BK6 - Farbe und Licht

BK6 - Farbe und Licht
Einleitung
BK6 - Farbe und Licht richtet sich an die Klasse 6 im Fach Kunst. In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie Licht die Wirkung von Farbe verändert. Du beobachtest natürliches und künstliches Licht, vergleichst Fotografien und Gemälde, experimentierst mit warmen und kühlen Farbstimmungen und entwickelst am Ende eine eigene malerische Darstellung mit bewusst geplanter Lichtsituation.
Leitfrage: Warum kann derselbe Gegenstand morgens, mittags, abends oder unter einer farbigen Lampe völlig anders aussehen?
Kompetenzziel: Du kannst Lichtquelle, Lichtrichtung, Helligkeit, Schatten und Farbstimmung beobachten, beschreiben und für ein eigenes Bild gestalterisch nutzen.

Claude Monets Gemälde Impression, Sonnenaufgang zeigt, wie stark Atmosphäre, Licht und Farbe zusammenwirken. Im Impressionismus wurde die wechselnde Wirkung von Licht zu einem wichtigen Thema.
Was Du lernen wirst
- Lichtquellen: Du unterscheidest Sonnenlicht, Lampenlicht, Kerzenlicht und farbiges Kunstlicht.
- Farbwahrnehmung: Du erklärst, warum Farben je nach Beleuchtung anders erscheinen können.
- Farbtemperatur: Du erkennst warm und kühl wirkende Lichtsituationen.
- Schatten: Du beobachtest Kernschatten, Schlagschatten und Reflexlicht.
- Farbstimmung: Du beschreibst, wie Farbwahl und Licht eine Bildstimmung erzeugen.
- Malerische Gestaltung: Du planst und malst ein Motiv mit einer bewusst gesetzten Lichtrichtung.
Farbe braucht Licht
Ohne Licht können wir Farben nicht sehen. Licht trifft auf eine Oberfläche. Ein Teil des Lichts wird aufgenommen, ein Teil wird zurückgeworfen. Das zurückgeworfene Licht gelangt in unser Auge und wird im Gehirn verarbeitet. Deshalb hängt die wahrgenommene Farbe nicht nur vom Gegenstand, sondern auch von der Beleuchtung und der Umgebung ab.
In der Kunst ist es hilfreich, zwischen Lokalfarbe und Erscheinungsfarbe zu unterscheiden. Die Lokalfarbe ist die Farbe, die Du einem Gegenstand normalerweise zuschreibst, zum Beispiel „eine rote Tomate“. Die Erscheinungsfarbe beschreibt, wie diese Farbe in einer bestimmten Situation tatsächlich wirkt. Eine rote Tomate kann im warmen Abendlicht leuchtend orange-rot, im Schatten dunkler und unter blauem Licht sehr gedämpft erscheinen.
Weißes Sonnenlicht enthält viele sichtbare Farbanteile. Ein Prisma kann diese Anteile als Spektrum sichtbar machen. Für die Kunst ist wichtig: Wenn sich das Licht verändert, verändert sich auch der Farbeindruck eines beleuchteten Gegenstands.
Beobachtungsregel
Male nicht nur, was Du über die Farbe eines Gegenstands weißt. Male, was Du unter der aktuellen Beleuchtung wirklich siehst.
Achte besonders auf:
- Lichtrichtung: Von wo kommt das Licht?
- Helligkeit: Welche Stellen sind besonders hell oder besonders dunkel?
- Farbverschiebung: Wirken beleuchtete Flächen wärmer, kühler, kräftiger oder blasser?
- Schatten: Ist der Schatten neutral grau oder enthält er erkennbare Farbtöne?
- Reflexlicht: Wird Licht von benachbarten Flächen in den Schatten zurückgeworfen?
Natürliches Licht
Sonnenlicht verändert sich im Tagesverlauf. Am frühen Morgen und am späten Nachmittag steht die Sonne tief. Lichtwege durch die Atmosphäre sind dann länger, und die sichtbare Beleuchtung wirkt oft wärmer. In der Fotografie wird diese Zeit häufig als Golden Hour bezeichnet. Zur Mittagszeit können Licht und Schatten härter wirken, wenn die Sonne hoch steht. Bewölkung streut das Licht und kann Übergänge weicher machen.

