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BK6 - Kunstprojekt für einen fiktiven Social-Media-Kanal

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BK6 - Kunstprojekt für einen fiktiven Social-Media-Kanal




BK6 - Kunstprojekt für einen fiktiven Social-Media-Kanal


Einleitung

In diesem aiMOOC entwickelst Du als Kunstprojekt eine zusammenhängende Bild- und Medienserie für einen ausschließlich simulierten Social-Media-Kanal. Es wird kein echtes Konto angelegt, nichts öffentlich hochgeladen und niemand muss persönliche Daten, Fotos von sich selbst oder private Informationen verwenden. Der Social-Media-Kanal ist nur ein gestalterischer Rahmen: Du arbeitest auf Papier, mit ausgedruckten Vorlagen, mit einer Präsentationssoftware oder mit einem lokal genutzten Bild- beziehungsweise Videoprogramm.

Das Projekt richtet sich an die Klasse 6 und verbindet Bildende Kunst, Grafikdesign, Fotografie, Typografie, Collage, Stop-Motion, Medienbildung, Urheberrecht, Datenschutz und Netiquette. Du lernst, wie einzelne Bilder, Texte und kurze Bewegtbilder gemeinsam eine erkennbare visuelle Sprache bilden.

Leitidee des Projekts: Aus einem einfachen, unproblematischen Alltags- oder Schulgegenstand entsteht eine komplette Kunstserie. Geeignet sind zum Beispiel ein Bleistift, ein Radiergummi, eine Büroklammer, ein Blatt Papier, ein Pinsel, ein Lineal oder ein selbst gefaltetes Papierobjekt. Personen, private Nachrichten, Markenlogos, Kennzeichen, Wohnorte und andere persönliche Informationen bleiben bewusst außen vor.


Das Wichtigste zuerst: Dieser Kanal bleibt fiktiv

Für das gesamte Projekt gelten fünf Grundregeln:

  1. Simulation: Du gestaltest Beiträge nur als Entwurf, Ausdruck, Folie oder lokale Datei. Es wird kein echtes Social-Media-Profil erstellt.
  2. Datenschutz: Verwende keine privaten Namen, Adressen, Standorte, Telefonnummern, Benutzernamen oder erkennbaren Gesichter.
  3. Recht am eigenen Bild: Fotografiere keine Personen für die Serie. So vermeidest Du unnötige Probleme mit Einwilligungen.
  4. Urheberrecht: Nutze vor allem eigene Zeichnungen, eigene Fotos, selbst gestaltete Formen und selbst aufgenommene Geräusche. Fremde Medien dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Nutzung erlaubt ist und die Lizenzbedingungen eingehalten werden.
  5. Sicherheit: Verwende keine gefährlichen Situationen, riskanten Challenges oder Inhalte, die andere beleidigen, bloßstellen oder unter Druck setzen.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du erklären und praktisch zeigen, wie Farbe, Form, Kontrast, Komposition, Typografie und Bildrhythmus zusammenwirken. Du kannst eine Serie planen, einen einfachen Styleguide erstellen, eine Bildfolge gestalten, eine kurze Stop-Motion-Sequenz entwickeln und begründen, warum Deine Arbeiten zusammengehören.

Außerdem kannst Du zwischen eigener Gestaltung, frei nutzbaren Medien und urheberrechtlich geschützten fremden Inhalten unterscheiden. Du lernst, Quellen zu dokumentieren und verantwortungsvoll mit digitalen Bildern umzugehen.


Projektidee: Der simulierte Kunstkanal „FORMFUNK 6“

Für den fiktiven Kunstkanal verwenden wir den Arbeitsnamen FORMFUNK 6. Du darfst einen eigenen erfundenen Kanalnamen wählen, solange er keine reale Person, Firma oder bestehende Marke nachahmt.

Deine gesamte Serie folgt dem Motto:

„Ein Gegenstand – sechs künstlerische Blickwinkel“

Alle sechs Beiträge zeigen denselben Gegenstand oder greifen seine Form, Farbe oder Funktion auf. Dadurch entsteht ein roter Faden. Gleichzeitig benutzt jeder Beitrag ein anderes bildnerisches Verfahren.


