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BK6 - Digitale Skulptur aus Grundkörpern

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BK6 - Digitale Skulptur aus Grundkörpern



BK6 - Digitale Skulptur aus Grundkörpern


Einleitung

In diesem aiMOOC entwickelst Du aus einfachen geometrischen Grundkörpern eine eigene digitale Skulptur. Du beginnst mit Würfeln, Quadern, Kugeln, Zylindern, Kegeln und weiteren einfachen Formen. Durch Verschieben, Drehen, Skalieren, Duplizieren, Gruppieren und geschicktes Kombinieren entstehen Schritt für Schritt komplexere Figuren, Fantasiewesen, Maschinen, Bauwerke oder abstrakte Skulpturen.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die Bedienung eines 3D-Programms. Du untersuchst auch drei wichtige Gestaltungsideen: Volumen, Balance und Silhouette. Du lernst also, wie groß oder kompakt eine Form wirkt, wie stabil oder spannend eine Anordnung erscheint und wie sich die Außenkontur einer Skulptur verändert, wenn Du sie aus verschiedenen Richtungen betrachtest.

Die Abbildung zeigt mehrere typische Grundkörper in räumlicher Darstellung. Solche Formen können in Programmen zur 3D-Modellierung wie digitale Bausteine verwendet werden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Grundkörper wie Würfel, Kugel, Zylinder und Kegel erkennen und gezielt für eine Gestaltung auswählen.
  2. Körper in einem digitalen 3D-Raum verschieben, drehen, vergrößern und verkleinern.
  3. mehrere Grundkörper zu einer komplexeren digitalen Figur oder Skulptur verbinden.
  4. die Wirkung von Volumen, Balance und Silhouette beschreiben.
  5. eine Skulptur aus mehreren Blickrichtungen prüfen und überarbeiten.
  6. eigene Gestaltungsentscheidungen begründen und die Wirkung Deiner Skulptur reflektieren.


Was ist eine digitale Skulptur?

Eine digitale Skulptur ist ein dreidimensionales Objekt, das am Computer oder Tablet gestaltet wird. Anders als bei einer Zeichnung besitzt das Modell eine räumliche Ausdehnung in Breite, Höhe und Tiefe. Du kannst es drehen und aus verschiedenen Blickrichtungen betrachten.

Im Kunstunterricht verwenden wir den Begriff Skulptur hier bewusst weit: Gemeint ist ein räumliches, rundum betrachtbares Gestaltungsergebnis. In der Kunstgeschichte können die Begriffe Skulptur und Plastik genauer unterschieden werden.

Eine besonders einfache Form der digitalen Modellierung arbeitet mit fertigen Grundkörpern. Diese Vorgehensweise ähnelt dem Bauen mit Bauklötzen: Aus wenigen einfachen Teilen kann ein sehr komplexes Objekt entstehen. In der Computergrafik wird das Kombinieren von Grundkörpern auch bei der geometrischen Modellierung eingesetzt.


Grundkörper als digitale Bausteine

Grundkörper besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Gerade Flächen, Rundungen, Spitzen und Achsen erzeugen unterschiedliche Wirkungen.

  1. Würfel: wirkt häufig stabil, klar, technisch und geordnet.
  2. Quader: eignet sich für längliche, breite oder hohe Bauteile.
  3. Kugel: wirkt weich, geschlossen und beweglich.
  4. Zylinder: kann als Säule, Gelenk, Bein, Arm, Radachse oder Turm dienen.
  5. Kegel: erzeugt eine deutliche Richtung und kann spitz oder dynamisch wirken.
  6. Pyramide: verbindet eine stabile Grundfläche mit einer gerichteten Spitze.


Würfel: Kanten, Flächen und Richtung

Ein Würfel sieht aus verschiedenen Blickrichtungen unterschiedlich aus. Obwohl seine Form gleich bleibt, ändern sich die sichtbaren Flächen und Kanten. Genau deshalb solltest Du eine digitale Skulptur immer drehen und nicht nur aus einer einzigen Ansicht beurteilen.


Kugel: rundum ohne Kanten

Die Kugel besitzt keine Kanten und keine Ecken. Sie kann eine harte Würfelform optisch auflockern, als Kopf, Gelenk oder Schwerpunkt dienen oder als Kontrast zu kantigen Formen eingesetzt werden.


