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BK6 - Ein KI-Bild überarbeiten statt übernehmen

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BK6 - Ein KI-Bild überarbeiten statt übernehmen



BK6 - Ein KI-Bild überarbeiten statt übernehmen


Einleitung

Ein KI-Bild kann schnell eindrucksvoll aussehen. Im Kunstunterricht ist es aber nicht das Ziel, ein erzeugtes Bild einfach zu übernehmen. In diesem aiMOOC für Klasse 6 behandelst Du ein KI-Bild als Rohmaterial: Du untersuchst es, triffst eigene gestalterische Entscheidungen und entwickelst daraus ein deutlich verändertes Werk.

Du lernst dabei, wie Komposition, Farbe, Kontrast, Linie, Fläche, Collage, Bildbearbeitung und digitale Gestaltung zusammenwirken. Du dokumentierst außerdem Deinen Arbeitsprozess, damit sichtbar wird, was von der KI kam und was Du selbst gestaltet hast.

Leitfrage: Wie wird aus einem generierten Ausgangsbild durch eigene Entscheidungen ein persönliches Kunstwerk?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ein KI-Ausgangsbild beschreiben und kritisch untersuchen, mindestens mehrere eigene gestalterische Eingriffe planen, analoge oder digitale Werkzeuge passend einsetzen, Farben bewusst verändern, Bildteile neu ordnen oder ergänzen, einen Vorher-Nachher-Vergleich erstellen und Deine Entscheidungen begründen.

Du arbeitest je nach Lernweg auf G-Niveau, M-Niveau oder E-Niveau.

Niveau Ziel Typischer Umfang
G – Grundniveau Du veränderst das Ausgangsbild sichtbar und begründest einfache Entscheidungen. Mindestens drei deutliche Eingriffe aus verschiedenen Bereichen, z. B. Farbe, Linie und Collage.
M – Mittleres Niveau Du entwickelst eine erkennbare eigene Bildidee und verbindest mehrere Gestaltungsmittel. Mindestens fünf gezielte Eingriffe und eine kurze Prozessdokumentation.
E – Erweitertes Niveau Du verwandelst Aussage, Stimmung oder Bildaufbau bewusst und reflektierst Deinen eigenen Anteil. Eine zusammenhängende Bildkonzeption mit mehreren Arbeitsschritten, Varianten und begründeter Auswahl.


Das KI-Bild als Rohmaterial

Für diesen aiMOOC dient ein frei nachnutzbares, KI-generiertes Bild aus Wikimedia Commons als Ausgangspunkt. Das Bild „Night 898“ wurde mit Midjourney erzeugt und auf Commons unter CC0 bereitgestellt. Dadurch eignet es sich besonders als gemeinsames Rohmaterial für eine schulische Überarbeitung.

Wichtig: Du sollst dieses Bild nicht einfach nachmachen oder nur mit einem Filter versehen. Dein Ziel ist eine eigene gestalterische Weiterentwicklung.


Schritt 1: Sehen, bevor Du veränderst

Untersuche das Rohbild zuerst wie eine Kunstforscherin oder ein Kunstforscher. Schau mindestens eine Minute lang, bevor Du etwas veränderst.

  1. Bildanalyse: Welche Formen, Gebäude, Lichtquellen, Wege, Figuren oder Flächen erkennst Du?
  2. Komposition: Wo liegt der Blickfang? Welche Bildbereiche wirken ruhig, welche dicht?
  3. Farbe: Welche Farbfamilien dominieren? Wirkt das Bild warm, kühl, düster, freundlich oder geheimnisvoll?
  4. Kontrast: Wo treffen hell und dunkel, groß und klein, scharf und unscharf aufeinander?
  5. Bildidee: Welche Geschichte könnte das Bild erzählen, und welche Geschichte möchtest Du stattdessen erzählen?

Notiere drei Dinge, die Du beibehalten, und drei Dinge, die Du verändern möchtest.


Schritt 2: Eigene Absicht formulieren

Bevor Du loslegst, gib Deiner Überarbeitung einen Arbeitstitel. Formuliere dann einen Satz:

Ich verwandle das KI-Bild, indem ich ..., damit ...