Die sechs Beiträge der Serie

Beitrag Gestaltung Ziel
1. Kanalzeichen Entwickle aus der Form Deines Gegenstands ein einfaches Symbol oder Signet. Wiedererkennung schaffen.
2. Farbpost Gestalte Deinen Gegenstand mit einer bewusst gewählten Farbpalette und starken Farbkontrasten. Wirkung von Farbe untersuchen.
3. Fotopost Fotografiere den Gegenstand als Nahaufnahme und nutze eine bewusste Bildaufteilung. Komposition und Blickführung erproben.
4. Typopost Kombiniere ein kurzes selbst formuliertes Wort oder einen kurzen Satz mit einer klaren Schriftgestaltung. Typografie als Bildmittel einsetzen.
5. Collage-Serie Erstelle drei zusammengehörige Teilbilder aus eigenen Zeichnungen, eigenen Fotos, Papierformen oder frei nutzbarem Material. Wiederholung, Ausschnitt und Variation gestalten.
6. Mini-Clip Erstelle eine kurze Stop-Motion-Sequenz mit dem Gegenstand. Ziel sind etwa 6 bis 12 Sekunden. Bewegung, Rhythmus und visuelles Erzählen erproben.

Die Beiträge müssen nicht auf einer echten Plattform funktionieren. Entscheidend ist, dass sie wie eine durchdachte Kunstserie wirken.


Farbe als gemeinsames Gestaltungsmittel

Farbe kann Stimmungen erzeugen, Aufmerksamkeit lenken und einzelne Beiträge miteinander verbinden. Für Deine Serie legst Du deshalb früh eine kleine Farbpalette fest. Zwei bis vier Hauptfarben reichen in Klasse 6 völlig aus.

Der Farbkreis hilft Dir, Beziehungen zwischen Farben zu erkennen. Gegenüberliegende Farben können starke Kontraste erzeugen. Benachbarte Farben wirken häufig ruhiger und verwandter.

Arbeitsidee: Schneide kleine Farbfelder aus Papier aus oder male vier Farbfelder. Lege sie nebeneinander und prüfe, ob sie als gemeinsame Serie funktionieren.

Das Video führt in wichtige Grundlagen der Farbgestaltung ein. Es ist englischsprachig, lässt sich aber durch die gezeigten Beispiele gut visuell nachvollziehen.


Farbstrategie für FORMFUNK 6

Wähle eine dieser Strategien:

  1. Kontrast: Eine helle und eine dunkle Farbe treffen deutlich aufeinander.
  2. Komplementärkontrast: Zwei stark unterschiedliche Farben stehen sich gegenüber.
  3. Farbverwandtschaft: Ähnliche Farbtöne erzeugen einen ruhigen Zusammenhalt.
  4. Akzentfarbe: Eine Farbe taucht in jedem Beitrag nur an einer kleinen, aber wichtigen Stelle auf.

Wichtig ist nicht, möglichst viele Farben einzusetzen, sondern Farben bewusst zu wiederholen.


Bildaufbau und Komposition

Ein Bild wirkt nicht nur durch das Motiv, sondern auch dadurch, wo etwas im Bild steht. Ein Motiv in der Mitte wirkt anders als ein Motiv am Rand. Viel freie Fläche kann Ruhe erzeugen. Ein angeschnittener Gegenstand kann Spannung erzeugen.

Die sogenannte Drittelregel teilt eine Bildfläche gedanklich in neun Felder. Wichtige Bildteile können an Linien oder Schnittpunkten liegen. Diese Regel ist eine Gestaltungshilfe und kein Zwang.

Das Video erklärt die Drittelregel ausdrücklich für Kinder und Jugendliche. Übertrage die Idee anschließend auf Deinen Fotopost.