Bildbeobachtung: Suche im Foto die hellsten Stellen, die dunkelsten Stellen und mindestens drei Flächen, auf denen Du eine warme Lichtwirkung erkennst.
Ein Motiv, verschiedene Tageszeiten
Claude Monet malte mehrfach dasselbe Motiv unter wechselnden Licht- und Wetterbedingungen. Besonders bekannt ist seine Serie der Kathedrale von Rouen. Das Gebäude bleibt als Motiv weitgehend gleich, doch Farbeindruck, Kontraste und Atmosphäre verändern sich.


Vergleichsauftrag: Betrachte beide Bilder zuerst aus der Entfernung und dann aus der Nähe. Welche Farben nutzt Monet für beleuchtete Steinflächen? Welche für Schatten? Wo wirkt die Kathedrale schwer und fest, wo scheint sie sich in Farbflecken aufzulösen?
Künstliches Licht
Künstliches Licht kann sehr unterschiedlich wirken. Eine Glühlampe wirkt häufig warm, manche LED-Leuchten neutral oder kühl. Bühnenlicht, Leuchtreklame und farbige LEDs können Gegenstände stark umfärben.


Bei farbigem Licht ist besonders gut zu beobachten, dass eine Gegenstandsfarbe nicht unabhängig von der Lichtquelle ist. Trifft zum Beispiel fast nur blaues Licht auf einen roten Gegenstand, kann der Gegenstand sehr dunkel wirken, weil nur wenig passendes Licht zurückgeworfen wird.

Beobachtungsauftrag: Welche Gesichtshälfte wirkt wärmer, welche kühler? Wo treffen die beiden Lichtfarben aufeinander? Welche neue Farbstimmung entsteht durch die Kombination?
Licht in der Fotografie
Auch in der Fotografie verändert Beleuchtung die Farbstimmung. Der Weißabgleich einer Kamera oder eines Smartphones versucht, eine Beleuchtung so zu berücksichtigen, dass neutrale Flächen neutral erscheinen. Wird der Weißabgleich bewusst verändert, kann ein Foto wärmer oder kühler wirken. Für Dein Kunstprojekt ist das nützlich: Fotografiere Dein Motiv als Farbstudie unter mehreren Lichtquellen und vergleiche die Ergebnisse.
Licht in der Malerei
Künstlerinnen und Künstler nutzen Licht nicht nur, um Dinge sichtbar zu machen. Licht kann Blicke lenken, Spannung erzeugen, Figuren hervorheben und eine Atmosphäre aufbauen.
Dramatisches Kerzenlicht bei Joseph Wright of Derby
In An Experiment on a Bird in an Air Pump konzentriert Joseph Wright of Derby das Licht auf die Gruppe um das Experiment. Die Lichtquelle liegt nahe der Bildmitte. Gesichter und Stoffe werden unterschiedlich stark beleuchtet; weiter vom Licht entfernt verschwinden Formen und Farben zunehmend im Dunkel.

Sehauftrag: Verfolge das Licht von der Bildmitte nach außen. Nenne drei Stellen, an denen sich die Farbe durch die Entfernung zur Lichtquelle deutlich verändert.
Kerzenlicht bei Georges de La Tour
Georges de La Tour setzte einzelne Flammen als konzentrierte Lichtquellen ein. Dadurch entstehen große ruhige Dunkelflächen und starke Hell-Dunkel-Kontraste.
Sehauftrag: Achte auf Gesicht, Hände, Kleidung und Hintergrund. Welche Teile erhalten direktes Licht? Welche erscheinen nur durch schwaches Reflexlicht?