Zylinder: zwischen Fläche und Rundung

Beim Zylinder sind Höhe und Radius wichtige Maße. In einer Skulptur kannst Du Zylinder aufrecht, liegend oder schräg einsetzen. Schon die Ausrichtung verändert die Wirkung deutlich.

Die Animation macht sichtbar, wie aus einer kreisförmigen Grundidee ein räumlicher Körper mit Volumen entsteht.


Interaktive 3D-Grundkörper

Auf Wikimedia Commons stehen freie 3D-Dateien zur Verfügung. Wenn Dein Browser beziehungsweise die verwendete Wiki-Umgebung die 3D-Ansicht unterstützt, kannst Du die Modelle drehen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

Interaktiver Würfel:

Datei:3D model of a Cube.stl

Interaktive Kugel:

Datei:3d model of Sphere.stl

Interaktiver Zylinder:

Datei:Cilindro 3D.stl

Vergleiche die drei Modelle: Wo entstehen Kanten? Wo entstehen Rundungen? Welche Form besitzt eine eindeutige Ober- und Unterseite? Welche Körper würden sich gut miteinander kombinieren lassen?


Vom Grundkörper zur komplexen Figur

Eine komplexe digitale Skulptur entsteht selten durch einen einzigen Schritt. Gute Ergebnisse entwickeln sich durch wiederholtes Entscheiden, Prüfen und Verändern.

  1. Idee finden: Entscheide Dich zum Beispiel für ein Tier, einen Roboter, ein Fahrzeug, eine Fantasiefigur oder eine abstrakte Form.
  2. Großformen setzen: Beginne mit wenigen großen Körpern. Ein großer Quader kann beispielsweise einen Rumpf bilden.
  3. Proportionen prüfen: Vergleiche Höhe, Breite und Tiefe der Teile.
  4. Körper ergänzen: Füge kleinere Formen für Arme, Gelenke, Köpfe, Flügel, Räder oder Details hinzu.
  5. Drehen und ausrichten: Nutze verschiedene Winkel, statt alle Körper parallel auszurichten.
  6. Gruppieren: Verbinde zusammengehörige Teile, wenn Dein Programm diese Funktion bietet.
  7. Ansichten wechseln: Prüfe Vorderseite, Seiten, Rückseite, Aufsicht und schräge Ansichten.
  8. Überarbeiten: Entferne Teile, die nur stören, und verstärke die wichtigsten Formen.


Digitale Werkzeuge

In vielen 3D-Programmen findest Du ähnliche Grundfunktionen:

  1. Verschieben: Ein Körper wird an eine andere Position gesetzt.
  2. Skalieren: Ein Körper wird größer, kleiner, breiter, höher oder länger.
  3. Rotieren: Ein Körper wird um eine Achse gedreht.
  4. Duplizieren: Ein Körper wird kopiert.
  5. Ausrichten: Mehrere Körper werden an einer gemeinsamen Mitte, Kante oder Achse angeordnet.
  6. Gruppieren: Mehrere Einzelteile werden zu einer zusammengehörigen Einheit verbunden.
  7. Aussparen: Manche Programme ermöglichen Löcher oder negative Formen, mit denen Material digital entfernt wird.

Das deutschsprachige Video führt in Tinkercad ein und zeigt grundlegende Schritte der 3D-Gestaltung.

Auch dieses Video zeigt einen grundlegenden Einstieg in das Arbeiten mit 3D-Modellen in Tinkercad.

Das englischsprachige Kurz-Tutorial zeigt viele wichtige Werkzeuge wie Platzieren, Verändern, Ausrichten und Gruppieren von Formen. Nutze die Bilder im Video auch dann, wenn Du nicht jedes englische Wort verstehst.


Volumen: Wie viel Raum nimmt die Form ein?

Volumen beschreibt bei einem geometrischen Körper mathematisch den Rauminhalt. Im Kunstunterricht betrachten wir zusätzlich die Wirkung des Volumens: Eine Form kann massiv, kompakt, leicht, gestreckt, gedrungen oder luftig wirken.

Ein großer Würfel kann sehr schwer und stabil erscheinen. Derselbe Würfel kann aber leichter wirken, wenn er nur von wenigen kleinen Körpern getragen wird oder wenn große Zwischenräume entstehen.

Fragen zur Volumenwirkung:

  1. Wirkt Deine Skulptur eher kompakt oder weit ausgreifend?
  2. Gibt es große Hauptkörper und kleine Nebenformen?
  3. Wo entstehen Zwischenräume?
  4. Sind die Volumen gleichmäßig verteilt oder gibt es einen deutlichen Schwerpunkt?