Experiment: Drei Ausschnitte, ein Gegenstand

Fotografiere denselben Gegenstand dreimal:

  1. Nahaufnahme: Zeige nur einen kleinen Ausschnitt.
  2. Freie Fläche: Platziere den Gegenstand so, dass viel leerer Raum sichtbar bleibt.
  3. Anschnitt: Lasse einen Teil des Gegenstands bewusst aus dem Bild ragen.

Vergleiche anschließend: Welche Variante passt am besten zu Deinem Kanalstil?


Raster und Layout

Ein Layout ordnet Bild, Text und freie Fläche. Ein Raster hilft dabei, Größen und Abstände wiederholbar zu machen.

Für Deine simulierten Beiträge kannst Du mit einem einfachen Raster arbeiten: Teile ein Quadrat zunächst gedanklich in gleich große Bereiche. Lege fest, wo Bild, Überschrift, kleines Symbol und freie Fläche erscheinen dürfen.

Eine gute Serie braucht nicht sechs identische Beiträge. Sie braucht aber wiederkehrende Regeln. Das kann zum Beispiel derselbe Rand, dieselbe Position des Kanalzeichens oder dieselbe Akzentfarbe sein.


Mini-Styleguide

Bevor Du die sechs Beiträge gestaltest, legst Du einen kleinen Styleguide an.

Bereich Deine Festlegung
Kanalname Erfunden, kurz, ohne echte persönliche Daten.
Kanalzeichen Eine einfache Form aus Deinem gewählten Gegenstand.
Farbpalette Zwei bis vier Hauptfarben.
Schriftwirkung Zum Beispiel sachlich, verspielt, laut, ruhig oder geometrisch.
Layoutregel Zum Beispiel gleicher Rand, gleiches Symbol oder gleiche Textposition.
Bildwirkung Zum Beispiel nah, klar, kontrastreich, geheimnisvoll oder dynamisch.


Typografie: Wenn Schrift zum Bild wird

Typografie bedeutet die Gestaltung von Schrift. Dazu gehören Schriftart, Größe, Gewicht, Abstand, Zeilenlänge und Position. In Deinem Typopost soll Schrift nicht nur Information liefern, sondern selbst ein Gestaltungselement sein.

Achte besonders auf drei Dinge: Lesbarkeit, Hierarchie und Kontrast. Eine wichtige Überschrift darf größer oder kräftiger sein. Nebentext kann kleiner werden. Zu viele verschiedene Schriften lassen ein Layout schnell unruhig wirken.

Das Video zeigt grundlegende Prinzipien der Typografie wie Schriftwahl, Kombination, Abstand und Hierarchie.


Historische Layout-Inspiration

Auch lange vor heutigen sozialen Netzwerken wurden Schrift, Bild und Fläche gezielt miteinander kombiniert.

Untersuche die Anzeige nicht danach, ob sie „modern“ aussieht, sondern nach ihren Gestaltungsmitteln: Wo steht Text? Wo entsteht freie Fläche? Welche Größenunterschiede fallen auf? Welche Wirkung hat die klare Ordnung?

Dieses historische Beispiel zeigt, wie Typografie selbst zu einer auffälligen Bildform werden kann. Für Deine eigene Arbeit gilt: nicht kopieren, sondern ein Prinzip erkennen und neu anwenden.


Collage und Bildserie

Eine Collage entsteht, wenn unterschiedliche Bildelemente zu einer neuen Gesamtgestaltung zusammengesetzt werden. Für das Projekt eignen sich besonders selbst gezeichnete Formen, selbst fotografierte Ausschnitte, farbiges Papier, eigene Frottagen, selbst geschriebene Wörter und frei nutzbare Materialien.

Achte bei Deiner dreiteiligen Collage-Serie auf eine gemeinsame Klammer. Das kann dieselbe Farbe, derselbe Gegenstandsausschnitt, dieselbe Form oder dieselbe Textposition sein.

Dreierfolge für Deine Collage:

  1. Detail: Zeige einen sehr kleinen Ausschnitt.
  2. Wiederholung: Wiederhole eine Form mehrfach.
  3. Verwandlung: Verändere die Form so stark, dass sie fast abstrakt wird.