Nachtlicht bei Vincent van Gogh
Auch eine Nacht kann farbig sein. In Sternennacht über der Rhône verbindet Vincent van Gogh dunkle Blautöne mit gelblichen Lichtreflexen auf dem Wasser. Helle und dunkle Farben sowie warme und kühle Töne steigern sich gegenseitig.

Farbiges Licht im Raum
Farbiges Licht kann auf Oberflächen neue Farbflächen erzeugen, ohne dass diese Oberflächen selbst neu bemalt werden. Besonders deutlich wird das bei buntem Glas oder Projektionen.

Mini-Auftrag: Fotografiere zu Hause oder in der Schule eine Stelle, an der farbiges Licht auf eine Oberfläche fällt. Falls das nicht möglich ist, gestalte eine kleine Papierkulisse und beleuchte sie mit farbigen LEDs.
Warm, kühl, hell, dunkel: Farbstimmungen
Farben werden in der Kunst häufig als warm oder kühl beschrieben. Rot-, Orange- und Gelbtöne wirken oft warm, Blau- und Blaugrüntöne oft kühl. Das ist eine Wahrnehmungs- und Gestaltungsbeschreibung, keine gemessene Temperatur der Farbe.
Eine Farbstimmung entsteht aber nicht nur durch den Farbton. Auch Helligkeit, Sättigung, Kontraste, Lichtmenge und die Verteilung von Hell und Dunkel beeinflussen die Wirkung.
Interaktives Farbstimmungs-Labor
Nutze die Simulation und teste, wie rotes, grünes und blaues Licht zusammenwirken. Beobachte außerdem, was Filter mit Licht machen.
Forscherauftrag: Erzeuge in der Simulation drei deutlich verschiedene Lichtstimmungen. Notiere für jede Stimmung die verwendeten Lichtfarben und drei passende Adjektive, zum Beispiel ruhig, geheimnisvoll, sonnig, kühl, bedrohlich oder festlich.
G/M/E-Differenzierung
| Niveau | Beobachten | Gestalten | Begründen |
|---|---|---|---|
| G – Grundniveau | Du erkennst Lichtseite und Schattenseite und benennst warme oder kühle Wirkung. | Du malst ein einfaches Motiv mit einer klaren Lichtquelle und deutlich sichtbarem Schlagschatten. | Du formulierst mit Satzstartern wie „Das Licht kommt von …“ und „Die Farbe wirkt …“. |
| M – Mittleres Niveau | Du vergleichst dasselbe Motiv in zwei Beleuchtungen und beschreibst Farbverschiebungen. | Du nutzt mindestens drei Helligkeitsstufen und veränderst Farben in Licht und Schatten. | Du erklärst, wie Lichtquelle, Kontrast und Farbstimmung zusammenwirken. |
| E – Erweitertes Niveau | Du untersuchst zusätzlich Reflexlicht, farbige Schatten und Übergänge. | Du entwickelst eine bewusste Lichtdramaturgie mit Hauptlicht, Schatten und farbigen Akzenten. | Du begründest Deine Farbentscheidungen mit Beobachtungen und gestalterischer Absicht. |
Praktisches Lichtlabor
Für das Experiment brauchst Du einen einfachen Gegenstand, weißes Papier als Unterlage und sichere Lichtquellen. Nutze nach Möglichkeit Tageslicht, eine warmweiße oder kaltweiße LED und eine farbige LED. Schaue niemals direkt in die Sonne. Decke keine heißen Lampen mit Papier oder Folie ab.
- Motivwahl: Stelle einen hellen oder farbigen Gegenstand auf weißes Papier.
- Tageslicht: Beobachte und notiere die Farben auf Lichtseite, Schattenseite und im Schlagschatten.
- Kunstlicht: Wiederhole die Beobachtung mit einer LED-Lampe.
- Farbiges Licht: Beleuchte das Motiv mit rotem, blauem oder grünem Licht und notiere Veränderungen.
- Fotostudie: Fotografiere jede Situation möglichst vom gleichen Standpunkt.
- Farbfächer: Mische für jede Lichtsituation drei bis fünf passende Farbfelder mit Wasserfarbe, Gouache oder Deckfarbe.