Beispiele für eine eigene Absicht sind: aus der nächtlichen Stadt einen friedlichen Zukunftsgarten machen, die Bildwelt in eine gefährliche Warnszene verwandeln, aus Architektur eine Fantasielandschaft bauen oder die räumliche Tiefe absichtlich in eine flache, grafische Collage auflösen.

Die Absicht hilft Dir später zu prüfen, ob Deine Veränderungen zusammenpassen.


Werkzeuge: vom KI-Output zur eigenen Gestaltung

Ein Bild wird nicht automatisch persönlicher, nur weil Du viele Werkzeuge verwendest. Entscheidend ist, warum Du ein Werkzeug einsetzt.


Analoge Werkzeuge

Du kannst das KI-Bild ausdrucken und mit Buntstiften, Finelinern, Filzstiften, Kreiden oder Deckfarben überarbeiten. Du kannst Teile übermalen, Konturen verstärken, neue Figuren hinzufügen, Flächen mit Mustern füllen, Bildteile ausschneiden, neu zusammensetzen oder mit Transparentpapier neue Ebenen darüberlegen.

Besonders spannend ist eine Mischtechnik: Drucke das Rohbild aus, schneide einzelne Bereiche heraus, ergänze farbiges Papier, Zeichnungen oder Fundstücke und fotografiere das Ergebnis anschließend wieder ab.


Digitale Werkzeuge

In einem Bildbearbeitungsprogramm wie GIMP oder Krita kannst Du mit Ebenen arbeiten. Stell Dir Ebenen wie durchsichtige Folien vor, die übereinanderliegen. So kannst Du einzelne Bildteile verändern, ohne alles andere sofort zu zerstören.

Sinnvolle Werkzeuge sind Auswahl, Pinsel, Radierer, Ebenen, Deckkraft, Farbton und Sättigung, Helligkeit und Kontrast, Zuschneiden, Freistellen, Spiegeln und Transformieren.

Das Video zeigt auf Deutsch Grundlagen zu Ebenen in GIMP. Für den Kunstunterricht reicht es, wenn Du das Prinzip verstehst: Trenne Arbeitsschritte, damit Du Entscheidungen ausprobieren und wieder verändern kannst.


Farbe bewusst verändern

Farbe kann die Aussage eines Bildes stark verändern. Eine identische Stadt kann mit Blau- und Grüntönen ruhig, kühl oder fremd wirken; mit Rot-, Orange- und Gelbtönen kann sie warm, lebendig oder bedrohlich erscheinen. Solche Wirkungen sind keine festen Regeln, sondern gestalterische Möglichkeiten, die vom Zusammenhang abhängen.

Ein im Kunstunterricht verbreitetes Ordnungsmodell ist der Farbkreis.


Farbstudie vor dem Endbild

Erstelle zuerst kleine Farbproben. Nimm denselben Bildausschnitt und gestalte mindestens drei Mini-Versionen.

  1. Warme Farben: Arbeite vor allem mit Rot-, Orange- und Gelbtönen.
  2. Kalte Farben: Arbeite vor allem mit Blau-, Grün- und Violetttönen.
  3. Farbkontrast: Wähle eine kleine Farbpalette und setze eine deutlich abweichende Akzentfarbe.

Vergleiche die Varianten. Welche passt zu Deiner Absicht? Wähle nicht einfach die „schönste“, sondern diejenige, die Deine Bildidee am besten unterstützt.

Diese Gegenüberstellung erinnert daran, dass Farbdarstellungen je nach Vorlage, Druck und Bildschirm unterschiedlich wirken können. Beurteile Deine Farben deshalb möglichst am tatsächlichen Arbeitsmaterial.


Collage: zerlegen, ordnen, neu erfinden

Eine Collage verbindet verschiedene Bildteile zu einer neuen Einheit. Genau das macht sie für die Überarbeitung eines KI-Bildes interessant: Du bist nicht an die ursprüngliche Ordnung gebunden.

Du kannst das Rohbild mehrfach ausdrucken, Formen ausschneiden, Bildteile drehen, vergrößern, wiederholen oder mit selbst gezeichneten Elementen kombinieren. Auch Schrift, Zeitungspapier, Packpapier oder farbige Flächen können hinzukommen.

Im Tate-Kids-Video wird gezeigt, wie aus Papier, Formen, Farbe und persönlichen Entscheidungen eine Collage entsteht. Übertrage die Idee auf das KI-Rohbild: Nicht das Material bestimmt das Ergebnis, sondern Deine Auswahl und Anordnung.


Collage-Experiment

Schneide oder kopiere mindestens fünf Bildteile aus dem Rohmaterial. Ordne sie zunächst ohne Kleber oder endgültiges Speichern in drei deutlich unterschiedlichen Varianten an. Fotografiere oder speichere jede Variante. Erst danach entscheidest Du Dich für eine Version.

Auf G-Niveau veränderst Du vor allem Position, Größe und Farbe. Auf M-Niveau kombinierst Du die KI-Teile mit eigenen Zeichnungen oder Papieren. Auf E-Niveau entwickelst Du aus den Fragmenten eine neue Bildaussage, bei der die ursprüngliche KI-Komposition kaum noch bestimmend ist.


Vorher und Nachher vergleichen

Ein Vorher-Nachher-Vergleich hilft Dir zu erkennen, ob Deine Überarbeitung wirklich sichtbar und begründbar ist.

Bei Bildbearbeitung können schon Licht und Kontrast einen deutlichen Unterschied erzeugen. Für dieses Kunstprojekt reicht eine solche Korrektur aber noch nicht aus: Du sollst zusätzlich eigene Formen, Bildteile, Linien, Farben, Strukturen oder Bedeutungen entwickeln.

Erstelle für Dein Werk am Ende eine Dokumentation mit Ausgangsbild – Zwischenstand – Endfassung. Markiere oder beschreibe dabei mindestens drei eigene Entscheidungen.


Der Änderungs-Check

Prüfe Dein Werk mit fünf Fragen:

  1. Ist auf den ersten Blick erkennbar, dass ich mehr getan habe als einen Filter anzuwenden?
  2. Habe ich eine eigene Bildidee verfolgt?
  3. Passen Farbe, Form und Anordnung zu meiner Absicht?
  4. Kann ich benennen, welche Teile vom KI-Rohbild stammen und welche Eingriffe von mir kommen?
  5. Würde mein Bild auch dann als meine Gestaltung erkennbar sein, wenn jemand das Ausgangsbild danebenlegt?

Wenn Du mehrere Fragen nur schwer beantworten kannst, arbeite weiter.


Gestaltungsstrategien

Du kannst verschiedene Strategien miteinander verbinden.

Strategie Was Du tun kannst Wirkung
Überzeichnen Neue Linien, Figuren, Muster und Konturen hinzufügen. Das Bild bekommt eine persönliche Handschrift.
Übermalen Flächen verdecken, vereinfachen oder farblich neu bestimmen. Stimmung und Gewichtung verändern sich.
Collagieren Ausschneiden, verschieben, drehen, wiederholen und ergänzen. Die ursprüngliche Ordnung wird aufgebrochen.
Reduzieren Details entfernen und große Flächen schaffen. Das Bild kann klarer, ruhiger oder grafischer wirken.
Verfremden Größenverhältnisse, Perspektive oder Farben absichtlich verändern. Gewohntes wirkt überraschend oder irritierend.
Ergänzen Eigene Symbole, Figuren, Texte oder Gegenstände hinzufügen. Eine neue Geschichte oder Aussage entsteht.


G/M/E: Differenzierte Arbeitsaufträge


G – Grundniveau

Bearbeite das KI-Rohbild so, dass mindestens drei unterschiedliche Veränderungen deutlich sichtbar werden. Nutze mindestens zwei verschiedene Werkzeuge. Wähle eine klare Farbstimmung und dokumentiere Ausgangsbild und Endfassung. Schreibe anschließend drei Sätze: Was hast Du verändert? Warum? Welche Veränderung ist am wichtigsten?


Mittleres Niveau

Entwickle aus dem KI-Rohbild eine eigene Bildidee. Verbinde mindestens fünf bewusste Eingriffe aus Bereichen wie Farbe, Komposition, Zeichnung, Collage, Struktur oder Licht. Erstelle mindestens zwei kleine Vorstudien und entscheide begründet, welche Du weiterführst. Dokumentiere Ausgangsbild, Zwischenstand und Endfassung.


E – Erweitertes Niveau

Formuliere zuerst eine Aussage oder Wirkung, die deutlich von der Ausgangsfassung abweicht. Entwickle mehrere Varianten und kombiniere analoge und digitale Verfahren oder zwei deutlich unterschiedliche Techniken. Verändere nicht nur Details, sondern auch Bildaufbau, Blickführung oder Bedeutung. Reflektiere abschließend, welche Entscheidungen Dein Werk zu einer eigenständigen Gestaltung machen.


Bewertungskriterien

Die Bewertung soll nicht davon abhängen, ob das Bild „perfekt“ oder besonders realistisch aussieht. Entscheidend sind nachvollziehbare eigene Entscheidungen.

Bereich G M E
Eigener Anteil Mehrere sichtbare eigene Eingriffe. Eigene Bildidee ist deutlich erkennbar. Eigenständiges Konzept verändert Aussage und Struktur.
Gestaltung Farbe, Linie oder Fläche werden bewusst eingesetzt. Mehrere Gestaltungsmittel greifen zusammen. Gestaltungsmittel werden gezielt variiert und begründet.
Prozess Vorher und Nachher werden dokumentiert. Vorstudien und Zwischenstand sind vorhanden. Varianten, Entscheidungen und Überarbeitungen werden reflektiert dokumentiert.
Begründung Einfache Begründungen sind verständlich. Entscheidungen werden mit Fachbegriffen erklärt. Wirkung, Alternativen und eigener Anteil werden differenziert reflektiert.


KI, Autorschaft und Verantwortung

KI-Kunst kann als Generator, Werkzeug oder Ausgangspunkt verwendet werden. Für diesen aiMOOC ist die KI Ausgangspunkt. Deine künstlerische Leistung besteht darin, das Material auszuwählen, zu untersuchen, zu verändern, zu kombinieren und eine eigene Aussage zu entwickeln.

Achte außerdem auf Urheberrecht und Lizenzen. Nicht jedes Bild aus dem Internet darf beliebig verändert oder veröffentlicht werden. Für das gemeinsame Rohmaterial in diesem aiMOOC wird deshalb ein auf Wikimedia Commons als CC0 gekennzeichnetes KI-Bild verwendet. Wenn Du ein anderes Bild nutzt, prüfe vorher, ob Du es bearbeiten und weitergeben darfst.

Transparenz gehört ebenfalls zum guten Arbeiten: Wenn Du Dein Endbild präsentierst, sag kurz, dass ein KI-generiertes Ausgangsbild verwendet und anschließend von Dir weitergestaltet wurde.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum wird das KI-Bild in diesem aiMOOC als Rohmaterial bezeichnet? (Weil es der Ausgangspunkt für eigene gestalterische Veränderungen ist) (!Weil es unverändert abgegeben werden soll) (!Weil nur die Dateigröße verändert wird) (!Weil jedes KI-Bild automatisch Kunst ist)




Was ist ein sinnvoller erster Schritt vor der Bearbeitung? (Das Bild aufmerksam analysieren) (!Sofort einen Zufallsfilter anwenden) (!Das Bild ohne Vergleich löschen) (!Nur den Dateinamen ändern)




Wozu dienen Ebenen in einem Bildbearbeitungsprogramm? (Sie trennen Bildteile und Arbeitsschritte voneinander) (!Sie verhindern jede Farbänderung) (!Sie machen nur die Datei kleiner) (!Sie ersetzen jede eigene Zeichnung)




Welche Veränderung zeigt besonders deutlich eine eigene gestalterische Entscheidung? (Eine neue Bildkomposition aus verschobenen und ergänzten Elementen) (!Das unveränderte Speichern des Rohbildes) (!Das bloße Umbenennen der Datei) (!Das Öffnen des Bildes im Browser)




Warum sind Farbstudien vor dem Endbild hilfreich? (Sie machen unterschiedliche Wirkungen vergleichbar) (!Sie legen eine einzige richtige Farbe fest) (!Sie ersetzen die Bildidee vollständig) (!Sie verhindern spätere Entscheidungen)