Kurzvideo und Stop-Motion

Beim Stop-Motion werden einzelne Bilder nacheinander aufgenommen. Zwischen den Aufnahmen wird ein Gegenstand nur ein kleines Stück bewegt. Beim Abspielen entsteht der Eindruck von Bewegung.

Das Video von Tate Kids erklärt kindgerecht, wie aus einzelnen Aufnahmen eine kleine Animation entsteht.

Für Deinen Clip gilt: Eine einfache Idee ist besser als eine komplizierte Handlung. Dein Gegenstand kann zum Beispiel langsam ins Bild rutschen, sich drehen, aus Papierformen „zusammenbauen“ oder in eine gezeichnete Form übergehen.


Storyboard für den Mini-Clip

Plane zuerst auf Papier.

Phase Frage Beispiel
Start Was sieht man zuerst? Leere Fläche und Kanalzeichen.
Bewegung Was verändert sich? Der Gegenstand bewegt sich schrittweise.
Überraschung Was passiert Unerwartetes? Eine Papierform erscheint.
Ende Wie endet die Bewegung? Gegenstand und Kanalzeichen bilden ein gemeinsames Bild.

Verwende möglichst gleichmäßiges Licht und bewege die Kamera zwischen den Einzelbildern nicht. Für den Ton eignet sich Stille, ein selbst erzeugtes Geräusch oder Material, dessen Nutzung eindeutig erlaubt ist. Fremde aktuelle Musik wird nicht einfach aus dem Internet übernommen.


Medien- und Rechtscheck

Wikimedia Commons ist ein Medienarchiv, in dem viele Bilder unter freien Lizenzen oder gemeinfrei bereitgestellt werden. Trotzdem musst Du bei jeder Datei die jeweilige Dateiseite und Lizenz prüfen. Eine freie Lizenz kann Bedingungen wie Namensnennung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen enthalten.

Für dieses Projekt ist die einfachste und sicherste Strategie: Erstelle möglichst viel selbst.

Material Für das Schulprojekt geeignet? Was ist zu beachten?
Eigenes Foto eines Gegenstands Ja Keine Personen, privaten Daten oder Marken in den Hintergrund aufnehmen.
Eigene Zeichnung Ja Ideal, weil Du Urheberin oder Urheber Deiner eigenen Gestaltung bist.
Selbst erstellte Papierformen Ja Sehr gut für Collage und Stop-Motion.
Wikimedia-Commons-Datei Möglich Lizenz und erforderliche Namensnennung auf der Dateiseite prüfen.
Bild aus einer beliebigen Internetsuche Nicht automatisch Sichtbarkeit im Internet bedeutet nicht freie Nutzung.
Aktueller Popsong Nicht automatisch Für Bearbeitung oder Veröffentlichung können Rechte erforderlich sein.


Quellenliste führen

Wenn Du fremdes frei nutzbares Material verwendest, führe eine kleine Quellenliste. Notiere mindestens Titel der Datei, Urheber oder Urheberin, Fundort, Lizenz und gegebenenfalls Änderungen.

Bei den in diesem aiMOOC gezeigten Wikimedia-Commons-Dateien gelangst Du über den Dateinamen zur jeweiligen Dateiseite. Dort kannst Du die aktuelle Lizenzangabe prüfen.


Gestaltung als Serie

Eine gute Serie erkennt man daran, dass einzelne Beiträge verschieden sein dürfen und trotzdem zusammenpassen. Das nennt man Kohärenz.

Prüfe Deine Serie mit diesen Fragen:

  1. Wiedererkennung: Tauchen Farben, Formen oder Layoutregeln wieder auf?
  2. Variation: Ist jeder Beitrag trotzdem eigenständig?
  3. Rhythmus: Wechseln ruhige und auffällige Beiträge sinnvoll?
  4. Lesbarkeit: Sind kurze Texte schnell zu erfassen?
  5. Bildsprache: Passen Foto, Collage, Typografie und Video zur gleichen Idee?
  6. Rechtssicherheit: Kannst Du für jedes verwendete Element erklären, woher es stammt?