Von der Beobachtung zum eigenen Gemälde
Jetzt entwickelst Du eine malerische Darstellung mit bewusster Lichtsituation. Das Motiv darf einfach sein: ein Gegenstand am Fenster, ein Stillleben, eine Figur als Silhouette, ein Zimmer am Abend, eine Straßenszene oder eine Fantasieszene.
Planung
- Lichtidee: Entscheide Dich für eine klare Situation, zum Beispiel Morgenlicht, Sonnenuntergang, Kerzenlicht, Mondlicht, Neonlicht oder Bühnenlicht.
- Lichtrichtung: Zeichne in einer kleinen Skizze einen Pfeil für die Richtung des Hauptlichts.
- Hell-Dunkel-Plan: Lege fest, wo die hellsten und dunkelsten Stellen liegen.
- Farbpalette: Wähle eine Grundstimmung und mische passende warme oder kühle Farbtöne.
- Kontrast: Entscheide, wo ein starker Kontrast den Blick lenken soll.
- Reflexlicht: Ergänze bei M/E kleine farbige Lichtreflexe in Schattenbereichen.
Malprozess
Beginne nicht mit Details. Lege zuerst große helle, mittlere und dunkle Flächen an. Vergleiche ständig mit Deiner Lichtidee. Erst danach arbeitest Du Formen, Farbübergänge und Lichtreflexe genauer aus.
G: klare Lichtseite, klare Schattenseite, ein Schlagschatten, begrenzte Farbpalette.
M: differenzierte Zwischenwerte, sichtbare Farbverschiebungen zwischen Licht und Schatten, gezielter Warm-Kalt-Kontrast.
E: komplexe Lichtstimmung mit Reflexlicht, farbigen Schatten, Schwerpunktsetzung und nachvollziehbarer malerischer Entscheidung.
Selbstcheck vor der Abgabe
- Lichtquelle: Kann man erkennen, woher das Licht kommt?
- Farbwirkung: Verändern sich Farben zwischen Licht und Schatten sichtbar?
- Bildstimmung: Passt die Farbpalette zur gewünschten Atmosphäre?
- Kontrast: Gibt es einen klaren Blickfang?
- Beobachtung: Beruht mindestens ein Teil Deiner Farbentscheidung auf einer eigenen Lichtbeobachtung?
- Reflexion: Kannst Du zwei Entscheidungen in Deinem Bild begründen?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Warum kann derselbe Gegenstand unter verschiedenen Lampen unterschiedlich farbig erscheinen? (Weil die Zusammensetzung des einfallenden Lichts die wahrgenommene Farbe beeinflusst) (!Weil der Gegenstand seine Farbpigmente sofort austauscht) (!Weil Schatten jede Farbe immer schwarz machen) (!Weil nur die Entfernung zum Betrachter die Farbe bestimmt)
Was untersuchte Claude Monet in seinen Serien besonders? (Die Wirkung wechselnder Licht- und Wetterbedingungen auf dasselbe Motiv) (!Die genaue Bauzeichnung von Kathedralen) (!Die Herstellung elektrischer Lampen) (!Die Perspektive ohne jede Veränderung der Farbe)
Welche Aussage beschreibt warme und kühle Farben in der Kunst am besten? (Sie beschreiben eine wahrgenommene und gestalterische Wirkung) (!Sie geben die echte Oberflächentemperatur einer Farbe an) (!Warme Farben sind immer heller als kühle Farben) (!Kühle Farben dürfen nur nachts verwendet werden)
Wodurch entsteht ein Schlagschatten? (Ein beleuchteter Gegenstand blockiert Licht und wirft einen Schatten auf eine andere Fläche) (!Eine Farbe wird mit Weiß gemischt) (!Das Auge schließt sich kurz) (!Eine Kamera verändert automatisch die Perspektive)
Was ist für die Golden Hour typisch? (Tief stehendes Sonnenlicht mit häufig warmer Lichtwirkung) (!Nur blaues Licht ohne Schatten) (!Völlige Dunkelheit kurz nach Mitternacht) (!Künstliches Licht aus Leuchtreklamen)
