschreibt, wie hell oder dunkel eine Farbe erscheint. Sättigung beschreibt vereinfacht, wie kräftig oder gedämpft eine Farbe wirkt. Kontrast beschreibt den Unterschied zwischen Bildbereichen.

Wenn Du einen Blickpunkt hervorheben willst, kannst Du dort mehr Helligkeitskontrast oder Farbsättigung einsetzen. Wenn der Hintergrund ruhiger wirken soll, kannst Du Kontraste und Sättigung reduzieren. So lenkst Du den Blick.


Atmosphäre im direkten Vergleich

Erstelle aus derselben Skizze zwei Versionen. In Version A malst Du einen warmen Abend mit orangefarbenem Licht. In Version B malst Du eine kühle Nacht mit blauem Licht. Form und Perspektive bleiben gleich. Nur Licht, Schatten und Farbpalette verändern sich.

G: Nutze pro Version höchstens fünf Hauptfarben.

M: Passe auch die Schattenfarben an die Lichtstimmung an.

E: Nutze zusätzlich einen zweiten, schwächeren Farbakzent als Umgebungs- oder Gegenlicht.


Digitale Werkzeuge bewusst einsetzen

Digitale Malprogramme können traditionelle Maltechniken nachahmen, bieten aber zusätzlich Werkzeuge wie Ebenen, Auswahlbereiche, Transparenz und flexible Farbkorrekturen.

Digitale Pinsel können zum Beispiel Aquarellwirkungen simulieren. Entscheidend ist trotzdem nicht der Spezialpinsel, sondern Deine Entscheidung über Form, Licht, Farbe und Kante.


Ebenen sinnvoll nutzen

Eine mögliche einfache Ebenenstruktur lautet:

  1. Skizze: grobe Formen und Komposition
  2. Grundfarben: große Farbflächen ohne Lichtdetails
  3. Schatten: Formschatten und Schlagschatten
  4. Licht: helle Bereiche und Lichtakzente
  5. Atmosphäre: Farbnebel, Hintergrund oder Farbanpassung
  6. Details: kleine Lichtpunkte, Materialhinweise und Kantenkorrekturen

Du musst nicht immer sechs Ebenen verwenden. Für G reichen oft drei Ebenen: Grundfarbe, Schatten, Licht. Für M und E können getrennte Ebenen helfen, Varianten zu testen.


Pinsel, Deckkraft und Kanten

Ein harter Pinsel eignet sich für klare Silhouetten und harte Schatten. Ein weicher Pinsel eignet sich für Lichtverläufe oder diffuse Schatten. Niedrige Deckkraft hilft beim schrittweisen Aufbau, kann aber auch schnell zu matschigen Übergängen führen. Prüfe deshalb immer wieder, ob wichtige Formen klar bleiben.


Ebenenmodi mit Vorsicht

Viele Programme bieten Ebenenmodi wie „Multiplizieren“ oder „Negativ multiplizieren“. Sie können beim Schattieren oder Aufhellen helfen. Aber sie ersetzen nicht das Beobachten. Wenn Du noch am Grundprinzip arbeitest, ist es oft besser, Schattenfarben bewusst selbst auszuwählen.


Lichtstudien: kleine Übungen mit großer Wirkung

Eine Lichtstudie ist kein fertiges Meisterwerk. Sie ist eine kurze Untersuchung. Du malst denselben einfachen Gegenstand mehrfach und veränderst nur eine Bedingung.


Lichtstudie A: Lichtposition

Male eine Kugel oder einen Würfel dreimal:

  1. Licht von links oben
  2. Licht von rechts
  3. Licht von unten

Vergleiche danach, wie sich die Stimmung verändert. Licht von unten kann ungewohnt oder dramatisch wirken, weil wir im Alltag oft Licht von oben gewohnt sind.


Lichtstudie B: Schattenkante

Male dieselbe Kugel einmal mit einem harten und einmal mit einem weichen Schlagschatten. Verwende dazu die beiden Medien zur Punkt- und Flächenlichtquelle weiter oben als Vergleich.


Lichtstudie C: Farbtemperatur

Male dieselbe Szene zweimal. Version 1 erhält warmes Hauptlicht und kühler wirkende Schatten. Version 2 erhält kühles Hauptlicht und einen warmen Gegenakzent. Vergleiche, welche Version ruhiger, lebendiger oder dramatischer wirkt.


Vorbild und Vergleich: Hell-Dunkel

Starke Hell-Dunkel-Kontraste wurden lange vor der digitalen Malerei eingesetzt. In der Kunstgeschichte wird für besonders deutliche Hell-Dunkel-Gestaltung oft der Begriff Chiaroscuro verwendet.

Vergleiche eine traditionelle Hell-Dunkel-Studie mit einer digitalen Lichtstudie: Die Werkzeuge sind verschieden, aber die grundlegenden Fragen bleiben ähnlich. Wo ist der hellste Bereich? Wo liegt der tiefste Schatten? Welche Kanten sind hart, welche weich? Wo wird Dein Blick hingelenkt?


Workflow: Von der Idee zur digitalen Lichtszene

Nutze diesen Ablauf als Orientierung:

  1. Motiv wählen: Einfache Szene mit 1–3 Hauptobjekten.
  2. Lichtquelle festlegen: Richtung, Größe und warm/kühl bestimmen.
  3. Große Helligkeiten setzen: Noch keine kleinen Details.
  4. Schatten prüfen: Formschatten und Schlagschatten logisch ausrichten.
  5. Farbpalette begrenzen: Wenige Hauptfarben auswählen.
  6. Atmosphäre verstärken: Hintergrund, Kontrast und Sättigung anpassen.
  7. Details sparsam ergänzen: Nur dort, wo sie wichtig sind.
  8. Kontrolle: Bild verkleinern und prüfen, ob Lichtquelle und Stimmung sofort erkennbar sind.

Datei:Speedpainting timelapse Krita 2.8.webm

Ein Speedpainting zeigt gut, dass große Formen und Farbmassen oft zuerst festgelegt werden. Beobachte, wann Details dazukommen und wie lange die großen Flächen wichtig bleiben.


G/M/E-Projekt: Eine Szene, drei Anspruchsniveaus

Wähle als Motiv zum Beispiel ein Zimmer mit Fenster, eine Bushaltestelle am Abend, eine Fantasielandschaft oder einen Gegenstand auf einem Tisch.

Niveau Pflicht Erweiterung
G Eine Hauptlichtquelle, klare Licht- und Schattenseite, ein Schlagschatten, begrenzte Farbpalette Zwei Versionen derselben Szene: warm und kühl
M Zusätzlich weiche und harte Schattenkanten, begründete Farbtemperatur, deutlicher Blickpunkt Reflektiertes Licht oder farbiges Umgebungslicht
E Zusätzlich komplexere Lichtstimmung, etwa Gegenlicht oder zwei unterschiedliche Lichtfarben Bewusster Einsatz von Kontrast, Sättigung und Kanten zur Blickführung


Selbstkontrolle vor dem Export

Prüfe Dein Bild mit diesen Fragen: Ist die Hauptlichtquelle erkennbar? Zeigen die Schlagschatten von der Lichtquelle weg? Passt die Weichheit der Schatten zur Lichtquelle? Gibt es einen klaren Unterschied zwischen Lichtseite und Schattenseite? Wirken die Schatten farbig statt nur schwarz? Unterstützt die Farbpalette die gewünschte Atmosphäre? Ist der wichtigste Bereich des Bildes durch Kontrast oder Licht gut sichtbar?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was solltest Du beim digitalen Lichtmalen zuerst festlegen? (Die Hauptlichtquelle) (!Die Anzahl der Pinsel) (!Die Dateigröße) (!Die Signatur)




Wohin fällt ein Schlagschatten bei einer einzelnen Hauptlichtquelle meistens? (Von der Lichtquelle weg) (!Direkt zur Lichtquelle) (!Immer senkrecht nach unten) (!Immer nach rechts)




Was ist ein Formschatten? (Ein Schatten auf dem Körper selbst) (!Ein Schatten nur auf dem Boden) (!Ein farbiger Hintergrund) (!Ein Glanzpunkt)




Welche Lichtquelle erzeugt typischerweise weichere Schattenkanten? (Eine große flächige Lichtquelle) (!Eine ideal punktförmige Lichtquelle) (!Eine gezeichnete Konturlinie) (!Eine Farbpalette)