Differenzierung G/M/E

G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Alle arbeiten am selben Projekt und erstellen dieselben sechs Beitragsarten. Die Anforderungen an Planung, Gestaltung und Begründung unterscheiden sich.

Bereich G – grundlegendes Niveau M – mittleres Niveau E – erweitertes Niveau
Konzept Wähle einen Gegenstand und eine klare Farbidee. Entwickle zusätzlich eine erkennbare Stimmung und begründe Deine Farbwahl. Entwickle eine eigenständige visuelle Idee mit gezieltem Spannungsverhältnis zwischen Einheit und Variation.
Farbgestaltung Nutze zwei Hauptfarben und eine Akzentfarbe. Nutze eine abgestimmte Palette und mindestens einen bewussten Farbkontrast. Steuere Farbwirkung gezielt über Kontrast, Dominanz und Wiederholung.
Komposition Verwende einen einfachen Bildaufbau und achte auf gut erkennbare Hauptformen. Nutze bewusst Ausschnitt, Drittelregel oder freie Fläche. Variiere mehrere Kompositionsprinzipien und begründe deren Wirkung.
Typografie Nutze eine gut lesbare Schriftfamilie mit klarer Größenordnung. Arbeite mit Schriftgröße, Gewicht und Abstand als Hierarchie. Nutze Typografie als eigenständiges Bildmittel und entwickle eine konsequente typografische Regel.
Collage Gestalte drei zusammengehörige Teilbilder. Verknüpfe Wiederholung, Anschnitt und Kontrast. Entwickle eine bewusste Transformation des Ausgangsgegenstands bis zur Abstraktion.
Stop-Motion Erstelle eine einfache, verständliche Bewegung. Plane Anfang, Entwicklung und Ende in einem Storyboard. Nutze Rhythmus, Übergang und Bildkomposition gezielt und füge eine passende selbst gestaltete Titel- oder Schlusskarte ein.
Reflexion Beschreibe zwei eigene Gestaltungsentscheidungen. Begründe drei Entscheidungen mit Fachbegriffen. Vergleiche Alternativen, begründe verworfene Entwürfe und reflektiere die Wirkung der gesamten Serie.


Arbeitsprozess


Phase 1: Sammeln und Beobachten

Wähle Deinen Gegenstand. Zeichne ihn aus mindestens drei Blickwinkeln. Suche interessante Formen, Kanten, Schatten und Ausschnitte.


Phase 2: Moodboard und Farbpalette

Erstelle ein kleines Moodboard aus eigenen Farbfeldern, eigenen Skizzen und frei nutzbaren Inspirationsquellen. Vermeide ein bloßes Sammeln fremder fertiger Social-Media-Posts.


Phase 3: Styleguide

Lege Kanalname, Kanalzeichen, Farbpalette, Schriftwirkung und Layoutregel fest.


Phase 4: Entwürfe

Skizziere alle sechs Beiträge zunächst klein. Diese Miniaturentwürfe nennt man häufig Thumbnails. Entscheide erst danach, welche Entwürfe ausgearbeitet werden.


Phase 5: Produktion

Gestalte Bild, Typografie, Collage und Kurzvideo. Arbeite sorgfältig und speichere Zwischenschritte.


Phase 6: Kuratieren

Lege alle sechs Ergebnisse nebeneinander. Ordne sie so, dass die Serie einen sinnvollen Rhythmus bekommt. Nicht jedes Bild muss gleich laut oder gleich voll sein.


Phase 7: Reflexion

Erkläre, was Deine Serie zusammenhält. Nenne mindestens eine Stelle, an der Du einen Entwurf verändert hast, weil er noch nicht zur Serie passte.


Feedback im Kunstunterricht

Feedback soll konkret, freundlich und hilfreich sein. Verwende Fachbegriffe statt Geschmacksurteile.

Ein sinnvolles Feedback kann sich auf folgende Aspekte beziehen:

  1. Farbwirkung: Welche Farbe verbindet die Serie besonders gut?
  2. Komposition: Wo wird der Blick zuerst hingelenkt?
  3. Typografie: Welche Textstelle ist am deutlichsten?
  4. Seriencharakter: Welche zwei Beiträge passen besonders gut zusammen?
  5. Weiterentwicklung: Welche Regel könnte im nächsten Schritt noch konsequenter werden?

Vermeide Aussagen über die Person, die das Werk gestaltet hat. Besprochen wird das Werk, nicht der Mensch.


Bewertungskriterien

Kriterium Woran Du es erkennst
Idee und Zusammenhang Ein Gegenstand und eine erkennbare Gestaltungsidee verbinden die gesamte Serie.
Farbe und Form Farben und Formen wurden bewusst ausgewählt und wiederholt.
Komposition Ausschnitt, Platzierung und freie Fläche sind gestaltet.
Typografie Schrift ist lesbar und unterstützt die Bildwirkung.
Medienvielfalt Bild, Fotografie, Collage, Typografie und Kurzvideo werden sinnvoll kombiniert.
Handwerkliche Sorgfalt Schnitte, Kanten, Ausrichtung, Fotoqualität und Animation sind kontrolliert ausgeführt.
Recht und Verantwortung Quellen sind nachvollziehbar und private Daten wurden vermieden.
Reflexion Entscheidungen werden mit passenden Fachbegriffen erklärt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum bleibt der Kunstkanal in diesem Projekt ausschließlich simuliert? (Damit Gestaltung geübt werden kann, ohne ein echtes Social-Media-Konto zu benötigen) (!Damit möglichst viele persönliche Daten gesammelt werden) (!Damit fremde Bilder ohne Prüfung kopiert werden können) (!Damit jede Arbeit automatisch veröffentlicht wird)




Was sorgt besonders dafür, dass sechs unterschiedliche Beiträge als Serie erkennbar werden? (Wiederkehrende Gestaltungsregeln) (!Sechs völlig verschiedene Kanalnamen) (!Möglichst viele unterschiedliche Schriftarten) (!In jedem Beitrag eine andere zufällige Farbpalette)




Welche Aussage zur Drittelregel ist richtig? (Sie ist eine Gestaltungshilfe für die Bildaufteilung) (!Sie verbietet Motive in der Bildmitte) (!Sie legt die Anzahl der Farben fest) (!Sie bestimmt die Länge eines Videos)




Was gehört zu einem einfachen Styleguide? (Farbpalette, Schriftwirkung und Layoutregel) (!Privatadresse, Telefonnummer und Passwort) (!Möglichst viele fremde Logos) (!Nur die Dateigröße des Videos)




Was beschreibt Typografie? (Die Gestaltung von Schrift) (!Die Aufnahme eines Tons) (!Das Mischen von Klebstoff) (!Das Speichern eines Standorts)




Was ist für eine rechtssichere Arbeitsweise besonders geeignet? (Eigene Fotos und eigene Zeichnungen) (!Ungeprüfte Bilder aus einer Internetsuche) (!Beliebige aktuelle Popsongs) (!Fremde Profilbilder ohne Erlaubnis)




Wie entsteht bei Stop-Motion der Eindruck von Bewegung? (Durch viele Einzelbilder mit kleinen Veränderungen) (!Durch ein einziges unverändertes Foto) (!Durch eine besonders große Schrift) (!Durch das Löschen aller Zwischenbilder)




Was bedeutet Kohärenz in einer Gestaltungsserie? (Die Beiträge wirken trotz Unterschieden zusammengehörig) (!Alle Beiträge müssen vollständig identisch sein) (!Jeder Beitrag braucht eine andere Zielgruppe) (!Jeder Beitrag muss ein fremdes Bild enthalten)