Was kann bei stark farbigem Kunstlicht mit einer Gegenstandsfarbe passieren? (Sie kann deutlich anders oder viel dunkler erscheinen) (!Sie bleibt unter jeder Beleuchtung exakt gleich) (!Sie wird immer weiß) (!Sie verschwindet nur auf Fotografien)
Was ist Reflexlicht? (Licht das von einer Fläche zurückgeworfen wird und einen Schattenbereich leicht aufhellt) (!Ein Loch im Papier) (!Die dunkelste Stelle einer Lichtquelle) (!Eine Farbe ohne Pigment)
Wozu dient der Weißabgleich in der Fotografie? (Er berücksichtigt die Lichtfarbe damit neutrale Flächen möglichst neutral wirken) (!Er macht jedes Foto schwarzweiß) (!Er vergrößert automatisch den Bildausschnitt) (!Er zeichnet zusätzliche Schatten ein)
Welche drei Lichtfarben werden bei additiver Lichtmischung grundlegend kombiniert? (Rot Grün und Blau) (!Rot Gelb und Blau) (!Orange Violett und Schwarz) (!Cyan Magenta und Gelb)
Was hilft bei einer malerischen Darstellung mit bewusster Lichtsituation besonders? (Eine vorher geplante Lichtrichtung und ein Hell-Dunkel-Plan) (!Alle Flächen gleich hell zu malen) (!Schatten grundsätzlich mit reinem Schwarz zu füllen) (!Die Lichtquelle erst nach dem fertigen Bild zu bestimmen)
Memory
| Golden Hour | Warm wirkendes tief stehendes Sonnenlicht |
| Farbtemperatur | Farbeindruck einer Lichtquelle |
| Lichtquelle | Ursprung der Beleuchtung |
| Schlagschatten | Schatten auf einer anderen Fläche |
| Reflexlicht | Zurückgeworfenes Licht im Schatten |
| Weißabgleich | Anpassung der Kamera an die Lichtfarbe |
| Komplementärkontrast | Gegensätzliche Farbtöne steigern ihre Wirkung |
| Rouen-Serie | Gleiches Motiv in wechselnden Lichtsituationen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Morgenlicht | eher weiche und häufig kühlere Ausgangsstimmung |
| Abendlicht | oft warme Orange- und Rottöne |
| Kerzenlicht | kleine warme Lichtquelle mit starkem Hell-Dunkel |
| Neonlicht | künstliche intensive Farbakzente |
| Schlagschatten | Formschatten auf Boden oder Wand |
| Reflexlicht | schwache Aufhellung innerhalb eines Schattenbereichs |
Interaktive Farbstimmungen
| Ordne eine passende Wirkung zu. | Farbstimmung |
|---|---|
| ruhig und kühl | bläuliches weiches Licht |
| warm und geborgen | goldgelbes gedämpftes Licht |
| dramatisch | starke Hell-Dunkel-Gegensätze |
| elektrisch und modern | kräftiges Neonlicht |
| geheimnisvoll | wenig Licht mit einzelnen farbigen Reflexen |
Kreuzworträtsel
| Monet | Welcher Maler untersuchte dasselbe Motiv in vielen Lichtsituationen? |
| Schatten | Wie heißt ein dunkler Bereich der durch fehlendes direktes Licht entsteht? |
| Reflexlicht | Wie heißt zurückgeworfenes Licht das einen Schatten leicht aufhellt? |
| Farbstimmung | Wie nennt man die atmosphärische Gesamtwirkung der Farben eines Bildes? |
| Tageslicht | Wie heißt Licht das tagsüber von der Sonne und dem Himmel kommt? |
| Farbtemperatur | Wie heißt die Beschreibung des Farbeindrucks einer Lichtquelle? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Lichttagebuch: Fotografiere denselben Gegenstand morgens, mittags und am späten Nachmittag. Notiere jeweils drei Farbunterschiede.