Was ist für eine Collage typisch? (Verschiedene Bildteile werden zu einer neuen Einheit verbunden) (!Alle Bildteile bleiben an ihrer ursprünglichen Stelle) (!Es darf nur mit einem Bleistift gearbeitet werden) (!Das Ausgangsbild muss unsichtbar bleiben)




Was sollte ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigen? (Welche gestalterischen Veränderungen im Prozess entstanden sind) (!Nur wie groß die Datei geworden ist) (!Nur welches Programm benutzt wurde) (!Nur wann das Bild gespeichert wurde)




Was unterscheidet eine bewusste Überarbeitung von einem bloßen Filter? (Mehrere begründete Entscheidungen verändern Gestaltung oder Aussage) (!Die Bearbeitung dauert immer länger als eine Stunde) (!Das Bild wird automatisch heller) (!Der Dateiname enthält das Wort Kunst)




Was gehört zu einem transparenten Umgang mit KI-Rohmaterial? (Den Einsatz des KI-Ausgangsbildes offen nennen) (!Den KI-Anteil absichtlich verschweigen) (!Jede Quelle entfernen) (!Das Ausgangsbild als selbst fotografiert ausgeben)




Welches Ziel passt am besten zum E-Niveau? (Eine eigenständige Bildaussage mit Varianten und begründeten Entscheidungen entwickeln) (!Nur drei kleine Farbflächen ergänzen) (!Das KI-Bild unverändert ausdrucken) (!Eine einzige automatische Korrektur anwenden)





Memory

Rohmaterial Ausgangspunkt für die eigene Gestaltung
Komposition Anordnung der Bildelemente
Farbkontrast deutliches Gegeneinander von Farben
Ebene getrennt bearbeitbarer Bildbereich
Collage Verbindung verschiedener Bildteile
Übermalung bewusstes Verdecken oder Neugestalten von Flächen
Vorstudie kleine Erprobung vor der Endfassung
Reflexion begründetes Nachdenken über den Arbeitsprozess





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bildanalyse Genaues Untersuchen des KI-Rohbildes
Farbstudie Erproben verschiedener Farbstimmungen
Collage Neuordnen und Verbinden von Bildfragmenten
Dokumentation Festhalten von Ausgangsbild Zwischenstand und Endfassung
Reflexion Begründen der eigenen gestalterischen Entscheidungen






Kreuzworträtsel

Collage Wie heißt eine Technik, bei der verschiedene Bildteile neu verbunden werden?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Gegensatz in Farbe, Helligkeit oder Form?
Ebene Wie heißt ein getrennt bearbeitbarer Bildbereich in einem Grafikprogramm?
Komposition Wie heißt die Anordnung der Bildelemente?
Rohmaterial Wie heißt das Ausgangsmaterial, das weitergestaltet wird?
Farbkreis Wie heißt ein Modell zur Ordnung von Farben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein KI-Bild dient in diesem Projekt als

für die eigene Gestaltung.
Vor der Veränderung hilft eine genaue

dabei, Stärken und Schwächen des Ausgangsbildes zu erkennen.
Mit einer

kannst Du unterschiedliche Stimmungen ausprobieren.
In einer digitalen Bildbearbeitung lassen sich Arbeitsschritte auf getrennten

organisieren.
Bei einer

werden verschiedene Bildteile neu kombiniert.
Ein

macht die Entwicklung des Werkes sichtbar.
Eigene Entscheidungen sollten in einer kurzen

begründet werden.
Bei der Präsentation soll der Einsatz des

transparent genannt werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bilddetektiv: Markiere im KI-Rohbild fünf Stellen, die Du interessant, unklar oder verbesserungswürdig findest, und schreibe jeweils einen kurzen Grund dazu.
  2. Farbstimmung: Erstelle drei kleine Farbstudien desselben Bildausschnitts und entscheide, welche Stimmung am besten zu Deiner Bildidee passt.
  3. Überzeichnen: Drucke das Rohbild aus und ergänze mindestens drei gezeichnete Elemente, die eine neue Geschichte anstoßen.
  4. Vorher-Nachher: Stelle Ausgangsbild und Deine erste Überarbeitung nebeneinander und beschreibe drei sichtbare Unterschiede.