Welche Information gehört in eine Quellenliste für ein frei genutztes Bild? (Titel, Urheber, Fundort und Lizenz) (!Passwort des Bearbeitungsprogramms) (!Private Telefonnummer einer Person) (!Standort des eigenen Wohnhauses)




Was ist beim Feedback im Kunstunterricht besonders sinnvoll? (Konkrete Beobachtungen mit Fachbegriffen) (!Beleidigungen über die Person) (!Nur die Aussage gefällt mir nicht) (!Das Veröffentlichen ohne Zustimmung)





Memory

Farbpalette Auswahl zusammenpassender Farben
Komposition Anordnung von Bildelementen
Typografie Gestaltung von Schrift
Collage Verbindung verschiedener Bildelemente
Storyboard Geplante Bildfolge für einen Clip
Styleguide Regeln für ein einheitliches Erscheinungsbild
Drittelregel Hilfsraster für die Bildaufteilung
Quellenliste Dokumentation verwendeter Medien





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Farbkontrast Wirkung zwischen deutlich unterschiedlichen Farben
Nahaufnahme Sehr enger Bildausschnitt eines Motivs
Schrifthierarchie Unterschiedliche Wichtigkeit von Textelementen sichtbar machen
Wiederholung Gleichartige Formen mehrfach einsetzen
Stop-Motion Bewegung aus vielen Einzelaufnahmen erzeugen
Urheberrecht Schutz kreativer Werke und ihrer Schöpferinnen und Schöpfer




...


Kreuzworträtsel

Farbpalette Wie nennt man eine bewusst ausgewählte Gruppe zusammenpassender Farben?
Typografie Wie heißt die Gestaltung von Schrift?
Komposition Wie nennt man die Anordnung von Formen und Bildelementen?
Collage Welche Technik verbindet unterschiedliche Bildelemente zu einem neuen Ganzen?
Storyboard Wie heißt die gezeichnete Planung einer Film- oder Animationsfolge?
Urheberrecht Welcher Begriff bezeichnet den rechtlichen Schutz kreativer Werke?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Kunstkanal bleibt im gesamten Projekt

und wird nicht als echtes Social-Media-Konto angelegt.
Eine kleine Auswahl wiederkehrender Farben nennt man

.
Die bewusste Anordnung von Bildelementen heißt

.
Die Gestaltung von Schrift wird als

bezeichnet.
Eine wiederkehrende Regel für Farbe, Schrift und Layout kann in einem

festgehalten werden.
Bei der

wird die Bildfläche gedanklich in neun Bereiche gegliedert.
Aus vielen Einzelbildern mit kleinen Veränderungen kann eine

-Animation entstehen.
Eine gezeichnete Planung für eine Filmfolge nennt man

.
Wer fremde freie Medien nutzt, sollte die jeweilige

prüfen.
Eine Dokumentation von Titel, Urheber, Fundort und Lizenz gehört in die

.
Mehrere Beiträge wirken als Serie, wenn sie eine erkennbare

besitzen.
Persönliche Informationen werden aus Gründen des

nicht in den simulierten Kanal eingebaut.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Farbpalette: Stelle für Deinen Gegenstand drei verschiedene kleine Farbpaletten aus Papier oder gemalten Farbfeldern zusammen und entscheide Dich begründet für eine davon.
  2. Kanalzeichen: Vereinfache die Form Deines Gegenstands so stark, dass daraus ein gut erkennbares Signet entsteht.
  3. Fotografie: Fotografiere Deinen Gegenstand in drei verschiedenen Ausschnitten und markiere den Bildausschnitt, der am stärksten wirkt.
  4. Typografie: Gestalte dasselbe kurze Wort dreimal mit unterschiedlicher Größe, Gewichtung und Anordnung und vergleiche die Wirkung.


Standard

  1. Styleguide: Entwickle eine einseitige Übersicht mit Kanalzeichen, Farbpalette, Schriftwirkung und Layoutregel für Deine gesamte Serie.
  2. Collage: Gestalte eine dreiteilige Bildserie aus selbst erstellten Formen, eigenen Fotos und gezeichneten Elementen.
  3. Storyboard: Zeichne ein verständliches Storyboard für einen sechs bis zwölf Sekunden langen Stop-Motion-Clip.
  4. Peer-Feedback: Tausche Deine sechs Entwürfe mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und formuliere drei konkrete Rückmeldungen mit Fachbegriffen.