Was beschreibt die Farbtemperatur einer Lichtquelle? (Den Farbeindruck des Lichts) (!Die Größe des Bildes) (!Die Härte des Pinsels) (!Die Anzahl der Ebenen)




Welche Aussage zur Farbtemperatur in Kelvin ist richtig? (Höhere Kelvinwerte können bläulicher und kühler wirken) (!Höhere Kelvinwerte sind immer orange) (!Kelvin misst die Bildauflösung) (!Kelvin bestimmt die Schattenlänge)




Welche Farbkombination kann eine warme Abendstimmung unterstützen? (Orangegelbes Licht mit gedämpften kühlen Schatten) (!Nur reines Schwarz und Weiß) (!Nur Neonfarben gleicher Helligkeit) (!Nur graue Konturen ohne Licht)




Wozu hilft ein Schlagschatten in einer Szene? (Er verankert ein Objekt räumlich auf einer Fläche) (!Er löscht die Lichtquelle) (!Er macht jedes Objekt durchsichtig) (!Er ersetzt die Grundfarbe)




Welche Änderung kann einen Blickpunkt stärker hervorheben? (Mehr Helligkeitskontrast am wichtigen Bereich) (!Alle Bereiche gleich kontrastreich machen) (!Die Lichtquelle entfernen) (!Jede Farbe entsättigen)




Was ist für eine Lichtstudie besonders sinnvoll? (Nur eine Bedingung gezielt verändern) (!Jedes Mal Motiv und Stil vollständig wechseln) (!Keine Schatten verwenden) (!Nur mit dem Radiergummi arbeiten)





Memory

Hauptlicht wichtigste Lichtquelle der Szene
Formschatten dunkler Bereich auf dem Körper
Schlagschatten Schatten auf einer anderen Fläche
Halbschatten weicher Übergangsbereich
Farbtemperatur Farbeindruck einer Lichtquelle
Sättigung Stärke oder Reinheit einer Farbe
Atmosphäre wahrgenommene Stimmung eines Bildes
Gegenlicht Lichtquelle hinter dem Motiv





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Hauptlicht bestimmt die wichtigste Lichtrichtung
Formschatten liegt auf dem Körper selbst
Schlagschatten liegt auf Boden oder anderer Fläche
Warme Palette enthält häufig Gelb Orange und Rot
Kühle Palette enthält häufig Blau Türkis und Violett
Weiche Schattenkante passt häufig zu großer diffuser Lichtquelle




...


Kreuzworträtsel

Schatten Wie heißt ein dunkler Bereich, der durch fehlendes oder vermindertes Licht entsteht?
Lichtquelle Wie nennt man den Ursprung des Lichts in einer Szene?
Farbkreis Welches Hilfsmittel ordnet Farbtöne kreisförmig?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied zwischen Bildbereichen?
Sättigung Wie heißt die Stärke oder Reinheit einer Farbe?
Atmosphäre Wie nennt man die wahrgenommene Stimmung einer Szene?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim digitalen Malen solltest Du zuerst die wichtigste

festlegen. Ein dunkler Bereich auf dem Körper selbst heißt

. Ein Schatten auf dem Boden oder einer anderen Fläche heißt

. Eine große Lichtquelle erzeugt häufig eine eher

Schattenkante. Warm wirkendes Licht enthält oft gelbliche oder

Farbeindrücke. Kühl wirkendes Licht kann eher

erscheinen. Die Farbtemperatur einer Lichtquelle wird technisch in

angegeben. In der Kunst beschreibt eine warme oder kühle Farbwirkung vor allem eine

. Ein starker Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen heißt

. Die Stärke oder Reinheit einer Farbe wird als

bezeichnet. Eine begrenzte Farbpalette kann eine Bildstimmung stärker

. Licht und Farbe beeinflussen gemeinsam die

eines Bildes.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. G – Lichtpfeil: Fotografiere oder zeichne einen einfachen Gegenstand unter einer Lampe oder LED. Markiere anschließend auf einer Kopie die Lichtquelle, die Lichtseite und die Schattenseite.
  2. G – Kugelstudie: Male digital eine Kugel mit drei Helligkeitsstufen und ergänze einen Schlagschatten.
  3. G – Zwei Farbpaletten: Erstelle für dieselbe Szene eine warme und eine kühle Palette mit jeweils höchstens fünf Hauptfarben.
  4. G – Stimmungswechsel: Verändere ein eigenes Bild so, dass es einmal freundlich und einmal geheimnisvoll wirkt. Ändere nur Licht und Farbe, nicht die Formen.


Standard

  1. M – Schattenkanten-Labor: Male denselben Gegenstand einmal mit hartem und einmal mit weichem Schatten. Erkläre schriftlich, welche Lichtquelle jeweils dazu passen könnte.
  2. M – Warmes Licht, kühler Schatten: Gestalte eine kleine Szene mit warmem Hauptlicht und kühler wirkenden Schatten. Begründe Deine Farbwahl.
  3. M – Medienvergleich: Vergleiche die Fotografie der goldenen Stunde mit der blauen Stunde. Übertrage je eine Farbidee in zwei digitale Miniaturen.
  4. M – Ebenenworkflow: Dokumentiere Deinen Malprozess mit drei Zwischenständen: Grundfarben, Licht und Schatten, Atmosphäre. Schreibe zu jedem Zwischenstand zwei Sätze.


Schwer

  1. E – Gegenlichtszene: Entwirf eine Szene mit Licht hinter dem Motiv. Nutze Silhouette, Randlicht und Schlagschatten so, dass die Lichtrichtung klar bleibt.
  2. E – Reflektiertes Licht: Male eine farbige Fläche neben eine Kugel und zeige, wie deren Farbe schwach in der Schattenseite der Kugel wieder auftauchen kann.
  3. E – Zwei Lichtquellen: Gestalte eine Szene mit einem warmen Hauptlicht und einem kühlen schwächeren Zweitlicht. Vermeide dabei, dass die Beleuchtung unübersichtlich wird.
  4. E – Lichtregie erklären: Wähle eine digitale Malerei oder ein Gemälde und erstelle eine Analyse mit eingezeichneten Lichtwegen, Schattenarten, Farbtemperaturen und einer Begründung der Atmosphäre.




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Lernkontrolle

  1. Lichtlogik prüfen: Du erhältst eine Szene, in der Lichtquelle und Schlagschatten nicht zusammenpassen. Markiere den Fehler, korrigiere den Schatten und begründe Deine Änderung.
  2. Farbwirkung übertragen: Beschreibe, wie Du dieselbe Straßenszene einmal als heißen Sommertag und einmal als kalten Winterabend darstellen würdest. Beziehe Lichtfarbe, Schatten, Helligkeit und Sättigung ein.
  3. Harter oder weicher Schatten: Entscheide für zwei Situationen – kleine Schreibtischlampe und großer bedeckter Himmel – welche Schattenkanten plausibler sind. Begründe.
  4. Atmosphäre gestalten: Entwirf eine begrenzte Farbpalette für die Stimmung „ruhig vor einem Gewitter“ und erkläre die Funktion von mindestens drei Farben.
  5. Bild verbessern: Überarbeite eine digitale Malerei, in der alle Flächen gleich hell und gleich gesättigt sind. Entwickle einen klaren Blickpunkt durch Licht und Farbe.
  6. Licht als Erzählmittel: Plane eine Szene, in der ein unerwartetes Licht eine Geschichte erzählt. Begründe Position, Farbe und Stärke der Lichtquelle.
  7. G M E Vergleich: Löse dieselbe Kugelstudie zuerst auf G-Niveau und erweitere sie anschließend auf M oder E. Beschreibe, welche zusätzlichen Entscheidungen nötig wurden.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Bild zeigst, sondern Deinen Gestaltungsprozess erklären kannst. Dein Lernnachweis sollte enthalten: eine erkennbare Hauptlichtquelle, nachvollziehbare Form- und Schlagschatten, eine bewusst gewählte warme oder kühle Farbwirkung, eine klare Atmosphäre, mindestens eine dokumentierte Zwischenstufe und eine kurze Reflexion über Deine Entscheidungen.

Auf G-Niveau zeigst Du eine sichere Grundanwendung. Auf M-Niveau erklärst und variierst Du Licht, Schatten und Farbtemperatur. Auf E-Niveau untersuchst Du komplexere Lichtwirkungen und setzt sie bewusst zur Bildaussage ein.




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