Standard

  1. Collage-Remix: Zerlege das Rohbild in mindestens acht Fragmente und entwickle daraus eine neue Komposition mit eigenen Papier- oder Zeichnungselementen.
  2. Bildgeschichte: Verwandle die nächtliche Stadt in einen Ort mit einer klaren neuen Funktion, zum Beispiel Lernstadt, Zukunftsgarten oder Warnlandschaft, und begründe Deine Gestaltung.
  3. Werkzeugvergleich: Bearbeite denselben Ausschnitt einmal analog und einmal digital. Vergleiche anschließend Wirkung, Kontrolle und Überraschungen beider Verfahren.
  4. Galeriegespräch: Präsentiere einen Zwischenstand in einer Kleingruppe, sammle zwei konkrete Rückmeldungen und entscheide, welche Anregung Du in die nächste Fassung übernimmst.


Schwer

  1. Bedeutungswechsel: Verändere das KI-Bild so, dass seine ursprüngliche Stimmung deutlich kippt. Nutze dafür mindestens drei zusammenwirkende Gestaltungsmittel und erläutere deren Wirkung.
  2. Serielle Variation: Entwickle aus demselben Rohbild eine Serie aus drei eigenständigen Fassungen mit unterschiedlichen Aussagen, aber einem erkennbaren gemeinsamen Konzept.
  3. Hybridkunst: Kombiniere digitale Bildbearbeitung, Ausdruck, analoge Übermalung oder Collage und erneute Digitalisierung zu einem mehrstufigen Werkprozess. Dokumentiere jede Stufe.
  4. Kuratorischer Text: Schreibe zu Deinem Endbild einen kurzen Ausstellungstext, der Ausgangsmaterial, eigene Eingriffe, Bildaussage und Deinen Umgang mit KI transparent erklärt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Bildidee: Du erhältst ein anderes KI-Bild mit ganz anderer Stimmung. Entwickle einen Plan mit mindestens vier Eingriffen, durch die Du eine neue, selbst gewählte Aussage erzeugen würdest. Begründe die Reihenfolge.
  2. Gestaltungsentscheidung: Vergleiche zwei mögliche Bearbeitungen desselben Rohbildes: eine reine Farbkorrektur und eine Neukomposition mit Zeichnung und Collage. Erkläre, in welcher Fassung der eigene gestalterische Anteil deutlicher wird und warum.
  3. Farbwirkung: Ein Bild soll gleichzeitig ruhig und unheimlich wirken. Entwickle dafür eine Farbstrategie und erläutere, welche Kontraste Du gezielt einsetzen würdest.
  4. Prozesskritik: Eine Schülerin hat zehn Filter ausprobiert, aber keine eigene Bildidee formuliert. Gib ihr drei konkrete Verbesserungsvorschläge, die ihren künstlerischen Entscheidungsanteil erhöhen.
  5. Medienwechsel: Erkläre, wie sich die Wirkung eines digital erzeugten Stadtbildes verändern könnte, wenn Du es ausdruckst, zerschneidest, mit Zeitungspapier collagierst und anschließend erneut fotografierst.
  6. Transparenz: Formuliere eine kurze Werkbeschreibung, in der deutlich wird, welche Teile vom KI-Rohbild stammen und welche Entscheidungen von Dir selbst getroffen wurden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Bestandteile besonders wichtig:

  1. Ausgangsbild: Das verwendete KI-Rohmaterial ist eindeutig benannt.
  2. Vorstudien: Mindestens zwei Varianten oder Farbstudien zeigen, dass Du Möglichkeiten geprüft hast.
  3. Arbeitsprozess: Ausgangsbild, Zwischenstand und Endfassung sind dokumentiert.
  4. Eigenanteil: Eigene Zeichnungen, Collageentscheidungen, Farbkonzepte oder Umordnungen sind klar erkennbar.
  5. Fachbegriffe: Begriffe wie Komposition, Kontrast, Farbwirkung, Ebene oder Collage werden passend verwendet.
  6. Reflexion: Du begründest zentrale Entscheidungen und beschreibst, wie sich Aussage oder Wirkung verändert hat.
  7. Transparenz: Der Einsatz eines KI-generierten Ausgangsbildes wird offen benannt.
  8. Präsentation: Du kannst Dein Werk zeigen und auf Nachfragen zu Deinen Entscheidungen antworten.




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