Eine reale Skulptur kann Dir helfen, Volumen nicht nur als Rechenwert, sondern als räumliche Wirkung zu verstehen.


Balance: Stabilität und Spannung

Balance bedeutet in der Gestaltung nicht nur, dass etwas physisch stehen kann. Es geht auch um die visuelle Gewichtsverteilung.

Eine symmetrische Skulptur kann ruhig und stabil wirken. Eine asymmetrische Skulptur kann spannender oder bewegter erscheinen. Wichtig ist, dass die Teile trotzdem als zusammengehörige Gesamtform erlebt werden.

Du kannst Balance verändern durch:

  1. unterschiedliche Größen von Körpern.
  2. große und kleine Abstände.
  3. symmetrische oder asymmetrische Anordnung.
  4. schräge oder aufrechte Achsen.
  5. starke Volumen auf einer Seite und ausgleichende Formen auf der anderen.

Bei einer Würfelskulptur kannst Du untersuchen, wie eine eigentlich sehr stabile Grundform durch Drehung, Aufstellung und Umgebung plötzlich leichter oder spannungsvoller wirken kann.


Silhouette: Die Außenform entscheidet

Die Silhouette ist die sichtbare Außenkontur einer Form. Stelle Dir Deine Skulptur als vollständig schwarze Form vor. Wäre sie noch eindeutig, interessant und gut lesbar?

Eine starke Silhouette entsteht häufig dann, wenn:

  1. wichtige Teile deutlich aus der Gesamtform herausragen.
  2. zwischen Körpern erkennbare Zwischenräume entstehen.
  3. nicht alle Teile exakt hintereinander liegen.
  4. große, mittlere und kleine Formen gut verteilt sind.
  5. die Skulptur auch aus mehreren Ansichten interessant bleibt.

Der Schatten macht eine Silhouette besonders deutlich. Vergleiche die tatsächliche Skulptur mit ihrer zweidimensionalen Schattenform.


Positivform und Zwischenraum

Nicht nur die Körper selbst sind wichtig. Auch die Zwischenräume zwischen den Körpern gestalten die Skulptur. Diese leeren Bereiche werden häufig als negativer Raum wahrgenommen.

Wenn zwei Körper zu eng aneinanderliegen, kann die Silhouette unklar werden. Ein kleiner Abstand kann dagegen eine interessante Öffnung erzeugen. Solche Zwischenräume helfen dabei, eine digitale Skulptur aus verschiedenen Richtungen lesbar zu machen.


Perspektive und Rundum-Ansicht

Eine digitale Skulptur hat keine einzige richtige Ansicht. Drehe Dein Modell regelmäßig.

Prüfe mindestens:

  1. Vorderansicht.
  2. Seitenansicht.
  3. Rückansicht.
  4. Aufsicht.
  5. schräge Perspektive.

Frage Dich bei jeder Ansicht: Bleibt die Figur erkennbar? Entsteht eine interessante Silhouette? Gibt es Körper, die vollständig hinter anderen verschwinden?


Von der einfachen Form zur komplexen Skulptur

Datei:Cubitruncated cuboctahedron.stl

Dieses komplexere 3D-Modell zeigt, wie aus geometrischer Ordnung eine deutlich reichere räumliche Form entstehen kann. Für Deine eigene Skulptur musst Du keinen komplizierten mathematischen Körper bauen. Entscheidend ist die Idee: Viele einfache Flächen und Körper können gemeinsam eine überraschend komplexe Gesamtform erzeugen.


Entwurfsstrategie für Klasse 6

Arbeite in drei Phasen:

Phase 1 – Bauen: Setze zunächst nur wenige große Grundkörper ein. Noch keine winzigen Details.

Phase 2 – Gestalten: Verändere Größen, Winkel, Abstände und Überschneidungen. Prüfe Volumen, Balance und Silhouette.

Phase 3 – Verfeinern: Ergänze gezielte Details. Entferne überflüssige Teile. Betrachte Dein Modell aus mindestens fünf Perspektiven.


Differenzierung G/M/E

Die drei Niveaustufen helfen Dir, eine passende Herausforderung zu wählen. Du kannst jederzeit in eine höhere Stufe wechseln.

Niveau Auftrag Schwerpunkt Reflexion
G – Grundniveau Baue eine erkennbare Figur oder Skulptur aus mindestens vier Grundkörpern. Nutze mindestens drei verschiedene Körperarten. Sicheres Verschieben, Skalieren und Rotieren. Beschreibe in drei Sätzen, wo Volumen, Balance und Silhouette sichtbar werden.
M – Mittleres Niveau Baue eine komplexere Skulptur aus mindestens sechs Grundkörpern. Verändere Größen und Drehwinkel deutlich und plane mindestens einen bewussten Zwischenraum. Proportion, Blickrichtung, räumliche Staffelung und Balance. Vergleiche zwei Ansichten Deiner Skulptur und erkläre, wie sich die Silhouette verändert.
E – Erweitertes Niveau Entwickle eine eigenständige Skulptur aus mindestens acht Grundkörpern. Nutze asymmetrische Balance, unterschiedliche Maßstäbe und mehrere bewusst gestaltete Zwischenräume. Ausdruck, Spannung, Schwerpunkt, Positivform und Negativraum. Begründe mindestens drei Gestaltungsentscheidungen und erkläre, wie sie die Gesamtwirkung verändern.


Gestaltungsexperiment: Eine Figur aus sechs Körpern

Probiere zunächst eine schnelle Übung:

  1. Setze einen großen Quader als Rumpf.
  2. Ergänze eine Kugel als Kopf.
  3. Nutze zwei Zylinder als Beine oder Stützen.
  4. Füge zwei kleinere Körper als Arme, Flügel oder Ausleger hinzu.
  5. Drehe mindestens zwei Teile schräg.
  6. Betrachte die Figur von allen Seiten.
  7. Verändere nun nur eine einzige Größe deutlich und beobachte, wie sich die Wirkung verändert.

Wiederhole das Experiment mit einer anderen Körperkombination. So erkennst Du, dass nicht die Anzahl der Formen allein über die Qualität entscheidet, sondern ihre Beziehung zueinander.


Gestaltungsregeln als Hilfe, nicht als Zwang

Beim Entwerfen können Dir einige Regeln helfen:

  1. Beginne mit großen Formen und ergänze Details später.
  2. Verwende unterschiedliche Größen statt nur gleich großer Bausteine.
  3. Wiederhole Formen, wenn Du Rhythmus erzeugen möchtest.
  4. Vermeide zufällige Details ohne Funktion oder Wirkung.
  5. Prüfe die Silhouette regelmäßig.
  6. Lass bewusst Zwischenräume entstehen.
  7. Nutze Balance, ohne alles symmetrisch machen zu müssen.

Regeln sind keine festen Gesetze. Gute Gestaltung kann Regeln bewusst brechen, wenn Du die Wirkung erklären kannst.


Reflexionsfragen während des Arbeitens

Halte während der Gestaltung mehrmals an und beantworte Dir folgende Fragen:

  1. Welcher Körper ist momentan der wichtigste?
  2. Wo liegt der optische Schwerpunkt?
  3. Wirkt meine Skulptur eher stabil, leicht, schnell, schwer, freundlich, technisch oder bedrohlich?
  4. Welche Ansicht zeigt die beste Silhouette?
  5. Gibt es eine langweilige Ansicht?
  6. Welche Form könnte ich vergrößern, verkleinern oder drehen?
  7. Welche Form könnte ich sogar entfernen?
  8. Welche Zwischenräume sind besonders interessant?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist beim digitalen Modellieren ein Grundkörper? (Eine einfache räumliche Form wie Würfel Kugel oder Zylinder) (!Eine fertige Fotografie) (!Eine zweidimensionale Linie ohne Fläche) (!Eine Tonspur)




Was bedeutet Skalieren bei einem 3D-Objekt? (Seine Größe oder Proportion zu verändern) (!Seine Datei umzubenennen) (!Seine Farbe automatisch zu löschen) (!Das Objekt auszudrucken)




Was beschreibt die Silhouette einer Skulptur? (Die sichtbare Außenkontur) (!Nur die Farbe der Oberfläche) (!Nur das Material) (!Nur den Dateinamen)




Wodurch kann eine Skulptur asymmetrisch und trotzdem ausgewogen wirken? (Durch eine bewusst verteilte visuelle Gewichtung) (!Nur durch zwei völlig identische Seiten) (!Nur durch eine einzige Kugel) (!Durch das Löschen aller Zwischenräume)




Warum sollte eine digitale Skulptur aus mehreren Blickrichtungen betrachtet werden? (Weil sich sichtbare Formen und Silhouetten je nach Ansicht verändern) (!Weil 3D-Objekte nur von hinten funktionieren) (!Weil die Vorderansicht immer falsch ist) (!Weil jede Ansicht dieselbe Silhouette zeigt)




Welche Form besitzt keine Ecken und Kanten? (Kugel) (!Würfel) (!Pyramide) (!Quader)




Was kann ein bewusst gestalteter Zwischenraum bewirken? (Er kann die Form gliedern und die Silhouette interessanter machen) (!Er macht jedes Modell automatisch unsichtbar) (!Er verhindert jede räumliche Wirkung) (!Er verwandelt das Modell in eine Zeichnung)




Was ist eine sinnvolle Reihenfolge beim Entwerfen? (Zuerst große Formen dann Gestaltung dann Details) (!Zuerst möglichst viele winzige Details) (!Zuerst nur Farben und keine Formen) (!Zuerst exportieren und danach modellieren)




Welche Veränderung erzeugt besonders deutlich eine neue räumliche Richtung? (Einen Körper drehen) (!Den Projektnamen ändern) (!Das Programmfenster schließen) (!Eine Datei kopieren ohne sie zu verändern)




Was gehört zur Reflexion einer digitalen Skulptur? (Volumen Balance und Silhouette begründet beurteilen) (!Nur die Zahl der verwendeten Klicks zählen) (!Nur den Dateinamen nennen) (!Nur die Hintergrundfarbe beschreiben)





Memory

Würfel kantiger Grundkörper mit sechs quadratischen Flächen
Kugel runder Körper ohne Ecken und Kanten
Zylinder Körper mit zwei kreisförmigen Grundflächen
Silhouette sichtbare Außenkontur einer Form
Balance Verteilung des visuellen Gewichts
Volumen räumliche Ausdehnung eines Körpers
Skalieren Größe oder Proportion verändern
Rotieren einen Körper um eine Achse drehen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Würfel kantig und stabil
Kugel rund und weich
Zylinder säulenartig und gerichtet
Silhouette Außenkontur
Balance visuelle Gewichtsverteilung




...


Kreuzworträtsel

Volumen Wie heißt die räumliche Ausdehnung eines Körpers?
Balance Wie heißt die ausgewogene Verteilung visueller Gewichte?
Kugel Welcher Grundkörper besitzt keine Kanten?
Würfel Welcher Grundkörper besitzt sechs quadratische Flächen?
Rotation Wie nennt man die Drehung eines Körpers?
Silhouette Wie heißt die sichtbare Außenkontur einer Form?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine digitale Skulptur besteht aus räumlichen

. Beim

wird die Größe eines Körpers verändert. Durch

kann ein Körper eine neue Richtung erhalten. Die sichtbare Außenkontur heißt

. Die Verteilung des visuellen Gewichts wird als

bezeichnet. Das

beschreibt die räumliche Ausdehnung eines Körpers. Ein bewusst gestalteter

kann die Gesamtform interessanter machen. Eine Skulptur sollte aus mehreren

betrachtet werden. Große Hauptformen sollten vor kleinen

entwickelt werden. Durch das bewusste Kombinieren einfacher Körper entsteht eine

Gesamtform.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Grundkörper-Safari: Suche in Deiner Umgebung fünf Gegenstände, die an Würfel, Kugel, Zylinder, Kegel oder Quader erinnern. Fotografiere oder skizziere sie und ordne jedem Gegenstand einen Grundkörper zu.
  2. Vier-Körper-Figur: Erstelle digital eine Figur aus genau vier Grundkörpern. Sie soll aus mindestens drei verschiedenen Blickrichtungen erkennbar bleiben.
  3. Silhouetten-Test: Erstelle drei Bildschirmansichten Deiner Skulptur. Zeichne die jeweilige Außenkontur vereinfacht nach und entscheide, welche Ansicht am stärksten wirkt.
  4. Volumen-Vergleich: Baue zwei Versionen derselben Figur: eine kompakte und eine weit ausgreifende. Beschreibe, welche Version schwerer, leichter, ruhiger oder bewegter wirkt.


Standard

  1. Sechs-Körper-Skulptur: Entwickle aus mindestens sechs Grundkörpern eine Fantasiefigur. Verändere Größen, Drehwinkel und Abstände so, dass Haupt- und Nebenformen erkennbar werden.
  2. Balance-Experiment: Gestalte zuerst eine symmetrische und danach eine asymmetrische Version derselben Skulptur. Vergleiche die Wirkung und begründe Deine bevorzugte Lösung.
  3. Negativraum: Plane mindestens zwei deutlich sichtbare Zwischenräume in Deine Skulptur ein. Zeige mit Screenshots, wie diese Öffnungen die Silhouette verbessern.
  4. Skulptur im Team: Arbeitet zu zweit. Eine Person erstellt eine Grundform, die andere darf nur durch Skalieren, Rotieren und Verschieben weitergestalten. Dokumentiert, welche Entscheidungen die größte Wirkung hatten.


Schwer

  1. Drei-Ansichten-Entwurf: Plane Deine Skulptur zunächst als einfache Vorder-, Seiten- und Draufsicht. Setze den Entwurf anschließend digital um und vergleiche Planung und Ergebnis.
  2. Dynamische Balance: Entwickle eine bewusst instabil wirkende, aber visuell ausgewogene Skulptur. Nutze schräge Achsen, unterschiedliche Größen und einen klaren optischen Schwerpunkt.
  3. Formenfamilie: Entwirf drei zusammengehörige digitale Skulpturen aus denselben vier Grundkörperarten. Jede Skulptur soll eine andere Wirkung besitzen, zum Beispiel ruhig, schnell und schwer.
  4. Kuratoren-Reflexion: Präsentiere Deine fertige Skulptur wie in einer Ausstellung. Gib ihr einen Titel und verfasse einen kurzen Ausstellungstext, in dem Du Volumen, Balance, Silhouette und Zwischenräume fachsprachlich erläuterst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Grundkörperwahl: Du möchtest eine Figur gestalten, die gleichzeitig stabil und freundlich wirkt. Entscheide, welche Grundkörper Du hauptsächlich verwenden würdest, und begründe Deine Wahl über Formwirkung und Volumen.
  2. Transfer: Silhouette verbessern: Eine digitale Figur ist in der Vorderansicht gut erkennbar, in der Seitenansicht verschwinden aber fast alle Teile hintereinander. Beschreibe mindestens drei konkrete Änderungen am Modell.
  3. Transfer: Balance untersuchen: Eine Skulptur besitzt links einen großen Würfel und rechts drei kleine Kugeln. Erkläre, wie Du eine ausgewogene oder bewusst unausgewogene Wirkung herstellen könntest.
  4. Transfer: Zwischenraum gestalten: Zwei große Körper berühren sich vollständig und bilden eine unübersichtliche Gesamtform. Entwickle zwei Möglichkeiten, mit Abstand, Drehung oder Größenänderung einen klareren Negativraum zu erzeugen.
  5. Transfer: Überarbeitung begründen: Wähle eine eigene digitale Skulptur und beschreibe eine sinnvolle Veränderung an Volumen, Balance und Silhouette. Begründe jeweils, welche neue Wirkung entstehen soll.
  6. Transfer: Perspektiven vergleichen: Vergleiche zwei Ansichten derselben Skulptur. Erkläre, warum eine Ansicht dynamischer wirken kann, obwohl das 3D-Modell unverändert bleibt.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur eine fertige Datei abgibst, sondern Deinen Gestaltungsprozess sichtbar machst.

  1. Eine eigene digitale Skulptur aus mehreren geometrischen Grundkörpern.
  2. Mindestens drei unterschiedliche verwendete Körperarten.
  3. Mehrere Screenshots aus verschiedenen Blickrichtungen.
  4. Eine erkennbare Entwicklung von großen Hauptformen zu kleineren Details.
  5. Eine kurze Begründung wichtiger Entscheidungen zu Größe, Drehung und Anordnung.
  6. Eine Reflexion zu Volumen, Balance und Silhouette.
  7. Ein Hinweis auf bewusst gestaltete Zwischenräume oder Negativräume.
  8. Eine Einschätzung, welchem Niveau G, M oder E Deine Arbeit entspricht und warum.
  9. Eine kurze Beschreibung einer Überarbeitung: Was hast Du verändert und weshalb?
  10. Eine Präsentation, in der Du Deine Skulptur mit passenden Fachbegriffen erklärst.




OERs zum Thema


Weitere freie Medien und 3D-Modelle

Die Konstruktionsdarstellung zeigt einen Würfel in Beziehung zu einer Kugel und macht deutlich, wie geometrische Körper räumlich miteinander verknüpft werden können.

Die Rotation des Würfels eignet sich zum Beobachten von Flächen, Kanten und wechselnden Silhouetten.


Verknüpfte Lernbereiche

aiMOOC-Projekte