Schwer

  1. Visuelle Identität: Entwickle eine Serienregel, die in allen sechs Beiträgen wiederkehrt, ohne dass die Beiträge identisch aussehen.
  2. Abstraktion: Verwandle Deinen Gegenstand schrittweise von einer erkennbaren Darstellung in eine abstrakte Form und nutze diese Entwicklung in mindestens drei Beiträgen.
  3. Medienreflexion: Vergleiche Deinen simulierten Kanal mit einem typischen realen Social-Media-Auftritt und erkläre, welche gestalterischen Mittel Du übernimmst und welche Du aus Datenschutz- oder Rechtsgründen bewusst vermeidest.
  4. Kuration: Ordne alle Beiträge in zwei verschiedene Reihenfolgen, begründe beide Varianten und entscheide, welche Dramaturgie Deine Idee besser vermittelt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Farbe: Du bekommst einen fremden Entwurf mit sehr vielen Farben. Entwickle eine reduzierte Farbpalette, die besser als Serienregel funktionieren könnte, und begründe Deine Auswahl.
  2. Transfer Komposition: Vergleiche zwei unterschiedliche Bildausschnitte desselben Gegenstands und erkläre, welcher stärker wirkt und warum.
  3. Transfer Typografie: Überarbeite ein unruhiges Textlayout so, dass eine klare Hierarchie entsteht, und beschreibe Deine Änderungen.
  4. Transfer Medienrecht: Beurteile einen Fall, in dem für eine Collage ein Bild aus einer beliebigen Suchmaschine verwendet wurde. Entwickle eine rechtssicherere Alternative.
  5. Transfer Seriengestaltung: Drei Beiträge wirken zusammengehörig, ein vierter fällt stark heraus. Formuliere mindestens zwei mögliche gestalterische Änderungen.
  6. Transfer Stop-Motion: Ein Clip wirkt hektisch und unverständlich. Erkläre, wie Bildabstände, Kameraposition und Storyboard verbessert werden könnten.




Lernnachweis

Für einen vollständigen Lernnachweis sind folgende Bestandteile wichtig:

  1. Projektidee: Ein kurzer Satz erklärt das Thema der Serie und den gewählten Gegenstand.
  2. Styleguide: Kanalzeichen, Farbpalette, Schriftwirkung und Layoutregel sind festgelegt.
  3. Sechsteilige Serie: Kanalzeichen, Farbpost, Fotopost, Typopost, dreiteilige Collage und Mini-Clip sind ausgearbeitet.
  4. Storyboard: Die Planung des Kurzvideos ist nachvollziehbar.
  5. Entwurfsprozess: Mindestens zwei Vorstufen oder verworfene Varianten zeigen, dass Entscheidungen getroffen wurden.
  6. Quellenliste: Fremde frei nutzbare Medien werden mit Titel, Urheber, Fundort und Lizenz dokumentiert.
  7. Reflexion: Du erklärst mit Fachbegriffen, was Deine Serie zusammenhält und welche Gestaltung Du bewusst verändert hast.
  8. Sicherheitscheck: Es wurden keine privaten Daten, erkennbaren Personen oder unzulässig übernommenen Inhalte verwendet.




OERs zum Thema

Für vertiefende Informationen eignen sich insbesondere frei zugängliche Inhalte zu Grafikdesign, Typografie, Farblehre, Fotografie, Collage, Stop-Motion, Creative Commons und Urheberrecht.

Zusätzlich lohnt sich die Recherche in Wikimedia Commons. Prüfe dort bei jeder Datei die Lizenzangaben auf der jeweiligen Dateiseite. Auch die im aiMOOC gezeigten Beispiele können als Ausgangspunkt für eine Medienanalyse dienen.


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