- Schattenforscher: Zeichne einen einfachen Gegenstand mit Lichtseite, Schattenseite und Schlagschatten.
- Warm-Kalt-Collage: Gestalte zwei kleine Farbcollagen zum selben Motiv, einmal warm und einmal kühl.
- Fensterlicht: Suche im Klassenraum ein Motiv am Fenster und male eine schnelle Farbstudie mit höchstens sechs Farben.
Standard – M
- Lichtvergleich: Beleuchte ein Stillleben nacheinander mit Tageslicht und LED-Licht. Male zwei kleine Studien und beschreibe die Farbverschiebungen.
- Monet-Experiment: Male dasselbe einfache Schulgebäude oder Objekt zweimal in unterschiedlichen Tageszeiten.
- Fotografie und Malerei: Erstelle drei Fotos mit unterschiedlicher Beleuchtung und nutze eines als Grundlage für ein Gemälde.
- Farbstimmungs-Storyboard: Entwirf drei Miniaturbilder derselben Szene mit den Stimmungen ruhig, dramatisch und festlich.
Schwer – E
- Reflexlicht-Studie: Baue ein Stillleben mit einer farbigen Seitenwand auf und untersuche, wie deren Farbe in den Schatten zurückgeworfen wird.
- Lichtdramaturgie: Plane ein Bild mit Hauptlicht, Nebenlicht und bewusst gesetztem Blickfang. Begründe Deine Entscheidungen schriftlich.
- Kunstvergleich: Vergleiche ein Werk von Monet mit einem Kerzenlichtbild von Joseph Wright of Derby oder Georges de La Tour und analysiere die unterschiedliche Lichtwirkung.
- Eigene Lichtserie: Entwickle eine dreiteilige malerische Serie desselben Motivs mit Morgenlicht, künstlichem Nachtlicht und frei erfundener Farblicht-Stimmung.


Lernkontrolle
- Transfer Lichtwechsel: Ein roter Gegenstand soll einmal freundlich und einmal bedrohlich wirken. Plane zwei Beleuchtungen und begründe Deine Farbentscheidungen.
- Bildanalyse Licht: Wähle eines der eingebundenen Gemälde und zeichne ein Lichtdiagramm mit Pfeilen. Erkläre, wie das Licht den Blick führt.
- Vergleich Fotografie Malerei: Vergleiche ein eigenes Foto mit Deiner gemalten Version. Wo hast Du die beobachtete Lichtwirkung übernommen und wo bewusst verändert?
- Problemlösen Schatten: In einem Bild wirkt der Schatten wie ein schwarzes Loch. Entwickle drei Möglichkeiten, ihn farbiger und räumlicher zu gestalten.
- Planung Farbstimmung: Entwirf eine nächtliche Szene, die trotz Dunkelheit farbig wirkt. Bestimme Lichtquelle, Hauptfarben, Kontrast und Reflexlicht.
- Begründete Überarbeitung: Markiere an Deinem Gemälde eine Stelle, an der die Lichtsituation unklar ist, und beschreibe eine konkrete Verbesserung.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis zu BK6 - Farbe und Licht ist wichtig:
- Du kannst Lichtquelle und Lichtrichtung in einem Bild erkennen und benennen.
- Du kannst erklären, dass Gegenstandsfarben unter unterschiedlicher Beleuchtung anders erscheinen können.
- Du kannst warme und kühle Farbstimmungen unterscheiden und ihre Wirkung beschreiben.
- Du kannst Lichtseite, Schattenseite, Schlagschatten und bei M/E Reflexlicht gestalterisch einsetzen.
- Du kannst Beobachtungen aus Fotostudien oder dem Lichtlabor in eine malerische Arbeit übertragen.
- Du kannst eine bewusste Farbpalette für eine bestimmte Lichtstimmung entwickeln.
- Du kannst Deine gestalterischen Entscheidungen mit mindestens zwei konkreten Beobachtungen begründen.
- Du präsentierst eine eigene malerische Darstellung, in der eine geplante Lichtsituation eindeutig erkennbar ist.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen