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BK6 - Digitale Illustration gestalten

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BK6 - Digitale Illustration gestalten



BK6 - Digitale Illustration gestalten


Einleitung

In diesem aiMOOC entwickelst Du Schritt für Schritt eine eigenständige digitale Illustration. Du beginnst mit einer Idee und einer Skizze, entscheidest Dich bewusst für ein Farbkonzept und arbeitest Dein Bild anschließend digital aus. Dabei lernst Du, wie Komposition, Farbe, Kontrast, digitale Pinsel und Ebenen zusammenwirken. Als Beispielsoftware wird häufig Krita gezeigt; die Grundideen lassen sich aber auch auf andere Zeichen- und Malprogramme übertragen.

Das fertige Beispiel zeigt, wie Linien, Farbflächen, Licht, Schatten und Texturen zu einer digitalen Illustration zusammenfinden können. Dein Ziel ist nicht, ein Beispiel zu kopieren, sondern eine eigene Bildidee zu entwickeln und begründete Gestaltungsentscheidungen zu treffen.

Zielgruppe: Klasse 6

Niveaustufen: In diesem aiMOOC bedeutet G Grundlagen, M mittleres Niveau und E erweitertes Niveau. Du kannst auf Deinem Niveau beginnen und einzelne Herausforderungen der nächsthöheren Stufe ausprobieren.

Bereich G – Grundlagen M – Mittleres Niveau E – Erweitertes Niveau
Idee und Skizze Ein klar erkennbares Hauptmotiv planen Hauptmotiv und Umgebung sinnvoll anordnen Bildwirkung durch Blickführung, Anschnitt oder Perspektive bewusst gestalten
Farbe Eine begrenzte Farbpalette verwenden Farbkontraste gezielt einsetzen Farbwirkung und Lichtstimmung eigenständig planen
Digitale Ausarbeitung Mit wenigen Pinseln und klaren Ebenen arbeiten Ebenen, Deckkraft und Pinsel gezielt kombinieren Strukturen, Licht, Schatten und Details differenziert einsetzen
Reflexion Eigene Arbeit beschreiben Entscheidungen begründen Wirkung beurteilen und gezielt überarbeiten


Was ist eine digitale Illustration?

Eine Illustration ist ein Bild, das etwas sichtbar, verständlich oder anschaulich macht. Sie kann eine Geschichte erzählen, eine Stimmung erzeugen, eine Figur zeigen oder einen Text ergänzen. Bei einer digitalen Illustration entsteht das Bild mit digitaler Grafiksoftware. Du zeichnest zum Beispiel mit Maus, Touchscreen oder Grafiktablett und kannst Pinsel, Farben, Ebenen und Korrekturen flexibel einsetzen.

Digitales Arbeiten ersetzt die zeichnerische Idee nicht. Eine starke Illustration braucht auch am Bildschirm einen interessanten Bildaufbau, passende Formen, eine bewusste Farbwahl und eine klare Bildaussage.

Ein digitaler Stift kann Bewegungen ähnlich wie ein Zeichenstift übertragen. Je nach Gerät und Software kann auch der Stiftdruck Einfluss auf Strichstärke oder Deckkraft haben. Für diesen aiMOOC genügt aber jedes geeignete Eingabegerät, mit dem Du kontrolliert zeichnen kannst.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du eine Bildidee durch Skizzen entwickeln, eine kleine Farbpalette passend zur gewünschten Stimmung auswählen, mit digitalen Pinseln und Ebenen arbeiten, Licht und Schatten zur Verbesserung der Räumlichkeit einsetzen, Deine Illustration überarbeiten und als fertige Bilddatei ausgeben. Besonders wichtig ist, dass Du erklären kannst, warum Du bestimmte Formen, Farben, Kontraste oder Ebenen gewählt hast.


Arbeitsplatz und digitale Werkzeuge

Ein digitales Zeichenprogramm besteht meist aus einer Zeichenfläche und mehreren Werkzeugbereichen. Häufig findest Du dort eine Werkzeugleiste, einen Farbwähler, Pinseleinstellungen, eine Ebenenübersicht sowie Befehle zum Speichern, Rückgängigmachen und Exportieren.

In der Abbildung siehst Du eine typische Oberfläche von Krita. Die genaue Anordnung kann je nach Programm und Version anders aussehen. Entscheidend ist, dass Du die für Dein Projekt wichtigen Bereiche findest: Zeichenfläche, Pinsel, Farbe und Ebenen.

Werkzeug Wofür Du es nutzt Tipp für Klasse 6
Pinsel Linien, Flächen und Strukturen gestalten Starte mit zwei oder drei gut kontrollierbaren Pinseln
Radierer Stellen entfernen oder korrigieren Radiere gezielt und prüfe, ob Du auf der richtigen Ebene arbeitest
Farbwähler Farben auswählen und verändern Lege zuerst wenige Hauptfarben fest
Ebenen Bildteile getrennt bearbeiten Benenne Ebenen verständlich, zum Beispiel Skizze, Farbe und Hintergrund
Rückgängig Letzte Arbeitsschritte korrigieren Nutze es als Lernhilfe, aber probiere nicht endlos zufällig aus
Zoom und Verschieben Details prüfen und das Gesamtbild betrachten Wechsle regelmäßig zwischen Nahansicht und Gesamtansicht

Sicher arbeiten: Speichere früh und regelmäßig. Verwende einen verständlichen Dateinamen wie Vorname_Illustration_V1 und behalte während der Bearbeitung eine Arbeitsdatei mit Ebenen. So kannst Du später Änderungen vornehmen.


Von der Idee zur Skizze

Eine gute digitale Illustration beginnt nicht mit Details, sondern mit einer Bildidee. Überlege zuerst: Was soll man sehen? Welche Stimmung soll entstehen? Wo liegt der Blickfang? Danach erstellst Du mehrere kleine Skizzen. Solche schnellen Entwürfe helfen Dir, Bildaufbau und Größenverhältnisse zu testen, bevor Du viel Zeit in die Ausarbeitung steckst.

Als Projektidee eignet sich zum Beispiel: Ein ungewöhnliches Wesen entdeckt einen überraschenden Ort. Du darfst auch ein eigenes Thema wählen, wenn es eine klare Handlung, Stimmung oder Bildaussage ermöglicht.

Beim Beobachten eines Zeichenprozesses achtest Du besonders darauf, wie aus einer groben Idee schrittweise eine lesbare Zeichnung und anschließend eine farbige Illustration wird. Du musst die gezeigte Bildidee nicht nachzeichnen.


Skizzenstrategie

Zeichne zunächst klein und schnell. Konzentriere Dich auf große Formen. Prüfe, ob Dein Hauptmotiv deutlich erkennbar ist und genügend Platz für wichtige Bildelemente bleibt. Erst wenn der Aufbau funktioniert, vergrößerst oder verfeinerst Du die ausgewählte Skizze.

Niveau Skizzenauftrag Prüffrage
G Erstelle zwei kleine Entwürfe mit einem klaren Hauptmotiv und einem einfachen Hintergrund Ist sofort erkennbar, was das Wichtigste im Bild ist?
M Erstelle drei Entwürfe mit Vordergrund, Hauptmotiv und Hintergrund Führt die Anordnung der Formen den Blick zum Hauptmotiv?
E Erstelle mindestens drei deutlich unterschiedliche Kompositionsideen und variiere Perspektive, Anschnitt oder Größenkontrast Welche Variante erzeugt die stärkste Wirkung und warum?


Farbkonzept entwickeln

Farben beeinflussen die Stimmung einer Illustration. Bevor Du das ganze Bild ausmalst, legst Du deshalb ein Farbkonzept fest. Eine kleine Farbpalette verhindert, dass das Bild unruhig wirkt. Du kannst später zusätzliche Farbtöne ergänzen, wenn sie zur Bildwirkung beitragen.

Ein Farbkreis hilft Dir, Beziehungen zwischen Farbtönen zu erkennen. Farben, die im Farbkreis weit auseinanderliegen, können starke Kontraste erzeugen. Ähnliche Farbtöne wirken oft ruhiger. Zusätzlich beeinflussen Helligkeit und Sättigung die Wirkung.


Drei Fragen an Deine Farbpalette

Frage Beispielhafte Entscheidung
Welche Stimmung soll entstehen? warm und freundlich, kühl und geheimnisvoll oder spannungsreich
Welche Farbe gehört zum Hauptmotiv? eine deutlich erkennbare Hauptfarbe
Wo brauchst Du Kontrast? am Blickfang stärker, in unwichtigen Bereichen zurückhaltender

G: Wähle drei bis fünf gut unterscheidbare Hauptfarben und bleibe zunächst bei dieser Palette.

M: Ergänze gezielt einen Hell-Dunkel- oder Warm-Kalt-Kontrast, damit der Blickfang deutlicher wird.

E: Plane zusätzlich eine Lichtstimmung. Entscheide, welche Bereiche farblich zusammengehören und wo ein bewusster Akzent die Bildwirkung verstärkt.


Digitale Pinsel und Pinselsets

Digitale Pinsel sind Werkzeuge mit einstellbaren Eigenschaften. Ein Pinsel kann weich oder hart wirken, eine glatte oder körnige Spur erzeugen und mit unterschiedlicher Deckkraft arbeiten. Viele Programme enthalten Pinselvorgaben oder Pinselsets. Sie speichern bestimmte Kombinationen von Einstellungen.

Die große Auswahl ist verlockend. Für ein übersichtliches Projekt ist es aber sinnvoll, nur wenige Pinsel bewusst einzusetzen. Ein einfacher Zeichenpinsel, ein Pinsel für Farbflächen und ein strukturierter Pinsel reichen für viele Illustrationen aus.

Pinseleinstellungen können sehr umfangreich sein. In Klasse 6 musst Du nicht jede Einstellung kennen. Wichtiger ist, die Wirkung von Größe, Deckkraft, Härte und Struktur zu beobachten.

Pinselmerkmal Wirkung Kleine Übung
Größe bestimmt die Breite des Strichs Zeichne dieselbe Form mit drei verschiedenen Größen
Deckkraft bestimmt, wie stark der Untergrund sichtbar bleibt Lege mehrere halbtransparente Striche übereinander
Härte beeinflusst, ob eine Kante weich oder deutlich wirkt Vergleiche eine harte und eine weiche Schattenkante
Struktur erzeugt eine besondere Oberflächenwirkung Nutze Struktur nur an einer passenden Materialstelle


Das Ebenenmodell verstehen

Ebenen kannst Du Dir wie durchsichtige Folien vorstellen, die übereinanderliegen. Auf jeder Folie befindet sich ein anderer Teil des Bildes. Dadurch kannst Du zum Beispiel den Hintergrund verändern, ohne die Figur neu zeichnen zu müssen.

Die obere Ebene verdeckt dort die darunterliegenden Ebenen, wo sie nicht transparent ist. Deshalb ist die Reihenfolge wichtig. Eine verständliche Benennung hilft Dir, Fehler zu vermeiden.

Ebene Typischer Inhalt Warum getrennt?
Details kleine Akzente, Glanzlichter, besondere Strukturen können am Ende gezielt verändert werden
Licht und Schatten Helligkeits- und Schattenformen lassen sich in Stärke und Wirkung anpassen
Farbe Grundfarben des Hauptmotivs Farbflächen können unabhängig von der Skizze verändert werden
Skizze oder Linien Vorzeichnung oder saubere Konturen bleiben beim Kolorieren kontrollierbar
Hintergrund Himmel, Wand, Landschaft oder abstrakte Fläche kann unabhängig vom Hauptmotiv gestaltet werden

G: Arbeite mindestens mit den Ebenen Hintergrund, Motiv und Details.

M: Trenne zusätzlich Skizze beziehungsweise Linien von den Farbflächen und nutze eine eigene Ebene für Licht und Schatten.

E: Entwickle eine sinnvolle Ebenenstruktur für Dein Motiv, gruppiere zusammengehörige Bildelemente und erkläre, warum bestimmte Teile getrennt bleiben.


Von der Skizze zur digitalen Ausarbeitung

Nun wird aus der vorbereiteten Skizze eine digitale Illustration. Der folgende Ablauf ist ein bewährtes Modell, aber kein starres Rezept. Künstlerinnen und Künstler können die Reihenfolge verändern. Für den Einstieg hilft Dir eine klare Struktur.

Datei:Overview of my Krita Digital Painting Workflow − end of 2022 (commented tutorial).webm

Der gezeigte Arbeitsablauf führt von Skizze und Zeichnung über Silhouetten und Grundfarben zu Schattierung und Überarbeitung. Beobachte besonders, wie lange große Formen wichtiger bleiben als kleine Details.

Phase Dein Auftrag Typischer Fehler Gegenstrategie
Skizze Bildidee und Proportionen klären zu früh Details zeichnen zuerst große Formen prüfen
Saubere Formen Konturen oder Silhouetten verständlich machen unklare Überschneidungen Formen verkleinert betrachten und Lesbarkeit prüfen
Grundfarben Farbkonzept auf das ganze Bild übertragen zu viele zufällige Farben an der geplanten Palette orientieren
Licht und Schatten Volumen und Stimmung verstärken überall gleich starker Kontrast stärksten Kontrast am wichtigen Bereich setzen
Details und Texturen ausgewählte Oberflächen ausarbeiten jede Fläche gleich detaillieren Details am Blickfang konzentrieren
Überarbeitung Gesamtwirkung prüfen und verbessern nur noch hineinzoomen regelmäßig in die Gesamtansicht wechseln


Grundfarben zuerst

Fülle größere Formen zunächst mit einfachen Grundfarben. So erkennst Du schnell, ob Deine Palette funktioniert. Kleine Muster und Texturen kommen später. Wenn Dein Bild schon ohne Details klar lesbar ist, hast Du eine gute Grundlage.


Licht und Schatten

Überlege, aus welcher Richtung das Licht kommt. Flächen, die zum Licht zeigen, erscheinen meist heller als abgewandte Bereiche. Ein Schatten darf vereinfacht sein. Wichtig ist, dass die Lichtidee im Bild nicht ständig widersprüchlich wechselt.

G: Verwende eine einfache Lichtseite und eine einfache Schattenseite.

M: Unterscheide Kernschatten, Lichtflächen und einzelne Glanzlichter.

E: Gestalte zusätzlich die Lichtfarbe oder die Stärke von Kanten so, dass Material und Stimmung unterstützt werden.


Details bewusst setzen

Details sollen die Bildaussage unterstützen. Augen, Gesicht, besondere Muster, ein wichtiges Objekt oder eine auffällige Textur können den Blick lenken. Wenn alle Bereiche gleich detailliert sind, verliert das Bild schnell seinen Schwerpunkt.

Untersuche die Illustration aus der Entfernung: Wo schaust Du zuerst hin? Welche Bereiche sind besonders hell, farbig, kontrastreich oder detailliert? Übertrage diese Beobachtung als Gestaltungsprinzip auf Dein eigenes Werk, ohne das Motiv zu kopieren.


Überarbeiten mit Feedback

Eine Illustration wird häufig besser, wenn Du sie nach einer Pause erneut ansiehst oder Rückmeldung erhältst. Hilfreiches Feedback beschreibt zuerst eine beobachtbare Wirkung und macht danach einen konkreten Verbesserungsvorschlag.

Feedbackschritt Satzanfang
Beobachten Mein Blick geht zuerst zu ...
Wirkung benennen Die Farben wirken auf mich ...
Stärke nennen Besonders klar gelungen ist ...
Frage stellen Soll der Bereich ... wichtiger oder ruhiger wirken?
Vorschlag machen Du könntest testen, ob ...

Für Partnerfeedback eignet sich die Regel zwei Stärken und eine Frage. Die Entscheidung über Änderungen bleibt bei der Person, die die Illustration gestaltet.


Speichern und Exportieren

Bewahre während der Arbeit eine bearbeitbare Arbeitsdatei mit Ebenen auf. Für die Abgabe oder Präsentation exportierst Du zusätzlich eine Bilddatei, zum Beispiel als PNG oder JPEG. Prüfe vor dem Export, ob wichtige Bildteile vollständig sichtbar sind und ob keine versehentlichen Hilfslinien eingeblendet bleiben.

Erstelle mindestens zwei Speicherstände. So kannst Du auf eine frühere Version zurückgreifen, falls eine Änderung nicht funktioniert.


Urheberrecht, Vorlagen und faire Nutzung

Für Deine eigenständige Illustration verwendest Du möglichst eigene Skizzen und eigene Fotos oder frei nutzbare Vorlagen. Wenn Du fremde Bilder nur als Referenz betrachtest, übernimmst Du nicht einfach deren komplette Komposition, Figuren oder charakteristische Gestaltung. Bei freien Medien prüfst Du die Lizenz und nennst die geforderte Urheberangabe.

Die Medien in diesem aiMOOC dienen als Lernbeispiele. Sie zeigen Werkzeuge, Arbeitsweisen und mögliche Bildwirkungen. Dein eigenes Ergebnis soll eine neue Gestaltung sein.


Projektauftrag: Deine eigenständige Illustration

Entwickle eine digitale Illustration, die eine erkennbare Bildidee zeigt. Dokumentiere den Weg von der Skizze über das Farbkonzept bis zur digitalen Ausarbeitung. Dein Ergebnis soll nicht nur technisch sauber, sondern auch gestalterisch begründet sein.

Projektschritt Pflichtprodukt G M E
Idee kurzer Ideensatz Motiv und Ort benennen Stimmung ergänzen Bildaussage oder überraschenden Gegensatz formulieren
Skizze mehrere kleine Vorentwürfe zwei Varianten drei Varianten mindestens drei stark unterschiedliche Kompositionen
Farbkonzept kleine Farbprobe begrenzte Palette Palette plus gezielter Kontrast Palette plus Lichtstimmung und begründeter Akzent
Ebenen nachvollziehbarer Bildaufbau drei sinnvolle Ebenen mindestens fünf sinnvoll benannte Ebenen eigene strukturierte Ebenenlogik mit Begründung
Ausarbeitung fertige Illustration klare Formen und Grundfarben Licht, Schatten und ausgewählte Details differenzierte Bildwirkung durch Licht, Kanten, Struktur und Schwerpunkt
Reflexion kurzer Rückblick eine Stärke und eine Verbesserung nennen zwei Entscheidungen begründen Wirkung analysieren und gezielte Überarbeitung erläutern


Möglicher Zeitplan

Unterrichtsphase Schwerpunkt Ergebnis
Start Thema verstehen und Beispiele untersuchen erste Bildidee
Planung Skizzen und Komposition ausgewählter Entwurf
Farbe Palette und Kontraste Farbkonzept
Digitalisieren Ebenen, Grundformen und Grundfarben stabile Bildgrundlage
Ausarbeiten Licht, Schatten, Details und Struktur fast fertige Illustration
Präsentieren Feedback, Korrektur und Reflexion fertiges Werk mit kurzer Begründung

Das Video gibt einen kompakten Einstieg in digitales Malen mit Krita. Beobachte besonders die Benutzeroberfläche und die grundlegenden Werkzeuge. Übernimm nur die Techniken, die Du für Dein eigenes Projekt brauchst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum sind Ebenen beim digitalen Illustrieren hilfreich? (Bildteile können getrennt bearbeitet werden) (!Alle Farben werden automatisch schöner) (!Man braucht keine Skizze mehr) (!Jeder Pinsel wird dadurch gleich groß)




Wozu dient eine Skizze am Anfang des Arbeitsprozesses? (Bildidee und Aufbau werden geplant) (!Sie ersetzt die fertige Illustration) (!Sie legt automatisch alle Farben fest) (!Sie verhindert jede spätere Änderung)




Was ist eine Farbpalette? (Eine bewusst ausgewählte Gruppe von Farben) (!Eine Sammlung von Ebenennamen) (!Eine Liste von Dateiformaten) (!Ein Werkzeug zum Löschen)




Was bewirkt ein starker Kontrast am Blickfang? (Er kann die Aufmerksamkeit dorthin lenken) (!Er macht automatisch jede Linie gerade) (!Er löscht den Hintergrund) (!Er speichert das Bild)




Was beschreibt die Deckkraft eines digitalen Pinsels? (Wie stark der Untergrund durchscheint) (!Wie viele Ebenen vorhanden sind) (!Wie groß die Datei ist) (!Wie schnell der Computer startet)




Wann sind kleine Details besonders sinnvoll? (Wenn große Formen und Bildaufbau bereits funktionieren) (!Noch bevor eine Bildidee feststeht) (!Nur auf dem Hintergrund) (!Immer auf jeder Fläche gleich stark)




Was ist für eine nachvollziehbare Ebenenstruktur sinnvoll? (Ebenen verständlich benennen) (!Alle Ebenen gleich nennen) (!Nur eine Ebene für alles verwenden) (!Die Ebenen zufällig sortieren)




Wie kann Licht und Schatten eine Illustration verbessern? (Formen können räumlicher und verständlicher wirken) (!Die Skizze wird automatisch gespeichert) (!Das Dateiformat wird kleiner) (!Jede Farbe wird zu Grau)




Was solltest Du während der Arbeit zusätzlich zur Exportdatei behalten? (Eine bearbeitbare Arbeitsdatei mit Ebenen) (!Nur einen Screenshot des Bildschirms) (!Nur die erste Skizze) (!Ausschließlich eine ausgedruckte Version)




Woran erkennt man eine eigenständige digitale Illustration? (Eigene Entscheidungen zu Idee Bildaufbau Farbe und Ausarbeitung sind sichtbar) (!Sie kopiert ein fremdes Bild möglichst genau) (!Sie verwendet möglichst viele Pinsel) (!Sie hat immer denselben Hintergrund)





Memory

Skizze Vorzeichnung zur Planung
Ebene getrennte digitale Bearbeitungsfläche
Farbpalette ausgewählte Farbsammlung
Kontrast deutlicher Unterschied in der Bildwirkung
Pinselvorgabe gespeicherte Werkzeugeinstellung
Deckkraft Stärke der Sichtbarkeit
Blickfang wichtigste Stelle im Bild
Export Ausgabe einer fertigen Bilddatei





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Skizze Idee und Bildaufbau planen
Farbpalette passende Farben festlegen
Ebene Bildelemente getrennt bearbeiten
Pinsel Strich und Struktur erzeugen
Licht und Schatten Form und Tiefe verdeutlichen
Feedback Wirkung prüfen und Verbesserung anregen
Export fertige Abgabeversion erzeugen






Kreuzworträtsel

Skizze Wie heißt eine schnelle Vorzeichnung zur Planung eines Bildes?
Ebene Wie heißt eine getrennte digitale Bearbeitungsfläche?
Palette Wie heißt eine ausgewählte Zusammenstellung von Farben?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied etwa zwischen hell und dunkel?
Pinsel Wie heißt das digitale Werkzeug zum Zeichnen und Malen?
Blickfang Wie heißt die Stelle die zuerst Aufmerksamkeit erhalten soll?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang hilft eine

dabei, Idee und Bildaufbau zu planen.
Mit

lassen sich verschiedene Bildteile getrennt bearbeiten.
Eine begrenzte

unterstützt eine zusammenhängende Bildwirkung.
Die

bestimmt, wie stark der Untergrund durch einen Strich sichtbar bleibt.
Ein gezielter

kann den Blick zu einer wichtigen Stelle lenken.
Der wichtigste Bereich einer Gestaltung wird oft als

bezeichnet.
Durch Licht und Schatten kann eine Form

erscheinen.
Eine bearbeitbare Arbeitsdatei sollte während des Projekts

bleiben.
Für eine fertige Abgabe kann das Bild zusätzlich als

exportiert werden.
Bei der Überarbeitung prüfst Du die gesamte

und nicht nur einzelne Details.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Pinselprobe: Erstelle ein Testblatt mit drei Pinseln. Zeichne mit jedem Pinsel eine Linie, eine Fläche und eine Struktur und notiere, wofür er in Deiner Illustration geeignet ist.
  2. Farbpalette: Wähle fünf Farben für die Stimmung freundlich, geheimnisvoll oder spannend. Gestalte damit drei kleine Farbfelder und begründe Deine Wahl in zwei Sätzen.
  3. Skizzenvergleich: Zeichne zwei kleine Kompositionsskizzen für dasselbe Motiv. Markiere bei jeder Skizze den Blickfang und entscheide, welche Variante Du weiterentwickelst.
  4. Ebenenmodell: Baue in Deinem Zeichenprogramm drei Ebenen für Hintergrund, Motiv und Details auf. Erkläre einer Partnerperson, warum die Trennung das Arbeiten erleichtert.


Standard – M

  1. Farbkontrast: Entwickle zwei Farbvarianten derselben Skizze. Eine soll ruhig, die andere spannungsreich wirken. Vergleiche die Wirkung und wähle eine Variante aus.
  2. Lichtstudie: Zeichne eine einfache Form digital und beleuchte sie in drei kleinen Varianten von links, rechts und oben. Übertrage die überzeugendste Lichtidee auf Dein Projekt.
  3. Bildschirmaufnahme: Erstelle eine kurze Bildschirmaufnahme ohne persönliche Daten, in der Du zeigst, wie Du eine Ebene anlegst, benennst und für eine Korrektur nutzt.
  4. Partnerfeedback: Tauscht Eure Zwischenstände. Formuliere zwei konkrete Stärken und eine Frage zur Bildwirkung. Überarbeite danach mindestens einen Bereich bewusst.


Schwer – E

  1. Kompositionslabor: Entwickle drei stark unterschiedliche Bildaufbauten mit Perspektive, Anschnitt oder Größenkontrast. Begründe schriftlich, welche Variante die stärkste Blickführung erzeugt.
  2. Materialwirkung: Stelle in einer eigenen Illustration zwei verschiedene Oberflächen dar, zum Beispiel Metall und Stoff oder Stein und Fell. Nutze Pinselstruktur, Kanten und Licht gezielt und vergleiche die Wirkung.
  3. Mini-Tutorial: Produziere ein ein- bis zweiminütiges Lernvideo oder eine Bildfolge, in der Du einen selbst gewählten Arbeitsschritt vom Ausgangszustand bis zum Ergebnis erklärst.
  4. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine digitale Klassenausstellung. Entwickle Kriterien für Bildtitel, Reihenfolge und Präsentation und begründe, wie die Auswahl unterschiedliche Bildideen sichtbar macht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Farbwirkung: Du erhältst eine freundliche Szene, die plötzlich geheimnisvoll wirken soll. Beschreibe mindestens drei konkrete Änderungen an Farbpalette, Kontrast und Licht und begründe ihre Wirkung.
  2. Transfer Ebenen: In einer Datei liegen Figur, Hintergrund und Schatten auf einer einzigen Ebene. Erkläre, welche Probleme beim Überarbeiten entstehen können, und entwirf eine bessere Ebenenstruktur.
  3. Bildanalyse: Untersuche eine unbekannte digitale Illustration. Bestimme Blickfang, Farbkonzept und Lichtidee und erkläre, wie diese drei Bereiche zusammenwirken.
  4. Fehlerdiagnose: Eine Illustration enthält sehr viele Details, aber das Hauptmotiv ist kaum erkennbar. Entwickle eine Reihenfolge von Überarbeitungsschritten, die zuerst die Gesamtwirkung verbessert.
  5. Gestaltungsentscheidung: Vergleiche zwei Entwürfe desselben Motivs, von denen einer einen starken Hell-Dunkel-Kontrast und der andere eine sehr ähnliche Helligkeit in allen Bereichen nutzt. Entscheide, welche Variante für eine dramatische Szene geeigneter ist, und begründe Deine Entscheidung.
  6. Prozessreflexion: Wähle einen eigenen Arbeitsschritt, der nicht wie geplant funktioniert hat. Beschreibe Ursache, Änderung und Ergebnis und formuliere eine Regel, die Dir bei einem neuen Projekt helfen würde.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis ist wichtig, dass nicht nur ein fertiges Bild vorhanden ist, sondern auch Dein Gestaltungsprozess nachvollziehbar wird.

  1. Skizze: Du zeigst mehrere Vorüberlegungen und eine begründete Auswahl.
  2. Farbkonzept: Deine Farbpalette passt zur beabsichtigten Stimmung und ist dokumentiert.
  3. Digitale Werkzeuge: Pinsel und Ebenen werden gezielt und nachvollziehbar eingesetzt.
  4. Bildwirkung: Blickfang, Kontrast, Licht und Details unterstützen die Aussage des Bildes.
  5. Eigenständigkeit: Die Illustration zeigt eigene Ideen und eigene gestalterische Entscheidungen.
  6. Überarbeitung: Du kannst mindestens eine Veränderung nach Feedback oder Selbstkontrolle erklären.
  7. Reflexion: Du beschreibst Stärken, Schwierigkeiten und einen nächsten Lernschritt.
Kriterium G M E
Planung klare Skizze und einfache Farbwahl mehrere Skizzen und begründete Palette deutlich variierte Entwürfe und begründete Bildstrategie
Technik grundlegender Einsatz von Pinsel und Ebenen sicherer Einsatz mehrerer Ebenen und angepasster Werkzeuge differenzierte Werkzeugwahl mit eigener Ebenenlogik
Gestaltung Hauptmotiv klar erkennbar Kontrast, Licht und Details gezielt eingesetzt Bildwirkung differenziert und bewusst gesteuert
Reflexion Ergebnis beschreiben Entscheidungen begründen Wirkung analysieren und Überarbeitung nachvollziehbar bewerten




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel Digitales Malen bietet Hintergrundinformationen zu digitalen Malprogrammen, Werkzeugen und Eingabegeräten.


Verknüpfte Lernbereiche

Digitale Illustration verbindet zeichnerische Grundlagen mit Medienbildung, Farbgestaltung und technischem Arbeiten. Besonders eng verknüpft sind die Themen Bildaufbau, Farblehre, digitales Malen, Reflexion und verantwortungsvoller Umgang mit Vorlagen.


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